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Wissenswertes über Italien
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Italien. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Kaffee | ab 1,50 Euro für einen Cappuccino am Tresen |
| Eis | ab 2 Euro für eine kleine Portion (Becher oder Waffel) |
| Wein | Ab 4 Euro für ein Glas am Tresen |
| Museen | 4 bis 12 Euro für den Eintritt |
| Benzin | Um 1,60 Euro für 1 l Super |
| Strand | Ab 20 Euro Tagesmiete für Sonnenschirm und Liegestuhl |
Feiertage
1. Januar
- Capodanno (Neujahr)
6. Januar
- Epifania (Heilige Drei Könige)
März/April
- Pasquetta (Ostermontag)
25. April
- Liberazione (Befreiung vom Faschismus)
1. Mai
- Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)
2. Juni
- Festa della Repubblica (Tag der Republik)
15. August
- Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)
1. November
- Ognissanti (Allerheiligen)
8. Dezember
- Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)
25. Dezember
- Natale (Weihnachten)
26. Dezember
- Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag)
Veranstaltungen
Februar/ März
Carnevale di Venezia (Venedig), carnevale.venezia.it
Mai
Calendimaggio (Assisi), calendimaggiodiassisi.com: Mittelalterfest
Corsa dei Ceri (Gubbio), ceri.it: spektakulärer Kerzenlauf mit Votivgestellen
Juni
Napoli Pizza Village (Neapel), pizzavillage.it: großes Pizzafestival
Ende Juni - Mitte Juli
Festival dei Due Mondi (Spoleto), festivaldispoleto.com: Theater-, Tanz- und Musikevents
Mitte Juni - September
I Suoni delle Dolomiti (Trentino), visittrentino.info): Konzerte auf Almwiesen unter den Dolomitengipfeln
Arena di Verona Opera Festival, arena.it: Opernfestspiele in der römischen Arena
Juli
Umbria Jazz-Festival (Perugia), umbriajazz.it
August
Ferragosto, (15. Aug.): landesweit eine Fülle von Events und Feuerwerke
Ferrara Buskers Festival, ferrarabuskers.com: internationale Straßenmusik
Festival della Notte della Taranta (Melpignano), lanottedellataranta.it: Volksmusik und dazu der rhythmische Tanz des Salento
September
Trasporto della Macchina di Santa Rosa (Viterbo), visit.viterbo.it: Ein 30 m hoher Turm wird durch die Stadt getragen.
Peperoncino Festival (Diamante), peperoncinofestival.org
Dezember
Presepe Vivente nei Sassi di Matera, presepematera.it: lebendige Krippendarstellung in der Höhlenstadt
Vorbereitung
Auskunft
Auf der Website italia.it findest du vielfältige Informationen über das Reisen in Italien, Reisetipps, Informationen zu barrierefreiem Tourismus, eine Liste mit aktuellen Veranstaltungen, die touristischen Websites der italienischen Regionen sowie eine Liste mit Museen, die Onlinetickets anbieten.
Ankommen
Anreise
Die am meisten befahrene Strecke von Deutschland nach Italien ist die mautpflichtige Brennerautobahn von Österreich ins italienische Südtirol. Aus der Schweiz gelangt man durch den 17 km langen St.-Gotthard-Tunnel oder den 6,5 km langen San-Bernardino-Tunnel nach Oberitalien. Außerdem gibt es zahlreiche Passstraßen (einige mautpflichtig), die aber in den Wintermonaten nicht befahrbar sind. Im Sommer bieten sie herrliche Gebirgspanoramen, kosten aber erheblich mehr Zeit. Mit der Bahn führen die zwei Hauptstrecken nach Italien durch Österreich über den Brennerpass bzw. durch die Schweiz und den St.-Gotthard-Tunnel. Die Euro-City- Züge der ÖBB (obb-italia.com) verbinden Deutschland und Österreich mit vielen norditalienischen Städten; mit dem ÖBB Nightjet gibt es Verbindungen ab München nach La Spezia in Ligurien (über Verona und den Gardasee) und Rom (über Bologna und Florenz) sowie ab Stuttgart nach Venedig (über München, Salzburg und Udine). Durchschnittliche Reisezeiten: von München nach Florenz ca. acht bis zehn Stunden, nach Rom zehn bis zwölf, nach Neapel 13 bis 15 Stunden. In den Hauptreisezeiten ist es unbedingt nötig, einen Schlaf- oder Liegewagenplatz, möglichst auch einen Sitzplatz, lange im Voraus zu reservieren. bahn.de
Eine preiswerte Alternative sind Fernbusse. Linien finden und Angebote vergleichen lassen sich auf Portalen wie checkmybus.de. Einer der größten Anbieter ist Flixbus mit Verbindungen in Orte in ganz Italien: flixbus.de/fernbus/italien
Die wichtigsten internationalen Flughäfen in Italien sind Bari, Bologna, Florenz, Genua, Mailand, Neapel, Pisa, Rom, Triest, Turin und Venedig. Viele Billigfluglinien fliegen von zahlreichen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien, neben den oben genannten Städten außerdem nach Ancona, Bergamo, Brindisi, Lamezia Terme, Pescara, Reggio di Calabria, Rimini und Verona.
Reisezeit
Im August sind die Ferienorte hoffnungslos überfüllt. Die Preise klettern dann in schwindelnde Höhen und oft ist die Buchung von Halbpension obligatorisch. Während im Sommer die Städte und Museen leer sind, bersten sie zu Ostern und an langen Wochenenden. Gute Reisezeiten sind Mai/Juni und September/Oktober, allerdings schließen viele Ferienhotels schon Ende September.
Zoll
Innerhalb der EU dürfen alle Waren für den persönlichen Verbrauch frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für die Schweiz gelten erheblich geringere Freimengen, u. a. 250 Zigaretten und 5 l Wein.
Weiterkommen
Auto
Vorgeschrieben sind Führerschein und Fahrzeugschein, empfohlen werden die grüne Versicherungskarte und eventuell ein Auslandsschutzbrief. Auch tagsüber muss man außerhalb von Ortschaften mit Abblendlicht fahren. Das Tempolimit beträgt in Ortschaften 50 km/h, ansonsten 90, auf Autobahnen 130 (bei Regen 110), auf Schnellstraßen 110 km/h. Für Fahranfänger bis drei Jahre nach der Führerscheinprüfung gelten reduzierte Höchstgeschwindigkeiten: auf Autobahnen 100, auf Schnellstraßen 90 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 (Fahranfänger: 0,0!). Pflicht ist das Mitführen einer Warnweste für Fahrer und alle Insassen.
Die Autobahnen in Italien sind bis auf einige Streckenabschnitte im Süden mautpflichtig, Schnellstraßen (superstrade) sind hingegen gebührenfrei. Um Warteschlangen an den Mautstellen zu umgehen, kann man auch mit allen gängigen Kreditkarten schnell und bargeldlos passieren. Auf autostrade.it kann man die Maut (pedaggio) berechnen und erhält aktuelle Verkehrsmeldungen.
Viele Innenstädte sind verkehrsberuhigt, es gibt fast nur noch gebührenpflichtige Parkbuchten mit Automaten. Oft kontrollieren Kameras die Straßenzugänge zu den verkehrsberuhigten Ortskernen, Z. T. L. genannt (zona traffico limitato). Frag bei deinem Hotel ggf. nach Parkmöglichkeiten bzw. befristeter Einfahrtsgenehmigung. Bei besonders hohen Smogwerten verhängen viele Städte für ihre Zentren tageweise Fahrverbote für Autos der Euro-Schadstoffklassen 1, 2 und manchmal auch 3 sowie für ältere Diesel ohne Partikelfilter, was über Displays auf den Zufahrtsstraßen kundgegeben wird. Das Auto parkt dann in den Außenbereichen, es geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter, in den meisten Fällen gibt es ein P+R-System.
Die Mailänder Innenstadt ist sogar dauerhaft als Umweltzone „Area C“ ausgeschrieben. Den Schadstoffklassen Euro 0, 1, 2 und – ab Oktober 24 – 3 für Benziner und Euro 0, 1, 2, 3, 4, 5 und – ab Oktober 24 – 6 für Dieselfahrzeuge ist die Zufahrt in die Area C generell untersagt. Alle anderen Fahrzeuge können eine Zufahrtsberechtigung erwerben, die bis spätestens Mitternacht des folgenden Tags aktiviert worden sein muss. Genaueres findest du auf comune.milano.it/areac. Man tankt Super 95 oder gasolio (Diesel). Die Tankstellen – außer auf der Autobahn – schließen über die Mittagszeit (12.30–15 Uhr) und am Sonntag, aber viele haben Tankautomaten.
Mietwagen
An allen Flughäfen und größeren Bahnhöfen finden sich Autovermietungen (Kreditkarte obligatorisch!). Für einen Kleinwagen zahlt man etwa 50 Euro pro Tag bzw. ab ca. 300 Euro pro Woche. Buchungen vor Reiseantritt sind meist preiswerter. Eine gute Suchmaschine für günstige Angebote ist billiger-mietwagen.de.
Öffentliche Verkehrsmittel
Eisenbahn und Bus sind relativ preiswert. Die Züge sind pünktlicher als ihr Ruf, jedoch häufig überfüllt. Neben der staatlichen Eisenbahn (trenitalia. com) gibt es die schnelle, komfortable Privatbahn Italo (italotreno.it), die ausgewählte Städte verbindet. Über den Service Viaggiatreno (viaggiatreno.it und als Smartphone-App) erhältst du in Echtzeit Informationen über Verspätungen. Die Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa, Frecciargento und Frecciabianca verbinden die größeren Städte. Platzreservierungen sind hier obligatorisch. Mit den Regionalzügen, betrieben von regionalen Anbietern, reist du in kleinere Orte und abgelegenere Regionen, z. B. mit Trenord in die lombardischen Täler oder mit Ferrovie Sudest durch den Salento in Apulien.
Bahnfahrkarten müssen vor Besteigen des Zugs an den gelben Automaten im Bahnhof abgestempelt werden! Aktuelle Informationen über anstehende Streiks (sciopero) gibt ggf. die Website des italienischen Transportministeriums (scioperi.mit.gov.it), jedoch nur auf Italienisch. In vielen Regionalzügen darf man Fahrräder (Zuschlag 3,50 Euro) mitnehmen. Großstädte wie Rom, Mailand und Neapel haben U-Bahnen und dichte Busnetze.
Vor Ort
Geld & Kreditkarten
Banken sind fast durchweg mit Geldautomaten (bancomat) versehen. Nahezu alle Hotels, Tankstellen, Supermärkte sowie die meisten Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Nur in entlegenen Bergdörfern und auf Märkten sollte man auch Bargeld (contanti) bereithalten. Italien prägt übrigens keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr: Es wird auf 5-Cent-Beträge gerundet.
Internetzugang & WLAN
Vielerorts finden sich Cafés mit wifi-Zugang. Das gilt auch für die große Mehrzahl der Hotels, die inzwischen fast alle eine drahtlose Internetverbindung anbieten, meist gratis. Dasselbe gilt für Warte- und Barbereiche an Flughäfen und auf den großen Bahnhöfen sowie an manchen Autobahnraststätten vor allem im Norden. Über die Websites der Kommunen erhältst du Informationen über kostenlose wifi-Netze.
Öffnungszeiten
Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 12.30 oder 13 und von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, Einzelhändler und Boutiquen in kleineren Städten schließen über Mittag. Supermärkte und Kaufhäuser sind durchgängig bis 20 oder 21 Uhr geöffnet, fast alle auch sonntags. An einem Vormittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Touristenorten bleiben Geschäfte und Boutiquen oft bis spät in die Nacht und sonntags offen.
Preise
An der Theke kostet ein Espresso um 1 Euro, am Tischchen oder auf der Terrasse sitzend, musst du mit dem Doppelten, an Plätzen mit hohem Touristenaufkommen auch dem Dreifachen rechnen.
Telefon & Handy
Die ehemaligen Vorwahlen sind fester Bestandteil der Rufnummer, man muss sie also auch bei Ortsgesprächen mitwählen, ebenso muss bei Anrufen aus dem Ausland die Null mitgewählt werden. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Italien 0039
Trinkgeld
Man sollte nicht zu knauserig sein, Trinkgeld (fünf bis zehn Prozent) bekommen Kellner, der Zimmerservice im Hotel, Kofferträger u. a. – vorausgesetzt natürlich, du warst mit dem Service zufrieden.
Unterkunft
Unter dem Stichwort agriturismo bieten sehr viele Bauernhöfe in ganz Italien Zimmer, Ferienwohnungen und Stellplätze für Camper und Zelte an. Häufig hat das aber nicht viel mit „Urlaub auf dem Bauernhof“ zu tun, sondern handelt es sich um edel restaurierte Landgüter, die entsprechend kosten. Zwei gute Websites sind agri turist.it und agriturismo.it. Informationen zu Campingplätzen und Feriendörfern findet man unter camping.it oder camping.info. Ferienwohnungen findet man am einfachsten über Internetportale.
Hotelzimmer bekommt man in den Touristengebieten am Meer bzw. in den Bergen in der Hochsaison häufig nur mit Halb- oder Vollpension, außerdem steigen die Preise im Juli/August stark an. Das Portal der Umweltorganisation Legambiente listet eine Reihe umweltfreundlicher Hotels auf: legambienteturismo.it. Die Restaurierung und Einrichtung von Unterkünften in alten Dörfern oder Altstadtkomplexen hat zum Begriff albergo diffuso („Streuhotel“) geführt: alberghidiffusi. it. Vor allem in den Städten gibt es zahlreiche Bed-&-Breakfast-Unterkünfte. Infos u. a. unter bbitalia.it und bedand- breakfast.it. Jugendherbergen, Backpackerhostels und preiswerte Hotels findest du z. B. unter hihostels.com, hostelsclub.com oder hostelworld.com/hostels/Italy.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Via San Martino della Battaglia 4 | Rom | Tel. 06 49 21 31 | rom.diplo.de
Österreichische Botschaft
Via Pergolesi 3 | Rom | Tel. 0 68 44 01 41 | bmeia.gv.at/oeb-rom
Schweizer Botschaft
Via Barnaba Oriani 61 | Rom | Tel. 06 80 95 71 | eda.admin.ch/roma
Gesundheit
Ärztliche Hilfe erhalten gesetzlich Versicherte über die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC, ohne die Kosten vorstrecken zu müssen. Allerdings behandeln viele niedergelassene Ärzte nicht im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems (z. B. Zahnärzte), sodass die Behandlung oft bar bezahlt werden muss. Die Kosten kann man sich zu Hause erstatten lassen (Rechnungen aufbewahren!). Mit einer privaten Auslandskrankenversicherung wäre auch ein Rücktransport nach Hause abgedeckt. Die Notfallambulanz der Krankenhäuser (pronto soccorso oder DEA Dipartimento d’Emergenza e Accettazione) hilft gut, unbürokratisch und in ganz Italien kostenlos.
Notrufe
– Europaweite Notrufnummer Tel. 1 12
– Pannenhilfe Tel. 80 31 16, mit ausländischem Handy 8 00 11 68 00
Sonstige Hinweise
Museen & Sehenswürdigkeiten
In diesem Band ist die Schließzeit angegeben, Kassenschluss ist oft 30 Minuten bis zwei Stunden früher. Die Eintrittspreise reichen meist von 4 Euro bis 10 Euro, große Museen bis 20 Euro, vereinzelt mit einem Zuschlag bei Reservierung. Die staatlichen Museen (musei nazionali) sind für EU-Bürger unter 18 Jahren gratis, von 18 bis 25 Jahren zum halben Preis zugänglich. An jedem ersten Sonntag im Monat können alle staatlichen Museen gratis besucht werden. Für viele der wichtigsten Museen und beliebtesten Sehenswürdigkeiten kann man online Eintrittskarten erwerben, für einige wie etwa Leonardo da Vincis „Abendmahl“ in Mailand ist das sogar obligatorisch. Mit der Nutzung dieses Angebots erspart man sich unnötiges Warten, in großen Museen stundenlanges Anstehen. Informier dich über die Tourist Cards vieler italienischer Städte, deren Erwerb Angebote wie reduzierten Eintritt zu Museen und die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel beinhaltet.