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Wunderbare Landschaften, Genuss in Thermalbädern und Restaurants, das reiche Erbe einer 1000-jährigen Geschichte – Ungarn hat viele Facetten! Wasserparadiese und Weingüter haben immer mehr Gegenden in Wohlfühloasen verwandelt. Prachtvolle Städte sind umrahmt von grünen Weinbergen, weiten Steppen, Seeidyllen und Flusslandschaften.
Zeitmaschine und Schmelztiegel
Unterwegs in Ungarn erlebst du vor allem eine erstaunlich abwechslungsreiche Natur – von der legendären Puszta über die ursprünglichen Wälder des Bakony- Gebirges und die berühmten Weinregionen wie Eger und Tokaj bis zu den Alpenausläufern im Westen. Die Zeitmaschine wird angeschmissen bei der Entdeckung reicher Kulturschätze: Die Ära der Römer lebt auf durch Ausgrabungen in Tác-Gorsium oder im Ruinengarten von Szombathely. Eine Augenweide sind die restaurierten mittelalterlichen Altstädte von Kőszeg oder Sopron. Barocke Stadtpracht zeigt sich in Eger, Győr, Vác, Kalocsa und Szentendre, Klassizismus in Debrecen und Szeged. In Westungarn wandelst du eher auf österreichischen Spuren, im herrlichen Pécs dagegen auf türkischen. Ganz im Süden ist der Balkan zu spüren, während im Norden geheimnisvolle Höhlensysteme Ungarn mit der Slowakei verbinden.
Ungarn regt die Fantasie an
Woran denkst du ganz spontan, wenn du „Ungarn“ hörst? An Geigenmusik und Tanz, an Kesselgulasch, an Salami, an Wein, an Budapest, an die mächtige Donau, an den Plattensee, wo sich früher Ost- und Westdeutsche trafen und manchmal auch verliebten? So viele Eindrücke, Bilder und Stichwörter verbinden sich mit dem Land der Magyaren, das wie eine Insel daliegt, umschlossen von den Karpaten. Aus den eurasischen Steppen kamen die Reiternomaden, die Ungarn begründeten. Am deutlichsten zeigt sich dessen Anderssein an der Sprache. Sie hat nichts mit denen der Nachbarn gemeinsam.
Geschichte
896
Magyaren unter Fürst Árpád erobern das Karpatenbecken
1000
Stephan (975–1038) wird erster ungarischer König
1458
Renaissancekönig Matthias regiert bis 1490
1526
Niederlage gegen die Türken bei Mohács. 1697 endet die Herrschaft der Osmanen
1849
Die Bürgerliche Revolution unter Lajos Kossuth scheitert
1867
Die k. u. k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wird gegründet. Sie zerfällt 1918
1920
Ungarn verliert mit dem Frieden von Trianon 70 Prozent seines Territoriums
1949
Sozialistische Volksrepublik, brutale Niederschlagung des Aufstands 1956
1989
Ausrufung der Republik
2004
Ungarn wird EU-Mitglied
2015
Ungarn macht die Grenzen für Flüchtlinge dicht
2019
Bei Kommunalwahlen erleidet Regierungschef Orbán erstmals eine Niederlage
Sanfte Hügel und platter See
Landschaftlich teilt sich Ungarn entlang der Flüsse: Westlich der Donau liegt das hügelreiche Transdanubien. Der Plattensee, in Ungarn Balaton genannt, ist auch für die Einheimischen selbst etwas ganz Besonderes. Sie lieben ihr „Ungarisches Meer“ heiß und innig, viele besitzen Sommerhäuser dort. Nicht zu vergessen die Zehntausenden Deutschen und Österreicher mit Zweit- oder gar Erstwohnsitz am Balaton. Im Sommer wird es richtig voll, doch keine Sorge: Ballermann gibt´s hier nicht, allerhöchstens im Hochsommer in der Partymetropole Siófok. Mit seinen bis über 1000 m hohen Mittelgebirgen ist Nordungarn die höchstgelegene Region. Daran schließt sich die Große Tiefebene östlich der Donau an, die weite, flache Puszta mit ihren Zungenbrecher- Ortsnamen.
Stolz und Schmerz
Ungarn heute, das ist auch immer noch Viktor Orbán. Wer die heutigen Ungarn begreifen will, muss ihre Geschichte in groben Zügen verstehen. Die Ungarn sehen sich als stolze Nation mit großer Geschichte, die sich ihr Land damals nehmen musste und es seither verteidigt. So ist auch der Schock besser zu verstehen, den die Ungarn erlebten, als ihnen nach dem Ersten Weltkrieg im Vertrag von Trianon gut zwei Drittel ihres Territoriums aberkannt wurden. Der Schmerz wirkt bis heute nach – und kann von Populisten, Demagogen und radikalen Parteien auch im 21.Jh. immer noch bestens ausgenutzt werden.
Vielvölkertradition mit schwäbischem Einfluß
Ungarn, mit 93 030 km2 knapp doppelt so groß wie Niedersachsen, heißt im Original Magyarország – Land der Magyaren: Diese stellen etwa 90 Prozent der knapp 10 Mio. Einwohner. Das war nicht immer so. Lange machten die Magyaren nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung aus, Deutsche und Österreicher bildeten die einflussreichsten Schichten. Heute sind die geschätzt rund 1 Mio. Sinti und Roma die zweitgrößte ethnische Gruppe. Meistens leben sie separat in ihren Dörfern oder Siedlungen, die Vorbehalte gegen sie sind groß. Den Kern der über 100 000 Menschen zählenden deutschen Minderheit bilden die Donauschwaben, die ein faszinierendes, altertümliches Deutsch sprechen.
Nostalgie und Aufbruch
Der Fall des Eisernen Vorhangs begann in Ungarn. Im Sommer 1989 ließen die ungarischen Grenzbeamten am Neusiedler See plötzlich große Gruppen von DDR-Flüchtlingen nach Österreich marschieren. Die Ungarn selbst erreichten endlich wieder Selbstbestimmung, und nach dem Beitritt des Landes zur EU 2004 war die Rückkehr nach Europa vollzogen. Doch mit dem Sozialismus verschwand auch die Rundumversorgung durch den Staat – so extrem bescheiden sie auch war. Oft wird dir eine Verklärung des Kommunismus begegnen: Das Leben war einfacher, der Staat hat für alles gesorgt, man war jung und verliebt … Aber es gibt auch viele, die anpacken, etwas riskieren und erreichen wollen. In Budapest regiert mit Gergely Karácsony ein grüner Bürgermeister. Hochkarätige Musikfestivals, Pride-Paraden, klassische und alternative Kneipen- und Clubszenen, Open-Air-Partys, altmodische Weinfeste und traditionelle Trachtenumzüge ergänzen sich aufs Allerbeste. All das ist Ungarn heute!
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Über die Region:
Ungarn bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, von der Puszta im Osten bis zu den Hügeln und Wäldern im Westen. Der Balaton, auch Plattensee genannt, ist der größte Binnensee Mitteleuropas und ein beliebtes Ziel für Erholung und Wassersport. In Budapest sind die Budaer Burg und das Parlamentsgebäude besonders sehenswert. Die Thermalquellen und Heilbäder des Landes bieten Entspannung und Heilung.

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