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Wissenswertes über Costa Rica
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Costa Rica. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Kaffee | 3-5 Euro für eine Tasse |
| Imbiss | 4-5 Euro für ein gallo |
| Bier | 4 Euro für eine Flasche |
| Mitbringsel | 15–30 Euro für eine Baumwollhängematte |
| Benzin | 1,15 Euro für 1 l Normal |
| Nationalpark | 5-17 Euro für den Eintritt |
Feste & Feiertage
Feiertage werden üblicherweise auf Mo oder Fr gelegt, sodass ein langes Wochenende entsteht.1. Januar
- Año Nuevo (Neujahr)
19. März
- Día de San José (Josefstag)
März/April
- Jueves y Viernes Santo (Gründonnerstag und Karfreitag)
11. April
- Juan-Santamaría-Tag (Gedenktag an den Nationalhelden)
1. Mai
- Día del Trabajo (Tag der Arbeit)
29. Juni
- San Pedro y Pablo (St. Peter und Paul)
25. Juli
- Anexión de Guanacaste (Gedenktag an den Anschluss der Provinz Guanacaste)
2. August
- Virgen de los Ángeles (Jungfrau der Engel)
15. August
- Día de la Madre (Mariä Himmelfahrt und Muttertag)
15. September
- Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)
12. Oktober
- Día de la Raza (Kolumbustag)
2. November
- Día de los Muertos (Allerseelen)
8. Dezember
- Concepción Inmaculada (Mariä Empfängnis)
25. Dezember
- Navidad (Weihnachten)
Vorbereitung
Auskunft
Touristische Informationen erteilt die Botschaft von Costa Rica (Reinhardtstr. 47a | 10117 Berlin | Tel. 030 26 39 89 90 | botschaft-costarica.de). Die offiziellen Fremdenverkehrsinstitutionen ICT (Instituto Costarricense de Turismo) und Canatur (Cámara Nacional de Turismo) betreiben nur wenige Informationsbüros in Costa Rica. In vielen Fällen haben Reisebüros und Reiseveranstalter diese Funktion übernommen. Viele Infos, auch auf Deutsch, versammelt die Website des ICT unter visitcostarica.com.
Strom
Adapter Typ A
Netzspannung 110 Volt, US-Flachstecker
Zeit
– 7 Stunden Zeitverschiebung
Während der Sommerzeit in Europa minus acht Stunden
Ankommen
Anreise
Dreimal wöchentlich fliegt Lufthansa (lufthansa.com) ab Frankfurt direkt nach San José, Edelweiss (flyedelweiss.com) ab Zürich; zweimal die Woche geht der Flug über Liberia. Linienflüge von Europa bieten zudem KLM über Amsterdam, British Airways über London, Air France über Paris und Iberia über Madrid. Rückflugtickets werden ab 700 Euro angeboten. Die Flugzeit von Frankfurt nonstop beträgt 12 ½ Stunden. Weiterhin gibt es Flüge mit Zwischenstopp in Kolumbien bzw. Panama. Angebote mit Zwischenstopp in den USA oder Kanada sind häufig etwas günstiger, doch komplizierter, da man vorab online eine Einreisegenehmigung für das jeweilige Land beantragen muss.
Das Flughafentaxi (orangefarben) nach San José kostet 30–35, nach Heredia 34–40 und nach Alajuela 10–20 Euro. Einen Bus gibt es nur bis Alajuela (Kosten: ca. 1,20 US-$), dort muss man dann zum nächsten Ziel umsteigen.
Einreise
Zur Einreise benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten einen noch sechs Monate gültigen Reisepass und ein Rückflugticket. Ein Visum ist nicht notwendig. Den Pass oder eine Kopie samt Einreisestempel sollte man unterwegs im Land immer dabeihaben. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Erkundige dich daher vorab zusätzlich bei den konsularischen Vertretungen Costa Ricas oder beim Auswärtigen Amt.
Klima & Reisezeit
Die Temperaturen sind übers Jahr etwa gleich hoch. Im Hochland herrschen im Schnitt 22, an den Küsten bis 30 Grad. Durch den Klimawandel ändern sich die Regen- und Trockenperioden, doch in der Regel sollte es wie folgt sein: Eine Trockenzeit gibt es im Hochland und an der Pazifikseite von November bis April. Hauptsaison ist daher von Dezember bis April mit Spitzen zu Weihnachten und Ostern, regional auch Juli und August. Costa Ricas Regenzeit dauert von Mai bis Oktober. Meist regnet es nur am Nachmittag, dann aber heftig. In dieser Zeit ist es schwül, es sind weniger Touristen unterwegs. Dann fallen die Preise, viele Hotels bieten Sonderangebote oder schließen. An der Karibikseite muss man auch in der Trockenzeit mit Regenschauern rechnen. Wale erreichen im Januar die Pazifikküste, viele Vögel brüten im März/ April. Orchideen blühen im März, Schildkröten kommen zwischen Juli und Oktober zur Eiablage an den Strand.
Die Semana Santa (Ostern) wird im ganzen Land groß gefeiert. Wer Trubel auf den Straßen meiden möchte, sollte nicht um die Ostertage reisen.
Zoll
Bei der Einreise in Costa Rica sind 200 Zigaretten und 3 l alkoholische Getränke sowie Dinge für den persönlichen Bedarf zollfrei, bei Wiedereinreise in die EU unter anderem 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 1 l Spirituosen und sonstige Waren bis zu einem Wert von 430 Euro.
Weiterkommen
Adressen
Nicht immer gibt es Straßennamen, dann heißt es z. B. „100 m südl. des xy-Parks“. Hausnummern sind fast unbekannt, man gibt die Ecke an: Av. 4/ C/ 5, d. h. Avenida 4, Ecke Calle 5, oder schreibt z. B. C/ 2/ Av. 2–4 (noch kürzer: c2, a2/ 4): „Calle 2 zw. den Avenidas 2 und 4“.
Inlandsflüge
Sansa Air (flysansa.com) fliegt mit Propellermaschinen vom internationalen Flughafen Juan Santamaría zu elf Zielen im Land. Tickets kosten in der Regel 80–160 Euro.
Öffentliche Verkehrsmittel
Busse fahren von San José in alle Orte und Landesteile. Sie sind äußerst preiswert, am Wochenende aber oft überfüllt. Die privaten Gesellschaften unterhalten eigene Bahnhöfe (in San José mehr als zehn), über deren Lage und Ziele ein Busplan (siehe visitcostarica.com/es/costa-rica/bus-itinerary) Auskunft gibt. Für Fernverbindungen und Reisen am Wochenende kaufst du Tickets besser im Voraus. Das private Unternehmen Interbus (interbusonline.com) verkehrt mit zwölfsitzigen Kleinbussen täglich in alle Touristenorte.
Viele Fähren verkehren im Golf von Nicoya und über die Mündung des Río Tempisque. Zur Península de Osa gibt es eine Fährverbindung von Golfito nach Puerto Jiménez sowie ein Fährboot nach Rincón.
Taxi
Taxifahrten können zum Ärgernis werden, besonders in San José. Ist das Taxameter (maría) eingeschaltet – wie vorgeschrieben –, dann ist die Fahrt recht billig. Doch mitunter schaltet der Fahrer gar nicht oder nicht neu ein, sodass ein vorheriger Betrag mitberechnet wird. Andere Varianten: Die maría ist manipuliert (am schnellen Ticken zu erkennen) oder es heißt, sie sei kaputt. Unkomplizierter ist es, Uber (uber.com) zu nutzen. Du musst die App allerdings schon zu Hause installieren, von unterwegs funktioniert dies meist nicht mehr. Bei Uber siehst du vorab bei der Bestellung, was dich die Fahrt kosten wird.
Vor Ort
Unterkunft
Die Hotelpreise schwanken saisonal stark – in der Regenzeit („green season“, Mai–Okt.) sind sie teils wesentlich günstiger. Es haben sich viele luxuriöse Hotels etabliert, insgesamt zieht das Land jedoch eher Besucher an, die rustikale Lodges und individuelle Gästehäuser bevorzugen. Jugendherbergen und günstige Unterkünfte findest du auf hostel world.com/hostels/Costa-Rica. Camping ist kaum üblich, es gibt nur wenige Zeltplätze und die sind meist sehr traurig und unhygienisch. Besser sind Low-Budget-Reisende in Hostals aufgehoben.
WLAN
WLAN (wifi) haben fast alle Hotels und Gästehäuser. Auch in den meisten Cafés und Restaurants kannst du dich mit Passwort kostenfrei einloggen. In abgelegenen Regionen und während der Regenzeit ist der Zugang zeitweise gestört.
Nationalparks
In den meisten Nationalparks und Schutzgebieten herrschen hohe Luftfeuchtigkeit und große Hitze. Funktionskleidung und gut eingelaufene Trekkingschuhe sind nötig. Da es höchstens am Eingang etwas zu kaufen gibt, gehören ins Gepäck ein Snack und Wasser (wobei Plastikflaschen in den Parks nicht gern gesehen oder gar verboten sind). Mit Regen muss immer gerechnet werden, eine leichte, wasserdichte Jacke ist also sinnvoll. Im Corcovado- und Tortuguero-Park sind guides obligatorisch, ansonsten entscheidest du selbst, ob du allein mit Plan durch die Wildnis streifen oder auf versteckte Tiere und besondere Pflanzen aufmerksam gemacht werden willst. Jeder Nationalpark hat eigene Öffnungszeiten, manche sind an einem Tag in der Woche geschlossen.
Telefon & Handy
Die Vorwahl nach Costa Rica ist 00506, nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.Prepaid-SIM-Karten von Kölbi (kolbi.cr) für Touristen sind ab 3000 Colones in ICE-Geschäftsstellen erhältlich (ict.go.cr). Auch bei den costa-ricanischen Netzanbietern Claro CR (claro.cr) und Liberty (libertycr.com) gibt es SIM-Karten (chip) für Touristen mit recht günstigen Tarifen. Die beste Abdeckung bietet Kölbi.
Trinkgeld
Im Restaurant ist meist eine Servicegebühr in der Rechnung enthalten, nicht zu verwechseln mit dem Trinkgeld: Als solches kannst du für guten Service bis zu zehn Prozent geben. Im Hotel bekommen Reinigungspersonal und Gepäckträger ca. 1000 Colón pro Tag bzw. Koffer.
Eintritte
In den Natur- und Erlebnisparks variieren die Eintritte zwischen 15 und 160 US-$. Willst du z. B. den Nebelwald von oben sehen, kommen bis zu 80 US-$ für eine Canopytour dazu. Kinder und Teenager erhalten meist Ermäßigungen, Erstere teils sogar freien Zugang. Größere Museen kosten um 10 US-$, das tolle Museo del Oro Precolombino in San José etwa verlangt 8400 Colón (16 US-$).
Geld & Währung
Die Landeswährung ist der Colón (mit 100 Céntimos), daneben ist aber der US-$ üblich. Aktuelle Umrechnungskurse z. B. unter oanda.com. Für touristische Angebote gelten in der Regel Dollarpreise, für alles Weitere im Land grundsätzlich Colones. Es empfiehlt sich, in der jeweils ausgewiesenen Währung zu bezahlen, anderenfalls wird es meist etwas teurer. Beide Währungen kann man per Kreditkarte mit Pin am Geldautomaten (ATM) ziehen (Gebühren beachten!). Die staatlichen Banken (Banco Nacional und Banco de Costa Rica) haben kleinere Limits pro Abhebung (ca. 100 US-$), zudem bieten sie oft nur Colón an. Anders bei den privaten Banken, die man jedoch nur in größeren Städten bzw. im Zentraltal vorfindet. Zahlen per Kreditkarte (Visa, Mastercard) ist im Land weitverbreitet.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft in San José
Torre La Sabana (Av. de las Américas/C/ 60) | Tel. 22 90 90 91 | san-jose.diplo.de
Österreichisches Honorar-Generalkonsulat in San José
Edificio Colón (Paseo Colón neben Banco de Costa Rica) | Tel. 22 21 43 06 | bmeia.gv.at
Schweizer Botschaft in San José
Edificio Centro Colón (Paseo Colón/C/ 36– 38) | Tel. 22 21 48 29 | eda.admin.ch
Frauen Allein
Im Macho-Land Costa Rica gibt es für allein reisende Frauen nicht nur neugierige Blicke, sondern auch weitere „Aufmerksamkeiten“. Doch es droht keine große Gefahr, nur sollte frau in San José und Puerto Limón nicht nachts und an einsamen Stränden nicht allein unterwegs sein.
Gesundheit & Hygiene
Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Ein Malaria- sowie Denguefieber-Risiko besteht in den Küstengebieten und in Regionen unter 600 m. Schütz dich durch entsprechende Kleidung, Insektenschutzmittel und ein Moskitonetz. Das Leitungswasser ist mittlerweile in ganz Costa Rica sicher und kann zum Zähneputzen verwendet werden. In abgelegenen Gebieten (Nationalparks bzw. Karibik) ist es aber ratsam, auf Wasser aus Flaschen bzw. abgekochtes Leitungswasser auszuweichen. Die ärztliche Versorgung in der Hauptstadt ist vorzüglich. Im Notfall: Clínica Bíblica (Av. 14/C/ Central–1 | Tel. 25 22 10 00 | clinicabiblica.com) oder Hospital CIMA (in Escazú | Tel. 22 08 10 00 | hospitalcima.com)
Naturgefahren
Mehrere von Costa Ricas Vulkanen sind aktiv, kleinere Ausbrüche kommen vor. Sehr aktiv ist seit einigen Jahren der Turrialba. Dank eines hervorragenden Frühwarnsystems besitzt das Land ein zuverlässiges Katastrophenmanagement. Informier dich vor Reiseantritt über den aktuellen Stand. Mitunter werden bei Gefahr die jeweiligen Nationalparks geschlossen und Straßen gesperrt. Da Costa Rica am Rand aktiver tektonischer Platten liegt, muss auch immer wieder mit kleinen, in der Regel harmlosen Erdstößen gerechnet werden. Bei schweren Regenfällen können auch Straßen Gefahr bergen, es besteht das Risiko von Erdrutschen. Dies gilt besonders für die N 32 durch den Nationalpark Braulio Carrillo – diese Route wird regelmäßig gesperrt.
Notruf
Allgemeiner Notruf: Tel. 9 11 (auch auf Englisch); Rotes Kreuz: Tel. 1 28
Sicherheit
Costa Rica ist ein recht sicheres Reiseland. Von erhöhter Kriminalität sind hauptsächlich San José, Jacó am Pazifik sowie Puerto Limón und Moín an der Karibikküste betroffen, wo es in den Abendstunden und dunklen Bezirken vermehrt zu bewaffneten Raubüberfällen kommt. Armut und Arbeitslosigkeit gibt es, Kleinkriminalität und Autoeinbrüche ebenso. Halte dich an folgende Tipps: In der Dunkelheit nicht mit öffentlichen Bussen unterwegs sein. Zu Bankautomaten stets zu zweit gehen. Nur so viel Geld einstecken, wie man tagsüber braucht, den Rest im Hotelsafe lassen. Wertsachen und Gepäck nie im Mietwagen lassen. Aktuelle Hinweise auf auswaertiges-amt.de.
Mietwagen & Autoverkehr
Mietwagen gibt es ab ca. 40 Euro pro Tag (inkl. Steuern und Vollkasko), ein Geländewagen kostet schnell wesentlich mehr. Alle Mängel werden in eine Checkliste eingetragen, die du genau prüfen solltest. Denn bei unseriösen Vermietern, auf die man leider häufig über die großen Buchungsportale stößt, werden bei der Rückgabe gern Kratzer und Dellen berechnet. Empfehlenswert ist die Buchung vor der Reise über einen bekannten Anbieter wie Adobe, Alamo oder amiGo. Wer ein Auto mietet, sollte auch eine Reisegepäckversicherung abschließen. Unterwegs stellt man das Fahrzeug auf bewachten Parkplätzen ab.
Für Urlauber reicht der EU-Führerschein für eine Aufenthaltsdauer bis zu 90 Tagen. Bei Fahrten abseits der Hauptstraßen und in Nationalparks ist ein Wagen mit Allradantrieb (doble tracción) sinnvoll. Die Straßen sind mitunter in schlechtem Zustand, mit ihren tiefen Schlaglöchern teilweise sogar gefährlich. Es kommt immer wieder zu Sperrungen und langwierigen Umleitungen. Hinweisschilder fehlen häufig. Während der Regenzeit sind Straßen manchmal unpassierbar. Informier dich daher vor Fahrtantritt und fahr defensiv! Ein Navigationssystem auf dem Smartphone ist sinnvoll, z. B. Waze (waze.com); man benötigt für die Nutzung eine ständige Internetverbindung. Google Maps funktioniert in Costa Rica nicht zuverlässig. Im Dunkeln solltest du nicht unterwegs sein. Tempolimit außerorts: 80 km/h, auf einigen Schnellstraßen bis zu 110 km/h.