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Wissenswertes über Harz
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Harz. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Kaffee | 4,50-6,90 Euro für ein Kännchen |
| Bier | 2,70–4,50 Euro für 0,3 l vom Fass |
| Imbiss | 5,50–9,50 Euro für Erbsensuppe mit Wurst |
| Souvenir | Ab 3 Euro für eine Brockenhexe |
| Spaßbäder | ab 6,50 Euro pro Stunde |
| Bahn | 57 Euro für die Brockenfahrt |
Veranstaltungen
Januar/Februar
nternationales Schlittenhunderennen in Clausthal-Zellerfeld
Winterfeste in Hahnenklee und Sankt Andreasberg
März/April
Traditionelle Osterfeuer (Samstag im Oberharz, Sonntag am Harzrand)
Walpurgis: Hauptschauplätze am 30. April: Braunlage, Schierke, Thale, Bad Grund, Hahnenklee, Sankt Andreasberg; nicht auf dem Brocken!
Mai/Juni
Finkenmanöver (Hohegeiß): Bei Sonnenaufgang werden am Pfingstsonntag die Schläge (Gesänge) gezüchteter Buchfinken bewertet.
Viehaustrieb (Wildemann): Am Pfingstsonntag wird das Harzer Rote Höhenvieh mit Musik und Folklore auf die Bergwiesen begleitet.
Harzer Heimattag (Ort jährlich wechselnd): Folkloregruppen treten im Juni beim größten Fest des Harzklubs auf.
Juli
Harzfest (Ort jährlich wechselnd): größtes Harzer Brauchtumsfest mit Festumzug
Ritterspiele auf der Burg Regenstein bei Blankenburg
August
Köhlerfest in Hasselfelde
Salz- und Lichterfest in Bad Harzburg (salz-und-lichterfest.de)
Rocken am Brocken: Open-Air-Festival in Elend (rocken-am-brocken.de)
September
Sehusa-Fest (Seesen): Am ersten Wochenende geht hier Norddeutschlands größtes Historienfest über die Bühne. sehusafest.de
Dezember
Advents- und Weihnachtsmärkte in vielen Harzorten, besonders schön in Goslar und Quedlinburg: heimelige Atmosphäre mit Lichterglanz, Kunsthandwerk und ein bisschen Kitsch
Vorbereitung
Auskunft
Infoblätter verteilen die Touristinformationen. Wetter- und Wintersportberichte lassen sich tagesaktuell im Internet abrufen. Über Schneehöhen, geöffnete Pisten, gespurte Loipen, präparierte Rodelbahnen und geräumte Winterwanderwege informieren der Harzer Tourismus verband (Tel. 05321 3 40 40 | harzinfo.de) sowie die Touristinfos. Für den Oberharz gibt es aktuelle Wintersport-Infos unter wintersport.harzinfo.de und loipenberichte.de.
Weitere Harz-Informationen:
– Harzklub (Wanderverein): Tel. 05323 8 17 58 | harzklub.de
– Nationalpark Harz: Tel. 03943 2 62 80 | nationalpark-harz.de
– harzlife.de, harztourist.de, harzspots.com, harz-urlaub.de sind Portale mit aktuellen Infos; wandern-im-harz.de beschreibt die wichtigsten Wanderwege im Harz.
Ankommen
Anreise
Überleg, ob du statt im Auto nicht stressfreier mit Bahn und Bus anreist und so der Umwelt einen Gefallen tust. Auf den Strecken zu den Städten am Harzrand verkehren schnelle Regionalzüge meist im Stundentakt, auf Nebenstrecken alle zwei Stunden. Bahnknotenpunkte sind Herzberg, Nordhausen, Goslar, Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg. Verbindungssuche: bahn.de
Fernbusverbindungen gibt es mittlerweile zwischen vielen deutschen Großstädten und dem Harz, wobei Blankenburg im Norden und Herzberg im Süden die Hauptziele der Anbieter sind.
Der Harz ist als Landschaft der geografische Mittelpunkt Deutschlands. Mehrere Autobahnen umspannen ihn. Auf der Nord-Süd-Achse A 7 kommt man bereits recht nahe an seinen Westrand heran. Von den Ausfahrten Derneburg, Rhüden, Seesen und Göttingen-Nord führen mehrere große Bundesstraßen ins Mittelgebirge. Auf der Ost-West-Achse, der A 2 Berlin– Hannover, geht es von Braunschweig aus auf der A 36 Richtung Harz. Im weiteren Verlauf schlängelt sich die A 36 von Vienenburg bis Bernburg am nördlichen Harzrand entlang. Auf der Ostseite führen von der A 14 Magdeburg– Halle mehrere Landstraßen ins Gebirge. Im Süden kommt man am schnellsten auf der A 38 Göttingen– Halle in den Harz und zum Kyffhäuser.
Klima
Bei der Kleidung lieber nicht am falschen Ende sparen: Das Klima ist rau, das Wetter oft launisch. Wenn unten im Tal T-Shirt-Wetter herrscht, dann kann oben auf dem Berg der Winterpulli nötig sein. Niederschläge, verteilt über das ganze Jahr, prägen den Harz. Vor allem atlantische Westwinde bringen eine Menge Regen, im Winter Schnee. Auf der Luvseite (westlicher Nordharz und Oberharz) fallen bis zu 1600 mm Niederschlag im Jahr, auf der Leeseite (Unterharz) dagegen im Durchschnitt nur 600 mm. Hier ist das Klima milder als am Westrand und in den Hochlagen des Harzes.
Weiterkommen
Öffentliche Verkehrsmittel
Der überwiegende Teil der Harzbesucher reist mit dem Auto an. Und das schafft immer wieder Probleme. So prägen Staus und Parkplatznot die Wochenenden bei Ausflugswetter. Insofern lohnt es sich, über Bahn und Bus als Alternative nachzudenken. In den Harz hinein führen die Linien der Harzer Schmalspurbahnen (hsb-wr.de). Per Bus ist im Prinzip fast jeder Ort im Harz erreichbar, allerdings muss man zu ungünstigen Tageszeiten und beim Umsteigen im öffentlichen Netz längere Wartezeiten in Kauf nehmen. In Randgebieten verlassen die letzten Busse oft schon am frühen Abend die Orte.
Internetfahrpläne:
Niedersachsen: efa.de | Sachsen-Anhalt: nasa.de; insa.de | Nordhausen: stadtwerke-nordhausen.de | Kyffhäuser: vgs-suedharzlinie.de
Mit dem Harzer Urlaubsticket Hatix (hatix.info) kannst du kostenfrei öffentliche Busse und Straßenbahnen im Landkreis Harz sowie auf ausgewählten Linien in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Goslar und Göttingen (hier im Altkreis Osterode) nutzen. Nach deiner Ankunft im Urlaubsort zahlst du bei deinem Gastgeber den fälligen Kur- oder Gästebeitrag und erhältst im Gegenzug ein Ticketheft mit einem integrierten Meldeschein. Dieses dient dann als Harzer Urlaubsticket.
Vor Ort
Baden
Im Hochsommer sind die Harzer Teiche oft wärmer als ihr Ruf. Frei- und Waldbäder sind von Mai bis September geöffnet. Die flachen, oft schnell fließenden Flüsse eignen sich meist nur zum Wassertreten. Badeverbote gibt es nur in wenigen Gewässern.
Kurtaxe
Reine Luft gibt es überall im Harz, und so können sich viele Gemeinden „heilklimatischer Kurort“ nennen. Das Prädikat „Bad“ ist Orten mit heilkräftigen Quellen vorbehalten. Kurtaxe ist fast überall fällig, 1–3 Euro pro Tag und Person. Dafür bekommst du eine Kurkarte oder die Harz-Gastkarte. Diese gewährt viele Vergünstigungen.
Öffnungszeiten
Im Harz ist fast immer Saison – sofern das Wetter mitspielt. Bei guter Schneelage tummeln sich von Januar bis März – insbesondere an den Wochenenden – die Wintersportfans in den Hochlagen. Die Wandersaison beginnt praktisch mit dem Osterfest und geht bis Ende Oktober. Den November nutzen viele Hoteliers, um selbst Urlaub zu machen; neben etlichen Gastbetrieben sind oft auch kleinere Museen geschlossen, zumindest aber die Öffnungszeiten eingeschränkt. In den Weihnachtsferien machen viele kulturelle Einrichtungen wieder auf. Häufig gibt es dann Sonderöffnungszeiten.
Die Öffnungszeiten der Kirchen sind sehr unterschiedlich, zwischen November und März sind einige geschlossen.
Preise
Der Eintritt in die Museen, Höhlen und Besucherbergwerkwerke liegt im Regelfall zwischen 4 und 9 Euro, für (Stadt-)Führungen ist mit 5–10 Euro zu rechnen. Vergnügen wie der Besuch im Freizeitbad oder eine Runde Minigolf belasten die Urlaubskasse mit etwa 6–10 Euro pro Person. Höhere Eintrittspreise einzelner Attraktionen sind in diesem Reiseführer jeweils angegeben.
Bei Bus und Bahn, Museen und Galerien lohnt es, Kombitickets zu nutzen. Viele Orte haben zudem Gästekarten eingeführt, die es bei Entrichtung der Kurtaxe gibt. Diese Heftchen enthalten Bonusschecks für viele touristische Angebote. Auch die Harzer Schmalspurbahnen bieten Kombitickets an.
Harzcard
Mehr als 100-mal ist für Besitzer der Harzcard der Eintritt in Museen, Bergwerke, Burgen, Freizeiteinrichtungen gratis, sind touristische Dienstleistungen umsonst. Die Karte gilt entweder 48 Std. (32 Euro, Kinder 22 Euro) oder an vier frei wählbaren Tagen im Jahr (65 Euro, Kinder 45 Euro). Wenn du einen Brockenbesuch planst, rechnet sich die viertägige Variante möglicherweise für dich. Denn bei dieser ist eine Fahrt mit der Brockenbahn (Hin- oder Rückfahrt) inklusive. harzinfo.de
Rundflüge
Wie wäre es mal mit dem Harz aus der Vogelperspektive? Möglichkeiten, in die Luft zu gehen, bieten sich viele. Zu den bekanntesten, zumindest im Nordharz, gehört der Gleitschirm; für Anfänger sind Tandemflüge geeignet. Eine weitere Variante, ganz ohne Motorkraft aufzusteigen, sind Ballonfahrten. Es gibt mehrere Startplätze am Harzrand und auch im Oberharz. Die Entscheidung für den Start erfolgt ein bis zwei Tage vorher. Das Ziel bestimmt der Wind.
Du kannst aber auch mit einem Tragschrauber, auch Gyrokopter genannt, auf dem Flugplatz Ballenstedt abheben: Die Brockenflieger in Quedlinburg machen das Vergnügen möglich. „Echte“ Hubschrauber sind ebenfalls im Einsatz: Harz-Helicopter in Wernigerode bietet Rundflüge an. paracenter.de, brockenballon.de, brockenflieger.de, harz-helicopter.de
Übernachten
Am Harzrand erfreuen sich Ferien auf dem Bauernhof immer größerer Beliebtheit, zum Teil mit Reitmöglichkeiten und Hofläden. bauernhofurlaub.de, landsichten.de
Über die schönsten Camping- und Wohnmobilstellplätze informiert der Harzer Tourismusverband online: harzinfo.de. Wildes Campen ist verboten.
Wanderern mit dem DJH-Ausweis stehen elf Jugendherbergen und vier Naturfreundehäuser offen, die meist im Abstand von halb- und ganztägigen Touren liegen. Voranmeldung ist ratsam. jugendherberge.de, naturfreunde.de
Notfälle und Sicherheit
Den Winter ernst nehmen
Der Winter im Harz wird gern unterschätzt. Du startest bei strahlendem Sonnenschein und genießt die Schneelandschaft. Wenn die Sonne dann hinter den Bergen verschwindet, wird es schnell kalt und die Wege vereisen. Außer Wanderschuhen mit rutschfester Sohle, die du ohnehin tragen solltest, empfiehlt es sich, Wanderstöcke dabeizuhaben. Sie geben auf glatten Wegen Halt. Auf stark vereisten Abschnitten kannst du Leichtsteigeisen (Spikes) anlegen, die über normale Wanderschuhe passen. Für den Fall, dass du von der Dunkelheit überrascht wirst, solltest du eine Taschen- oder besser noch eine Stirnlampe im Rucksack haben. Das Wandern auf Schnee und Eis ist nicht nur kraftraubend, sondern auch zeitaufwendig: Daher auf jeden Fall erheblich mehr Zeit als im Sommer für die gleiche Strecke einplanen!
Moore meiden
Abgesehen davon, dass es verboten ist: Durchs Moor zu stapfen, kann auch gefährlich sein. Insbesondere die für Hochmoorflächen typischen Wasserlöcher sind tückisch, weil man sie erst spät bemerkt. Außerdem wird der Lebensraum von seltenen Tieren und Pflanzen zerstört, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen.