Costa Rica

Überblick

Entdecken Sie Costa Rica!

Brodelnde Vulkane, die die Nacht mit einem Feuerwerk aus rot glühendem Magma erhellen, handtellergroße Schmetterlinge und winzig kleine Kolibris, die Nektar aus den Urwaldblüten saugen, Schweizer Unternehmer, die zu Ökohoteliers wurden, und Deutsche, die eine Flugschule für Ultraleichtflugzeuge betreiben. Trekking im Nebelwald und Kanutouren durch karibische Lagunen, ein Sundowner auf einer Aussichtsterrasse hoch über dem Pazifik und der Besuch in einer Biokaffeeplantage. Mit Allradantrieb unterwegs zu Lodges im Regenwald und Relaxen an dunklen Sandstränden – es gibt Erlebnisse, die hat man nur in Costa Rica, und diese stellen jeden All-inclusive-Luxusurlaub in den Schatten.

Costa Rica, das Land ohne Krieg und ohne Kälte, eine der ältesten Demokratien Amerikas, hat mit seinen Nachbarn nicht viel mehr gemeinsam als die geografische Lage: platziert zwischen dem krisengeschüttelten Nicaragua und dem wegen des Kanals bekannten Panama, im Zentrum der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Amerikanische Nationalparks sind in der ganzen Welt berühmt, aber fast immer sind es in den USA gelegene, an die man denkt, wenn von phantastischen Naturschönheiten berichtet wird. Dabei liegt nur ein paar Flugstunden von den US-amerikanischen Nationalparks Yosemite und Grand Canyon entfernt Costa Rica mit mehr als 30 seit Beginn der Siebzigerjahre als Schutzgebiete ausgewiesenen Regionen. Ein Modell, wohl einmalig auf der Welt: ein Land, das mehr als ein Viertel seiner Fläche unter Naturschutz stellte, als Nationalparks, Biosphärenreservate, aber auch als Indianerreservate und von der Unesco zum Welterbe erklärte Gebiete. Dampfende Regenwälder, nebelverhangene Hochtäler, ockergelbe Savannen, Mangrovensümpfe und Trockenwälder, Bergketten und Vulkane, unbegradigte Flüsse, vor der Küste Korallenriffe und grüne Inseln: Sie alle gehören zu den schützenswerten Schönheiten des Landes.

Kein Wunder, dass Costa Rica zum Synonym für naturverträglichen Aktivurlaub avancierte, zum Pilgerziel für Ökologen und Biologen. Tatsächlich entspricht das Land in vielerlei Hinsicht der Idealvorstellung von einem tropischen Paradies. Dabei sah die Situation schon recht verfahren aus, waren doch bereits zwei Drittel des Regenwalds der Gier nach Geld zum Opfer gefallen, bis man sich der Gefahr bewusst wurde und Schutzzonen und strengere Umweltschutzgesetze erließ. Der Naturschutz erfolgt jedoch nicht nur aus hehren Motiven: Das aus Kaffee- und Bananenexport erwirtschaftete Geld reicht allein nicht aus, um die Auslandsschulden zu bezahlen und den Staatshaushalt ausgeglichen zu halten. Umso dringlicher ist es, die wichtigste Ressource des Landes zu erhalten, den Regenwald wirtschaftlich nutzbar zu machen, ohne ihn zu zerstören: eine schwierige Aufgabe, die man in Costa Rica dadurch lösen will, dass man den Wald touristischvermarktet.

Auf der Suche nach El Dorado, dem sagenhaften Hort des Goldes, erreichte Christoph Kolumbus 1502 die Atlantikküste des Landes und nannte es Costa Rica, die „reiche Küste“. Statt des erhofften Goldes trafen die Spanier üppige Vegetation an, und gerade die ist – so erkannten die Costa-Ricaner – heute Gold wert: Der vor einigen Jahren angelaufene Touristenstrom bringt dem Land die so dringend benötigten Devisen und sorgt heute für ein gutes Zehntel der Arbeitsplätze. Aus den Fehlern anderer Länder hat man in Costa Rica gelernt: Klasse statt Masse heißt die Devise, statt auf Bettenburgen und Billigtourismus wird auf Qualität gesetzt. Niveautourismus kostet die Besucher zwar ein paar Euro mehr, die sich aber für das Land und die Natur auszahlen. Nationalparks werden daher auch zeitweise geschlossen, wenn wegen des zu großen Andrangs Schaden an der Natur zu befürchten ist.

Ökotourismus heißt das Gebot der Stunde. Dazu gehören niedrige, sich der Landschaft anpassende Hotelbauten aus natürlichen Materialien und der Vorrang einheimischer Produkte vor importierten. Bislang gibt es nur in San José Hotelhochbauten, aber um so mehr lodges, cabinas und cabañas, Holzbauten inmitten der Natur, mit Solarenergie und eigener Trinkwasserversorgung. Auf eigens angelegten senderos, Wanderpfaden, durchstreifen die Gäste Naturparks und bekommen einen ersten Eindruck von der unglaublichen Vielfalt der tropischen Tier- und Pflanzenwelt. Zur Verdeutlichung soll einmal die ansonsten trockene Statistik herhalten: 900 Baumarten; 1200 Orchideen; 230 Säugetierarten, darunter Jaguare, Pumas, Nasenbären, Affen, Faultiere, Ameisen- und Waschbären; 860 Vogelarten, darunter allein 50 Kolibri- und 15 Papageienarten; 40 000 Insektenarten, darunter 3000 verschiedene Schmetterlinge. Auf 0,01 Prozent der Erdoberfläche – etwa die Größe derSchweiz – finden sich fünf Prozent aller auf der Erde lebenden Tier- und Pflanzenarten.

Die Cordillera Volcánica zieht sich parallel zum Pazifik durch das Land, ein vulkanisches Gebirge mit 70 Vulkanen, davon fünf noch aktiv, deren bis über 3000 m hohe Gipfel eine Wetterscheide bilden: feuchtheiß und mit häufigen Regenfällen an der Karibikseite, im halbjährlichen Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit an der Pazifikküste. In den fruchtbaren Hochebenen der Kordilleren siedeln schon seit der Zeitenwende Menschen, und hier ließen sich auch die Spanier nieder, nachdem sie im 16. Jh. Costa Rica in Besitz genommen hatten.

Erst 200 Jahre nach der Eroberung schufen die Spanier das heutige Stadtzentrum von San José, spanisch geradlinig, dem heiligen Joseph geweiht. Ihre prächtigen Bauten sucht man jedoch heute oft vergebens – mehrere Erdbeben haben viele der spanischen Kirchen, barocken Paläste und Wohnhäuser bis auf die Grundmauern zerfallen lassen.

„Unsere Tempel und Paläste sind die Natur“, heißt es in Costa Rica: Bauliche Sehenswürdigkeiten der präkolumbischen Bevölkerung gibt es nur wenige. Drei Indianervölker lebten vor Kolumbus’ Ankunft im Gebiet des heutigen Costa Rica, im Schatten der nördlich siedelnden Maya. Statt Paläste, Tempel und Monumentalarchitektur ließen sie nur wenige kleine Siedlungen zurück, jedoch Keramiken, steinerne Geräte, Figuren und Schmuck. Berühmt sind die in allen Größen hinterlassenen, rätselhaften Steinkugeln der Brunca.

Karibische Lebensfreude dokumentieren die in leuchtenden Bonbonfarben türkis, gelb und rosa gestrichenen Holzhäuser an der Karibikküste, einige auf Stelzen, fast immer mit umlaufender Veranda. Die Besucher genießen Klima und Meer, Strand und Dschungel, die Lebensfreude und Leichtigkeit der Kariben. Viele kamen aus dem Ausland, um in Costa Rica zu leben: amerikanische Quäker, die Wälder rodeten, um Milch- und Landwirtschaft aufzubauen, Rentner, die einen höheren Lebensstandard genießen wollen als zu Hause, und umweltbewusste Siedler, die im Einklang mit der Natur leben und arbeiten möchten.

Zu den ungelösten Problemen gehört der hohe Bevölkerungszuwachs, der zu steigendem Druck auf die Siedlungsflächen führt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze notwendig macht. Noch gilt, dass das kleine Land ein vorbildliches Modell ökologiefreundlichen Lebens verwirklicht hat. Pura vida heißt es in Costa Rica. „Entdecken Sie Costa Rica!“ heißt also nichts anderes als: Entdecken Sie das reine Leben!

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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Dienstag / 20.10.2020
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Anreise

14h 40min
Frankfurt am Main
Costa Rica
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Guanacaste: Costa Ricas Glücklichmacher

Guanacaste ist als nordwestlichste Region Costa Ricas ein Highlight für Natur- und Abenteuerfreunde ebenso wie für Feinschmecker und Kulturliebhaber.

Praktische Hinweise

Adressen

Es gibt nicht immer Straßennamen, dann heißt es z. B. „100 m südlich des xy-Parks“. Hausnummern sind fast unbekannt, man gibt die Ecke an: Av. 4/C. 5, d. h. Avenida 4, Ecke Calle 5, oder schreibt z. B. C. 2/Av. 2–4 (noch kürzer: c2, a2/4): „2. Straße zwischen den Avenidas 2 und 4“. Im Übrigen herrschen Postfachangaben (apartado, apto, apdo) vor.

Anreise

Condor (www.condor.de) fliegt zweimal wöchentlich von Frankfurt via Santo Domingo und Panama City nach San José. Linienflüge von Europa nach San José bieten täglich Iberia (www.iberia.de) von Frankfurt und Zürich (über Madrid), KLM (www.klm.com) von Frankfurt, München und Wien (über Amsterdam), British Airways von mehreren Städten (über London) und Martinair (www.martinair.nl) von Amsterdam über Miami. Rückflugtickets werden ab 700 Euro angeboten. Die Flugzeit von Frankfurt beträgt mit Umsteigen 13–18 Stunden.

Das Flughafentaxi (orange, Ticket am Schalter in der Ankunftshalle) nach San José kostet 8–14, nach Heredia 10 und nach Alajuela 4 Euro, mit dem Bus (dafür schon auf dem Flughafen Geld in Colones tauschen!) kostet es weniger als 1 Euro.

Auskunft

Costa Rica unterhält kein Informationsbüro in Europa. Touristische Informationen erteilt die Botschaft von Costa RicaDessauer Straße28–2910963030 26398990www.botschaft-costarica.de. Die offiziellen costa-ricanischen Fremdenverkehrsinstitutionen ICT (Instituto Costarricense de Turismo) und Canatur (Cámara Nacional de Turismo) betreiben nur wenige Informationsbüros in Costa Rica. In vielen Fällen haben Reisebüros und Reiseveranstalter diese Funktion übernommen. Die Zentrale des ICT (Ostseite der Juan Pablo II-Brücke, Uruca22995800) residiert in San José.

Auto

Für Urlauber reicht der nationale Führerschein. Bei Fahrten abseits der Hauptstraßen und in Nationalparks ist ein Wagen mit Allradantrieb (doble tracción) erforderlich. Die Straßen sind oft in sehr schlechtem Zustand, teilweise sogar gefährlich. Hinweisschilder fehlen, und die ticos fahren riskant. Im Dunkeln sollten Sie nicht unterwegs sein. Tempolimit: 80 km/h, auf der Straße San José–Puerto Limón 90 km/h.

Banken & Geldwechsel

Costa Ricas Währung ist der Colón (mit 100 Céntimos), der unter starker Inflation leidet. Preisangaben erfolgen daher in US-$, zunehmend auch im Land, wo dieser fast zur zweiten Währung wurde und die Grundlage der Wechselkurse bildet. Geldwechsel ist nur in Banken und autorisierten Hotels (dort wesentlich schneller!) sowie casas de cambio und Reisebüros möglich; der Schwarzmarkt ist natürlich illegal. Banken sind Mo–Fr von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Kreditkarten (Visa, Amex) sind weit verbreitet. Rücktausch von Colones in US-$ nur bis 50 $. Den aktuellen Kurs erfahren Sie z. B. unter www.oanda.com.

Camping

Die Verwaltung der Nationalparks hält eine Broschüre über Camping in den Naturschutzgebieten bereit. Auch das ICT verfügt über eine Liste. Jedoch wird das Zelten in Nationalparks zunehmend eingeschränkt, dafür entstehen – vorwiegend an Stränden – immer mehr private Plätze.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft in San José

Torre La Sabana, 8° piso, del ICE Sabana Norte 300 m al oesteWesten2909091www.san-jose.diplo.de

Österreichisches Honorar-Generalkonsulat in San José

Centro Corporativo la Nunciatura22916142

Schweizer Botschaft in San José

Edificio Centro ColónPaseo Colón/Calle 36–382214829

Ein- & Ausreise

Bei der Einreise benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten nur einen Reisepass, der noch sechs Monate gültig ist, und ein Rückflugticket. Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer von 28 US-$ zu bezahlen.

Frauen Allein

Im „Macho“-Land Costa Rica gibt es für allein reisende Frauen nicht nur neugierige Blicke, sondern auch weitere „Aufmerksamkeiten“. Doch es droht keine große Gefahr, nur sollte frau in San José und Puerto Limón nicht nachts und an einsamen Stränden nicht allein unterwegs sein.

Gesundheit

Costa Rica ist weitgehend frei von epidemischen Krankheiten, die ärztliche Versorgung in der Hauptstadt ist vorzüglich. Im Notfall: Clínica BíblicaAvenida 14Calle Central–125221000www.clinicabiblica.com. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Ein Malaria- sowie Dengue-Fieber-Risiko besteht in den Küstengebieten und in Regionen unter 600 m. Schützen Sie sich durch entsprechende Kleidung, Insektenschutzmittel und ein Moskitonetz. Die Wasserwerke warnen vor dem Trinkwasser außerhalb von San José. Deshalb: Eiswürfel vermeiden und auf Mineralwasser ausweichen.

Hotel & Mietwagen

Mit dem Flexi Voucher (www.flexivoucher-costarica.com) erwirbt man vom ARA-Reiseveranstalter eine Reihe touristischer Leistungen: Transfer vom Flughafen nach San José, erste Nacht im Hotel, Allrad-Mietwagen, Gratis-Mobiltelefon, Wahl der Übernachtung unter 140 Hotels. Kosten: rund 1600 US-$ für zwei Wochen und zwei Personen im Doppelzimmer.

Inlandsflüge

Die nationale Fluggesellschaft Sansa Air22904100www.flysansa.com fliegt mit Propellermaschinen (Tickets ca. 50 US-$) vom internationalen Flughafen Juan Santamaría. Auch die private Nature AirAeropuerto Nacional Tobías BolañosPavas22996000www.natureair.com bietet 17 Inlandsflugverbindungen. Buchung auch online mit Kreditkarte.

Internet

www.visitcostarica.com (deutsch, Website des Instituto Costarricense de Turismo)

www.costaricabureau.com (englisch, ausführliche Website von Tourismusanbietern für Hotels, Touren, Sport u. a. mit Reservierung)

www.centralamerica.com (englisch, hauptsächlich Hotels, Veranstalter, Autovermieter)

www.whereincostarica.com (englisch, Hinweise auf Veranstaltungen, Sport, Wetter und mehr)

www.centralamerica-tourism.com (private Allianz von Hotels, Autovermietern, Reiseagenturen etc.)

www.ticotimes.net (englischsprachige Onlineausgabe der Wochenzeitung mit touristischen Neuigkeiten)

Internetcafés & Wlan

WLAN ist in Costa Rica – es heißt dort wifi (wireless fidelity) – noch nicht weit verbreitet; doch die Entwicklung ist schnell, fast täglich kommen neue hinzu. Ein Verzeichnis von Internetcafés finden Sie unter www.cybercafes.com, von WLAN-Plätzen unter www.hotspot-locations.com.

– Liberia: Ciberm@níaParque Central26667237www.cibermania.net

– Puerto Viejo de Talamanca: AtecCalle Principal27500191www.ateccr.org

– San José: Internet Café Costa RicaPaseo ColónCentro Colón22213121

– Puntarenas: Millenium Cyber CaféPaseo de los Turistas26614759www.millenium.fws1.com

Jugendherbergen

Der RECAJ (Red Costarricense de Albergues Juveniles, Costa Rica Hostelling International) sind zwölf jugendherbergsähnliche Unterkünfte, Lodges und Hotels angeschlossen. Die Übernachtungspreise variieren zwischen 10 und 20 US-$, Ermäßigung mit JH-Ausweis. Ein Verzeichnis erhält man in San José im Albergue Juvenil Toruma. Auskunft: RECAJP. O. Box 1355100222244085

Klima & Reisezeit

Die Temperaturen sind über das Jahr ungefähr gleich hoch. Im Hochland liegt die Durchschnittstemperatur um 22 Grad, an den Küsten bis 30 Grad. Eine Trockenzeit gibt es im Hochland und an der Pazifikseite von November bis April. Hauptsaison ist daher von Dezember bis April mit Spitzen zu Weihnachten und Ostern, regional auch Juli und August. Costa Ricas Regenzeit reicht von Mai–Oktober. Meist regnet es nur am Nachmittag, dann jedoch heftig. In dieser Zeit ist es schwül, und es sind weniger Touristen unterwegs. An der Karibikseite müssen Sie auch während der Trockenzeit mit Regenschauern rechnen. Wale erreichen im Januar die Pazifikküste, viele Vögel brüten im März/April. Orchideen blühen im März, und Schildkröten schwimmen zwischen Juli und Oktober zur Eiablage an den Strand.

Kreuzfahrten

Puerto Limón an der Karibikküste und Puntarenas am Pazifik sind Ziele von Kreuzfahrtschiffen; in beiden Häfen liegt der Pier nahe dem Stadtzentrum. Golfito ist als künftiges Ziel im Gespräch.

Mietwagen

Ab 200–250 US-$ pro Woche (ohne Steuern und Versicherung), ein Range Rover kostet das Doppelte. Alle Mängel werden in eine Checkliste eingetragen, die Sie genau prüfen sollten; bei der Rückgabe werden gern Kratzer und Dellen berechnet. Empfehlenswert ist Payless Rent a CarSan JoséCalle 1022570026www.paylesscar.com/countries/costarica; weitere Büros am Flughafen, Jacú und Liberia. Adobe Cars22584242www.adobecar.com unterhält acht Vermietstationen, auch Wagen mit Allradantrieb.

Nationalparks

Bei Wanderungen in den Nationalparks sind oft Gummistiefel und eine Regenjacke vonnöten. Fernglas nicht vergessen! Der Eintritt für die staatlichen Parks beträgt meist 10 US-$. Nationalparkbüro in San José: SINACAvenida 1525226500www.sinac.go.cr

Notruf

Allgemeiner Notruf911. Rotes Kreuz128

Öffentliche Verkehrsmittel

Busse fahren von San José in alle Orte und Landesteile. Sie sind äußerst preiswert, am Wochenende aber oft überfüllt. Die privaten Gesellschaften unterhalten eigene Bahnhöfe (in San José mehr als zehn), über deren Lage und Ziele ein Busplan (erhältlich beim ICT und in Hotels) Auskunft gibt. Für Fernverbindungen und Reisen am Wochenende sollte man sein Ticket im Voraus kaufen. Das private Busunternehmen Interbuswww.interbusonline.com verkehrt mit sechs- bis zwölfsitzigen Kleinbussen täglich in alle Touristenorte, auch von Hotel zu Hotel. Zahlreiche Fähren verkehren im Golf von Nicoya und über die Mündung des Río Tempisque. Im Süden wichtige Verbindung von Golfito nach Puerto Jiménez sowie Fährboot nach Rincón.

Taxis sind an ihrer roten Farbe zu erkennen. Die Preise sind moderat, wenn das Taxameter (maría) eingeschaltet wird. Sonst ist der Preis vorher auszuhandeln, Hinweise dazu im Hotel.

Post

Das Porto für Brief bzw. Postkarte mit Luftpost nach Europa betrug bei Redaktionsschluss 395 bzw. 375 Colones.

Sicherheit

Das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) warnt vor Dieben und Raub in Touristenzentren und auf Touristenrouten, besonders vor Überfällen in San José und Limón. Busreisende sollten die Dunkelheit meiden. Die Kleinkriminalität ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Man darf nichts im Mietwagen liegen lassen. Selbst auf bewachten Parkplätzen wird das Auto aufgebrochen.

Sprachschule
IECR Instituto de Español Costa Rica

Man spricht u.a. auch deutsch, und die Schule ist in acht Bundesländern als Veranstalter für Bildungsurlaub anerkannt. Apdo. 1405210022806622www.costaricaspanishschool.com

Strom

Netzspannung 110 Volt, US-Flachstecker

Telefon & Handy

Öffentliche Telefone finden Sie überall, auf dem Land oft in Hotels, Restaurants, Geschäften. Man benutzt Telefonkarten (500/1000/3000 Colones). In Costa Rica gibt es keine Vorwahlen. Drei Minuten nach Europa kosten rund 1,50 Euro, vom Hotel ist es ca. 30 % teurer. Die Vorwahl nach Costa Rica ist 00506, von Costa Rica nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.

Die meisten Anbieter haben Roamingverträge mit dem costa-ricanischen Provider ICE. Prepaidkarten sind für Touristen (am ICE-Schalter im Ankunftsbereich des Flughafens und in ICE-Geschäftsstellen) ab 2500 Colones erhältlich. Beim Mieten eines Handys sind 100–200 US-$ Kaution zu hinterlegen.

Trinkgeld

Im Restaurant ist Service in der Rechnung enthalten, deswegen geben Costa-Ricaner auch meistens kein Trinkgeld; von Touristen wird dies jedoch immer häufiger erwartet. Zimmermädchen sollten ungefähr 300 Colones pro Nacht erhalten, Gepäckträger 200 pro Gepäckstück.

Zeit

MEZ minus sieben Stunden, während der Sommerzeit in Europa minus acht Stunden.

Zoll

Bei Einreise sind 500 Zigaretten und 3 l alkoholische Getränke sowie Dinge für den persönlichen Bedarf zollfrei, bei Wiedereinreise in die EU u. a. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 500 g Kaffee, sonstige Waren bis zu einem Wert von 430 Euro.

Was kostet wie viel?

Kaffee

um 50 Cent für einen Nescafé

Imbiss

1,50 Euro für ein gallo

Bier

2,30 Euro für eine Flasche

Hängematte

15–20 Euro für eine Baumwollhamaca

Benzin

um 1 Euro für 1 l Normalbenzin

Nationalpark

um 7 Euro für den Eintritt

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Jan.

Año Nuevo (Neujahr)

19. März

Día de San José (St. Josef)

Gründonnerstag/Karfreitag

Jueves y Viernes Santo

11. April

Juan-Santamaría-Tag (Gedenktag der Schlacht von Rivas 1856)

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

29. Juni

San Pedro y Pablo (Peter und Paul)

25. Juli

Anexión de Guanacaste (Guanacaste-Tag)

2. Aug.

Virgen de los Ángeles (Tag der Schutzheiligen Costa Ricas, der Jungfrau von den Engeln)

15. Aug.

Día de la Madre (Mariä Himmelfahrt und Muttertag)

15. Sept.

Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)

12. Okt.

Día de la Raza (Kolumbustag)

2. Nov.

Día de los Muertos (Allerseelen)

8. Dez.

Concepción Inmaculada (Mariä Empfängnis)

25. Dez.

Navidad (Weihnachten)

Festivals & Veranstaltungen
2. Februar

Den Día de la Candelaria (Mariä Lichtmess) begeht man besonders aufwendig in Paraíso bei Cartago; zu Ehren der Jungfrau gibt es Theater, Konzerte, Musik und Tanz.

Februar

Im Februar wird in zahlreichen Ortschaften die Fiesta de los Diablitos gefeiert, das Fest der Teufelchen, bei dem die Einheimischen bei Flöten- und Trommelmusik Tänze mit Masken aus Balsaholz aufführen, mit denen die Kämpfe zwischen Indigenen und den Spaniern symbolisiert werden. Die Spanier werden durch Stiere dargestellt, die Einheimischen durch diablitos (Teufelchen).

Karneval

Am Karnevalsdienstag und Aschermittwoch steigt in Liberia ein gewaltiges Volksfest mit Reiterumzügen, Viehmarkt und Tanz; Höhepunkt sind die Stierkämpfe, bei denen Mutproben rund um den Stier gezeigt werden.

Mitte April

Beim Festival Internacional de las Artes in geraden Jahren gibt es Musikaufführungen und Theaterstücke, Ballett und Tänze in ganz San José zu bestaunen und einen Kunsthandwerksmarkt auf der Plaza de la Cultura zu besichtigen. www.festivaldelasartes.go.cr

Ostern

Seit der Kolonialzeit ist Ostern das bedeutendste Fest, das mit landesweiten Umzügen und Prozessionen begangen wird. Wer es sich erlauben kann, legt während der Semana Santa, der Osterwoche, einen Kurzurlaub ein.

Mitte Juli

Die Fiesta de la Virgen del Mar, die feierliche Prozession zu Ehren der Jungfrau des Meeres, findet in Puntarenas auf dem Wasser statt. Beteiligt ist praktisch alles, vom Ruderboot bis zur Motoryacht. Alle sind festlich geschmückt und beleuchtet. So zieht sich die Wasserparade einmal um die Halbinsel im Golf von Nicoya. www.puntarenas.com/puntarenas/virgendelmar.html

2. August

Am Tag der Schutzpatronin ziehen wahre Pilgerscharen zur Basilika von Cartago, wo 1635 Nuestra Señora de los Ángeles, die Jungfrau von den Engeln, erschien und zur Schutzheiligen des Landes wurde.

Oktober

Wochen vor dem eigentlichen Termin um den 12. Okt. hört man bereits die Steeldrums der für den großen Umzug probenden Bands. Während der Festwoche des Karnevals in Limón ist dann an Schlaf kaum zu denken, ununterbrochen bewegen sich die Limonenses zusammen mit sambabegeisterten Besuchern durch die Straßen.

20. Dezember–2. Januar

Zwischen Weihnachten und Neujahr wird im gesamten Land das Fin del Año gefeiert, das Ende des Jahres, mit Pferdeparaden (topes), Stierkämpfen (corridas) und festlichen Umzügen, besonders aufwendig in der Innenstadt von San José.

Im Trend

Aus der Natur
Wellness

Mit Vulkansand und Regenwaldschlamm wird die Haut babyzart – im Spa des Four SeasonsPenínsula Papagayo in Guanacaste setzt man auf natürliche Schönmacher. Lavendel, Gurke und Aloe vera kommen im Harmony HotelNosara als Maske auf den sonnengestressten Körper. So wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Ylang-Ylang und Milch sind die Hauptzutaten des Wellnessbads im Pacifica Spa des Hotel ParadorManuel Antonio.

Gut gerollt
Sushi

Fisch und Reis gehören natürlich zum costa-ricanischen Sushi dazu – aber lokale Spezialitäten dürfen auch nicht fehlen. So wie bei SensuPlaza Los LaurelesEscazú, wo unter anderem Turrialbakäse in die Rollen kommt. Fusion-Makis und -Nigiris rollt auch der japanische Koch von Tropical Sushi in Quepos. Vor allem Studenten lieben die Filiale von IchibanCalle 86www.ichibanrestaurante.com in San José. Hier gibt es das Beste aus zwei Meeren und zwei Landesküchen.

Schwefel & Gischt
Action

Abenteuerlustige Urlauber sind in Costa Rica genau richtig. Rafting auf den rasanten Flüssen ist der jüngste Trend im Land. Die Profis von Rancho Los TucanesManuel AntonioPuntarenas stürzen sich mit ihren Kunden in die Stromschnellen des Río Naranjo. Heiß wird einem bei einem Ausflug mit Adventure Manuel AntonioManuel AntonioPuntarenas. Es geht rauf auf den Arenal – der Vulkan gilt als einer der aktivsten der Welt. Runter geht es dagegen beim Abseiling und Canyoning mit Adventure Costa RicaAv. 5/C.33–35San José– nämlich in den El Tesorito Creek Canyon.

Topfgucker
Kochkurse

Manch einer hält die Landesküche für wenig abwechslungsreich. Dass er damit falsch liegt, beweisen die Kochkurse von Sibyl in den Casas PelícanoPlaya Junquillalwww.casaspelicano.cr . Da wird aromatischer Fisch in Bananenblätter gepackt oder eine Suppe aus Kürbis, Orangen und Shrimps gekocht. Der Unterricht ist auf Spanisch, Englisch oder Deutsch. An der Ostküste verrät Miss Edith ihre Küchengeheimnisse. In ganz Cahuita ist das nach ihr benannte Lokal für seine karibische Küche bekannt. Im gebirgigen Landesinneren gibt die Casa MettáSan José de la Montañawww.casametta.com Einblicke in die costa-ricanische Küche. Eine Spezialität von Köchin Wendy sind die veganen Speisen. Noch mehr Angebote gibt es auf www.adventureincostarica.com.

Unter dem Blätterdach
Übernachten

Sie müssen nicht mit den Vögeln aufstehen, aber Sie können mit ihnen schlafen gehen – im Tree Houses HotelSanta Claratreehouseshotelcostarica.com nächtigen Sie mitten im Grün der Bäume. Im dichten Regenwald mit Meerblick versteckt sich auch die Lapa Rios Rain Forest Wilderness LodgeLapa Rios, Playa CarboneraPuerto Jiménezwww.laparios.com. Der Strand ist auch in der Tree House LodgePunta UvaLimónwww.costaricatreehouse.com am Puerto-Viejo-Beach nicht fern. Im Einklang mit der Natur steigen Sie in der Laguna-del-Lagarto-LodgeBoca Tapadawww.lagarto-lodge-costa-rica.com inmitten von 500 ha Regenwald ab – toll sind die vielen Wanderwege durch die unverbaute Natur.

Bloss nicht

In Drogengeschäfte verwickeln lassen

An der Karibikküste sind die eindeutigen Angebote besonders häufig, aber die Polizei versteht auch bei „weichen“ Drogen keinen Spaß. Denn lange galt Costa Rica als Umschlagplatz für den Drogenhandel zwischen Süd- und Nordamerika, und man ist bemüht, diesem Ruf die Grundlage zu entziehen. Also besser ein eindeutiges und bestimmtes no, gracias.

Falsche Kleidung tragen

Bei der Wahl ihrer Kleidung sind die Costa-Ricaner konservativ, auch wenn ein Teil der weiblichen Jugend einen anderen Eindruck macht. Knappe Oberteile und kurze Hosen trägt man nicht in der Öffentlichkeit.

Leichtsinnig sein

Verglichen mit anderen lateinamerikanischen Ländern ist Costa Rica nahezu ein Paradies. Der neoliberale Wirtschaftskurs hat aber eine Schicht besonders armer Leute nach sich gezogen, dazu gibt es rund 200 000 Flüchtlinge aus Nicaragua ohne Einkommen. Haben Sie am besten wenig dabei, wenn Sie in San José, Puntarenas oder Limón zu Fuß unterwegs sind, und: Tragen Sie keinen Schmuck!

Unbedacht Souvenirs kaufen

Unter den vielen Souvenirs sind auch einige, die Tierschützern Sorgen bereiten: Taschen aus Krokodil- und Schlangenleder, Tierfelle, Schildpattarbeiten, Schildkrötenpanzer, seltene Muscheln sowie Korallen und daraus gefertigter Schmuck. Verboten ist die Einfuhr dieser Dinge in das Heimatland ohnehin.

Strömungen unterschätzen

Vorsicht beim Baden: An der gesamten Pazifikküste und am südlichen Atlantik gibt es gefährliche Strömungen, teilweise auch schon in knietiefem Wasser. Sie sollten daher nie am offenen Meer, sondern immer in Buchten baden. Kleine Kinder niemals aus dem Auge verlieren. Strandwachen gibt es nur wenige, am besten nach den Einheimischen richten.

Nachts Auto fahren

Auf den Straßen sind Schlaglöcher keine Seltenheit. Tiefe Löcher können gefährlich werden. Weil man die Löcher nachts schlechter sieht, bleibt das Auto dann am besten stehen.

Haifischflossen bestellen

Der Handel mit Haiflossen ist in Costa Rica verboten, jedoch an der Pazifikküste weit verbreitet. Taiwanesische Fischfirmen haben hier Fischkutter und private Docks, der Hauptteil des Fangs geht nach Asien. Ihrer Flossen beraubt, sinken Haie auf den Meeresgrund und ersticken langsam und qualvoll. Falls in Restaurants Haifischflossensuppe auf der Karte steht, sollten Sie deshalb unbedingt verzichten!

Stichworte

Bananen

Grün und Blau prägen das Bild der Landschaft: das Grün der Bananenstauden, das Blau der über die reifenden Früchte gehängten und mit Insektiziden getränkten Plastiktüten. Bananen sind heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, Costa Rica gilt als der weltweit zweitgrößte Bananenexporteur. Anbau und Vermarktung begannen Ende des 19. Jhs. Neben Kaffee avancierten Bananen zum bedeutendsten Exportgut, und das Land wurde damit abhängig von US-amerikanischen Konzernen und Geldgebern.

Bevölkerung

80 Prozent der 4,6 Mio. ticos sind weiß – als Nachfahren der Spanier nehmen sie damit eine Sonderstellung unter den Bewohnern Lateinamerikas ein. Nur 15 Prozent der Bevölkerung sind Mestizen (zum Vergleich: in Mexiko 80 Prozent), also Nachkommen von Weißen und Indigenen. 1 Prozent der Bevölkerung sind Schwarze, 1 Prozent Chinesen und 1,5 Prozent indígenas; die Nachfahren der indianischen Ureinwohner – rund 55 000 von ihnen leben in 35 kleinen Reservaten – gehören zur ärmsten Bevölkerungsgruppe. Da in Costa Ricas Verfassung das Recht auf politisches Asyl verankert ist, wurde das kleine Land zur Zuflucht vieler Tausend aus El Salvador und Nicaragua geflohener Menschen. Das Bevölkerungswachstum ist hoch, die Kinderzahl pro Familie liegt bei durchschnittlich fünf. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch.

Epiphyten

Sie prägen das Bild der tropischen Wälder: In den Astgabeln und auf den Stämmen anderer Bäume wachsen Gastpflanzen. Es gibt Zehntausende unterschiedliche Arten: Bromelien, Farne, Moose und Kakteen – die schönsten sind allerdings zweifellos die 1300 tropischen Orchideenarten. Da es am Waldboden sehr schattig ist, sichert ihre luftige Höhe den Pflanzen das Überleben: Im Dach des Waldes ist es heller und zugleich weniger feucht.

Geografie

Costa Rica ist mit 51 200 km2 (das entspricht ungefähr der Größe der Schweiz) das drittkleinste Land auf dem amerikanischen Festland. Seine Topografie wird zum beträchtlichen Teil von Bergland bestimmt, das 70 erloschene und aktive Vulkane überragen. Diese Kordillerenkette zieht sich von Nordwesten nach Südosten quer durch das Land und wirkt als Wetterscheide. Der höchste Berg, der Chirripó, misst 3819 m. Ein großer Tieflandbereich zieht sich an der Atlantikküste entlang: ein tropisches, immerfeuchtes Gebiet von Sümpfen, Lagunen und Flüssen. Die Hauptstadt San José und ihre dicht besiedelte Umgebung liegen in der zentralen Hochebene am Fuß der Cordillera Central. Die Grenzen des Landes zwischen Atlantik- (200 km) und Pazifikküste (1200 km) bilden Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

Landwirtschaft

Da Bodenschätze rar sind, sind Bananen, Kaffee, Zucker, Ananas, Kakao, Palmöl und Rindfleisch bedeutsame Ausfuhrprodukte. Auch die Holzwirtschaft ist ein wichtiger ökonomischer Faktor. Costa Rica verkauft Edelhölzer in alle Welt, koppelt den Einschlag jedoch mit umfangreicher Wiederaufforstung.

Militär

1948, in politisch unruhigen Zeiten, übernahm der Sozialdemokrat José Figueres Ferrer für 18 Monate die Regierungsgeschäfte, begann mit wirksamen sozialen Reformen und legte ein Jahr später eine Verfassung vor, die die Abschaffung des Militärs enthielt. Eine Maßnahme, die sich für Costa Rica in vielfacher Weise bezahlt machte: Das gesparte Geld wurde für soziale Wohlfahrt und das Gesundheitswesen, für die Alphabetisierung der Bevölkerung und eine umfassende Reform des Bildungswesens eingesetzt. Heute steht Costa Rica mit diesen Errungenschaften in Lateinamerika einzigartig da, ohne dass es durch die fehlende Armee je einen Nachteil hatte.

Nationalparks & Naturschutzgebiete

Zu Costa Ricas mehr als 20 Nationalparks kommen weitere Wild- und Naturschutzgebiete sowie in Privatbesitz befindliche Wälder und Reservate, solche, die von Hotels und Gästehäusern, von Haciendas, Fincas und Lodges sowie Tier- und Naturschutzorganisationen unterhalten werden. Eintrittsgelder, Spenden und touristische Attraktionen (Zip Lines, Aerial Tram etc.) dienen zum Teil deren Unterhalt. Die Zugänglichkeit der Reservate erlauben angelegte Pfade (senderos), die Sie individuell oder mit Führer (guide) begehen können. In der Regel darf man in Costa Rica nicht an den nature guides sparen, da man ohne diese viel weniger sieht und versteht. Zudem sind sie oft sehr gut ausgebildet, voller Verständnis für die Natur und auch für die Interessen der costa-ricanischen Bevölkerung und kompetente und freundliche Gesprächspartner. www.sinac.go.cr

Öko & Eco

Costa Rica ist das weltweit bedeutendste Ziel für Ökotourismus, Synonym für naturnahes, umweltverträgliches Reisen, seitdem das Land in den 1980er-Jahren Natur als Ressource erkannte und Schutzgebiete ausbaute. Heute gibt es kaum ein Hotel, keinen Anbieter, der für sein Geschäft nicht die Bezeichnung „ecological“ im Beinamen verwendet. Doch mit der wachsenden Beliebtheit des kleinen Landes leiden immer häufiger die empfindlichen Ökosysteme. Beispiel Manuel Antonio, das heute mit mehreren Flügen täglich von San José erreicht wird: Die senderos im nur 7 km2 großen Nationalpark werden jährlich von Hunderttausenden von Besuchern abgelaufen, so dass die Affen mittlerweile um Bananen betteln und montags der Park zum Müllbeseitigen geschlossen wird. In Tortuguero werden Touristen mit dem Motorboot über die Kanäle zu den Lodges und den Krokodilen gebracht – eine langsamere Fortbewegung würde weniger Schaden anrichten. Auch die Kriterien für die zahlreichen Qualitätssiegel, mit denen sich Hotels und Lodges schmücken, sind nicht immer durchsichtig. Und mitunter bringt die Forschung verblüffende Ergebnisse: große, nachhaltig ausgerichtete Hotels mit umweltbewusster Versorgungstechnik hinterlassen weniger Umweltschäden als kleine, überall im Land entstehende Lodges.

Regenwald

Höhen von 40 m und mehr sind keine Seltenheit unter den Tausenden von Baumarten im costa-ricanischen Regenwald. Tatsächlich beherbergt dieser Wald – der nur noch weniger als zehn Prozent der Erdoberfläche bedeckt – mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Das Leben im Dschungel spielt sich in stockwerkartigen Etagen ab – dunkel, heiß und extrem feucht am Boden; weitgehend unerforscht ist das Leben in den Baumkronen. Das stabilste, aber auch sensibelste Ökosystem der Erde, Millionen von Jahren alt, überstand Klimaschwankungen bis hin zur Eiszeit, ist heute jedoch durch den Menschen und die von ihm verursachten Umwelteinflüsse bedroht. Noch vor 50 Jahren bedeckten in Costa Rica der Regenwald (in den tropischen Tieflandregionen) und der Nebelwald (in Höhen ab 1000 m) über 70 Prozent des Landes.

Schildkröten

Die einen schätzen sie als Häppchen oder Suppe, die anderen als Schmuck: Trotz zahlreicher Artenschutzabkommen und gesetzlicher Bestimmungen werden Eier, Fleisch und Panzer der Schildkröten in den Tropen noch immer verwertet und exportiert. Einige Arten der Tiere, seit rund 100 Mio. Jahren auf der Welt, gehen heute ihrem Ende zu. In Costa Rica hat man sich ihrer angenommen, mehrere Forschungsstationen untersuchen, kennzeichnen, schützen sie und ziehen sie auch auf. An beiden Meeren des Landes schwimmen die Schildkröten zu Tausenden an den Strand, bei Hochwasser und Mondlicht, kriechen mühsam hinauf und graben 50 cm tiefe Löcher für ihre Eier. Einige der Tiere sind mehrere Hundert Kilo schwer, und entsprechend langsam gestaltet sich die nächtliche Prozedur, bei der Touristen – mit einigen Vorsichtsmaßnahmen, d. h. ohne Licht und Geräusche – zuschauen können. Die Eier werden in sechs bis acht Wochen von der Sonne ausgebrütet – falls sie niemand vorher ausgräbt –, und dann wühlen sich bis zu 100 kleine Schildkröten durch die Sandschicht nach oben und streben sofort dem Wasser zu. Viele erreichen ihr Ziel nicht und werden vorher zur Beute von Menschen, Vögeln und Fischen.

Steinkugeln

Hunderte hat man bisher entdeckt, und viele werden vermutlich noch gefunden werden: künstliche Steinkugeln, aus Granit und Lava, zwischen 10 cm und 2 m groß, perfekt gerundet und bis zu kolossalen 16 t schwer. Die Rundung war nicht so schwer: Vermutlich wurde mit einer Schnur und einem spitzen Stein ein Halbkreis auf stabiles Holz geritzt und der Halbkreis ausgeschnitten. Damit entstand eine Schablone, und die Feinbearbeitung des Steins erfolgte durch Rotieren des Steins in der Schablone. Sie liegen in Costa Ricas Süden im Dschungel und in Flussmündungen, in Tälern und auf Bergen. Die Kugeln wurden vermutlich von den Brunca, einem präkolumbischen Volk, hergestellt und symbolisierten möglicherweise die Gestirne, deren Anordnung man mit ihnen „nachstellen“ konnte. Viele wurden von den Spaniern zerstört, weil sie in deren Mitte Gold vermuteten. Die auch indian stone balls oder spheres (www.mystery spheres.com) genannten Kugeln zieren heute Museen, Parks und öffentliche Gebäude, zwei sieht man im Vorgarten des Paseo Colón 2044 in San José.

Ticos & Ticas

Die spanische Verkleinerungsform, das „ito“ oder „ita“, ist ein Zeichen von Freundlichkeit. Aus momento wird so momentito, „Momentchen“. Die Costa-Ricaner verwenden als Diminutiv „ico“, sagen also momentico, und besonders gern verdoppeln sie die Verkleinerungsform, machen aus hermano (Bruder) hermanitico (kleines Brüderchen). Wegen dieser Angewohnheit nennen die übrigen Lateinamerikaner sie ticos, und das haben sie gern angenommen.

Volunteering

Kein anderes Land bietet so viel Gelegenheit für Freiwilligenarbeit und zieht so viele volunteers an wie Costa Rica, in erster Linie in den Bereichen Tierschutz und Naturschutz. Dies reicht von der Bewachung von Schildkröteneiern an den Pazifik- und Karibikstränden über Hilfsarbeiten in den Naturschutzgebieten bis zur Betreuung verletzter Wildtiere und Englischunterricht für Schulkinder. In der Hacienda „Paradiesblume“ arbeiten volunteers in der organischen Landwirtschaft, im botanischen Garten, im Wald oder Stall und nehmen teil an der Umwelterziehung. www.la-flor.org/volunteer.html

Bei der Organisation „Praktikawelten“ (www.praktikawelten.de) kann eine Vielzahl von Praktika, auch mit Spanischunterricht und Unterkunft in Hostels bzw. bei Gastfamilien, gebucht werden.

Vulkane

Keine Angst, Vulkanausbrüche sind in Costa Rica selten und meist vorhersehbar. Auch in anderer Hinsicht entsprechen sie nicht immer dem verbreiteten Image. So zeigen durchaus nicht alle Vulkane des Landes die klassische Zuckerhutform, viele tarnen sich als gewöhnliche Berge. Und Vulkanasche bescherte dem Land seine fruchtbaren Böden. Der Vulkan Arenal (1657 m), 100 km nördlich von San José, ist der aktivste des Landes; 1968 erfolgte ein großer Ausbruch mit mehr als 80 Toten. Bei seinen regelmäßigen Eruptionen tritt Lava aus, die die Westhänge herabfließt. In dem umliegenden Hotels und Lodges können Sie nachts und bei wolkenlosem Himmel die Eruptionen und rot glühenden Lavaströme sehen.

Wirtschaft

In den letzten Jahren erlebte Costa Rica einen starken wirtschaftlichen Aufschwung mit sinkender Arbeitslosenzahl. Der Export von Bananen und Kaffee sank zwar, jedoch nahmen Industrie (z. B. Computerchips), Tourismus und Dienstleistungen zu. Allerdings gehen 40 Prozent der Exporte in die USA, und die Mehrheit der Touristen kommt ebenfalls von dort. Diese starke Abhängigkeit von nur einem Wirtschaftspartner bereitet vielen Politikern im Land beträchtliche Sorge.

Bücher & Filme

Costa Rica’s National Parks and Preserves

Naturliebhaber besorgen sich (in Costa Rica) den Naturführer von Joseph Franke, der alle Naturschutzgebiete mit Fauna und Flora sowie Wanderwegen beschreibt

Der Mönch, das Kind und die Stadt

In dem Roman von Fernando Contreras Castro erkundet ein einäugiger Junge mit einem Exfranziskaner die costa-ricanische Welt und die Stadt San José

Jurassic Park

Saurier und Riesenechsen in tropischer Natur: Michael Crichtons 1993 von Steven Spielberg verfilmter Roman spielt auf einer Insel vor Costa Ricas Westküste

Die Geiseln von Costa Rica

Der von Uwe Janson 1999 gedrehte Thriller handelt von einer Entführung durch nicaraguanische Rebellen, die zwei Frauen im tropischen Regenwald gefangen halten

Vivero Letter – Expedition in die grüne Hölle

eine abenteuerliche Geschichte um eine Schatzsuche in Costa Rica von Gordon Boos (2004, auf DVD)

Fakten

Einwohner
4.905.769
Fläche
51.100 km²
Sprache
Spanisch
Strom
120 V, 60 Hz
Regierungssystem
Republik
Hauptstadt
San José
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
22:55 Uhr
Zeitverschiebung
-8 h (zu MESZ)
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