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USA: Buchstaben, die Assoziationen wecken – politisch, kulturell, wirtschaftlich, geografisch: Für Abermillionen von Auswanderern war Amerika das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Das Land der Zukunftszugewandtheit, der Technologiegläubigkeit, grenzenlosen Freiheit mit reichlich Platz für Träumer und Spinner.
Schwindelerregende Widersprüche
Doch so leicht lassen sich diese drei Buchstaben nicht in den Griff bekommen. Die USA sind zugleich modern und rückständig, progressiv und reaktionär, liberal und erzkonservativ. Nur eines sind sie mit Sicherheit nicht: langweilig! Jedes Klischee hat hier auch einen Gegenpart. Eine miserable Allgemeinbildung – die meisten Nobelpreisträger. Hatz auf Homosexuelle – Anerkennung der Schwulenehe usw. Der amerikanische Traum wurde im Westen verwirklicht – aber erst, nachdem ihn der Osten vorgeträumt hatte. Was Amerika heute ist, wurde hier zum ersten Mal angedacht, ausprobiert und durchexerziert.
In Neuengland fing alles an
In Neuengland stand die Wiege der Nation. Die Puritaner, protestantische Fundamentalisten aus England, prägten mit ihrem Glauben an Auserwähltheit und göttliche Vorsehung das amerikanische Wertesystem. Später wurden ihre Universitäten Brutkästen kritisch denkender Generationen, die Neuengland zum liberalen Vorzimmer Amerikas machten: In Vermont regieren sozialistische Bürgermeister, in Massachusetts werden Windenergiefarmen erbaut, und Maine verurteilte als erster amerikanischer Staat das Vorgehen Washingtons im Irak.
Geschichte
12 000–1500 v. Chr.
Über die Beringstraße kommende Nomaden bevölkern den Kontinent
1607/20
Jamestown ist die erste englische Siedlung Nordamerikas
17./18.Jh.
Besiedlung der Küste bis nach Georgia und zu den Appalachen
4.Juli 1776
Die 13 Kolonien erklären ihre Unabhängigkeit
1789
George Washington wird erster US-Präsident
1803–48
Die Sklaverei vertieft die Kluft zwischen Nord und Süd
1860/65
Sklavereigegner Abraham Lincoln wird Präsident.
1941
Die USA treten in den Zweiten Weltkrieg ein
1968
Ermordung von Martin Luther King Jr.
11.Sept. 2001
Anschläge in New York und Washington
2023
Nach drei Corona-Jahren haben die USA die höchste Covid-Sterberate unter den westlichen Industrienationen
2024
Die Präsidentschaftswahlen entscheiden wie kaum zuvor über die Zukunft der USA
Amerkikanische Realitäten
Auch der Süden träumte – erst von der Unabhängigkeit, dann vom friedlichen Miteinander von Weiß und Schwarz. Ein Bürgerkrieg (1861–65) riss das Land fast auseinander, danach spaltete die Rassenfrage die amerikanische Gesellschaft. Seit der Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre sind die Schatten der Vergangenheit kürzer geworden. Verschwunden sind sie jedoch nicht. Seit der Trump-Ära wurden alte Wunden noch tiefer, erlebt das Land eine noch nicht da gewesene Polarisierung seiner Bevölkerung. Zugleich blieb der Glaube daran, dass alles nur besser werden kann, unerschüttert. Und hapert es am Glauben, gibt es noch Gott. Oder Elvis. Nirgends sonst ist Amerika so fromm wie im Bible Belt zwischen North Carolina und Louisiana, nirgends sonst so musikalisch wie am Mississippi zwischen New Orleans und den Großen Seen.
Gegensätze: atemberaubend, faszinierend
Wer den Osten bereist, wird echte Vielfalt erleben. Beispielsweise sind hier die meisten amerikanischen Dialekte zu Hause. Neuengland wird dich an Europa erinnern: Die Entfernungen sind kurz, die Städte alt. Das so traditionsreiche wie moderne Boston, Provincetown, mit seiner lebenslustig sprudelnden LGBTQ-Community die liberalste Stadt nördlich von Key West, und die unwegsamen White Mountains mit den schönsten Etappen des Appalachian Trail setzen Highlights. New York, anziehend und abstoßend zugleich, ist Amerika unter dem Vergrößerungsglas. Das brodelnde Völkergemisch in den Straßenschluchten stimuliert, das Tempo der Stadt macht schwindelig. Und nebenan, in Pennsylvania, bestellen gottesfürchtige Amische ihre Äcker mit dem Pferdepflug. Kaum zu glauben, aber wahr ... Amerikanische Echtzeit eben.
Dagegen präsentiert sich das Herz der Nation, Washington, mit Avenuen, Parks und Marmor. Kein Wolkenkratzer stört die in Neoklassizismus erstarrte Ernsthaftigkeit. Richtig geliebt werden andere Städte. Wie Charleston und Savannah, die legendären southern belles in Georgia und South Carolina, deren Häuser Veranden mit schmiedeeisernen Balkongittern besitzen. Oder Key West, Amerikas südlichster Punkt und letzte Station vor Havanna, wo New York nur noch verschwommene Erinnerung ist. Und New Orleans natürlich, Amerikas unamerikanischste Stadt, berüchtigt für ihre losen Sitten und wilden Partys.
Städte zum Regieren und zum Feiern
Dort mündet der Mississippi in den Golf von Mexiko. Der „Old Man River“ ist für die Amerikaner so etwas wie das Rückgrat der Nation. An seinen Ufern liegen vergessene Nester, aber auch Memphis und St. Louis, wo die uramerikanischen Musikstile Blues, Jazz und Rock ’n’ Roll entscheidend geprägt wurden. Zuletzt führt der Mississippi ins Herz der USA am Rand der Großen Seen. Hier warten weitere Highlights auf deinen Besuch, allen voran Chicago, das Kunstmekka, und natürlich die Niagara Falls.
Natur so vielfältig wie im Westen
Die Natur jedoch hat noch mehr zu bieten: subarktische Vegetation in den White Mountains, Tropenflora in Florida. Krokodile und Alligatoren in den Everglades, Wale vor Neuengland. Dazwischen: endlose Strände und das Wanderermekka der Appalachen, dessen schönste Abschnitte Nationalparks schützen. Falls du gern Auto fährst, gönn dir dort ruhig das Erlebnis, einmal drei Klimazonen an einem Tag zu durchfahren. Das Beste, die Wanderer auf den Trails, würdest du dann allerdings verpassen. Und das wäre schade.
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Über die Region:
Von den Stränden Floridas bis zu den Wäldern Neuenglands bietet der Osten der USA große Vielfalt. Entlang der Atlantikküste liegen Städte wie New York, Washington D.C. und Boston. Historische Orte wie Philadelphia und Naturhighlights wie die Great Smoky Mountains oder die Niagara-Fälle prägen die Region.

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