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Fasten your seat belts, please! Italien oder Albanien sind schon lange wieder außer Sicht. Der Pilot leitet da den Sinkflug ein, wo die Adria ins Ionische Meer übergeht. Erste griechische Inselzwerge grüßen von unten herauf. Dann kommt Korfu ins Blickfeld.
Mit Adleraugen
Diese Strände! Schon aus 4 km Höhe sind sie deutlich zu sehen. Mal ziehen sie sich als schmale Bänder unter Steilküsten entlang, dann wieder als breite Streifen vor unglaublich viel Grün. Der Jet sinkt tiefer, gleitet über dichte Teppiche aus über 4 Mio. Olivenbäumen hinweg, aus denen Zypressen wie spitze Nadeln aufragen. Darin eingebettet träumen jahrhundertealte Dörfer vor sich hin. Über Lefkími im flachen Inselsüden wendet der Flieger, setzt zum Landeanflug an. Links rasen grüne Hügel auf Augenhöhe vorbei, rechts winken Menschen von der Mäuseinsel herauf. Die Maschine scheint wassern zu wollen, der Adrenalinspiegel steigt. Aber die Cockpitcrew trifft genau den Aufsetzpunkt der Landebahn, die in eine Lagune hineingebaut wurde. Glückwunsch: Du bist da!
Das Erlebnis beginnt
Griechenlands sechstgrößte Insel will erkundet werden. Und einige ihrer 99 000 Bewohner willst du sicherlich auch etwas näher kennenlernen. Die meisten Korfioten sprechen gut Englisch, viele auch Deutsch oder Italienisch. Das liegt auch an der Vergangenheit der Insel. Über 400 Jahre lang gehörte sie zu Venedig. Dann kamen Napoleon und seine Franzosen, danach die Briten. Erst 1864 gestatteten sie den Korfioten den Anschluss ans von den Türken befreite Griechenland. Korfu stand jedoch nie unter deren Herrschaft, hier rief nie ein Muezzin zum Gebet.
Geschichte
734 v. Chr.
Gründung der Stadt Korfu
229 v. Chr.
Korfu unterwirft sich dem aufstrebenden Rom
395–1204
Byzantinische Zeit
1386
Die Venezianer übernehmen Korfu
1453
Griechenland wird mit Ausnahme der Ionischen Inseln osmanisch
1797
Napoleon besetzt Korfu
1815
Korfu wird britisches Protektorat
1864
Korfu wird Teil des freien Griechenlands
1941–1944
Besetzung durch Italien und Deutschland
1967–1974
Militärdiktatur; danach Aufbau einer Demokratie
2002
Der Euro ersetzt die Drachme
2010–2018
Griechenland kann nur durch striktes Sparen sowie Finanzhilfen der EU und des IWF vor dem Staatsbankrott bewahrt werden
2024
Korfu empfängt so viele Urlauber wie noch nie zuvor
Schöne Stadt
Zuerst in die Stadt! Von den Einheimischen wird sie Kérkyra genannt. Mehrere Kilometer streckt sie sich direkt am Meer entlang. Segelyachten, Fischerboote, Fähren und Kreuzfahrtriesen ziehen fast zum Greifen nah vorbei. Ringsum ist Land in Sicht. Da ragt im Norden der höchste Inselberg über 900 m in die Höhe, grüßen die Hochgebirge Nordwestgriechenlands und Albaniens vom anderen Ufer. Zwischen November und April sind deren Gipfel meist mit Schnee bedeckt. Die Inselhauptstadt ist mehr als nur einen Besuch wert, mal keine Kaufhäuser, sondern viele Hundert kleine Läden in verwinkelten Altstadtgassen und unter schattigen Arkaden. Da stehen die Inhaber meist selber noch drin. Auf dem Wochenmarkt siehst du Fische, die du sonst vielleicht nur vom Aquarium her kennst, schaust bei einem heißen Espresso oder einem freddo cappuccino dem bunten Treiben zu. Schon nach dem Mittagessen kannst du im Beach Club chillen, gleich neben einer venezianischen Burg. Ab 18 Uhr beginnt die allabendliche vólta. Die Straßencafés sind gut gefüllt, „Sehen und gesehen werden” lautet das Motto auch für die 4000 Studenten der Inseluniversität. Ab 21 Uhr ist Essenszeit – und nach Mitternacht füllen sich die Clubs und Discos an der Uferstraße beim Neuen Hafen. Besser tanzen als dort kann man in keinem Badeort.
Traumstrände
Strände säumen die Insel ringsum. Sie sind so abwechslungsreich, dass jeder seinen Traumstrand findet. An der dem Festland zugewandten Ostküste, wo die meisten großen Urlauberhotels stehen, werden sie fast ausnahmslos von Kies oder glatten Kieselsteinen gebildet. Manchmal sind sie zwar mehrere Hundert Meter lang, aber immer sehr schmal. Viele Hotels direkt am Ufer bieten zum Ausgleich saftig grüne Liegewiesen rund um den Pool. Tavernen haben Liegestühle in ihre blumenreichen Gärten gestellt, manche auch Hängematten zwischen Bäumen gespannt. Die Ostküste ist ideal fürs Parasailing, für Wasserskifahrer oder zum Kanu- und Tretbootfahren – Surfer hingegen werden hier kaum glücklich werden. Dafür aber Familien mit Kindern, denn die Ufer fallen flach ab. Wer einen langen, breiten Strand liebt, ist an der Nordküste besser aufgehoben. Da machen auch lange Strandspaziergänge Spaß, zumal am Ufer immer wieder eine Taverne oder eine Loungebar zum Stopover einlädt. Die größte Strandvielfalt besitzt die der offenen See zugewandte Westküste. Im äußersten Nordwesten steigen Mutige von weißen Felsschollen aus ins Wasser und schwimmen bei ruhiger See ein Stück weit unterhalb der weißen Sandsteinklippen. Kilometerlang sind die goldgelben Strandsicheln um die Buchten von Ágios Stéfanos und Ágios Geórgios North. An der stark zergliederten Bucht von Paleokastrítsa hingegen verstecken sich die meisten der über zwanzig kleinen Strände zwischen Felsklippen. In der Mitte der Westküste stehen dann auch wieder einige Großhotels: in Glifáda, Pélekas und Ágios Górdis. Danach wird es erneut einsamer. Der Strand auf der nördlichen Nehrung zwischen Meer und Koríssion-See ist nahezu menschenleer. In den Dünen von Ágios Geórgios South im Südwesten des Sees verlaufen sich die wenigen Badegäste in einer weiten Mini-Sahara. Im äußersten Süden setzt dann Kávos mit seinen schmalen Stränden einen lautstarken Kontrapunkt: Da steigen schon tagsüber Beachpartys, ist statt Einsamkeit eher Körperkontakt am Strand gefragt.
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Korfu
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Sonne, Strand, Kultur & Party: So vielfältig ist Korfu!
Die Inselhauptstadt Korfu ist einen Städtetrip wert: Schlendere über den Markt, besuche Museen, Kirchen und Festungen, koste die Kumqats Zwergorangen und tauche nach einem Sundowner in der Beachbar in das griechische Nachtleben ein. Pure Entspannung erwartet dich an den unzähligen Stränden, die zum Schwimmen, Segeln oder einfach zum Sonnenbaden einladen.
ERLEBE LOS!

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