Mexiko

Überblick

Regenwälder, in denen Pyramiden aufragen, schneebedeckte Vulkane und die Fluten der Karibik, Unesco-Welterbestätten im Dutzend, dazu mitreißende Musik und feuriger Tequila. Wale, die sich vor der Pazifikküste tummeln, und Korallenriffe mit gewaltigen Tropenfischen. Mexiko: nur ein einziges Land und doch ein Universum für sich!

Bilder

Bildergalerie starten

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ansicht:
Alle Sehenswürdigkeiten Alle Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten Alle Restaurants Alle Aktivitäten

Beliebte Regionen in Mexiko

Sortierung:

Beliebte Städte in Mexiko

Sortierung:

Reisezeit Mexiko

Januar
sehr gut
19°C
Februar
sehr gut
21°C
März
sehr gut
24°C
April
sehr gut
25°C
Mai
mittel
26°C
Juni
mittel
24°C
Juli
mäßig
23°C
August
mäßig
23°C
September
mäßig
23°C
Oktober
mittel
21°C
November
gut
20°C
Dezember
sehr gut
19°C
MARCO POLO Reiseführer
MARCO POLO Reiseführer Mexiko
MARCO POLO Reiseführer Mexiko
15,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Kontinentalkarte Mexiko, Guatemala, Belize, El Salvador 1: 2 500 000
MARCO POLO Kontinentalkarte Mexiko, Guatemala, Belize, El Salvador 1: 2 500 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Yucatan
MARCO POLO Reiseführer Yucatan
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich

Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Donnerstag / 29.10.2020
Vormittags
-
Nachmittags
20 °C
Abends
10 °C
Freitag / 30.10.2020
Vormittags
12 °C
Nachmittags
22 °C
Abends
13 °C
Samstag / 31.10.2020
Vormittags
15 °C
Nachmittags
25 °C
Abends
14 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

14h 34min
Frankfurt am Main
Mexiko
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Entdecke Mexiko

Badeparadies Mexiko

Neben faszinierenden, weltberühmten Strandorten wie Acapulco und Cancún gibt es noch unzählige kleine und verschwiegene Badebuchten – die Möglichkeiten sind atemberaubend. Immerhin hat Mexiko an Karibik und Pazifik mehr als 9000 km Küstenlinie. Während die pazifische Westküste in erster Linie für einen reinen Badeurlaub geeignet ist, kannst du auf der Yucatán-Halbinsel im Süden klassische Mayakultur und karibisches Strandleben ideal miteinander verbinden.

Abseits der Touri-Pfade

Noch weitgehend unentdeckt ist die 1300 km lange Halbinsel Baja California, eine Verlängerung Kaliforniens, die im äußersten Norden vom mexikanischen Festland abzweigt und in den Pazifik hineinragt. Glasklares Wasser, versteckte Sandbuchten und raue Felsklippen – die Landschaft ist von grandioser Erhabenheit. Außerhalb der Hotels tun sich wüstenartige Landstriche auf. In den zerklüfteten Schluchten der Sierras und auf den unbefestigten Schotterstraßen im Landesinneren fühlt man sich jenseits aller Zivilisation.

Auf den Spuren von Iniana Jones

Pyramiden und Tempel überragen eine Lichtung im dichten Regenwald von Chiapas, die Atmosphäre ist von magischer Schönheit und das 21. Jh. scheint Lichtjahre entfernt. Die Vorfahren der heutigen Maya huldigten einer unsichtbaren Welt, die dennoch präsent war. Ihre Priester machten sie mittels Riten und Opfergaben zur zweiten Wirklichkeit. Unglaublich: Etwa 25 000 archäologische Stätten, die 1000 bis 2000 Jahre alt sind, wurden in Mexiko entdeckt. Nur 200 davon sind dem Dschungel entrissen, restauriert und zugänglich. Im yucatekischen Cobá spazierst du auf freigelegten Urwaldstraßen zu einer malerisch um Seen gruppierten Zeremonialstätte der Maya. In Tulum hast du von den auf einer Klippe gelegenen Tempeln einen atemraubenden Blick aufs Karibische Meer. Hoch über den Wolken liegt Monte Albán; um einen Platz für die Götter zu schaffen, trugen die Erbauer mühevoll die Kuppe eines Bergs ab. In Chichén Itzá offenbart sich zur Tagundnachtgleiche ein ungewöhnliches Schauspiel: Durch den Schattenwurf der Sonne entsteht der Eindruck einer sich langsam die Pyramide herabwindenden Schlange.

Nicht zu unterschätzen

Wer zum ersten Mal nach Mexiko reist, sollte seinen Aufenthalt gut planen. Es ist nicht ratsam, während weniger Wochen das ganze Land zu bereisen, weil man möglichst viel kennenlernen möchte. Mexiko ist eben ein Land von ungeheurer Vielfalt und Ausdehnung – mit einer Fläche von beinahe 2 Mio. km2 ist es knapp sechsmal so groß wie Deutschland und misst in der Nord-Süd-Ausdehnung mehr als 3000 km: So ergibt sich für jeden die Gelegenheit, auf einer Reise sein eigenes Mexiko zu entdecken.

Pulsierende Megacity: eine Stadt, viele Gesichter

Etwa Mexiko-Stadt, die chaotische, erdbebengefährdete und übervölkerte 25-Mio.-Metropole voller Smog und hupender Autos: Manche entdecken eine kosmopolitisch-kulturelle Großstadt der Paläste, Museen und Theater, andere lieben vor allem die großartigen Restaurants und die ausgefallenen, zu Hotels umgewandelten Haciendas, auf denen man sich in vergangene Epochen zurückversetzt fühlt. Eine Welt für sich wiederum ist das bunte, das folkloristische Mexiko der Straßenhändler, Garküchenbetreiber, der Gaukler im Alamedapark, der Mariachi-Kapellen auf der Plaza Garibaldi. Mexikos Hauptstadt bietet einen Querschnitt durch nahezu alle Bevölkerungsgruppen. Kleine Jungen springen auf die verkehrsüberlasteten Avenidas, um an den Ampeln Zauberkunststücke vorzuführen, Fenster zu putzen oder Lose zu verkaufen. Die Pesos, die sie von den Autofahrern erhalten, sind ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung ihrer Familie. Vor der Kathedrale am Zócalo stellen sich jeden Morgen arbeitslose Handwerker auf und hoffen auf einen Job – für einen Tag oder nur ein paar Stunden. Auf Knien rutschen gläubige Katholiken sonntags zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe, der meistverehrten Heiligen des Landes. Attraktive Mexikanerinnen der Oberschicht stöckeln auf Stilettos durchs Einkaufsviertel Zona Rosa und shoppen in den exklusiven Boutiquen Designermode. Schuhputzer bieten ihre Dienstleistung Einheimischen und Touristen an und unterhalten mit dem verdienten Geld ihre Familien.

On the Road

Wer die Metropole verlässt, nutzt am besten das gut funktionierende öffentliche Verkehrssystem. Überlandbusse verbinden weit voneinander entfernt liegende Städte im Direktverkehr. Für die Verpflegung unterwegs ist bestens gesorgt: Händler verkaufen an den Bushaltestellen mit Hühnerfleisch gefüllte Tacos, „muy picante, señor!“, Kokosnusskuchen, natürlich selbst gebacken, und Orangen. Nirgendwo erhältst du einen besseren Einblick in die mexikanische Gesellschaft als auf diesen Reisen quer durch das Land.

Dschungel, Canons und Vulkane

Im Norden beherrschen Kaktussteppen und Dornbuschsträucher die Landschaft, den Süden prägen tropische Regenwälder und undurchdringlicher Dschungel. Die Sierra Madre Occidental und Sierra Madre Oriental durchlaufen das Land in Nord-Süd-Richtung. Hier finden sich herrliche Eichen- und Kiefernwälder zwischen wild zerklüfteten Cañons. Die Barranca del Cobre, die legendäre Kupferschlucht, ist noch immer die Heimat von Pumas, Bären und Wölfen. Mit Ausnahme der Tarahumaraindianer leben nur wenige Menschen in dieser rauen Gegend. Schneebedeckte Vulkane wiederum liegen im zentralen Hochland. Ausgerechnet im Bereich der Sierra Volcánica Transversal, des vulkanischen Gebirges, befindet sich das Hauptsiedlungsgebiet der Mexikaner. Dass die Erde jederzeit beben kann, nimmt man hier mit Gelassenheit.

Ein Hauch Alt-Spanien

Nirgends im ganzen Land findet man eine solche Anhäufung von kolonialen Städten wie im zentralen Hochland. In einem Radius von nur wenigen Hundert Kilometern um Mexiko-Stadt entfaltete sich die koloniale Städtearchitektur in ihrer größten Pracht. Rund um eine zentrale plaza gruppieren sich die Kirche und die wichtigsten öffentlichen Gebäude. Kopfsteinpflasterstraßen verlaufen im Schachbrettmuster, gesäumt von niedrigen, prächtigen Häusern mit wuchtiger Holztür und schmiedeeisernen Gittern vor den Fenstern. Erst im Inneren der eher unscheinbar aussehenden Gebäude zeigt sich der ganze Reichtum ihrer Besitzer. Eine Oase der Ruhe eröffnet sich im Patio: Im Zentrum dieses arkadengeschmückten Innenhofs plätschert ein kunstvoll verzierter Springbrunnen. Blumen verströmen ihren Duft, Bäume spenden Schatten. Da die Mexikaner einige der schönsten dieser kolonialen Häuser in Hotels umgewandelt haben, bietet sich dir die Chance, diese einzigartige Atmosphäre zu genießen.

Das Beste aus allen Welten 

Prunkvoll statteten die kolonialen Eroberer auch die Kirchen aus. Bei einer in Mexiko sehr verbreiteten Spielart des Barocks, dem Churriguerastil, verwendeten die Künstler eine überreiche Ornamentik und verzierten Engel, Heiligenfiguren, Blätter und Blüten, ja sogar Figuren aus der indianischen Mythologie über und über mit Blattgold. Die Kehrseite der Kolonialismusmedaille demonstrieren die in ehemaligen Kolonialpalästen untergebrachten Museen, die den langen und blutigen Weg zur Freiheit im Kampf gegen die Eroberer dokumentieren. Das heutige Mexiko ist eine aufregende Mischung verschiedener Kulturen: der präkolumbischen, der indianischen, der spanischen und der der modernen Mestizengesellschaft. Die Mestizen, Nachfahren der weißen Eroberer und der indianischen Ureinwohner, bilden heute die größte Bevölkerungsgruppe.

Schwierige Gegenwart 

Während der letzten Jahre geriet Mexiko immer wieder in die Medien, denn das Land kämpft gegen eine Allianz von Drogenkartellen, korrupten Politikern und bestechlichen Polizisten. In diesem Drogenkrieg wurden bislang Zehntausende von Mexikanern getötet. Touristen bekommen in der Regel von diesen Kämpfen, von Gewalt und Erpressung nichts mit. Dennoch ist bei Reisen auf eigene Faust erhöhte Vorsicht geboten: Nach Einbruch der Dunkelheit darf man allein und an unbekannten Orten nicht unterwegs sein. Auch Überlandfahrten per Bus und mit Pkw muss man in einigen Bundesstaaten besser vermeiden. Hochburg der Auseinandersetzungen sind die Grenzorte zu den USA und die Provinzen Morelos und Guerrero. Auf eine Reise nach Mexiko verzichten? Nein, das ist nicht nötig. Den Touristenzentren merkt man – mit Ausnahme eines erhöhen Polizeiaufkommens hier und dort – nichts an, und die Mexikaner schätzen es doppelt, wenn die Ausländer keinen Bogen um ihr Land machen und ähnlich wie sie davon überzeugt sind, dass die Lage bald besser wird.

Praktische Hinweise

Anreise
Bus

Von allen US-mexikanischen Grenzstädten verkehren preiswerte Busse in den Süden des Landes. Von Laredo dauert die Fahrt nach Mexiko-Stadt 14 Stunden. Wenn Sie auf diese Art anreisen, sollten Sie auf jeden Fall einen Bus (camión) der 1. Klasse (primera clase, rápido, lujo, expreso) wählen. Hier gibt es ein WC und Sie haben einen festen Sitzplatz.

Flugzeug

Zahlreiche Fluggesellschaften verkehren von Europa nach Mexiko, jeden Tag haben Sie die Auswahl unter mehreren Flügen. Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt nach Mexiko-Stadt, Air France und Aeroméxico täglich über Paris nach Mexiko-Stadt. Air Berlin und Condor fliegen mehrmals wöchentlich von Deutschland nach Cancún, Belair und Air Berlin von Zürich. Lauda Air verkehrt von Wien nach Cancún. Für ein Retourticket zahlen Sie bei Linienflügen je nach Saison ab 700 Euro. Der Flug dauert zehn bis 14 Stunden, je nach Art der Zwischenlandung.

Vom Flughafen von Mexiko-Stadt (Terminal 1, Halle F oben, bei Puerta 7) fahren mehrmals täglich Busse nach Cuernavaca, Córdoba, Puebla, Querétaro und Toluca ab.

Auskunft
Mexikanisches Fremdenverkehrsbüro

Taunusanlage 21 | 60325 Frankfurt | Tel. 00800 11112266 (kostenlos) | www.visitmexico.com

Secretaría de Turismo

Avenida Presidente Masaryk 172 | Colonia Chapultepec Morales | 11587 México D. F. | Tel. (aus Europa) 0052 5550897500 oder (gratis, nur in Mexiko) 078 | cor respondencia@sectur.gob.mx | www.sectur.gob.mx, www.visitmexico.com

Ein gebührenfreies Nottelefon mit einem Infoservice in Englisch und Spanisch erreichen Sie rund um die Uhr im gesamten Land unter Tel. 01 8009039200.

Camping

Campingplätze sind meist Plätze für Wohnmobile nach US-Vorbild (trailer parks). Richtige Zeltplätze findet man nur selten. Freies Camping sollten Sie aus Gründen der Sicherheit unbedingt vermeiden!

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft Mexiko-Stadt

Avenida Horacio 1506 | Colonia Los Morales | Tel. 0155 52832200 | www.mexiko.diplo.de

Österreichische Botschaft Mexiko-Stadt

Sierra Tarahumara Poniente 420 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 52510806 | www.embajadadeaustria.com.mx

Schweizer Botschaft Mexiko-Stadt

Torre Óptima, 11. Stock | Paseo de las Palmas 405 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 91784370 | www.eda.admin.ch/mexico

Ein- & Ausreise

Für die Einreise nach Mexiko benötigen Sie einen Reisepass und eine Touristenkarte, die Sie von einem mexikanischen Konsulat oder der Fluggesellschaft bekommen. Eine Kopie verbleibt im Pass, sie muss bei der Ausreise wieder vorgelegt werden.

In der Ankunftshalle im Flughafen von Mexiko-Stadt werden Sie von einer Reihe "schwarzer" Taxifahrer angesprochen. Deren Angebote sollten Sie aus Sicherheitsgründen ablehnen, auch wenn sie preislich attraktiv klingen mögen. Am Ausgang befindet sich ein Schalter, wo Sie ein Taxiticket erhalten. Dort zahlen Sie feste Preise für unterschiedliche Zonen.

Eintrittspreise

In bedeutenden Museen und archäologischen Stätten müssen Sie mit 4 bis 9 US-$, in kleineren Stätten und privaten Museen mit 2 bis 4 US-$ rechnen. Wo der Eintritt deutlich über diesen Richtwerten liegt, haben wir ihn in diesem Reiseführer jeweils extra genannt.

Der freie Eintritt für archäologische Stätten und staatliche Museen am Sonntag gilt nicht für Touristen, sondern nur für Einheimische und in Mexiko sesshafte Ausländer (residentes).

Fotografieren

Es lohnt sich, Speicherkarten in Mexiko zu kaufen, da sie hier günstiger sind. In Museen dürfen Sie nur gegen Gebühr fotografieren. Indígenas lassen sich nicht gern ablichten, holen Sie vorher unbedingt ihr Einverständnis ein. In einigen Regionen (z. B. in Chiapas) ist generell beim Fotografieren Vorsicht geboten.

Frauen allein Unterwegs

In Mittelamerika ist das Alleinreisen nicht so einfach wie im Odenwald: Es hat für mexikanische Männer u. U. bereits einen gewissen Aufforderungscharakter, wenn eine Frau allein unterwegs ist. Bei einer "Anmache" ist ein klares, schnelles und kurzes "¡No, gracias!" ohne Lächeln oft hilfreich. Zudem gilt: Wandern Sie nicht allein im Naturpark und am einsamem Strand und setzen Sie sich im Bus immer neben eine Frau!

Geld & Kreditkarten

Die Abkürzung für den Peso ($) ist dieselbe wie für den US-Dollar; prüfen Sie daher bei Preisschildern, welche Währung gemeint ist. Es ist oft nützlich, kleinere Dollarscheine dabeizuhaben. Größere Hotels und Autovermietungen akzeptieren die gängigen Kreditkarten, das Gleiche gilt für die teureren Geschäfte und Restaurants in den Städten. Die Zahl der Geldautomaten, an denen Sie mit Kreditkarte und ec-Karte mit Maestrosignet (günstigster Kurs) Bargeld erhalten, nimmt zu.

Gesundheit

Impfvorschriften für die Einreise gibt es keine. Das Malariarisiko ist sehr gering. Vorsorge gegen Typhus und Hepatitis wird empfohlen. Eine Reisekrankenversicherung ist unbedingt ratsam. Sonnencreme und Insektenschutzmittel gehören auf jeden Fall ins Reisegepäck.

Im Notfall: ABC Medical Center, Campus Observatorio | Calle Sur 136 Nr. 116 | Colonia Las Américas | Mexiko-Stadt | Tel. 0155 52308161 | www.abchospital.com

Die mexikanische Apotheke heißt farmacia und verkauft die gängigen europäischen Medikamente meist wesentlich preiswerter als zu Hause. Es ist besser, Sie kennen den Wirkstoff des gewünschten Medikaments, falls dies einen anderen, mexikanischen Namen hat. Gesundheitstipps für Fernreisende finden Sie im Internet auf www.die-reisemedizin.de, Impfhinweise unter www.crm.de.

Internet

www.visitmexico.com stammt vom mexikanischen Fremdenverkehrsbüro. www.mesoweb.com ist die schönste Website zur Archäologie präkolumbischer Kulturen, www.mexonline.com ist ein kommerzielles Portal für das US-Publikum. www.mexiko-travelnews.de ist ein anspruchsvolles deutschsprachiges Portal mit Reisetipps und Hintergrundinformationen. Privat, aber gut gemacht ist die deutsche Website www.mexico-info.de. Erlebnis- und Ökotouren findet man bei www.ecoadventuremexico.com, Landkarten und Stadtpläne bei www.maps-of-mexico.com.

Internetcafés & WLAN

Das Internet ist in Mexiko sehr beliebt, doch in Privathaushalten weniger verbreitet. In Städten entstehen daher fast täglich neue Internetcafés. Eine Stunde kostet 1 bis 4 Euro - eine preiswerte Alternative zu teuren Telefonaten ins Ausland. Ein Verzeichnis von Internetcafés finden Sie bei www.cybercafes.com, von WLAN-Plätzen bei www.hotspot-locations.com.

Klima & Reisezeit

Regenzeit herrscht in Mexiko von Mai bis Oktober. Im zentralen Hochland beschränkt sich der Regen auf Nachmittagsschauer, in den südlichen Landesteilen in Chiapas und an der Karibik regnet es mehr. An der Karibikküste wüten zwischen August und September Hurrikane, die für Touristen immer unangenehm sind: Sie bringen viel Regen und machen eventuell einen Umzug ins Landesinnere notwendig. Beste Reisezeit sind daher die europäischen Wintermonate, wobei Sie jedoch Weihnachts- und Osterzeit sowie die Wochen der US-spring break meiden sollten, da zu diesen Terminen sehr viele junge US-Touristen im Land unterwegs sind. Viele Hotels und Flüge sind dann ausgebucht, Restaurants und Busse überfüllt und die Preise verdoppelt.

Knigge

Wenn in Mexiko einmal etwas nicht gleich klappt - im Hotel, im Restaurant oder im Bus - sollten Sie sich keinesfalls aufregen, schon gar nicht auf Englisch. Mexikaner sind geduldig und wissen, dass morgen (mañana) alles besser werden kann. Ansonsten schätzen sie große Höflichkeit und Förmlichkeit: Ausdrücke wie "gracias señora", "con permiso" ("Entschuldigung") und "para servirle" ("Bitte, gern geschehen") gehören immer dazu.

Mietwagen

Neben den großen internationalen Autovermietungen gibt es viele preiswerte lokale Firmen, bei denen jedoch eine genaue Prüfung des Fahrzeugs vor der Übergabe unerlässlich ist. Der nationale Führerschein reicht zwar aus. Wenn Sie ein Auto mieten oder in eine Polizeikontrolle kommen, ist der internationale jedoch von Vorteil. Oft ist es günstiger und sicherer, bereits zu Hause zu reservieren. Wenn Sie mit dem Mietwagen unterwegs sind, sollten Sie sich peinlich genau an die Verkehrsvorschriften halten. Den Pannendienst Ángeles Verdes ("Grüne Engel") erreichen Sie über Tel. 0155 52508221 und 018009039200 sowie 078.

Notruf

Feuerwehr und Rettungsdienst: Tel. 066, Polizei: Tel. 080

Öffentliche Verkehrsmittel

Die mexikanische Eisenbahn ist nach der Privatisierung weitgehend stillgelegt. Es verkehren nur noch einige Züge. Der autobús, in Mexiko auch camión genannt, erreicht praktisch jeden Ort mehrere Male pro Tag. Viele private Busgesellschaften bieten ihre preiswerten Dienste in zwei bis drei Klassen an. Der Fahrscheinkauf am Vortag ist empfehlenswert. Informationen: www.ticketbus.com.mx. Nachtfahrten sollten Sie vermeiden, da das Risiko von Diebstählen und Raubüberfällen dann zu groß wird.

Zwischen La Paz (Fährhafen Pichilingüe) in Baja California und Los Mochis (Fährhafen Topolobampo) verkehrt Baja Ferries (www.bajaferries.com) siebenmal wöchentlich (Dauer der Überfahrt: sechs Stunden); eine weitere Fähre geht von La Paz nach Mazatlán. In der Karibik verkehren Fähren zu den Inseln Cozumel und Isla Mujeres (www.granpuerto.com.mx).

Die etwa 50 Flughäfen werden von privaten Fluggesellschaften bedient. Wer lange Busfahrten meiden will, hat die Wahl unter folgenden Low-Cost-Airlines: Volaris (www.volaris.com.mx), Viva Aerobus (www.vivaaerobus.com) und Interjet (www.interjet.com.mx).

Öffnungszeiten

Geschäfte machen mittags Pause (ca. 13-16 Uhr) und haben abends lange auf; gesetzlich geregelte Zeiten gibt es nicht.

Polizei

Kontakt mit der einheimischen Polizei sollten Sie möglichst vermeiden, da die Polizisten häufig auf ein "Trinkgeld" aus sind. Bei Problemen wenden Sie sich besser an Beamte der Touristenpolizei (in blauer Uniform) oder der Autobahnpolizei ("Caminos y Puentes").

Post

Die Post heißt correo; eine Luftpostkarte (por avión) kostet 14 Pesos Porto.

Sicherheit

In Mexiko-Stadt müssen Sie gut auf sich und Ihre Habseligkeiten aufpassen: Das bedeutet: nicht mit einem "freien" Taxi fahren, Wertsachen im Hotel(safe) lassen, wenig Geld und eine Passkopie mitnehmen, besonders aufmerksam im Gedränge von U-Bahn, Bus, Markt oder Busbahnhof sein, Geld und Papiere in einer vorderen Hosentasche tragen. Steigen Sie nach 18 Uhr nur in ein gerufenes Funk- oder Hoteltaxi.

Im übrigen Land reisen Sie im Wesentlichen so sicher wie in Europa, vorausgesetzt Sie meiden leere Strände, fahren nicht per Anhalter und wandern in Guerrero und Chiapas nicht in unbewohnten Regionen.

Strom

Die Netzspannung in Mexiko beträgt 110 Volt (manchmal 125). Sie benötigen einen US-Flachstecker.

Taxi

Wenn ein Taxameter eingeschaltet ist, ist das Taxifahren sehr preiswert (1 km ca. 0,40-0,50 Euro). Anderenfalls den Preis unbedingt vorher vereinbaren (Richtpreise im Hotel erfragen)! In Mexiko-Stadt sollten Sie die preiswerten ambulanten Taxis (oft VW-Käfer) nicht in der Dunkelheit benutzen.

Telefon & Handy

Überall im Land gibt es Telefonzellen, in denen Sie Telefonkarten nutzen können. Eine Minute nach Europa kostet 20 Pesos, ein Ortsgespräch 1 Peso. Europäische Handys können Sie benutzen. Eine mexikanische Prepaidkarte der Gesellschaft Telcel (www.telcel.com) kostet in Mexiko zwischen 15 und 40 US-$ - mit Gesprächsguthaben bis zur Hälfte des Kaufpreises. In Europa werden Karten für 40-50 Euro angeboten, jedoch nur mit knapp 10 Euro Guthaben. Um sie nutzen zu können, benötigen Sie ein freigeschaltetes, GSM-1900-kompatibles Gerät. Nachladekarten zu 100 und 200 Pesos gibt es in vielen Geschäften. Gespräche kosten 0,20-0,30 Euro pro Minute in Mexiko und um 1,30 Euro nach Europa (SMS 0,16 Euro), eingehende Auslandsgespräche 0,20-0,30 Euro.

Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Mexiko 0052, dann die Ortsvorwahl ohne die 01 vorweg.

Trinkgeld

Im Restaurant sind zehn bis 15 Prozent üblich, falls eine propina in der Rechnung nicht schon ausgewiesen ist. Taxifahrer erwarten in Mexiko kein Trinkgeld. Mit 5-10 Pesos sind kleinere Gefälligkeiten normalerweise ausreichend abgegolten.

Unterkunft

Jugendherbergen finden Sie unter www.hostellingmexico.com; eine Übernachtung kostet 6-10 Euro. Auch Bed and Breakfast (www.bedandbreakfast.com/mexico.html) hat sich durchgesetzt. Feine kleinere, typisch mexikanische Boutiquehotels haben sich unter www.hotelesboutique.com zusammengeschlossen. Haciendahotels finden Sie bei www.thehaciendas.com und www.haciendasmexico.com. Hotels aller Preisklassen listet www.clickhoteles.com.mx auf.

Zeit

MEZ minus sieben Stunden, im Westen minus acht bzw. neun Stunden. Sommerzeit vom ersten Aprilsonntag bis zum letzten Oktobersonntag.

Zoll

Bei der Einreise sind Waren bis zum Wert von 300 US-$ zollfrei, bei Rückkehr in die EU u. a. 1 l Spirituosen sowie andere Waren bis 430 Euro Warenwert. Verboten ist die Ausfuhr von Antiquitäten und Fundstücken, auch "Bruchstücken" aus archäologischen Stätten. www.aduanas.sat.gob.mx, www.zoll.de

Was kostet wie viel?

Kaffee

1,50-2 Euro für einen café de olla

Snack

1,50-2 Euro für einen Taco am Stand

Bier

1,50-2 Euro für eine Dose

Souvenir

ab 20 Euro für eine Hängematte

Benzin

um 0,90 Euro für 1 l

Busfahrt

8-12 Euro für 100 km in der 1. Klasse

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Jan.

Año Nuevo (Neujahr)

5. Feb.

Aniversario de la Constitución (Tag der Verfassung)

21. März

Natalicio (Geburtstag) de Benito Juárez

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

5. Mai

Aniversario de la Batalla de Puebla (Gedenktag des Sieges über die Franzosen 1862)

1. Sept.

Informe Presidencial (Bericht des Präsidenten zur Lage der Nation)

16. Sept.

Día de la Independencia (am Vorabend des Unabhängigkeitstags wiederholt der Präsident den Aufruf des Paters Hidalgo, den Grito de Dolores, vom Balkon des Nationalpalasts)

12. Okt.

Día de la Raza (Tag des Beginns der Entstehung des lateinamerikanischen Volks)

20. Nov.

Aniversario de la Revolución (Gedenktag an die Revolution von 1910)

25. Dez.

Navidad (Weihnachten)

Feste & Veranstaltungen
Karneval

Ein ausgelassenes Fest, das mit bunten Umzügen gefeiert wird. Als besonders schön gilt der Karneval in Veracruz und Mérida.

Zweite Märzhälfte

Musik, Oper, Tanz, Theater und Kabarett: Beim Festival de México treten rund 1000 internationale Künstler in Kirchen, Theatern, Palästen, auf plazas und in Patios von Mexiko-Stadt auf. www.festival.org.mx

März/April

Semana Santa (Osterwoche) von Gründonnerstag bis Ostersonntag.

Zweite Aprilhälfte

Beim Festival Cultural Zacatecas begeistern Hunderte mexikanische Künstler aus den Sparten Kunst, Theater, Tanz, Musik und Folklore. www.festivalculturalzacatecas.com

Zwei letzte Julimontage

In Oaxaca werden bei einer Guelaguetza in präkolumbischer Tradition indianische Stammestänze aufgeführt. www.oaxacainfo.com

15. August

Mariä Himmelfahrt wird überall mit Wallfahrten und Tänzen gefeiert.

Zweite Oktoberhälfte

Das Festival Internacional Cervantino zu Ehren des Schöpfers von Don Quijote zieht 2000 Künstler aus aller Welt nach Guanajuato. Zu sehen sind Oper, Theater, Tanz, Bildhauerei sowie Literatur. www.festivalcervantino.gob.mx

1./2. November

Todos los Santos und Día de los Muertos (Allerheiligen und Allerseelen): An diesen Tagen lernen Sie den bizarren mexikanischen Totenkult kennen.

12. Dezember

Aparición de la Virgen de Guadalupe: Halb Mittelamerika erscheint zur Wallfahrt vor der Kirche der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt.

16.-24. Dezember

Bei den Posadas wird die Herbergssuche der Heiligen Familie überall in Mexiko nachgespielt; Kinder ziehen von Haus zu Haus.

23. Dezember

Beim originellen Volksfest La Noche de Rábanos ("Nacht der Rettiche") in Oaxaca präsentieren Gärtner aus Blumen, Gemüse und Früchten geformte Figuren der Weihnachtsgeschichte. Dazu gibt es ein traditionelles Abendessen mit Stockfisch. www.oaxaca-mio.com/fiestas/rabanos.htm

Im Trend

In der Küche
Ausgekocht

Die mexikanische Küche ist abwechslungsreich. Wenn Sie alle Feinheiten kennenlernen wollen, besuchen Sie in Puerto Morelos die Little Mexican Cooking School (www.thelittlemexicancookingschool.com) oder planen Sie einen ganzen Kochurlaub mit Mexican Cooking Vacation (www.mexicancookingvacation.com) in San Miguel de Allende ein. Auf der Biofarm Rancho el Limón (www.rancholimon.com) in Las Palmas entspannen Sie nicht nur beim Kochen, sondern auch im Spa.

Unter Wasser
Kunst im Meer

Mehrere hundert Zementskulpturen wurden vor Cancún versenkt. Weder handelt es sich dabei um Umweltverschmutzung, noch war der Untergang ein Unfall. Die Figuren bilden ein künstliches Riff - und dienen so der Tierwelt. Und natürlich lassen sich auch Taucher das Projekt des Briten Jason de Caires Taylor nicht entgehen (www.underwatersculpture.com). Mit dem Carey Dive Center (Avenida Matamoros 13-A, Isla Mujeres, www.careydivecenter.com) können Sie die faszinierende Unterwasserwelt selbst erleben.

Welch ein Anblick
Schicke Hotels

Das La Purificadora (Paseo San Francisco) liegt in einem Gebäude aus dem 19. Jh. in Pueblas historischer Altstadt. Im Inneren erwartet Sie jedoch modernes Design inklusive eines gläsernen Pools. Supermodern ist auch das Habita (Avenida Presidente Masaryk 201) in Mexiko-Stadt mit seiner schönen Dachterrasse. An der Küste gibt es ebenfalls Designherbergen: Das Hotel Cinco (Avenida Anclote 5, Punta de Mita) ist einen Besuch wert.

Bewährt und begehrt
Zum Anziehen

Mode, die sich traditioneller Techniken bedient, dabei aber ganz modern ist - das ist mehr als nur ein Trend. Alejandra Quesada lässt sich bei ihren verträumten Designs von historischen Stickereien inspirieren. Zu kaufen gibt es ihre Kreationen in Mexiko-Stadt bei Punto i Coma (Monte Himalaya 815). Das Label Nahui Ollin setzt auf die Flechtkunst der Maya und tut der Umwelt gleichzeitig einen Gefallen. Aus gebrauchten Materialien werden echte Hinguckertaschen geflochten (www.ollinarmcandy.uk.com). Pineda Covalin ist ebenso farbenfroh und engagiert sich zudem für soziale Projekte (Campos Elíseos 215, Mexiko-Stadt). Carmen Rion setzt auf umweltverträgliche Fashion (Michoacán 30, Mexiko-Stadt).

Höhlenrausch
Caving

Erkunden Sie die Höhlen des Landes. Explora (1 de Marzo 30, San Cristóbal de las Casas, www.explorachiapas.com) bringt Sie tief unter die Erde von Chiapas. Die Grutas de Quintero südlich der Stadt Mante können Sie sogar allein erkunden - der Weg ist beschildert. Allerdings sollten Sie dann keine Angst vor Fledermäusen haben. Die nachtaktiven Tiere verschlafen zu Hunderten den Tag in den natürlichen Gewölben. Im Bundesstaat Oaxaca gibt es viele sehenswerte Höhlen, z. B. die rund 400 m lange Höhle von San Sebastián. Wenn Sie sich von Ihren unterirdischen Abenteuern erholen möchten, besuchen Sie das Spa an der Straße von San Miguel de Allende nach Dolores Hidalgo. Im La Gruta (www.lagrutaspa.com) warten keine Fledermäuse, sondern heißes Thermalwasser in einer künstlichen Höhle auf geschaffte Abenteurer.

Bloss nicht

Eine factory besuchen

Den Teilnehmern von Pauschalreisen und Rundfahrten sowie Besichtigungsausflügen wird der Besuch einer factory aufgedrängt, in der Kunsthandwerksartikel angeblich besonders preisgünstig sind. Meist ist der Besitzer ein "friend" des Reiseleiters und der Reiseleiter verbürgt sich für wirklich gute Qualität und einen Preisnachlass. Besser ist fast immer ein freundliches, aber bestimmtes "¡No, gracias!"

Nachts am Strand spazieren gehen

Vollmond überm Pazifik, silbern glänzt das Meer - das verlockt zum romantischen Strandspaziergang um Mitternacht. Doch Vorsicht ist angeraten: Nur wenn Sie sich in der Sichtweite von Restaurants befinden oder genügend andere Menschen unterwegs sind, sollten Sie loslaufen - Sie wollen schließlich nicht das Risiko eingehen, ausgeraubt zu werden. Für Frauen besteht die Gefahr sexueller Belästigung.

Englisch sprechen und sich aufregen

Viele Mexikaner sind nicht gut auf US-Amerikaner zu sprechen: Hat ihnen doch der reiche Nachbar im Norden gewaltige Teile des Landes (die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Arizona) weggenommen und sich auch immer wieder in die Politik Mexikos eingemischt. Die Dollars der gringos, wie US-Amerikaner genannt werden, sind zwar gern gesehen, die gringos selbst aber nicht so - zumindest nicht überall. Wer Englisch spricht, wird für einen US-Amerikaner gehalten, wer sich dann noch aufregt über Dinge, die nicht gleich klappen, hat ganz verspielt. Wenige Worte in Spanisch sind daher meist besser als ein englischer Wortschwall.

Sich Drogen andrehen lassen

Von Mexiko werden zwar Drogen in die USA geschmuggelt, der Gebrauch von Drogen wird jedoch scharf verfolgt und geahndet. Lassen Sie die Finger davon, und haben Sie bei starken Schmerzmitteln ein Rezept parat.

2.-Klasse-Busse auf Langstrecken nutzen

Es werden in 2.-Klasse-Bussen keine Sitzplätze reserviert, die Busse halten praktisch an jedem Busch und sind immer überfüllt. Kaufen Sie daher bei Langstrecken immer ein 1.-Klasse-Ticket, und zwar möglichst einen Tag im Voraus. Die Busse der primera clase garantieren einen Sitzplatz, nur wenige Stopps, keine stehenden Fahrgäste sowie zügige und meist sichere Fahrt.

Zu wenig propina geben

Mexikanische Kellner sind von den Trinkgeldern der US-Amerikaner verwöhnt, die mehr als 15 Prozent geben. Deshalb: Mindestens 10 Prozent propina sind bei gutem Service Pflicht, will man zukünftig wie ein Freund begrüßt werden, gibt man wie die Amerikaner.

Stichworte

Bevölkerung

Die Eroberung Mexikos 1521 durch Hernán Cortés war die Geburtsstunde des mexikanischen Volks: Es begann die Vermischung von Indianern und Spaniern. Heute bezeichnet man etwa 85 Prozent als Mestizen. Rund 12 Prozent sind Indios. Die einstigen Herrscher des Landes bilden heute die ärmste Bevölkerungsgruppe und fühlen sich von den Mestizen unterdrückt. Diese wiederum sehen auf die indígenas herab, halten sie für faul und primitiv. Gut 113 Mio. Ew. zählt Mexiko, annähernd ein Fünftel davon lebt in der Hauptstadt. Die mexikanische Bevölkerung ist jung, etwa die Hälfte der Menschen ist unter 25 Jahre alt. Eine kleine Mittel- und Oberschicht steht der Masse der armen Stadtbevölkerung gegenüber. Aufgrund der hohen Inflation und der sinkenden Agrarpreise nimmt die Verarmung der campesinos, der Bauern und Landarbeiter, weiter zu. Da der Ertrag ihres Bodens oft nicht mal zur Selbstversorgung ausreicht, wandern viele der Jüngeren in die Stadt ab.

Drogenkrieg

Seit einigen Jahren schon gefährden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Militär und Drogenkartellen einerseits sowie Gewalt zwischen einzelnen Drogenbanden andererseits die innere Sicherheit Mexikos. Der sogenannte Drogenkrieg hat nach Angaben der Regierung seit 2006 über 50000 Tote gefordert, darunter einige Journalisten und wenige zivile Opfer durch Verwechslungen. Etwa 1000 der Toten sind Angehörige der Justiz und der Sicherheitskräfte, die übrigen Mitglieder der Drogenmafia. Die Lösung des Konflikts wird erschwert durch den Umstand, dass ein Teil der Sicherheitskräfte und der Justiz selbst für die Drogenmafia arbeitet. So wurde in Cancún nahezu der gesamte korrupte Polizeiapparat vom Militär entmachtet. Die Drogenkartelle haben in einigen Bundesstaaten (Michoacán, Guerrero, Chihuahua) bereits die staatliche Macht abgelöst. Ausländische Touristen sind von den Auseinandersetzungen noch nicht betroffen. Ein "landesspezifischer Sicherheitshinweis" (keine Reisewarnung) des Auswärtigen Amts macht indes auf erhöhte Kriminalität in Mexiko aufmerksam.

Frauen

Im Land des Machismo haben es Frauen nicht leicht: Sie verdienen nur einen Bruchteil dessen, was Männer erhalten, und arbeiten ohnehin in Niedriglohnbereichen. Obwohl geschiedene Männer gesetzlich verpflichtet sind, Unterhalt zu zahlen, müssen Millionen Frauen sich und ihre Kinder allein durchbringen. Ein goldener Ring am Finger zählt mehr als das beste Zeugnis. Kleine Mädchen passen auf ihre Geschwister auf und versäumen die Schule, damit ihre Mütter arbeiten können. Nur selten ist eine Mexikanerin leger gekleidet. Selbst bei großer Hitze werden Strümpfe, enge Röcke und hochhackige Schuhe getragen.

Frida Kahlo

Pablo Picasso war von ihren Bildern begeistert. Marcel Duchamp und André Breton gehörten zu ihren Bewunderern. In Amerika feierte sie mit nur 31 Jahren triumphale Erfolge, und auch Europa hat sie entdeckt. Dabei blieb Frida Kahlo doch stets im Schatten des Malers Diego Rivera, mit dem sie zweimal verheiratet war. Während Riveras monumentale Wandbilder die öffentlichen Gebäude und Paläste Mexikos zieren, malte sie, zurückgezogen in einem Zimmer ihres Hauses, kleinformatige Bilder, zumeist Selbstporträts. Ihre Gemälde dokumentieren das Leid und den Schmerz, die in ihrem Körper wohnten. Mit 18 Jahren hatte die 1907 geborene Künstlerin einen sehr schweren Busunfall. Unzählige Male wurde sie operiert, ein Bein musste amputiert werden, zuletzt saß sie im Rollstuhl. Aber zeitlebens blieb sie ihren Leidenschaften treu, nämlich Diego Rivera und der Malerei. Sie starb 1954 und ist mittlerweile zu einer internationalen Kultfigur geworden.

Haciendahotels

Nach der Eroberung Mexikos gründeten die Spanier große landwirtschaftliche Betriebe, sogenannte Haciendas, wo sie in prächtigen Herrenhäusern residierten. Da diese Landgüter oft isoliert lagen und daher autark sein mussten, entwickelten sie sich zu kleinen Dörfern mit einer Kirche, einem Laden und Häusern für die peones, die Arbeiter. Der Glanz der riesigen Güter ist inzwischen verblasst, doch einige wurden restauriert und als Hotels wiedereröffnet.

Landwirtschaft

Da die mexikanische Revolution durch die Forderung tierra y libertad ("Land und Freiheit") ausgelöst worden war, kam es nach der Verfassung von 1917 zu einer Umverteilung des privaten Landbesitzes an landlose Bauern (peones). Die sich nunmehr seit Jahrzehnten hinziehende Umverteilung des Bodens ist nicht zufriedenstellend gelöst. Noch immer warten Millionen auf ihr Stückchen Erde. Viele, denen Boden gegeben wurde, sagen, er sei als Ackerland unbrauchbar. Nicht wenige leben unterhalb der Armutsgrenze.

Mariachi-Musik

Ein Abend in Mexiko-Stadt sollte der Plaza Garibaldi gewidmet sein, dem Treffpunkt zahlreicher Mariachi-Kapellen. Mariachis - der Name leitet sich wahrscheinlich ab vom französischen mariage für Hochzeit, ein Anlass zum Aufspielen - können Gruppen von bis zu zehn Musikern sein. Sie sind an ihren Dienstuniformen zu erkennen: schwarzen Anzügen, die über und über mit Silbertressen bestickt sind, sowie breitkrempigen Hüten. Zu ihrem Repertoire gehören mexikanische Volkslieder, die unter Geigen-, Trompeten- und Gitarrenbegleitung inbrünstig vorgetragen werden.

Maya

Das Hauptverbreitungsgebiet der rund anderthalb Jahrtausende zurückliegenden Mayakultur erstreckte sich auf die Halbinsel Yucatán und Guatemala. Von den übrigen Völkern Mittelamerikas unterschieden sich die Maya insbesondere durch die Entwicklung eines komplexen Kalender- und Schriftsystems.

Bei dem hohen Niveau der Mayakultur ist es verwunderlich, dass weder Töpferscheibe noch Rad bekannt waren. In der Blütezeit ihrer Kultur, zwischen dem 4. und 9. Jh. n. Chr., entstanden zahlreiche Tempelstädte im Regenwald. Zu den schönsten und deshalb bekanntesten Mayastätten Mexikos gehören Chichén Itzá, Tulum, Uxmal, Palenque, Calakmul sowie Cobá. Die Unesco zählt heute mehrere Mayaanlagen zum Weltkulturerbe.

Muralismo

Sie finden sie überall in Mexiko, oft in öffentlichen Gebäuden, wie Regierungspalästen: murales (von mural, "Wand"), großflächige Wandmalereien als Kunstform in Freskotechnik. Sie zeigen und verfremden Ereignisse aus Mexikos Geschichte, geben soziale Probleme teilweise in ironischer und sarkastischer Weise wieder. Die ersten Wandmalereien tauchten Anfang des 20. Jhs. auf: politisch links orientierte Darstellungen aus der Geschichte der Eroberung sowie sozialkritische Betrachtungen des Großeigentums. Bald erhielten die muralistas öffentliche Aufträge: Der große Diego Rivera (1886-1957) schmückte den Treppenaufgang und die Wand der ersten Etage des Nationalpalasts von Mexiko-Stadt. Der ebenfalls politisch engagierte Künstler José Clemente Orozco (1883-1949) verewigte sich mit seinem Meisterwerk "Mensch in Flammen" in einer Kuppel des Hospicio Cabañas in Guadalajara. Und José David Alfaro Siqueiros (1896-1974), einer der bedeutendsten Künstler des Landes und überzeugter Kommunist, gestaltete große Teile des Palacio de las Bellas Artes sowie die Außenwand der Universitätsbibliothek in Mexiko-Stadt. Die Muralisten waren engagiert in ihrem Wunsch, auch den Armen und Unterdrückten, denen, die nicht lesen und schreiben können, die Geschichte ihres Landes näherzubringen. Der Muralismo eroberte die Welt, gelangte auch nach Europa, selbst auf der Mittelmeerinsel Sardinien schmücken in mehreren Bauerndörfern riesige sozialkritische murales die Hauswände.

Ökoparks

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren die sogenannten ökologischen Parks, die in landschaftlich herausragenden Gebieten eingerichtet wurden. Sie ermöglichen den Besuchern auf umweltverträgliche Weise einzigartige Naturerlebnisse. Auf ecoturismo spezialisierte Reisebüros bieten geführte Bergtouren, Wildwasserfahrten u. a. an.

Auf der Yucatánhalbinsel sind an der Riviera Maya in den letzten Jahren zahlreiche neue Ökoparks entstanden. Da die kommerziellen Anlagen Xcaret, Xel-Há und Tres Ríos überaus erfolgreich waren und hohe Einnahmen erzielten, wurden weitere Parks entwickelt. Bei diesen kommerziellen parques ecológicos ist die Bezeichnung "eco" oder "öko" in der Regel nur Lippenbekenntnis. Die zuvor wenig berührte Natur wurde für Besucher erschlossen und hergerichtet - mit betonierten Parkplätzen und den gegenwärtig angesagten zip lines (Stahlkabel, an denen Sie an einer Hängevorrichtung über eine Schlucht, einen Fluss oder einfach durch die Landschaft gleiten).

Pflanzen und Tiere

Die landschaftliche Vielfalt hat in Mexiko einen ungeheuren Artenreichtum an Pflanzen zur Folge. Während Westmexiko hauptsächlich von Tannen- und Kiefernwäldern geprägt wird, wachsen im tropischen Regenwald des Südens viele Edelhölzer sowie zahlreiche Orchideenarten. Bougainvilleen, Oleander, Hibiskus und Magnolienbäume sorgen für bunte Tupfer. In Mexiko gibt es 25000 verschiedene Blütenpflanzen, und nahezu überall gedeihen Kakteen.

In den meist unzugänglichen Schluchten der Sierra Madre leben Schwarzbären, Wölfe, Coyoten, Füchse, Biber und Wildschweine. Im Tiefland gibt es noch Jaguare, Pumas und unzählige Affen. Des Weiteren findet man Dachs, Otter, Luchs, Ozelot, Tapir, Waschbär, Hirsch und Gürteltier. Bunt schillernde Vögel entdeckt man ständig, zu den schönsten zählen Papageien und Kolibris. In den Küstenregionen tummeln sich Pelikane und Flamingos, Reiher und Kormorane, Gänse und Enten. Die Unterwasserwelt vor der karibischen Küste ist voller tropischer Fische. Bei der Vielfalt an Reptilien steht Mexiko weltweit an erster Stelle, bei den Säugetieren an zweiter und bei den Amphibien an vierter Stelle.

Stierkampf

Der Stierkampf ist auch in Mexiko beliebt. Dabei ist das 1526 von den Spaniern eingeführte Spektakel nicht unumstritten. Die größte Stierkampfarena der Welt steht in Mexiko-Stadt. Die Saison dauert von November bis April; die Kämpfe beginnen jeden Sonntag gegen 16 Uhr.

Totenkult

Wer das Glück hat, am 2. November, dem Allerseelentag, in Mexiko zu weilen, der kann ein bizarres Schauspiel beobachten. Am Día de los Muertos, dem Tag der Toten, davon sind die Mexikaner überzeugt, macht die Seele der Verstorbenen zu Hause einen Besuch. Für viele ist das der wichtigste Tag des Jahres, die Vorbereitungen beginnen schon Wochen vorher. Händler präsentieren die unentbehrlichen Requisiten: Totenköpfe aus Keramik und Pappmaché, Gruppen musizierender Skelette, aufklappbare Särge, mannshohe Gerippe, die vor den Eingangstüren postiert werden. Die Bäckereien verkaufen in grellen Zuckerguss getauchte oder mit Liebesperlen beklebte Totenschädel, Schokoladenskelette und Marzipansärge.

Ist die bedeutsame Nacht endlich gekommen, werden in allen Häusern und auf dem Weg zum Friedhof Kerzen entzündet, die den Toten als Wegweiser dienen sollen. Im Totenzimmer ist ein Altar aufgebaut, der mit Blumen geschmückt und mit den Lieblingsspeisen des Verstorbenen beladen ist. Oder man pilgert mit den Gaben zu den Friedhöfen. Die Totenfeiern enden in einem fröhlichen Familienfest, bei dem die vorbereiteten Leckereien verzehrt werden.

In Mixquic bei Mexiko-Stadt ist das Erlebnis für Besucher besonders eindrucksvoll. Zum Totentag kommen auch immer Touristen hierher.

Voladores

Während die voladores, die Vogelmenschen, sich in früheren Zeiten zu Ehren der Götter in die Tiefe stürzten, tun sie es heute überwiegend wegen der Pesos der Einheimischen und Touristen. Wo Sie die Artisten bewundern können? In Mexiko-Stadt, gegenüber dem Anthropologischen Museum und vor Pyramidenanlagen, befinden sich rund 30 m hohe Baumstämme. Wenn genügend Zuschauer versammelt sind, klettern fünf festlich gekleidete Indios hinauf und nehmen auf dem oben angebrachten Holzrahmen Platz. Zunächst tanzt der auf einer schmalen Plattform stehende Indio und lässt die Flöte erklingen. Auf ein Zeichen von ihm werfen sich seine vier Kameraden, an Seilen befestigt, kopfüber in die Tiefe. Bevor sich die Seile langsam rotierend abgewickelt und sie die Erde erreicht haben, vollführt jeder der voladores 13 Umdrehungen. Die voladores von Papantla (www.voladoresdepapantla.com) wurden von der Unesco als Kulturgut der Menschheit ausgezeichnet.

Wirtschaft

Mitte der Siebzigerjahre wurden in Mexiko riesige Erdölvorkommen entdeckt. In Anbetracht des zu erwartenden Reichtums kletterten die Staatsschulden auf mehr als 100 Mrd. Dollar. Als sich die Marktbedingungen für den Ölabsatz verschlechterten, waren Milliarden-Dollar-Verluste die Folge. Heute gehört Mexiko zu den meistverschuldeten Ländern der Welt. Dabei ist ein Großteil des geborgten Gelds durch Korruption auf Nimmerwiedersehen versickert. Die Regierung setzt auf den Tourismus als Devisenbringer. 21 Mio. Menschen besuchen jedes Jahr das Land und lassen etwa 9 Mrd. Euro in Mexiko.

Bücher & Filme

Viva Zapata!

Ein Kunstwerk der Filmgeschichte schuf 1951 Elia Kazan mit diesem Drama. Das Drehbuch von John Steinbeck lieferte eine historische Abenteuergeschichte für die Hauptdarsteller Marlon Brando und Anthony Quinn.

Frida

Julie Taymor führte 2002 Regie bei der Verfilmung des exzentrischen Künstlerlebens von Frida Kahlo. In der Hauptrolle glänzt Salma Hayek.

Somos lo que hay

Der mexikanische Regisseur Jorge Michel Grau entwirft in seinem Horrorfilm "Wir sind was wir sind" von 2010 die Geschichte einer sich von Menschenfleisch ernährenden Familie in den Armenvierteln von Mexiko-Stadt. Der Film wurde als sozialkritisches Kino gelobt, ist jedoch nichts für sensible Gemüter.

Unheimliche Gesellschaft

Sechs Geschichten von Carlos Fuentes, die sich ins Phantastische wenden.

Häuser in Mexiko

In ihrem Buch porträtieren Annie Kelly und Tim Street-Porter in einzigartigen Aufnahmen mexikanisches Wohnambiente.

Mexiko - eine kulinarische Reise

Verfasst von Mexikos Grande Dame für glamouröses Catering, Susana Palazuelos: prachtvolle Fotos und phantastische Rezepte.

Fakten

Einwohner
130.526.945
Fläche
1.972.550 km²
Sprache
Spanisch
Währung
Mexikanischer Peso
Strom
127 V, 60 Hz
Regierungssystem
Präsidiale Bundesrepublik
Hauptstadt
Mexiko-Stadt
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
19:59 Uhr
Zeitverschiebung
-7 h (zu MEZ)
MARCO POLO Produkte
MARCO POLO Reiseführer Mexiko
MARCO POLO Reiseführer Mexiko
15,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Kontinentalkarte Mexiko, Guatemala, Belize, El Salvador 1: 2 500 000
MARCO POLO Kontinentalkarte Mexiko, Guatemala, Belize, El Salvador 1: 2 500 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Yucatan
MARCO POLO Reiseführer Yucatan
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich

News

Keine Nachrichten verfügbar.

Reportagen

Nach oben