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Costa Rica

Check-in

Vom Morgennebel dampfende tropische Wälder, Vulkane, die die Nacht mit einem Feuerwerk aus rot glühendem Magma erhellen, handtellergroße Schmetterlinge und winzige Kolibris, Trekking im Regenwald und Kanutouren durch karibische Lagunen, ein Sundowner auf einer Aussichtsterrasse hoch über dem Pazifik, ein Tässchen Biokaffee auf der Plantage schlürfen: Es gibt Erlebnisse, die hat man nur in Costa Rica – und sie stellen jeden All-inclusive-Luxusurlaub in den Schatten.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Besucher werden in 90 Minuten mit vielen Stopps etwa 1600 m mit der Gondelbahn in den Regenwald hinein- und wieder zurückgebracht. Diese Konstruktion, die dem Wissenschaftler Donald Perry erlaubte,…
Das Goldmuseum zeigt eine umfangreiche Sammlung von Schmuckstücken aus dem Edelmetall, darunter viele Nachbildungen von Tieren (Frosch, Skorpion, Krokodil, Adler), sowie weitere Kunst- und…
Schüler des Orts und kanadische Helfer schufen ein (weiteres) kleines und nicht so überlaufenes Schutzgebiet mit Kursen für Biologiestudenten und mehreren Kilometern an Lehrpfaden.
Bereits während der Auffahrt zu dem nordöstlich von Cartago liegenden Nationalpark Volcán Irazú ergeben sich Ausblicke auf die Gebirgslandschaft des Valle Central mit Kartoffel- und Erdbeerfeldern…
Zu den eindringlichsten Erlebnissen einer Reise durch Costa Rica gehört die Fahrt durch den Nationalpark Tortuguero, ein gut 190 km2 großes Tierschutzgebiet. Es besteht aus einem System von Lagunen…
Die drei Buchten des knapp 7 km2 kleinen Nationalparks gelten als die schönsten des Landes, zwei von ihnen, die weißen Strandbuchten Espadilla Sur und Manuel Antonio, werden durch die eindrucksvolle…
Zum Schutz der bedrohten Grünen Meeresschildkröte, der Karettschildkröte und der Lederschildkröte wurde der Park 1975 geschaffen. Zwischen Juli und Oktober kriechen die schweren Tiere nachts den…
Südöstlich von Cartago erreicht man über Paraíso (ab dort weite Kaffeeplantagen) ein vom Río Grande de Orosí (später Reventazón) bewässertes Tal, der bei Cachí gestaut wird. Vom…
Nordöstlich von Liberia erreicht man den Naturpark, der den gleichnamigen Vulkan (1895 m) und einen weiteren (Santa María, 1916 m) umgibt. In dem geothermisch aktiven tropischen Waldgebiet mit mehr…

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Grün, grüner, Costa Rica

Das Naturparadies Costa Rica, ein Land ohne Krieg und ohne Kälte und eine der ältesten Demokratien Amerikas, liegt an der Schnittstelle von Nord- und Südamerika und gleich an zwei Weltmeeren: An der schmalsten Stelle trennen nur 140 km die Karibikküste im Osten vom Pazifischen Ozean im Westen. Dazwischen thronen über 3000 m hohe Berge und Vulkane. ntfernt Costa Rica mit seit Beginn der 1970er-Jahre mehr als 30 als Schutzgebiete ausgewiesenen Regionen. Mehr als ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz: Nationalparks, Biosphären- und Indianerreservate sowie von der Unesco zum Welterbe erklärte Gebiete. Zu den außergewöhnlichen Schönheiten des Landes gehören dampfende Regenwälder, nebelverhangene Hochtäler, ockergelbe Savannen, Mangrovensümpfe und Trockenwälder, Bergketten, Vulkane und unbegradigte Flüsse, dazu vor der Küste Korallenriffe und grüne Inseln.

Schützen und bewahren aus Leidenschaft

Kein Wunder, dass Costa Rica zum Synonym für naturverträglichen Aktivurlaub avancierte, zum Traumziel für Ökologen und Biologen. Tatsächlich entspricht das Land in vielerlei Hinsicht der Idealvorstellung vom tropischen Paradies. Dabei sah die Situation schon recht verfahren aus, waren doch bereits zwei Drittel des Regenwalds der Gier nach Geld zum Opfer gefallen, bis man sich der Gefahr bewusst wurde und Schutzzonen einrichtete sowie strengere Umweltschutzgesetze erließ. Der Naturschutz erfolgt jedoch nicht nur aus hehren Motiven: Das aus Kaffee- und Bananenexport erwirtschaftete Geld reicht nicht aus, um die Auslandsschulden zu bezahlen und den Staatshaushalt ausgeglichen zu halten. Umso dringlicher ist es, die wichtigste Ressource des Landes zu erhalten, den Regenwald wirtschaftlich nutzbar zu machen, ohne ihn zu zerstören – eine schwierige Aufgabe, die man in Costa Rica dadurch lösen will, dass man den Wald touristisch vermarktet. Touristen bringen die so dringend benötigten Devisen und sorgen für Arbeitsplätze. Aus den Fehlern anderer Länder hat man in Costa Rica gelernt: Klasse statt Masse heißt die Devise, man setzt auf Ökotourismus. Dazu gehören niedrige, sich der Landschaft anpassende Hotelbauten aus natürlichen Materialien und der Vorrang einheimischer Produkte vor importierten.

Ein Weltrekord des Tierreichtums

Auf eigens angelegten senderos, Wanderpfaden, durchstreifen die Gäste Naturparks und bekommen einen ersten Eindruck von der unglaublichen Vielfalt der tropischen Tier- und Pflanzenwelt. Zur Verdeutlichung soll einmal die sonst so trockene Statistik herhalten: 900 Baumarten; 1200 Orchideen; 230 Säugetierarten, darunter Jaguare, Pumas, Nasenbären, Affen, Faultiere, Ameisen- und Waschbären; 860 Vogelarten, darunter gut 50 Kolibri- und 15 Papageienarten; 40 000 Insektenarten, darunter allein 3000 verschiedene Schmetterlinge. Auf 0,01 Prozent der Erdoberfläche – etwa die Größe der Schweiz – finden sich fünf Prozent aller auf der Erde lebenden Tier- und Pflanzenarten – das ist einmalig!

Bonbonfarben an der Karibikküste

„Unsere Tempel und Paläste sind die Natur“ heißt es in Costa Rica: Bauliche Sehenswürdigkeiten der präkolumbischen Bevölkerung gibt es nur wenige. Drei Indianervölker lebten vor Kolumbus’ Ankunft im Gebiet des heutigen Costa Rica, im Schatten der nördlich siedelnden Maya. Statt Paläste, Tempel und Monumentalarchitektur ließen sie nur wenige kleine Siedlungen zurück, jedoch Keramiken, steinerne Geräte, Figuren und Schmuck. Berühmt sind die in allen Größen erhaltenen, rätselhaften Steinkugeln der Brunca. Karibische Lebensfreude dokumentieren die in leuchtenden Bonbonfarben türkis, gelb und rosa gestrichenen Holzhäuser an der Karibikküste, einige auf Stelzen, fast immer mit umlaufender Veranda.

Lebenslust im Paradies

Die Besucher genießen Klima und Meer, Strand und Dschungel, die Lebensfreude und Leichtigkeit der Kariben. Viele kamen aus dem Ausland, um in Costa Rica zu leben: amerikanische Quäker, die Wälder rodeten, um Milch- und Landwirtschaft aufzubauen, Rentner, die einen höheren Lebensstandard genießen wollen als zu Hause, auch umweltbewusste Siedler, die im Einklang mit der Natur leben und arbeiten möchten. Zu den ungelösten Problemen gehört der hohe Bevölkerungszuwachs, der zu steigendem Druck auf die Siedlungsflächen führt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze notwendig macht. Doch noch immer gilt, dass das kleine Land ein vorbildliches Modell ökologiefreundlichen Lebens verwirklicht hat. Pura vida heißt es in Costa Rica. „Entdecke Costa Rica!“ heißt also nichts anderes als: Entdecke das reine Leben!

Gut zu wissen

Adressen

Es gibt nicht immer Straßennamen, dann heißt es z. B. „100 m südlich des xy-Parks“. Hausnummern sind fast unbekannt, man gibt die Ecke an: Av. 4/ C/ 5, d. h. Avenida 4, Ecke Calle 5, oder schreibt z. B. C/ 2/ Av. 2–4 (noch kürzer: c2, a2/ 4): „Calle 2 zwischen den Avenidas 2 und 4“.

Anreise

Condor (condor.com) fliegt mehrmals wöchentlich von Frankfurt via Santo Domingo oder San Juan (Puerto Rico) bzw. Panama City nach San José. Linienflüge von Europa bieten täglich Iberia von Frankfurt und Zürich (über Madrid), KLM von Frankfurt, München und Wien (über Amsterdam), British Airways von mehreren Städten (über London). Rückflugtickets werden ab 700 Euro angeboten. Die Flugzeit von Frankfurt beträgt mit Umsteigen 13– 18 Stunden.

Das Flughafentaxi (orange, Ticket am Schalter in der Ankunftshalle) nach San José kostet 12–15, nach Heredia 15 und nach Alajuela 5 Euro, mit dem Bus (dafür schon auf dem Flughafen Geld in Colones tauschen!) kostet es weniger als 1 Euro.

Auskunft

Costa Rica unterhält kein Informationsbüro in Europa. Touristische Informationen erteilt die Botschaft von Costa Rica (Reinhardtstr. 47a | 10117 Berlin | Tel. 030 26 39 89 90 | botschaft-costarica.de). Die offiziellen costa-ricanischen Fremdenverkehrsinstitutionen ICT (Instituto Costarricense de Turismo) und Canatur (Cámara Nacional de Turismo) betreiben nur wenige Informationsbüros in Costa Rica. In vielen Fällen haben Reisebüros und Reiseveranstalter diese Funktion übernommen. Viele Infos, auch auf Deutsch, versammelt die Website des ICT visitcostarica.com.

Auto

Für Urlauber reicht der nationale Führerschein. Bei Fahrten abseits der Hauptstraßen und in Nationalparks ist ein Wagen mit Allradantrieb (doble tracción) erforderlich. Die Straßen sind mitunter in schlechtem Zustand, mit ihren tiefen Schlaglöchern teilweise sogar gefährlich. Es kommt immer wieder zu Sperrungen und langwierigen Umleitungen. Hinweisschilder fehlen häufig und die ticos fahren riskant. Während der Regenzeit sind Straßen außerhalb der touristischen Gebiete oft unpassierbar. Informier dich daher vor Fahrtantritt und fahr defensiv! Im Dunkeln solltest du nicht unterwegs sein. Tempolimit außerorts: 80 km/h, auf der Straße San José–Puerto Limón 90 km/h.

Banken & Geldwechsel

Costa Ricas Währung, der Colón (mit 100 Céntimos), leidet unter starker Inflation. Preisangaben erfolgen daher zunehmend in US-$, der Dollar wurde fast zur zweiten Währung. Selbst in kleineren Orten gibt es Geldautomaten, die internationale Bankkarten akzeptieren. Banken sind Mo–Fr von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Kreditkarten (Visa, Mastercard) sind weit verbreitet. Aktueller Kurs z. B. unter oanda.com.

Camping

Die Verwaltung der Nationalparks hält eine Broschüre über Camping in den Naturschutzgebieten bereit. Auch das ICT verfügt über eine Liste. Allerdings wird das Zelten in Nationalparks zunehmend eingeschränkt; dafür entstehen – vorwiegend an den Küsten – immer mehr private Plätze.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft in San José

Torre La Sabana (Av. de las Américas/C/ 60) | Tel. 22 90 90 91 | san-jose.diplo.de

Österreichisches Honorar-Generalkonsulat in San José

Edificio Colón (Paseo Colón neben Banco de Costa Rica) | Tel. 22 21 43 06 | bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft in San José

Edificio Centro Colón (Paseo Colón/C/ 36– 38) | Tel. 22 21 48 29 | eda.admin.ch

Einreise

Zur Einreise benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten einen Reisepass, der noch sechs Monate gültig ist, und ein Rückflugticket. Ein Visum ist nicht notwendig.

Frauen Allein

Im Macho-Land Costa Rica gibt es für allein reisende Frauen nicht nur neugierige Blicke, sondern auch weitere „Aufmerksamkeiten“. Doch es droht keine große Gefahr, nur sollte frau in San José und Puerto Limón nicht nachts und an einsamen Stränden nicht allein unterwegs sein.

Gesundheit & Hygiene

Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Ein Malaria- sowie Dengue-Fieber-Risiko besteht in den Küstengebieten und in Regionen unter 600 m. Schütz dich durch entsprechende Kleidung, Insektenschutzmittel und ein Moskitonetz. Das Leitungswasser ist mittlerweile in ganz Costa Rica sicher und kann zum Zähneputzen verwendet werden. In abgelegenen Gebieten (Nationalparks bzw. Karibik) ist es aber sicherer, auf Wasser aus Flaschen bzw. abgekochtes Leitungswasser auszuweichen. Die ärztliche Versorgung in der Hauptstadt ist vorzüglich. Im Notfall: Clínica Bíblica (Av. 14/C/ Central–1 | Tel. 25 22 10 00 | clinicabiblica.com).

Unterkunft

Die Hotelpreise sind saisonal sehr unterschiedlich – in der Regenzeit („green season“) von Mai bis Oktober fallen sie nahezu auf die Hälfte. In den letzten Jahren haben sich auch in Costa Rica zahlreiche luxuriöse Hotels etabliert. Insgesamt zieht das Land jedoch eher Besucher an, die rustikale Lodges und individuelle Gästehäuser bevorzugen. Jugendherbergen und günstige Unterkünfte findest du mit Buchungsmöglichkeit auf hostelworld. com/hostels/Costa-Rica. Die Preise variieren hier zwischen 10 und 20 US-$.

Inlandsflüge

Sansa Air (flysansa.com) fliegt mit Propellermaschinen vom internationalen Flughafen Juan Santamaría zu elf Zielen im Land. Tickets kosten in der Regel 50–100 US-$.

WLAN

WLAN (wifi) gibt es mittlerweile in fast allen Hotels und Gästehäusern. Auch in den meisten Cafés und Restaurants kannst du dich mit einem Passwort kostenfrei einloggen. In abgelegenen Regionen und während der Regenzeit ist der Zugang zeitweise gestört.

Naturgefahren

Mehrere von Costa Ricas Vulkanen sind aktiv, kleinere Ausbrüche kommen vor. Sehr aktiv ist seit einigen Jahren der Turrialba. Dank eines hervorragenden Frühwarnsystems besitzt das Land ein zuverlässiges Katastrophenmanagement. Informier dich vor Reiseantritt über den aktuellen Stand. Mitunter werden bei Gefahr die jeweiligen Nationalparks geschlossen und Straßen gesperrt. Da Costa Rica am Rand aktiver tektonischer Platten liegt, muss auch immer wieder mit kleinen, in der Regel harmlosen Erdstößen gerechnet werden. Besonders häufig betroffen ist die Nicoya-Halbinsel, wo mitunter Straßen zerstört und Leitungen abgerissen werden.

Klima & Reisezeit

Die Temperaturen sind übers Jahr etwa gleich hoch. Im Hochland liegt die Durchschnittstemperatur um 22, an den Küsten bis 30 Grad. Eine Trockenzeit gibt es im Hochland und an der Pazifikseite von November bis April. Hauptsaison ist daher von Dezember bis April mit Spitzen zu Weihnachten und Ostern, regional auch Juli und August. Costa Ricas Regenzeit reicht von Mai bis Oktober. Meist regnet es nur am Nachmittag, dann jedoch heftig. In dieser Zeit ist es schwül, es sind weniger Touristen unterwegs. Dann fallen die Preise und viele Hotels bieten Sonderangebote. An der Karibikseite muss man auch während der Trockenzeit mit Regenschauern rechnen. Wale erreichen im Januar die Pazifikküste, viele Vögel brüten im März/ April. Orchideen blühen im März, Schildkröten schwimmen zwischen Juli und Oktober zur Eiablage an den Strand.

Mietwagen

Mietwagen gibt es ab 20 Euro pro Tag (inklusive Steuern und Vollkasko), ein Geländewagen kostet ein Vielfaches. Alle Mängel werden in eine Checkliste eingetragen, die du genau prüfen solltest; bei der Rückgabe werden gern Kratzer und Dellen berechnet. Empfehlenswert ist die Buchung vor der Reise über eines der großen Mietwagenportale wie z. B. billiger-miet wagen.de mit Vertragspartnern an diversen Standorten in Costa Rica. Wer ein Auto mietet, sollte auch eine Reisegepäckversicherung abschließen. Unterwegs stellt man das Fahrzeug auf bewachten Parkplätzen ab. Das schützt zwar nicht immer vor Einbruch, aber die Versicherung zahlt dann zumindest den Schaden.

Nationalparks

In den meisten Nationalparks und Schutzgebieten herrschen hohe Luftfeuchtigkeit und große Hitze. Funktionsbekleidung und gut eingelaufene Trekkingschuhe sind nötig. Wasser und ein Snack gehören ins Gepäck, da es höchstens am Eingang etwas zu kaufen gibt. Mit Regen muss immer gerechnet werden, eine leichte, wasserdichte Jacke ist also sinnvoll. Im Corcovado- und Tortuguero-Park sind guides obligatorisch, ansonsten kannst du selbst entscheiden, ob du lieber allein mit Plan durch die Wildnis streifst oder auf versteckte Tiere und besondere Pflanzen aufmerksam gemacht werden willst. Die meisten Parks sind von 7 bis 15 Uhr geöffnet, der Eintritt für staatliche Parks liegt bei 15 US-$.

Notruf

Allgemeiner Notruf: Tel. 9 11 (auch auf Englisch)

Rotes Kreuz: Tel. 1 28

Öffentliche Verkehrsmittel

Busse fahren von San José in alle Orte und Landesteile. Sie sind äußerst preiswert, am Wochenende aber oft überfüllt. Die privaten Gesellschaften unterhalten eigene Bahnhöfe (in San José mehr als zehn), über deren Lage und Ziele ein Busplan (erhältlich beim ICT und in Hotels) Auskunft gibt. Für Fernverbindungen und Reisen am Wochenende kaufst du Tickets besser im Voraus. Das private Unternehmen Quality Transfers (qualitytransferscr.com) verkehrt mit sechs- bis zwölfsitzigen Kleinbussen täglich in alle Touristenorte.

Viele Fähren verkehren im Golf von Nicoya und über die Mündung des Río Tempisque. Zur Península de Osa gibt es eine Fährverbindung von Golfito nach Puerto Jiménez sowie ein Fährboot nach Rincón.

Sicherheit

Costa Rica ist ein recht sicheres Reiseland. Von erhöhter Kriminalität sind hauptsächlich San José sowie Puerto Limón und Moín an der Karibikküste betroffen, wo es in den Abendstunden und dunklen Bezirken vermehrt zu bewaffneten Raubüberfällen kommt. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen zu, Kleinkriminalität und Autoeinbrüche ebenso. Halte dich an folgende Tipps: In der Dunkelheit, vor allem nachts, nicht mit öffentlichen Bussen unterwegs sein. Zu Bankautomaten stets zu zweit gehen. Nur so viel Geld einstecken, wie man tagsüber braucht, den Rest im Hotelsafe lassen. Wertsachen und Gepäck nie im Mietwagen lassen.

Strom

Adapter Typ A

Netzspannung 110 Volt, US-Flachstecker

Telefon & Handy

Die Vorwahl nach Costa Rica ist 00506, von Costa Rica nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Prepaid-Simkarten (kolbi.cr) für Touristen sind ab 3000 Colones am ICE-Schalter im Ankunftsbereich des Flughafens und in ICE-Geschäftsstellen erhältlich. Die costa-ricanischen Netzanbieter Claro CR (claro.cr) und Movistar (movistar.cr) bieten Simkarten (chip) mit Gebühren ab 6 Cent/ Min. ins costa-ricanische Festnetz, ab 8 Cent/ Min. zu Handys.

Trinkgeld

Im Restaurant ist der Service in der Regel in der Rechnung enthalten, Costa Ricaner geben meistens kein Trinkgeld; von Touristen wird es jedoch immer häufiger erwartet. Zimmermädchen bekommen ungefähr 300 Colones pro Nacht, Gepäckträger 200 pro Gepäckstück.

Zeit

– 7 Stunden Zeitverschiebung

Während der Sommerzeit in Europa minus acht Stunden

Zoll

Bei der Einreise in Costa Rica sind 200 Zigaretten und 3 l alkoholische Getränke sowie Dinge für den persönlichen Bedarf zollfrei, bei Wiedereinreise in die EU unter anderem 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 1 l Spirituosen und sonstige Waren bis zu einem Wert von 430 Euro.

Taxi

Taxifahrten können in Costa Rica zum Anlass für Ärger werden, besonders in San José. Ist das Taxameter (maría) eingeschaltet – wie vorgeschrieben –, dann ist die Fahrt recht billig; das ist jedoch eher selten der Fall. Mitunter schaltet der Fahrer gar nicht oder nicht neu ein, sodass ein vorheriger Betrag mitberechnet wird. Andere Varianten: Die maría ist manipuliert (am schnellen Ticken zu erkennen) oder es heißt, sie sei kaputt. Die Ankündigung, einen Verkehrspolizisten (tránsito) zu rufen, hilft nur gelegentlich.

Eintrittspreise

In den Nationalparks variieren die Eintrittspreise zwischen 10 und 25 US-$ (z. B. Bosque Nuboso Monteverde 25 US-$). Willst du den Nebelwald von oben betrachten, kommen 50 US-$ für die Canopytour dazu. Günstiger sind mit 25 US-$ die Hängebrücken Puentes Colgantes bei Tabacón mit Blick auf den Vulkan Arenal. Für Kinder und Teenager gibt es meist Ermäßigungen, Erstere haben mitunter sogar freien Zugang. Größere Museen kosten meist um 10 US-$, das tolle Museo del Oro Precolombino in San José etwa verlangt 12 US-$.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Año Nuevo (Neujahr)

19. März

Día de San José (Josefstag)

März/April

Jueves y Viernes Santo (Gründonnerstag und Karfreitag)

11. April

Juan-Santamaría-Tag (Gedenktag an den Nationalhelden)

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

29. Juni

San Pedro y Pablo (St. Peter und Paul)

25. Juli

Anexión de Guanacaste (Gedenktag an den Anschluss der Provinz Guanacaste)

2. August

Virgen de los Ángeles (Jungfrau der Engel)

15. August

Día de la Madre (Mariä Himmelfahrt und Muttertag)

15. September

Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)

12. Oktober

Día de la Raza (Kolumbustag)

2. November

Día de los Muertos (Allerseelen)

8. Dezember

Concepción Inmaculada (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Navidad (Weihnachten)

Veranstaltungen

Februar

Día de la Candelaria (besonders aufwendig in Paraíso bei Cartago): Mariä Lichtmess, Theater, Konzerte, Musik und Tanz zu Ehren der Jungfrau

Fiesta de los Diablitos (zahlreiche Orte): Beim Fest der „Teufelchen“ führen die Einheimischen zu Trommel und Flötenmusik Tänze mit Masken aus Balsaholz auf, die die Kämpfe zwischen Indigenen und Spaniern symbolisieren.

Envision Festival (Uvita), envisionfestival.com: Mehrere Tausend Besucher feiern bei elektronischer Musik, machen Yoga und nehmen an esoterischen Workshops teil.

Ostern

Semana Santa (ganzes Land): Seit der Kolonialzeit ist Ostern das bedeutendste Fest und wird mit Umzügen und Prozessionen begangen.

Mitte Juli

Fiesta de la Virgen del Mar (Puntarenas): Die Wasserparade zu Ehren der Göttin des Meeres verläuft einmal um die Halbinsel im Golf von Nicoya.

2. August

Nuestra Señora de los Ángeles (Cartago): Am Tag der Schutzpatronin des Landes ziehen Pilgerscharen zur Basilika von Cartago.

Oktober

Karneval in Puerto Limón: Schon Wochen vor dem eigentlichen Termin Mitte Oktober hörst du die Steeldrums der Bands. Während der Festwoche ist an Schlaf kaum zu denken, ununterbrochen tanzen die Limonenses und ihre sambabegeisterten Besucher durch die Straßen.

20. Dezember–2. Januar

Fin del Año (ganzes Land, besonders aufwendig in der Innenstadt von San José): Das Ende des Jahres wird mit Pferdeparaden (topes), Stierkämpfen (corridas) und festlichen Umzügen gefeiert.

Bloss nicht!

Am falschen Ort rauchen

Costa Rica hat ein scharfes Nichtrauchergesetz. In allen öffentlichen Einrichtungen, Hotels (auf dem gesamten Gelände), Restaurants (auch offenen), Bars, Bussen, Märkten, in Parks und an Stränden ist das Rauchen verboten. Bei Nichtbeachtung können bis zu 800 US-$ fällig werden!

Zu viele teure Aktivitäten buchen

Costa Rica ist manchmal teurer als erwartet. Es lohnt sich, die Kosten etwa beim Nationalpark- Eintritt zu vergleichen und gut zu planen. Klar: einmal mit einer Aerial Tram über die Baumkronen ist ein Muss, aber so manches Ziplining ist teurer als in Europa.

Strömungen unterschätzen

Jedes Jahr ertrinken über 100 Menschen: An der Pazifikküste und am südlichen Atlantik gibt es zum Teil heftige Strömungen, mitunter schon in knietiefem Wasser. Deshalb: Bade nie im offenen Meer, sondern immer in Buchten, und verlier Kinder niemals aus dem Auge. Am besten richtet man sich nach den Einheimischen.

Nachts Auto fahren

Auf den Straßen gibts immer wieder tiefe baches, also Schlaglöcher. Deshalb: Glasschutz- und Reifenversicherung dazubuchen und Fahrten in der Dunkelheit nach Möglichkeit vermeiden!

Haifischflossensuppe essen

Auf der Speisekarte wird sopa de aleta de tiburón angeboten? Bloß nicht bestellen – zwar ist der Handel mit Haiflossen längst verboten, an der Pazifikküste jedoch noch immer verbreitet.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Der Ruf des Göttervogels

Im dritten, 2015 erschienenen Band der Familiensaga von Anna Paredes geht es um eine nach Mittelamerika ausgewanderte, mutige Frau, die im Costa Rica des 19. Jhs. ihr Glück sucht. Toll zum Schmökern, fesselnd und – ganz klar – auch eine Spur kitschig.

A naturalist's guide to the birds of Costa Rica

Derzeit das wohl beste Werk für die Vogelerkundung, mit tollen Aufnahmen und eingängigen Texten von Steve Bird. Vor Ort überall zu haben.

Filme

Por las plumas - Ein Hahn für ein Hallelujah

Die 2013 angelaufene, augenzwinkernde Komödie von Neto Villalobos stellt das Prestigeobjekt kleiner Leute in Costa Rica in den Mittelpunkt: einen Kampfhahn.

Jurassic World 3: Dominion

Der Dinosaurierzoo des spleenigen Milliardärs befindet sich in dem für Mitte 2022 angekündigten Kinofilm auf einer vor Costa Rica gelegenen Insel, der fiktiven Isla Nublar. Regie führte wieder Colin Trevorrow. Gewaltige Naturszenen!

16-27 °C
5 h/Tag

Fakten

Einwohner 5.213.362
Fläche 51.100 km²
Sprache Spanisch
Währung Costa-Rica-Colón
Strom 120 V, 60 Hz
Regierungssystem demokratische Präsidialrepublik
Hauptstadt San José
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 12:03 Uhr
Zeitverschiebung -8 h (zu MESZ)

Anreise

14h 40min
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MARCO POLO Reportagen

01.12.2020 · Costa Rica
Guanacaste: Costa Ricas Glücklichmacher

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