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Malediven

Check-in

Die Malediven sind ein Inselparadies im Indischen Ozean, südwestlich von Indien. Sonne dich bei deinem Urlaub an den puderzuckerweißen, palmengesäumten Stränden und erkunde die fantastische Unterwasserwelt beim Tauchen. Die Malediven bestehen aus mehreren Atollen und weit über 1000 Inseln. Die einzige richtige Stadt der Malediven ist Malé auf der gleichnamigen Hauptinsel. Die Inseln sind unterteilt in „local islands“ auf denen die einheimische Bevölkerung lebt und „resort islands“, die den Urlaubern vorbehalten sind.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die herrlich mit tropischen Pflanzen bewachsene, 350 x 150 m große Insel Embudu ist ca. 40 km von Male’ entfernt.
Das winzig kleine Cocoa Island im Süd-Male’-Atoll, nur gut 30 Speedboatminuten vom Flughafen entfernt, wurde in den 70er-Jahren zuerst von dem deutschen Fotografen Eric Klemm als Location für…
Vilamendhoo liegt am südöstlichen Rand des Ari-Atolls inmitten bester Tauch- und Schnorchelplätze und ist eine Top-Adresse für alle, die eine etwas größere, mittelpreisige Insel mit schönen Str…
Nicht weit entfernt von Kuramathi liegt am Ostrand des Rasdhoo-Atolls die 700 x 200 m große, langgestreckte Insel Veligandu, die schon aus der Luft vom Wasserflugzeug aus durch die Wasservillenstege…
Einmal im selben Bett schlafen wie Kate Moss oder Kate Winslet? Könnte auf Amilla Fushi durchaus passieren, denn hier machen auch internationale Stars Urlaub. Eine Dreiviertelstunde per Wasserflieger…
Das kleine Safari Island im nördlichen Ari-Atoll ist eine Top-Adresse für Schnorchler und Taucher.
In den frühen Jahren des Malediven-Tourismus war die Insel unter dem Namen Nakatchafushi bekannt und vor allem bei deutschen Besuchern beliebt. Huvafenfushi ist heute eine der wenigen „Adult-only…
Die mit dichtem Dschungel sehr ursprünglich bewachsene Insel im südlichen Baa-Atoll hat ihr tropisches und romantisches Flair nicht verloren.
Ankommen und sich wohlfühlen – Kanuhura gehört mit 1000 m Länge zu den größeren Inseln der Malediven und liegt am nordöstlichen Rand des Lhaviyani-Atolls. Das Luxusresort ist seit Jahren eine…
Die nur 300 x 400 m große, halbmondförmige Insel im südlichen Nord-Male’-Atoll ist seit vielen Jahren eine bekannte Größe unter den luxuriösen Honeymooner-Inseln.
Vabbinfaru, nur 17 km vom Flughafen entfernt und in weniger als einer halben Stunde per Speedboat erreicht, ist eine kleine, fast kreisrunde Insel von nur 120 m Durchmesser. Genau so stellt man sich…
In puncto All-inclusive waren Athuruga und die Schwesterinsel Thudufushi schon seit Ende der 1980er- Jahre wahre Vorreiter. Hier war immer schon ein klein wenig mehr los als auf vielen anderen kleinen…

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Auftakt

Entdecken Sie die Malediven!

Da unten liegen sie. Aus dem Flugzeugfenster blickt man staunend auf die fragilen Gebilde der Malediven hinab. Schon der Anflug auf den wie ein Flugzeugträger im Meer liegenden Airport auf der Insel Hulule ist faszinierend. Der Indische Ozean verliert nach und nach sein tiefes Blau, runde, ovale und langgezogene Inseln tauchen auf. Sie wirken wie Farbtupfer auf der Palette eines Malers. Das Meer offenbart fein abgestufte Blautöne - von zartem Blaugrün über Türkis bis zu mächtigem Azurblau. Silbrig glänzende Wellen brechen sich an den Riffkanten, und wenn das Flugzeug in den Landeanflug übergeht, erkennt man schlanke Palmen, die sich im Wind wiegen. Man könnte ins Schwärmen geraten über die zauberhafte Vielgestalt der Inselkette vor dem indischen Subkontinent. Sind Sie reif für die Insel? Dann kommen Sie doch einfach mit!

Wer die Malediven entdeckt und erstmals besiedelt hat, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Thor Heyerdahl, der berühmte Meeresforscher und Universalgelehrte, glaubte Reste buddhistischer Heiligtümer entdeckt zu haben, die auf eine Besiedelung zur Zeit der Spätantike, also um 300 n. Chr., hindeuteten. Wer auf den Malediven zu dieser Zeit lebte und woher die Menschen kamen, ist bis heute ungeklärt. Der arabische Weltenbummler Ibn Battuta jedenfalls kam um 1340 auf die Inseln, auf denen es ihm so gut gefiel, dass er dort, schriftlichen Überlieferungen zufolge, für einige Jahre als Rechtsgelehrter wirkte. Andere kamen als Schiffbrüchige, denn zu der Zeit, als es noch keine exakten Seekarten gab, bildete die Inselkette vor dem indischen Subkontinent ein tückisches Hindernis. Manchmal gestatteten die Insulaner den Gestrandeten, ihre Schiffe zu reparieren und weiterzusegeln. Es soll aber andere gegeben haben, die man - aus welchen Gründen auch immer - lieber dabehielt.

Heute wäre mancher sicher froh, würde man ihm ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht auf den Malediven gewähren. Doch das ist nicht so einfach: Zehn Jahre lang müssen sich Ausländer von Visum zu Visum hangeln, bevor sie eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis beantragen können. Und: Wer Bürger der Malediven werden möchte, muss sich zum moslemischen Glauben bekennen. Die Ausübung anderer Religionen ist per Gesetz verboten. Die sunnitischen Moslems der Malediven pflegen allerdings eine gelockerte Form des Islam. Ihnen genügen meist drei statt der eigentlich vorgeschriebenen fünf Gebete am Tag. Leben und leben lassen - es scheint, als hätten die Malediver diese Weisheit verinnerlicht.

Runde Inseln gibt es auf den Malediven, aber auch langgestreckte, sichelförmige, ovale und was die Geometrie der Natur sonst noch hervorbringt. Groß sind die wenigsten, und so kann sich jeder Gast auf "seiner" Insel wie Robinson fühlen. Es ist eine Sache der persönlichen Einstellung zum Begriff "Insel". Der eine mag sie so klein wie möglich, der andere möchte während des Malediven-Urlaubs auch Tennis spielen oder erwartet einen ausreichend dimensionierten Joggingparcours. Die Malediven haben den Vorteil, dass sie allen Wünschen und Idealvorstellungen gerecht werden.

Das Leben der Insulaner selbst aus der Nähe zu beobachten ist schwierig, wenn auch nicht mehr unmöglich. Die Regierung sah Kontakte zwischen Touristen und Einheimischen in der Vergangenheit nicht gern. Offiziell sind nur wenige der etwa 200 bewohnten Inseln für den Besuch freigegeben, für die anderen benötigt man eine Genehmigung. Doch jetzt gibt es z. B. die Insel Guraidhoo im Süd-Male"-Atoll, auf der ein Gästehaus entstanden ist, in dem man den Luxus der Hotelinseln vergeblich sucht. Hier lebt man mit den Einheimischen Tür an Tür und kann direkt an ihrem Leben teilhaben. Ob dies eine Ausnahme bleibt, wird sich zeigen: Vielleicht will die Regierung erst einmal beobachten, wie sich dieser unmittelbare Kontakt entwickelt.

Wenn Sie eine Einheimischeninsel besuchen, sollten Sie auf jeden Fall einen Spaziergang durch die breiten, sandgestreuten Straßen machen, an denen sich die Häuser mit geweißten Fassaden reihen. Sie sind aus einem Korallensand-Zement-Gemisch gebaut und oft von einer Mauer umgeben. Dahinter befindet sich meist ein kleiner Innenhof, in dem an Palmen die typische Malediven-Schaukel aus Sisalseilen hängt. Hier ist der Treffpunkt für die Familie, hier verbringt man die heißesten Stunden des Tages. Jede Palme, jedes Fleckchen Land gehört übrigens dem Staat - privates Eigentum gibt es so gut wie nicht. Die Regierung ist aber großzügig: Will ein Malediver ein Haus bauen, erhält er ein Stück Land, muss jedoch binnen eines Jahres mit dem Bau begonnen haben. Das ist die Ursache dafür, dass man auf vielen Einheimischeninseln nur die Grundmauern eines Hauses sieht. Vielleicht legt der Bauherr aber auch nur eine finanzielle Atempause ein. Die Mittel zum Hausbau erwerben sich viele Malediver durch den Handel mit Kokosnüssen. Der Staat teilt jeder Familie so viele Bäume zu, wie sie für ein einigermaßen sorgenfreies Leben benötigt. Was Allgemeinbildung angeht, nehmen die Malediver in Südasien eine vorbildliche Rolle ein, die Zahl der Analphabeten ist gering. Doch was kommt danach? Wer es sich leisten kann, geht im Ausland auf eine höhere Schule. Sind die Taschen der Eltern weniger gefüllt, bleibt die Polytechnische Schule, eine Art Fachhochschule, auf Male' mit Internat. Berufliche Perspektiven gibt es fast nur im Tourismus oder im Fischfang. Bis heute ist es nicht gelungen, ein weiteres wirtschaftliches Standbein aufzubauen. Es gibt zwar einige verlängerte Werkbänke für die Textilfabriken des nur eine Flugstunde entfernten Sri Lanka, ansonsten ist man froh, wenn der Ernährer der Familie eine Anstellung auf einer Hotelinsel findet.

Bis vor wenigen Jahren war es Männern vorbehalten, auf den Hotelinseln zu arbeiten, jetzt sieht man auch weibliche Wesen hinter der Rezeption. Eine maledivische Form der Emanzipation? Es bleibt unverkennbar, dass Frauen es immer noch schwer haben. Die nach islamischen Grundsätzen geformte Gesellschaft gestattet es Männern, bis zu fünf Ehefrauen gleichzeitig zu haben (was allerdings aus Kostengründen immer weniger möglich ist). Auch weil 2012 der als weltoffen geltende Präsident Mohamed Nasheed abgelöst wurde, wird sich an diesen Verhältnissen so schnell nichts ändern.

Von all dem werden Sie als Besucher in der Regel nicht viel mitbekommen. Umso mehr dafür von der einzigartigen Unterwasserwelt der Malediven. Von dem Meeresforscher Hans Hass stammt die Theorie, dass die Atolle der Malediven auf dem Korallenwachstum auf einem vulkanischen Bergrücken in etwa 2000 m Tiefe basieren. Der viele Jahre dauernde Prozess des Korallenwachstums benötigt drei Voraussetzungen: Licht, frisches Wasser, konstante Wassertemperaturen. Dabei bilden sich kegelförmige Korallenstöcke, deren höchste Stellen allmählich absterben, weil sie nicht mehr genügend frisches Meerwasser erhalten. Dagegen wachsen die Ränder in die Höhe und überragen schließlich das Zentrum, um das herum sich eine Lagune bildet. Atolle wie Inseln sind ständigen Veränderungen unterworfen, deshalb lässt sich die genaue Anzahl auch nicht bestimmen. Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Da die Inseln maximal drei Meter über den Meeresspiegel hinausragen, sind Stürme gefürchtet. Auch auf Hotelinseln sind die Spuren der Erosion sichtbar: Sand wird weggespült, der dann von anderen Inseln wieder herbeigeholt werden muss, um die Strände zu erhalten. Und der Anstieg des Meeresspiegels gibt Anlass zur Befürchtung, dass den Malediven ein nahes Ende bevorsteht. Das wurde beim Tsunami im Dezember 2004 deutlich, als einige Inseln fast vollständig überflutet wurden.

An diese Probleme sollten Sie denken, wenn Sie dieses Urlaubsparadies vor dem indischen Subkontinent besuchen. Zu fragil ist diese Inselkette, und sie kann in ihrer herrlichen Form nur erhalten werden, wenn jeder das Seine dazu beiträgt. Müllvermeidung wo es nur geht und der sparsame Verbrauch von kostbarem Trinkwasser oder elektrischer Energie sind nur zwei Möglichkeiten, die auch jeder Besucher hat. Und was sollten Sie auf die Malediven mitnehmen? Eigentlich genügen Badehose bzw. Bikini, Shorts und T-Shirts, Flossen, Schnorchel und die Bücher, die Sie schon lange lesen wollten.

Praktische Hinweise

Anreise

Die Malediven sind von Mitteleuropa im Linien- und Charterflugverkehr zu erreichen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, von Sri Lanka anzureisen. Die Flugzeiten betragen von Europa 9-14 Stunden, von Sri Lanka gut eine Stunde. Ein Linienticket kostet 900-1100 Euro, Sonderangebote gibt's ab 550 Euro. Viele Veranstalter bieten Pauschalreisen an, die günstiger sind als die Kombination aus selbst gebuchtem Flug und Hotel. Von Colombo (Sri Lanka) kostet der Hin- und Rückflug nach Male' ca. 130 Euro.

Die deutschen Charterfluggesellschaften Condor und Air Berlin bieten wöchentlich mehrfach Direktverbindungen von verschiedenen deutschen Städten aus an. Reiseveranstalter haben zweiwöchige Malediven-Aufenthalte auf einer Komfortinsel bereits für ca. 1600 Euro im Programm; gibt man sich mit einer "Standardinsel" zufrieden, reduziert sich der Preis um gut 200 Euro. Auf Tauchreisen spezialisierte Veranstalter bieten Reisen an, in deren Preis bisweilen die Leihgebühr für die benötigte Tauchausrüstung sowie eine gewisse Anzahl von Tauchgängen enthalten sind. Auch Luxusliner kreuzen durch die Atolle. Kombinationen von Resortaufenthalten, Kreuzfahrten und Tauchsafaris sind möglich.

Auskunft

Touristeninformation in Deutschland

c/o belcanto communication | Neureutherstr. 4 | 80799 München | Tel. 089 27374280 | www.visitmaldives.de | ger many.pr@visitmaldives.com (auch zuständig für Österreich und die Schweiz)

Maldives Tourism Promotion Board

12, Boduthakurufaanu Magu (3. Stock) | Male' | Tel. 3323228 | mtpb@visitmal dives.com

Diplomatische Vertretungen

Die Bundesrepublik Deutschland unterhält in Male' (38, Orchid Magu | Tel. 3323080) ein Honorarkonsulat. Österreichischen Staatsbürgern hilft man in Male' bei Universal Enterprises Ltd. (39, Orchid Magu | Tel. 3322971). Für Schweizer ist das Schweizer Konsulat in Colombo (Sri Lanka) zuständig: 63, Gregory's Road | Colombo 7 | Tel. 00941 12695117 | col.vertretung@eda.admin.ch.

Einreise & Ausreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten ein 30 Tage geltendes Visum am Flughafen in den Pass gestempelt. Der Reisepass muss über den Tag der Ausreise hinaus weitere sechs Monate gültig sein. Kinder müssen einen Kinderausweis mit Lichtbild oder einen eigenen Reisepass besitzen. Eine Visumsverlängerung auf insgesamt 90 Tage ist beim Department of Immigration in Male' (Huravee Building | Tel. 3323912) möglich und kostenpflichtig. Passbilder nicht vergessen! Vor dem Abflug ist eine Flughafengebühr von zzt. 25 US $ in bar oder per Kreditkarte zu entrichten (für Pauschalreisende übernimmt das meist der Veranstalter).

FKK

Der Islam ist Staatsreligion, womit sich die Frage nach Nacktbaden von selbst erledigt. Selbst oben ohne wird nicht geduldet; es drohen saftige Geldstrafen (ca. 1000 US $).

Flugverbindungen zwischen den Inseln

Alternativ zur Weiterreise vom Flughafen Hulule mit dem Motordhoni oder dem Schnellboot bestehen Flugverbindungen vor allem zu den weiter entfernt gelegenen Atollen. Außer den beiden internationalen Flughäfen Hulule und Gan im Addu-Atoll gibt es weitere Airports auf Hanimaadhoo (Haa-Alif-Atoll), Kaadedh-dhoo (Gaafu-Dhaalu-Atoll), Maamigili (Ari-Atoll), Fuah Mulah (Gnaviyani-Atoll). Diese werden von der staatlichen maledivischen Inlandsfluggesellschaft Maldivian (Tel. 3335544 | www.maldivian.aero) im Liniendienst sowie von den privaten Fluggesellschaften Trans Maldivian Airways (Tel. 3348400 | www.tma.com.mv) und Maldivian Air Taxi (MAT | Tel. 3315201 | www.maldivianairtaxi.com) im Bedarfsverkehr angeflogen. Die Einrichtung weiterer Flughäfen ist geplant. Zu vielen Hotelinseln bestehen auch Flugverbindungen mit Wasserflugzeugen, die zumeist direkt in der Lagune oder dicht davor landen.

Geld

Währung: Die maledivische Währung heißt Ruffiya (in Anlehnung an die indische Rupie). 1 Ruffiya (MVR) = 100 Lari. Banknoten gibt es zu 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Ruffiya, Münzen zu 1, 2, 5, 10, 25 und 50 Lari und 1 Ruffiya.

Devisenbestimmungen: Die Ein- bzw. Ausfuhr von Landeswährung ist gestattet. Am Flughafen Hulule besteht vor der Ausreise die Möglichkeit, maledivisches Geld zurückzutauschen. Alle Hotelanlagen rechnen in US $ ab, auch beim Shopping in Male' oder auf den von Einheimischen bewohnten Inseln können Sie mit US $ bezahlen.

Geldwechsel: In Male' gibt es mehrere Geldinstitute, die Mo-Do 8 bis 13.30 Uhr geöffnet haben. Auf den Inseln ist der Geldumtausch nur an der Hotelrezeption möglich (schlechter Kurs).

Zahlungsmittel: Bewährt hat sich der Sicherheit wegen die Mitnahme von Reiseschecks in US $ bzw. in Euro.

Kreditkarten: Alle Hotels/Resorts akzeptieren American Express, Diners Club (eher selten), Master-/Eurocard und Visa. Vorher erkundigen!

Gesundheit

Wer nicht gleich das Bett hüten will, schaltet nachts besser die Klimaanlage aus. Anstrengenden Sport sollte man möglichst nur in den Morgen- bzw. Abendstunden ausüben und in den ersten Tagen die pralle Sonne meiden.

Bei Schnorchelausflügen sollten die Ohren mit Ohrentropfen vor- und nachbehandelt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Achten Sie darauf, dass Ihre Reiseapotheke damit bestückt ist. Schutzimpfungen sind zzt. für die Malediven nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch eine Auffrischung der Tetanusimpfung.

In Male' gibt es zwei gut ausgestattete Krankenhäuser: ADK Hospital Sosun Magu | Tel. 3313553; Indira Gandhi Hospital | Tel. 3335211. In Notfällen wird von Male' ein Arzt mit dem Boot entsandt; im Regelfall muss der Patient jedoch zur Behandlung dorthin gebracht werden (Transport muss selbst bezahlt werden). Sinnvoll ist deshalb eine Reisekrankenversicherung, da deutsche Krankenkassen Arzt- und Krankenhausrechnungen von den Malediven nicht bezahlen. Bei ernsten Erkrankungen wenden Sie sich besser an Ihre diplomatische Vertretung. Auf den Hotelinseln gibt es kleine Ambulanzen, die zur Versorgung kleinerer Verletzungen gedacht sind und die auch Notfallmedikamente vorhalten. In Male' gibt es eine Apotheke in der Nähe des Hospitals.

Internet

Der umfangreichste deutsche Internetauftritt ist www.visitmaldives.de - die offizielle Internetseite des Maledivischen Tourismusbüros. Hier findet man Kurzbeschreibungen aller Inseln und Tipps für die Vorbereitung einer Malediven-Reise. Unter den vielen mehr oder weniger privaten Homepages zu den Malediven sticht besonders die Seite www.malediven.at hervor, die sehr ausführlich über die einzelnen Touristenresorts berichtet und auch Wissenswertes über Land und Leute sowie ein Forum enthält.

Auf einigen Inseln gibt es Webcams, die aktuelle Bilder z. B. vom Wetter bieten. Eine Auflistung finden Sie unter www.webcamgalore.com.

Internetcafés & Wlan

Fast alle Inseln bieten drahtlose WLAN-Hotspots, WiFi genannt, zumindest in den public areas wie Bar, Bibliothek oder Rezeption, oft auch im Zimmer. Der Zugang zu Mails und zum Internet ist in den meisten Fällen sogar kostenlos.

Kleidung

Da es selbst auf den nobelsten Inseln keine gesellschaftlichen Verpflichtungen gibt, tun's bei den Herren ein oder zwei lange Hosen und ein paar kurzärmelige Hemden, bei den Damen ein knielanger Rock und eine die Schultern bedeckende Bluse. Wer plant, Male' zu besuchen, sollte wissen, dass dort "anständige" Kleidung zum guten Ton gehört. Will man dort auch das Islamische Zentrum besichtigen, wird man ohne entsprechende Kleidung nicht eingelassen. Auch beim Aufenthalt im Resort sollten zumindest in der Bar, im Restaurant und im Rezeptionsbereich keine Badebekleidung, sondern immer T-Shirt, Shorts bzw. Sarong getragen werden.

Da es nur geringe Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gibt, brauchen Sie abends allenfalls eine leichte Strickjacke. Unbedingt ins Gepäck gehören Badeschuhe mit griffiger Sohle. Sie bewähren sich beim Strandspaziergang, denn abgebrochene und angeschwemmte Korallen sind mitunter so scharfkantig, dass man sich üble Verletzungen zuziehen kann.

Notruf

Die Polizei ist in Male' stationiert und reist bei Bedarf im Boot an. Ansprechpartner in Notfällen ist die Hotel- bzw. Reiseleitung. Nur wenige Polizeibeamte sprechen Englisch.

Öffnungszeiten

Der Freitag gilt Muslimen als Feiertag. An diesem Tag ruht nahezu das gesamte öffentliche Leben, Behörden und andere staatliche Einrichtungen sind geschlossen. Auch während des Fastenmonats Ramadan sind die Öffnungszeiten eingeschränkt. Geschäfte in Male': tgl. 8-21, Fr bis ca. 14 Uhr geschl.; Banken: Mo-Do 8-13.30 Uhr; Behörden: Mo-Do 7-13.30 Uhr

Post

In Male' befindet sich am westlichen Ende des Marine Drive das Hauptpostamt (So-Do 8.15-21, Fr 15-21, Sa 9.15-21 Uhr). Post können Sie selbstverständlich an der Hotelrezeption abgeben. Dort erhalten Sie auch (z.T. sehr dekorative) Briefmarken. Postkarten und Briefe (Luftpost) kosten 10-12 Ruffiya. Die Laufzeit nach Europa beträgt 8-14 Tage.

Preise

Die Malediven sind kein billiges Urlaubsland, weil fast alles, was Touristen brauchen, eingeführt und mühsam zu den einzelnen Inseln transportiert werden muss. So liegen vor allem die Preise für Essen und Getränke auf hohem Niveau, das zzt. nur durch den günstigen Eurokurs etwas abgemildert wird: Eine Hauptmahlzeit kostet ca. 15, eine Pizza 8 Euro. Für eine Cola werden ca. 2, für ein Bier ab 3 Euro verlangt.

Reisezeit

Die Malediven sind wegen ihrer geringen Klimaschwankungen fast das ganze Jahr über zu bereisen. Eine Ausnahme bilden die Monate Mai/Juni (Nordostmonsun oder Iruvai) und September/Oktober (Südwestmonsun oder Hulangu), wenn der Monsunwechsel ansteht, der bisweilen Stürme bis Orkanstärke mit sich bringt. Als ideale Reisezeit gelten die Monate des europäischen Winters. Übergangsmonate wie November und April sind sehr ruhig und haben besonders klares Wasser. Surfer sollten beachten, dass im Herbst und im Frühjahr jeweils ca. zwei Wochen lang Windstille herrscht, wenn der Monsun seine Richtung ändert. Das sind dann ideale Zeiten für Taucher, während Mai und Oktober meist optimale Bedingungen für den Windsurfer bieten. Wenn planktonreiches Wasser vorherrscht (Juli-September), ist die Sicht für Taucher zwar nicht ideal, dafür die Wahrscheinlichkeit, Großfische (z. B. Walhaie) zu sichten, in dieser Zeit erheblich höher.

Strom

Die Stromspannung beträgt 220 Volt, europäische Stecker können meist benutzt werden. Sonst erhält man an der Hotelrezeption Adapter.

Telefon & Handy

Mittlerweile sind auch die abgelegenen Atolle handytechnisch erschlossen, nur: Das mobile Telefonieren hat seinen Preis. Minutenpreise von 8-12 Euro sind üblich, da es mit Dhiraagu und Wataniya nur zwei Telefongesellschaften gibt. Tipp: Anrufen lassen, das kostet "nur" 2-4 Euro pro Minute. Prepaidkarten funktionieren nicht. Die Mailbox sollten Sie zu Hause ausschalten, weil sonst das Gespräch zuerst auf die Malediven und bei Nichterreichbarkeit wieder zurück nach Deutschland geht. Allerdings sind auch Telefonate vom Festnetz nicht billig; rechnen Sie mit ca. 5 Euro/Min. Am günstigsten sind Telefonkarten, die man auf Einheimischeninseln erhält und mit denen Sie dort auch von Telefonzellen aus anrufen können. Anrufe mit Skype (www.skype.de) sind zzt. nur zwischen Skype-Teilnehmern möglich, Anrufe auf ein Festnetztelefon auf den Malediven derzeit noch nicht.

Vorwahl für die Malediven 00960, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Faustregel: Pro Woche Aufenthalt ist ein Trinkgeld in Höhe von US $ 5-10 angemessen, jeweils für den Restaurantkellner sowie den Roomboy. Bei gutem Service ist ein höherer Betrag immer willkommen.

Trinkwasser

Süßwasser ist auf den Malediven ein äußerst kostbares Gut, weshalb auch Sie als Gast sparsam damit umgehen sollten. Auf allen Inseln gibt es inzwischen jedoch genügend Trinkwasser, das mit Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen wird. Eine Flasche oder Kanne mit Trinkwasser pro Gast und Tag wird auf den meisten Inseln kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zeit

Der Zeitunterschied zur MEZ beträgt plus 4 Stunden (während der Mitteleuropäischen Sommerzeit nur 3 Stunden). Gebräuchlich ist die angelsächsische Schreibweise mit a.m. für die Zeit von 0-12 bzw. p.m. für die Zeit von 12-24 Uhr. Achtung: Auf einigen Inseln gibt es eine künstliche Inselzeit; dort ist es dann z. B. eine Stunde später als in Male'. Das wird damit begründet, dass sich die Gäste auf diese Weise eine Stunde länger dem Müßiggang hingeben können.

Zoll

Verboten ist die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch, Waffen (z. B. Harpunen) und pornografischen Schriften (worunter durchaus auch schon eine deutsche Illustrierte fallen kann). Alkoholische Getränke (auch aus dem Duty-Free-Shop) werden bei der Einreise konfisziert und am Flughafen aufbewahrt, man erhält sie bei der Ausreise allerdings wieder zurück. Bei der Einreise müssen Sie mit peniblen Kontrollen (Durchleuchtung des Reisegepäcks!) rechnen! Teile von und Erzeugnisse aus Koralle und Schildpatt dürfen nicht ausgeführt werden. In die EU eingeführt werden dürfen pro Person Souvenirs im Wert von bis zu 430 Euro, 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 250 g Kaffee. Die Einfuhr von allem, was dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterliegt, ist verboten.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1./2. Januar

Neujahrsfest

25. Januar

Huravee-Fest im Gedenken an einen maledivischen Nationalhelden, der erfolgreich die Gegenwehr gegen die portugiesischen Besatzer organisierte

26./27. Juli

Independence Day

3. November

Tag des Sieges über die Portugiesen

11./12. Dezember

Tag der Republik

Religiöse Festtage

Allgemein

Der islamische Kalender rechnet nach Mondmonaten und Mondjahren. Die im Folgenden genannten Termine können sich um bis zu ein oder zwei Tage verschieben, da die Sichtung des Neumondes eine entscheidende Rolle spielt:

30. Sept. 2017, 20. Sept. 2018

Ashura-Fest (Fasten- und Rettungstag des Propheten Moses)

30. Nov./ 01. Dez. 2017, 19./20. Nov. 2018

Mevlid (Geburtstag des Propheten Mohammed)

27. Mai 2017, 16. Mai 2018

Ramadan: Beginn des Fastenmonats; die Fastenpflicht betrifft alle Muslime ab der Geschlechtsreife, vor diesem Zeitpunkt können Kinder freiwillig fasten. Das Fasten beginnt täglich bei der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenuntergang. Während dieser Zeit ist es den Gläubigen nicht erlaubt zu essen, zu trinken, zu rauchen oder Geschlechtsverkehr zu haben. Alte, kranke und schwache Menschen sowie Reisende, Schwangere, Wöchnerinnen und menstruierende Frauen sind von der Fastenpflicht allerdings befreit.

25.-27 Juni 2017, 15.-17. Juni 2018

Fest des Fastenbrechens (drei Tage): Ende des Fastenmonats, was mit ausgiebigen Festmahlen und gemeinsam mit Freunden und Verwandten gefeiert wird.

1.-4. Sept. 2017, 21.-24. August 2018

Opferfest: Gemeinsam mit dem Fest des Fastenbrechens ist das Opferfest das wichtigste Fest der islamischen Welt und für alle islamischen Glaubensrichtungen verbindlich. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim gedacht, der einst die göttliche Probe bestanden hatte und Allah seinen Sohn Isaak opfern wollte.

21. Sept. 2017, 11. Sept. 2017

Islamisches Neujahrsfest (1435 n. H.; d.h. nach der Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina im Jahre 622 n. Ch., dem Beginn der islamischen Zeitrechnung)

Bloss nicht

Souvenirs aus dem Meer mitnehmen

Klar: Wenn man von den Malediven zurückkehrt, will man etwas mitbringen. Aber muss es ein Schmuckstück aus Schwarzer Koralle sein? Oder ein Döschen mit Deckel aus Schildpatt? Denken Sie daran, dass jedes dieser "Andenken" den Reichtum des Meeres zerstört. Überdies sind die Kontrollen bei der Ausreise streng. Wer mit Souvenirs aus Schildpatt oder Schwarzer Koralle erwischt wird, ist die Andenken los und muss mit einer Strafe rechnen. Das gilt auch für die Wiedereinreise in die EU, wenn es sich bei den Andenken um geschützte Tiere oder Pflanzen handelt.

Korallen "pflücken"

Vorsicht daher auch beim Schnorcheln: Durch unachtsames Betreten werden die sehr empfindlichen Korallenbänke zerstört. Dass es verantwortungslos wie auch strafbar ist, Korallen zu "pflücken", sollte man umweltbewussten Besuchern nicht sagen müssen.

Religiöse Gefühle verletzen

Etwas gegen den Islam zu sagen, kann verhängnisvolle Wirkung haben. Allah hat immer Recht, besonders auf den Malediven, wo die Lehre des Propheten Staatsreligion ist. Schon so mancher Besucher fand sich unversehens vor einem Schnellgericht wieder - und wurde zügig abgeschoben. Ähnliches gilt auch für negative Äußerungen über die Regierungsverhältnisse.

Langfingern Gelegenheit geben

Es empfiehlt sich, die an den Hotelrezeptionen vorhandenen Safes für Wertsachen zu benutzen. Die Regierung der Malediven greift zwar hart gegen Straftäter durch: zum Beispiel mit einer lebenslänglichen Verbannung auf eine der unbewohnten Inseln. Nicht zuletzt deshalb sind die Malediven ein sicheres Reiseland. Trotzdem: Passen Sie auf Ihre Sachen auf, Gelegenheit macht Diebe!

Auf Nepp reinfallen

Wenn man nicht auf der Stelle in einem Souvenirshop landen will, sollte man in Male' die Angebote, die einem Einheimische unmittelbar nach der Ankunft im Dhoni-Hafen machen, höflich, aber bestimmt zurückweisen. Manche bieten zuerst eine kostenlose Stadtführung an. Rein zufällig kommt man dann an einem Andenkengeschäft vorbei. Im überhöhten Preis für die angebotenen Souvenirs ist das Honorar für die Stadtführung dann auch gleich enthalten.

Sand mitnehmen

Nur ein bisschen Sand als Souvenir? Stellen Sie sich mal vor, jeder der rund 475000 Besucher nimmt nur 100 g Sand vom Strand mit. Das wären hochgerechnet 47,5 Tonnen des Materials, das von der Natur in jahrhundertelanger Arbeit produziert wurde. Deshalb: Lassen Sie doch den Sand, wo er hingehört, auf den Malediven.

Bücher & Filme

Malediven - das Beste von Michael Friedel

Dieser Bildband des renommierten Fotografen zeigt eine Fülle von Hochglanzaufnahmen der Malediven

Schnorcheln - Rotes Meer, Malediven

Auch wenn das Rote Meer hier im Titel zuerst genannt wird, enthält das Buch von Matthias Bergbauer und Manuela Kirschner eine Vielzahl von Bildern und Empfehlungen zum Thema Schnorcheln vor den Inseln der Malediven. Auch ohne Pressluftflasche gibt es nämlich viel zu sehen

Meeresbewohner der Malediven

Umfangreiches Kompendium von Neville Coleman zum Thema Unterwasserwelt, das sich in leicht verständlicher Sprache mit dem beschäftigt, was vor den Malediven so alles herumschwimmt

Riff-Führer "Indischer Ozean"

Vor allem für Schnorchler und Taucher ist dieser Bildband von Helmut Debelius mit herrlichen Tieraufnahmen ein absolutes Muss. Vom selben Autor gibt es auch einen Fischführer

Reichlich Wasser vor der Hütte

So heißt eine NDR-Doku (2003) der TV-Journalistinnen Vanessa Nöcker und Sandra Maischberger, die einen Blick hinter die Kulissen der Luxusinsel Banyan Tree wirft. Eine DVD zum privaten Gebrauch ist beim NDR (www.ndrmittschnittservice.de) erhältlich

23-29 °C
7 h/Tag
28 °C

Fakten

Einwohner 436.330
Fläche 298 km²
Sprache Dhivehi
Währung Rufiyaa
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Republik
Hauptstadt Malé
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 07:17 Uhr
Zeitverschiebung 4 h (zu MEZ)

Anreise

9h 45min
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