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Nordseeküste Schleswig-Holstein

Check-in

Als Erstes ist da der Wind: Er lässt die Bäume gen Osten wachsen und verpasst den Büschen eine Sturmfrisur. Meist bläst er aus Westen; mal aus Nordwest, mal kommt er aus Südwest, der „Schietecke“, denn von dort bringt er Wolken und Regen mit. Weht er aus Osten, plätschert das Meer leise vor sich hin und die Menschen an der Küste fühlen sich „dösig“ im Kopf.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Der 1907 aus 608 Gusseisenplatten gebaute Leuchtturm steht auf einem künstlichen Hügel, dessen Fundament aus 127 Holzpfählen besteht. Das 40 km weit reichende Leuchtfeuer kann man bei klarer Sicht…
Am Kirchturm sollte man sich nicht orientieren, wenn man das Zentrum von Friedrichstadt sucht. Zwar liegt der Markt mitten in der Stadt, aber eine Kirche fehlt hier. Im 17. Jh. träumte der Gottorfer…
Von einer Aussichtsplattform aus lässt sich das Schleusen dicker Pötte beobachten. Das Schleusenradar zeigt via Bildschirm in Echtzeit die auf Elbe und Kanal fahrenden Schiffe und auch die, die…
Hier werden Heuler, junge Seehunde, die mutterlos gefunden wurden, aufgepäppelt, bis sie sich selbst ernähren können - dann werden sie in die Freiheit entlassen. Besucher können sich in der…
Das Wattforum ist einzigartig an der Nordseeküste: ca. 36 m2 misst die Panoramascheibe des größten der 36 Aquarien - in rund 250.000 l Meerwasser ziehen u.a. Störe, Seelachse und Nagelrochen ihre…
Der einstige Hafenort liegt heute durch Eindeichung und Landgewinnung ein paar Kilometer von der Nordsee entfernt. Seine Hochzeiten erfuhr das alte Handelsstädtchen durch Rinder- und Pferdehandel.…
Im Südteil des "Roten Haubarg", wo einst die Herrschaft wohnte, bekommt man delikate Spezialitäten und köstliche Kuchen serviert.
Friesisch-gemütliches Café mit schöner Terrasse. 1872 wurde hier, so wird behauptet, der erste "Pharisäer" getrunken.
Wer sich ein wenig für (Heimat-)Geschichte interessiert, muss unbedingt einen Blick ins Friesenmuseum werfen.
Das klingende Highlight und die eigentliche Attraktion dieser Kirche ist die Arp-Schnitger-Orgel – das einzige erhaltene Instrument des berühmten Orgelbauers in Schleswig-Holstein. Bei den regelm…
Wie eine Trutzburg steht das Haus und ehemalige Atelier des Expressionisten Emil Nolde auf einer Warft in der Kooglandschaft. Ausgestellt sind hier insgesamt mehr als 200 Werke: Ölbilder, Aquarelle,…
Der an manchen Stellen fast 1500 m breite Kniepsand hat in Norddorf Normalmaß: nur wenige Schritte und man ist am Meer.
Das Museum zeigt eine beeindruckende Sammlung nordeuropäischer Malerei von 1830 bis 1930 zum Thema Meer und Küste.
Das Wahrzeichen der Insel ist einschließlich der Düne 66 m hoch. 1875 wurde er in Betrieb genommen. Vom Rundbalkon bietet sich ein herrlicher Blick auf die Insel.
Zwar führen viele Fischkutter noch das "FRI" für Friedrichskoog als Heimathafen, dennoch liegen im Hafen von Büsum die meisten der knuffigen Kutter - er ist etwas näher dran an den Fanggründen,…

Reisezeit

Januar
schlecht
2°C
Februar
schlecht
3°C
März
mäßig
6°C
April
mittel
10°C
Mai
gut
15°C
Juni
sehr gut
18°C
Juli
sehr gut
19°C
August
sehr gut
20°C
September
gut
17°C
Oktober
mittel
13°C
November
mäßig
8°C
Dezember
schlecht
4°C

Die beste Reisezeit für Nordseeküste Schleswig-Holstein sind die Monate Juni, Juli und August. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 19° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai und Juni mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 12 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 11° Celsius und die Nachttemperatur bei 5° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 11 Tagen. Der regenreichste Monat ist der November.

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Entdecke die Nordseeküste

Kampf gegen die Naturgewalten 

Doch ohne Wind ist die Welt an der Nordsee nicht in Ordnung. Er ist hier zu Hause; oft lässt er das Meer „kabbelig“ werden, wie die Seeleute sagen: Dann türmen sich die Wellen auf, stürzen in sich zusammen, ihre Kämme brechen, die Gischt schäumt, und die Wassermassen werden mit aller Macht gegen das Land gedrückt. Schon immer hieß es für die Menschen im Westen Schleswig-Holsteins, Wind und Wasser zu widerstehen, den Naturgewalten die Stirn zu bieten. Ihre Devise und zugleich ihr Schicksal: „Wer nicht will deichen, muss weichen.“

Wasserwildnis vor dem Deich, fruchtbares Land dahinter

Rund 300 km lang ist die Deichlinie, die die Landschaft in zwei Teile teilt. Binnen, auf der Landseite, zerschneiden Gräben und Sielzüge das Marschland. Ein ausgeklügeltes Kanalsystem sorgt dafür, dass niemand nasse Füße bekommt. Buten, auf der Seeseite, müht sich der Mensch, das Meer zu zähmen. Seit Jahrhunderten rammt er Pfähle ins Watt, schüttet Erdhaufen auf, zieht Gräben, heute wird auch asphaltiert und betoniert – allein um der stürmischen See, dem „Blanken Hans“, zu trotzen. Ein Blick auf alte Landkarten zeigt, wie viel Land sich das Meer in den vergangenen Jahrhunderten geholt hat. So ist die heutige Nordseeküste mit den Inseln und Halligen ein Ergebnis vergangener Katastrophen! Nur dank des intensiven Küstenschutzes hatte das Meer in den letzten Jahrzehnten kaum eine Chance, sich noch mehr Land einzuverleiben. Die „Landschaft“ vor dem Deich ist wahrlich schützenswert: Das Wattenmeer, das sich von Holland bis nach Dänemark erstreckt, ist neben den Alpen das letzte flächendeckende Wildnisgebiet Europas. Es bietet 250 Tierarten Lebensraum, die nur hier vorkommen; im Watt und auf den Salzwiesen entlang der Küste rasten auf dem Zug im Frühjahr und Spätsommer bis zu 12 Mio. Wat- und Wasservögel.

Weltnaturerbe Wattenmeer, Windenergie, Wellnessurlaub 

Knapp 300 000 Menschen sind an an der Westküste Schleswig-Holsteins zu Hause, südlich der Eider leben die Dithmarscher (133 500), nördlich die Nordfriesen (165 000). Und bis vor gar nicht so langer Zeit war der gesamte Küstenstrich zwischen Elbmündung und deutsch-dänischer Grenze strukturschwaches Gebiet, wie Politiker es nennen. Wurden die Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben, stand die Westküste regelmäßig an der Spitze. Doch das ist nun vorbei, auch dank der staatlichen Subventionierung der erneuerbaren Energien: Viele Erben von Hof und Acker investierten in Biogas-, Solar- und vor allem Windkraftanlagen und sehen hinter dem Deich nun wieder eine Zukunft. Andere, die lieber von Getreide und Gemüse, Schafen und Kühen leben, stellen auf ökologische Landwirtschaft um, bauen einen Stall zum Café aus und die Scheune zu Ferienwohnungen und freuen sich auf Gäste. Denn Dithmarscher und Nordfriesen haben gelernt: Mit Welle, Wind und Watt allein können sie die Urlauber nicht glücklich machen. Zwar ist die Küste lang, doch Sandstrände gibt es kaum, und schließlich sollen die Gäste auch bei Tiefdruck nicht Trübsal blasen. Und so bieten die Küstenorte eine umfangreiche Palette an Sport, Wellness und Spaß für die ganze Familie. Zu Fuß, mit dem Rad oder an Bord eines Schiffs können Urlauber die faszinierende Welt des Nationalparks Wattenmeer kennenlernen. Auch hat inzwischen nahezu jeder Ort an der Küste sein Museum: Multimediale, alles andere als trockene Inszenierungen vermitteln Wissenswertes über die Geschichte der Küstenregion und das Leben vor und hinter dem Nordseedeich. Wegen alldem wollen immer mehr Menschen das Land vor und hinter den Deichen entdecken; die Urlauberzahlen steigen Jahr für Jahr. Die Erhebung des Wattenmeers zum Weltnaturerbe leistet einen weiteren wichtigen Beitrag dazu – und bietet den Verantwortlichen zudem die Chance zu beweisen, dass sie das Konzept der Nachhaltigkeit gerade bei einem so sensiblen Ökosystem wie dem Wattenmeer umzusetzen verstehen.

Prima Klima - zu jeder Jahreszeit

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung!“ Dieser, zugegeben, etwas kesse Spruch soll Sonnensüchtige trösten, wenn beim Blick aus dem Fenster mal wieder „Schietwetter“ aufzieht. Kein Trost? Nun, vielleicht vertreibt ja die Statistik die letzten Zweifel am Nordseewetter: Von Juni bis August gibt es schlechtestenfalls zehn Regentage im Monat. Die Sonne scheint sieben bis neun Stunden am Tag (!), und die Nordsee erwärmt sich auf erfrischende 20–22 Grad. Doch den wahren Nordseefan schert die Wetterkarte ohnehin nicht. Er kommt auch im Herbst, Winter oder im Frühjahr, holt sich statt eines Sonnenbrands eine kalte Nase, schwört auf das gesunde Reizklima und schwärmt von der Ruhe. Und wenn du abends auf dem Deich der untergehenden Sonne zusiehst, wie sie Himmel und Nordsee in flammende Farben taucht – dann ist dir die Jahreszeit ganz egal. Garantiert.

Praktische Hinweise

Anreise

Sie haben drei Möglichkeiten, an die Nordseeküste zu kommen: 1. Sie nehmen die A 7 Hamburg–Flensburg, fahren bis zur Abfahrt Schleswig/Schuby, weiter auf der B 201 nach Husum; oder Sie fahren bis zur letzten Ausfahrt vor der Grenze und kommen über die B 199 nach Leck bzw. Niebüll. 2. Entspannter, weil seltener Staus, ist die Fahrt auf der A 23 Hamburg–Heide und weiter auf der B 5 Richtung Norden. 3. Mögen Sie es gemächlich, dann verlassen Sie die A 23 hinter Itzehoe (Abfahrt Brunsbüttel) und bummeln über die Dörfer Richtung Heide.

Die NOB (Nord-Ostsee-Bahn) fährt nahezu stündlich von Hamburg-Altona und bringt Sie nach Heide (Anschluss nach Büsum), Husum (Anschluss nach St. Peter-Ording) und Niebüll (Anschluss mit der NEG nach Dagebüll-Mole). Die schnelleren IC-Züge der DB fahren dreimal täglich ab Hamburg-Hauptbahnhof und Hamburg-Dammtor.

Auskunft

Auskunft vor der Reise

Nordsee-Tourismus-Service GmbHZingel52580601805 066077www.nordseetourismus.de

Auskunft am Urlaubsort

Bei den Kurverwaltungen der Urlaubsorte bekommen Sie Informationsmaterial und Veranstaltungshinweise. Einen Überblick über die einzelnen Regionen geben die zentralen Touristinformationen:

Touristinformation/Nordfriesland-Tourismuswww.nordfrieslandtourismus.de; Infostellen in Bredstedt, Dagebüll, Klanxbüll und Niebüll (s. dort)

Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbHHistorisches RathausGroßstraße2704841 89870www.husum-tourismus.de

Tourismus-Zentrale Eiderstedt e. V.Markt262583604862 469www.tz-eiderstedt.de

Dithmarschen-TourismusMarkt10257460481 2122555www.dithmarschen-tourismus.de

Baden

Baden in der Nordsee ist nicht ungefährlich. An bewachten Badestränden informieren die DLRG-Stationen über Gefahren. Wird dort ein roter Ball gehisst, sollten Sie nur unter Aufsicht baden, bei zwei Bällen herrscht Badeverbot.

Bauernhof-Urlaub

In einer Region, in der Landwirtschaft und Tourismus die Haupterwerbszweige sind, bietet es sich für viele Bauern an, beides zu kombinieren. Überall gibt es daher Höfe, die – zum Teil sehr komfortable – Zimmer und Ferienwohnungen für Gäste hergerichtet haben, z. B.:

– Im Norden: Moordeichhofwww.moordeichhof.de in Fahretoft bei Dagebüll

– Bei Husum: Maashof (www.maashof-rathmann.de)

– Auf Eiderstedt: Haubarg Blumenhofwww.haubarg-blumenhof.de bei Tating und Kantorhofwww.kantorhof-urlaub.de bei Tetenbüll

– In Dithmarschen: Schäferei Rolfswww.schaeferei-rolfs.de bei Büsum, Ferienhöfe Bockwww.ferienhof-bock.de bei Friedrichskoog und Borcherdingwww.ferienhof-borcherding.de in Süderdeich bei Wesselburen

Viele weitere Adressen finden Sie auch unter www.bauernhof-erlebnis.de.

Busse

Einige Buslinien nehmen in der Saison Fahrräder mit. Informationen erhalten Sie bei Nordfriesland Regional04841 6631914www.nordfriesland-regional.de und bei Dithmarschenbuswww.dithmarschenbus.de.

Camping

Entlang der Küste gibt es zahlreiche Campingplätze. Jedoch sind viele Stellplätze für Dauercamper reserviert. In der Hochsaison empfiehlt es sich daher, frühzeitig zu buchen. Eine Übersicht über sämtliche Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile gibt die Nordsee-Tourismus-Service GmbH heraus.

Campingplätze in besonders ansprechender Lage sind zum Beispiel:

Rudbøl CampingRudbølvej36Højer74738288rudbol-camping.dk

MargarethenruhSüderhafen8Nordstrand04842 8553www.camping-nordstrand.de

SeeblickNordseestr.39Schobüll04841 3321www.camping-seeblick.de

BiehlUtholmer Str.1Sankt Peter-Ording04863 96010www.campingplatz-biehl.de

Klein WesterlandZur Holtenau1Hochdonn04825 2345www.campingplatz-klein-westerland.de

Fähren

Fährhäfen für die Inseln Amrum, Föhr und die Halligen sind Dagebüll und Schlüttsiel. Infos und Tickets gibt es bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei01805 080140www.faehre.de.

Pellworm erreicht man mit der Autofähre ab Nordstrand. Auskunft: NPDG-Reederei Pellworm04844 753www.faehre-pellworm.de

Für alle Fähren gilt: in der Saison frühzeitig reservieren!

FKK

Nacktbaden ist an der Nordseeküste grundsätzlich nicht verboten. An den meisten Stränden gibt es eine ausgewiesene FKK-Zone. Die Hallenbäder haben Extrazeiten für hüllenloses Baden.

Gezeiten

Wo ist das Meer? Wann kommt es zurück? Antworten auf diese Fragen gibt der Gezeitenkalender. Kostenlos gibt's die Ebbe-und-Flut-Tabelle bei den Touristinformationen und auf der Website des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie, www.bsh.de.

Hunde

Viele Strände und Deichabschnitte sind für Hunde Sperrgebiet, oder sie müssen an der Leine geführt werden. Wo sich Ihr vierbeiniger Gefährte austoben darf, erfahren Sie bei den Touristinformationen.

Internet

Neben den Internetseitenseiten der Regionen bietet www.nordseetourismus.de eine gute Übersicht mit Tipps und Angeboten.

www.deutsche-nordsee.info u. a. mit umfangreichem Prospektbestellservice

www.eiderstedt.net informiert umfassend über die ganze Halbinsel

www.wattenmeer-weltnaturerbe.de kümmert sich um das gesamte Wattenmeer von Holland bis Dänemark

www.golfkueste.de ist fast schon Pflichtlektüre für golfende Urlauber

Kleidung

Ohne Ihnen die Laune verderben zu wollen – Regenjacke und Kopfbedeckung sind Pflicht, und auch Pullover oder Strickjacke sollten Sie einpacken, denn bei Wind kann es abends rasch kühl werden. Ins Gepäck gehört auch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Kurtaxe & Kurkarte

Die Kurtaxe ist in den Badeorten die Eintrittskarte zum Strand, zugleich bietet die Kurkarte viele Vergünstigungen und vielerorts ermäßigten Eintritt. Die Höhe der Abgabe ist von Ort zu Ort verschieden: So beträgt sie in Dagebüll 2 Euro für die Strandbenutzung; in Sankt Peter zahlt man in der Hauptsaison generell 3 Euro pro Tag und Person (Kinder frei).

Notrufe

Polizei: 110; Rettungswagen, Notarzt: 112; Telefonnummern lokaler Feuerwehr- und Rettungsstationen stehen auf Schildern am Zugang zum Strand und bei der DLRG.

Preise

Grundsätzlich ist der Urlaub auf dem Festland preiswerter als auf den Inseln. Nähern Sie sich der Küste, steigen die Preise – teuer sind Sankt Peter-Ording und Büsum. Bleiben Sie im Binnenland und nehmen die Fahrt an den Strand in Kauf, schonen Sie die Urlaubskasse.

Presse

Über Aktuelles aus der Region informieren: „Nordfriesland Tageblatt“, „Husumer Nachrichten“, „Ditmarscher Rundschau“, „Marner Zeitung“, Brunsbütteler Rundschau“ und „Dithmarscher Landeszeitung“.

Zahlungsmittel

Sie können Ihre Hotelrechnung überall mit der EC-Karte begleichen, die auch viele Restaurants akzeptieren. Kreditkarten werden jedoch nur selten angenommen.

Wenn Sie zum Shoppen nach Tønder fahren, können Sie dort fast überall in Euro bezahlen. Dänische Kronen lassen sich ansonsten problemlos an jedem Geldautomaten mit der EC-Karte ziehen (1 Euro = ca. 7,45 Kronen; 100 Kronen = ca. 13,40 Euro), allerdings sind die Gebühren recht hoch (ca. 6 Euro für 500 Kronen)

Zoll

Fahren Sie nach Dänemark, wird der Zoll Sie nicht aufhalten, aus der dänischen Zollstation an der B 5 hat man sogar ein kleines Museum gemacht. Dennoch sollten Sie Ihren Personalausweis dabeihaben.

Events, Feste & mehr

Feste & Veranstaltungen

Februar

Karneval in der Jeckenhochburg Marne: Der Rosenmontagsumzug ist der einzige im Norden. www.marnholfast.de

Biikebrennen: Der 21. Februar ist der „Nationalfeiertag“ der Friesen. Dann werden auf den Inseln und an der Küste die Biiken, Haufen aus Stroh, Holz und Ästen, angezündet, Einheimische und Gäste wärmen sich am Feuer, auch mit hochprozentigen Getränken. Wurden früher so die Walfänger verabschiedet, sagt man heute dem Winter ade.

März

Krokusblütenfest: Blühen im Schlosspark Millionen Krokusse, wählen die Husumer ihre – möglichst fotogene – Krokuskönigin. 2 Tage

März/April

Ostermärkte und Osterfeste: Für Kinder heißt es Eier werfen und Eier rollen – um die Wette über Deich und Wiesen.

Mai–August

Ringreitertage: Volksfeste wie einst die Ritterturniere. Die Reiter müssen im Galopp mit einer Lanze bewaffnet einen Ring abstechen, der vom Galgen hängt. Der kleinste Ring hat einen Durchmesser von nur 12 mm. Überall im Land finden im Sommer Turniere statt. www.ringreiten.de

Mai–Juli

Nordfriesische Lammtage: den Schäfern über die Schulter schauen, Lämmer streicheln, Lammspezialitäten probieren und die Lammkönigin küren. www.lammtage.de

Juli

Heider Marktfrieden: historisches Schauspiel auf dem Heider Marktplatz, das an die Erteilung des Marktrechts (15. Jh.) und den friedlichen Handel erinnern soll. Alle zwei Jahre – in den geraden Jahren – treiben es die Heider vier Tage lang wie vor 500 Jahren: verkleiden sich, essen und trinken wie ihre Vorfahren.

Schleswig-Holstein Musikfestival: bis Ende August Klassik und Jazz in Scheunen und Ställen. Frühzeitig Karten bei den Tourist-Informationen reservieren! www.smhf.de

Kutterregatta in Friedrichskoog: traditionelle Korsofahrt der Kutter, Fischmarkt, Hafengottesdienst, Wahl der Krabbenkönigin. 2 Tage

August

Der Monat der Hafenfeste. Bier, Brötchen und Buntes in Büsum (mit Kutterregatta) und Husum. www.hafentage-husum.de

September

W:O:A: Drei Tage lang wackeln die Wiesen, wenn beim weltgrößten Heavy-Metal-Festival 80 000 Fans das Dorf Wacken rocken: „Louder than hell!“. www.wacken.com

Kunstgriff: Überall in Dithmarschen, auch an ungewöhnlichen Orten, zeigen norddeutsche Künstler 17 Tage lang ihre Werke in „Klang, Bild und Wort“. www.kunstgriff.de

Dithmarscher Kohltage: Beginn der Kohlernte. Kohlball mit Wahl der „Kohl-Regentinnen“. Spezielle Angebote gibt es in Gaststätten und Restaurants. 0481 2122www.kohltage-dithmarschen.de6 Tage

Weberfest in Meldorf: Treffen vieler Weber aus Deutschland und Skandinavien. Flohmarkt, Festzelt, Handwerkermeile.

Oktober

Krabbentage in Husum und Friedrichskoog: Krabben pulen und/oder Krabben satt essen. Buntes Programm auch an Bord der Krabbenkutter.

November/Dezember

Weihnachtsmärkte mit Kunsthandwerk in allen Orten an der Küste. Einen der stimmungsvollsten gibt es jeden Adventssamstag im dänischen Tønder (Tondern).

Bloss nicht

Platt sprechen

Wenn Sie es nicht beherrschen, es nur von der Volksbühne oder aus der Bierwerbung kennen, versuchen Sie es gar nicht erst. Eine Ausnahme ist der Gruß Moin, bei dem Sie wenig falsch machen können. Alle anderen Versuche, Platt zu sprechen, werden von den Einheimischen eher als „platte“ Anbiederung belächelt. Verstehen Sie etwas nicht, fragen Sie: Die Küstenbewohner sind stolz auf ihre Sprache und erklären Ihnen gern die Bedeutung der seit Generationen gesprochenen Wörter.

Umrühren

Die Sahnehaube gehört dazu. Sie ziert nicht nur den Pharisäer und die Tote Tante, sie hält auch die Wärme des köstlichen Getränks. Grob fahrlässig wäre es, mit dem Löffel in diese Haube zu stechen, zu rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Nein – trinken Sie mit Haube! Die kühle Sahne an der Oberlippe, auf der Zunge den heißen Kaffee oder die Schokolade inklusive der Prozente, das ist der Genuss. Für den befürchteten Sahnebart gibt es die Serviette!

Die Heimatflagge hissen

In zahlreichen Dörfern an der Küste gibt es eine Berliner oder eine Hamburger Straße. Von den Einheimischen benannt nach den Menschen aus der Stadt, die hier einst zum Spottpreis alte, baufällige Reetdachhäuser kauften und die dann, um zu zeigen, woher sie kommen, die Flagge ihres Bundeslands im Wind wehen lassen. Ähnliche landsmannschaftliche Bekenntnisse flattern gelegentlich in Form von Wimpeln an Strandkörben. Freunde machen Sie sich damit nicht!

Rasen

Sie verführen zum Tritt aufs Gaspedal, die schnurgeraden, glatt asphaltierten Wege durch die Köge. So gibt es während der Saison und an den Wochenenden hier und da einen Kennzeichenkrieg: NF und HEI gegen den Rest der Welt oder umgekehrt, je nachdem, wer sich hinter dem Steuer im Recht glaubt. Dem Rest der Welt sei gesagt, auch in Dörfern und auf einsamen Strecken wird geblitzt. Und es gibt die Rache der Fahrer mit den heimischen Kennzeichen. Sie lassen den Raser und Drängler schmoren, fahren schön langsam und zwar mittig auf der schmalen Straße.

Schwarzsitzen im Strandkorb

Sie fragen sich: Warum soll ich zahlen? Die Schlange an der Bude des Vermieters ist lang. Sie wollen doch nur ein paar Minuten verschnaufen. Außerdem sind viele Körbe leer, und es merkt doch keiner. Sie wagen es, drehen den Korb aus dem Wind in die Sonne und genießen. Sie können sicher sein: In der Saison werden Sie ertappt. Entweder kassiert der Mann mit der weißen Mütze. Oder der ehrliche Gast, der gezahlt hat, steht auf einmal vor Ihnen …

Bücher & Filme

Sturmtief, Der Inselkönig, Tod am Kanal

Drei Titel aus der Reihe „Hinterm-Deich-Krimis“ von Hannes Nygaard mit Charakteren und Schauplätzen der Küste.

Deutschstunde

Der Roman von Siegfried Lenz ist Gesellschaftskritik und zugleich eine Liebeserklärung an die Nordseeküste. Verfilmt 1971 von Peter Beauvais für die ARD und seit 2008 als Teil der „Siegfried-Lenz-Box“ als DVD erhältlich.

Weltnaturerbe Wattenmeer – Die Nordsee von oben

zeigt Peter Hamel mit fantastischen Fotos (Text: Christine Kröger). Einfach wunderschön.

meerkampf.watt?l

Liebevoll-lustiger Dokumentarfilm mit Tiefgang über die kultige Wattolümpiade in Brunsbüttel und ihren Initiator Jens Rusch von Frank D. Müller (2009).

Die Schimmelreiter

Nein, dieser Film (2008) von Lars Jessen hat wenig mit Theodor Storm zu tun. Es geht um zwei Typen (Peter Jordan und Axel Prahl), die nur eines wollen: fort in die Stadt. Oder vielleicht doch nicht?

Full Metal Village

Was Wackens Feuerwehrkapelle mit den Scorpions zu tun hat, zeigt Sung-Hyung Cho in ihrer mehrfach preisgekrönten Dokumentation über das W:O:A (2007).

3-8 °C
2 h/Tag
6 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 21:42 Uhr

Anreise

6h 44min
7h 48min
1h 5min
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