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Regenwälder, in denen Pyramiden aufragen, schneebedeckte Vulkane und die Fluten der Karibik, Unesco-Welterbestätten im Dutzend, dazu mitreißende Musik und feuriger Tequila. Wale, die sich vor der Pazifikküste tummeln, und Korallenriffe mit gewaltigen Tropenfischen. Mexiko: nur ein einziges Land und doch ein Universum für sich!
Badeparadies Mexiko
Neben faszinierenden, weltberühmten Strandorten wie Acapulco und Cancún gibt es noch unzählige kleine und verschwiegene Badebuchten – die Möglichkeiten sind atemraubend. Immerhin hat Mexiko an Karibik und Pazifik mehr als 11 000 km Küstenlinie. Während die pazifische Westküste in erster Linie für einen reinen Badeurlaub geeignet ist, kannst du auf der Yucatán-Halbinsel im Süden klassische Mayakultur und karibisches Strandleben ideal miteinander verbinden.
Abseits der Touripfade
Noch weitgehend unentdeckt ist die 1300 km lange Halbinsel Baja California, eine Verlängerung Kaliforniens, die im äußersten Norden vom mexikanischen Festland abzweigt und in den Pazifik hineinragt. Glasklares Wasser, versteckte Sandbuchten und raue Felsklippen – die Landschaft ist von grandioser Erhabenheit. Außerhalb der Hotels tun sich wüstenartige Landstriche auf. In den zerklüfteten Schluchten der Sierras und auf den unbefestigten Schotterstraßen im Landesinneren fühlt man sich jenseits aller Zivilisation.
Geschichte
Ab 1000 v. Chr.
Die Olmeken errichten am Golf von Mexiko erste Pyramiden
250–900 n. Chr.
Klassische Epoche der Mayakultur im Süden Mexikos
1519
Hernán Cortés landet an der Ostküste bei Veracruz; als er 1521 Tenochtitlán erobert, sterben 100 000 Azteken
1521–1545
Eroberung und Missionierung; Errichtung spanischer Städte
Bis 1810
Von einst ca. 20 Mio. Indios überleben nur etwa 3 Mio.
1810
Der Priester Miguel Hidalgo ruft zur Befreiung des Landes auf; zehnjähriger Bürgerkrieg
1821
Mexiko wird unabhängig und 1823 Republik
1910
Francisco Madero ruft zur Revolution auf; Bürgerkrieg
1976
Erdölfunde im Golf von Mexiko
2017
Mehrere Erdbeben erschüttern Zentralmexiko
2019
US-Präsident Trump will eine Grenzmauer zu Mexiko bauen
2021
Mexiko feiert 200 Jahre Unabhängigkeit
Auf den Spuren von Indiana Jones
Pyramiden und Tempel überragen eine Lichtung im dichten Regenwald von Chiapas, die Atmosphäre ist von magischer Schönheit und das 21.Jh. scheint Lichtjahre entfernt. Die Vorfahren der heutigen Maya huldigten einer unsichtbaren Welt, die dennoch präsent war. Ihre Priester machten sie mittels Riten und Opfergaben zur zweiten Wirklichkeit. Unglaublich: Etwa 25 000 archäologische Stätten, die 1000 bis 2000 Jahre alt sind, wurden in Mexiko entdeckt. Nur 200 davon sind dem Dschungel entrissen, restauriert und zugänglich. Im yucatekischen Cobá spazierst du auf freigelegten Urwaldstraßen zu einer malerisch um Seen gruppierten Zeremonialstätte der Maya. In Tulum hast du von der auf einer Klippe gelegenen Tempelanlage einen grandiosen Blick aufs Karibische Meer. Hoch über den Wolken liegt Monte Albán; um einen Platz für die Götter zu schaffen, trugen die Erbauer mühevoll die Kuppe eines Bergs ab. In Chichén Itzá offenbart sich zur Tagundnachtgleiche ein ungewöhnliches Schauspiel: Durch den Schattenwurf der Sonne entsteht der Eindruck einer sich langsam die Pyramide herabwindenden Schlange.
Nicht zu unterschätzen
Wer zum ersten Mal nach Mexiko reist, sollte seinen Aufenthalt gut planen. Es ist nicht ratsam, während weniger Wochen das ganze Land zu bereisen, weil man möglichst viel kennenlernen möchte. Mexiko ist ein Land von ungeheurer Vielfalt und Ausdehnung – mit einer Fläche von beinahe 2 Mio. km² ist es knapp sechsmal so groß wie Deutschland und misst in der Nord-Süd-Ausdehnung mehr als 3000 km: So ergibt sich für jeden die Gelegenheit, auf einer Reise sein eigenes Mexiko zu entdecken.
Pulsierende Megacity: eine Stadt, viele Gesichter
Etwa Mexiko-Stadt, die chaotische, erdbebengefährdete und übervölkerte 22-Mio.-Metropole voller Smog und hupender Autos: Manche entdecken eine kosmopolitisch-kulturelle Großstadt der Paläste, Museen und Theater, andere lieben vor allem die großartigen Restaurants und die ausgefallenen, zu Hotels umgewandelten Haciendas, auf denen man sich in vergangene Epochen zurückversetzt fühlt. Eine Welt für sich wiederum ist das bunte, folkloristische Mexiko der Straßenhändler, Garküchenbetreiber, der Gaukler im Alamedapark, der Mariachi-Kapellen auf der Plaza Garibaldi.
Mexikos Hauptstadt bietet einen Querschnitt durch nahezu alle Bevölkerungsgruppen. Kleine Jungen springen auf die verkehrsüberlasteten Avenidas, um an den Ampeln Zauberkunststücke vorzuführen, Fenster zu putzen oder Lose zu verkaufen. Die Pesos, die sie von den Autofahrern erhalten, sind ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung ihrer Familie. Vor der Kathedrale am Zócalo stellen sich jeden Morgen arbeitslose Handwerker auf und hoffen auf einen Job – für einen Tag oder nur ein paar Stunden. Auf Knien rutschen gläubige Katholiken sonntags zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe, der meistverehrten Heiligen des Landes. Attraktive Mexikanerinnen der Oberschicht stöckeln auf Stilettos durchs Einkaufsviertel Zona Rosa und shoppen in den exklusiven Boutiquen Designermode. Schuhputzer bieten ihre Dienstleistung Einheimischen und Touristen an und unterhalten mit dem verdienten Geld ihre Familien.
On the Road
Wer die Metropole verlässt, nutzt am besten das gut funktionierende öffentliche Verkehrssystem. Überlandbusse verbinden weit voneinander entfernt liegende Städte im Direktverkehr. Für die Verpflegung unterwegs ist bestens gesorgt: Händler verkaufen an den Bushaltestellen Tacos, tortas und tamales, selbst gebackene Kokosnusskuchen und mit Chilipulver und Limette servierte Obstschnitzchen. Nirgendwo erhältst du einen besseren Einblick in die mexikanische Gesellschaft als auf diesen Reisen quer durch das Land.
Dschungel, Canyons und Vulkane
Im Norden beherrschen Kaktussteppen und Dornbuschsträucher die Landschaft, den Süden prägen tropische Regenwälder und undurchdringlicher Dschungel. Die Sierra Madre Occidental und Sierra Madre Oriental durchlaufen das Land in Nord-Süd-Richtung. Hier finden sich herrliche Eichen- und Kiefernwälder zwischen wild zerklüfteten Canyons. Die Barranca del Cobre, die legendäre Kupferschlucht, ist noch immer die Heimat von Pumas, Bären und Wölfen. Mit Ausnahme der indigenen Tarahumara leben nur wenige Menschen in dieser rauen Gegend. Schneebedeckte Vulkane wiederum liegen im zentralen Hochland. Ausgerechnet im Bereich der Sierra Volcánica Transversal, des vulkanischen Gebirges, befindet sich das Hauptsiedlungsgebiet der Mexikaner. Dass die Erde jederzeit beben kann, nimmt man hier mit Gelassenheit.
Ein Hauch Alt-Spanien
Nirgends im ganzen Land findet man eine solche Anhäufung von kolonialen Städten wie im zentralen Hochland. In einem Radius von nur wenigen Hundert Kilometern um Mexiko-Stadt entfaltete sich die koloniale Städtearchitektur in ihrer größten Pracht. Rund um eine zentrale plaza gruppieren sich die Kirche und die wichtigsten öffentlichen Gebäude. Kopfsteinpflasterstraßen verlaufen im Schachbrettmuster, gesäumt von niedrigen, prächtigen Häusern mit wuchtiger Holztür und schmiedeeisernen Gittern vor den Fenstern. Erst im Inneren der eher unscheinbar aussehenden Gebäude zeigt sich der ganze Reichtum ihrer Besitzer. Eine Oase der Ruhe eröffnet sich im Patio: Im Zentrum dieses arkadengeschmückten Innenhofs plätschert ein kunstvoll verzierter Springbrunnen. Blumen verströmen ihren Duft, Bäume spenden Schatten. Da die Mexikaner einige der schönsten dieser kolonialen Häuser in Hotels umgewandelt haben, bietet sich dir die Chance, diese einzigartige Atmosphäre zu genießen.
Das Beste aus allen Welten
Prunkvoll statteten die kolonialen Eroberer auch die Kirchen aus. Bei einer in Mexiko sehr verbreiteten Spielart des Barocks, dem Churriguerastil, verwendeten die Künstler eine überreiche Ornamentik und verzierten Engel, Heiligenfiguren, Blätter und Blüten, ja sogar Figuren aus der indigenen Mythologie über und über mit Blattgold. Die Kehrseite der Kolonialismusmedaille demonstrieren die in ehemaligen Kolonialpalästen untergebrachten Museen, die den langen und blutigen Weg zur Freiheit im Kampf gegen die Eroberer dokumentieren. Das heutige Mexiko ist eine aufregende Mischung verschiedener Kulturen: der präkolumbischen, der indigenen, der spanischen und der der modernen Mestizengesellschaft. Die Mestizen, Nachfahren der weißen Eroberer und der indigenen Ureinwohner, bilden heute die größte Bevölkerungsgruppe.
Schwierige Gegenwart
Dass Mexiko in ausländischen Medien fast ausschließlich negative Beachtung findet, liegt vor allem an der ausgeuferten Präsenz von Drogenkartellen und deren Allianz mit korrupten Politikern und bestechlichen Polizisten. Im Zuge des seit 2006 andauernden Drogenkriegs wurden bislang etwa 450 000 Mexikaner getötet, mehr als 113 000 Menschen gelten als vermisst. Touristen bekommen in der Regel von Gewalt und Erpressung nichts mit. Dennoch ist bei Reisen auf eigene Faust erhöhte Vorsicht geboten: nach Einbruch der Dunkelheit allein und an unbekannten Orten nicht unterwegs sein. Auch Überlandfahrten per Bus und mit PKW solltest du in einigen Bundesstaaten besser vermeiden. Hochburgen der Auseinandersetzungen sind die Grenzstaaten zu den USA und die Provinzen Guerrero, Jalisco, Michoacán, Veracruz, Chiapas und Zacatecas.
Auf eine Reise nach Mexiko verzichten? Nein, das ist nicht nötig. Den Touristenzentren merkt man – mit Ausnahme eines erhöhen Polizeiaufkommens hier und dort – in der Regel nichts an und die Mexikaner schätzen es doppelt, wenn die Ausländer keinen Bogen um ihr Land machen, sondern entdecken wollen, wie viel Schönes Mexiko trotz allem zu bieten hat.
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