© Swen Stroop/shutterstock

Schottland

Check-in

Schottland ist Kult! Nessie und Whisky, Dudelsack, Kilt, Burgen und Mythen locken in das wildromantische Nordland, über dem der ständige Wetterwechsel für famose Lichtspiele und Fotomotive sorgt. Das Naturell der Schotten ist von der subarktischen Kargheit genauso beeinflusst wie vom ebenso hitzigen wie melancholischen Wesen ihrer Ahnen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Bei seiner Eröffnung heftig umstritten, stellt das Parlamentsgebäude nun Besucherrekorde auf: seiner poetischen Architektur wegen, die die schottische Landschaft und Edinburghs Altstadtenge mit…
Der grüne Hügel Calton Hill ist mit Denkmälern aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. besetzt, darunter das unvollendete Kriegerdenkmal National Monument. Kurz vor Sonnenuntergang schleppen Fotografen…
Eine Burg zum Aufschauen und in der Tat der Höhepunkt der Stadt: nicht wegen ihrer brachialen Gestalt, sondern wegen der Exponiertheit auf einem der drei vulkanischen Innenstadthügel. König Edwin…
Die Kultstätte beim Ort Callanish auf Lewis wurde nach der Sonne gebaut und besteht aus 48 Steinen, deren Hauptanlage ein keltisches Kreuz ergibt. Ein magischer Ort der rund 5000 Jahre alt sein soll.
Die Hafengegend Edinburghs bezieht ihren Reiz aus dem Gegensatz zwischen alten Docks auf der einen Seite und neuen Stahl- und Glaselementen, blitzender Architektur und verschiedenen Lokalen auf der…
Die besterhaltene, beeindruckendste Abteiruine im Drei-Abteien-Eck der Borders. Seit dem 12. Jh. führten hier die Augustiner ihr Klosterleben. Eine Audiovision und Ausgrabungsstücke bringen einen…
Auf der Royal Mile und den von ihr abzweigenden Gassen - "closes" oder "wynds" genannt - sollen im 18. Jh. etwa 60.000 Menschen gelebt haben, mehr als anderswo in Europa pro Quadratmeter. Die damals…
Die besterhaltene Siedlung der Jungsteinzeit in Europa. Die Ruinen an der Westküste zeigen, wie man sich vor 5000 Jahren einrichtete. Im Jahr 1850 legte ein Sturm die vom Sand verwehten acht Wohnhä…
Der populäre, gut 150 km lange Wanderweg führt u.a. direkt am ruhigen Ostufer des Loch Lomond vorbei, ist gut beschildert und lässt sich auch ohne Zelt erwandern.
Natürlich ist der See südwestlich von Inverness der schönste Schottlands: 36 km lang und 1,5 km breit, und dazu ungewöhnlich tief (325 m). Am Grund des tiefblauen Wassers wird noch immer "Nessie…
Das landschaftliche Bild der Halbinsel ist durch bizarre Felsen an der Küste geprägt. Von hier oben hat man tolle Ausblicke auf das Meer.
Gäbe es Michelin-Sterne für besonderes Flair sowie coolen und zugleich aufmerksamen Service - hier wäre ein Kandidat. Moderate Preise für Lunch und Dinner, Kerzenlicht, Gewölbewände,…
Im dörflichen Ambiente des Dean Village liegt das vielleicht beste Museum der Stadt, auch wenn man sich womöglich schon am neoklassizistischen Sandstein des Gebäudes satt sieht. Die internationale…
Die nobelste Achse durch New Town bietet klassische Mode. Sie lädt zum Schlendern ein, vorbei an meist britischen Modegeschäften mit Weltruf.
Die vielleicht grandioseste Bar der Stadt mit denkmalgeschütztem viktorianischem Design. Der Tresen ist eine Insel inmitten von Wänden mit Fliesengemälden von 1886, von denen prominente Erfinder…

Reisezeit

Januar
mäßig
6°C
Februar
mäßig
6°C
März
mäßig
8°C
April
mittel
11°C
Mai
gut
14°C
Juni
sehr gut
17°C
Juli
sehr gut
18°C
August
gut
18°C
September
gut
16°C
Oktober
mittel
12°C
November
mäßig
9°C
Dezember
mäßig
7°C

Die beste Reisezeit für Schottland sind die Monate Juni und Juli. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 18° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai und Juni mit durchschnittlich 6 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 6° Celsius bei durchschnittlich 12 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 12° Celsius und die Nachttemperatur bei 6° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 12 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar, Juli, August, Oktober und Dezember.

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Landschaftliche Dramatik pur

Die Windschutzscheibe deines Autos wird zum Panoramafenster für Berge, Moorseen und Steilküsten. Die Dramatik der Highlands kannst du auch schrittweise bei kleinen Fußmärschen aufsaugen. Sogar in den Städten hausen Dramen: Edinburghs mittelalterliche Skyline, Glasgows humorig gewürzter postindustrieller Charme und Dundees postmoderne Kulturexplosion.

Mit oder ohne England?

Schotten sind herzlicher und impulsiver als die angelsächsischen Engländer. Dennoch ist man seit gut 300 Jahren politisch als Briten zusammengerückt. Tony Blairs devolution – Dezentralisierung – verdanken die gut 5 Mio. Schotten wieder ein eigenes Parlament und eigene Befugnisse. In Edinburgh regiert die Scottish National Party (SNP), deren Unabhängigkeitsreferendum 2014 scheiterte. Den Brexit will Schottland aber nicht. Also doch in die Unabhängigkeit? Nordseeöl und ein gutes Bildungswesen stimmen optimistisch. Pragmatismus kommt jedoch noch vor einem Nationalbewusstsein, das sich eher gegen die Arroganz Westminsters wendet als gegen die britische Idee. Besucher kommen wegen der rauen Natur, in der etliche Mythen blühen – Erzählungen, die den Lowlands entsprangen. In die sanften Hügel bei Dryburgh und Jedburgh schmiegen sich romantische Abteiruinen. Unter gotischen Bögen hallen Grenzkriege mit England greifbar wider. Am intensivsten erlebst du das liebliche Land am River Tweed auf einer Radtour – wobei du auch gleich dem Erfinder des Schottland-Tourismus auf die Spur kommst: Der Romancier Sir Walter Scott machte die Highlands zur Weltmarke. Es gäbe keine Hollywood-Highlander ohne den Lowlander Scott. Nur Nessie, Dudelsack, Whisky und Sean Connery sind nicht auf Scott zurückzuführen.

Edinburgh gegen Glasgow

Zwischen Lowlands und Highlands bildet die Gegend um Glasgow und Edinburgh einen urbanen Riegel. Unterschiedlicher können zwei Städte nicht sein. Edinburgh inszeniert sich mit zwei Altstädten großartig. Auf der Royal Mile und in der georgianischen New Town erreicht das Flanierbarometer südländische Hochs. Schotten feiern hemdsärmelig den Büroschluss in Straßencafés, Touristen stecken ihre Nasen in Gassen, in denen mittelalterlicher Spuk wieder auf die Bühne kommt. Ganz anders Glasgow. Statt einer Fassade wie aus einem Guss konkurrieren Klassizismus, Neogotik und Jugendstilansichten. Und schottisches Lebensgefühl ist nirgends authentischer. Auch wenn der Dialekt schwer verständlich ist, wirst du von Streetlife, Musikclubs, Kunstszene und Glasgows Gastfreundschaft hingerissen sein.

Das Licht der Highlands

Nördlich der Städte beginnen bald die Highlands: eine grünsamtige Region, zwischen deren Bergen (bens) fischreiche Seen (lochs) wie Spiegel blinken. Hier ziehen Nebelfetzen über Torfmoore, dort leuchtet das rötliche Fell eines Highlandbullen in der Heide. Lichtfinger tasten vom Himmel herab, beleuchten eine einsame Kieferngruppe inmitten eines Sees, huschen über die Flanken gezackter Gipfel oder die Mauern geheimnisvoller Burgen. An der rauen Westküste, zwischen Oban und Mallaig, verfärbt sich der Himmel über den Hebriden-Inseln abends pink. Im Osten, über den pittoresken Häfen der Halbinsel Fife, klärt sich der typische Morgennebel (haar) oft zu einem mediterranen Licht. In dieser Landschaft solltest du auch als Anfänger mal den Volkssport Golf ausprobieren, besonders weil die Plätze in den Dünen zwischen St Andrews und Aberdeen traumschön sind.

Von Hirschen und Menschen, Inseln und Wikinger-Erbe

Jenseits des geologischen Grabens Great Glen wirkt das Land fast wie menschenleere Wildnis. Doch die rollenden lila Heideflächen sind keine Urnatur. Wälder prägten einst die Highlands. Im 19. Jh. wurden die Reste gerodet von Großgrundbesitzern, die die ansässigen Kleinbauern (crofters) vertrieben, um im großen Stil Schafzucht zu betreiben und zu jagen. Das Rotwild, das die neuen Herren dafür einführten, bestimmt den Schottland-Look, etwa im Cairngorm-Nationalpark. Ohne natürliche Feinde pflanzen sich die Hirsche rasant fort. Von den ursprünglichen Kieferwäldern existiert nur noch ein Prozent. Wer noch weiter gen Norden reist, begegnet mit Orkney und Shetland fast eigenständigen grünen Inselreichen, deren Steinzeitfunde und geografische Namen an 5000 Jahre Besiedlung und das Wikinger-Erbe erinnern. Ein Tagestörn im Westen zwischen den Inneren Hebrideninseln verschafft dir einen wilden Ritt durch die brodelnden Gezeiten der Westküste. Oder du springst auf die Fähre zu den Äußeren Hebriden. Auf Lewis fasziniert der entrückteste Steinkreis Britanniens, auf Harris entzücken einsame weiße Strände. Die Reise zu den Inseln ist Schottland für Fortgeschrittene, auf denen allein die süchtig machende Ausstrahlung der schottischen Lichtspiele fast jedes andere Reiseziel in den Schatten stellt.

Gut zu wissen

Anreise

Es gibt zahlreiche Nonstop-Verbindungen nach Glasgow und Edinburgh, u. a. ab Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Weeze oder Berlin. Du musst mit 2–3 Stunden Flugzeit rechnen. Fliegst du aus der Schweiz oder Österreich an, musst du meist zwischenlanden, etwa in Amsterdam.

Zwischen Amsterdam und Newcastle in Nordostengland verkehren täglich Autofähren, wenn du dein eigenes Auto mitnehmen möchtest. Du musst für die Übernachtung auf jeden Fall eine Kabine buchen: dfdsseaways.de

Von Newcastle bist du schnell in den schottischen Borders. Von den Flughäfen flutschst du mit Bus, Tram und Zug jeweils flott in die City (ab 5 Euro).

Auskunft vor Ort

VisitScotland

Die Tourismusbüros in den Orten heißen iCentre und haben örtlich unterschiedliche Öffnungszeiten. Bei der Routenplanung vorab kann dir die Info in Edinburgh helfen: Edinburgh iCentre | 249 High Street | Edinburgh EH1 1JY | Tel. 0131 4 73 38 68 (*) | visitscotland.com

Auto

Fahren macht hier Spaß. Wenn man mal vom gewöhnungsbedürftigen Linksverkehr absieht, weshalb einige den Mietwagen mit Rechtssteuerung angenehmer finden. Ein Auto kannst du am Flughafen leihen, oder etwa auf den Inseln bei Arnold Clark (ab £ 25). In Städten und geschlossenen Ortschaften gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 oder 40 Meilen (48 bzw. 65 km/h), auf Landstraßen sind 60 Meilen (96 km/h) und auf Autobahnen 70 Meilen pro Stunde (110 km/h) erlaubt. Tankstellen können auf den Inseln und in den Highlands sonntags geschlossen haben. Auf vielen Inselstraßen und in abgelegenen Ecken triffst du auf single track roads mit nur einer Fahrspur für beide Richtungen. Alle paar hundert Meter gibt’s Ausweichbuchten. Lichtzeichen eines entgegenkommenden Wagens bedeuten, dass er dir die Vorfahrt lässt!

Diplomatische Vertretungen

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

(16 Eglinton Crescent | Edinburgh EH12 5DG | Tel. 0131 3 37 23 23 | edinburgh.diplo.de)

Österreichisches Konsulat

(15 Old Fishmarket Close | Edinburgh, EH1 1RW | Tel. 0131 6 18 28 19)

Schweizer Generalkonsulat

(11/2 Regent Terrace | Edinburgh EH7 5BN | Tel. 0131 5 58 94 02)

Geld & Kreditkarten

Mit EC-Karte bekommst du an Bankautomaten (ATM) sowie in Supermärkten auch in kleinen Orten Bargeld zum günstigsten Kurs – eingeblendete Festkurse sind unrentabel! Man rückt vom Bargeld ab: Du zahlst sogar in vielen kleinen Shops mit deiner EC-Karte, auch kontaktlos. So kommst du übrigens auch an frisches Bargeld.

Einreise

Für das Vereinigte Königreich reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Bei Redaktionsschluss waren die Auswirkungen von Großbritanniens EU-Austritt auf die Einreisebestimmungen noch unbekannt. Aktuelle Informationen: auswaertiges-amt.de.

Gesundheit

In den Krankenhäusern des National Health Service (NHS) und bei Arztbesuchen wird die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC (European Health Insurance Card), die du von deiner Krankenkasse bekommst, akzeptiert. In Städten gibt’s NHS-Praxen (Walk in Centre). Noch kommst du um eine Bezahlung deiner Konsultation herum. Der Brexit könnte das ändern.

Klima & Reisezeit

Die schottischen Sommer sind normalerweise mit Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad ganz angenehm. Frische 5 bis 10 Grad herrschen im Frühling und im Herbst. Die schottischen Winter sind kühl und feucht, Minusgrade eher selten. Eine Ausnahme bilden allerdings die Highlands, in denen verlässlicher Schneefall auf über 700 m zu erwarten ist – wer will, kann in den Grampians Skifahren. Wärmende zusätzliche Lagen und vor allem regenfeste Kleidung solltest du auch bei kurzen Wanderungen immer dabei haben. Die prächtigen Strände eignen sich bei Wassertemperaturen von nicht über 15 Grad nur zum Laufen, weniger zum Schwimmen. Von Mai bis September ist die schönste Reisezeit, der Winter ist eher für Spezialisten.

Masse & Gewichte

Offiziell misst man in Großbritannien – wie auch bei uns – im metrischen und im dezimalen System. Aber die sogenannten imperial standards werden nach wie vor im Alltag benutzt:

1 Inch = 2,54 cm

1 Foot = 30,48 cm

1 Yard = 91,44 cm

1 Meile = 1,609 km

1 Ounce = 28,35 g

1 Pound = 453,59 g

1 Pint = 0,5683 l

1 Gallon = 4,5459 l

Notruf

Feuerwehr, Krankenwagen: Tel. 999, Polizei: Tel. 101

Öffnungszeiten

Die meisten Läden haben Mo bis Sa von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Größere Städte bieten oft einen langen Donnerstag an und verkaufen manchmal auch sonntags. Pubs haben meist täglich bis 23 Uhr geöffnet. In größeren Läden auf dem Land gibt’s auch eine Postecke für Briefmarken.

Preise & Banknoten

Währungseinheit in Großbritannien ist das Pfund Sterling (£), unterteilt in 100 Pence (p). Die Schotten haben eine eigene Währung, das Schottische Pfund, das dem englischen 1:1 entspricht (s. S. 23). Im Umlauf sind Scheine zu 50, 20, 10 und 5 Pfund sowie nur in Schottland eine 1-Pfund-Note.

Strom

Adapter Typ G

Du brauchst einen drei-poligen Adapter, meist Typ G. Eine kleine Mehrfachleiste ist sinnvoll.

Telefon

Vorwahl für Großbritannien: 0044; nach Deutschland: 0049; nach Österreich: 0043; in die Schweiz: 0041. Auskunft national: Tel. 11 85 00; international: Tel. 11 85 05.

Trinkgeld

Trinkgeld ist in der Regel in der Rechnung eingeschlossen. Das Hotelpersonal und die Zimmermädchen freuen sich über eine kleine Anerkennung in Höhe von £ 1–2. Im Lokal ist ebenfalls in der Regel ein Trinkgeld included. Wenn du mit dem Service zufrieden warst, solltest du die Rechnung um 10 Prozent aufrunden. Gleiches gilt beim Taxi.

Unterkunft

Wenige Urlaubsländer bieten eine so breite Palette an Unterkünften wie Schottland, vom Schlosshotel bis zum countryhome. Wer zum Beispiel ein Schlossapartment oder ein altes, historisches Haus mieten möchte, wendet sich an den National Trust (Tel. 0131 4 58 03 05 | nts.org.uk). Ausgesuchte B&Bs findet man unter scot landsbest-bandbs.co.uk. Bei allgemeinen Unterkünften und Hotels ist die Seite visitscotland.com empfehlenswert.

Informationen zu Ferien auf dem Bauernhof in den verschiedenen Regionen Schottlands erhält du unter farm stay.co.uk.

Veranstaltungshinweise

In der landesweit erscheinenden Tageszeitung „The Scotsman“ (scotsman.com) findest du die Zeiten und Preise für zahlreiche Veranstaltungen aller Art. Im Internet wirst du auf der Webseite des Veranstaltungsführers „The List“ (list.co.uk) fündig.

Vergünstigungen

Öffentliche Museen besuchst du umsonst; allerdings kannst du spenden. Der Explorer Pass von Historic Scotland macht die Preise von Must-Sees wie Burgen usw. erträglicher; er lohnt sich aber erst bei starkem kulturellem Interesse. Bei mancher Attraktion (es gibt 360) umgehst du mit dem Pass die Warteschlangen Infos und Internetkauf: historicenvironment.scot

Wlan & Internet

In Hotels und vielen B&Bs gibt es meist kostenloses Wi-Fi, wie WLAN in englischsprachigen Ländern heißt. Dazu bieten ausgesuchte Cafés und Bars den drahtlosen Zugang an. Seltener müssen Nutzungseinheiten stunden- oder tageweise zugekauft werden.

Zeit

– 1 Stunde Zeitverschiebung

In Großbritannien gilt die GMT, die Greenwich Mean Time. Das bedeutet: Von der mitteleuropäischen Zeit wird ganzjährig eine Stunde abgerechnet.

Zeitungen

Schotten lieben ihre eigenen Zeitungen. In Edinburgh liest man „The Scotsman“, in Glasgow „The Glasgow Herald“, aber natürlich auch englische Blätter. Deutsche sind meist erst mit einem Tag Verspätung zu haben.

Zoll

Bei Redaktionsschluss waren die Auswirkungen von Großbritanniens EUAustritt auf die Zollbestimmungen noch unbekannt. Aus zollrechtlicher Sicht ändert sich aber während der Übergangsfrist bis Dezember 2020 nichts: Der Warenverkehr für den Eigenbedarf aus der und in die EU ist zollfrei. Aktuelle Informationen: zoll.de. Schweizer können zollfrei bis zu folgenden Obergrenzen einkaufen: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen oder 2 l Wein, 50 g Parfum oder 125 g Eau de Toilette. Wer jünger ist als 17 Jahre, darf weder Tabak noch Alkohol ein- oder ausführen. zoll.de

Öffentliche Verkehrsmittel

Die schottischen Bahnstrecken bieten eine tolle Reisealternative. Den Spirit of Scotland Travel Pass für 4 oder 8 Reisetage innnerhalb 7 oder 14 Tagen (£ 149 für 14 Tage) kannst du online unter scot rail.co.uk buchen. Auch etliche Fähren und Überlandbusse sind damit abgedeckt. Fahrpläne und Strecken finden sich unter scotrail.com. Zwar sind die Züge nicht luxuriös, dafür aber die Ausblicke in die Natur.

Die Busgesellschaften National Express und Scottish Citylink haben ein dichtes Streckennetz. Wer häufiger Bus fährt, sollte sich nach Sondertickets erkundigen (citylink.co.uk). Den häufigen Fährverkehr mit roll-on-rolloff- Schiffen zu den Inseln erledigt meist Caledonian MacBrayne (calmac.co.uk). Auch hier gibt’s preisgünstige Mehrfachtickets. In den Sommermonaten solltest du reservieren. North Link Ferries (northlinkferries.co.uk) verbindet das Festland mit Orkney und Shetland auf den Strecken Scrabster– Stromness und Aberdeen–Kirkwall– Lerwick.

Baden

Trotz der vielen atemberaubend schönen und meist menschenleeren Strände ist Schottland wie erwähnt kein Badeziel, die Wassertemperatur übersteigt nur selten 15 Grad. Strandwanderer kommen allerdings auf den traumhaften Sandstreifen voll auf ihre Kosten. Wer kein Warmduscher ist, der findet im Sommer 60 ausgewiesene Badestrände. Google die mal bei der Tageszeitung „The Scotsman“.

Radfahren

Wer in den beiden großen Städten radeln will – etwa zwischen Edinburghs New Town, Leith und dem Holyrood Park am Arthur’s Seat, in Glasgow besonders entlang des Clyde-Ufers – kann Citybikes leihen: edinburgh cyclehire.com; nextbike.co.uk. Am einfachsten mietest du mit jeweiliger App und Kreditkarte. Wer sein eigenes Rad mitbringen möchte, ob Faltrad für die Stadtreise oder Reiserad, kann dies mit dem Zug: Eurostar bis London, dann mit der LNER bis Edinburgh (eurostar.com; lner.co.uk).

Camping

Schottland hat mehr als 500 Campingplätze. Wer mit dem Wohnmobil durchs Land zieht, kommt abends am besten in einem holiday park unter. Dort gibt es auch stationäre Caravans zur Miete. Ein Qualitätssiegel für Campingplätze, die höchste Ansprüche erfüllen, ist das Schild mit der Distel, das die Thistle Commendation vergibt. Wild campen ist in Schottland nicht verboten, man muss aber den Grundeigentümer um Erlaubnis fragen. Bitte nicht rummüllen!

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

New Year's Day (Neujahrstag)

2. Januar

Bank Holiday (Banken und Institutionen geschlossen)

März/April

Good Friday (Karfreitag)

erster und letzer Montag im Mai

Bank Holiday

erster oder letzter Montag im August

Bank Holiday

25./26. Dezember

Christmas Day, Boxing Day (Weihnachten).

Veranstaltungen

Januar

Burns Supper (Pubs landesweit), Dichter-Geburtstag (25. Januar)

Up Helly Aa (Lerwick, Shetland), uphellyaa.org: Wikinger und Feuerfest

Februar

Celtic Connections (Glasgow), celticconnections.com: keltische Musik

Mai

Shetland Folkfestival (Lerwick), shetlandfolkfestival.com

Orkney Folk Festival (Kirkwall, Stromness), orkneyfolkfestival.com

Edinburgh-Marathon, edinburghmarathon.com

Islay Festival (Islay), islayfestival.com

Juni

St Magnus Festival (Orkney), stmagnusfestival.com: Musik und Literatur

Crail Food Festival, crailfoodfest.co.uk

West End Festival, westendfestival.co.uk: Glasgows größtes Fest

Juni–August

Common Ridings (Borders), returntotheridings.co.uk: Reiterfest und Jahrmärkte in elf Orten

Juli

Hebridian Celtic Music Festival (Stornoway, Lewis), hebceltfest.com

Mendelssohn on Mull, soundwavesscio.org.uk: Kammermusik

August

Edinburgh lnt. Festival, eif.co.uk

The Fringe (Edinburgh), edfringe.com

Military Tattoo (Edinburgh), edintattoo.co.uk

The Merchant City Festival (Glasgow)

September

Highland Games (Braemar), braemargathering.org

Oktober

International Storytelling Festival (Edinburgh), tracscotland.org

Bloss nicht!

Falsch campen

Sooo tolle Aussicht! Lass uns mal hier übernachten, Schatz. Bei so viel Gegend stört man doch nicht. Sich mit seinem Camper irgendwo hinzustellen, könnte den Verkehr behindern, etwa an schmalen Straßen. Deshalb solltest du bitte Verbotsschildern Folge leisten – schon allein der Aussicht wegen.

Aufs Bier warten

In den Pubs ist Bestellung, Mitnehmen und Zahlen am Tresen angesagt. Wer am Tisch aufs Bier wartet, bleibt auf dem Trockenen sitzen.

Unpassende Wanderklamotten

Ganz viele Leute sind beim Bergwandern richtig gekleidet. Dennoch müssen Polizei und Freiwillige immer mal wieder Leichtsinnige aus vermeidbaren Situationen retten. Also bitte nie ohne wasserdichte Jacke oder mit Flip-Flops in die so leicht bezwingbar scheinende Bergwelt laufen. Das Wetter kann jeden Moment völlig umschlagen.

Mückenschutz vergessen

Im Mai und Juni ist die Hochzeit der Mücken. Die summenden Plagegeister tummeln sich dann in Gewässernähe und an den Küsten zu Abertausenden. Ohne Schutz können Zelt- und Wandertouren zu einem Desaster werden. Mückenschutz gibt es in allen Apotheken.

Die Schotten als Engländer bezeichnen

Das ist nicht nur unhöflich, sondern auch falsch. Die Schotten sind kulturell sehr eigenständig und konstituierten 1999 ihr eigenes Parlament. Wegen der als arrogant empfundenen Behandlung aus London ist jeder Schotte knurrig, wirft man ihn in einen Topf mit den Engländern. Als Briten fühlen sie sich allerdings noch wohl.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Puppenspiel

Junge Frauen werden ermordet und immer finden sich kleine Särge bei ihnen (2001). Kult: Ian Rankins düstere Edinburgh-Krimis mit Inspektor Rebus!

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Robert Louis Stevenson kritisierte in seiner Erzählung 1886 indirekt das viktorianische Konventionskorsett. Klassiker aller Doppelgänger-Geschichten.

Filme

Outlander

Gerade noch war Claire Randall Lazarettschwester im Zweiten Weltkrieg und – schwupps! – findet sie sich nach Betreten eines Steinkreises in den Highlands des 18. Jhs. wieder. US-TV-Serie nach den Büchern von Diana Gabaldon. Der Stoff, aus dem Highland-Träume sind!

T 2-Trainspotting

Danny Boyles zweiter Geniestreich um Renton, Begbie, Sick Boy und Spud, in Edinburgh gedreht, trifft 20 Jahre nach Teil 1 – diesmal nach Motiven von Irvine Welchs Buch „Porno“ – wieder voll schmerzhaft ins Schwarze. Nur, dass diesmal die Wehmut des Älterwerdens auf den jugendlichen Drogenrausch folgt (2017).

9-17 °C
6 h/Tag

Fakten

Einwohner 5.160.818
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Parlamentarische Demokratie
Hauptstadt Edinburgh
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 10:42 Uhr
Zeitverschiebung -1 h (zu MESZ)

Anreise

13h 30min
12h 30min
2h
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