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Malaysia

Check-in

Sanft schwebt das Flugzeug über mal tiefblaues, mal smaragdgrünes Meer, dann über sattgrüne Ölpalmplantagen und moderne Vororte - um schließlich auf dem hypermodernen Airport von Kuala Lumpur aufzusetzen, der Frankfurts Rhein-Main-Flughafen fast beschämend in den Schatten stellt. "Sind wir wirklich in einem Schwellenland?", fragen Sie sich ungläubig.

Das Staunen geht auf dem Weg in die Hauptstadt weiter. Mit der superschnellen S-Bahn (KLIA Ekspres) oder einem komfortablen Taxi fahren Sie durch den Multimedia Super Corridor, Malaysias größtes Entwicklungsprojekt, das sich bis ins Zentrum Kuala Lumpurs zieht. Auf 50 km Länge und 15 km Breite sind mehrere Trabantenstädte und Industriezentren entstanden: Malaysia soll nach den Plänen der Regierung im Jahr 2020 eine entwickelte Industrienation sein. Mit einer beeindruckenden Mischung aus Altem und Neuem, aus chromglänzenden Wolkenkratzern neben historischen Kolonialbauten und alten Gotteshäusern erwartet Sie schließlich Kuala Lumpur. Hier können Sie beim Schlendern durch Seitengassen oder über einen der farbenfrohen Märkte den Zauber des Fernen Ostens erleben. In Chinatown dringt der Duft von Räucherstäbchen aus den Tempeln, während Straßenverkäufer nebenan lautstark ihre Waren anpreisen. In stilvollen Hotels trifft man sich zum Fünf-Uhr-Tee, wie man es schon in der britischen Kolonialzeit getan hat, oder man begibt sich im klimatisierten Kaufhaus auf die Suche nach den neuesten technischen Gadgets - Gegensätze, die Ihnen überall begegnen werden.

Auch außerhalb der Haupstadt: Etwa eine halbe Stunde Autofahrt südlich von Kuala Lumpur wurde die neue Verwaltungshauptstadt Putrajaya aus dem Boden gestampft, voller Paradebeispiele moderner malaiisch-islamischer Architektur, ausgedehnter Grünflächen und künstlich angelegter Seen, über die sich imposante Brücken spannen. Die Städte an der Westküste der Halbinsel dagegen können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Melaka und Penang sind ehemalige Straits Settlements, Niederlassungen der Britischen Ostindien-Kompanie, die 1826 an der Straße von Melaka gegründet wurden. Ihre Vergangenheit spiegelt sich in einer Vielzahl von historischen Bauten, Tempeln und Traditionen. Lebendig werden diese Orte durch Malaysias liebenswerte Menschen, die Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Besonders wenn Sie wenigstens ein paar Begrüßungsformeln in der Landessprache Bahasa Melayu formulieren können, werden Sie schnell von den Einheimischen ins Herz geschlossen werden. Malaysier sind noch immer überrascht, wenn tatsächlich Orang Puteh, die Weißen, ein paar Worte Malaiisch sprechen. Aber auch mit Englisch werden Sie keine Verständigungsprobleme haben, ist die Sprache der ehemaligen Kolonialherren doch noch immer sehr weit verbreitet.

Außerhalb der Städte lockt Malaysia mit tropischer Natur, schönen Dschungelgebieten, lang gezogenen Sandstränden und bunten Korallenriffen. Zwar ist der Westen der am dichtesten besiedelte und am meisten entwickelte Landesteil, doch im Umkreis des Zentralgebirges, das die Halbinsel praktisch der Länge nach halbiert, finden sich einige der schönsten Nationalparks mit tropisch-grünen Regenwäldern und braunen Dschungelflüssen. Selbst auf den entwickelten Inseln Penang und Langkawi an der Westküste locken leicht zugängliche Tropenwälder, Mangroven und Schutzgebiete. Endlos lange, einsame weiße Sandstrände und Dörfer mit traditionellen Holzhäusern finden sich an der Ostküste und auf den vielen Inseln, deren Korallenbänke zum Tauchen oder Schnorcheln einladen.

Die größten natürlichen Highlights des Landes befinden sich jedoch auf der Insel Borneo, in Sarawak und Sabah, die beide verhältnismäßig dünn besiedelt sind. Entlang der Flüsse sind bereits früh Iban und andere Bevölkerungsgruppen ins Landesinnere vorgedrungen, ihre Dörfer können Sie im Rahmen geführter Touren besuchen. Auf Borneo liegen spektakuläre Höhlensysteme, unberührte Korallenriffe und der mit 4095 m höchste Berg des Landes, Mount Kinabalu. Ganz zu schweigen von der fantastischen Vielfalt der Flora und Fauna, die Sie entdecken können: bizarre Stabinsekten, skurrile Nasenaffen und sanftmütige Orang-Utans, aggressive Schlingpflanzen, saftig grüne Urwaldriesen und die größte Blüte der Welt, die Rafflesia. Besonders vor der Küste von Sabah liegen eine ganze Reihe kleiner Inseln, die Taucher mit den schönsten Korallenriffen Malaysias begeistern. Auf Borneo befanden sich einst allerdings auch die weitläufigsten Regenwälder Südostasiens - die durch jahrzehntelange Abholzung und die unaufhaltsame Ausbreitung der Ölpalmplantagen stark reduziert wurden. Selbst Schutzgebiete sind vom Holzeinschlag betroffen, was immer wieder Proteste unter anderem der Malaysian Nature Society (www.mns.my) oder von Wild Asia (www.wildasia.org) hervorruft.

Der größte Pluspunkt Malaysias aber ist die Vielfalt und hohe Qualität des Essens. Durch die multiethnische Zusammensetzung der Bevölkerung gibt es in jedem größeren Ort mindestens ein chinesisches Restaurant, das auch Bier und Schweinefleischgerichte serviert. In größeren Städten steht Ihnen die ganze Palette asiatischer kulinarischer Genüsse zur Auswahl: Ob malaiisch, süd- oder nordindisch, kantonesisch, hainanesisch, Szechuan- oder Hokkien-Küche, alle einheimischen Bevölkerungsgruppen haben ihre kulinarischen Traditionen mitgebracht. Besonders spannend sind schmackhafte Nyonya-Gerichte, eine aus einer Mischkultur hervorgegangene Küche, die chinesische Zubereitungsmethoden mit malaiischen Gewürzen kombiniert. Sie ist auf die ersten Einwanderer aus dem Reich der Mitte zurückzuführen, die sich mit der einheimischen malaiischen Bevölkerung vermischten. Selbstverständlich haben Sie im Zentrum der Großstädte auch die Wahl zwischen gehobener oder rustikaler europäischer, delikater japanischer oder dezenter vietnamesischer Küche, ganz zu schweigen von den weit verbreiteten Fast-Food-Ketten und Cafés.

Das Neben- und Miteinander der Kulturen, das in kulinarischer Hinsicht so perfekt funktioniert, ist im Alltag nicht ganz so ausgewogen. Das immer wieder präsentierte Bild vom harmonischen Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen zeigt besonders in jüngster Zeit wieder deutliche Risse, Spannungen sind unübersehbar. 50 Prozent der Bevölkerung sind Malaien, 24 Prozent chinesischer und rund sieben Prozent indischer Abstammung. Dazu kommen kleinere Gruppen, etwa die bereits erwähnten Iban, die Kadazan und Dayak auf Borneo. Sie alle leben verstreut in zwei grundverschiedenen Landesteilen: Westmalaysia liegt auf der 750 km langen Halbinsel dicht am Äquator und beherbergt elf der 13 Bundesstaaten der Föderation. Sarawak und Sabah sind die beiden Bundesstaaten auf Borneo, durch das Chinesische Meer und rund 650 km von Westmalaysia getrennt. Sie machen 60 Prozent der Landfläche Malaysias aus. Kuala Lumpur, der Regierungssitz Putrajaya und die vor der Küste Borneos gelegene Insel Labuan, ein Offshore-Finanzzentrum, sind Bundesterritorien. Das Staatsoberhaupt, ein konstitutioneller Monarch, wird alle fünf Jahre aus der Mitte von neun Sultanen gewählt - das weltweit einzige System dieser Art. Systematische Modernisierungen leitete Mahathir Mohamed ein, der von 1981 bis 2003 als Premierminister die Geschicke des Landes und seiner 28 Mio. Einwohner leitete. Kritiker monierten, dass einige Großprojekte und Prestigebauten enorme Summen verschlangen, dass nicht immer effizient gewirtschaftet wurde und dass vor allem in ländlichen Gebieten Investitionen etwa im Bildungsbereich zu kurz kamen. Während Mahathirs Regierungszeit wurden die Rechte der Sultane und des Königs drastisch eingeschränkt. Die missglückte Reformpolitik seines Nachfolgers Abdullah Ahmad Badawi bescherte der Opposition bei der Wahl 2008 einen Aufschwung. Der amtierende Premierminister, Najib Tun Razak, steht vor großen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.

Malaysia ist ein vielseitiges Reiseziel, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: kulturell ein spannender Schmelztiegel der asiatischen Hochkulturen, kulinarisch ein Schlemmerparadies, das seinesgleichen sucht, landschaftlich ein Spielplatz für Abenteurer und Aktive. Und ein Idyll für Sonnenhungrige und Ruhesuchende.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Mit 560 km ist der Kinabatangan der längste Fluss von Sabah. Ein Teil des tropischen Dschungels an seinem Unterlauf wurde als Lebensraum der seltenen Nasenaffen, die nur in den Tieflandwäldern von…
Die Insel Tioman besitzt mächtige, von Regenwald bestandene Berge, Sandstrände und klares Wasser. Heute leben rund 3000 Insulaner dort. Ein Teil der Gewässer um die Insel ist als Marine Park…
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„In Penang schlug uns, an einem heißfeuchten glanzvollen Abend, zum ersten Mal das quellende Leben einer asiatischen Stadt entgegen, wildes, farbiges Menschengewimmel in den immer vollen Gassen, n…
Bis Oktober 2003 waren die Zwillingstürme die höchsten Gebäude der Welt. Eine gute Aussicht hat man von der Skybridge in der 41. und dem Observation Deck in der 86. Etage. Die 1200 Tickets pro Tag…
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Ab Klias Jetty geht es durch das Naturschutzgebiet per Boot 2 Stunden durch die Mangrovenhaine, kleine Kanäle und Flüsschen – und die Reviere der Nasenaffen, denen man sich gut nähern kann. Rund…
Zwei Südsee-Trauminseln mit schönen Sandstränden, türkisblauem Wasser und von Dschungel bewachsenen Hügeln, ideal zum Sonnenbaden, Schnorcheln, Tauchen und Ausspannen. Auf der kleinen Insel (…
In den Kalksteinmassiven Gunung Api (1750 m) und Gunung Benarat (1615 m) des 530 km² großen Mulu-Nationalparks östlich von Miri wurden 26 Haupthöhlen und diverse Nebensysteme entdeckt - unter…
Die beste Zeit für einen mehrtägigen Ausflug in den ältesten Nationalpark Malaysias, gegründet 1939, ist die Trockenzeit, obwohl der Park das ganze Jahr über geöffnet hat. Einfache bis relativ…

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Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Zahlreiche europäische und asiatische Fluggesellschaften (darunter Lufthansa, KLM, Emirates und MAS) fliegen für 600 bis 1000 Euro nach Kuala Lumpur nonstop in elf bis zwölf Stunden. Vom Flughafen KLIA und dem benachbarten Budget-Terminal LCCT, ca. 70 km südlich der Stadt, bestehen gute Verkehrsanbindungen mit Taxis (RM 75-100 | 45-60 Min. | Coupon am Schalter kaufen) und zum Hauptbahnhof im Zentrum mit Bussen (RM10 | 1 Std.) oder den Bahnen KLIA Ekspress und KLIA Transit (RM35 | 28-35 Min.). Sie brauchen nur der Beschilderung zu folgen. Von Singapur aus gelangen Sie über den Causeway schnell nach Malaysia.

Auskunft

Tourism Malaysia

In Deutschland: Malaysia Tourism Promotion Board | Weissfrauenstr. 12-16 | 60311 Frankfurt a. M. | Tel. 069 460923420 | www.tourismmalaysia.de

In Kuala Lumpur: Malaysian Tourism Centre (MaTiC) | 109, Jalan Ampang | Tel. 03 92354800 | www.mtc.gov.my

www.allmalaysia.info - Eine gut organisierte Plattform mit vielen Informationen zu touristischen Sehenswürdigkeiten im ganzen Land.

www.geographia.com/malaysia/main.html - Die Website bietet vielfältige Informationen über Land, Kultur und Leute.

Auf www.malaysia-islands.com erfahren Sie Näheres über alle Urlaubsinseln, ihre Resorts und Aktivitäten.

Banken & Geld

Sie können mit Ihrer EC-Karte und natürlich auch mit einer Kreditkarte überall im Land an den Geldautomaten (ATMs) Malaysische Ringgit (RM) bekommen. Wenn Sie Geld wechseln möchten, so bieten die lizenzierten Geldwechsler meist einen besseren Kurs an als die Banken. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert.

Brunei

Bei einem Ausflug nach Brunei wird an der Grenze des Sultanats eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt, die bei EU-Bürgern 90 Tage und bei Schweizern 14 Tage lang gültig ist. Nach Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt Bruneis, gibt es diverse internationale Flugverbindungen. Ab Sarawak verkehren auch Busse und Boote. Kreditkarten werden vielerorts akzeptiert.

Diplomatische Vertretungen

Ausländische Botschaften in Kuala Lumpur

Deutschland: 26. Stock, Menara Tan & Tan | 207, Jalan Tun Razak | Tel. 03 21709666 | www.kuala-lumpur.diplo.de

Österreich: Suite 10.1-2, 10. Stock | Wisma Goldhill | 67, Jalan Raja Chulan | Tel. 03 20570020 | kuala-lumpur-ob@bmaa.gv.at

Schweiz: 16, Pesiaran Madge | Tel. 03 21480622 | www.eda.admin.ch/kualalumpur

Einreise

Für die Einreise nach Malaysia brauchen Sie einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate lang gültig ist und ausreichend Platz für die Stempel der Einreisebehörde hat. Sie können dann für bis zu 90 Tage im Land bleiben. Homepage der Einwanderungsbehörde: www.imi.gov.my

Gefahren

Malaysia ist ein sicheres Reiseland. Ein Problem stellen aber die snatch thiefs dar, Handtaschendiebe, die sich Passanten mit dem Moped nähern und im Vorbeifahren versuchen, die Tasche an sich zu bringen. Ängste vor Terrorimus sind absolut unbegründet - in dieser Hinsicht ist Malaysia sicherer als manche europäische Großstadt.

Gepäck

Für das tropische Klima sind leichte, natürliche Materialien geeignet. Pullover oder eine dünne Jacke braucht man in den kühleren Gebirgsregionen und für klimatisierte Räume. Unentbehrlich ist ein Regenschutz. Nützlich sind Geldgürtel, Sonnenhut und -brille, Taschenmesser und -lampe, Reisewecker, Ohrstöpsel, Fernglas sowie Steckdosenadapter.

Gesundheit

Sie sollten sich rechtzeitig vor der Reise um einen ausreichenden Impfschutz kümmern und eventuell die Basisimpfung gegen Tetanus, Polio und Diphtherie (zehn Jahre wirksam) auffrischen. Auch ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B sowie Tollwut ist ratsam. Nur bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten (z. B. auf Reisfeldern) besteht ein geringes Risiko an Typhus oder der Japanischen Enzephalitis zu erkranken. Im Gegensatz zur Malaria, die kaum vorkommt, stellt das ebenfalls von Mücken übertragene Dengue-Fieber ein zunehmendes Problem dar. Der einzige Schutz besteht darin, sich möglichst keine Stiche zuzuziehen. Das Leitungswasser kann überall in Malaysia sorgenfrei zum Zähneputzen benutzt werden, trinken sollten Sie es jedoch nicht. Die hygienischen Maßstäbe, die in den offenen, einfachen Straßenrestaurants und an den Imbissständen auf den Nachtmärkten herrschen, mögen zwar nicht mitteleuropäischen Standards entsprechen, dennoch müssen Sie sich wenig Gedanken machen, dass Sie sich den Magen verderben könnten. Eis kann überall zum Kühlen der Getränke benutzt werden. Frisches Obst sollten Sie immer schälen. Achten Sie darauf, viel zu trinken. Eine kleine Reiseapotheke kann hilfreich sein. Allerdings bekommen Sie alle notwendigen Medikamente in den malaysischen Apotheken (farmasi). Die Kliniken sind gut ausgestattet und haben in den großen Städten europäischen Standard. Arztrechnungen müssen Sie gleich bezahlen, eine Auslandskrankenversicherung ist daher sinnvoll.

Inlandflüge

Sie haben die Wahl zwischen der malaysischen Fluglinie MAS (www.malaysiaairlines.com) und Billigfliegern wie AirAsia (www.airasia.com), der stärksten Kraft auf dem Markt. Erwähnenswert ist zudem Firefly (www.fireflyz.com.my)

Internetzugang & WLan

Internetcafés gibt es in großer Zahl in allen größeren Städten und Touristenorten des Landes (www.worldofinternetcafes.de/Asia/Malaysia). Hotspots sind in vielen Städten Malaysias verbreitet und mit "WiFi" gekennzeichnet. Zahlreiche Hotels sowie auch immer mehr Restaurants und Bars bieten den zumeist kostenfreien Zugang zum Internet über ein WLAN-Netzwerk. Manchmal müssen Sie sich zunächst registrieren lassen oder einen Code anfordern, bevor Sie ins Internet gehen können. Vor allem in teuren Hotels wird ein Zugang häufig extra berechnet. Auch die meisten Kaffeehausketten und Flughäfen sind mit WLAN ausgestattet.

Klima

Malaysia ist ein tropisches Land. Die Temperaturen sind relativ stabil und liegen zwischen 32 °C am Tag und 23 °C in der Nacht. Ein kräftiger Monsun bestimmt das Wetter zwischen Oktober/November und Februar. An der Ostküste der Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln ist in dieser Zeit Nebensaison und die meisten Resorts haben geschlossen. Die See ist dann sehr bewegt und es regnet viel. Im westlichen Teil entladen sich täglich nachmittags starke Gewitter, die etwa zwei Stunden dauern. Kühler ist es in den Bergen.

Medien

Internationale Zeitungen sind bei Händlern in Luxushotels und Großstädten erhältlich. In guten Hotels liegt morgens eine der englischsprachigen Lokalzeitungen The Star, The Straits Times, New Sabah Times oder Sarawak Tribune vor der Tür. Die Homepage der deutschsprachigen Monatszeitschrift "KL-Post" finden Sie unter: www.kl-post.com.my

Fernsehgeräte stehen in den Zimmern der meisten Hotels (ab Mittelklasse), viele haben Kabelfernsehen (BBC, CNN, Deutsche Welle TV).

Mietwagen

In Malaysia herrscht Linksverkehr, an den Fahrstil muss man sich gewöhnen. Sowohl internationale als auch lokale Autovermieter findet man an den Flughäfen vieler Städte. Bei Vertragsabschluss sind der Reisepass, ein internationaler Führerschein und eine gültige Kreditkarte vorzulegen. Der Fahrer muss mindestens 23 Jahre alt sein. Lokale Vermieter können bis zu 50 Prozent billiger sein. Allerdings muss man unbedingt darauf achten, dass der Mietvertrag eine Versicherung miteinschließt. Komfortable Limousinen gibt es bereits für ca. RM 200/Tag.

Notruf

Polizei und Notarzt: Tel. 999

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnfahrten sind ein besonderes Vergnügen - sei es entlang der Westküste der Halbinsel oder durch die dschungelbewachsene Mitte zur Ostküste. Reizvoll ist auch die Fahrt zwischen Kota Kinabalu und Tenom in Sabah. Die zweite und erste Klasse sind angenehm und haben zum Teil Schlafwagen. Sitzplätze sollten Sie vorher reservieren. Die Website der malaysischen Bahn ist unter www.ktmb.com.my zu finden.

Die Überlandbusse sind bequem und preiswert. Eine Fahrt von Kuala Lumpur nach Penang kostet je nach Standard der Busse zwischen RM 35 und 74 und dauert fünf Stunden. Allerdings sind die Busfahrer berüchtigt für ihre aggressive, mitunter unverantwortliche Fahrweise, durch die es schon öfter zu fatalen Unfällen gekommen ist. Etwa alle zwei Stunden wird auf einer solchen Reise eine Pause bei einem Restaurant eingelegt. An den Busbahnhöfen stehen Taxis bereit.

Auf längeren Strecken fahren Sammeltaxis zumeist von den Busbahnhöfen ab. Man kann sie chartern oder warten, bis sich vier Passagiere mit gleichem Ziel eingefunden haben. Ihre recht günstigen Preise sind zwar festgelegt, die Fahrer verlangen aber häufig mehr, vor allem wenn sie Gäste an Hotels abholen bzw. absetzen oder nachmittags, wenn sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine Passagiere für die Rückfahrt finden können. In einigen Städten, z. B. in Penang, verkehren Fahrradrikschas. Der Preis für eine Fahrt ist vorher auszuhandeln.

www.myhoponhopoff.com bietet Informationen zum Sightseeing-Bus in Kuala Lumpur und seinen Haltestellen. Stadtbahn und Busse finden Sie unter: www.myrapid.com.my

Öffnungszeiten

Geschäfte haben meist zwischen 10 und 18/19 Uhr geöffnet, die großen Einkaufszentren täglich zwischen 10 und 22 Uhr. Bürozeiten und damit auch die Öffnungszeiten der Banken und Behörden sind zwischen 9 und 16.30/17 Uhr, teils mit einer langen Mittagspause. Vorwiegend in den mehrheitlich malaiischen Bundesstaaten Kedah, Kelantan, Perlis und Terengganu ist der Donnerstag ein halber Arbeitstag und der Freitag ein Feiertag.

Post

Die malaysische Post ist recht schnell und zuverlässig. Briefmarken für Postkarten gibt es an der Rezeption großer Hotels und in den Postämtern. Dort können zudem Wertbriefe und Pakete aufgegeben werden. Ein Brief (50 g) per Luftpost nach Deutschland oder Europa kostet RM3, eine Postkarte RM0,50 (genauere Tarife und Laufzeiten: www.pos.com.my).

Strom

Die Stromspannung beträgt im Allgemeinen 220 Volt, ein Adapter für dreipolige Steckdosen ist nötig.

Telefon & Handy

Man kann Orts- oder Überseegespräche von Münz- und Kartentelefonzellen aus führen. Für Auslandstelefonate lohnt es sich, an einem Kiosk eine Telefonkarte zu kaufen. Sie können auch von einem der Büros der Telekom Malaysia aus telefonieren. Eine Festnetznummer in Deutschland erreichen Sie schon ab RM0,14 pro Minute, einen Mobilfunkanschluss ab RM0,80 pro Minute. Innerhalb von Malaysia kostet eine Minute je nach Prepaidtarif zwischen RM0,12 und 0,40. Top-Up-Karten zum Auffüllen des Kontos bekommt man überall. Wer das eigene Handy mitnimmt, kann mit einer Simkarte der lokalen Anbieter Maxis (Hotlink | Tel. (*) 1300 820120 | www.hotlink.com.my) oder Celcom (Xpax | Tel. (*) 1300 111000 | www.xpax.com.my) mit entsprechender Vorwahl (Maxis: 132, Celcom: 131) sehr günstig auch ins Ausland telefonieren. In Sachen Roaming gilt: Ihr Handy bucht sich automatisch in ein verfügbares Netz ein. Über den Menüpunkt "Netzwahl" können Sie manuell zu günstigeren Betreibern wechseln. Am preiswertesten ist das Versenden von SMS. Riesige Kosten verursacht die Mailbox: Schalten Sie sie am besten ab, bevor Sie Ihr Heimatland verlassen.

Internationale Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Malaysia 0060.

Trinkgeld

In vielen Hotels und Restaurants wird eine Service Charge von zehn Prozent berechnet. Ansonsten kann man etwas Wechselgeld liegen lassen, an Imbissständen und in einfachen Restaurants wird dies nie erwartet. Ein Guide oder ein Fahrer, mit dem man länger reist, freut sich über ein Trinkgeld.

Übernachten

Luxushotels bieten internationalen Standard. Sämtliche Häuser der mittleren und oberen Preisklasse addieren fünf Prozent Steuern und zehn Prozent für den Service auf den Rechnungsbetrag. Fragen Sie nach Sonderangeboten!

An den Stränden gibt es meist Bungalowanlagen in verschiedenen Preiskategorien. Auf Borneo ist das Preisniveau etwas höher als auf der Halbinsel. An offiziellen Feiertagen kann es schwierig sein, ohne Reservierung ein Zimmer zu bekommen. Der grüne Pfeil an der Decke vieler Hotelzimmer weist Richtung Mekka.

Unter www.malaysia-hotels.net finden Sie ein Hotelbuchungsportal in Malaysia.

Zeit

Während der europäischen Sommerzeit ist es in Malaysia sechs Stunden, sonst sieben Stunden später als in Mitteleuropa. Zeitangaben werden meist mit dem Zusatz am (vor Mittag) oder pm (nach Mittag) gemacht.

Zoll

Bei der Ein- und Ausreise müssen alle Bargeldbeträge inklusive Reiseschecks von mehr als RM 10000 deklariert werden. Zollfrei einführen dürfen Sie 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 1 l Alkohol, Geschenke im Wert von bis zu RM400, max. 100 g Goldschmuck. Strengstens verboten ist die Einfuhr von Pornografie (als solche gilt auch der "Playboy"!). Die Ausfuhr von Antiquitäten ist bewilligungspflichtig, eine Genehmigung erteilt das Muzium Negara in Kuala Lumpur.

In die EU einführen können Sie 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und andere Reisemitbringsel im Wert von bis zu 430 Euro. Kaufen Sie keine gefälschte Markenware und Produkte von geschützten Tieren (auch Korallen, Schildpatt und Krokodilleder). So ersparen Sie sich bei der Einreise viel Ärger. www.zoll.de, Schweiz: www.ezv.admin.ch, Österreich: www.bmf.gv.at/Zoll

Events, Feste & mehr

Feste Feiertage

1. Jan.

Neujahr (nicht in Johor, Kedah, Kelantan, Perlis, Terengganu)

1. Mai

Tag der Arbeit

1./2. Juni

Dayak Festival (nur in Sarawak)

3. Aug.

Offizieller Königsgeburtstag

31. Aug.

Merdeka Day (Unabhängigkeitstag)

25. Dez.

Weihnachten

Variable Feiertage

Januar/Februar

Thaipusam (Johor, Negeri Sembilan, Perak, Penang, Selangor)

chinesisches Neujahr.

Flexibel übers Jahr:

Geburtstag des Propheten

Hari Raya Qurban (Ende der Mekka-Pilgerfahrt)

Awal Muharram (moslemisches Neujahr)

Good Friday (Karfreitag; nur in Sabah und Sarawak)

Awal Ramadan (Ramadan: 27. Mai-26. Juni 2017; nur in Johor, Kedah, Melaka)

Deepavali (hinduistisches Lichterfest; nicht in Sarawak und Labuan)

Nuzul Al Q'uran (Verkündigung des Koran; in Kelantan, Pahang, Perak, Perlis, Selangor, Terengganu)

Hari Raya Puasa (Ende des Ramadan)

Feste & Veranstaltungen

Mitte Januar/Anfang Februar

Thaipusam: Höchst bizarr sind die Pilgerumzüge bei diesem wichtigen Hindufest in Kuala Lumpur und den Batu Caves in der Nähe von Penang. Gläubige in Trance bohren sich dabei Spieße und Speere durch die Zunge, Opfergestelle kavadis sind mit Haken in der Haut verankert; seltsamerweise fließt dabei aber kein Blut.

Chinesisches Neujahr: Mit Knallkörpern, lauter Musik und Drachentänzen sollen die bösen Geister vertrieben werden. Die Feierlichkeiten dauern zwei Wochen und legen in den ersten Tagen das Geschäftsleben lahm. Auf Penang enden sie mit der überschwenglichen Chingay-Prozession.

April

Qingming: Damit ihre Ahnen im Jenseits weltliche Genüssen erleben können, verbrennen Chinesen aus Papier gefertigte Güter wie Autos, Uhren und Geld.

Mai

Pesta Kaamatan: Den ganzen Monat lang feiern die Kadazan auf Sabah ihr Erntedankfest. Höhepunkt sind die Erntedankzeremonien der Bobhizan (Priesterinnen) am 30./31. Mai.

Wesak Day: Buddhisten gedenken an diesem Feiertag der Geburt, Erleuchtung und des Todes Buddhas mit Laternenprozessionen.

Ende Mai findet am Pantai Sri Tujuh (Beach of Seven Lagoons) das Int. Drachenfestival statt.

1. und 2. Juni

Gawai Dayak: Die Dayak in Sarawak feiern von der Nacht zum 1. Juni bis zum 2. Juni mit Reiswein, Tänzen und traditioneller Musik Erntedankfest.

Zweites Juliwochenende

Rainforest World Music Festival: Drei Tage lang treten im Cultural Village bei Kuching (Sarawak) Musiker aus aller Herren Länder auf und tauschen sich in Workshops aus - Publikum erwünscht.

August

Yulan: Chinesen opfern zum Fest der hungrigen Geister den Seelen der auf die Erde zurückgekehrten Ahnen Essen.

Merdaka Day: Zum malaysischen Nationalfeiertag am 31. August finden jedes Jahr im ganzen Land Paraden, Feuerwerke, Sport- und Kulturveranstaltungen statt.

Oktober/November

Deepavali: Ende Oktober oder Anfang November feiern die Hindus das Lichterfest. Häuser und Straßen werden dabei mit Lichterketten und Lampions geschmückt - als Triumph des Lichts über die Dunkelheit.

Bloss nicht

Drogen nehmen

Schon der Besitz kleinster Mengen klassifiziert Sie als Händler, was (auch für Ausländer) den Gang zum Galgen zur Folge haben kann. Deshalb: Hände weg von jeder Art von Drogen, die Polizei ist wachsam!

Falsch schenken

Chinesen sollten Sie Dinge nur in einer geraden Anzahl schenken - das verheißt Glück. Bei Langhausbesuchen ist es ratsam, kleine Mitbringsel dabeizuhaben, sie gehören zur Begrüßungszeremonie. Geschenke gibt und nimmt man immer mit der rechten Hand.

Benimmregeln missachten

Schmusen oder gar Küssen in der Öffentlichkeit ist verpönt, nackt oder oben ohne zu baden landesweit untersagt. An der Ostküste sollten Sie dezente Kleidung tragen. Fremden auf die Schulter zu klopfen oder ihnen freundschaftlich über den Kopf zu streicheln, wird als rüde empfunden, denn der Kopf ist der Sitz der Seele. Und deuten Sie nicht mit dem Finger auf Menschen, ein in die entsprechende Richtung weisendes Kopfnicken genügt und wird universell verstanden. Wohn- und Gebetshäuser betritt man generell barfuß, die Schuhe müssen draußen bleiben. Apropos Füße: Sie gelten als der geringwertigste und damit als der schmutzigste Körperteil. Beim Sitzen auf dem Boden schlägt man sie deshalb im Schneidersitz unter das Gesäß und erspart seinem Gegenüber so, die blanken oder auch beschuhten Fußsohlen ansehen zu müssen. Weniger verwestlichte Malaysier (z. B. auf dem Land lebende) würden dies als einen großen Affront empfinden und es als ein Zeichen äußerster Geringschätzung werten.

Das Gesicht verlieren

Malaysierinnen und Malaysier sind Gefühlsausbrüche und Schreien nicht gewöhnt. Wer auf diese Weise versucht, etwas durchzusetzen, wird sicher das Gegenteil bewirken. Die sonst sehr hilfsbereiten Menschen können dann äußerst stur werden. In einer Problemsituation ist es weit angemessener und führt sehr viel eher zu einer Lösung, sein Gegenüber um Rat oder Hilfe zu fragen, statt ihm seine Fehler vorzuhalten. Auf eine Frage versucht man immer zu antworten, auch wenn es falsch ist. Achten Sie jedenfalls darauf, dass niemand sein Gesicht verliert.

Unbedacht essen und trinken

Malaien, einige Inder und andere Ethnien sind Muslime. Schenken und erwarten Sie bei Einladungen, Empfängen oder Festen keinen Alkohol. Schweinefleisch-Gerichte stehen zudem höchstens in einigen chinesischen Restaurants und bei Christen auf dem Speiseplan. Auch Nicht-Muslime befolgen Essensvorschriften. So verzehren Hindus kein Rindfleisch, und Buddhisten verzichten zumindest an einigen Tagen auf Fleisch.

Bücher & Filme

Kampung Boy

Comic, auch und vor allem für Erwachsene. Zeigt mit viel Witz typische Situationen und Menschen in Malaysia (1979)

Feuer über dem Fluss

Abdul Samad Said schreibt über die Zeit der japanischen Besatzung Malaysias (1994)

Unter Perlenfischern und Piraten

Ein Junge wird an der malaysischen Küste von Piraten gefangen. Abenteuergeschichte von Alfred Hageni (1962)

Dieser Hunger nach Leben

Beatrice Saubin saß in Malaysia wegen Drogenbesitzes zehn Jahre lang im Gefängnis. Tatsachenbericht (1994)

Mukhsin

(2006) Der Film der inzwischen verstorbenen Regisseurin Yasmin Ahmad erzählt in faszinierenden Bildern von der ersten Liebe und wurde bei der Berlinale 2007 gleich zweimal ausgezeichnet

The Big Durian

(2003) Im Oktober 1987 lief ein malaysischer Soldat mit seinem Gewehr Amok in Kuala Lumpur. Dokumentarfilm und Gesellschaftsskizze mit vielen Facetten

The Last Communist

Der Film von 2006 dokumentiert das Leben Chin Pengs, des Führers der Kommunistischen Partei Malaysias. In Malaysia auf dem Index

23-33 °C
7 h/Tag
29 °C

Fakten

Einwohner 31.624.264
Fläche 330.290 km²
Sprache Malaiisch
Währung Ringgit
Strom 240 V, 50 Hz
Regierungssystem konstitutionelle Monarchie, föderale Monarchie, Wahlmonarchie, parlamentarische Monarchie
Hauptstadt Kuala Lumpur
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 02:42 Uhr
Zeitverschiebung 5 h (zu MESZ)

Anreise

11h 50min
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