
Reiseführer Emilia Romagna

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Auf der Reise in die Emilia-Romagna lernst du Italien von seiner alltagstüchtigen, modernen und unverfälscht genussvollen Seite kennen. Dabei stoßen spannende Gegensätze aufeinander: auf der einen Seite die Adriaküste der Romagna mit ihrer Sommer-Strand-Spaß-Industrie, auf der anderen Seite die abgerückte Gebirgswelt des Apennins.
Und überall findest du Zeugnisse des italienischen Erfindungsreichtums und Fleißes: von mittelalterlichen Prachtbauten über die sagenhaften Unesco-Welterbestätten wie den Dom von Modena, die Renaissancestadt Ferrara, die prächtigen Mosaiken von Ravenna bis hin zur modernen Industriekraft etwa der Ferrari-Werke. Tja, und dann wieder Genuss: auf dem Teller und im Leben: all die Schinken und Käse, die vom emilianischen Schlaraffenhimmel baumeln! Oder wie wäre es mit einer saftigen Scheibe Wassermelone an einem heißen Sommertag? Etwa gleich an der Landstraße bei einem Melonenfeld oder in einer Melonenbude im Stadtpark. Eine köstliche Erfrischung nach einem Opernabend im festlichen Teatro Regio von Parma, nach einem Orgelkonzert unter den 1500 Jahre alten Mosaiken in der Kirche San Vitale von Ravenna oder nach einer Jazzsession am Strand von Cervia.
Mit Leib und Seele genießen
Das ist es, was die Emilia-Romagna ausmacht, dieses Beieinander von deftigen Genüssen und künstlerisch anspruchsvollen Darbietungen. Aber auch das gehört dazu: In Maranello werden in den Ferrari-Werkstätten einige der schnellsten Autos der Welt gebaut und zugleich radelt man gemächlich durch die alten, verkehrsberuhigten Stadtkerne, flaniert unter den Arkaden, sitzt plaudernd beim Aperitif auf der Piazza. Genauso findet auch Modernes seinen Ausdruck: Wie ein Origamikunstwerk steht Reggio Emilias Bahnhof für die Hochgeschwindigkeitszüge in der Landschaft. Ebenso innovativ präsentiert sich das knallgelbe, stromlinienförmige Ferrari-Museum in Modenas Innenstadt.
Geschichte
2.Jh. v. Chr.
Römische Kolonisierung, Bau der Verkehrsachse Via Emilia
5.Jh. n. Chr.
Ravenna wird Hauptstadt des Weströmischen Reichs
9.–13.Jh.
Herausbildung freier Stadtkommunen. 1088 Gründung der Universität Bologna
14.–15.Jh.
Die Wehrburgen mächtiger Familien entwickeln sich zu glanzvollen Renaissancehöfen
16.Jh.
Konsolidierung des Kirchenstaats in der Region
1843
Eröffnung der ersten Badeanstalt in Rimini
1870
Ende des Kirchenstaats, die Romagna wird ins neue Königreich Italien integriert
1872–1920
Verarmung der Landbevölkerung, Entstehung sozialistischer Bewegungen
1922
Der „Duce“ Benito Mussolini aus Predappio führt Italien in den Faschismus
1950–1990
In der Emilia-Romagna erfährt der PCI, die größte kommunistische Partei Westeuropas, seine stärkste Unterstützung
2026
Bologna eröffnet nach fast 70 Jahren Pause wieder zwei Tramlinien
Trotz Erdbeben und Krise: Ideen entstehen aus dem Staub
Die zum Teil schweren Schäden, die das Erdbeben von 2012 im Herzen der Emilia verursacht hat, sind weitgehend behoben. Doch auch Wirtschaftskrise und Coronapandemie hinterlassen Spuren in der reichen Emilia, man siehts an aufgegebenen Läden und Fabriken. Es tut sich aber auch einiges: Überall öffnen neue Lokale, viele sogenannte ristobars, halb Bar, halb Speiselokal, lässig und von jungen Leuten geführt. Und die alten Markthallen werden mit Speiseecken und Cafés zu Treffpunkten bis spät in den Abend.
Wer hat's erfunden? Strandurlaub alla Romagnola
Angefangen hat alles 1843 mit der Eröffnung der ersten Badeanstalt in Rimini. Die 1950er-Jahre brachten dann den entscheidenden Anstoß. Vor allem die deutsche Nachkriegsgeneration wollte raus und wünschte sich wieder Kontakte mit den Nachbarvölkern. Der Zustrom hat bis heute nicht nachgelassen. Von den jährlich vielen Millionen Besuchern kommen nun immer mehr auch aus den Ländern Osteuropas und aus Russland. Die Adria ist kein Strand der anonymen Hotelketten, familiär geführte Ferienpensionen oder -wohnungen wechseln sich ab mit modernen Komforthotels, einige sogar richtig stylish. Mit den legendären Diskotheken, den spektakulären Freizeitparks und Spaßbädern, unzähligen Sportangeboten, Strandpartys und Musikfestivals gelingt es immer wieder, neue Generationen in Bann zu schlagen, neue Trends aufzuspüren.
Wer sich aber auf eine Reise fernab der Strände einlässt, wird überrascht entdecken, wie vielfältig dieser Landstrich ist. Der Po und seine weite Ebene durchziehen die Region. Im Mittelalter begannen die großen Abteien mit der Trockenlegung des Sumpflands, später waren es die Renaissancefürsten, die Schleusen und Pumpwerke bauen ließen. Heute versucht man die letzten Feuchtgebiete im Delta zu schützen und einem sanften Naturtourismus zugänglich zu machen, auf Hausbooten, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken von Camarguepferden. Aber die Emilia-Romagna besteht nur zur Hälfte aus Flachland: Mit seinen Flusstälern und dem Auf und Ab der Hügel voller Wiesen und Wälder, Obstplantagen und Rebgärten eignet sich der Apennin zum Wandern und Skifahren; markierte Wanderwege, Mountainbikerouten und Skipisten gibt es reichlich.
Berühmte Städte wie Perlen an der Kette
Eigentlich sind es ja zwei Gebiete, die Emilia und die Romagna, die erst 1861 im Zuge der Nationalstaatsbildung Italiens zu einer Region zusammengefasst wurden. Das verbindende Element ist die alte Römerstraße, der die Region ihren Namen und ihre Städte verdankt: die Via Emilia, 187 v. Chr. angelegt, um die Adria mit dem Nordwesten zu verbinden. An ihr entstanden von Piacenza bis Rimini in Abständen von rund 20 km berühmte Städte. Ravenna hatte seine Glanzzeit im 5.und 6.Jh., als die Stadt nach dem Zusammenbruch des Römischen Imperiums mit dem Gotenkönig Theoderich und dem byzantinischen Kaiser Justinian zum Machtzentrum wurde. Aus dieser Zeit stammen die wunderbaren mosaikgeschmückten Kirchen. Bologna bekam seine historische Chance mit der Entwicklung einer bedeutenden Universität im 11.Jh., als Jurastudenten und Rechtsgelehrte aus allen Ländern in die Stadt kamen; auf diese Zeit geht die labyrinthische Altstadt Bolognas mit ihren endlosen Arkaden zurück. Im 15.und 16.Jh. drückten Fürstenfamilien mit ihren anspruchsvollen Renaissancehöfen Städten wie Ferrara ihren Stempel auf. Das alles lädt zu einer Fahrt ins Land und über die Dörfer ein sowie in die wohlhabenden Städte mit ihren schönen Altstadtkernen voller edler Geschäfte, duftender Cafés und eleganter Plätze.
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Über die Region:
Die Emilia-Romagna liegt zwischen Apennin und Adria und verbindet Küsten, Ebenen und Hügellandschaften. Die Region ist bekannt für ihre historischen Städte, kulturellen Stätten und vielfältige Landschaft. Bedeutende Orte wie Bologna, Modena und Ravenna sowie Küstenorte an der Adria ziehen Besucher an.

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