
Reiseführer Italienische Adria

Die Italienische Adria steht für Sommer, Sonne, Sand und Strand, leckeres Essen, guten Wein, Musik und Tanz, hat aber mit dem spanischen Ballermann dennoch nichts (mehr) gemein. Die Strände sind allenfalls im Hochsommer dicht belegt und nur eine Seite der Adriamedaille, die auf der anderen mit Lagunen und Kreidefelsen, Weinbergen und Olivenhainen, alten Städten, Kirchen und Burgen direkt am Meer oder auf dem nächsten Küstenhügel glänzt.
Eine Küste wie aus dem Bilderbuch
Italiens höchste Steilküste im Nordosten bei Triest, die Lagunenseen von Grado, das sagenhafte Venedig, das stille Podelta, elegante Seebäder wie Riccione, Cervia und Senigallia, Fischerorte wie Fano, das Gartenstädtchen San Benedetto del Tronto, malerische Altstädte auf Felsen überm Meer wie Vasto und Grottammare: So vielseitig ist die Küste im Rücken der endlosen Liegestuhlreihen.
Party machen
Vom Image der kleinbürgerlichen Familienferien, wie man sie noch in den Fünfzigern machte, befreite sich die Adria in den 1980er-Jahren mit der Eröffnung riesiger Diskotheken, eine verrückter und größenwahnsinniger als die andere, rauschende Traumwelten aus Glitzer und stampfenden Rhythmen, die in der Nacht auf den Hügeln im Hinterland von Rimini und Riccione aufleuchten. Dazu kamen ab der Jahrtausendwende Clubs und Cocktaillounges, in denen die Reichen und Schönen aus Mailand und Bologna chillen, sodass im Sommer überall die Party steigt.
Geschichte
6./5.Jh. v. Chr.
Blütezeit der Etrusker mit Zentren u. a. in Ravenna
ab 3.Jh. v. Chr.
Bau der Via Flaminia von Rom nach Rimini
5.–8.Jh.
Ostgoten und Langobarden an der oberen Adria
ab 12.Jh.
Entwicklung lokaler Fürstentümer (signorie): Este in Ferrara, Malatesta in Rimini, Montefeltro in Urbino
13.–15.Jh.
Venedig wird zur Seemacht
1719
Triest wird unter den österreichischen Habsburgern Freihafen
1843
Die erste Badeanstalt eröffnet am Strand von Rimini
1860–1866
Die italienische Einigungsbewegung Risorgimento führt zur Bildung des italienischen Nationalstaats
1915–1918
1.Weltkrieg: Italien führt Krieg gegen Österreich und Deutschland
1922–1943
An der Adria entstehen Hunderte colonie marine zum Kurieren und faschistischen Indoktrinieren von Kindern und Jugendlichen
2022–2025
Dürre und Überschwemmungen plagen viele Seebäder
Ungetrübter Wasserspaß
Ebenfalls in den 1980er-Jahren entstanden in Venetien und der Emilia-Romagna riesige Wasser- und Vergnügungsparks mit waghalsigen Rutschen, tropischen Landschaften und jeder Menge Spaß- und Sportanimation. Sie sind an der Adriaküste in einer Dichte vertreten wie wohl nirgendwo sonst in Europa. Immer bestens besucht, sind sie für Kinder und Jugendliche ein toller Treffpunkt. Derweil ist das Meer – in den Achtzigern noch von der Algenpest getrübt – dank hoher Umweltschutzauflagen wieder sauber und klar. Viele Küstenorte werden regelmäßig für ihre Strand- und Wasserqualität mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Öfter mal was Neues
In Sachen Sport und Wellness ist die italienische Adriaküste stets am Puls der Zeit, ob Tennis Segeln und Surfen oder Strand- und Funsport wie Beachvolleyball, Stand-up-Paddling und Zumba. Asiatische Masseurinnen und Bodypainter bieten ihre Dienste an, zwischen den Liegestühlen kannst du an Yoga- oder Pilatessessions teilnehmen. Im Trend sind Ausflüge auf dem Rad, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Boot – etwa ins Podelta und in die Lagunen: akustisch untermalt von Glucksen, Platschen, Pfeifen und Zwitschern. Und an den felsigen Küsten (ja, auch die gibt es an der Adria!) bei Triest oder am Monte Conero tun sich wunderschöne Tauchgründe und bunte Unterwasserwelten auf.
Adriageschichte(n)
Hin und wieder lässt man für einen Tag den Strand aus und sucht nach den spektakulären Hinterlassenschaften der Geschichte am Adriameer: Da ist die phantastische Seerepublik Venedig, die Hafenstadt Triest mit Ruinen aus der Römerzeit und ihren „Palazzi Prozzi“ und Kaffeehäusern mit Habsburger Flair. Die Spuren der mittelalterlichen Langobarden beeindrucken in Cividale del Friuli, die wunderbaren Mosaiken in den frühchristlichen Kirchen in Grado, Aquileia und vor allem in Ravenna.
Vielseitiges Kunst- und Kulturprogramm
Im hügeligen Hinterland gefallen mittelalterliche Ortsbilder und bitten Weingüter zur Degustation – ideal für Tagestouren, wenn es an der Küste heiß und schwül ist. So gehört zum Badeurlaub in den Marken ein Ausflug nach Urbino – einem Freilichtmuseum der Renaissance – und Ascoli Piceno mit einem der schönsten Stadtplätze Italiens. In den Abruzzen geht es hoch hinauf in eine wildromantische Bergwelt. Sowohl in der Romagna als auch in den Marken haben reiche Renaissancefürsten wie die Malatesta und Montefeltro Stadt und Land mit einzigartiger Architektur und hochkarätigen Kunstsammlungen geprägt. Unbedingt erlebenswert sind auch Hafenstädte wie Chioggia, Vasto und San Benedetto del Tronto mit ihren quirligen Fischmärkten. Und nicht zuletzt ist die Adriaküste – Heimat von Rossini und Fellini – ein abwechslungsreich bespielter Kulturraum mit Theater- und Opernbühnen, Kunstmuseen und Kinos.
Schlürfen, Schlemmen, Shoppen
Bei Sonnenuntergang trifft man sich in den Bars der Strandbäder zum Aperitif, zu Spaghetti alle vongole, zu Livemusik. Für Unterhaltung sorgen auch abendliche Straßenfeste mit Schlemmerständen und Feuerwerk sowie Konzerte auf Plätzen, in Kirchen und Innenhöfen. Dass man an der Adria auch viel Geld ausgeben kann, ist eh klar. Die Küste glänzt mit Luxusherbergen und Gourmetrestaurants und ist ein Shoppingparadies für Designermode, Kitsch, Kunst und Kulinaria.
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An der italienischen Adria stehen Spaß und Erholung am Programm. Du hast keine Lust, dich den ganzen Tag am Strand braten zu lassen? Dann schwing dich auf das Fahrrad oder Surfbrett – die ganze Küste ist dein Fitnessstudio! Traust du dich, die Kamikazerutsche mit „Black Hole“ im Aquasplash in Lignano hinunterzusausen? Oder zelebrierst du lieber das süße Nichtstun bei einem cremigen Cappuccino? Mit den Tipps in deinem MARCO POLO Reiseführer Italienische Adria stellst du dir genau das Urlaubsprogramm zusammen, das zu dir passt!
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