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Reiseführer
Bulgarische Schwarzmeerküste

MARCO POLO Reiseführer

Bulgarische Schwarzmeerküste

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Heller Sand säumt die Küste des Schwarzen Meers, auf dem bunte Sonnenschirme ihre Schatten werfen. Windsurfer tanzen in der leichten Brise über die Wellen, an der Wasserlinie formen kleine Baumeister wehrhafte Burgen aus feuchtem Sand. Jeder Abend wird in urigen Restaurants und neonbeleuchteten Strandbars bis in die Nacht zelebriert.

Freundliche Bewohner

Einst Geheimtipp ist Bulgarien heute beliebtes Urlaubsziel, auch unter Jugendlichen. Neugebaute, modern-fantasievolle und komfortable Hotels, exzellente Schwarzmeerküche, ein großes Freizeitangebot und hippe Clubs verwöhnen die Gäste. Sicher mangelt es noch hier und da, besonders Häuser der unteren Kategorie und Campingplätze lassen bisweilen zu wünschen übrig. Aber dies machen der freundliche Service, die sehr guten Fremdsprachenkenntnisse der Bewohner, die sauberen langen Strände in der Region sowie die sehr günstigen Preise allemal wett.

Wechselhafte Geschichte

Dazu kommen die kulturellen Highlights: Der Besuch im romantischen Nesebăr oder dem idyllischen Balčik gleicht einer Zeitreise und ist geprägt von mittelalterlichen Kirchen und urigen Wiedergeburtshäusern. Die dynamischen Hafenstädte Varna und Burgas repräsentieren den Wandel nach 45 Jahren Sozialismus durch liebevoll restaurierten Gründerzeitpalästen, Boutiquen und Straßencafés, umgeben von geradezu mediterraner Leichtigkeit.

Geschichte

  • 500 v. Chr.

    Blüte des Thrakerreichs

  • 681

    Khan Asparuch gründet das Erste Bulgarische Reich

  • 863

    Kyrillisches Alphabet der Brüder Kyrill und Method

  • 865

    Annahme des Christentums

  • 1396

    Bulgarien wird Teil des Osmanischen Reichs

  • 1878

    Das Fürstentum Bulgarien entsteht nach dem russischtürkische Krieg

  • 1912–1913

    Balkankriege

  • 1944

    Staatsstreich der Kommunisten

  • 1989

    Rücktritt von Staats- und Parteichef Todor Živkov; Beginn der Demokratisierung

  • 2007

    Bulgarien tritt nach sieben Jahren Verhandlungen der EU bei

  • 2019

    Kristalina Georgieva wird IWF-Chefin

  • 2023

    Nach fünf Parlamentswahlen in nur zwei Jahren sollen sich Ministerpräsidenten, gestellt von den stärksten Parteien, ablösen

Go West

Das Unterfangen „freie Marktwirtschaft“ ist aber nicht so einfach, wie das Dolce Vita an der Küste es suggeriert: Nur mühsam löst sich Bulgarien vom alten Einfluss Moskaus, die Integration in Nato und EU ist holprig. Brüssel kritisiert das Balkanland wegen Korruption und der schleppenden Justizreformen. Die bulgarischen Gehälter und Renten gehören zu den niedrigsten in der Europäischen Union. Bulgarien bleibt vom Schengen-Raum ausgeschlossen, weshalb bei Ein- und Ausreise zusätzliche Grenzkontrollen für die Reisende anfallen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verweist die Pressefreiheit im Land aktuell auf Platz 71 im weltweiten Ranking. Die Bevölkerung dankt diese Entwicklungen mit einer rückläufigen Wahlbeteiligung sowie dem anhaltenden Braindrain in Richtung Westen. Positive Impulse hingegen setzen von der EU finanziell unterstützte Projekte in Infrastruktur und Landwirtschaft sowie die attraktive zehnprozentige Steuerflatrate.

Schwierige Transformation

Der gern vor allem von jungen Bulgaren zur Schau gestellte Wohlstand täuscht nicht darüber hinweg, dass die meisten älteren Menschen im Land unter teils dramatischen Bedingungen leben. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise sehnen sich viele von ihnen nach den alten Zeiten. Auch Jugendliche haben oft ein verklärtes Bild vom Sozialismus, da diese Zeit kaum in der Schule behandelt wird. Eine große gesellschaftliche Herausforderung ist zudem das Zusammenleben mit den bulgarischen Roma, der hier vorwiegend sesshaft lebenden Volksgruppe.

Schmelztiegel der Kulturen

Die Thraker, die sich mit Goldschätzen beisetzen ließen, haben ihre Spuren in Form unzähliger Grabhügel hinterlassen. Auf sie folgten griechische Kolonisten und römische Eroberer, darauf Byzanz und das Erste Bulgarische Reich. Drei unabhängige Großstaaten zählen die Bulgaren in ihrer langen Geschichte, doch über all ihrem Glanz liegt die düstere Epoche des „osmanischen Jochs“, wie die fünfhundertjährige türkische Herrschaft genannt wird. 1396 wurde Bulgarien osmanische Provinz; nur noch orthodoxe Mönche pflegten die kyrillische Schrift, Dichtung und Malerei. Von diesen Klöstern ging schließlich der Anstoß zur Besinnung auf die eigenen kulturellen Werte und der Funke zum Kampf gegen die Türken aus: „Wiedergeburt“ heißt dieses Erwachen, das dem Land 1879 die Unabhängigkeit bescherte. Während des Zweiten Weltkriegs stand Bulgarien an der Seite Deutschlands, verweigerte jedoch die Auslieferung seiner jüdischen Bewohner. Bis heute bleibt die Toleranz ein wesentliches Merkmal im Alltag der Bulgaren.

Für jeden etwas dabei

Goldstrand (Zlatni pjasăci), Albena, Elenite, Obzor und Sonnenstrand (Slănčev brjag) sind Bulgariens berühmteste und traditionsreichste Seebäder. Doch an der knapp 400 km langen Küste finden sich viele ursprünglichere Fleckchen wie die Buchten von Kiten, Ahtopol oder Sinemorec. Heute verbringen viele junge Leute ihre Ferien an den Stränden zwischen Sozopol und Sinemorec. An den Flussmündungen des Ropotamo und des Kamčija wuchern Urwälder, in denen der Gesang seltener Vögel erklingt und Wasserschildkröten zwischen Seerosen schwimmen. Über den Salzseen um Burgas und Šabla verdunkeln im Frühjahr und Herbst Hunderttausende von Zugvögeln den Himmel.

Gäste immer willkommen

Nur am Strand zu liegen, wäre in diesem bezaubernden Land viel zu schade: Malerische Orte und stolze, temperamentvolle Menschen freuen sich auf Besuch und zeigen ihren Gästen gern die Einzigartigkeit ihrer Heimat – wobei eines immer wichtig ist: ein üppiges gemeinsames Mahl und ein Glas rakija, um die neue Freundschaft zu begießen. Nimm das Angebot an!

Aktuelles Wetter

4h/Tag (März)
75Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
Juni
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Juli
18°C
August
17°C
Wetter in Bulgarische Schwarzmeerküste

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MARCO POLO Reiseführer
Bulgarische Schwarzmeerküste

Buch, 8. Auflage · 15.95 €

Partyspaß und Naturgenuss: Mit dem MARCO POLO Reiseführer an die bulgarische Schwarzmeerküste Nur am Strand zu liegen, wäre an Bulgariens Schwarzmeerküste viel zu schade. Mit dem MARCO POLO Reiseführer erfährst du, wo der Urwald hier besonders urig ist, wann in den Seebädern die besten Partys steigen und was du noch auf keinen Fall verpassen darfst. Stell dir ganz einfach das Urlaubsprogramm zusammen, auf das du Lust hast, und lass dir kein Highlight der wunderschönen Region entgehen!

  • MARCO POLO Insider-Tipps von Autoren, die vor Ort leben: Entdecke die Top-Spots abseits der Touristenpfade
  • Wellnesstour oder Weinbergwanderung: Mit den MARCO POLO Erlebnistouren zu den Besonderheiten der Region
  • Lust auf Shopping, Schlemmen, Sport? MARCO POLO hat die besten Tipps für Souvenirs, Einkehrmöglichkeiten und spannende Aktivitäten
  • Niemals im Regen stehen mit den Best-of-Tipps für schlechtes Wetter, Low-Budget-Trips und Unternehmungen mit Kindern
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Zwischen Asien und Europa: MARCO POLO macht deinen Bulgarien-Urlaub zum Erlebnis

Schwarz ist das Schwarze Meer zwar nur bei schlechtem Wetter, aber Farbe hat die bulgarische Küste auch so genug zu bieten. Der Goldstrand trägt seinen Namen nicht umsonst und an den Flussmündungen des Ropotamo und des Kamčija wuchern tiefgrüne Urwälder, in denen der Gesang seltener Vögel erklingt. Dazu kommen bunte Fischerdörfchen und die strahlende Gastfreundschaft der Einheimischen.

Ob Wasserratte oder Vogelbeobachter, Partypeople oder Backpacker – dein MARCO POLO Reiseführer für die bulgarische Schwarzmeerküste hat die passenden Tipps für jeden Urlaubsgeschmack!

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