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Riesengebirge

Check-in

Die einen mögen die meist kahlen Berge, andere die weiten Täler mit plätschernden Bächen, alten Holzhäusern und schroffen Felsen, die hier Steine genannt werden. Manche touren mit Mountainbikes von Baude zu Baude, heute in Tschechien, morgen in Polen, denn keine Grenze trennt das Riesengebirge mehr. Die meisten sind jedoch zu Fuß unterwegs und winken den Wandermuffeln zu, die mit dem Gleitschirm über ihnen schweben oder sich mit dem Sessellift auf Bergspitzen tragen lassen. Am Abend treffen sich dann alle in entspannter Runde, um bei einem böhmischen Bier den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Zwei Länder teilen sich das Riesengebirge, eines der kleinsten in Europa, das sich bis zur 1602 m hohen Schneekoppe auftürmt; der nördliche Teil gehört zu Polen, der südliche zu Tschechien. Der Name übertreibt jedoch gewaltig: Das Riesengebirge hat nur eine Länge von etwa 40 km, in der Breite kommt es wenig über 20 km. Somit ist es bedeutend kleiner als vergleichbare Gebirge, in der Höhe rangiert es aber in Mitteleuropa nach den Alpen an zweiter Stelle. Der Name des Gebirges hat keinen Größenbezug, er soll auf den Begriff „Riesen“ zurückgehen, wie in Süddeutschland und Österreich im Gebirge die Rutschen genannt wurden, mit denen Holz ins Tal befördert wurde.

Mehr als 10 Mio. Besucher erliegen jedes Jahr der Faszination des Riesengebirges mit seinen abwechslungsreichen Landschaften: An der Nordseite - im polnischen Gebirgsteil - fällt der Kamm ziemlich steil ab, im Süden - in der Tschechischen Republik - dagegen vergleichsweise sanft. Auf beiden Seiten gibt es ein dichtes Netz von Wanderwegen, die gute Ausschilderung macht ein Verlaufen nahezu unmöglich. Etliche der Wege führen zum Hauptkamm, auf dem bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die preußisch-österreichische Grenze verlief, heute verbindet er Polen und Tschechien. Auf dem Kamm schlängelt sich der „Freundschaftsweg“ entlang, ein grenzüberschreitender Wanderpfad mit fantastischer Fernsicht - sofern nicht Dunst und Nebel herrschen. Der Weg führt auch über die Schneekoppe, den bekanntesten Berg des Gebirges, über dem sich nur an etwa sechzig Tagen im Jahr ein blauer Himmel wölbt. Wer auf dem Gebirgskamm entlangmarschiert, im Sommer zu Fuß, im Winter mit Skiern, der hat mehrfach die Möglichkeit, auf ausgeschilderten Wanderwegen ins jeweils andere Land abzusteigen.

Um die Schönheiten der Gebirgslandschaft zu erhalten, stehen große Teile auf beiden Seiten unter Schutz, sie bekamen den Status eines Nationalparks. 1992 hat die Unesco das Riesengebirge zum Biosphärenreservat erklärt. Unermüdlich wirken die Naturschützer in Polen und Tschechien, um Besucher anzuhalten, eine saubere Umwelt zu bewahren.

Das Riesengebirge ist das Reich des Berggeistes Rübezahl, das Land der Bauden und das Quellgebiet der Elbe, im Tschechischen Labe genannt. Hier, im Böhmischen, entspringt sie in einer Höhe von 1386 m über dem Meeresspiegel. Der schlesische Teil des Gebirges nimmt etwa ein Drittel der Gesamtfläche ein. Karkonosze sagen die Polen zum Riesengebirge, bei den Tschechen heißt es Krkonoše.

Bergbauden, Kirchen und Rathäuser gehören zu den Zeugen einer Kultur, die über Jahrhunderte von Deutschen und Österreichern mitgeprägt wurde. Die heutigen Bewohner des Gebirges sind meist erst nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogen, nachdem die Deutschen 1945/46 von hier vertrieben worden waren. Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges hatten das so bestimmt. In Niederschlesien wurden Polen angesiedelt, die aus Gebieten kamen, die nun zur Sowjetunion gehörten. Mit dem deutschen Kulturerbe hier verband sie nichts, die Bauwerke wurden als Relikte des Aggressors angesehen, der 1939 heimtückisch ihre Heimat Polen überfallen hatte. In Böhmen zogen Tschechen in die Häuser der Deutschen, über denen der Fluch von 1938 lag, als Nazideutschland das Sudetenland gewaltsam eingegliedert hatte.

Hier wie dort verkamen die Städte und Dörfer. Doch seit dem Ende der kommunistischen Ära wird die deutsche Vergangenheit dieser Gebiete nicht mehr tabuisiert, und manches im Umgang mit der gemeinsamen Geschichte hat sich geändert. Jetzt bemüht man sich auch, den früheren Glanz wieder herzustellen. Doch oft bleibt es beim guten Willen, denn noch fehlt häufig das Geld für Restaurierungen, für die Verbesserung der Infrastruktur und für den Bau weiterer Freizeitanlagen. Rund vier Jahrzehnte prägte beide Teile des Riesengebirges ein staatlich organisierter und gelenkter Tourismus, für den der triste Massenbetrieb in Ferienheimen typisch war. Heute herrschen die Regeln der Marktwirtschaft, Veränderungen sind in beiden Teilen des Gebirges allerorts sichtbar. Viele Hotels, Pensionen und Restaurants wurden modernisiert. Sie bekamen Schwimmbäder und Fitnessräume. Vielfach sind jedoch noch die Spuren des tristen sozialistischen Massentourismus zu spüren, manch altgedientem Kellner fällt es immer noch schwer, den Gast wie einen König zu behandeln, und manch junger, der keine internationale Erfahrung sammeln konnte, führt diesen unpersönlichen Service weiter.

Doch die positiven Veränderungen sind nicht zu übersehen, dazu kommt die Besonderheit der Landschaft, und so entdecken die Westeuropäer diese Region wieder. Wer von ihnen sich nur in den Ferienorten aufhält, dem erschließt sich nicht die Eigenart und Vielfalt des Gebirges. Das Riesengebirge muss man erlaufen, es gehört zu den schönsten Wandergebieten Europas. Und das soll so bleiben. Umweltschützer und Touristiker streiten deshalb heftig: Wie viele Schneekanonen darf es noch geben, wie viele Lifte, wie viele Radwege?

Reizvolle Bilder hält die Natur bereit - wenn das Wetter mitspielt. Denn an vielen Tagen im Jahr wallen in der Höhe Nebel um die Felsen, und der Wind zerzaust die einzeln stehenden Bäume. Wenn die Sonne dann den Nebel vertrieben hat, umspielt sie mit ihren Strahlen die Felsen, deren Schatten fantastische Formen auf die Geröllwege zaubern. Zauberhaft zeigt sich das Gebirge auch im Winter, wenn die Felsen zu Märchengebilden und die Bauden zu Kristallpalästen werden. Durch einsame Täler geht es zu stillen Seen und die Berge hinauf. Unterwegs rastet man in ebendiesen Bauden, teilweise uralten Holzhäusern, die oft als preiswerte Unterkunft dienen und in denen man keinen Luxus erwarten darf.

Das Riesengebirge soll dem Gast in erster Linie Ruhe bieten, dem Körper keinen Adrenalinstoß versetzen - sagen die Naturschützer. Doch dieses Anliegen scheint nicht mehr zeitgemäß. Von der Natur allein können die Menschen hier nicht leben, sie sind auf den Tourismus als Erwerbsquelle angewiesen. Der Gast unserer Tage möchte nicht mehr nur wandern, die Ansprüche sind gestiegen, und deshalb sind in den letzten Jahren auch die Angebote umfangreicher geworden: Mountainbikern begegnet man mittlerweile überall, aber auch Paragliding, Reiten, Kletterparcours und Golfen sind in beiden Gebirgsteilen schon so selbstverständlich wie Sessellifte, künstlich beschneibare Skipisten, Snowboardanlagen und Sommerrodelbahnen. Immer mehr junge Menschen fühlen sich von diesen Angeboten angesprochen und entdecken so die Reize des Riesengebirges, das die beiden EU-Länder Polen und Tschechien verbindet.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Praktische Hinweise

Anreise

Auto

Polnischer Teil: aus dem Norden Deutschlands auf der A 15 in Richtung Cottbus, bei Forst/Olszyna über die Grenze. Aus dem Westen auf der A 4; Grenzübertritt bei Görlitz.

Tschechischer Teil: aus dem Norden und Westen in Zittau über die Grenze oder über Polen anreisen und bei Jakuszyce/Harrachov über die Grenze. Aus dem Süden Deutschlands und aus Österreich über Prag und dann weiter auf der E 65.

Bahn

Polnischer Teil: von Leipzig über Dresden in Richtung Wrocław (Breslau) bis Jelenia Góra. Viele Hotels holen ihre Gäste mit dem Auto dort ab. Von Berlin bis Görlitz, dort mit dem Taxi über die Grenze nach Zgorcelec; von dort verkehren Linienbusse nach Karpacz sowie nach Jelenia Góra mit Anschluss nach Szklarska Poręba.

Tschechischer Teil: bis Prag, von dort verkehren mehrmals täglich Linienbusse nach Vrchlabí (teilweise mit Umsteigen in Trutnov). www.bahn.de

Bus

Polnischer Teil: zweimal in der Woche von Berlin in etwa 5,5-6 Stunden bis nach Karpacz.

Tschechischer Teil: von Berlin über Dresden einmal pro Woche in etwa 9 Stunden nach Harrachov, Jilemnice, Vrchlabí und Špindlerův Mlýn. www.csadsm.cz

Auskunft

Polnisches Fremdenverkehrsamt

Kurfürstendamm 71 | 10709 Berlin | Tel. 030/21009210 | Fax 21009214 | info@polen-info.de

Lerchenfelderstr. 2 | 1080 Wien | Tel. 01/52471910 | Fax 52471920 | info@poleninfo.at

Tschechische Zentrale für Tourismus

Friedrichstr. 206 | 10969 Berlin | Tel./Fax 030/2044770 | info1-de@czechtourism.com

Herrengasse 17 | 1010 Wien | Tel. 01/53321931 | Fax 53321934 | info-at@czechtourism.com

Konkrete Informationen zu einzelnen Ferienorten erhalten Sie bei den lokalen Touristinformationen. Schriftliche Anfragen, auch die Bitte um Zusendung von Informationsmaterial, bleiben in beiden Teilen des Riesengebirges oftmals unbeantwortet.

Einen sachkundigen Partner für den tschechischen Teil des Riesengebirges finden Sie in ingtours | Krkonošska 14 | CZ-54301 Vrchlabí | Tel. 49945362230 | Fax 42173839 | www.ingtours.com; in Deutschland: Ingtours-Reisen | Karl-Marx-Allee 111 | 10243 Berlin | Tel. 030/2384808 | Fax 2384838 | www.ingtours-reisen.de. Auskünfte, Organisation von Individual- und Gruppenreisen, Buchungen u. v. m.

Auto

Autofahrer sollten in Polen und Tschechien neben dem nationalen Führerschein und dem KFZ-Schein die grüne Versicherungskarte bei sich führen. In beiden Ländern müssen Sie vom 1. Okt. bis 1. März auch tagsüber mit Abblendlicht fahren, für Motorräder trifft das ganzjährig zu. In Polen beträgt die Promillegrenze 0,2; in Tschechien gilt absolutes Alkoholverbot. In beiden Ländern besteht Gurtpflicht. Weitere Hinweise unter www.adac.de.

Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend. In Polen sind die entsprechenden Zapfsäulen mit einem durchgestrichenen „Pb“ gekennzeichnet, in Tschechien mit „(Super-)Natural“. Dieselkraftstoff wird in Polen mit „ON“ bezeichnet, in Tschechien mit „Nafta“.

Diplomatische Vertretungen

Polen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland | ul. Jadów 12 | Warszawa | Tel. 0225841700 | www.warschau.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich | ul. Gagarina 34 | Warszawa | Tel. 0228410081

Botschaft der Schweiz | al. Ujaz-dowskie 27 | Warszawa | Tel. 0226280481

Tschechische Republik

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland | Vlašská 17 | Praha 1 | Tel. 257113111 | www.deutsche-botschaft.cz

Botschaft der Republik Österreich | ul. Viktora Huga 10 | Praha 5 | Tel. 257090511

Botschaft der Schweiz | Pevnostní 7 | Praha 6 | Tel. 220400611

Einreise

Seit 2008 gehören Polen und Tschechien zum sogenannten Schengen Raum. Grenzkontrollen finden nicht mehr statt, für die Einreise genügt der Personalausweis oder Reisepass. Kinder müssen einen gültigen Kinderausweis mit Lichtbild mit sich führen oder im Reisepass eines Elternteils eingetragen sein.

Die polnisch-tschechische Grenze durchzieht das Riesengebirge auf einer Länge von 52 km. Auf beiden Seiten des Riesengebirgskamms bestehen Nationalparks, deshalb darf auf dem Gebirgskamm nur auf den ausgewiesenen Wegen gewandert und die Grenze nur an 16 Stellen überschritten werden.

Banken und Kreditkarten

Geld & Banken

Währungseinheit in Polen ist der frei konvertierbare Złoty (Zł.), der 100 Groszy (Gr.) hat. Die Ein- und Ausfuhr von Złoty ist verboten. Währungseinheit in Tschechien ist die Krone (Kč.), die 100 Heller (Hal.) hat. Die Krone ist frei konvertierbar; die Ein- und Ausfuhr von mehr als 200000 Kronen ist anmeldepflichtig.

Złoty und Kronen sollten Sie wegen des günstigeren Kurses im Land tauschen. Polen plant, den Euro im Jahr 2011 einzuführen, die Tschechen haben noch keinen Termin.

Die Banken haben in beiden Ländern meist | Mo-Fr 10-17 Uhr geöffnet. Geldautomaten gibt es reichlich, an denen Sie mit ec-Karte Geld abheben können. Alle größeren Hotels tauschen Geld, der Kurs unterscheidet sich kaum von dem der Banken. Kreditkarten akzeptieren größere Hotels und Restaurants. Hotels nehmen oft auch Euro an.

Preise

Die Übernachtungen sind in Tschechien preiswerter als in Polen. Im Jahresverlauf gibt es in beiden Ländern gravierende Veränderungen, am günstigsten sind die Preise im Frühjahr und Herbst, im Sommer steigen sie leicht, im Winter erheblich an. Bei den Restaurantpreisen sind die Unterschiede zwischen Polen und Tschechien nicht so groß, in beiden Ländern liegen die Preise unter denen der günstigsten Feriengebiete Deutschlands. Das trifft auch auf Nebenkosten wie Eintrittspreise zu.

Internet

Polen

Für die Vorbereitung der Reise: www.polen-info.de

Porträts der Orte, Hotels, Veranstaltungen: www.e-riesengebirge.de

Aktuelle Tourismusinformationen, auch vom Riesengebirge: www.urlaub-polen.de

Allgemeine Infos über das Riesengebirge: www.karkonosze.eu

Die Orte stellen sich mit ihren Sehenswürdigkeiten vor: www.riesengebirge.pl

Monatlich erscheinende elektronische Zeitung mit Nachrichten, Hintergründen, Reportagen, Meinungen über Polen und die deutsch-polnischen Beziehungen: www.polen-rundschau.de

Tschechien

Die offizielle Website der Tschechischen Zentrale für Tourismus: www.czechtourismus.com

Viele Informationen über das Riesengebirge: www.krkonose.eu

Vielseitige Informationen, oft aber nicht aktuell: www.riesengebirge.cz

Website für die Mountainbiker: www.bikearena.ergis.cz

Bergbahnen, Panoramabilder, Events und weitere Informationen: www.holidayinfo.cz

Allgemeine Informationen und Hotels: www.riesengebirge-online.de

Fast alles über das Riesengebirge: www.ergis.cz/krkonose

Aktuelle Nachrichten von Radio Prag auf Deutsch: www.radio.cz/de

Internetcafés & Wlan

Die Zimmer vieler Hotels besitzen einen Internetanschluss, und zunehmend gibt es Internetpoints, die auch Nichthotelgästen zugängig sind. So zum Beispiel im Wellnesshotel Svornost in Harrachov und im Hotel Halny in Karpacz. Die wenigen Internetcafés öffnen und schließen in schwindelerregendem Tempo, öffentliche Internetpoints sind in den Touristinformationen Jilemnice und Harrachov sowie in der Galerie Veselý Výlet in Pec pod Snĕžkou vorhanden.

WLAN, kabelloses Internet, ist in beiden Gebirgsteilen noch nicht verbreitet.

Notruf

Polen

Notruf: Tel. 112

Telefonische Hilfe der polnischen Tourismusorganisation und der Polizei in deutscher Sprache: Juni-Sept. tgl. 10-22 Uhr | Tel. 0800/200300 (kostenlos) | vom Handy: 0048/608599999 (gebührenpflichtig)

Die ADAC-Notrufstation ganzjährig: Tel. 0618319888 | vom Handy: 0048/618319888

Tschechien

Notruf: Tel. 112

Die ADAC-Notrufstation ganzjährig: Tel. 261104351 | vom Handy 0042/0261104351

Öffentliche Verkehrsmittel

Regelmäßiger Busverkehr besteht in beiden Gebirgsteilen zwischen den Ferienorten. In Tschechien verkehrt im Juli u. Aug. zweimal täglich (Juni, Sept. nur Sa, So) eine Touristenlinie zwischen Malá Úpa und Harrachov über Pec pod Sněžkou, Janské Lázně, Vrchlabí, Jilemnice mit Verbindung nach Špindlerův Mlýn. Die Busse haben Anhänger für 15 Fahrräder. In beiden Ländern kauft man die Fahrscheine beim Busfahrer. Stündlich fahren tagsüber Busse zwischen Špindlerův Mlýn und der Špindlerova bouda auf dem Gebirgskamm.

Öffnungszeiten

Ein Ladenschlussgesetz haben beide Länder nicht. Vielfach kann man bis in die späten Abendstunden, oftmals sogar auch sonntags, einkaufen. In der Regel öffnen die Geschäfte Mo-Fr 7-19/20 Uhr, Sa 9-13 Uhr.

Die Museen haben am Montag geschlossen. Fällt dieser auf einen Feiertag, ist geöffnet, dafür aber Dienstag geschlossen. Die Bauden im Gebirge öffnen am frühen Vormittag und schließen meist bei Einbruch der Dunkelheit. Ist die Tür zu, sollten Sie klingeln, es gehört zu den Gepflogenheiten im Gebirge, keinen Wanderer vor der Tür stehen zu lassen.

Manche Hotels sind Ende Okt.-Mitte Dez. und nach Ostern bis Mitte Mai geschlossen.

Privatunterkunft

Touristinformationen vermitteln Privatquartiere. Wo Sie privat übernachten können, zeigen auch Schilder mit der Aufschrift „Zimmer“. Schauen Sie sich die Zimmer sicherheitshalber an, bevor Sie buchen, denn sie sind sehr unterschiedlich eingerichtet.

Rauchen

In beiden Ländern besteht kein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. In den Hotels gibt es zunehmend Nichtraucherzimmer; Nichtraucherrestaurants sind seltener.

Reisezeit

Das Riesengebirge beherbergt zu allen Jahreszeiten Touristen. Besonders stark ist der Andrang zu Weihnachten und Silvester, da sollten Sie nicht ohne Reservierung anreisen. Besonders ruhig hingegen geht es im Januar und Februar zu.

Das Klima wird von feuchter Luft aus dem Westen und trockener aus dem Osten bestimmt, was zu beträchtlichen Klimaschwankungen im Tages- und Jahresverlauf führt. Der Hauptkamm des Gebirges ist sechs Monate mit Schnee bedeckt, auf der Schneekoppe bleibt die Temperatur an ca. 200 Tagen im Jahr unter null.

Strom

Netzspannung 230 Volt. Eurostecker passen, für Schukostecker ist in beiden Ländern ein Adapter nötig.

Telefon & Handy

Öffentliche Telefonzellen sind kaum noch anzutreffen. Beim Telefonieren vom Hotel aus wird bei den Gebühren oft kräftig zugelangt. In beiden Ländern ist die Ortsvorwahl Teil der gesamten Telefonnummer.

Auf das Handy ist nicht immer Verlass, in so manchem Gebirgstal gibt es ein Funkloch. Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Prepaid-Karten wie die von GlobalSim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) ersparen alle Roaming-Gebühren. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: besser abschalten!

Vorwahlnummer nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Polen 0048, nach Tschechien 00420.

Zoll

Beim Kauf von Antiquitäten aufpassen und vorher den Zoll fragen. So ist es z.B. verboten, aus Polen vor 1945 hergestellte Dinge ohne Sondergenehmigung auszuführen. www.zoll.de

Es gelten ansonsten die EU-Bestimmungen: Was für den privaten Gebrauch bestimmt ist, darf ein- und ausgeführt werden. Die Freimengen für Schweizer liegen etwas höher.

Feste und Events

Feiertage in Polen

1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag/Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

3. Mai

Tag der Verfassung

Mai/Juni

Pfingstmontag

Juni

Fronleichnam

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Nationalfeiertag, zur Erinnerung an die 1918 wiedererlangte Unabhängigkeit

25./26. Dezember

Weihnachten

Feiertage in Tschechien

1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Befreiung vom Nationalsozialismus

5. Juli

Tag der heiligen Kyrillos und Methodios

6. Juli

Todestag des Reformators Jan Hus

28. Oktober

Nationalfeiertag, Gründung der Tschechoslowakei 1918

24.-26. Dezember

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen

März

Begegnung mit Rübezahl: Die Veranstaltung, bei der Mutige auf Plastiktüten den verschneiten Hang hinuntersausen, gehört zu den beliebtesten Gaudis im Riesengebirge. Höhepunkt ist die Ankunft von Rübezahl mit seiner Begleitung. Harrachov (Tschechien), ein Samstag

Retro-Lauf (Bieg Retro): Skifahrer in historischen Kostümen und mit Opas und Omas Holzschneeschuhen eilen die 3,5 km lange Strecke entlang. Prämiert wird nicht nur der Schnellste, sondern auch das einfallsreichste Kostüm. Szklarska Poręba, Ortsteil Jakuszyce (Polen), ein Samstag Mitte des Monats

Mai

Cieplicer Frühling: Folklore, Jazz und Rock, aber auch Sport erwarten die Gäste. Cieplice Śląskie Zdrój (Polen), meist 3. Woche

Juni

Spindlermühler Kirmes: Kleinkunst, Musik und Sport, viele Verkaufsstände und Feuerwerk gehören zum bunten Programm. Špindlerův Mlýn (Tschechien), letztes Wochenende

Juli

Tag des Volkskunsthandwerks: Jahrmarkt mit vielen Handwerkern, Kultur und Gastronomie. Žacléř (Tschechien), 1. Samstag

August

Internationales Straßentheaterfestival: Gaukler, Clowns, Jongleure und Mimen ziehen durch die Stadt und erfreuen das Publikum auf dem Marktplatz mit ihrem Können bis in die Nacht. Jelenia Góra (Polen), ein Wochenende

Festival der Blasmusik: Kapellen aus allen Teilen des Landes verwandeln die Stadt in eine große Musikbühne. Jilemnice (Tschechien), 1. Wochenende

Bierfest: Verschiedene Biersorten fließen in Strömen, dazu der übliche Volksfesttrubel. Vrchlabí (Tschechien), 2. Samstag

Ritterturnier: Treffen der Armbrustschützen aus ganz Polen. Sie wetteifern mit der mittelalterlichen Armbrust um die besten Schießergebnisse. Burg Chojnik (Polen), 3. Wochenende

September

Flohmarkt: Die Palette der Angebote reicht von alten Bügeleisen über Briefmarken bis zu Porzellan und Glas. Hunderte Händler und Privatleute bieten Trödel und Raritäten an. Jelenia Góra (Polen), letzter Sonntag

Bloß nicht

Einfach loswandern

Typisch für den Riesengebirgskamm sind plötzliche Wetterumschläge. Beachten Sie unbedingt die Hinweise der Bergwacht. Selbst bei strahlendem Sonnenschein sollten Sie Regenschutz, Pullover und ein zweites Paar Socken mitnehmen und Wanderschuhe tragen. Wanderkarte, Taschenlampe und Verbandsmaterial gehören ebenfalls ins Gepäck. Im Sommer Mückenschutzmittel nicht vergessen! Gefahr droht, wenn sich auf dem Schnee eine Eisdecke bildet. Verlassen Sie bei Nebel oder dichtem Schneefall keinesfalls die mit Stangen versehenen Wege. Gehen Sie nie allein in die Berge, mindestens zu dritt sollten Sie sein, damit einer Hilfe holen und der andere beim Verletzten bleiben kann. Hinterlassen Sie Informationen über Ihre Route und wann Sie zurückkommen wollen.

Den Naturschutz missachten

Im Nationalpark ist der Mensch Gast der Natur. Lärmen ist ebenso verboten wie das Pflücken wild wachsender Blumen, das Abbrechen von Zweigen und das Beunruhigen von Tieren. Markierte Wanderwege dürfen in den Kernbereichen nicht verlassen werden.

Leichtsinnig Rad fahren

Mit Mountainbikes auf den Pisten zu fahren ist unproblematisch, gefährlich ist es auf den Landstraßen. Radwege sind kaum vorhanden. Die Einheimischen nehmen auf Radfahrer wenig Rücksicht. Auch Zebrastreifen werden kaum beachtet.

Unüberlegt Geld tauschen

Glauben Sie den Versprechungen von Geld-Wechselstellen nur eingeschränkt, oftmals bekommen sie weniger als angegeben, weil es auch hier kleingedruckte Hinweise gibt. Gut beraten ist, wer im tschechischen Riesengebirge nur bei Banken, Touristinformationen oder Hotels tauscht.

Halbpension buchen

Buchen Sie keine Halb- und schon gar keine Vollpension, wenn Sie direkt in einem Ferienort wohnen! Sie werden sich ärgern, täglich in Ihrem Hotel essen zu müssen, während andere die vielseitige Küche der zahlreichen Restaurants probieren.

Die Geduld verlieren

Die Umstellung auf die Marktwirtschaft fällt manchem noch schwer. Mit Effektivität und Konkurrenzdenken konnten sich noch nicht alle anfreunden. Deshalb lässt der Service hier und da noch zu wünschen übrig. Seien Sie tolerant.

Felsen hochkraxeln

Versuchen Sie nicht, die Felsen - hierzulande Steine genannt - zu besteigen. Sie bröckeln sehr leicht, und das kann rasch zu einem Absturz führen.

Bücher & Filme

Theodor Fontane im Riesengebirge

Udo Wörfel erinnert an den Schriftsteller und Journalisten, der oft und gern im Riesengebirge weilte.

Lesereise Riesengebirge

Erzählungen und Berichte u.a. von Carl Hauptmann, Theodor Körner und Franz Kafka. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie liebten das Riesengebirge.

Rübezahl. Herr der Berge

Ein schönes Märchen und ein Muss für jeden Riesengebirgsreisenden!

Schlesien und das Riesengebirge

Der Bild-Text-Band bringt mit zauberhaften Fotos von Marek Maruszak und spannenden Texten von Arne Franke die Region ein Stück näher.

Reise nach Schlesien

Neben dem Film über das heutige Riesengebirge beinhaltet die DVD sechs kleinere Filme zur Geschichte Schlesiens.

Rübezahl und der Skiläufer

Ende des 19. Jhs. treffen zwei Jungen einen seltsamen Mann. War das Rübezahl? Der tschechische Film von 1981 in der Regie von Vera Plivova-Simkova gibt eine Antwort.

Riesengebirge

Das Riesengebirge fasziniert zu jeder Jahreszeit; Film der Reihe „Die Welt auf DVD“.

Fakten

Fläche 631 km²
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 03:38 Uhr

Anreise

8h
11h 14min
1h 15min
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

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