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Was ist bloß aus Scarlett O’Hara geworden? „A pickup truck is her limousine, and her favorite dress is her faded blue jeans“, besingt Country-Megastar Garth Brooks die Südstaatenschönheit von heute. Die verwöhnte Dame aus „Vom Winde verweht“ würde sich wohl glatt im Grab umdrehen.
Zwischen alt und neu
Die Zeiten haben sich geändert. Scarletts moderne Schwestern tragen bequeme Klamotten, sind finanziell unabhängig und bei Wahlen eine umworbene Zielgruppe. Sie heiraten auch nicht gleich den Nachbarsjungen. Erst mal kommt der Spaß – in verwaschenen Jeans, Pick-up-Trucks und auf Countryrock-Konzerten. Von den Bergen der Carolinas bis nach Key West, von Nashville bis zu den Sumpflandschaften Louisianas: Alte Südstaatenklisches und ihr genaues Gegenteil können dir hier jederzeit begegnen. Der Streit Evolutionstheorie vs. Schöpfungsgeschichte zeigt, wie tief die gesellschaftliche Spaltung ist. Städte werden moderner und diverser, ländliche Regionen konservativer. Die politische und kulturelle Polarisierung prägt den Alltag mehr denn je.
Filmreife Optik
Ganz von der Vergangenheit verabschiedet hat sich der Süden allerdings nicht. Savannah steht weiterhin für Eleganz und Südstaatenidylle. New Orleans bleibt „The Big Easy“, die Stadt des Jazz und der lockeren Sitten. Die southern mansions versprühen nach wie vor „Vom Winde verweht“-Atmosphäre und über allem hängt auch weiterhin diese schwüle, vom Duft der Magnolien geschwängerte Hitze, die einen schon im Film „Grüne Tomaten“ (1991) mitschwitzen ließ.
Geschichte
1492
Christoph Kolumbus entdeckt Amerika
1565
Spanier gründen St. Augustine, die älteste Stadt der USA
4.7.1776
Unabhängigkeitserklärung
1803
Für 15 Mio. Dollar kaufen die USA das Louisiana Territory von Frankreich
1860/61
Die Carolinas, Florida, Georgia, Mississippi, Texas, Alabama und Louisiana rufen die Konföderierten Staaten von Amerika aus
1861–65
Amerikanischer Bürgerkrieg
1968
Ermordung von Martin Luther King jr.
2005
Hurrikan „Katrina“ verwüstet New Orleans
2010
Explosion auf der Bohrinsel „Deep Water Horizon“ im Golf von Mexiko führt zur größten Ölpest in der US-Geschichte
2024
Wiederwahl Donald Trumps, starke Unterstützung für ihn im Süden. Republikaner und Demokraten driften weiter auseinander
2026
Fußball-WM der Männer in den USA, Mexiko, Kanada; unter den Austragungsorten sind Atlanta und Miami
Vom Bürgerkrieg zu den Bürgerrechten
Der Abschied von der Vergangenheit begann 1865, im Jahr der Niederlage der Südstaaten im Bürgerkrieg. Vorbei war die Zeit der rauschenden Bälle auf den Baumwollplantagen und vorbei war die Sklaverei. Die Rassentrennung aber sollte Alltag bleiben – bis zum civil rights movement. Mit der Bürgerrechtsbewegung erlebten die Südstaaten in den 1950er- und 1960er-Jahren Protestmärsche, Sitins und Demonstrationen, die oft blutig endeten. Doch Bürgerrechtler wie Martin Luther King jr. engagierten sich nicht umsonst: 1965 wurde das Wahlrecht für Schwarze eingeführt. Seitdem sind Schatten der Vergangenheit kürzer geworden. Aufgelöst haben sie sich aber nicht. Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht: Zwar ist die Bewegung Black Lives Matter aus den Schlagzeilen verschwunden, doch sie wirkt nach. Die Südstaaten durchleben einen kulturellen Wandel: nicht linear, nicht flächendeckend, aber spürbar, vor allem dort, wo Menschen lokal handeln, und zwar in der Politik, in Schulen, vor Gerichten. Der Süden ringt mit seiner Geschichte und das ist, bei allem Rückschritt, auch ein Zeichen von Bewegung.
Ein Urlaubspaket voller Kontraste
Der Tourismus bringt den Wandel auf seine Weise voran. Die Vielfalt des Südens ist nämlich nicht nur überwältigend, sondern auch überaus attraktiv. Hier sind die meisten Dialekte der USA zu hören – von den von afrikanischen Sklaven abstammenden Gullah auf den Sea Islands vor Beaufort bis zu den Französisch sprechenden Cajuns. Bluegrass, Blues und Dixieland, Rock ‘n‘ Roll und Countrymusic traten von Memphis, Nashville und New Orleans aus ihre Siegeszüge an. Hier gibt es die höchsten Berge des Ostens und die besten Strände der Nation. Reise von den bezaubernden, vor den Carolinas im Atlantik ankernden Urlaubsparadiesen der Outer Banks zu den Bären der schroffen, dicht bewaldeten Appalachen. Und von dort aus durch fruchtbares Tiefland dem sich zum Golf von Mexiko hinabwindenden Mississippi entgegen. Oder nimm einfach gleich die famosen Strände des Südens in Angriff. Dann beginnst du am besten in Florida und „arbeitest“ dich von Key West, dem südlichsten Ort der kontinentalen USA, genüsslich hinauf bis nach New Orleans, der lebenslustigen Stadt im Mississippidelta.
Unterwegs werden sich zu den landschaftlichen Kontrasten – mal kaum sichtund spürbar, mal unüberseh- und hörbar – tiefe kulturelle und soziale Unterschiede gesellen. Hier der Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral und das US Space and Rocket Center von Huntsville, dort Voodoo und Aberglaube jeglicher Art. Hier lebensfrohes Miteinander von Menschen unterschiedlichster sexueller Orientierungen und dort wertkonservative, auf Hergebrachtem beharrende Gemeinschaften. Der Süden bringt all das unter einen Hut. Mal spielend und voller Charme, mal mühsam und ergreifend. Langweilig wird es nie!
Ritterlich gastfreundlich
Was sonst ist noch typisch Süden? Die altmodische Ritterlichkeit hat überdauert. Herren halten Damen die Tür auf – die Leute im Norden, so sagen sie, bekämen das erst in teuren Benimmkursen eingebläut. Spontane Tänzchen mit Wildfremden bei Livemusik in Restaurants und Kneipen, wo du schnell nette Bekanntschaften machst, gehen immer. Und last but not least ist da auch noch die Gastfreundschaft, die legendäre southern hospitality. Irgendwo wird immer ein Barbecue mit scharf gewürzter Südstaatenküche veranstaltet. Einladungen zu solchen cook-outs solltest du unbedingt annehmen. Nur denk dran: Dies ist Coca-Cola-Land, wer eine Pepsi möchte, erntet Stirnrunzeln.
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