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Griechenland Festland

Check-in

Griechenland liegt im östlichen Mittelmeer zwischen dem Balkan und der Türkei. Obwohl das Land Hunderte von Inseln hat, lebt die Mehrheit der Griechen auf dem Festland, welches rund 80% der Gesamtfläche des Landes ausmacht. Die zwei größten Städte des Landes - Athen und Thessaloniki - sowie der Großteil der antiken Sehenswürdigkeiten, viele Berge, Schluchten und Seen, liegen alle auf Griechenlands Festland und laden zu einem vielseitigen Urlaub ein.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Der Nationalgarten wurde von Königin Amalia angelegt. Heute liegt der 16 Hektar große Park mitten im lauten Treiben der Stadt und bietet einen Ort zum Ausruhen. Im Schatten der Palmen gibt es einen…
Einen der schönsten Küstenstriche des Peloponnes finden Sie zwischen Kounoupélli und dem gut 40 km westlich von Patras gelegenen Kalógria. Der kilometerlange Sandstrand wird von Dünen gesäumt,…
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Kurorte gab es auf dem Peloponnes schon vor über 2000 Jahren. Epidauros war der berühmteste. Heute noch wirkt ein Rundgang durch die 30 km östlich von Nauplia gelegenen Ausgrabungen, die zum Unesco…
Landschafts- und Kunstgenuss, Besichtigungen und Wanderungen lassen sich im 5 km westlich von Sparta gelegenen Mistrás harmonisch verbinden. Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang…
Im flachen Gelände abseits der Akropolis liegt der dem Göttervater Zeus gewidmete größte und einzige korinthische Tempel auf dem griechischen Festland. Der Ehrgeiz der Bauherren war so groß, dass…
Am Syntagma-Platz kommen Bummler auf dem Weg zur Ermou, Beamte und Touristen zusammen. Vor dem ehemaligen Königspalast und heutigen Parlament findet die Wachablöse der Evzonen in traditioneller…
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Majestätisch thront die Akropolis auf einem 156 m hohen Kalksteinfelsen über der Stadt. Durch die monumentalen Propyläen betritt man das Gelände. Rechts liegt der zierliche Nike-Tempel, der 2003…
1880 stiftete der Kaviarhändler Ioannis Varvakeios den Athenern eine Markthalle. Auf dem zentralen Markt kann man alles finden, was essbar ist, von Fisch und Fleisch über Käse, Kräuter, Nüsse bis…
Der 277 m hohe Kalksteinfelsen beherrscht mehr noch als der Akrópolishügel das Bild Athens. Er erhebt sich über das Häusermeer mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf…
Durch das moderne Akropolis-Museum wurde das 1860 errichtete Archäologische Nationalmuseum etwas in den Schatten gestellt. Es bleibt jedoch das größte und bedeutendste Museum Griechenlands. Berü…
Das Akropolis-Museum wurde 2009 eröffnet. Das letzte Stockwerk wurde so gebaut, dass es parallel zu dem dort ausgestellten Parthenon-Fries liegt: eine großartige Umsetzung eines Dialoges zwischen…

Reisezeit

Kalt und feucht, fast überall fällt Regen oder Schnee. Für Skifahren allerdings geeignet.
Januar
schlecht
14°C
Kalt und feucht, fast überall fällt Regen oder Schnee. Für Skifahren allerdings geeignet.
Februar
schlecht
14°C
Frühlingstemperaturen, nachts allerdings immer noch sehr kühl.
März
mittel
16°C
Frühlingstemperaturen, nachts allerdings immer noch sehr kühl.
April
gut
20°C
Zum Wandern und Erkunden der Natur der beste Monat.
Mai
sehr gut
25°C
Das Meer erreicht Badetemperatur. Zum Wandern wird es langsam zu warm.
Juni
sehr gut
30°C
Hochsaison, teilweise jedoch auch sehr heiß. Das Meer ist geeignet zum Baden.
Juli
sehr gut
33°C
Hochsaison, teilweise jedoch auch sehr heiß. Das Meer ist geeignet zum Baden.
August
sehr gut
33°C
Sehr warm, nicht mehr heiß. Das Meer ist immer noch sehr warm. Auch zum Wandern eignen sich die Temperaturen langsam wieder.
September
sehr gut
29°C
Die Temperaturen kühlen ab. Tagsüber warm, abends ist allerdings ein warmer Pullover von Vorteil. Das Meer kühlt merklich ab.
Oktober
gut
23°C
Selten noch warme Tage. Niederschläge und Stürme nehmen zu.
November
mäßig
19°C
Kalt und feucht, fast überall fällt Regen oder Schnee. Für Skifahren allerdings geeignet.
Dezember
schlecht
15°C

Die beste Reisezeit für Griechenland Festland sind die Monate Mai, Juni, Juli, August und September. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 30° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 13 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 14° Celsius bei durchschnittlich 6 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 23° Celsius und die Nachttemperatur bei 14° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 4 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar und Dezember.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Auftakt

Entdecken Sie Griechenland!

Griechenland sprengt alle Klischees. Herrliche Strände und antike Tempel, mittelalterliche Burgen und altehrwürdige Klöster dürfen Sie mit Fug und Recht erwarten. Schafskäse, Sirtáki-Klänge und Sonnenschein auch. Darüber hinaus aber werden Sie jeden Tag aufs Neue auf unerwartete Schönheit stoßen und unvorhergesehene menschliche Begegnungen erleben. Naturgenuss steht auf einer Griechenland-Rundreise ganz vornan. Dichte Wälder, tiefe Schluchten, märchenhaft anmutende Höhlen, rauschende Gebirgsflüsse und fischreiche Seen gehören ebenso dazu wie Steilküsten und Sonnenblumenfelder, Orangen- und Olivenhaine, Pelikane und Geier, Wölfe und Bären.

Zur Kulturlandschaft zählen auch Moscheen und Synagogen, historische Wind- oder Ölmühlen und Dörfer wie aus längst vergangenen Zeiten. Viele neue, kleine Privathotels mit historischem Flair und hohem Komfort vor allem im Binnenland heben sich wohltuend vom massentouristischen Einerlei an den Küsten ab. Die regionale Küche gewinnt zusehends an Einfluss, präsentiert Genüsse weit entfernt von Rhodos-, Mykonos- oder Kreta-Platte. Selbst das Meer bekommt als Freizeitfaktor Konkurrenz. Zu den vielfältigen Wassersportangeboten treten Outdoor-Aktivitäten wie Wintersport, Klettern und Golfen, Riverrafting und Mountainbiken. Trotz Sparzwang ist der Sommer noch immer voller örtlicher Kulturfestivals, deren Programmspektrum von der antiken Tragödie bis zum Open-Air-Rock-Event reicht.

Das Land, das Goethe mit der Seele suchte und für das Lord Byron sein Leben gab, ist eins der schönsten und abwechslungsreichsten Europas. Wer es durchquert, erlebt keine Stunde, in der nicht zumindest in der Ferne hohe Berge aufsteigen. Griechenland wird von endlos scheinenden Gebirgsketten durchzogen, von denen viele über 2000 m hoch sind. Ihre spärlich bewachsenen Hänge und Hochebenen sind wie vor Jahrtausenden das Reich der Hirten mit ihren Schafen und Ziegen.Einige Berge sind eng mit der Mythologie verwoben. Auf dem Olymp (2917 m) hielten Zeus und die anderen elf olympischen Götter bei Nektar und Ambrosia ihre Ratsversammlungen ab; an den Hängen des Parnass (2458 m) tummelte sich der Wein- und Fruchtbarkeitsgott Dionysos mit seinem ausgelassenen Gefolge bei orgiastischen Vergnügungen. Heute laufen die Griechen in den Gebirgen im Winter Ski; im Sommer sind die Berglandschaften Ziel für Wanderer, Biker und Ruhe suchende Feriengäste.

Immer wieder durchbrochen wird die Bergwelt von grandiosen Schluchten oder kleinen und großen Ebenen, in denen Getreide und Mais, Baumwolle und Tabak wachsen. Vor allem im Norden sind die Flussmündungen wichtige europäische Vogelparadiese. Griechenlands Küsten sind über 15000 km lang, 4000 davon entfallen aufs Festland. Unzugängliche Steilküsten, manchmal durchsetzt mit nur von See her erreichbaren Strandbuchten, wechseln mit langen Sand- und Kiesstreifen ab, an denen sich buntes Badeleben entfaltet. Von den meisten dieser Strände aus sind aber wiederum die hohen Berge zu sehen, viele von Dezember bis in den Mai hinein schneebedeckt. Wasser und Land durchdringen sich in Hellas; man fühlt sich oft am Meer und im Gebirge zugleich. Ein Fünftel Griechenlands machen seine Inseln aus. Fast einhundert sind ständig bewohnt. Auf Kreta, der größten, lebt eine halbe Million Menschen, auf einigen der kleinsten sind es noch nicht einmal einhundert. Auch wer seinen Urlaub auf dem griechischen Festland geplant hat, kann einige Inseln besuchen. Nach Léfkas und Euböa führen Brücken, andere Inseln, wie Ägina, Póros und Hydra, sind bequem auf Tagestouren zu erreichen.

Die Griechen sind das älteste Kulturvolk Europas. Politiker, Dichter und Philosophen des antiken Griechenland haben die Grundlagen des europäischen Denkens geschaffen. Alle Epochen der über 5000-jährigen Geschichte Griechenlands haben im Land mehr oder minder deutliche Spuren hinterlassen. In den Ausgrabungsstätten stammen weit mehr Mauern und Säulen aus hellenistischer und römischer Zeit als aus dem klassischen Hellas. Oft sind sie auch mit frühchristlichen Monumenten überbaut; bereits der Apostel Paulus hatte ja die ersten christlichen Gemeinden auf europäischem Boden in Griechenland begründet. Byzantinische Kirchen und Klöster schließlich übertreffen die Zahl antiker Stätten bei Weitem. Nur von den Türken gibt es wenige architektonische Spuren, auch, weil die Griechen viele von ihnen nach der Befreiung wütend zerstörten. Dafür ist der 500-jährige Einfluss der Türken auf vielen anderen Gebieten nicht zu übersehen. Die griechische und die türkische Küche ähneln sich sehr. Typisch griechische Musik klingt nicht wie Sirtáki, sondern hört sich für unsere Ohren oft wie türkische Musik an. Die historischen Trachten erinnern an die Kleidung, die auch anderswo im Osmanischen Reich getragen wurde. Und selbst in die Sprache sind türkische Wörter eingegangen. Es gibt freilich nicht wenige griechische Stimmen, die meinen, dass die Türken all das, was sich in beiden Kulturen ähnelt, von den Griechen übernommen hätten oder aber, dass es gemeinsame Wurzeln in Byzanz gebe.

Nur ungern sprechen viele Griechen über eine andere Folge ihrer so bewegten Geschichte: die ethnischen Minderheiten, die in Hellas leben. Urlaubern fallen mit Sicherheit die vielen Roma auf. Sie fahren mit großen und kleinen Lastwagen durchs ganze Land, verkaufen Melonen und Eier, Teppiche und Haushaltswaren. Im Nordosten Griechenlands, insbesondere in Thrakien, leben noch viele sunnitische Moslems. Im Landkreis Xánthi sind es überwiegend Pomaken, deren Muttersprache Bulgarisch ist. Sie sind an ihrer ausgesprochen bunten Kleidung zu erkennen. Im übrigen Thrakien sind die Moslems vorwiegend Türken. Sie haben ihre eigenen Schulen, an denen Griechisch jedoch Pflichtfach ist. Seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt Ende der 1980er-Jahre strömen Hunderttausende von Albanern ins Land. Weiteren Zuzug erhielt Griechenland durch Griechen von der sowjetischen Schwarzmeerküste. Ein recht neues Problem sind die ungezählten Immigranten aus Afrika und Asien. Trotz all dieser Minderheiten fühlen sich die Griechen mehr denn je als ein Volk. Separatistische Bestrebungen wie in Spanien, Frankreich oder im ehemaligen Ostblock gibt es nicht.

Seit 1981 ist Griechenland Mitglied in der Europäischen Union, die hohe Summen in die Modernisierung des Landes investierte. Reisenden fallen die häufigen Schilder mit den 12 Sternen der Europaflagge auf. Sie geben bekannt, mit welcher Summe die Europäische Union ein Straßenbauprojekt oder eine Sanierungsmaßnahme, einen Hafenausbau oder eine neue Kanalisation bezuschusst. Seit 2001 - also seit Beginn der Währungsunion - wird in Hellas mit Euros bezahlt, die zwangsweise Rückkehr zur Drachme wäre für viele Hellenen ein Schreckgespenst. Verständlicherweise will man freilich seine nationale Identität waren. Die drückt sich in vielem aus, allen voran natürlich in der eigenen Sprache und Schrift. Aber auch im Alltag wird sie gepflegt. So fällt zum Beispiel wohl jedem Reisenden auf, dass sich die griechische Folklore weit besser gegen angloamerikanische Einflüsse behaupten kann als das Brauchtum anderswo in Europa. Das Autoradio liefert den besten Beweis: Griechische Musik prägt die Musikfarbe der meisten Sender.

So halten die meisten Griechen vor allem außerhalb der Großstädte auch an ihrem Lebensrhythmus fest. Der Tag ist viergeteilt. Von morgens früh bis mittags wird gearbeitet. Dann folgt eine lange Siesta; Nachmittag nennt man erst die Zeit nach 16 oder 17 Uhr. Der Abend beginnt mit dem Abendessen gegen 21 oder 22 Uhr; Nachtlokale machen meist erst gegen 23 Uhr auf und präsentieren beste Stimmung selten vor Mitternacht. Vorher geht auch kaum jemand schlafen. Auch die Lebensziele sind andere als in Mitteleuropa. Die Arbeit ist kein Selbstzweck, ein Wort für Beruf gibt es im Griechischen zwar, aber man benutzt es im Alltag kaum. Man fragt "welche Arbeit machst du", nicht "welchen Beruf hast du". Die Arbeit dient dem Lebensunterhalt und dem Kauf von Statussymbolen, vor allem aber dem Erwerb von Immobilien. Die gewährleisten den Menschen die soziale Absicherung, die ein mangelhaftes staatliches Sozialversicherungssystem nicht zu geben vermag. Um diese Sicherheit zu erwerben, wandern Griechen schon seit Jahrhunderten von Inseln und Dörfern in die Städte ab oder emigrieren ins Ausland. Den Lebensabend jedoch wollen sie im Heimatdorf verbringen, und liegt es noch so weltabgeschieden in den Bergen.

Deswegen sieht man so viele Dörfer, die außerhalb der Hochsommermonate fast menschenleer scheinen, in denen aber prächtige Häuser stehen: vorausplanend gebaute Altersruhesitze. Gerade in solchen Dörfern erleben Sie als Urlauber oft die schönsten Stunden. Abseits der Strände und Touristenzentren sind Fremde noch Gäste, die man neugierig betrachtet. Oft findet sich ein Einheimischer, der die Muttersprache der Gäste oder ein wenig Englisch beherrscht, ein Gespräch entwickelt sich. Dann zeigt sich auch die Gastfreundlichkeit der Griechen, die in den Touristenzentren nicht mehr so leicht zu finden ist. Von den Highways des Massentourismus abzuweichen ist ohnehin der beste Tipp, den man Reisenden mit auf den Weg geben kann. Es gibt Kirchen und Klöster, Museen und archäologische Stätten, Landschaften und Dörfer, die man gesehen haben muss. Nicht minder reizvoll ist ein Besuch der unbekannteren Schönheiten, auf die in diesem Reiseführer auch hingewiesen wird. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Orten, die nichts Besonderes zu bieten haben - und die Ihnen dennoch besonders in Erinnerung bleiben werden, weil Sie sie selbst entdeckt haben.

Kreuz und quer durch Griechenland zu reisen ist kein Problem. Sprachprobleme lassen sich immer irgendwie lösen, und hilfsbereit sind die Griechen allemal: Wer nach dem Weg fragt, wird oft ein Stück weit begleitet. Unterkünfte gibt es fast überall, weil sich viele Griechen durch Zimmervermietung ein Zubrot verdienen. Eines allerdings ist in Griechenland schwierig: korrekte Antworten auf Fragen zu bekommen, die sich nicht auf den gegenwärtigen Aufenthaltsort selbst beziehen. Im Ort A kennt oft niemand den Busfahrplan von Ort B; 20 km abseits des Fährhafens weiß selten jemand, wann dort die Schiffe ankommen und abfahren. Viele Griechen denken, gefördert durch Geografie und Geschichte, weiterhin kleinräumig. Schließlich sind viele Landschaften noch immer durch Berge von der Außenwelt getrennt, und schließlich zählt das Wohl der eigenen Gemeinde wie im alten Hellas noch immer mehr als das des Staats.

Dieses Staatswohl ist spätestens seit dem Frühjahr 2010 in größter Gefahr. Egoismus auf allen Ebenen, Korruption, eine schwerfällige und überlastetete Justiz, ein aufgeblähter Beamtenapparat und veraltete Wirtschaftsstrukturen haben zusammen mit dem internationalen Spekulantentum das Land an den Rand des Staatsbankrotts gebracht. Internationale Zinsgarantien, Finanzhilfen und Schuldenschnitt haben ihn vorerst verhindert, einschneidende soziale Maßnahmen wie Gehalts- und Rentenkürzungen und die Erhöhung von Verbrauchssteuern sollen die Staatsverschuldung dauerhaft senken. Das sorgt für heftige Proteste, Demonstrationen und Streiks, zumal vor allem die Einkommensschwachen unter den Einschnitten leiden. Hinzu kommen Jugend- und Studentenunruhen wegen eines maroden Bildungssystems hoher Jugendarbeitslosigkeit und fehlender Berufsperspektiven. Ob die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott und die Wiederankurbelung der Wirtschaft durch neue Investitionen tatsächlich gelingen, müssen die nächsten fünf, zehn oder gar 20 Jahre zeigen. Als Reise- und Urlaubsland hat Hellas indes nichts von seinem Reiz verloren. Gerade im touristischen Bereich beweisen Hoteliers und Wirte bisher eine große Preisdisziplin, die Gastfreundschaft ist ungebrochen, solange die Gäste nicht als Lehrmeister auftreten.

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Linienflüge gehen aus Österreich und der Schweiz nach Athen und Thessaloníki, von Deutschland auch nach Kavála. Charter- und Billigflieger aus Deutschland und der Schweiz landen auf den Flughäfen Athen, Thessaloníki, Préveza und Vólos sowie in Kalamáta und Áraxos bei Patras auf dem Peloponnes.

Flughafenbusse verkehren nur in Athen und Thessaloníki, sonst stehen überall Taxis bereit. Die Flugzeit von Frankfurt/M. nach Athen beträgt etwa 2 Std. 45 Min.

Ferry

Große Autofähren verbinden ganzjährig die italienischen Häfen Venedig, Ancona, Bari und Brindisi mit Igoumenítsa und Patras. Zwischen Brindisi und Igoumenítsa verkehrt im Sommer auch ein schneller Katamaran (Überfahrt 3 Std.), der allerdings keine Autos transportiert. Mit normalen Autofähren dauert die Überfahrt von Ancona bis Patras je nach Schiff 19-21 Stunden, ab Bari 15-16 Stunden. Auskunft in Reisebüros und bei Automobilclubs, im Internet: www.faehren.info | www.superfast.com | www.greekferries.gr | www.minoan.gr | www.anek.gr | www.ventouris.gr

Bahn

Direkte Bahnverbindungen zwischen Griechenland und Mitteleuropa gibt es nicht. Die schnellste Verbindung zwischen München und Thessaloníki nimmt immerhin 30 Stunden in Anspruch und bedingt ein Umsteigen in Budapest und in Belgrad. Wer den Flug scheut, reist besser via Italien mit Bahn und Schiff.

Bus

Europabusse verbinden viele Städte in den deutschsprachigen Ländern mit Thessaloníki und Athen sowie mit Bari und Brindisi in Italien. Auskunft: Deutsche Touring | Am Römerhof 17 | 60486 Frankfurt | Tel. 069 790350 | www.deutsche-touring.com

Auskunft

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

- Neue Mainzer Str. 22 | 60311 Frankfurt/M. Tel. 069 2578270 | info@gzf-eot.de

- Opernring 8 | 1015 Wien | Tel. 01 51253170 | grect@vienna.at

Auto

Zur Einreise genügen der nationale Führer- und der KFZ-Schein. Die internationale grüne Versicherungskarte mitzuführen ist empfehlenswert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt in geschlossenen Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 120 oder 130 km/h. Motorräder dürfen höchstens 90 km/h schnell fahren. Es gibt viele Radarkontrollen und hohe Geldstrafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen! Auch das Falschparken ist teuer, es kostet mindestens 60 Euro. Promillegrenze 0,5, für Motorradfahrer 0,1. Es gilt Anschnallpflicht auf den Vordersitzen und Helmpflicht für Motorradfahrer.

ADAC-Notruf ganzjährig in Athen 2109601266. Die Pannenhilfe des griechischen Automobilclubs ELPA ist landesweit unter Tel. 10400 erreichbar. Das Abschleppen müssen auch ADAC-Mitglieder zunächst bar bezahlen!

Bahn

Die griechische Staatseisenbahn (OSE) befindet sich in einer Phase des Umbruchs, die durch die Wirtschaftskrise noch problematischer wird. Viele Strecken wurden zumindest vorübergehend stillgelegt. Am besten erkundigen Sie sich vor Ort nach dem aktuellen Angebot, zumal auch die Website www.ose.gr wenig hilfreich ist. Auf jeden Fall gut ausgebaut ist die Strecke zwischen Athen und Thessaloníki, auf der auch schnelle IC-Züge (Fahrzeit 4 Std. 25 Min.) und Nachtzüge mit Liegewagen verkehren. Von Thessaloníki fahren internationale Züge weiter über Xánthi und Alexandroúpoli bis Istanbul. Im Umkreis von Athen fährt die Vorortbahn proastiakós bis nach Korinth und Kiáto auf dem Peloponnes sowie nach Chalkída auf der Insel Euböa.

Bus

Linienbusse sind das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel in Griechenland. Fernbusse verbinden alle griechischen Städte mit Athen und viele mit Thessaloníki. Regionalbusse fahren von den Bezirkshauptstädten in alle Dörfer im Umkreis. Für die Fernbusse können Plätze im Voraus an den Busbahnhöfen reserviert werden. Gedruckte Fahrpläne gibt es kaum, man informiert sich durch die Fahrplantafeln in den Busbahnhöfen; Fahrpläne findet man auch nur vereinzelt im Internet.

In vielen griechischen Städten verkehren auch Lokalbusse. In Thessaloníki können die Fahrkarten dafür an einem Automaten im Bus gelöst werden, überall sonst müssen Sie die Fahrkarten vor dem Besteigen des Busses am Busbahnhof oder an einem Kiosk kaufen. Achtung: Nicht bei jeder Bushaltestelle gibt es einen Kiosk. Am besten berechnen Sie im Voraus, wie viele Tickets Sie während Ihres Aufenthalts benötigen, und kaufen gleich alle bei sich bietender Gelegenheit.

Camping

Wildes Zelten ist verboten. Eine Liste der vielen offiziellen Campingplätze gibt es kostenlos bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr. Eine umfangreiche Auswahl stellt www.camping.gr vor. Die meisten griechischen Campingplätze sind nur von Mai bis September geöffnet.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Odós Karaóli ke Dimitríou 3 | Athen | Tel. 2107285111 | www.athen-diplo.de

Österreichische Botschaft

Leofóros Vas. Sofías 4 | Athen | Tel. 2107257270 | www.aussenministerium.at/athen

Schweizer Botschaft

Odós Jassíou 2 | Athen | Tel. 2107230364 | www.eda.admin.ch/athens

Einreise

Zur Einreise genügt für Schweizer und EU-Bürger ein gültiger Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren können auch mit dem Kinderpass einreisen. Für Hunde werden ein EU-Heimtierausweis und ein eingepflanzter Chip benötigt.

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Museen und archäologische Stätten betragen im Durchschnitt 2-4 Euro; gehört zu einer Ausgrabung auch ein Museum, muss eventuell zweimal Eintritt bezahlt werden. Bedeutende Ausgrabungen und Museen kosten 6-12 Euro Eintritt. Schüler und Studenten aus EU-Ländern (mit nationalem Schüler- oder internationalem Studentenausweis) haben freien Eintritt, Senioren ab 65 Jahren ermäßigten. Zwischen November und März ist der Eintritt sonntags für jedermann frei; von April bis Juni und im Oktober gilt diese Regelung für den ersten Sonntag im Monat.

Fotografieren & Filmen

In Fotogeschäften und in Internetcafés kann man seine Bilder auf CD brennen lassen. In Kirchen und Museen ist das Fotografieren mit Blitz oder Stativ meist streng verboten. Fotografierverbote für militärische Einrichtungen sollte man strikt beachten, auch wenn sie oft völlig sinnlos erscheinen!

Geld & Preise

Bargeld erhalten Sie am günstigsten per EC-/Maestro-Karte aus den zahlreichen Bargeldautomaten der Banken. Weit höher sind die Gebühren, wenn Sie dafür eine Kreditkarte nutzen. Banken und Postämter lösen Reiseschecks ein und tauschen Devisen. Öffnungszeiten der Banken Mo-Do 8-14 Uhr, Fr 8-13.30 Uhr, in größeren Städten und in Touristenzentren manchmal auch länger.

Mehrere Steuererhöhungen haben die Preise vieler Waren 2011/12 stark ansteigen lassen. So sind Benzin und Zigaretten inzwischen etwa gleich teuer wie in Deutschland, Lebensmittel in Supermärkten meist teurer. Hotels und Restaurants haben die Preiserhöhungen hingegen anfangs kaum weitergegeben - wie lange sie aber dem Kostendruck noch standhalten, ist ungewiss.

Gesundheit

Die ärztliche Grundversorgung ist gewährleistet. Bei ernsthaften Verletzungen oder Erkrankungen empfiehlt sich jedoch die vorzeitige Heimreise.

Zwischen den deutschsprachigen Ländern und Griechenland besteht ein Sozialversicherungsabkommen. Mit der von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ausgestellten European Health Insurance Card (EHIC) können Sie sich bei allen Vertragsärzten der griechischen Krankenkasse IKA sowie in staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren kostenlos behandeln lassen. Freie Arztwahl hat man, wenn man bar bezahlt. Der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung ist ratsam.

Apotheken gibt es in allen größeren Orten; viele Medikamente gibt es rezeptfrei und sehr viel billiger als bei uns.

Ein Schutzmittel und ggf. ein Medikament gegen Mückenstiche sollte man auf jeden Fall im Reisegepäck mitführen.

Inlandsflüge

Hauptflughäfen des Landes sind Athen und Thessaloníki. Von hier aus werden außer den Inseln auch sieben weitere Festlandsflughäfen angesteuert: Alexandroúpoli, Kavála, Ioánnina, Kastoriá, Kozáni, Préveza und Kalamáta. Flugpläne und Buchungen: www.aeganair.com | www.olympicair.com | www.aia.gr | www.athensairways.gr | www.skyexpress.gr

Internet

www.visitgreece.gr ist das englischsprachige Portal der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr.

Kulturelle, wirtschaftliche und politische Hintergründe sowie monatliche Listen von Veranstaltungen mit Bezug zu Griechenland in Deutschland veröffentlicht www.griechische-botschaft.de.

Etwas chaotisch gibt sich die offizielle Seite des griechischen Kultusministeriums www.odysseus.culture.gr mit nicht immer aktuellen englischsprachigen Informationen zu den Ausgrabungsstätten und Museen des Landes.

Eine Liste aller Hotels ist - zum Teil mit Links - auf der Seite www.grhotels.gr der griechischen Hoteliersvereinigung zu finden. Eine Auswahl an kleinen Hotels und Pensionen mit besonderem Flair in wenig touristischen Regionen und Dörfern bietet www.guestinn.com, einige absolute Spitzenhotels www.yadeshotels.gr.

Über das aktuelle Wetter in Hellas informiert z. B. www.meteo.gr.

Internetcafés & WLAN

Kostenlosen WLAN-Zugang bieten viele Cafés und Bars sowie die meisten preiswerten Hotels. Viele Hotels höherer Kategorien verlangen fürs WLAN hingegen eine Gebühr. Häufig haben auch die Stadtverwaltungen an zentralen Plätzen kostenfreie WLAN-Zonen eingerichtet. Wer auf Computer angewiesen ist, findet in größeren Städten eine - abnehmende - Zahl an Internetcafés, die meist eine Stundengebühr von 3-5 Euro erheben.

Klima & Reisezeit

Wer viel Sonne sucht und im Meer baden möchte, fährt am besten zwischen Mai und September nach Griechenland. Der Mai ist die schönste Reisezeit, da dann viele Blumen und Bäume blühen. Im August ist es meist so heiß, dass Besichtigungen keinen Spaß machen; außerdem machen in diesem Monat fast alle Griechen und viele Italiener und Franzosen Urlaub, sodass die Unterkünfte knapp und dementsprechend teuer sind. Nur die Gebirge sind in dieser Zeit ein angenehmes Reiseziel. Für den Peloponnes und die Gegend um Athen ist auch der Oktober noch ein guter Reisemonat. Zwischen November und April kann es häufig regnen und zwischen November und März auch recht kühl sein. Für diejenigen, die grandiose Landschaften lieben und auch einen verregneten oder verschneiten Tag nicht fürchten, sind der Peloponnes, der Pílion, Attika und die Region nördlich des Korinthischen Golfs auch ein sehr empfehlenswertes Winterreiseziel. Man hat die Museen und archäologischen Stätten fast für sich; der Blick von Höhen und Pässen reicht in klarer Luft oft bis zu 150 km weit.

Mietfahrzeuge

Mietautos gibt es in allen größeren Städten und Urlaubsorten. Ein Kleinwagen kostet ab 30 Euro pro Tag inklusive Vollkaskoversicherung und aller gefahrener Kilometer. Man kann sie schon zu Hause buchen, was durchaus preisgünstiger sein kann als eine Buchung vor Ort.

Motorräder, Vespas und Mopeds werden in allen Urlaubszentren des Landes vermietet. Fahrräder und Mountainbikes sind hingegen nur selten zu bekommen

Notruf

Landesweit für Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr: 112. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Gesprächspartner sich mit Ihnen in einer Fremdsprache verständigen kann. Lassen Sie daher besser einen Einheimischen anrufen!

Post

Postämter gibt es in allen Städten und größeren Dörfern. Sie sind Mo-Fr mindestens 7.30-14 Uhr geöffnet.

Schiffsfahrpläne

Wenn Sie für Ihren Urlaub auch einen Abstecher zu griechischen Inseln in Erwägung ziehen, finden Sie im Internet alle gewünschten Verbindungen jeweils ganz aktuell unter www.greekferries.gr.

Taxi

Taxis sind überall reichlich vorhanden und nicht teuer. In den Städten fahren sie mit Taxameter; in den agoraíon genannten Taxis in den Dörfern liegen Tariftabellen aus. Geringe Zuschläge, die das Taxameter nicht anzeigt, dürfen für Fahrten von Flughäfen, Häfen und Bahnhöfen sowie für Gepäckstücke, die mehr als 10 kg wiegen und außerdem für Fahrten in der Oster- und Weihnachtszeit erhoben werden. Zwischen 0 und 5 Uhr verdoppelt sich der Fahrpreis für Touren innerhalb von Städten.

Telefon & Handy

Das griechische Festnetz wird von der Firma OTE betrieben. Sie unterhält in allen Städten Büros, von denen aus Sie telefonieren können. OTE-Kartentelefone stehen außerdem zahlreich in allen Dörfern und Städten. Telefonkarten zum Preis von 4 Euro sind in den OTE-Büros sowie an vielen Kiosken und in Supermärkten erhältlich. Telefonate aus Hotels sind häufig unverschämt teuer!

Handys werden von Griechen exzessiv genutzt; die Flächendeckung ist gut. Griechische Handynummern beginnen mit einer 6. Auch Ausländer können griechische SIM-Karten mit griechischer Telefonnummer für wenig Geld in den Filialen der Mobilfunkanbieter erwerben; beim Kauf ist allerdings die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass notwendig.

Vorwahlen: Griechenland 0030, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041; anschließend Vorwahl des Ortsnetzes (für D, A, CH ohne die 0).

Toiletten

Außer in sehr guten Hotels und Restaurants darf benutztes Toilettenpapier auf keinen Fall ins Klobecken, sondern nur in Eimer oder Papierkörbe geworfen werden (große Verstopfungsgefahr!).

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zeitungen & Hörfunk

Ausländische Tageszeitungen und Illustrierte sind in Städten und Urlaubsorten meist mit einem Tag Verspätung erhältlich. Im Land selbst erscheint wöchentlich die deutsche "Griechenland-Zeitung".

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von EU-Bürgern innerhalb der EU bis zu gewissen Glaubwürdigkeitsgrenzen zollfrei ein- und ausgeführt werden. Für Reisende aus der Schweiz gelten andere Grenzen: z. B. 200 Zigaretten oder 400 g Tabak, 2 l Wein und 1 l Spirituosen.

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

Februar/März

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

April

Karfreitag

April/Mai

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen

Letzte zwei Sonntage vor Rosenmontag

Traditioneller Karneval in Naoússa mit Masken aus Wachs, Musik, Tanz und vielen altertümlichen Bräuchen

Faschingssonntag

Karnevalsumzug in Patras mit über 16000 kostümierten Teilnehmern

Rosenmontag

In ganz Griechenland fährt man mittags in die Berge oder ans Meer, lässt Drachen steigen und picknickt ausgiebig, oft mit Livemusik und Tanz. Besonders eindrucksvoll: das Drachensteigen am Philopáppos-Hügel in Athen

Karfreitag

Gegen 21 Uhr Prozessionen in allen Städten und Dörfern

Ostersamstag

Gegen 23 Uhr Beginn des feierlichen Ostergottesdienstes, nach Mitternacht meist großes Feuerwerk

Ostersonntag

Überall in den Vorgärten werden Lämmer am Spieß gegrillt.

Juni-September

Athener Festival mit zahlreichen Konzerten, Ballett- und Theateraufführungen im römischen Herodes-Attikus-Theater

25./26. Juni

Großes Kirchweihfest im Eichenwald bei Arnéa mit Jahrmarkt

Ende Juni-Ende August

Kassándra-Festival mit etwa 20 Veranstaltungen im modernen Freilichttheater beim Dorf Síviri auf Kassándra

Aufführung antiker Tragödien im antiken Theater von Epidauros

Juli/August

Philíppi Festival, an zahlreichen Abenden Konzerte sowie antike und moderne Theaterstücke im antiken Theater von Philíppi in Ost-Makedonien

Anfang August

River Party, größtes Open-Air-Festival Griechenlands in Nestório bei Kastoriá

Erstes August Wochenende

Sardinenfest am Hafen von Préveza. Wein kostenlos, Sardinen superpreiswert, dazu viel Musik

Mitte August

Große Kirchweihfeste am 14./15. August in vielen Städten und Dörfern.

Einwöchiger Jahr- und Viehmarkt im Park von Paléo Episkopí bei Trípoli

Ein Wochenende dauert das Prespes-Festival: tagsüber Outdoor-Aktivitäten wie Windsurfing und Mountainbiking, nachts Rockkonzerte auf dem Campinggelände am Großen Préspa-See im Epirus.

1.-3. September

Kirchweihfest mit großem Jahrmarkt beim Dorf Ágios Mámas auf der Halbinsel Chalkidikí

Bloss nicht

Die richtigen Schuhe vergessen

Auch für kleine Wanderungen sollten Sie unbedingt feste Schuhe, zumindest aber Turnschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig. Außerdem gibt es Schlangen, die zwar normalerweise vor den Menschen flüchten - aber man weiß ja nie. Für den Strand empfehlen sich im Sommer Badeschuhe, denn der Sand wird oft brennend heiß.

Nach Konkurrenten fragen

Griechen sind recht ehrlich. Aber fragen Sie nie in einer Taverne nach einer anderen - man wird Ihnen erzählen, es gebe sie nicht, der Wirt sei gestorben oder die Polizei habe sie geschlossen.

Zur falschen Zeit telefonieren

Griechen ruft man nie zwischen 14 und 18 Uhr an! Bevor Sie von Reisebüros und Hotels aus Ferngespräche führen, sollten Sie sich nach dem Preis erkundigen. Mehr als 45 Prozent Aufschlag auf den OTE-Tarif sind Wucher!

Spärlich bekleidet sein

Am Strand und in den Badeorten sind Griechen nackte Haut gewohnt. In Kirchen und Klöstern sind aber bedeckte Schultern und Knie erwünscht. In Dörfern wird man von den Einheimischen eher respektiert, wenn man nicht gerade in Badekleidung durch die Gassen schlendert.

Antikes mitnehmen

Antiquitäten, alte Webarbeiten und Stickereien sowie alte Ikonen dürfen nur mit Genehmigung ausgeführt werden. Wer an antiken Stätten Steine mitnimmt, macht sich strafbar.

Drauflos knipsen

Die meisten Griechen lassen sich gern fotografieren. Fotografen, die sich wie Jäger benehmen, mögen sie aber nicht. Bevor man den Auslöser drückt, sollte man also mit einem freundlichen Lächeln das Einverständnis seines Gegenübers einholen.

Die Mittagsruhe stören

Auch Mönchen und Nonnen ist die Mittagsruhe heilig. Zwischen 13 und 17 Uhr sind Besucher in den meisten Klöstern nicht willkommen.

Einfach Fisch bestellen

Frischer Fisch ist teuer und wird nach Gewicht berechnet. Sie sollten sich beim Bestellen im Restaurant immer den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen unbedingt dabei sein. Sonst könnten Sie beim Bezahlen eine unangenehme Überraschung erleben.

Die Brandgefahr unterschätzen

Die Waldbrandgefahr ist allerorts groß. Die verheerenden Brände in fast jedem Sommer beweisen das. Jedermann ist um besondere Vorsicht gebeten.

Bücher & Filme

Faule Kredite

Der neuste Fall (2011) für Kommissar Kóstas Charítos hat mit Griechenlands Finanzkrise zu tun. Geschildert von Pétros Márkaris, dem bekanntesten griechischen Krimiautor

Trilogie des Schweigens

In Kooperation mit dem ZDF entstanden 1984-88 drei Filme von Griechenlands renommiertestem Filmregisseur, Theo Angelopoulos. Poetische Filme über das Schweigen der Geschichte, über Liebe und Gott, auch durch die Musik von Eléni Karaíndrou beeindruckend

Kleine Wunder in Athen

Eine nachdenkliche Filmkomödie (2011) von Filíppos Tsítos, die im Milieu eines kleinen Athener Ladenbesitzers und seiner Freunde spielt. Im Untertitel heißt er auf Deutsch auch "Eine kleine Einführung in die griechische Ökonomie". DVD (www.kleinewunderinathen.de)

Zimt und Koriander

Die griechisch-türkische Gemeinschaftsproduktion (2004) des Regisseurs Tássos Boulmétis, eine poetisch-humorvolle Darstellung des Lebens der Griechen in Istanbul in der Mitte des 20. Jhs., wurde 2004 als einer der zehn besten europäischen Filme ausgezeichnet

9-15 °C
5 h/Tag
16 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 11:06 Uhr

Anreise

1d 1h 32min
1d 9h 13min
2h 35min
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

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