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Island ist ein Land voller Gegensätze, Überraschungen und Geheimnisse. In dieser archaischen Vulkanlandschaft fühlst du dich in die Urzeit der Erdentstehung versetzt. Daneben ruhen große Gletscher, an den Küsten sind die schönsten Lavastrände, zahllose Wasserfälle donnern in die Tiefe und warme Hot Pots laden zum Baden ein.
Natur im Überfluss
Die Vielfalt der Landschaften ist die größte Attraktion der Insel im Nordatlantik. Im Süden findest du ausgedehnte Weiden und wenige Kilometer entfernt breite, schwarze Strände, an denen sich die weiße Gischt der Wellen bricht. Die Zungen der riesigen Gletscher reichen fast bis ans Meer. Im Osten ragen die steilen Basaltplateaus empor, in die sich tiefe Fjorde und enge Gebirgstäler gegraben haben. Im Norden liegen breite Täler und der längste Fjord des Landes, der Eyjafjörður. Den Nordwesten kennzeichnet eine fjorddurchzogene Küstenlandschaft, die im äußersten Norden menschenleer ist. Während der harten Winter kommt es dort häufig zu Lawinen, die im günstigsten Fall nur die Straße versperren. Das Hochland ist eine weite Lava- und Geröllwüste, eine lebensabweisende Mondlandschaft mit einsam aufragenden Bergen. Dazu kommen Hunderte von Wasserfällen: versteckt, donnernd, mächtig und schön, manche mit Geschichten und andere so klein, dass man meinen könnte, sie wären noch unentdeckt. All das ist vereint auf einer Insel, deren nächste Nachbarn Grönland (300 km nordwestlich) und die Färöer-Inseln (500 km südöstlich) sind. Island ist ein Land der Stille – vielerorts kannst du das intensive Gefühl erleben, nichts weiter zu hören als die Geräusche der Natur: Das Klickern des Meeres, wenn es über die Strandkiesel läuft, das Rauschen der Wasserfälle oder der vielstimmige Gesang der Vögel.
Die brodelnde Insel
Gefährlich dünn ist an manchen Stellen die Erdkruste in Island, und die brodelnden, dampfenden Löcher gewähren den Blick ins glühende Innere unseres Planeten. Doch was für die Menschen im Mittelalter nur bedrohlich und fremd war, was sie sich als Teufelswerk und Eingang zur Hölle erklärten, das wissen die Isländer des 21.Jhs. trefflich zu nutzen. Die Lava dient als Baumaterial, die Erdenergie wird in Strom umgewandelt und das heiße Wasser wärmt Häuser und Schwimmbäder. Die Isländer haben perfekt gelernt, auf dem Vulkan zu tanzen. Der Reichtum des Landes ist seine vulkanische Natur, Lebensgrundlage für die rund 370 000 Menschen, die hier leben.
Geschichte
874
Ingólfur Arnarson lässt sich dauerhaft in Island nieder
930
Gründung des Althings und des isländischen Freistaats
1000
Die Isländer werden Christen
1380
Island fällt an Dänemark
1874
Neue Verfassung, Wiedereinsetzung des Althings
1918
Unionsvertrag zwischen Dänemark und Island
1944
Ausrufung der Republik Island in Þingvellir
1952–74
„Kabeljaukriege“: Kampf um die 200-Meilen-Zone
1993 / 2001
Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum und zum Schengen-Abkommen
2008
Drohender Staatsbankrott nach Finanz- und Bankenkrise
2016
Skandal um Panama Papers, Rücktritt des Premiers
Seit 2021
Mehrere Vulkanausbrüche auf der Halbinsel Reykjanes, Evakuierung von Grindavík
2025
Parlamentswahlen
Ein Blick zurück
Die Isländer lieben ihre Insel mit der fantastischen Natur, die sie genauso geprägt hat wie ihre Herkunft und Geschichte. Noch immer fühlen sie sich als echte Nachfahren der Nordmänner, die von Norwegen kamen. Der verwegene Flóki landete 865 im Nordwesten an, aber er fand die Insel zu unwirtlich und eisig, und gab ihr deshalb den Namen Island (Eisland). Doch schon zehn Jahre später begann die dauerhafte Besiedlung. Über 300 Jahre währte diese „goldene Zeit“, in der das Land eine kulturelle Blüte erlebte. Nach 1262 begannen finsterere Zeiten. Unter dänischer Herrschaft wurde der freie Handel eingeschränkt, die staatliche sowie die rechtliche Selbstbestimmung verschwanden und etliche Naturkatastrophen verwüsteten das Land. Hungersnöte, Epidemien und tiefste Armut waren die Folgen. Erst seit 1944 ist Island eine unabhängige Republik.
Natur schafft Reichtum
Island ist ein modernes Land, und schon so manche Reisende waren enttäuscht, dass die Menschen nicht mehr in kleinen Grassodenkaten leben, sondern in mehrstöckigen Betonhäusern – in erdbebenfester Bauweise. Doch der Sprung in die Neuzeit erfolgte erst mit der amerikanischen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Reykjavík wuchs geradezu sprunghaft. Auch heute herrscht in der Hauptstadt überbordende Bautätigkeit. Die Wirtschaft Islands fußt auf ihrer Energie, den Fischgründen und einem stetig wachsenden Tourismus. Ganzjährig lädt man die Besucher ins Land. Im Sommer locken die drei hellen Monate, in denen kaum jemand zu schlafen scheint und viele bis Mitternacht draußen arbeiten. In dieser Zeit explodiert die Flora geradezu, und die tief stehende Mitternachtssonne verwandelt die Landschaften in vergoldete Zauberwelten und lässt die vergletscherten Bergspitzen in tiefroten und violetten Tönen leuchten. Im September und frühen Oktober dominieren die Herbstfarben und die Hänge und Ebenen wirken wie bunte Flickenteppiche. Während der langen Winternächte kannst du das faszinierende Schauspiel der tanzenden, schwingenden Nordlichter erleben – immer wieder magisch, mythisch und verzaubernd.
Hier ist immer was los
Wer Abenteuer sucht, der findet sie in Island. Es geht hinauf auf die Gletscher und hinein in die Eis- oder Lavahöhlen, Jeepfahrten im Hochland, Rafting auf den Gletscherflüssen oder tagelange Wanderungen in der Einsamkeit. Einmal auf einem Islandpferd sitzen oder Papageitaucher beobachten – du findest sicher das Richtige. Und auch ohne den nächsten Vulkanausbruch ist Island eines wirklich nicht: langweilig.
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Buch, 17. Auflage · 17.95 €Feuer und Eis: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Island entdecken Island ist ein Land voller Gegensätze, Überraschungen und Geheimnisse. Heiß und kalt liegen wohl nirgendwo so nah beieinander wie hier, wo brodelnde Vulkane neben eisigen Gletschern, zischenden Geysiren und donnernden Wasserfällen auf ihren nächsten großen Auftritt warten.
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Wer Abenteuer sucht, findet sie in Island. Hinauf auf Gletscher und hinein in Eis- und Lavaho¨hlen – oder mit dem Fahrstuhl direkt in einen Vulkan! Die spektakuläre Naturkulisse Islands ist das perfekte Setting für Jeepfahrten im Hochland, Rafting auf Gletscherflu¨ssen oder tagelange Wanderungen durch die Einsamkeit. Einmal an einem Eisberg lecken oder Papageitaucher beobachten – langweilig wird dir hier sicher nicht. Stell dir mit dem MARCO POLO Reiseführer Island genau die Reise zusammen, auf die du Lust hast!
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Über die Region:
Island beeindruckt mit einer einzigartigen Landschaft aus Gletschern, Vulkanen und heißen Quellen. Besuchen Sie den berühmten Geysir Strokkur und den Wasserfall Gullfoss im Goldenen Kreis. Die Hauptstadt Reykjavik bietet kulturelle Highlights wie die Hallgrímskirkja und das Harpa Konzerthaus. Der Vatnajökull-Nationalpark ist ideal für Wanderungen und Naturbeobachtungen.

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