Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Erbsen zählen beim EssenIm Restaurant getrennt zu bezahlen ist bei italienischen Kellnern nicht besonders beliebt. Bezahlt wird meistens alla romana: Egal, wie viel oder wenig jemand gegessen hat, unter Italienern wird die Rechnung am Ende durch die Zahl aller Beteiligten geteilt.
Fake mit Label kaufenDer täuschend echte Look der Gucci-Sonnenbrille oder der Prada-Tasche verblüfft dich? Bitte trotzdem nicht kaufen! Markenpiraterie ist in Italien strafbar – auch für die Käufer. Wer beim Kauf von gefälschter Markenware erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.
Capuccino am NachmittagWer sich nicht als Tourist zu erkennen geben möchte, sollte nach 11 Uhr lieber keinen Cappuccino trinken. Italiener trinken ihn nämlich nur vormittags, am liebsten mit einem cornetto oder ein paar Keksen zum Eintunken. Dasselbe gilt übrigens auch für andere Kaffeespezialitäten mit Milch.
Selbst einen Tisch ansteuernAuch wenn du das leckere Essen kaum erwarten kannst: Gedulde dich nach dem Eintreten ins Restaurant, bis dir der Kellner einen Platz zuweist. Besondere Wünsche wird er nach Möglichkeit gerne erfüllen. Aber sich selbst einen Platz auszusuchen und einfach hinzusetzen gilt in Italien als unhöflich.
Bestellen, ohne den Preis zu erfragenOft empfiehlt es sich, vorher nach dem Preis zu fragen, z. B. vor einer Taxifahrt oder wenn man das toskanische Steak, die fiorentina, oder Fisch bestellt, deren Preise häufig pro 100 g (etto) ausgezeichnet sind.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffeeab 1,50 Euro für einen Cappuccino am Tresen
Eisab 3 Euro für eine kleine Portion (Becher oder Waffel)
WeinAb 5 Euro für ein Glas am Tresen
Museen5-18 Euro für den Eintritt
BenzinUm 1,90 Euro für 1 l Super
StrandAb 20 Euro Tagesmiete für Sonnenschirm und Liegestuhl

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Capodanno (Neujahr)

6. Januar

  • Epifania (Heilige Drei Könige)

Februar/März

  • Carnevale di Venezia (Karneval in Venedig)

März/April

  • Pasquetta (Ostermontag)

25. April

  • Liberazione (Befreiung vom Faschismus)

1. Mai

  • Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)

2. Juni

  • Festa della Repubblica (Tag der Republik)

15. August

  • Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)

4. Okt.

  • Festa di San Francesco (Tag des hl. Franz von Assisi)

1. November

  • Ognissanti (Allerheiligen)

8. Dezember

  • Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

  • Natale (Weihnachten)

26. Dezember

  • Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag)

Vorbereitung

Auskunft

Auf italia.it findest du Informationen über das Reisen in Italien, Infos zu barrierefreiem Tourismus, eine Liste mit aktuellen Veranstaltungen, die touristischen Websites der italienischen Regionen sowie eine Liste mit Museen, die Onlinetickets anbieten.

Ankommen

Anreise

Mit der Bahn führen die zwei Hauptstrecken nach Italien durch Österreich über den Brennerpass bzw. durch die Schweiz und den St.-Gotthard-Tunnel. Die Euro-City- Züge der ÖBB (obb-italia.com) verbinden Deutschland und Österreich mit vielen norditalienischen Städten; mit dem ÖBB Nightjet gibt es Verbindungen ab München nach La Spezia in Ligurien (über Verona und den Gardasee) und Rom (über Bologna und Florenz) sowie ab Stuttgart nach Venedig (über München, Salzburg und Udine). Durchschnittliche Reisezeiten: von München nach Florenz ca. acht bis zehn Stunden, nach Rom zehn bis zwölf, nach Neapel 13 bis 15 Stunden. In den Hauptreisezeiten ist es unbedingt nötig, einen Schlaf- oder Liegewagenplatz, möglichst auch einen Sitzplatz, lange im Voraus zu reservieren. bahn.de

Eine preiswerte Alternative sind Fernbusse. Angebote finden und vergleichen lassen sich auf Portalen wie check mybus.de. Einer der größten Anbieter ist Flixbus: flixbus.de/fern bus/italien

Die am meisten befahrene Strecke von Deutschland nach Italien ist die mautpflichtige Brennerautobahn (Achtung: Großbaustelle bis 2030!) von Österreich ins italienische Südtirol. Aus der Schweiz gelangt man durch den 17 km langen St.-Gotthard-Tunnel oder den 6,5 km langen San- Bernardino-Tunnel nach Oberitalien. Außerdem gibt es zahlreiche Passstraßen (einige mautpflichtig), die aber in den Wintermonaten nicht befahrbar sind. Im Sommer bieten sie herrliche Gebirgspanoramen, kosten aber erheblich mehr Zeit.

Die wichtigsten internationalen Flughäfen in Italien sind Bari, Bologna, Florenz, Genua, Mailand, Neapel, Pisa, Rom, Triest, Turin und Venedig. Viele Billigfluglinien fliegen von zahlreichen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien, neben den oben genannten Städten außerdem nach Ancona, Bergamo, Brindisi, Lamezia Terme, Pescara, Reggio di Calabria, Rimini und Verona.

Reisezeit

Im August sind die Ferienorte hoffnungslos überfüllt. Die Preise klettern dann in schwindelerregende Höhen und oft ist die Buchung von Halbpension obligatorisch. Während im Sommer die Städte und Museen leer sind, bersten sie zu Ostern und an langen Wochenenden. Gute Reisezeiten sind Mai/Juni und September/Oktober, allerdings schließen viele Ferienhotels schon Ende September.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Verbrauch frei einund ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für die Schweiz gelten erheblich geringere Freimengen, u. a. 250 Zigaretten, 5 l Wein, Waren insgesamt bis zum Wert von 150 Franken.

Weiterkommen

Auto

Auch tagsüber muss man außerhalb von Ortschaften mit Abblendlicht fahren. Das Tempolimit beträgt innerorts 50 km/h, ansonsten 90, auf Autobahnen 130 (bei Regen 110), auf Schnellstraßen 110 km/h. Für Fahranfänger bis drei Jahre nach der Führerscheinprüfung gelten reduzierte Höchstgeschwindigkeiten: auf Autobahnen 100, auf Schnellstraßen 90 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 (Fahranfänger: 0,0!). Pflicht ist das Mitführen einer Warnweste für Fahrer und alle Insassen. Die Autobahnen in Italien sind bis auf einige Abschnitte im Süden mautpflichtig. Auf autostrade.it kann man die Maut (pedaggio) berechnen und erhält aktuelle Verkehrsmeldungen.

Viele Innenstädte sind verkehrsberuhigt, es gibt fast nur noch gebührenpflichtige Parkbuchten mit Automaten. Kameras kontrollieren die Straßenzugänge zu den verkehrsberuhigten Ortskernen, Z. T. L. genannt (zona traffico limitato). Frag bei deinem Hotel ggf. nach Parkmöglichkeiten bzw. einer befristeten Einfahrtsgenehmigung. In der Lombardei bestehen in vielen Gemeinden Zufahrtsverbote für Dieselfahrzeuge mit Euro 0 bis 4, ab Oktober 2026 bis 5, Benzinfahrzeuge 0 bis 1.In der Emilia-Romagna, im Piemont und im Veneto gelten ab Oktober 2026 von Oktober bis März in Gemeinden mit mehr als 30 000 Ew. Fahrverbote für Diesel 0 bis 5 und Benziner 0 bis 2.Ausgenommen sind die Autobahnen.

Eine Citymaut haben Mailand und Bologna. In Mailands historischer Altstadt („Area C“) dürfen Benziner mit Euro 0 bis 3 und Diesel mit Euro 0 bis 5 nicht einfahren, alle anderen benötigen ein Ticket. An Werktagen von 7.30 bis 19.30 Uhr bestehen im Stadtgebiet Mailands („Area B“) Zufahrtsbeschränkungen für Dieselfahrzeuge Euro 0 bis 5 sowie Benziner Euro 0 bis 3 (ab 2028 bis Euro 4). Genaueres findest du auf areacmi lano.it oder short.travel/itn9.

Die Tankstellen – außer auf der Autobahn – schließen über die Mittagszeit und am Sonntag, aber viele haben Tankautomaten.

Mietwagen

An allen Flughäfen und größeren Bahnhöfen finden sich Autovermietungen. Für einen Kleinwagen zahlt man etwa 50 Euro pro Tag bzw. ab ca. 300 Euro pro Woche. Buchungen vor Reiseantritt sind meist preiswerter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Eisenbahn und Bus sind relativ preiswert. Die Züge sind pünktlicher als ihr Ruf. Neben der staatlichen Eisenbahn (trenitalia.com) gibt es die schnelle, komfortable Privatbahn Italo (italotre no.it), die ausgewählte Städte verbindet. Über den Service Viaggiatreno (viaggiatreno.it und als Smartphone-App) erhältst du in Echtzeit Informationen über Verspätungen. Die Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa, Frecciargento und Frecciabianca verbinden die größeren Städte. Platzreservierungen sind hier obligatorisch. Mit Regionalzügen reist du in kleinere Orte und abgelegenere Regionen, z. B. mit Trenord in der Lombardei oder mit Ferrovie Sudest in Apulien.

Analoge Bahnfahrkarten müssen vor Besteigen des Zugs an den gelben Automaten im Bahnhof abgestempelt werden! Aktuelle Informationen über anstehende Streiks (sciopero) gibt ggf. die Website des italienischen Transportministeriums (scioperi.mit.gov.it), jedoch nur auf Italienisch. In vielen Regionalzügen darf man Fahrräder (Zuschlag 3,50 Euro) mitnehmen. Großstädte wie Rom, Mailand und Neapel haben U-Bahnen und dichte Busnetze.

Vor Ort

Geld & Kreditkarten

Banken sind fast durchweg mit Geldautomaten (bancomat) versehen. Nahezu alle Hotels, Tankstellen, Supermärkte sowie die meisten Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Nur in entlegenen Bergdörfern und auf Märkten sollte man auch Bargeld (contanti) bereithalten. Italien prägt übrigens keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr: Es wird auf 5-Cent-Beträge gerundet.

Internetzugang & WLAN

Fast alle Hotels und viele Cafés bieten wifi-Zugang an, meist gratis. Dasselbe gilt für Warte- und Barbereiche an Flughäfen und auf den großen Bahnhöfen sowie an manchen Autobahnraststätten vor allem im Norden. Über die Websites der Kommunen erhältst du Informationen über kostenlose wifi- Netze.

Öffnungszeiten

Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 12.30 oder 13 und von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, Einzelhändler und Boutiquen in kleineren Städten schließen über Mittag. Supermärkte und Kaufhäuser sind durchgängig bis 20 oder 21 Uhr geöffnet, fast alle auch sonntags. An einem Vormittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Touristenorten bleiben Geschäfte und Boutiquen oft bis spät in die Nacht und sonntags offen.

Preise

An der Theke kostet ein Espresso um 1 Euro, am Tischchen oder auf der Terrasse sitzend, musst du mit dem Doppelten, an Plätzen mit hohem Touristenaufkommen auch dem Dreifachen rechnen.

Telefon & Handy

Die ehemaligen Vorwahlen sind fester Bestandteil der Rufnummer, man muss sie also auch bei Ortsgesprächen mitwählen, ebenso muss bei Anrufen aus dem Ausland die Null mitgewählt werden. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Italien 0039

Trinkgeld

Man sollte nicht zu knauserig sein, Trinkgeld (fünf bis zehn Prozent) bekommen Kellner, der Zimmerservice im Hotel, Kofferträger u. a. – vorausgesetzt natürlich, du warst mit dem Service zufrieden.

Unterkunft

Unter dem Stichwort agriturismo bieten sehr viele Bauernhöfe in ganz Italien Zimmer, Ferienwohnungen und Stellplätze für Camper und Zelte an. Zwei gute Websites sind agri turist.it und agriturismo.it. Informationen zu Campingplätzen findet man unter camping.it oder camping.info. Hotelzimmer bekommt man in touristischen Gebieten in der Hochsaison häufig nur mit Halb- oder Vollpension, außerdem steigen die Preise im Juli/August stark an. Das Portal der Umweltorganisation Legambiente listet eine Reihe n umweltfreundlicher Hotels auf: legam bien teturismo.it. Die Restaurierung und Einrichtung von Unterkünften in alten Dörfern oder Altstädten hat zum Begriff albergo diffuso („Streuhotel“) geführt: alberghidiffusi.it. Jugendherbergen und Hostels findest du z. B. unter hihostels.com, hostelsclub.com oder hostelworld.com/hostels/Italy.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Tel. 06 49 21 31 | rom.diplo.de

Österreichische Botschaft

Tel. 0 68 44 01 41 | bmeia.gv.at/oeb-rom 

Schweizer Botschaft

Tel. 06 80 95 71 | eda.admin.ch

Gesundheit

Ärztliche Hilfe erhalten gesetzlich Versicherte über die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC, ohne die Kosten vorstrecken zu müssen. Allerdings behandeln viele niedergelassene Ärzte nicht im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems, sodass die Behandlung oft bar bezahlt werden muss. Die Kosten kann man sich zu Hause erstatten lassen (Rechnungen aufbewahren!). Die Notfallambulanz der Krankenhäuser (pronto soccorso oder DEA Dipartimento d’Emergenza e Accettazione) hilft gut, unbürokratisch und in ganz Italien kostenlos.

Notrufe

– Europaweite Notrufnummer Tel. 1 12

– Pannenhilfe Tel. 80 31 16, mit ausländischem Handy 8 00 11 68 00

Sonstige Hinweise

Museen & Sehenswürdigkeiten

In diesem Band ist die Schließzeit angegeben, Kassenschluss ist oft 30 Minuten bis zwei Stunden früher. Die Eintrittspreise reichen meist von 4 Euro bis 10 Euro, große Museen bis 20 Euro, vereinzelt mit einem Zuschlag bei Reservierung. Die staatlichen Museen (musei nazionali) sind für EU-Bürger unter 18 Jahren gratis, von 18 bis 25 Jahren zum halben Preis zugänglich. An jedem ersten Sonntag im Monat können alle staatlichen Museen gratis besucht werden.

Für viele der wichtigsten Museen und beliebtesten Sehenswürdigkeiten kann man online Eintrittskarten erwerben, für einige ist das sogar obligatorisch. Mit der Nutzung dieses Angebots erspart man sich unnötiges Warten, in großen Museen stundenlanges Anstehen. Informier dich über die Tourist Cards vieler italienischer Städte, deren Erwerb Angebote wie reduzierten Eintritt zu Museen und die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel beinhaltet.

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit
  6. Sonstige Hinweise