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Italien Must Sees






























Architektonische Highlights
Architektonische Highlights
Touristenattraktionen
Geographical
Duomo di Monreale
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Das für Wilhelm II. zwischen 1174 und 1185 errichtete Ensemble ist das bedeutendste Denkmal normannischer Kunst auf Sizilien. Spektakulär sind der 6000 m2 große Mosaikzyklus, der das Innere der Basilika in goldenem Licht erstrahlen lässt und der Kreuzgang mit den kunstvoll gearbeiteten Kapitellen.
- Piazza Duomo, 90046 Monreale
- http://www.duomomonreale.com/
- +39 091 640 4413
© MAIRDUMONT
Das für Wilhelm II. zwischen 1174 und 1185 errichtete Ensemble ist das bedeutendste Denkmal normannischer Kunst auf Sizilien. Spektakulär sind der 6000 m2 große Mosaikzyklus, der das Innere der Basilika in goldenem Licht erstrahlen lässt und der Kreuzgang mit den kunstvoll gearbeiteten Kapitellen.
- Piazza Duomo, 90046 Monreale
- http://www.duomomonreale.com/
- +39 091 640 4413
Valle dei Templi
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Instatauglich!
„Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.
- Via Panoramica dei Templi, 92100 Agrigento
- http://www.parcovalledeitempli.it/
- +39 0922 621611
- info@valleyofthetemples.com
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Instatauglich!
„Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.
- Via Panoramica dei Templi, 92100 Agrigento
- http://www.parcovalledeitempli.it/
- +39 0922 621611
- info@valleyofthetemples.com
Noto
Geographical © etvulc, Thinkstock
Sein einheitliches Erscheinungsbild verdankt Noto dem Generalplan von 1703, der den barocken Wiederaufbau in einem rechtwinkligen Straßenraster entlang dreier Hauptachsen festlegte. Den faszinierenden Anblick der Stadt am Hang prägen die aus leuchtendem Kalktuff errichteten Paläste und Kirchen. Dem Erdbeben von 1693 fiel das mittelalterliche Noto Antica zum Opfer, dessen Ruinen landeinwärts liegen.
- 96017 Noto
- http://www.comune.noto.sr.it/
- +39 0931 835201
© etvulc, Thinkstock
Sein einheitliches Erscheinungsbild verdankt Noto dem Generalplan von 1703, der den barocken Wiederaufbau in einem rechtwinkligen Straßenraster entlang dreier Hauptachsen festlegte. Den faszinierenden Anblick der Stadt am Hang prägen die aus leuchtendem Kalktuff errichteten Paläste und Kirchen. Dem Erdbeben von 1693 fiel das mittelalterliche Noto Antica zum Opfer, dessen Ruinen landeinwärts liegen.
- 96017 Noto
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- +39 0931 835201
Morano Calabro
Geographical © milla1974, Thinkstock
Einer der schönsten Orte Kalabriens zieht sich als verschachtelte Pyramide eine Bergkuppe hinauf. Im Hintergrund bildet das meistens bis ins späte Frühjahr hinein verschneite Kalksteinmassiv des Pollinogebirges eine majestätische Kulisse. Stundenlang kann man ziellos durch das Labyrinth der engen Gassen und steilen Treppenwege streifen. Auf der Spitze des Stadthügels lockt die Ruine des normannische Kastells mit einem atemraubenden Panorama.
- 87016 Morano Calabro
- http://www.comunemoranocalabro.it/
- +39 0981 31021
- info@comunemoranocalabro.it
© milla1974, Thinkstock
Einer der schönsten Orte Kalabriens zieht sich als verschachtelte Pyramide eine Bergkuppe hinauf. Im Hintergrund bildet das meistens bis ins späte Frühjahr hinein verschneite Kalksteinmassiv des Pollinogebirges eine majestätische Kulisse. Stundenlang kann man ziellos durch das Labyrinth der engen Gassen und steilen Treppenwege streifen. Auf der Spitze des Stadthügels lockt die Ruine des normannische Kastells mit einem atemraubenden Panorama.
- 87016 Morano Calabro
- http://www.comunemoranocalabro.it/
- +39 0981 31021
- info@comunemoranocalabro.it
Santa Maria delle Grazie
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Hier schweigen selbst die Frösche
Die Kirche gehört zum Dominikanerkloster gleich nebenan, in dessen Speisesaal Leonardo da Vinci sein Abendmahl malte. Großartig und elegant, sieht man ihr an, dass sie keine Kirche fürs Volk war, sondern für die Oberschicht. Das ist sie auch heute noch: Zur Sonntagsmesse kommen die feinen Mailänder Familien aus der Nachbarschaft. Kein Geringerer als Donato Bramante (1444–1514), der zu den ganz großen Architekten des 15.Jhs. zählte und den Petersdom in Rom entwarf, vollendete die Kirche ab 1492 im schönsten Renaissancestil. Den stillen Kreuzgang Chiostro delle Rane verzaubert ein Brunnen mit bronzenen Fröschen und im Frühjahr blühenden Magnolien.
- Via Giuseppe Antonio Sassi 3, 20123 Milano
- http://legraziemilano.it/
- +39 02 467 6111
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Hier schweigen selbst die Frösche
Die Kirche gehört zum Dominikanerkloster gleich nebenan, in dessen Speisesaal Leonardo da Vinci sein Abendmahl malte. Großartig und elegant, sieht man ihr an, dass sie keine Kirche fürs Volk war, sondern für die Oberschicht. Das ist sie auch heute noch: Zur Sonntagsmesse kommen die feinen Mailänder Familien aus der Nachbarschaft. Kein Geringerer als Donato Bramante (1444–1514), der zu den ganz großen Architekten des 15.Jhs. zählte und den Petersdom in Rom entwarf, vollendete die Kirche ab 1492 im schönsten Renaissancestil. Den stillen Kreuzgang Chiostro delle Rane verzaubert ein Brunnen mit bronzenen Fröschen und im Frühjahr blühenden Magnolien.
- Via Giuseppe Antonio Sassi 3, 20123 Milano
- http://legraziemilano.it/
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San Zeno Maggiore
Architektonische Highlights © Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Die Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.
- Piazza San Zeno, 37123 Verona
- http://www.chieseverona.it/
- +39 045 592813
- info@basilicasanzeno.it
© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Die Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.
- Piazza San Zeno, 37123 Verona
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- +39 045 592813
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Isola di Murano
Geographical © eZeePics Studio, Thinkstock
Berühmt ist der aus fünf Inseln bestehende, seit rund 1400 Jahren besiedelte Ort wegen seiner Glasindustrie. Zu empfehlen ist der Besuch in einem der Ateliers sowie im Museo del Vetro. Sehenswert: die romanische Kathedrale Santi Maria e Donato.
- Venezia
© eZeePics Studio, Thinkstock
Berühmt ist der aus fünf Inseln bestehende, seit rund 1400 Jahren besiedelte Ort wegen seiner Glasindustrie. Zu empfehlen ist der Besuch in einem der Ateliers sowie im Museo del Vetro. Sehenswert: die romanische Kathedrale Santi Maria e Donato.
- Venezia
Giudecca
Geographical © kavalenkava, Shutterstock
Eigentlich besteht diese der Altstadt südlich vorgelagerte Insel aus acht miteinander verbundenen Eilanden. Im Mittelalter lebten hier die aus der Stadt verbannten giudei, die Juden (daher vermutlich der Name). Später bauten reiche Venezianer hier ihre Sommervillen, im 19.Jh. schließlich ließen sich Gewerbe und Industrie nieder. Heute besucht man den verwaltungstechnisch zu Dorsoduro zählenden Stadtteil v.a. der beiden Palladio-Kirchen Redentore und Zitelle wegen.
- Venezia
© kavalenkava, Shutterstock
Eigentlich besteht diese der Altstadt südlich vorgelagerte Insel aus acht miteinander verbundenen Eilanden. Im Mittelalter lebten hier die aus der Stadt verbannten giudei, die Juden (daher vermutlich der Name). Später bauten reiche Venezianer hier ihre Sommervillen, im 19.Jh. schließlich ließen sich Gewerbe und Industrie nieder. Heute besucht man den verwaltungstechnisch zu Dorsoduro zählenden Stadtteil v.a. der beiden Palladio-Kirchen Redentore und Zitelle wegen.
- Venezia
Cimitero di San Michele
Touristenattraktionen © Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Auf halbem Weg zwischen Fondamente Nove und Murano liegt Venedigs Friedhofsinsel. Hinter ihrer Backsteinmauer ruhen neben tausenden namenlosen Venezianern u. a. der Komponist Igor Strawinsky, der Dichter Ezra Pound und der Impresario Sergej Diaghilew.
- 30100 Venezia
- http://www.comune.venezia.it/
- +39 041 729 2841
© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Auf halbem Weg zwischen Fondamente Nove und Murano liegt Venedigs Friedhofsinsel. Hinter ihrer Backsteinmauer ruhen neben tausenden namenlosen Venezianern u. a. der Komponist Igor Strawinsky, der Dichter Ezra Pound und der Impresario Sergej Diaghilew.
- 30100 Venezia
- http://www.comune.venezia.it/
- +39 041 729 2841
Merano
Geographical © saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Vorhang auf für die Bergromanze
Eine zauberhafte Kurstadt (40 000 Ew.) mit supermodernen Thermalanlagen, mit Promenaden, üppig-mediterranen Villengärten und dem farbenprächtigen Blütenlabyrinth der eindrucksvollen Giardini Trauttmansdorff. Oberhalb Merans liegt das Dorf Tirol mit dem Stammschloss der Grafen von Tirol; es ist Sitz des spannend aufgemachten Südtiroler Landesmuseums, das die Traditionen der Bergbevölkerung dokumentiert. Im benachbarten Algund serviert das weinumrankte Wirtshaus Leiter am Waal mit lauschiger Terrasse erstklassige Schlutzkrapfen, die Südtiroler Version der Ravioli. Hoch über Vöran südlich von Meran hat der Künstler Franz Messner auf dem Rotsteinkogel das Knottnkino kreiert: 30 Kinosessel für den spektakulären „Filmblick“ aufs Etschtal und die Texelgruppe. Die einfachsten und kürzesten Wege, Nr. 11 und Nr. 14, starten beim Parkplatz oberhalb des Gasthofs Alpenrose in Vöran.
- 39012 Merano
- http://www.comune.merano.bz.it/
- +39 0473 272000
- info@meran.eu
© saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Vorhang auf für die Bergromanze
Eine zauberhafte Kurstadt (40 000 Ew.) mit supermodernen Thermalanlagen, mit Promenaden, üppig-mediterranen Villengärten und dem farbenprächtigen Blütenlabyrinth der eindrucksvollen Giardini Trauttmansdorff. Oberhalb Merans liegt das Dorf Tirol mit dem Stammschloss der Grafen von Tirol; es ist Sitz des spannend aufgemachten Südtiroler Landesmuseums, das die Traditionen der Bergbevölkerung dokumentiert. Im benachbarten Algund serviert das weinumrankte Wirtshaus Leiter am Waal mit lauschiger Terrasse erstklassige Schlutzkrapfen, die Südtiroler Version der Ravioli. Hoch über Vöran südlich von Meran hat der Künstler Franz Messner auf dem Rotsteinkogel das Knottnkino kreiert: 30 Kinosessel für den spektakulären „Filmblick“ aufs Etschtal und die Texelgruppe. Die einfachsten und kürzesten Wege, Nr. 11 und Nr. 14, starten beim Parkplatz oberhalb des Gasthofs Alpenrose in Vöran.
- 39012 Merano
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- +39 0473 272000
- info@meran.eu
Riva del Garda
Geographical © Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Mit 16.000 Einwohnern ist Riva der zweitgrößte Ort am See. Die Besucher sind etwas gemischter als im benachbarten Surfermekka Torbole. Auch in Riva treffen sich Surfer, wenngleich die Windverhältnisse für die ganz Sportlichen und besonders Ambitionierten hier nicht mehr so interessant sind. Familien mit Kindern fühlen sich hier dank des langen Strands und des weitläufigen Uferparks genauso wohl wie die älteren Besucher. Riva liegt am fjordartigen Nordende des Sees, nach Nordosten hin breitet sich die immer größer werdende Stadt ins flache Schwemmland der Sarca aus, der historische Kern liegt am See. Drei Stadttore Rivas - Porta Bruciata, Porta San Marco, Porta San Michele - blieben erhalten, sie führen heute in den Fußgängerbereich der Altstadt. Jahr für Jahr wird die Fußgängerzone erweitert, nun ist schon fast die ganze Innenstadt autofrei. Im Sommer bietet die Touristinformation Stadtführungen an. Im späten 19.und frühen 20.Jh. war das Habsburgerstädtchen ein Anziehungspunkt für Literaten wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Franz Kafka. Erst seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehört das bis dahin österreichische Riva zu Italien.
- 38066 Riva del Garda
- http://www.gardatrentino.de/
- +39 0464 554444
- info@gardatrentino.it
© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Mit 16.000 Einwohnern ist Riva der zweitgrößte Ort am See. Die Besucher sind etwas gemischter als im benachbarten Surfermekka Torbole. Auch in Riva treffen sich Surfer, wenngleich die Windverhältnisse für die ganz Sportlichen und besonders Ambitionierten hier nicht mehr so interessant sind. Familien mit Kindern fühlen sich hier dank des langen Strands und des weitläufigen Uferparks genauso wohl wie die älteren Besucher. Riva liegt am fjordartigen Nordende des Sees, nach Nordosten hin breitet sich die immer größer werdende Stadt ins flache Schwemmland der Sarca aus, der historische Kern liegt am See. Drei Stadttore Rivas - Porta Bruciata, Porta San Marco, Porta San Michele - blieben erhalten, sie führen heute in den Fußgängerbereich der Altstadt. Jahr für Jahr wird die Fußgängerzone erweitert, nun ist schon fast die ganze Innenstadt autofrei. Im Sommer bietet die Touristinformation Stadtführungen an. Im späten 19.und frühen 20.Jh. war das Habsburgerstädtchen ein Anziehungspunkt für Literaten wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Franz Kafka. Erst seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehört das bis dahin österreichische Riva zu Italien.
- 38066 Riva del Garda
- http://www.gardatrentino.de/
- +39 0464 554444
- info@gardatrentino.it
Basilica di San Lorenzo
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Begraben auf vornehmste Art
Kein Stein in dieser Kirche, der nicht irgendwie an eine Persönlichkeit aus dem Hause der Medici erinnert. Giovanni di Bicci de’ Medici, der Stammvater, beauftragte Brunelleschi um 1420 mit der Erweiterung des frühchristlichen Gotteshauses, das schon 393 dem hl. Lorenz geweiht worden war. Brunelleschi beendete 1428 zunächst die Alte Sakristei (Sagrestia Vecchia), den ersten Zentralraum der Renaissance. Cosimo der Ältere, Giovannis Sohn, führte dann den Bau der Kirche bis zu ihrer Vollendung 1446 weiter. Er liegt in der Krypta begraben. Eine vielfarbige, runde Steinplatte vor dem Hauptaltar markiert die Stelle. Neben seinem Freund und Mäzen Cosimo Il Vecchio fand Donatello seine letzte Ruhestätte. Zur endgültigen Umwandlung des Kirchenkomplexes in ein großes Mausoleum, den Cappelle Medicee, trug Papst Leo X., Urenkel Cosimos, entscheidend bei, als er Michelangelo mit dem Bau der Neuen Sakristei (Sagrestia Nuova) beauftragte. In den Medici-Kapellen stehen die bedeutenden Grabmäler für Lorenzo Il Magnifico, seinen Bruder Giuliano und deren Nachkömmlinge Giuliano, Herzog von Nemours, sowie Lorenzo, Herzog von Urbino – alle ebenfalls aus der Hand Michelangelos. Mit dem Bau der angrenzenden und vollständig mit Halbedelsteinen ausgekleideten Fürstenkapelle, der Cappella dei Principi, fand zu Beginn des 17.Jhs. die Verherrlichung der Herrscherfamilie ihren gloriosen Abschluss. Zum Kreuzgang und der Biblioteca Medicea Laurenziana gelangt man durch eine Tür links neben dem Kirchenportal. Es gab Ausschreibungen für die Gestaltung der Rohsteinfassade, auch Pläne von Michelangelo liegen vor, wurden aber nie ausgeführt.
- Piazza di San Lorenzo 9, 50123 Firenze
- http://sanlorenzofirenze.it/
- +39 055 214042
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Begraben auf vornehmste Art
Kein Stein in dieser Kirche, der nicht irgendwie an eine Persönlichkeit aus dem Hause der Medici erinnert. Giovanni di Bicci de’ Medici, der Stammvater, beauftragte Brunelleschi um 1420 mit der Erweiterung des frühchristlichen Gotteshauses, das schon 393 dem hl. Lorenz geweiht worden war. Brunelleschi beendete 1428 zunächst die Alte Sakristei (Sagrestia Vecchia), den ersten Zentralraum der Renaissance. Cosimo der Ältere, Giovannis Sohn, führte dann den Bau der Kirche bis zu ihrer Vollendung 1446 weiter. Er liegt in der Krypta begraben. Eine vielfarbige, runde Steinplatte vor dem Hauptaltar markiert die Stelle. Neben seinem Freund und Mäzen Cosimo Il Vecchio fand Donatello seine letzte Ruhestätte. Zur endgültigen Umwandlung des Kirchenkomplexes in ein großes Mausoleum, den Cappelle Medicee, trug Papst Leo X., Urenkel Cosimos, entscheidend bei, als er Michelangelo mit dem Bau der Neuen Sakristei (Sagrestia Nuova) beauftragte. In den Medici-Kapellen stehen die bedeutenden Grabmäler für Lorenzo Il Magnifico, seinen Bruder Giuliano und deren Nachkömmlinge Giuliano, Herzog von Nemours, sowie Lorenzo, Herzog von Urbino – alle ebenfalls aus der Hand Michelangelos. Mit dem Bau der angrenzenden und vollständig mit Halbedelsteinen ausgekleideten Fürstenkapelle, der Cappella dei Principi, fand zu Beginn des 17.Jhs. die Verherrlichung der Herrscherfamilie ihren gloriosen Abschluss. Zum Kreuzgang und der Biblioteca Medicea Laurenziana gelangt man durch eine Tür links neben dem Kirchenportal. Es gab Ausschreibungen für die Gestaltung der Rohsteinfassade, auch Pläne von Michelangelo liegen vor, wurden aber nie ausgeführt.
- Piazza di San Lorenzo 9, 50123 Firenze
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- +39 055 214042
Cupola del Brunelleschi
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel, die übrigens von Brunelleschi aufgesetzt wurde, bestimmt seit langem die Silhouette der Stadt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 45 m und besitzt 463 Stufen, die bis zur Spitze führen und einen wundervollen Blick über die Stadt garantieren.
- Piazza del Duomo, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
© MAIRDUMONT
Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel, die übrigens von Brunelleschi aufgesetzt wurde, bestimmt seit langem die Silhouette der Stadt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 45 m und besitzt 463 Stufen, die bis zur Spitze führen und einen wundervollen Blick über die Stadt garantieren.
- Piazza del Duomo, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
Volterra
Geographical © Zoonar, P.Jilek, Thinkstock
Insider-Tipp Streichelzartes Handwerk
Die uralte Etruskerstadt hat drei Leitmotive: Tuffstein, Alabaster und – Vampire. Seit der Twilight-Saga wissen Fans des Vampirkults, dass hier eine Vampirfamilie haust. Den Ort (9700 Ew.) haben schon die Etrusker auf den porösen Tuffstein in die bizarre Hügellandschaft gebaut: Volterra alias Velathri gehörte zu ihrem mächtigen Zwölfer- Städtebund. Heute sind Wind und Wetter ihre Feinde: Sie unterhöhlen die balze, die Ton- und Tuffschichten, auf denen die Stadt erbaut wurde. Von Siena kommend, betrittst du die befestigte Altstadt durch die Porta Selci an der Medici-Festung. Kurz dahinter liegt das Museo Etrusco Guarnacci. Zur Sammlung gehören die spindeldürre Bronzestatuette „Abendschatten“ (Ombra della Sera) und das Symbol etruskischer Kunst schlechthin, der Sarkophag mit liegenden Brautleuten. In unmittelbarer Nachbarschaft, im Viale Gramsci 70, serviert die Trattoria Ombra della Sera lokale Küche in freundlicher Atmosphäre. Von der Via Gramsci geht es rechts zum Römischen Theater, das noch immer als Sommerbühne genutzt wird, und links über die Via Matteotti zur wunderbar erhaltenen Piazza dei Priori. Dort erheben sich das älteste Rathaus der Toskana, der Palazzo Priori (1208–1254), und der Palazzo Pretorio, ebenfalls aus dem 13.Jh., mit Turm und Loggia. Über die Piazza San Giovanni mit dem Dom Santa Maria Assunta aus dem 12.Jh. und achteckigem Baptisterium gelangst du zum Arco Etrusco aus dem 4.Jh. v. Chr. Es ist eines der wenigen erhaltenen etruskischen Stadttore. Wer bei Rossi Alabastri ein Mitbringsel mitnehmen möchte, braucht einen großen Geldbeutel. Aber die Figuren verdeutlichen, woher der Begriff „Haut wie Alabaster“ kommt: Sie sind hauchzart.
- 56048 Volterra
- http://www.comune.volterra.pi.it/
- +39 0588 87257
- ufficioturistico@volterratur.it
© Zoonar, P.Jilek, Thinkstock
Insider-Tipp Streichelzartes Handwerk
Die uralte Etruskerstadt hat drei Leitmotive: Tuffstein, Alabaster und – Vampire. Seit der Twilight-Saga wissen Fans des Vampirkults, dass hier eine Vampirfamilie haust. Den Ort (9700 Ew.) haben schon die Etrusker auf den porösen Tuffstein in die bizarre Hügellandschaft gebaut: Volterra alias Velathri gehörte zu ihrem mächtigen Zwölfer- Städtebund. Heute sind Wind und Wetter ihre Feinde: Sie unterhöhlen die balze, die Ton- und Tuffschichten, auf denen die Stadt erbaut wurde. Von Siena kommend, betrittst du die befestigte Altstadt durch die Porta Selci an der Medici-Festung. Kurz dahinter liegt das Museo Etrusco Guarnacci. Zur Sammlung gehören die spindeldürre Bronzestatuette „Abendschatten“ (Ombra della Sera) und das Symbol etruskischer Kunst schlechthin, der Sarkophag mit liegenden Brautleuten. In unmittelbarer Nachbarschaft, im Viale Gramsci 70, serviert die Trattoria Ombra della Sera lokale Küche in freundlicher Atmosphäre. Von der Via Gramsci geht es rechts zum Römischen Theater, das noch immer als Sommerbühne genutzt wird, und links über die Via Matteotti zur wunderbar erhaltenen Piazza dei Priori. Dort erheben sich das älteste Rathaus der Toskana, der Palazzo Priori (1208–1254), und der Palazzo Pretorio, ebenfalls aus dem 13.Jh., mit Turm und Loggia. Über die Piazza San Giovanni mit dem Dom Santa Maria Assunta aus dem 12.Jh. und achteckigem Baptisterium gelangst du zum Arco Etrusco aus dem 4.Jh. v. Chr. Es ist eines der wenigen erhaltenen etruskischen Stadttore. Wer bei Rossi Alabastri ein Mitbringsel mitnehmen möchte, braucht einen großen Geldbeutel. Aber die Figuren verdeutlichen, woher der Begriff „Haut wie Alabaster“ kommt: Sie sind hauchzart.
- 56048 Volterra
- http://www.comune.volterra.pi.it/
- +39 0588 87257
- ufficioturistico@volterratur.it
San Gimignano
Geographical © Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Keramik mit Wow-Effekt
Wer hat den Größeren? Das war wohl schon immer ein Thema. Im Mittelalter hat dieser Wettkampf der Eitelkeiten eine ganze Siedlung sogenannter Geschlechtertürme hervorgebracht, mit denen die reichen und adligen Familien seinerzeit um Prestige konkurrierten: Die Skyline von San Gimignano (7500 Ew.) mit ihren 15 noch erhaltenen, bis zu 54 m hohen Exemplaren ist so beeindruckend, dass Millionen Touristen ihretwegen in das befestigte Städtchen strömen. Den normalen italienischen Alltag suchst du hier daher leider vergeblich. Am Hauptplatz, der Piazza della Cisterna mit ihrem Brunnen aus Travertinstein, ist in der Gelateria Dondoli ein Meister am Werk. An der Piazza Duomo nebenan liegen viele der mittelalterlichen Schmuckstücke, die du dir nicht entgehen lassen solltest: die Loggia del Battistero mit dem Wandbild aus der Werkstatt des Domenico Ghirlandaio (1476), der Palazzo Vecchio del Podestà aus dem 12.Jh. mit seinem großen Torbogen und der wappengeschmückte Palazzo del Popolo, in dem sich das Stadtmuseum befindet. Es hat dieselben Öffnungszeiten wie die Torre Grossa nebenan (Panoramablick über das gesamte Elsatal!). Und eine mittelalterliche Graphic Novel mit Gruselfaktor findest du an den Wänden der Stiftskirche Santa Maria Assunta von 1148 oberhalb des breiten Treppenaufgangs: Die Fresken mit Bibelszenen sind zum Teil erheiternd – aber am Ausgang musst du durch die Hölle gehen! Ein Besuch lohnt beim Kunsthandwerker Franco Balducci: Er formt Schalen, Tassen und Vasen mit ordentlich Schwung. In der Osteria del Carcere gibt es – typisch für die Toskana – als primo Suppe statt Pasta.
- 53037 San Gimignano
- http://www.sangimignano.com/
- +39 0577 940008
- info@sangimignano.com
© Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Keramik mit Wow-Effekt
Wer hat den Größeren? Das war wohl schon immer ein Thema. Im Mittelalter hat dieser Wettkampf der Eitelkeiten eine ganze Siedlung sogenannter Geschlechtertürme hervorgebracht, mit denen die reichen und adligen Familien seinerzeit um Prestige konkurrierten: Die Skyline von San Gimignano (7500 Ew.) mit ihren 15 noch erhaltenen, bis zu 54 m hohen Exemplaren ist so beeindruckend, dass Millionen Touristen ihretwegen in das befestigte Städtchen strömen. Den normalen italienischen Alltag suchst du hier daher leider vergeblich. Am Hauptplatz, der Piazza della Cisterna mit ihrem Brunnen aus Travertinstein, ist in der Gelateria Dondoli ein Meister am Werk. An der Piazza Duomo nebenan liegen viele der mittelalterlichen Schmuckstücke, die du dir nicht entgehen lassen solltest: die Loggia del Battistero mit dem Wandbild aus der Werkstatt des Domenico Ghirlandaio (1476), der Palazzo Vecchio del Podestà aus dem 12.Jh. mit seinem großen Torbogen und der wappengeschmückte Palazzo del Popolo, in dem sich das Stadtmuseum befindet. Es hat dieselben Öffnungszeiten wie die Torre Grossa nebenan (Panoramablick über das gesamte Elsatal!). Und eine mittelalterliche Graphic Novel mit Gruselfaktor findest du an den Wänden der Stiftskirche Santa Maria Assunta von 1148 oberhalb des breiten Treppenaufgangs: Die Fresken mit Bibelszenen sind zum Teil erheiternd – aber am Ausgang musst du durch die Hölle gehen! Ein Besuch lohnt beim Kunsthandwerker Franco Balducci: Er formt Schalen, Tassen und Vasen mit ordentlich Schwung. In der Osteria del Carcere gibt es – typisch für die Toskana – als primo Suppe statt Pasta.
- 53037 San Gimignano
- http://www.sangimignano.com/
- +39 0577 940008
- info@sangimignano.com
Lucca
Geographical © DaLiu, Shutterstock
Insider-Tipp Im Blütenrausch
Den Beinamen „Italiens größtes Freilichtmuseum“ hat Lucca (90 000 Ew.) verdient: Ein vollständig intakter Festungsring aus dem 16.Jh. umgibt die gepflegte Altstadt mit ihren vielen Schätzen wie dem Dom San Martino mit dem bezaubernden Marmorgrabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia oder der ovalen Piazza del Mercato, wo sich mittelalterliche Häuser in ein ehemaliges römisches Amphitheater eingenistet haben. Von der mit mehreren Bäumen bestandenen Torre Guinigi blickst du bis zur Garfagnana, einem schönen Ausflugsund Wandergebiet im Norden Luccas. Ein Tipp für alle, die im Frühjahr hier sind: Während der Kamelienblüte öffnen historische Villen ihre Gärten und Parks für das Publikum.
- 55100 Lucca
- http://www.luccaturismo.it/
- +39 0583 919931
- info@luccaturismo.it
© DaLiu, Shutterstock
Insider-Tipp Im Blütenrausch
Den Beinamen „Italiens größtes Freilichtmuseum“ hat Lucca (90 000 Ew.) verdient: Ein vollständig intakter Festungsring aus dem 16.Jh. umgibt die gepflegte Altstadt mit ihren vielen Schätzen wie dem Dom San Martino mit dem bezaubernden Marmorgrabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia oder der ovalen Piazza del Mercato, wo sich mittelalterliche Häuser in ein ehemaliges römisches Amphitheater eingenistet haben. Von der mit mehreren Bäumen bestandenen Torre Guinigi blickst du bis zur Garfagnana, einem schönen Ausflugsund Wandergebiet im Norden Luccas. Ein Tipp für alle, die im Frühjahr hier sind: Während der Kamelienblüte öffnen historische Villen ihre Gärten und Parks für das Publikum.
- 55100 Lucca
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- +39 0583 919931
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San Miniato al Monte
Architektonische Highlights © Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Choräle über der Stadt
Ein paar Minuten zu Fuß vom Piazzale entfernt knirscht der Kies unter den Füßen auf dem Weg zu der Kirche romanischer Baukunst, die still und erhaben über der Stadt liegt. In jedem Fall hat diese Kirche eine Atmosphäre, die die Italiener als suggestivo bezeichnen: magisch, zauberhaft, spirituell. Schon zu Zeiten Karls des Großen stand hier eine Kirche; vermutlich wurde sie über dem Grab des hl. Minias errichtet, der 250 n. Chr. den Märtyrertod starb. Seine Gebeine liegen in einem Schrein in der Krypta. Die Fassade der heutigen Basilika (1018–1207) ist mit weißem Carrara-Marmor und grünem Serpentin belegt. Auch Fußboden, Chorschranken und Kanzel tragen kostbare Marmoreinlegearbeiten. Das Apsismosaik mit dem Thronenden Christus von 1297 wurde mehrfach restauriert. Am Ende des Mittelschiffs ein tonnengewölbtes Marmortabernakel von Michelozzo (1448) mit Kassettenrosetten und farbigen Majolikaschindeln von Luca della Robbia. Die Altartafeln (um 1396) stammen aus der Werkstatt Agnolo Gaddis. Im linken Seitenschiff befindet sich die Cappella del Cardinale del Portogallo: Das Grabmal wurde von Rossellino gestaltet, die Kapellendecke und die Rundbilder aus farbig glasierter Terrakotta von Luca della Robbia (1461–66). Die Kirche und der angrenzende Palazzo dei Vescovi gehörten 1373–1552, wie auch heute wieder, den Olivetanern, einer Benediktinerkongregation, deren Vespergesänge jeden Abend um ca. 18.30 Uhr in der Kirche ertönen.
- Via delle Porte Sante 34, 50125 Firenze
- http://www.sanminiatoalmonte.it/
- +39 055 234 2731
- sanminiato@tin.it
© Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Choräle über der Stadt
Ein paar Minuten zu Fuß vom Piazzale entfernt knirscht der Kies unter den Füßen auf dem Weg zu der Kirche romanischer Baukunst, die still und erhaben über der Stadt liegt. In jedem Fall hat diese Kirche eine Atmosphäre, die die Italiener als suggestivo bezeichnen: magisch, zauberhaft, spirituell. Schon zu Zeiten Karls des Großen stand hier eine Kirche; vermutlich wurde sie über dem Grab des hl. Minias errichtet, der 250 n. Chr. den Märtyrertod starb. Seine Gebeine liegen in einem Schrein in der Krypta. Die Fassade der heutigen Basilika (1018–1207) ist mit weißem Carrara-Marmor und grünem Serpentin belegt. Auch Fußboden, Chorschranken und Kanzel tragen kostbare Marmoreinlegearbeiten. Das Apsismosaik mit dem Thronenden Christus von 1297 wurde mehrfach restauriert. Am Ende des Mittelschiffs ein tonnengewölbtes Marmortabernakel von Michelozzo (1448) mit Kassettenrosetten und farbigen Majolikaschindeln von Luca della Robbia. Die Altartafeln (um 1396) stammen aus der Werkstatt Agnolo Gaddis. Im linken Seitenschiff befindet sich die Cappella del Cardinale del Portogallo: Das Grabmal wurde von Rossellino gestaltet, die Kapellendecke und die Rundbilder aus farbig glasierter Terrakotta von Luca della Robbia (1461–66). Die Kirche und der angrenzende Palazzo dei Vescovi gehörten 1373–1552, wie auch heute wieder, den Olivetanern, einer Benediktinerkongregation, deren Vespergesänge jeden Abend um ca. 18.30 Uhr in der Kirche ertönen.
- Via delle Porte Sante 34, 50125 Firenze
- http://www.sanminiatoalmonte.it/
- +39 055 234 2731
- sanminiato@tin.it
Foro Romano
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."
- Via dei Fori Imperiali 30, 00186 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
- sovraintendenza@comune.roma.it
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."
- Via dei Fori Imperiali 30, 00186 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
- sovraintendenza@comune.roma.it
Fontana di Trevi
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Nichts für Warmduscher
Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.
- Piazza di Trevi, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
- +39 06 0608
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Nichts für Warmduscher
Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.
- Piazza di Trevi, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
- +39 06 0608
Piazza San Marco
Touristenattraktionen © Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Napoleons Diktum vom "schönsten Salon der Welt" hat seine Gültigkeit auch gut zwei Jh.e später nicht verloren. Der 175 m lange, leicht trapezförmige Markusplatz ist fürwahr einzigartig, die Vielfalt an Stimmungen, die man auf ihm im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erleben kann, enorm. Er war Schauplatz unzähliger Prozessionen wie auch weltlicher Feste. Bis heute ist die Piazza Bühne der Eitelkeiten für Einheimische und Zugereiste. Und während der seltenen Stunden an nebligen Wintertagen oder in tiefer Nacht, in denen sie, von den üblichen Massen verwaist, in sich ruht, dient sie vereinzelten Traumwandlern als magische Kulisse.
- Piazza San Marco, 30170 Venezia
© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Napoleons Diktum vom "schönsten Salon der Welt" hat seine Gültigkeit auch gut zwei Jh.e später nicht verloren. Der 175 m lange, leicht trapezförmige Markusplatz ist fürwahr einzigartig, die Vielfalt an Stimmungen, die man auf ihm im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erleben kann, enorm. Er war Schauplatz unzähliger Prozessionen wie auch weltlicher Feste. Bis heute ist die Piazza Bühne der Eitelkeiten für Einheimische und Zugereiste. Und während der seltenen Stunden an nebligen Wintertagen oder in tiefer Nacht, in denen sie, von den üblichen Massen verwaist, in sich ruht, dient sie vereinzelten Traumwandlern als magische Kulisse.
- Piazza San Marco, 30170 Venezia
Ponte di Rialto
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Als Treffpunkt oder Fotomotiv weltberühmt - das ist die Rialtobrücke. In ihrer heutigen Form aus istrischem Stein wurde die Brücke, die die Bezirke San Marco und San Polo verbindet, im ausgehenden 16.Jh. als Ersatz für ihre hölzerne, schon recht morsche Vorgängerin errichtet. Sie bildete bis in die Mitte des 19.Jhs. den einzigen Fußgängerweg über den Canal Grande. Ihr Architekt war ein gewisser Antonio da Ponte, der sich seinerzeit mit seinem zwar recht plumpen, dafür aber sehr soliden und dem Schiffsverkehr genügend Raum lassenden Entwurf gegen prominente Konkurrenten wie Michelangelo, Palladio, Sansovino und Scamozzi durchzusetzen vermochte.
- Ponte di Rialto, 30125 Venezia
© MAIRDUMONT
Als Treffpunkt oder Fotomotiv weltberühmt - das ist die Rialtobrücke. In ihrer heutigen Form aus istrischem Stein wurde die Brücke, die die Bezirke San Marco und San Polo verbindet, im ausgehenden 16.Jh. als Ersatz für ihre hölzerne, schon recht morsche Vorgängerin errichtet. Sie bildete bis in die Mitte des 19.Jhs. den einzigen Fußgängerweg über den Canal Grande. Ihr Architekt war ein gewisser Antonio da Ponte, der sich seinerzeit mit seinem zwar recht plumpen, dafür aber sehr soliden und dem Schiffsverkehr genügend Raum lassenden Entwurf gegen prominente Konkurrenten wie Michelangelo, Palladio, Sansovino und Scamozzi durchzusetzen vermochte.
- Ponte di Rialto, 30125 Venezia
Galleria Vittorio Emanuele II
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Il salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften, ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, Architekt der 1865-1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Ein Muss ist die Einkehr in die legendäre Bar Camparino in Galleria, 1915 von der Erfinderfamilie des damals schon berühmten roten Bitterlikörs Campari eröffnet und seit 2012 wieder in Firmenbesitz.
- Piazza del Duomo, 20123 Milano
- http://www.yesmilano.it/
- +39 02 8845 5555
© MAIRDUMONT
Il salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften, ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, Architekt der 1865-1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Ein Muss ist die Einkehr in die legendäre Bar Camparino in Galleria, 1915 von der Erfinderfamilie des damals schon berühmten roten Bitterlikörs Campari eröffnet und seit 2012 wieder in Firmenbesitz.
- Piazza del Duomo, 20123 Milano
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Colosseo
Architektonische Highlights © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kolosseum im Mondschein
Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.
- Piazza del Colosseo 1, 00184 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kolosseum im Mondschein
Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.
- Piazza del Colosseo 1, 00184 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
Pantheon
Architektonische Highlights © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Lightshow der Antike
Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.
- Piazza della Rotonda 116, 00186 Roma
- http://direzionemuseiroma.cultura.gov.it/
- +39 06 6830 0230
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Lightshow der Antike
Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.
- Piazza della Rotonda 116, 00186 Roma
- http://direzionemuseiroma.cultura.gov.it/
- +39 06 6830 0230
Basilica di San Marco
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Warteschlange? Nö!
Mehr Prunk geht nicht: Fünf Kuppeln, maßwerkverzierte Bögen und Fenster, Mosaike, Ikonen, ein Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus, Bronzefiguren ohne Ende – noch Fragen? Den Kern des Markusdoms bildet immer noch jener im 11.Jh. über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtete Bau, in dem seinerzeit die identitätsstiftende Reliquie der Stadt aufbewahrt wurde: die im ägyptischen Alexandria entwendeten Gebeine des hl. Markus. Die Hauptattraktionen: die unvergleichlichen, leider überwiegend von Teppichen bedeckten Steinmosaike; im Chorbereich (Zugang gegen ein Extraticket rechts über die Cappella di San Clemente) die reich verzierte, dreitürige Ikonostase; der Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus; Sansovinos Sakristeitür sowie seine Bronzefiguren; das kostbarste Kleinod, die Pala d’Oro – ein zwischen dem 10.und 14.Jh. aus Gold und Email gefertigter, mit Aberhunderten Edelsteinen besetzter Altaraufsatz. Und natürlich die grandiosen Mosaike: Sie illustrieren auf über 4000 m2 Geschehnisse aus dem Alten und Neuen Testament. Um sie auch im Detail aus der Nähe betrachten zu können, steig am besten vom inneren Hauptportal aus auf die Galerie hoch. Den reichsten byzantinischen Gold- und Silberschatz der Welt gibt es im Tesoro, der Schatzkammer, zu sehen (wie für die Pala d’Oro ist auch hier ein kleiner Extraeintritt zu bezahlen). Er stammt zum größten Teil aus Konstantinopel, das die Venezianer im Jahr 1204 plünderten. Obwohl ein großer Teil seiner Bestände von Napoleon geraubt und eingeschmolzen wurde, umfasst der Tesoro eine immer noch imposante Sammlung liturgischer Geräte, Reliquiare und Schnitzarbeiten. Unbedingt aus der Nähe anschauen musst du dir auch die Quadriga: vier weltberühmte Bronzepferde, die vermutlich aus dem antiken Rom stammen. Und dann wären da noch die Mosaike an den Innenwänden, Bögen und Kuppeln der Basilika. Sie zeigen Szenen aus dem Alten (in der Vorhalle) und dem Neuen Testament (im dreischiffigen Innenraum). Highlights: die Darstellung des hl. Geists als Taube mit den zwölf Aposteln in der dem Haupteingang nächsten Kuppel, das Passionsgewölbe mit Motiven des vorösterlichen Geschehens, die Himmelfahrtskuppel, in deren Zenit der Erlöser in einem von Engeln gestützten Sternenkreis schwebt, sowie, in der Chorkuppel, Christus als Segen spendender Pantokrator, also als „Weltenherrscher“. Wer will schon seine Zeit mit Anstehen vertrödeln, während es drinnen so viel zu sehen gibt? Überspring einfach die endlose Schlange vor dem Dom, indem du online ein Skip-the-line-Ticket kaufst. Oder gönn dir gleich das volle Programm mit geführter Tour und Zugang zur Terrasse. Achtung: Die Mitnahme von jeglichem Gepäck in die Kirche ist untersagt.
- Piazza San Marco 328, 30124 Venezia
- http://www.basilicasanmarco.it/
- +39 041 270 8311
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Warteschlange? Nö!
Mehr Prunk geht nicht: Fünf Kuppeln, maßwerkverzierte Bögen und Fenster, Mosaike, Ikonen, ein Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus, Bronzefiguren ohne Ende – noch Fragen? Den Kern des Markusdoms bildet immer noch jener im 11.Jh. über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtete Bau, in dem seinerzeit die identitätsstiftende Reliquie der Stadt aufbewahrt wurde: die im ägyptischen Alexandria entwendeten Gebeine des hl. Markus. Die Hauptattraktionen: die unvergleichlichen, leider überwiegend von Teppichen bedeckten Steinmosaike; im Chorbereich (Zugang gegen ein Extraticket rechts über die Cappella di San Clemente) die reich verzierte, dreitürige Ikonostase; der Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus; Sansovinos Sakristeitür sowie seine Bronzefiguren; das kostbarste Kleinod, die Pala d’Oro – ein zwischen dem 10.und 14.Jh. aus Gold und Email gefertigter, mit Aberhunderten Edelsteinen besetzter Altaraufsatz. Und natürlich die grandiosen Mosaike: Sie illustrieren auf über 4000 m2 Geschehnisse aus dem Alten und Neuen Testament. Um sie auch im Detail aus der Nähe betrachten zu können, steig am besten vom inneren Hauptportal aus auf die Galerie hoch. Den reichsten byzantinischen Gold- und Silberschatz der Welt gibt es im Tesoro, der Schatzkammer, zu sehen (wie für die Pala d’Oro ist auch hier ein kleiner Extraeintritt zu bezahlen). Er stammt zum größten Teil aus Konstantinopel, das die Venezianer im Jahr 1204 plünderten. Obwohl ein großer Teil seiner Bestände von Napoleon geraubt und eingeschmolzen wurde, umfasst der Tesoro eine immer noch imposante Sammlung liturgischer Geräte, Reliquiare und Schnitzarbeiten. Unbedingt aus der Nähe anschauen musst du dir auch die Quadriga: vier weltberühmte Bronzepferde, die vermutlich aus dem antiken Rom stammen. Und dann wären da noch die Mosaike an den Innenwänden, Bögen und Kuppeln der Basilika. Sie zeigen Szenen aus dem Alten (in der Vorhalle) und dem Neuen Testament (im dreischiffigen Innenraum). Highlights: die Darstellung des hl. Geists als Taube mit den zwölf Aposteln in der dem Haupteingang nächsten Kuppel, das Passionsgewölbe mit Motiven des vorösterlichen Geschehens, die Himmelfahrtskuppel, in deren Zenit der Erlöser in einem von Engeln gestützten Sternenkreis schwebt, sowie, in der Chorkuppel, Christus als Segen spendender Pantokrator, also als „Weltenherrscher“. Wer will schon seine Zeit mit Anstehen vertrödeln, während es drinnen so viel zu sehen gibt? Überspring einfach die endlose Schlange vor dem Dom, indem du online ein Skip-the-line-Ticket kaufst. Oder gönn dir gleich das volle Programm mit geführter Tour und Zugang zur Terrasse. Achtung: Die Mitnahme von jeglichem Gepäck in die Kirche ist untersagt.
- Piazza San Marco 328, 30124 Venezia
- http://www.basilicasanmarco.it/
- +39 041 270 8311
Castello Sforzesco
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15.Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u. a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle. Von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19.Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte der Burg. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte.
- Piazza Castello 3, 20121 Milano
- http://www.milanocastello.it/
- +39 02 8846 3700
- C.UnitaCastello@comune.milano.it
© MAIRDUMONT
Die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15.Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u. a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle. Von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19.Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte der Burg. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte.
- Piazza Castello 3, 20121 Milano
- http://www.milanocastello.it/
- +39 02 8846 3700
- C.UnitaCastello@comune.milano.it
Scalinata di Trinità dei Monti
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.
- Piazza di Spagna, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.
- Piazza di Spagna, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
Piazza Navona
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.
- Piazza Navona, 00186 Roma
- http://www.turismoroma.it/
© MAIRDUMONT
Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.
- Piazza Navona, 00186 Roma
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Ponte Vecchio
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Die "Alte Brücke" ist eines der Wahrzeichen von Florenz. Schon zu Zeiten der Etrusker bestand ein Flussübergang, in römischer Zeit verlief hier die Via Cassia, einer der wichtigsten Handelswege Roms gen Norden. Die jetzige Brücke, die den Fluss an seiner schmalsten Stelle überquert, wurde 1345 von Neri di Fioravanti oder Taddeo Gaddi errichtet. Charakteristisch sind die überhängenden Brückenläden. Von 1422 bis 1593 betrieben hier hauptsächlich Schlachter ihr Geschäft. Als die großherzogliche Familie in den Palazzo Pitti gezogen war, störte sie der Geruch, und Ferdinand I. verfügte, dass fortan nur noch Gold- und Silberschmiede auf der Brücke ihr Handwerk ausüben durften. Damit er trockenen Fußes vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti gelangen konnte, beauftragte 1565 Cosimo I. seinen Architekten Giorgio Vasari mit dem Bau des Corridoio Vasariano, der über den Läden der Ostseite entlangläuft. Der Ponte Vecchio blieb als einzige Brücke beim Rückzug der Deutschen von der Sprengung 1944 verschont. Stattdessen wurde sie mit den Trümmern umliegender zerstörter Gebäude versperrt. Heute ist die Brücke mit ihren Juwelierläden einer der Anziehungspunkte der Stadt.
- Ponte Vecchio 1, 50125 Firenze
© MAIRDUMONT
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Die "Alte Brücke" ist eines der Wahrzeichen von Florenz. Schon zu Zeiten der Etrusker bestand ein Flussübergang, in römischer Zeit verlief hier die Via Cassia, einer der wichtigsten Handelswege Roms gen Norden. Die jetzige Brücke, die den Fluss an seiner schmalsten Stelle überquert, wurde 1345 von Neri di Fioravanti oder Taddeo Gaddi errichtet. Charakteristisch sind die überhängenden Brückenläden. Von 1422 bis 1593 betrieben hier hauptsächlich Schlachter ihr Geschäft. Als die großherzogliche Familie in den Palazzo Pitti gezogen war, störte sie der Geruch, und Ferdinand I. verfügte, dass fortan nur noch Gold- und Silberschmiede auf der Brücke ihr Handwerk ausüben durften. Damit er trockenen Fußes vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti gelangen konnte, beauftragte 1565 Cosimo I. seinen Architekten Giorgio Vasari mit dem Bau des Corridoio Vasariano, der über den Läden der Ostseite entlangläuft. Der Ponte Vecchio blieb als einzige Brücke beim Rückzug der Deutschen von der Sprengung 1944 verschont. Stattdessen wurde sie mit den Trümmern umliegender zerstörter Gebäude versperrt. Heute ist die Brücke mit ihren Juwelierläden einer der Anziehungspunkte der Stadt.
- Ponte Vecchio 1, 50125 Firenze
Palazzo Ducale
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Top secret und du bist dabei
Der Palast der Paläste, Machtzentrum der Politik und Gesetzgebung, höchstes Symbol venezianischer Zivilisation. 120 Dogen haben von hier aus während fast 1000 Jahren die Geschicke der Seerepublik gelenkt. Heute ist er so zu sehen, wie er im 14.und 15.Jh. gestaltet wurde: gotisch. Schon die kolossale, mit Marmor verkleidete, im unteren Bereich von zahllosen zierlichen Säulen und Bögen durchsetzte Fassade hat ein „Wow” verdient. Schau dir die Skulpturengruppen „Adam und Eva“ und die „Trunkenheit Noahs“ an den Ecken des Südflügels sowie die Szenen an jedem einzelnen der Dutzende Säulenkapitelle genau an – einfach wunderschön! Und erst das Innere des Dogenpalasts! Du gehst durch das Hauptportal, die Porta della Carta, in den Innenhof, der vom zweigeschossigen Triumphtor Arco Foscari und der Scala dei Giganti beherrscht wird, die zwei Statuen des Neptun und Mars von Jacopo Sansovino bewachen. Natürlich haben im Dogenpalast nur die Besten der Besten den Pinsel schwingen dürfen. Auf ihren Wandgemälden haben die bedeutendsten Maler des 16.Jhs., allen voran Tintoretto, Tizian und Paolo Veronese, die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte festgehalten, von den Mythen der Gründungszeit bis zu den großen militärischen Erfolgen. Am beeindruckendsten ist die Sala del Maggior Consiglio. In diesem 54 × 25 m großen Raum tagte der aus bis zu 1800 Mitgliedern bestehende Große Rat und wählte die hohen Staatsbeamten und Männer der Signoria. Ein Blickfang ist Tintorettos Paradiesbild an der Stirnseite, das mit 7 × 22 m größte Leinwandbild der Welt. Zum Schluss gehst du wie früher die Gefangenen über die Seufzerbrücke in den Kerker. Brr, das gruselt! Wer jetzt noch nicht genug hat, bucht einen der (auf Italienisch, Französisch und Englisch) geführten Rundgänge auf „geheimen Wegen“, den Itinerari Segreti; das geht online bis spätestens 48 Stunden vorher (Besichtigung des Dogenpalasts inbegriffen). Bei diesen Spezialrundgängen kommst du sogar in die Zwischendecke des Großen Ratssaals, die Amtsräume des Großkanzlers, die Geheimarchive und in jene „Bleikammern“ (piombi), in denen einst auch Giacomo Casanova schmorte.
- San Marco 1, 30170 Venezia
- http://palazzoducale.visitmuve.it/
- +39 041 271 5911
- info@fmcvenezia.it
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Top secret und du bist dabei
Der Palast der Paläste, Machtzentrum der Politik und Gesetzgebung, höchstes Symbol venezianischer Zivilisation. 120 Dogen haben von hier aus während fast 1000 Jahren die Geschicke der Seerepublik gelenkt. Heute ist er so zu sehen, wie er im 14.und 15.Jh. gestaltet wurde: gotisch. Schon die kolossale, mit Marmor verkleidete, im unteren Bereich von zahllosen zierlichen Säulen und Bögen durchsetzte Fassade hat ein „Wow” verdient. Schau dir die Skulpturengruppen „Adam und Eva“ und die „Trunkenheit Noahs“ an den Ecken des Südflügels sowie die Szenen an jedem einzelnen der Dutzende Säulenkapitelle genau an – einfach wunderschön! Und erst das Innere des Dogenpalasts! Du gehst durch das Hauptportal, die Porta della Carta, in den Innenhof, der vom zweigeschossigen Triumphtor Arco Foscari und der Scala dei Giganti beherrscht wird, die zwei Statuen des Neptun und Mars von Jacopo Sansovino bewachen. Natürlich haben im Dogenpalast nur die Besten der Besten den Pinsel schwingen dürfen. Auf ihren Wandgemälden haben die bedeutendsten Maler des 16.Jhs., allen voran Tintoretto, Tizian und Paolo Veronese, die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte festgehalten, von den Mythen der Gründungszeit bis zu den großen militärischen Erfolgen. Am beeindruckendsten ist die Sala del Maggior Consiglio. In diesem 54 × 25 m großen Raum tagte der aus bis zu 1800 Mitgliedern bestehende Große Rat und wählte die hohen Staatsbeamten und Männer der Signoria. Ein Blickfang ist Tintorettos Paradiesbild an der Stirnseite, das mit 7 × 22 m größte Leinwandbild der Welt. Zum Schluss gehst du wie früher die Gefangenen über die Seufzerbrücke in den Kerker. Brr, das gruselt! Wer jetzt noch nicht genug hat, bucht einen der (auf Italienisch, Französisch und Englisch) geführten Rundgänge auf „geheimen Wegen“, den Itinerari Segreti; das geht online bis spätestens 48 Stunden vorher (Besichtigung des Dogenpalasts inbegriffen). Bei diesen Spezialrundgängen kommst du sogar in die Zwischendecke des Großen Ratssaals, die Amtsräume des Großkanzlers, die Geheimarchive und in jene „Bleikammern“ (piombi), in denen einst auch Giacomo Casanova schmorte.
- San Marco 1, 30170 Venezia
- http://palazzoducale.visitmuve.it/
- +39 041 271 5911
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