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Nicht einmal zwei Flugstunden ist dieses Urlaubsparadies entfernt: Montenegro, das Land der schwarzen Berge, mit 300 km Adriaküste samt einmaliger Strände! Den Rest des Landes beherrschen die Berge – nicht riesig, aber spektakulär. Reißende Flüsse winden sich durch tiefe Schluchten, schneebedeckte Gipfel spiegeln sich in winzigen Bergseen.
Kleines Land vollgepackt mit Highlights
Schlappe 176 km trennen den westlichsten vom östlichsten Punkt Montenegros, nur 200 km liegen zwischen Nord- und Südspitze des Landes. Aber die haben es in sich: Wo kann man schon auf so kleiner Fläche so viel sehen und erleben? Nach dem Grand Canyon ist die Tara-Schlucht im Nordwesten Montenegros die tiefste der Welt. Einer der letzten Urwälder des Kontinents liegt verborgen im Hochland, im Nationalpark Biogradska gora. Am Skutarisee nisten so viele Vögel wie an keinem anderen See Europas, und zwischen den Orten Herceg Novi und Kotor schmiegt sich der einzige Fjord des Mittelmeers an die fast senkrecht aufragenden Bergwände. Vom legendären Bergmassiv Lovćen reicht der Blick nach Bosnien, Kroatien, Albanien und an klaren Tagen bis nach Italien.
Der Zauber der Adria
Nirgendwo sonst an der östlichen Adria gibt es so schöne Sandstrände wie zwischen Bar und Ulcinj. Verträumte Buchten, hinter Felsen versteckt und von Pinien, Zypressen und Olivenbäumen umsäumt, prägen den Küstenstreifen Montenegros. Ein Spaziergang durch die Blumenstadt Herceg Novi, den Seefahrerort Perast oder über die exklusive Hotelinsel Sv. Stefan versetzt dich zurück in die Glanzzeiten europäischer Baukunst. In der autofreien Altstadt von Kotor zeigt sich ein Architekturmix aus venezianischen Barockbauten und österreichisch-ungarischen Bürgerhäusern. Im Landesinneren verstecken sich jahrhundertealte orthodoxe Klöster.
Geschichte
Um 1200 v. Chr.
Illyrer siedeln am Skutarisee
15.–18.Jh.
Venezianische Herrschaft in den Küstenstädten
1815–1918
Die Habsburger kontrollieren einen Teil der Küste
1878
Montenegro wird erstmals als souveräner Staat anerkannt
1918
Das Land wird dem Königreich Serbien, Kroatien und Slowenien zugeschlagen
1941
Italien okkupiert Montenegro. Partisanen kämpfen gegen die Besatzung
1945
Montenegro wird Teil Jugoslawiens
1990er-Jahre
Eine große Mehrheit stimmt 1992 für den Verbleib in Jugoslawien; Teilnahme an den Jugoslawienkriegen an der Seite von Serbien
2003
Jugoslawien ist zerfallen, übrig bleibt Serbien-Montenegro
2006
Volksentscheid für die Unabhängigkeit von Serbien
2017
Das Land wird Nato-Mitglied
2023
Die moderate Partei „Europa Jetzt“ gewinnt Präsidentenund Parlamentswahlen
Schon immer 100 Prozent Europa
Voller Leidenschaft verteidigen die Montenegriner den Vielvölkergeist, der hier auch nach dem Zerfall von Josip Broz Titos sozialistischem Jugoslawien weiterlebt. Kroaten, Serben, Albaner, Roma und Muslime wohnen seit Jahrhunderten auf engstem Raum zusammen – Toleranzkapital, das die kleine Republik bei der angestrebten Aufnahme in die EU einbringen will. Denn dass man tief in Europa wurzelt, daran zweifeln hier nur wenige. In Cetinje lassen prächtige alte Botschaftsgebäude Erinnerungen an die Zeit aufleben, als die sage und schreibe neun Töchter von Nikola I. in die europäischen Höfe einheirateten und der wendige Diplomat so zum „Schwiegervater Europas“ avancierte. Und die europäischen Wurzeln reichen noch weiter: Griechen, Illyrer und Römer siedelten vor Jahrtausenden auf dem Gebiet südlich von Dubrovnik.
Aufstieg und Fall
Lange war Montenegro wirtschaftlich das Schlusslicht der sechs jugoslawischen Teilstaaten. Doch in den 1960ern begann der Boom. Jeder, der ein Bett frei hatte, vermietete es an Touristen. Überall entstanden Hotelanlagen. Sv. Stefan, das in Stein gehauene Fischerinselchen, wurde zur exklusiven Oase für Prominente wie Sophia Loren, Claudia Schiffer oder Michael Douglas. Aber dann kam der Schlag: die Jugoslawienkriege der 1990er-Jahre. Mit der gesamten Wirtschaft erlebte auch der Tourismus den großen Crash – dabei ist in Montenegro selbst keine einzige Bombe gefallen, und es wurde keine Kugel abgefeuert. Doch vor allem junge Akademiker gingen ins Ausland, um dort Arbeit zu finden.
Serbien-Montenegro - War da was?
20 Jahre ist es schon her, dass Montenegro kurzerhand den Euro als Währung einführte und eine Grenze zu Serbien festlegte. Serbien-Montenegro war seit dem Zerfall Jugoslawiens als gemeinsamer Staat aufgetreten. Ein paar Jahre später stimmte dann im Volksentscheid eine knappe Mehrheit (55 Prozent) für die Unabhängigkeit von Serbien. Noch heute sehen sich fast 30 Prozent der Menschen als Serben. Die gemeinsame Sprache und Geschichte verbindet. Doch man ist auch stolz auf die Unabhängigkeit und wird sie sicher nicht wieder aufgeben.
Lange kämpfte Montenegro mit dem Übergang von Sozialismus zu Kapitalismus. Doch irgendwann machte es klick und ein stetiger Aufwärtstrend begann. Die Einführung des Euro brachte ausländische Investoren ins Land – vor allem an der Küste entstanden Luxusresorts, Marinas und Golfplätze. Wie überall brachte auch hier die Pandemie einen großen Dämpfer, die Fallzahlen waren hoch. Aber die Wirtschaft erholte sich mit über sechs Prozent Wachstum im Jahr 2022.Die Inflation lag 2023 im gesamteuropäischen Durchschnitt.
Wilde Schönheit
Montenegro ist noch ein Ort für Träumer und Entdecker. „Wild Beauty“ lautet der offizielle Slogan, und der passt – es gibt noch fast unberührte Landschaften. Dazu kommt die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Montenegriner. „Der Gast ist König“ ist hier mehr als eine Floskel: Abende auf der Veranda mit den Gastwirten bei einem Glas Wein, dazu leckere Feigen, Oliven und ein Stück Käse – solche Erlebnisse bleiben mindestens genauso in Erinnerung wie die Top-Sehenswürdigkeiten.
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Montenegro
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Von den höchsten Bergen Montenegros kannst du den Blick nach Bosnien, Kroatien und sogar bis nach Italien schweifen lassen. Aber das Beste liegt dir hier zu Füßen: verträumte Buchten zwischen Zypressen- und Olivenhainen, endlose Sandstrände an der Adriaküste, reißende Flüsse durch fast unberührte Natur und malerische Städte, die dich in die Glanzzeiten europäischer Baukunst zurückversetzen.
Ob entspannter Badeurlaub, Architektur-Genuss pur oder Wander-Highlights am laufenden Band: Dein MARCO POLO Reiseführer ist der ideale Begleiter, wenn du die schönsten Seiten Montenegros erkunden willst.
Kleines Land, vollgepackt mit Highlights: Erkunde Montenegro mit MARCO POLO
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