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Der Harz ist nicht mehr allein zum Wandern da. Auch Outdoor-Freunde, die etwas mehr Aufregung suchen, finden ein weites Betätigungsfeld vor. Action ist längst kein Fremdwort mehr: Mountainbiker freuen sich über ein ausgedehntes Streckennetz, und wer es noch wagemutiger mag, der kann beim Klettern, Gleitschirmfliegen oder Kanufahren seinen Adrenalinspiegel hochtreiben.
Action im Sommer und im Winter
Auf Nordeuropas längster Sommerrodelbahn geht es vom Bocksberg ebenso mit Tempo ins Tal hinab wie auf den Monsterrollern vom Wurmberg. Die beiden Berge haben sich ohnehin mächtig gemausert, wurden konsequent zu (Winter-) Sportzentren ausgebaut: Die Abfahrten wurden verlängert, mit Schneekanonen wird dem Winter auf die Sprünge geholfen. Das ist nicht unumstritten, aber der Klimawandel macht leider auch vor dem Harz nicht halt. Gibt es einen „richtigen“ Winter, dann schaffen Sonne und Wind, Schnee, Raureif und Eiszapfen Traumlandschaften, die die Besucher in Scharen anlocken. Aber auch an schönen Sommerwochenenden kommen die Gäste zu Abertausenden. Zu Besuchermagneten entwickelten sich binnen kürzester Zeit der Harzburger Baumwipfelpfad und die Hängeseilbrücke an der Rappbodetalsperre. Der Harz ist ein Feriengebiet fürs ganze Jahr.
Wandern und Walpurgis
Wer einfach „nur“ wandern möchte, der ist hier aber immer noch auf dem richtigen Kurs. Neben kurzen Trips im 9000 Kilometer großen Wandernetz sind mehrtägige Touren auf attraktiven Fernwanderwegen möglich. Zu den beliebtesten gehört der Hexenstieg. Der Harz hat sich seine Mystik bewahrt, insbesondere auf dem Brocken. Mit ein wenig Glück entdeckst du hier sogar das Brockengespenst: Wenn die Kuppe frei ist, aber unmittelbar darunter an den Hängen der Nebel hängt, projiziert das Licht der tiefer stehenden Sonne die Schatten von Personen und Gegenständen auf diese Nebelwand. Vielleicht wirst du selbst auf diese Weise zu einem Gespenst … Aber ehe du Angst vor dir selbst bekommst: Du bist nur Teil eines Naturphänomens! Dass du verhext wirst, das kann dir höchstens zu Walpurgis passieren – das allerdings in vielen Harzorten. Denn am 30.April übernehmen Teufel und Hexen die Macht im Harz.
Geschichte
Ende des 8.Jhs.
Christianisierung am Harz, Gründung vieler Klöster
10.–11.Jh.
Kaiserliches Machtzentrum, Goslar ab 1015 Kaiserpfalz
968
Am Rammelsberg wird Silber entdeckt
16.–18.Jh.
Boom bei der Erzförderung
19.Jh.
Beginn des Fremdenverkehrs, Eisenbahnbau
ab 1900
Niedergang des Bergbaus
1943–45
Zwangsarbeiter und KZHäftlinge schuften in Stollen für die NS-Kriegsindustrie
1961
Der Brocken wird Sperrgebiet
1989
Die den Harz teilende innerdeutsche Grenze ist weg
2000
Mit Erfolg werden Luchse im Harz ausgewildert
2006
Vereinigung der beiden Harzer Nationalparks
2010
Die Oberharzer Wasserwirtschaft wird – nach Goslar, Rammelsberg und Quedlinburg – Welterbe
2024
Ein verheerender Brand im Brockengebiet verursacht Millionenschäden
Bergbautradition und ein Nationalpark
Nicht nur zu Walpurgis leben uralte Traditionen wieder auf. Auch die Erinnerung an den Harzer Bergbau wird eisern hochgehalten. So kommt den Einheimischen im Herzen des Harzes ein „Glückauf“ nach wie vor ganz selbstverständlich über die Lippen. Im Oberharz steht der alte Bergmannsgruß auf jeden Fall in harter Konkurrenz zum sonst gebräuchlichen „Guten Tag“. Vor allem in der Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld werden bergmännische Traditionen gepflegt. Dazu gehört auch der „Schärper“, eine ebenso rustikale wie kalorienreiche Mahlzeit mit viel Wurst und Harzkäse. Auch in vielen anderen Teilen von Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge wirst du Relikten aus der Bergbauzeit begegnen. Vom Goslarer Rammelsberg mit seiner Grube war die Unesco bereits 1992 so begeistert, dass sie diese zum Weltkulturerbe erhob. Mach dir selbst ein Bild von einer der ältesten Industrieregionen Europas – nicht nur in alten Gruben, die als Schaubergwerke erhalten geblieben sind. Ganz hautnah ist das z. B. an den einst von Bergleuten angelegten Teichen möglich. Etliche der künstlichen Bergseen der „Oberharzer Wasserwirtschaft“ – seit 2010 ebenfalls Welterbe – laden zu einem erfrischenden Bad ein. Die Altstädte von Goslar und Quedlinburg komplettieren den Weltkulturschatz der Region. Diese Aufwertung hat dem Harz gutgetan. Einen weiteren kräftigen Schub bekam er durch die Wiedervereinigung. Plötzlich war er wieder im Herzen Deutschlands, die Einheimischen wurden selbstbewusster, stolz auf ihr ganzes Gebirge. Nationalparks wurden gegründet – 1990 im Osten, vier Jahre später auch im Westen. Seit 2006 sind die beiden als Nationalpark Harz vereint.
Klöster, Burgruinen, Schlösser
Im Mittelalter gründeten Mönche am Fuß der Berge, wo Landwirtschaft möglich war, große Klöster, z. B. bei Goslar, Ilsenburg, Walkenried und Blankenburg. Auf den Höhen wachten Burgen über den Zugang ins silber- und erzreiche Innere des Harzes. Die meisten von ihnen sind zu Ruinen zerfallen, andere aber wurden zu ansehnlichen Schlössern umgebaut.
Bunte Fachwerkstädte
Die Stätten der Kaiser im Mittelalter, Walpurgisnacht und Blocksberg (= Brocken), Bergwerke und bunte Fachwerkstädte ziehen die Besucher magisch an. Zu den bekanntesten gehören Goethe und Heine, aber auch Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich. Bereits um 1800 hatten erste Touristen den Harz entdeckt: Wernigerode, Blankenburg und Harzburg entwickelten sich seinerzeit schnell zu noblen Ferienorten. Nach dem Zweiten Weltkrieg litt der Harz unter der deutschen Teilung, denn die Grenze verlief mitten durch das Mittelgebirge. Heute lockt der wieder vereinte Harz: Geh wandern, fahr Mountainbike oder komm den Schienensträngen der Harzbahnen auf die Spur. Genieß Badeseen, bunte Feste und das gute Essen. Entdecke den Harz!
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Buch, 17. Auflage · 17.95 €Unterwegs im Outdoor-Paradies mit dem MARCO POLO Reiseführer Harz Ob Sommer oder Winter, im Harz erwartet dich Action pur! Längst ist die Region nicht mehr nur für ihr ausgedehntes Wandernetz bekannt. Sportfans können hier beim Mountainbike fahren, Klettern, Gleitschirmfliegen oder Kanufahren ihren Adrenalinspiegel pushen. Traust du dich, auf Nordeuropas längster Sommerrodelbahn den Bocksberg hinunterzusausen? Oder spazierst du lieber durch eine traumhafte Winterlandschaft aus Schnee, Raureif und Eiszapfen? Worauf auch immer du Lust hast: Mit deinem MARCO POLO Reiseführer Harz im Gepäck wird dein Urlaub genauso, wie es dir gefällt!
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Wo zu Walpurgis die Hexen und Teufel ihren Feuertanz aufführen und das sagenumwobenen Brockengespenst im Nebel auftaucht, wird die Mystik dieser Region spürbar. Unzählige Klöster, Burgruinen und Schlösser, die heute Weltkulturerbe sind, erzählen von der glanzvollen Vergangenheit des Harzes.
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Über die Region:
Der Harz vereint technische Tradition, kulturelle Vielfalt und abwechslungsreiche Landschaften. Historische Stadtkerne mit Museen und Bauwerken geben Einblicke in regionale Entwicklungen, während das Mittelgebirge mit Wäldern, Höhenzügen und Wasserläufen Möglichkeiten für Bewegung und Naturbeobachtung bietet.

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