Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Souvenirs aus dem Meer mitnehmenKlar: Wenn man von den Malediven zurückkehrt, will man was mitbringen. Aber bitte keinen Schmuck aus Schwarzer Koralle und kein Döschen mit Deckel aus Schildpatt!
Aufs Riff tretenKorallen sind keine Steine, sondern Lebewesen. Also Vorsicht beim Schnorcheln: Durch unachtsames Betreten werden die Korallen zerstört. Schwimm also nie knapp übers Riffdach und nutz immer die meist markierten Einstiege. Kratzer durch scharfkantige Korallen können übrigens schwere Infektionen nach sich ziehen. Nur gucken, nicht anfassen!
Religiöse Gefühle verletzenEtwas gegen den Islam zu sagen, kann verhängnisvolle Wirkung haben. Schon so mancher Besucher fand sich unversehens vor einem Schnellgericht wieder – und wurde zügig abgeschoben.
Auf Nepp reinfallenWenn man nicht auf der Stelle in einem Souvenirshop landen will, sollte man in Male’ die Angebote, die einem Einheimische unmittelbar nach der Ankunft im Dhoni-Hafen machen, höflich, aber bestimmt zurückweisen.
Sand als Andenken mitnehmenNur ein bisschen Sand als Souvenir? Stell dir mal vor, jeder der rund 1,5 Mio. Besucher nimmt nur 100 g Sand vom Strand mit. Das wären hochgerechnet fast 150 Tonnen pro Jahr! Drum: Lass den Sand, wo er hingehört, auf den Malediven!

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Wasserab 3,50 Euro für eine Flasche (1,5 l)
Bierab 5 Euro für ein Glas/Dose (0,3 l)
Kaffeeab ca. 3,50 Euro für eine Tasse
Imbissab 10 Euro z. B. für ein Sandwich
Tauchkursab 700 Euro für PADI-Grundkurs
Inselhüpfenab ca. 100 Euro Tagesausflug mit dem Schnellboot

Feiertage

1./2. Januar

  • Neujahrsfest

1. Mai

  • Labour Day

26./27. Juli

  • Unabhängigkeitstag

3. November

  • Tag des Sieges

11. November

  • Tag der Republik

Veranstaltungen

Grundsätzlich gilt – wie in allen islamischen Ländern – der Freitag als Feiertag. Behörden und Schulen sind dann geschlossen, in Male’ auch viele Geschäfte sowie die Banken und die Post. Auf manchen Hotelinseln können sich freitags auch die Essenszeiten verschieben, da das Personal ebenfalls zum Gebet geht.

April

  • Kuda Eid/Eid al-Fitr (Ende des Ramadan): 3-tägiges Fest mit Familienfeiern, ausgelassenem Straßenkarneval in Male‘ „Maali Hingun“

Juni

  • Eid-ul-Al’h’aa (Opfertag): Straßenfeste und zahlreiche Sport- und Musikwettbewerbe in Male‘ und auf Einheimischeninseln (17.06.2024; 07.06.2025)

Juli

  • Independence Day: ausgelassene Feste; auf Resortinseln wirst du mit etwas Glück vielleicht zum Mitfeiern in den Staffbereich eingeladen – maledivische Lebensfreude hautnah

August/September

  • National Day: Militärparaden, Flaggenhissen, politische Reden und Feuerwerk (05.09.2024; 25.08.2025)

  • Geburtstag des Propheten/Mawlid al-Nabi: Feierlichkeiten mit besonderen Speisen und farbenfrohen Prozessionen in den Straßen (15.09.2024; 05.09.2025)

November

  • Republic Day: im ganzen Land Paraden und typische Speisen wie z. B. Masroshi, ein mit Fisch gefüllter Pfannkuchen, oder auch Bodibaey, ein sehr süßer Reissnack

Dezember

  • Fishermen’s Day: auf wechselnden Inseln größere Events mit Wettbewerben, Musik und Tanz; bist du auf einer Einheimischeninsel unterwegs, halte die Augen nach Feierlichkeiten offen

Vorbereitung

Auskunft vor der Reise

Die Malediven unterhalten zzt. kein offizielles Touristenbüro in Deutschland. Auf den Malediven selbst Anfragen an folgende Adresse (mit längeren Bearbeitungszeiten ist zu rechnen): Maldives Marketing & Public Relations Corporation

Velaanaage Building, 4th Floor | Ameer Ahmed Magu | Male‘ | Tel. 00960 3 32 32 28 | info@visitmaldives.com

Strom

Adapter Typ G: 3-Pin-Stecker

Spannung: 220 Volt

Zeit

+ 4 Stunden Zeitverschiebung

(+ 3 Stunden während der mitteleuropäischen Sommerzeit) Achtung: Auf vielen Inseln gibt es eine eigene Inselzeit; dort ist es dann z. B. eine Stunde später als in Male‘.

Ankommen

Anreise

Die Malediven sind von Mitteleuropa per Linien- oder Charterflug nonstop oder mit Umstieg, z. B. in Doha, Istanbul oder Colombo, zu erreichen. Ein Ticket kostet in der Economy ab ca. 900–1100 Euro, Sonderangebote gibt’s ab 550 Euro. Wichtig: Immer auf Flug- und Umsteigezeiten achten, um Wartezeiten gering zu halten und möglichst viel Urlaubszeit rauszuholen. Über Reiseveranstalter gebuchte Pauschalreisen sind meist die günstigste und sicherste Variante: Der Veranstalter kümmert sich in der Regel um alles, auch wenn es mal Probleme gibt (das hat sich gerade während der Coronapandemie gezeigt).

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten ein 30 Tage geltendes Touristenvisum am Flughafen in den Pass gestempelt. Der Reisepass muss über den Tag der Ausreise hinaus weitere sechs Monate gültig sein. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Eine (kostenpflichtige) Visumsverlängerung auf insgesamt 90 Tage ist beim Department of Immigration (Velaanaage Building | Tel. 3 33 04 44) in Male’ möglich. Passbilder nicht vergessen!

Aktuell muss sich jeder Reisende innerhalb von 96 Stunden vor Ankunft online anmelden (imuga.immigration. gov.mv/traveller). Bitte informier dich unbedingt rechtzeitig vor der Reise über die aktuell geltenden Einreisebedingungen (auswaertiges-amt.de).

Klima & Reisezeit

Die Malediven sind wegen der nur sehr geringen Temperaturschwankungen ein Ganzjahresreiseziel. Eine wirkliche Regenzeit gibt es nicht, allerdings ist das Regenrisiko in den Sommermonaten, in der Zeit des Südwestmonsuns, höher. Dann kann es auch mal zu längeren Schlechtwetterphasen kommen. Als ideale Reisezeit gelten die Monate des europäischen Winters; absolute Hochsaison ist von Weihnachten bis März mit der größten Wettersicherheit. Leider macht sich der Klimawandel auch auf den Malediven stark bemerkbar, sodass man sich inzwischen auf die gängigen Klimatabellen nicht mehr verlassen und zu jeder Zeit Glück oder Pech haben kann. Surfer sollten beachten, dass im Herbst und im Frühjahr jeweils ca. zwei Wochen lang beinahe Windstille herrscht, wenn der Monsun seine Richtung ändert. Der genaue Zeitpunkt des Monsunwechsels verschiebt sich immer häufiger und ist schwer vorauszusagen. Bitte beachten: In Reisewettertabellen werden schon Tage mit einem nächtlichen Regenschauer als Regentage ausgewiesen!

Zoll

Verboten ist die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch, Waffen (z. B. Harpunen) und pornografischen Schriften – worunter durchaus auch schon eine normale deutsche Illustrierte fallen kann. Alkoholische Getränke (auch aus dem Duty-free-Shop) werden bei der Einreise konfisziert und am Flughafen aufbewahrt; man erhält sie bei der Ausreise zurück.

Für die Rückreise gilt: Teile von und Erzeugnisse aus Koralle und Schildpatt dürfen nicht ausgeführt werden, streng genommen nicht einmal Muscheln oder Sand. Der Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Wiedereinreise (zoll. de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch).

Weiterkommen

Transfer zur Urlaubsinsel

Bei Pauschalreisen wird der Transfer zur Urlaubsinsel automatisch mitgebucht. Buchst du über ein Hotelportal wie booking.com oder direkt beim Hotel sind in der Regel die nicht unerheblichen Kosten für einen Inlandsflug oder Wasserfliegertransfer zunächst nicht inkludiert. Lass dich nicht von vermeintlich günstigeren Preisen blenden und achte genau auf etwaige Extrakosten! Willst du deinen Urlaub auf Local Islands verbringen, musst du dich selbst um dein Weiterkommen kümmern. Informier dich im Vorfeld und buch evtl. einen Inlandsflug (domestic flight) oder einen Flug mit dem Wasserflieger. In der Regel kommt man am internationalen Flughafen (Velana International Airport) auf Hulhule an und wird dort entweder von einem Mitarbeiter des gebuchten Veranstalters oder des Resorts in Empfang genommen und je nach Transferart entweder zum Boot, zum Check-in für den Wasserflieger oder zum benachbarten Terminal des Inlandsflughafens gebracht. Reist du auf eigene Faust, geht es für dich weiter zum Fähr- oder Dhonianleger, dem Taxi, das dich nach Male’ bringt, oder dem Shuttle z. B. zum Hotel auf Hulhumale.

Transfer zwischen den Atollen

Alternativ zur Weiterreise vom Flughafen mit dem Motordhoni oder dem Schnellboot bestehen Flugverbindungen vor allem zu den weiter entfernt gelegenen Atollen. Die beiden internationalen Flughäfen Hulhule und Gan (im Addu-Atoll sowie zahlreiche Inlandsflughäfen in den verschiedenen Atollen) werden von der staatlichen maledivischen Fluggesellschaft Maldivian (Tel. 3 33 55 44 | maldivian.aero) im Liniendienst und den privaten Airlines Villa Air (Tel. 3 01 30 00 | villaair.aero) und Manta Air (Tel. 3 31 44 77 | man taair.mv) angeflogen. Die Einrichtung weiterer Flughäfen ist geplant. Zahlreiche Hotelinseln werden mit Wasserflugzeugen der privaten Gesellschaft Trans Maldivian Airways (Tel. 3 34 84 54 | tma.com.mv) oder Maldivian direkt angeflogen (hier kann es aber u. U. zu längeren Wartezeiten oder auch zu ein oder zwei Zwischen stopps auf dem Weg zur Urlaubsinsel kommen).

Vor Ort

FKK

Da die Malediven ein muslimisches Land sind, ist FKK streng verboten; auch auf Resortinseln. Auch oben ohne ist verboten und aus Respekt vor deinem Gastgeberland solltest du das bitte auch beherzigen. Verstöße gegen dieses Verbot werden zudem mit hohen Geldstrafen geahndet

Geld

Die maledivische Währung heißt Ruffiyaa (in Anlehnung an die indische Rupie). 1 Ruffiyaa (MVR) = 100 Lari. Banknoten gibt es zu 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Ruffiyaa, Münzen zu 1, 2, 5, 10, 25 und 50 Lari und 1 Ruffiyaa.

Die Ein- bzw. Ausfuhr von Landeswährung ist gestattet. Am Flughafen Hulhule besteht vor der Ausreise die Möglichkeit, maledivisches Geld zurückzutauschen. Alle Hotelanlagen rechnen in US-$ ab, meist werden sämtliche Kosten auf die Zimmerrechnung geschrieben und beim Auschecken per Kreditkarte beglichen; teils werden auch Euro akzeptiert. Auch beim Shopping in Male’ oder auf Einheimischeninseln kannst du mit US-$ bezahlen. In Male’ gibt es mehrere Geldinstitute, die So–Do 8.30–14 Uhr geöffnet haben. Auf den Inseln ist der Geldumtausch an der Hotelrezeption möglich (schlechter Kurs). Bevorzugtes Zahlungsmittel ist die Kreditkarte; Bargeld brauchst du eigentlich nur für Trinkgelder – möglichst US-$ in kleiner Stückelung mitnehmen.

Internet & WLAN

Fast alle Inseln bieten inzwischen WLAN-Hotspots (Wifi) zumindest in den public areas wie Bar, Restaurant, Bibliothek oder Rezeption, oft auch direkt in den Zimmern. Der Zugang zum Internet ist meist kostenlos. Wegen der häufig schlechten Bandbreite der WLAN-Netze bietet sich die Daten-SIM eines einheimischen Providers (Dhiraaghu oder Ooredoo) an. Es gibt spezielle Touristentarife, die für den Urlaubsbedarf meist ausreichen und in den Shops am Flughafen erhältlich sind. So hast du meist auf dem Boot und evtl. sogar im Wasserflieger Empfang.

Kleidung

Da es selbst auf den nobelsten Inseln kaum Dresscodes gibt, tun es bei den Herren streng genommen Bermudas und T-Shirts oder Kurzarmhemden (lange Hosen sind nur in ganz wenigen Restaurants z. B. auf Reethi Rah nötig), bei den Damen Sommerkleider und an Schuhwerk eigentlich kaum mehr als Flipflops, die man hauptsächlich für die Stege benötigt, da diese sich in der Sonne extrem aufheizen. Aufbrezeln ist auf den allermeisten Inseln absolut fehl am Platz und in Highheels durch den Sand zu staksen, sorgt eher für Erheiterung bei den Miturlaubern. Wer plant, Male’ oder eine Einheimischeninsel zu besuchen, sollte sich aus Respekt vor den Einheimischen und ihrer Kultur entsprechend kleiden: Frauen also bitte Schultern und Knie bedecken! Auch beim Aufenthalt im Resort zumindest in der Bar, im Restaurant und im Rezeptionsbereich bitte keine Badebekleidung, sondern immer T-Shirt, Shorts bzw. Sarong tragen!

Da es nur geringe Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gibt, braucht man für kühlere Abende nur eine dünne Strickjacke – wenn überhaupt. Auf der ein oder anderen Insel sind evtl. Badeschuhe angebracht, um Verletzungen durch scharfkantigen Korallenbruch zu vermeiden.

Öffnungszeiten

Geschäfte in Male’: tgl. 8–21 (teils 23), Fr bis ca. 14 Uhr geschl.; Banken: So– Do 8.30–14 Uhr; Behörden: So–Do 8–14 Uhr. Der Freitag gilt bei Muslimen als Feiertag. An diesem Tag ruht nahezu das gesamte öffentliche Leben, Behörden und andere Einrichtungen sind geschlossen. Auch während des Fastenmonats Ramadan sind die Öffnungszeiten eingeschränkt.

Post

Auf der Hauptstadtinsel Male’ befindet sich am östlichen Ende des Marine Drive das Hauptpostamt (So–Do 9–15.30, Fr geschl., Sa 9.45–15 Uhr). Post kannst du auch an der Hotelrezeption abgeben. Dort bekommst du auch (z. T. sehr dekorative) Briefmarken. Postkarten und Briefe (Luftpost) kosten 15–25 Ruffiya. Die Laufzeit nach Europa beträgt 8–14 Tage – es kann aber auch schon mal bis zu sechs Wochen dauern.

Preise

Die Malediven sind kein billiges Urlaubsland, weil fast alles, was Touristen brauchen, eingeführt und mühsam zu den einzelnen Inseln transportiert werden muss. So liegen vor allem die Preise für Essen und Getränke, hier vor allem für alkoholische (da die Hotels eine hohe Alkoholsteuer zahlen müssen), auf hohem Niveau. Achtung: Auf den Hotelinseln sind die Preise auf Speise- und Getränkekarten in der Regel netto ausgewiesen, sodass noch derzeit 26 Prozent Steuern und Servicezuschlag dazukommen.

Telefon & Handy

Mittlerweile sind auch die abgelegenen Atolle handytechnisch erschlossen, nur: Das mobile Telefonieren ist auch sehr teuer. Am besten über Whatsapp oder Facebook-Messenger telefonieren oder eine SIM-Karte eines maledivischen Providers am Flughafen besorgen.

Vorwahl für die Malediven 00960, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Trinkgeld ist gern gesehen und ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Einkommens. Faustregel: Pro Woche Aufenthalt ist ein Trinkgeld in Höhe von 10–20 US-$ angemessen, jeweils für den Restaurantkellner sowie den Roomboy; 2 US-$ für den Kofferträger, ein Butler auf einer Luxusinsel um 50 US-$ aufwärts. Auf manchen Inseln gibt es auch Trinkgeldkassen, die unter den Mitarbeitern aufgeteilt werden. Aber auch hier gilt: Bist du mit dem Service zufrieden, gib gern etwas mehr. Da die Angestellten auf den Hotelinseln oft sehr lange von ihren Familien getrennt und sehr abgeschottet sind, sind zusätzlich zum Trinkgeld auch kleine Mitbringsel z. B. in Form von Süßigkeiten sehr gern gesehen. Leg dem Roomboy doch mal eine Tafel Schoki hin! Das sorgt oft für strahlende Gesichter. Bitte daran denken, dass viele Mitarbeiter Moslems sind, also keine Gummibärchen mit Gelatine o. ä. schenken!

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Die Bundesrepublik Deutschland unterhält in Male’ ein Honorarkonsulat (38, Orchid Magu | Tel. 3 34 95 95). Österreichischen Staatsbürgern hilft man in Male’ im Honorarkonsulat im Gebäude von Universal Enterprises Ltd. (39, Orchid Magu | Tel. 3 32 30 80). Im selben Gebäude befindet sich auch das Schweizer Konsulat (Tel. 3 32 30 80).

Gesundheit

Die meisten Resortinseln haben einen eigenen Inselarzt für kleinere Wehwehchen. Bei ernsteren Erkrankungen wirst du in ein Krankenhaus auf der Hauptinsel des jeweiligen Atolls oder nach Male’ gebracht. Der Transport ist selbst zu bezahlen. Bitte daher unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen, die ggf. auch den Rücktransport nach Hause übernimmt.

In Male’ gibt es zwei gut ausgestattete Krankenhäuser (ADK Hospital Sosun Magu | Tel. 3 31 35 53; Indira Gandhi Hospital | Tel. 3 33 53 35, erweitert um das neue Dharumavantha Hospital), auf den Hotelinseln kleine Ambulanzen, die zur Versorgung kleinerer Verletzungen gedacht sind und die auch Notfallmedikamente vorhalten.

Notruf

Die Polizei ist in Male’ oder auf der Hauptinsel des jeweiligen Atolls stationiert und muss ggf. erst im Boot anreisen. Ansprechpartner ist in Notfällen deshalb die Hotel- bzw. Reiseleitung.

Trinkwasser

Süßwasser ist auf den Malediven ein äußerst kostbares Gut, weshalb auch du als Gast sparsam damit umgehen solltest. Nutz also so wenig Wasser wie möglich. Auf allen Inseln gibt es inzwischen jedoch genügend Trinkwasser, das mittels Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen wird. Eine Flasche oder Kanne mit Trinkwasser pro Gast und Tag wird auf den meisten Inseln kostenlos zur Verfügung gestellt. Meist wird das stille Island Water in Wasserflaschen abgefüllt angeboten.

Reiseapotheke & Impfungen

Wegen der Äquatornähe ist die Sonne sehr stark und Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor gehört unbedingt ins Gepäck. Achtung: Bitte auf korallenfreundliche Sonnenmilch achten und nicht unmittelbar vorm Ins-Wasser-Gehen eincremen! Die Riffe danken es dir. Leitungswasser nur zum Zähneputzen und nicht zum Trinken verwenden. Ausreichend Wasser trinken!

Für Schnorchler und Taucher relevant: Evtl. Ohrentropfen zur Vorbeugung von Entzündungen einpacken. Schutzimpfungen sind zzt. für die Malediven nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch eine Auffrischung der Tetanusimpfung sowie evtl. eine Impfung gegen Hepatitis A. Die Malediven stehen seit einiger Zeit auf der Liste der vom Zikavirus betroffenen Länder – bei Schwangerschaft oder Kinderwunsch solltest du dich vor der Reise mit deinem Arzt beraten. Auch gibt es immer mal wieder gehäufte Fälle von Dengue und Chikungunya. Alle drei Viren werden von Stechmücken übertragen, sodass ein guter Schutz gegen Mückenstiche unumgänglich ist. Nicht alle bei uns üblichen Mückenmittel wirken auf den Malediven; geeignet sind die Wirkstoffe DEET oder Icaridin. Mach dich vor Reisebeginn diesbezüglich schlau!

Nachhaltigkeit & Umweltschutz

Die Malediven sind ein sehr fragiles Ökosystem, das nicht nur durch den Klimawandel stark gefährdet ist. Bereits heute kommen nur noch wenige Inseln ganz ohne Wellenbrecher oder Buhnen aus, die den Strand vor Erosion schützen. Doch auch der zunehmende Tourismus setzt den Inseln stark zu. Immer mehr Müll muss entsorgt werden, der Energiebedarf für Klimaanlagen, Entsalzungsanlagen, Stromversorgung etc. steigt. Mehr und mehr Touristen müssen mit Speedbooten oder Wasserflugzeugen zu ihren Urlaubsinseln transportiert werden. Wir alle tragen also ebenfalls Verantwortung für die Erhaltung dieses Paradieses.

Was kannst du tun? Schon bei der Anreise kannst du CO2 einsparen, indem du möglichst einen Nonstopflug wählst. Vor Ort hast du beim Transfer zu deiner Urlaubsinsel leider wenig Wahlmöglichkeiten. Zu einer Local Island kannst du aber evtl. eine öffentliche Fähre nehmen und so nicht nur Geld sparen.

Auf deiner Insel angekommen, kannst du dann so einiges tun. Spar Energie, indem du die Klimaanlage in deinem Bungalow nur einschaltest, wenn du dich tatsächlich auch dort aufhältst. Wenn irgend möglich, solltest du deinen Müll wieder mit nach Hause nehmen (z.B. leere Sonnencremetuben und andere Plastikverpackungen), damit weniger auf die Müllinsel Thilafushi gebracht und dort von Arbeitern unter ziemlich schlechten Arbeitsbedingungen verbrannt werden muss.

Erkundige dich auf deiner Urlaubsinsel mal nach Umweltschutzaktionen wie z.B. Beach Cleaning. Es wird tagtäglich viel Plastikmüll an den Stränden angeschwemmt. Das Plastik sammelt sich zu riesigen Müllbergen oder verschwindet wieder im Meer und schadet dort der Unterwasserwelt. 

Viele Inseln arbeiten mit den lokalen Gemeinden zusammen und organisieren und finanzieren Programme z.B. in Schulen, wo den Schülern vermittelt wird, wie wichtig der Schutz von Umwelt und Natur für ihre eigene Zukunft auf den Inseln ist. Auch zu solchen Programmen bekommst du auf deiner Insel sicher Informationen und kannst mit Spenden unterstützen.

Verhalten unter Wasser

Wenn du tauchen oder schnorcheln gehst, berühr bitte keine Korallen oder Fische, beachte Strömungen und schwimm nicht zu nah an oder über Korallen entlang. Ein unbedachter Flossenschlag kann schon viel Unheil anrichten. Leider sieht man immer wieder ignorante Urlauber, die sich auf das Riffdach stellen (mit Flossen oder Badeschuhen), die empfindlichen Korallen zertrampeln oder auch abbrechen, um sie anzuschauen oder als Souvenir mitzunehmen.

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit