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    Botanische Gärten & Parks

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  • Ethnikós Kípos

    Botanische Gärten & Parks
    • Ethnikós Kípos© MAIRDUMONT

    Mitten im Großstadttrubel Athens liegt eine Oase der Ruhe und Entspannung: der Nationalgarten. Im Schatten hoher Palmen und vieler alter Bäume kann man hier Athener Volksleben genießen. An einem kleinen Teich werden Enten gefüttert und mit Sesam bestreute Brotkringel verkauft. Außerdem gibt es einen großen Kinderspielplatz. Eine grüne Ruhe-Oase im Herzen der Stadt, angelegt von einer Oldenburger Prinzessin. Verlockend sind die Bänke unter Palmen, ein Ententeich und ein weltentrücktes Café.

    • Ethnikós Kípos© MAIRDUMONT

    Mitten im Großstadttrubel Athens liegt eine Oase der Ruhe und Entspannung: der Nationalgarten. Im Schatten hoher Palmen und vieler alter Bäume kann man hier Athener Volksleben genießen. An einem kleinen Teich werden Enten gefüttert und mit Sesam bestreute Brotkringel verkauft. Außerdem gibt es einen großen Kinderspielplatz. Eine grüne Ruhe-Oase im Herzen der Stadt, angelegt von einer Oldenburger Prinzessin. Verlockend sind die Bänke unter Palmen, ein Ententeich und ein weltentrücktes Café.


  • Metéora-Klöster

    Architektonische Highlights
    • © SerrNovic, Thinkstock

    Bereits die Fahrt zu den Metéora-Klöstern ist ein beeindruckendes Naturerlebnis, und man kommt nahe am antiken Götterberg Olymp vorbei. Am Ziel steht man staunend vor den mit Klöstern gekrönten Felsen. Die eindrucksvolle Gebirgskulisse verbindet sich hier mit den mittelalterlichen Klöstern zu einer weltweit einzigartigen Landschaft. Die Klöster dürfen auch von Frauen besichtigt werden.

    • © SerrNovic, Thinkstock

    Bereits die Fahrt zu den Metéora-Klöstern ist ein beeindruckendes Naturerlebnis, und man kommt nahe am antiken Götterberg Olymp vorbei. Am Ziel steht man staunend vor den mit Klöstern gekrönten Felsen. Die eindrucksvolle Gebirgskulisse verbindet sich hier mit den mittelalterlichen Klöstern zu einer weltweit einzigartigen Landschaft. Die Klöster dürfen auch von Frauen besichtigt werden.


  • Naos tis Olympíou Diós

    Touristenattraktionen
    • Naos tis Olympíou Diós© MAIRDUMONT

    Die mächtigsten Säulen Athens gehören zum Olympieion, dem Tempel des Olympischen Zeus. 15 stehen noch aufrecht, eine 16.Säule ist liegend intakt geblieben. Einst besaß der Tempel 104 fast 17 m hohe Marmorsäulen mit einem Gesamtgewicht von 15.500 t. Die Baugeschichte des Tempels erstreckt sich über mehr als 700 Jahre. Erste Arbeiten für einen - allerdings kleineren - Zeus-Tempel an dieser Stelle begannen unter dem Tyrannen Peisistratos vor 550 v.Chr. Seine Söhne Hippias und Hipparch nahmen dann als Erste diesen Riesentempel in Angriff. Erst unter dem römischen Kaiser Hadrian wurde der Tempel um 130 n.Chr. vollendet. In seinem Innern wurden eine Zeus-Statue aus Elfenbein und Gold verehrt und ein Reiterstandbild des Kaisers. Erdbeben zerstörten den Tempel dann im Lauf der Jahrhunderte.

    • Naos tis Olympíou Diós© MAIRDUMONT

    Die mächtigsten Säulen Athens gehören zum Olympieion, dem Tempel des Olympischen Zeus. 15 stehen noch aufrecht, eine 16.Säule ist liegend intakt geblieben. Einst besaß der Tempel 104 fast 17 m hohe Marmorsäulen mit einem Gesamtgewicht von 15.500 t. Die Baugeschichte des Tempels erstreckt sich über mehr als 700 Jahre. Erste Arbeiten für einen - allerdings kleineren - Zeus-Tempel an dieser Stelle begannen unter dem Tyrannen Peisistratos vor 550 v.Chr. Seine Söhne Hippias und Hipparch nahmen dann als Erste diesen Riesentempel in Angriff. Erst unter dem römischen Kaiser Hadrian wurde der Tempel um 130 n.Chr. vollendet. In seinem Innern wurden eine Zeus-Statue aus Elfenbein und Gold verehrt und ein Reiterstandbild des Kaisers. Erdbeben zerstörten den Tempel dann im Lauf der Jahrhunderte.


  • Platía Sintágmatos

    Touristenattraktionen
    • © smoxx, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Museum in der Metro

    Der Repräsentationsplatz der Hauptstadt, „Platz der Verfassung“ (Platía Sintágmatos) genannt, ist ein regelmäßiges Viereck mit Bänken und Grünanlagen, das vom Straßenverkehr umbrandet wird. Die Randbebauung ist modern, aus dem 19.Jh. stammen nur die großen Hotels King George II und Grande Bretagne sowie das ehemalige Königsschloss am oberen Platzende. Letzteres entstand in den Jahren 1834–38 und dient heute als Parlament sowie als Sitz des Präsidenten. Vor dem Schloss halten Evzonen, Wachsoldaten in historischer Tracht, Ehrenwache vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten, zu jeder vollen Stunde machen sie ein paar markante Schritte, an jedem Sonntag um 11 Uhr findet ein großer Wachwechsel statt. Unter dem Platz gibt es ebenfalls Sehenswertes: In Athens prachtvollster Metrostation sind viele antike Funde ausgestellt, auf die man während der Bauarbeiten gestoßen ist.

    • Platía Sintágmatos, Athína
    • © smoxx, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Museum in der Metro

    Der Repräsentationsplatz der Hauptstadt, „Platz der Verfassung“ (Platía Sintágmatos) genannt, ist ein regelmäßiges Viereck mit Bänken und Grünanlagen, das vom Straßenverkehr umbrandet wird. Die Randbebauung ist modern, aus dem 19.Jh. stammen nur die großen Hotels King George II und Grande Bretagne sowie das ehemalige Königsschloss am oberen Platzende. Letzteres entstand in den Jahren 1834–38 und dient heute als Parlament sowie als Sitz des Präsidenten. Vor dem Schloss halten Evzonen, Wachsoldaten in historischer Tracht, Ehrenwache vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten, zu jeder vollen Stunde machen sie ein paar markante Schritte, an jedem Sonntag um 11 Uhr findet ein großer Wachwechsel statt. Unter dem Platz gibt es ebenfalls Sehenswertes: In Athens prachtvollster Metrostation sind viele antike Funde ausgestellt, auf die man während der Bauarbeiten gestoßen ist.

    • Platía Sintágmatos, Athína

  • Archaía Agorá

    Touristenattraktionen
    • Archaía Agorá© MAIRDUMONT

    Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz, der Agorá. Auf einer annähernd quadratischen Fläche von etwa 120 mal 120 m hatten viele politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, hier verbrachten Dichter wie Aischylos und Euripides, Politiker wie Perikles und Themistokles, Denker wie Platon und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete über 1000 Jahre lang, vom 5.Jh. v.Chr. bis 580 n.Chr., den Mittelpunkt des kommerziellen und gesellschaftlichen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten. Auch in der Antike veränderte sich das Stadtbild ja ständig. Das Bild, das die Agorá heute vermittelt, gehört am ehesten noch in die römische Zeit um Christi Geburt. Zwei Bauten bestimmen den Eindruck: im Osten die Stoá des Attalos, im Westen der Hephaistos-Tempel. Die Stoá des Attalos ist eine 116 m lange, zweigeschossige Säulenhalle, in der wahrscheinlich Läden untergebracht waren. Stoen wie diese umgaben die Agorá auf allen vier Seiten. Die heutige Stoá ist freilich kein antiker Bau, sondern die Rekonstruktion eines im 2.Jh. v.Chr. von Herodes Atticus gestifteten Baus. Das wirtschaftliche und soziale Herz des antiken Athen inmitten eines schönen Gartengeländes.

    • Archaía Agorá© MAIRDUMONT

    Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz, der Agorá. Auf einer annähernd quadratischen Fläche von etwa 120 mal 120 m hatten viele politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, hier verbrachten Dichter wie Aischylos und Euripides, Politiker wie Perikles und Themistokles, Denker wie Platon und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete über 1000 Jahre lang, vom 5.Jh. v.Chr. bis 580 n.Chr., den Mittelpunkt des kommerziellen und gesellschaftlichen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten. Auch in der Antike veränderte sich das Stadtbild ja ständig. Das Bild, das die Agorá heute vermittelt, gehört am ehesten noch in die römische Zeit um Christi Geburt. Zwei Bauten bestimmen den Eindruck: im Osten die Stoá des Attalos, im Westen der Hephaistos-Tempel. Die Stoá des Attalos ist eine 116 m lange, zweigeschossige Säulenhalle, in der wahrscheinlich Läden untergebracht waren. Stoen wie diese umgaben die Agorá auf allen vier Seiten. Die heutige Stoá ist freilich kein antiker Bau, sondern die Rekonstruktion eines im 2.Jh. v.Chr. von Herodes Atticus gestifteten Baus. Das wirtschaftliche und soziale Herz des antiken Athen inmitten eines schönen Gartengeländes.


  • Akrópolis

    Touristenattraktionen
    • Akrópolis© MAIRDUMONT

    Athens Akrópolis ist das bekannteste Monument der griechischen Antike. Den Griechen gilt sie als Nationaldenkmal, auf dessen heiligem Boden die Aufseher nicht einmal den Verzehr eines Sandwiches gestatten. Die Akrópolis (griech. Hochstadt) erhebt sich auf einem 156 m hohen Felssockel über der Ebene von Athen. Nach drei Seiten hin fällt der Fels uneinnehmbar steil ab, nur von Westen her ist er zugänglich. Der Blick reicht bei klarer Sicht bis zu den Inseln im Saronischen Golf, Sálamis und Ägina. In der Antike war der Akrópolis-Fels ein idealer Burgberg, der optimalen Schutz vor Feinden bot. Was Besucher heute sehen, vermittelt in Wahrheit einen durchaus schiefen Eindruck. Geblieben sind von den Bauten aus vier Jahrtausenden nämlich nur das Beulé-Tor, die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und der Parthenon. Diese Bauten prägten v.a. das Bild, das sich die Menschen in den beiden letzten Jh. von der klassischen Antike machten. Die Griechen restaurieren die Bauten heute einem Idealbild gemäß, auf das sich der Stolz ihrer Nation mitbegründet. Manche Kritiker nennen die Akrópolis auch "eine künstliche Ruine". Sie bemängeln, dass in den letzten 160 Jahren alles abgerissen wurde, was nicht ins Bild der Archäologen und Altertumswissenschaftler passte. In der Tat: Im Parthenon erhob sich eine Moschee mit Minarett, in den antiken Gemäuern befanden sich ein Palast und ein Harem. Überall, wo Besucher heute über nacktes Gestein schreiten, standen Ställe und Häuser mit Gärten, drängten sich in den Gassen Menschen und Tiere. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Akrópolis-Felsen stammen aus der zweiten Hälfte des 2.Jts. v.Chr., also aus mykenischer Zeit. Damals stand auf seinem höchsten Punkt der Palast eines Königs. Mit der Einwanderung der dorischen Griechen um 1050 v.Chr. ging das mykenische Königtum unter, der Palast zerfiel. Im 8.Jh. v.Chr. diente die Akrópolis nicht mehr als Sitz eines herausgehobenen Herrschers, denn Athen wurde von gleichberechtigten Adelssippen gemeinsam regiert. Die Akrópolis war jetzt Heiligtum für eine Vielzahl von Gottheiten. Diese wurden nicht nur in Gestalt von Statuen, sondern auch als Naturerscheinungen verehrt. Im Freien und in kleinen Holzbauten waren zahllose Weihegaben aufgestellt, auf Altären wurden Tieropfer dargebracht. Der erste monumentale Tempel der Akrópolis entstand erst im frühen 6.Jh. v.Chr. Er war der Göttin Athena geweiht, die dadurch eindeutig aus der Vielzahl der Gottheiten herausgehoben wurde. Erst um 530 v.Chr. entstanden auf dem Akrópolis-Felsen die ersten reinen Steinbauten. Der mit breiter Unterstützung des einfachen, unter der Adelsherrschaft leidenden Volkes 546 v.Chr. an die Macht gekommene Tyrann Peisistratos und seine Söhne Hipparch und Hippias wollten sich wohl auch selbst ein Denkmal setzen, als sie den alten Athena-Tempel weitgehend niederreißen und durch einen ganz aus Stein gestalteten ersetzen ließen. Außerdem entstand während dieser Tyrannis ein erstes Eingangstor zur Akrópolis und zudem noch ein Heiligtum für die bis dahin v.a. in Brauron verehrte Artemis. All diese Bauten wurden von den Persern vernichtet, vor denen sich die Athener im Jahre 480 v.Chr. völlig auf die Insel Sálamis zurückzogen. Als sie nach der Seeschlacht von Sálamis und der sich 479 v.Chr. anschließenden Landschlacht von Platää zurückkehrten, fanden sie auf der Akrópolis nur noch ein Ruinenfeld vor. 30 Jahre lang blieb es so. Die Ruinen sollten Mahnung und Erinnerung zugleich an die gefährdete Freiheit sein. Athen wandelte sich in den nächsten Jahren zu einem radikaldemokratischen Staat, in dem die Volksversammlung der männlichen freien Vollbürger alle Entscheidungen zu treffen hatte. Das Volk von Athen beschloss um 450 v.Chr., auf dem Akrópolis-Felsen die vier Bauten zu errichten, die Besucher heute bewundern: Parthenon, Nike-Tempel, Propyläen und Erechtheion.

    • Akrópolis© MAIRDUMONT

    Athens Akrópolis ist das bekannteste Monument der griechischen Antike. Den Griechen gilt sie als Nationaldenkmal, auf dessen heiligem Boden die Aufseher nicht einmal den Verzehr eines Sandwiches gestatten. Die Akrópolis (griech. Hochstadt) erhebt sich auf einem 156 m hohen Felssockel über der Ebene von Athen. Nach drei Seiten hin fällt der Fels uneinnehmbar steil ab, nur von Westen her ist er zugänglich. Der Blick reicht bei klarer Sicht bis zu den Inseln im Saronischen Golf, Sálamis und Ägina. In der Antike war der Akrópolis-Fels ein idealer Burgberg, der optimalen Schutz vor Feinden bot. Was Besucher heute sehen, vermittelt in Wahrheit einen durchaus schiefen Eindruck. Geblieben sind von den Bauten aus vier Jahrtausenden nämlich nur das Beulé-Tor, die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und der Parthenon. Diese Bauten prägten v.a. das Bild, das sich die Menschen in den beiden letzten Jh. von der klassischen Antike machten. Die Griechen restaurieren die Bauten heute einem Idealbild gemäß, auf das sich der Stolz ihrer Nation mitbegründet. Manche Kritiker nennen die Akrópolis auch "eine künstliche Ruine". Sie bemängeln, dass in den letzten 160 Jahren alles abgerissen wurde, was nicht ins Bild der Archäologen und Altertumswissenschaftler passte. In der Tat: Im Parthenon erhob sich eine Moschee mit Minarett, in den antiken Gemäuern befanden sich ein Palast und ein Harem. Überall, wo Besucher heute über nacktes Gestein schreiten, standen Ställe und Häuser mit Gärten, drängten sich in den Gassen Menschen und Tiere. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Akrópolis-Felsen stammen aus der zweiten Hälfte des 2.Jts. v.Chr., also aus mykenischer Zeit. Damals stand auf seinem höchsten Punkt der Palast eines Königs. Mit der Einwanderung der dorischen Griechen um 1050 v.Chr. ging das mykenische Königtum unter, der Palast zerfiel. Im 8.Jh. v.Chr. diente die Akrópolis nicht mehr als Sitz eines herausgehobenen Herrschers, denn Athen wurde von gleichberechtigten Adelssippen gemeinsam regiert. Die Akrópolis war jetzt Heiligtum für eine Vielzahl von Gottheiten. Diese wurden nicht nur in Gestalt von Statuen, sondern auch als Naturerscheinungen verehrt. Im Freien und in kleinen Holzbauten waren zahllose Weihegaben aufgestellt, auf Altären wurden Tieropfer dargebracht. Der erste monumentale Tempel der Akrópolis entstand erst im frühen 6.Jh. v.Chr. Er war der Göttin Athena geweiht, die dadurch eindeutig aus der Vielzahl der Gottheiten herausgehoben wurde. Erst um 530 v.Chr. entstanden auf dem Akrópolis-Felsen die ersten reinen Steinbauten. Der mit breiter Unterstützung des einfachen, unter der Adelsherrschaft leidenden Volkes 546 v.Chr. an die Macht gekommene Tyrann Peisistratos und seine Söhne Hipparch und Hippias wollten sich wohl auch selbst ein Denkmal setzen, als sie den alten Athena-Tempel weitgehend niederreißen und durch einen ganz aus Stein gestalteten ersetzen ließen. Außerdem entstand während dieser Tyrannis ein erstes Eingangstor zur Akrópolis und zudem noch ein Heiligtum für die bis dahin v.a. in Brauron verehrte Artemis. All diese Bauten wurden von den Persern vernichtet, vor denen sich die Athener im Jahre 480 v.Chr. völlig auf die Insel Sálamis zurückzogen. Als sie nach der Seeschlacht von Sálamis und der sich 479 v.Chr. anschließenden Landschlacht von Platää zurückkehrten, fanden sie auf der Akrópolis nur noch ein Ruinenfeld vor. 30 Jahre lang blieb es so. Die Ruinen sollten Mahnung und Erinnerung zugleich an die gefährdete Freiheit sein. Athen wandelte sich in den nächsten Jahren zu einem radikaldemokratischen Staat, in dem die Volksversammlung der männlichen freien Vollbürger alle Entscheidungen zu treffen hatte. Das Volk von Athen beschloss um 450 v.Chr., auf dem Akrópolis-Felsen die vier Bauten zu errichten, die Besucher heute bewundern: Parthenon, Nike-Tempel, Propyläen und Erechtheion.


  • Kentrikí Agorá

    Märkte und Flohmärkte

    Athens Markthallen sind über 100 Jahre alt, haben aber gerade erst ein Facelifting erhalten. Alle Metzger präsentieren ihr umfangreiches, meist bildschön drapiertes Warenangebot jetzt in großen Kühltresen, unter der Decke flimmern Flachbildschirme, auf denen die Spots von Musiksendern zur Unterhaltung von Marktbeschickern und -besuchern laufen. Auf dem Fischmarkt, auf dem alles verkauft wird, was die Weltmeere an Essbarem hergeben, haben die Kühltresen noch keinen Einzug gehalten - doch hier wird die Ware ohnehin nicht älter als ein paar Stunden. Los- und Plastiktütenverkäufer stehen an den Eingängen zu den Hallen. An deren Außenfronten wird ringsum mit Nüssen und Oliven, Honig, Käse und Eiern, Wein und Spirituosen gehandelt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Athínas-Straße ist der Obst- und Gemüsemarkt ebenfalls modernisiert worden, in den Ladenzeilen rings um ihn herum wird mittlerweile überwiegend mit exotischen Produkten wie polnischen Würsten und isländischem Stockfisch gehandelt. Buntes Markttreiben herrscht hier überall. Die Markttavernen bieten eine große Auswahl und sind v.a. nachts wegen ihrer heißen Suppen beliebt.

    Athens Markthallen sind über 100 Jahre alt, haben aber gerade erst ein Facelifting erhalten. Alle Metzger präsentieren ihr umfangreiches, meist bildschön drapiertes Warenangebot jetzt in großen Kühltresen, unter der Decke flimmern Flachbildschirme, auf denen die Spots von Musiksendern zur Unterhaltung von Marktbeschickern und -besuchern laufen. Auf dem Fischmarkt, auf dem alles verkauft wird, was die Weltmeere an Essbarem hergeben, haben die Kühltresen noch keinen Einzug gehalten - doch hier wird die Ware ohnehin nicht älter als ein paar Stunden. Los- und Plastiktütenverkäufer stehen an den Eingängen zu den Hallen. An deren Außenfronten wird ringsum mit Nüssen und Oliven, Honig, Käse und Eiern, Wein und Spirituosen gehandelt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Athínas-Straße ist der Obst- und Gemüsemarkt ebenfalls modernisiert worden, in den Ladenzeilen rings um ihn herum wird mittlerweile überwiegend mit exotischen Produkten wie polnischen Würsten und isländischem Stockfisch gehandelt. Buntes Markttreiben herrscht hier überall. Die Markttavernen bieten eine große Auswahl und sind v.a. nachts wegen ihrer heißen Suppen beliebt.


  • Likavittós

    Landschaftliche Highlights
    • Likavittós© MAIRDUMONT

    Der 277 m hohe Kalksteinfelsen beherrscht mehr noch als der Akrópolishügel das Bild Athens. Er erhebt sich über das Häusermeer mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf herausragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel, auf dem eine kleine, um 1990 neu im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalte Kapelle dem heiligen Georg geweiht ist. An den seltenen klaren Tagen kann man von hier aus nicht nur die Athen umgebenden Berge, sondern auch die Insel Ägina und die Gipfel des Peloponnes erkennen. Auch der Sonnenuntergang ist von hier aus ein Erlebnis. Ganz Athen - einschließlich der Akrópolis - liegt hier zu Ihren Füßen.

    • Likavittós© MAIRDUMONT

    Der 277 m hohe Kalksteinfelsen beherrscht mehr noch als der Akrópolishügel das Bild Athens. Er erhebt sich über das Häusermeer mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf herausragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel, auf dem eine kleine, um 1990 neu im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalte Kapelle dem heiligen Georg geweiht ist. An den seltenen klaren Tagen kann man von hier aus nicht nur die Athen umgebenden Berge, sondern auch die Insel Ägina und die Gipfel des Peloponnes erkennen. Auch der Sonnenuntergang ist von hier aus ein Erlebnis. Ganz Athen - einschließlich der Akrópolis - liegt hier zu Ihren Füßen.


  • Ethnikó Archeologiko Mousio

    Museen
    • Ethnikó Archeologiko Mousio© MAIRDUMONT

    Der 1860 fertig gestellte Bau birgt die weltgrößte Sammlung griechisch-antiker Kunstwerke. Die Ausstellungen im Erdgeschoss sind chronologisch angeordnet. Vom Eingang aus an der Kasse vorbei geradeaus kommt man zunächst in den Mykenischen Saal. Der Blick fällt sogleich auf die Vitrine mit den Goldfunden Heinrich Schliemanns. Die goldene Totenmaske, die er für die des sagenhaften Königs Agamemnon hielt, stammt aus der Zeit um 1580 v.Chr., also aus der Frühzeit Mykenes. Nach rechts gelangt man in den Saal der Kykladenkultur, deren 4000-5000 Jahre alte Kunst sehr modern wirkt. Die eindrucksvollsten der ausgestellten Idole sind wohl der sitzende Harfenspieler und der stehende Doppelflötenspieler. Geht man nun in den Kassenraum zurück, so kann man die Besichtigung im Uhrzeigersinn fortsetzen. Durch einen Raum mit Werken aus der geometrischen Epoche (1100-700 v.Chr.), in der geometrische Motive als Dekor vorherrschen und Menschen und Tiere fast strichartig dargestellt sind, kommt man in den Saal VIII. Hier beeindrucken zwei etwa 3 m hohe Koúroi vom Kap Soúnion aus der archaischen Epoche (700-480 v.Chr.). Sie zeichnet sich durch orientalische Einflüsse, eine Vorliebe für mythologische Themen und starke Formalisierung aus - so wirken die beiden nackten Jünglinge aus der Zeit um 600 v.Chr. noch steif und unbewegt, ein individueller Ausdruck fehlt weitgehend. Im Lauf der Jahrzehnte wurden die archaischen Skulpturen weniger steif wirkend gearbeitet. Die Gesichtszüge wurden lockerer, ein verhaltenes Lächeln, eine Fußbewegung oder eine kleine Anspannung der Glieder führten zu einer individuelleren Ausdruckskraft. Im Saal XVI steht man bereits mitten in der klassischen Kunst (480-330 v.Chr.). Ein schönes Beispiel dafür ist das um 440 v.Chr. entstandene Weiherelief aus Eleusis. Es zeigt die Göttin Demeter, die Triptolemos eine Getreideähre übergibt und damit der Menschheit das Korn schenkt, zusammen mit ihrer Tochter Persephone. Weitere besonders schöne Beispiele für die klassische griechische Kunst sind die überlebensgroße Bronzestatue des seinen Dreizack schleudernden Meeresgottes Poseidon, die um 460 v.Chr. entstand, sowie im Saal XVIII die Grabstele der Hegeso vom Ende des 5.Jhs. v.Chr. Allen klassischen Werken gemeinsam sind die Betonung der Körperlichkeit von Menschen und Göttern, die starke Ausdruckskraft, die individuelle Gestaltung und das Streben nach Schönheit und Würde. Die Natur wird erkannt, aber idealistisch überhöht. Gerade diese Idealisierung fehlt den Werken der hellenistischen Epoche (330-146 v.Chr.) und der römischen Zeit (146 v.Chr.-395 n.Chr.). Deutlich wird das schon am "Reitenden Knaben" aus dem 2.Jh. v.Chr. im Saal XXI, der bereits barock verzerrt wirkt. Noch weiter geht die Marmorgruppe mit der Liebesgöttin Aphrodite, dem Hirtengott Pan und Eros: Das Ensemble wirkt äußerst verspielt und zugleich ganz unpersönlich. Der Bockshörner tragende Pan, von Eros inspiriert, schäkert mit der Göttin, die sich scherzhaft weigert, ihm ihre Sandale zu überlassen.

    • Ethnikó Archeologiko Mousio© MAIRDUMONT

    Der 1860 fertig gestellte Bau birgt die weltgrößte Sammlung griechisch-antiker Kunstwerke. Die Ausstellungen im Erdgeschoss sind chronologisch angeordnet. Vom Eingang aus an der Kasse vorbei geradeaus kommt man zunächst in den Mykenischen Saal. Der Blick fällt sogleich auf die Vitrine mit den Goldfunden Heinrich Schliemanns. Die goldene Totenmaske, die er für die des sagenhaften Königs Agamemnon hielt, stammt aus der Zeit um 1580 v.Chr., also aus der Frühzeit Mykenes. Nach rechts gelangt man in den Saal der Kykladenkultur, deren 4000-5000 Jahre alte Kunst sehr modern wirkt. Die eindrucksvollsten der ausgestellten Idole sind wohl der sitzende Harfenspieler und der stehende Doppelflötenspieler. Geht man nun in den Kassenraum zurück, so kann man die Besichtigung im Uhrzeigersinn fortsetzen. Durch einen Raum mit Werken aus der geometrischen Epoche (1100-700 v.Chr.), in der geometrische Motive als Dekor vorherrschen und Menschen und Tiere fast strichartig dargestellt sind, kommt man in den Saal VIII. Hier beeindrucken zwei etwa 3 m hohe Koúroi vom Kap Soúnion aus der archaischen Epoche (700-480 v.Chr.). Sie zeichnet sich durch orientalische Einflüsse, eine Vorliebe für mythologische Themen und starke Formalisierung aus - so wirken die beiden nackten Jünglinge aus der Zeit um 600 v.Chr. noch steif und unbewegt, ein individueller Ausdruck fehlt weitgehend. Im Lauf der Jahrzehnte wurden die archaischen Skulpturen weniger steif wirkend gearbeitet. Die Gesichtszüge wurden lockerer, ein verhaltenes Lächeln, eine Fußbewegung oder eine kleine Anspannung der Glieder führten zu einer individuelleren Ausdruckskraft. Im Saal XVI steht man bereits mitten in der klassischen Kunst (480-330 v.Chr.). Ein schönes Beispiel dafür ist das um 440 v.Chr. entstandene Weiherelief aus Eleusis. Es zeigt die Göttin Demeter, die Triptolemos eine Getreideähre übergibt und damit der Menschheit das Korn schenkt, zusammen mit ihrer Tochter Persephone. Weitere besonders schöne Beispiele für die klassische griechische Kunst sind die überlebensgroße Bronzestatue des seinen Dreizack schleudernden Meeresgottes Poseidon, die um 460 v.Chr. entstand, sowie im Saal XVIII die Grabstele der Hegeso vom Ende des 5.Jhs. v.Chr. Allen klassischen Werken gemeinsam sind die Betonung der Körperlichkeit von Menschen und Göttern, die starke Ausdruckskraft, die individuelle Gestaltung und das Streben nach Schönheit und Würde. Die Natur wird erkannt, aber idealistisch überhöht. Gerade diese Idealisierung fehlt den Werken der hellenistischen Epoche (330-146 v.Chr.) und der römischen Zeit (146 v.Chr.-395 n.Chr.). Deutlich wird das schon am "Reitenden Knaben" aus dem 2.Jh. v.Chr. im Saal XXI, der bereits barock verzerrt wirkt. Noch weiter geht die Marmorgruppe mit der Liebesgöttin Aphrodite, dem Hirtengott Pan und Eros: Das Ensemble wirkt äußerst verspielt und zugleich ganz unpersönlich. Der Bockshörner tragende Pan, von Eros inspiriert, schäkert mit der Göttin, die sich scherzhaft weigert, ihm ihre Sandale zu überlassen.


  • Mouseío Akrópolis

    Museen
    • Mouseío Akrópolis© Lefteris_, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Ein Archäologe für dich

    Spannender kann ein Museum nicht sein: Der Schweizer Architekt Bernhard Tschumi hat den 2009 eingeweihten Bau über den Ausgrabungen eines seit 2019 begehbaren antiken Stadtviertels auf stählerne Träger gestellt und viel begehbares Glas in den Boden, die Decken und die Rampe eingefügt. Selbst aus der obersten Etage blickt man noch auf die antiken Mauern. Die breite Rampe selbst vermittelt das Gefühl, wieder auf die Akrópolis zu steigen; in den Vitrinen an den Seiten sind deshalb auch nur Funde von den Akrópolis-Hängen eingelassen. Alle hier gezeigten Kunstwerke stammen von der Akrópolis und sind fast ausnahmslos frei aufgestellt. Archäologen stehen bereit, um kostenlos deine Fragen zu beantworten. Sie sprechen zumindest Englisch. Das oberste Geschoss gibt den vollen Blick auf den Parthenon frei, von dem die hier ausgestellten Reliefs alle stammen. Vollen Akrópolis-Blick bietet auch die Terrasse der gut gestylten Museums-Cafeteria, die viele Spezialitäten serviert.

    • Mouseío Akrópolis© Lefteris_, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Ein Archäologe für dich

    Spannender kann ein Museum nicht sein: Der Schweizer Architekt Bernhard Tschumi hat den 2009 eingeweihten Bau über den Ausgrabungen eines seit 2019 begehbaren antiken Stadtviertels auf stählerne Träger gestellt und viel begehbares Glas in den Boden, die Decken und die Rampe eingefügt. Selbst aus der obersten Etage blickt man noch auf die antiken Mauern. Die breite Rampe selbst vermittelt das Gefühl, wieder auf die Akrópolis zu steigen; in den Vitrinen an den Seiten sind deshalb auch nur Funde von den Akrópolis-Hängen eingelassen. Alle hier gezeigten Kunstwerke stammen von der Akrópolis und sind fast ausnahmslos frei aufgestellt. Archäologen stehen bereit, um kostenlos deine Fragen zu beantworten. Sie sprechen zumindest Englisch. Das oberste Geschoss gibt den vollen Blick auf den Parthenon frei, von dem die hier ausgestellten Reliefs alle stammen. Vollen Akrópolis-Blick bietet auch die Terrasse der gut gestylten Museums-Cafeteria, die viele Spezialitäten serviert.


  • Áfitos

    Geographical
    • © PANAGIOTIS KARAPANAGIOTIS, Thinkstock

    Áfitos ist eines der ältesten und schönsten Dörfer der Region Chalkidikí. Hier stehen noch viele schöne, aus unverputztem Naturstein erbaute Häuser aus dem 19.Jh. und man findet nur harmonisch in die Landschaft eingepasste, kleine Hotelanlagen. Schon im 8.Jh. v.Chr. wurde der Ort von euböischen Kolonisten gegründet und blieb ununterbrochen besiedelt. 1821 von den Türken zerstört, erbaute man ihn kurz darauf neu. Wer Beschaulichkeit, Flair und die Atmosphäre eines sommerlichen Dorfplatzes schätzt, wird sich in Áfitos wohlfühlen.

    • 630 77 Áfitos
    • © PANAGIOTIS KARAPANAGIOTIS, Thinkstock

    Áfitos ist eines der ältesten und schönsten Dörfer der Region Chalkidikí. Hier stehen noch viele schöne, aus unverputztem Naturstein erbaute Häuser aus dem 19.Jh. und man findet nur harmonisch in die Landschaft eingepasste, kleine Hotelanlagen. Schon im 8.Jh. v.Chr. wurde der Ort von euböischen Kolonisten gegründet und blieb ununterbrochen besiedelt. 1821 von den Türken zerstört, erbaute man ihn kurz darauf neu. Wer Beschaulichkeit, Flair und die Atmosphäre eines sommerlichen Dorfplatzes schätzt, wird sich in Áfitos wohlfühlen.

    • 630 77 Áfitos

  • Ólinthos

    Touristenattraktionen

    Zwischen den Landzungen Kassándra und Sithonía liegt in einer überwiegend von Getreidefeldern ausgefüllten Ebene das große Dorf Néa Ólinthos. Etwa 2 km außerhalb des heutigen Dorfs legen Archäologen auf einem Hügel die Überreste der antiken Stadt Ólinthos frei. Vom Kassenhäuschen führt ein 700m langer, von Oleander gesäumter, aber völlig schattenloser Weg hinauf. Kurz vor seinem Ende zweigt ein Pfad nach rechts oben auf das Gipfelplateau des südlichen Hügels ab. Dort liegen die eher spärlichen Ruinen der bereits im 6.Jh. v.Chr. gegründeten Stadt. Viel interessanter ist das jüngere Grabungsfeld auf dem Plateau am Ende des Wegs: Hier bedecken die Ausgrabungen eine weite Fläche, sind Grundrisse vieler Häuser und gepflasterte Straßen deutlich zu erkennen. Dieser neuere Teil des antiken Ólinthos wurde erst nach 432 v.Chr. gegründet. Die Flotte der Athener bedrohte damals die Städte der Chalkidikí. Die Bewohner mehrerer Küstenstädte beschlossen daraufhin, ihre Heimat zu verlassen und sich im sichereren Ólinthos niederzulassen. Alle Neusiedler erhielten auf diesem zweiten Hügelplateau per Losentscheid gleich große Grundstücke zugewiesen, auf denen sie bauen durften. Das Straßennetz der Stadt entstand auf dem Reißbrett und ähnelt einem Schachbrettmuster. Die Innenraumaufteilung der Häuser war zwar unterschiedlich, folgte aber einem gemeinsamen Grundprinzip. Stets führte der Eingang auf einen Innenhof. Von ihm gingen mehrere Repräsentationsräume ab. Eine Treppe führte hinauf in ein Obergeschoss, in dem die Wohnräume lagen. In drei der Häuser sind noch die damals allgemein üblichen Mosaike zu sehen. Zwei sind rein geometrisch, eines zeigt zwei Greife, die gerade einen Hirsch schlagen. 348 v.Chr. zerstörte Philipp II., der Vater von Alexander dem Großen, die Stadt. Ihre Bewohner wurden getötet oder in die Sklaverei verkauft.

    Zwischen den Landzungen Kassándra und Sithonía liegt in einer überwiegend von Getreidefeldern ausgefüllten Ebene das große Dorf Néa Ólinthos. Etwa 2 km außerhalb des heutigen Dorfs legen Archäologen auf einem Hügel die Überreste der antiken Stadt Ólinthos frei. Vom Kassenhäuschen führt ein 700m langer, von Oleander gesäumter, aber völlig schattenloser Weg hinauf. Kurz vor seinem Ende zweigt ein Pfad nach rechts oben auf das Gipfelplateau des südlichen Hügels ab. Dort liegen die eher spärlichen Ruinen der bereits im 6.Jh. v.Chr. gegründeten Stadt. Viel interessanter ist das jüngere Grabungsfeld auf dem Plateau am Ende des Wegs: Hier bedecken die Ausgrabungen eine weite Fläche, sind Grundrisse vieler Häuser und gepflasterte Straßen deutlich zu erkennen. Dieser neuere Teil des antiken Ólinthos wurde erst nach 432 v.Chr. gegründet. Die Flotte der Athener bedrohte damals die Städte der Chalkidikí. Die Bewohner mehrerer Küstenstädte beschlossen daraufhin, ihre Heimat zu verlassen und sich im sichereren Ólinthos niederzulassen. Alle Neusiedler erhielten auf diesem zweiten Hügelplateau per Losentscheid gleich große Grundstücke zugewiesen, auf denen sie bauen durften. Das Straßennetz der Stadt entstand auf dem Reißbrett und ähnelt einem Schachbrettmuster. Die Innenraumaufteilung der Häuser war zwar unterschiedlich, folgte aber einem gemeinsamen Grundprinzip. Stets führte der Eingang auf einen Innenhof. Von ihm gingen mehrere Repräsentationsräume ab. Eine Treppe führte hinauf in ein Obergeschoss, in dem die Wohnräume lagen. In drei der Häuser sind noch die damals allgemein üblichen Mosaike zu sehen. Zwei sind rein geometrisch, eines zeigt zwei Greife, die gerade einen Hirsch schlagen. 348 v.Chr. zerstörte Philipp II., der Vater von Alexander dem Großen, die Stadt. Ihre Bewohner wurden getötet oder in die Sklaverei verkauft.


  • Stágeira

    Touristenattraktionen
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Ganz in der Nähe der heutigen Siedlung Olimbiáda stand schon in der Antike eine Stadt: das alte Stágeira, 384 v.Chr. Geburtsort des Philosophen Aristoteles. Neuere Grabungen auf Liotópi, einer kleinen, felsigen Halbinsel östlich von Olimbiáda, haben bisher vor allem die Stadtmauern, mehrere Häuser und Straßen ans Tageslicht gebracht. Ein langer, schmaler Sandstrand verläuft unmittelbar vor der autofreien Uferpromenade des Orts.

    • © Panos Karas, Shutterstock

    Ganz in der Nähe der heutigen Siedlung Olimbiáda stand schon in der Antike eine Stadt: das alte Stágeira, 384 v.Chr. Geburtsort des Philosophen Aristoteles. Neuere Grabungen auf Liotópi, einer kleinen, felsigen Halbinsel östlich von Olimbiáda, haben bisher vor allem die Stadtmauern, mehrere Häuser und Straßen ans Tageslicht gebracht. Ein langer, schmaler Sandstrand verläuft unmittelbar vor der autofreien Uferpromenade des Orts.


  • Vergína

    Geographical
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Das Dorf westlich von Thessaloníki ist seit den 1990er-Jahren eine Art Nationalheiligtum. Hier wurde das Grab des ermordeten makedonischen Königs Philipp II. gefunden, des Vaters von Alexander dem Großen.

    • 590 31 Vergína
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Das Dorf westlich von Thessaloníki ist seit den 1990er-Jahren eine Art Nationalheiligtum. Hier wurde das Grab des ermordeten makedonischen Königs Philipp II. gefunden, des Vaters von Alexander dem Großen.

    • 590 31 Vergína

  • Arnéa

    Geographical
    • © Wojciech Tchorzewski, Shutterstock

    Arnéa ist das Bilderbuchstädtchen der Region. Obwohl für den Bau der heutigen Hauptstraße viele alte Häuser abgerissen wurden, stehen hier mehr und besser erhaltene Herrenhäuser aus dem 18.und 19.Jh. als anderswo. Sie konzentrieren sich vor allem in der Umgebung des 590 m über dem Meeresspiegel gelegenen Hauptplatzes. Schön ist es aber auch in den Seitengassen. Mehrere der alten Häuser, die einst wohlhabenden Kaufleuten gehörten, wurden inzwischen mit EU-Hilfe restauriert und innen modernisiert. So ist eines jetzt Museum, ein anderes ein äußerst stimmungsvolles Hotel.

    • 630 74 Arnéa
    • © Wojciech Tchorzewski, Shutterstock

    Arnéa ist das Bilderbuchstädtchen der Region. Obwohl für den Bau der heutigen Hauptstraße viele alte Häuser abgerissen wurden, stehen hier mehr und besser erhaltene Herrenhäuser aus dem 18.und 19.Jh. als anderswo. Sie konzentrieren sich vor allem in der Umgebung des 590 m über dem Meeresspiegel gelegenen Hauptplatzes. Schön ist es aber auch in den Seitengassen. Mehrere der alten Häuser, die einst wohlhabenden Kaufleuten gehörten, wurden inzwischen mit EU-Hilfe restauriert und innen modernisiert. So ist eines jetzt Museum, ein anderes ein äußerst stimmungsvolles Hotel.

    • 630 74 Arnéa

  • Parthenónas

    Geographical
    • © Konstantinos_K, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Joghurt mal anders genießen

    Mal was anderes: Das große Bergdorf 350 m oberhalb von Néos Marmarás wurde 1970 von seinen letzten Bewohnern verlassen. Die Abwanderung hatte bereits in den 1920er-Jahren mit der Entstehung von Néos Marmarás begonnen. Dadurch entging der Ort dem Schicksal vieler anderer chalkidischer Orte: der Verschandelung durch neue Betonbauten. 1977 kehrten die ersten Menschen nach Parthenónas zurück, pflegten nun aber die Tradition, restaurierten viele Häuser und schufen so ein idyllisches Juwel. Der Blick fällt auf Néos Marmarás und die Großhotels von Pórto Carrás und reicht bei halbwegs klarer Sicht bis zur Halbinsel Kassándra hinüber. Im Dorf gibt es zwei Tavernen. Die Taverne To Stéki tou Méniou am unteren Ortseingang betreibt eine junge, in Deutschland geborene Griechin; serviert werden u. a. auch Wachteln. Ausgefallene Spezialitäten sind hier mit Käse und Tomate gefüllte Auberginen (fafoúti) und ein Joghurt mit Maulbeersoße. Die zweite Taverne Paul‘s am oberen Ende der Hauptstraße ins Dorf bietet eine schöne Terrasse, ist aber stärker kommerzialisiert und somit vor allem empfehlenswert, um den grandiosen Ausblick bei einem Getränk zu genießen, z. B. zum Sonnenuntergang. Gut ausgeschildert ist der Wanderweg, der von hier in etwa 70–90 Minuten nach Néos Marmarás hinunterführt. Echte Abenteurer, die mit einem Jeep unterwegs sind, können von der Taverne aus weiter der nur anfangs noch asphaltierten Straße folgen und über den Kamm der Sithonía 30 holprige und teils steile Kilometer bis nach Sárti an der Ostküste fahren.

    • 630 81 Parthenónas
    • © Konstantinos_K, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Joghurt mal anders genießen

    Mal was anderes: Das große Bergdorf 350 m oberhalb von Néos Marmarás wurde 1970 von seinen letzten Bewohnern verlassen. Die Abwanderung hatte bereits in den 1920er-Jahren mit der Entstehung von Néos Marmarás begonnen. Dadurch entging der Ort dem Schicksal vieler anderer chalkidischer Orte: der Verschandelung durch neue Betonbauten. 1977 kehrten die ersten Menschen nach Parthenónas zurück, pflegten nun aber die Tradition, restaurierten viele Häuser und schufen so ein idyllisches Juwel. Der Blick fällt auf Néos Marmarás und die Großhotels von Pórto Carrás und reicht bei halbwegs klarer Sicht bis zur Halbinsel Kassándra hinüber. Im Dorf gibt es zwei Tavernen. Die Taverne To Stéki tou Méniou am unteren Ortseingang betreibt eine junge, in Deutschland geborene Griechin; serviert werden u. a. auch Wachteln. Ausgefallene Spezialitäten sind hier mit Käse und Tomate gefüllte Auberginen (fafoúti) und ein Joghurt mit Maulbeersoße. Die zweite Taverne Paul‘s am oberen Ende der Hauptstraße ins Dorf bietet eine schöne Terrasse, ist aber stärker kommerzialisiert und somit vor allem empfehlenswert, um den grandiosen Ausblick bei einem Getränk zu genießen, z. B. zum Sonnenuntergang. Gut ausgeschildert ist der Wanderweg, der von hier in etwa 70–90 Minuten nach Néos Marmarás hinunterführt. Echte Abenteurer, die mit einem Jeep unterwegs sind, können von der Taverne aus weiter der nur anfangs noch asphaltierten Straße folgen und über den Kamm der Sithonía 30 holprige und teils steile Kilometer bis nach Sárti an der Ostküste fahren.

    • 630 81 Parthenónas

  • Panagía Faneroméni

    Architektonische Highlights

    Die kleine Kapelle steht unmittelbar unterhalb der Küstenstraße am Meer. Zwischen Kirche und Strand lädt eine Terrasse mit blauen Holzbänken zur Rast ein. Sie ist besonders beim Kirchweihfest am 23.August gut gefüllt. Die Kapelle aus dem 16.Jh. wurde im 17.Jh. mit teils noch erhaltenen Wandmalereien ausgestattet. Die in der Kapelle verehrte Ikone der Gottesmutter, auf verputztem Marmor gemalt, gilt als wundertätig. Nach dem Volksglauben schwamm sie von Thessalien aus hierher. In der Ikone meint man noch die Fußabdrücke eines Türken zu sehen, der nicht glauben wollte, dass Marmorikonen schwimmen können und deswegen auf sie trat. Wenn Griechenland etwas Böses widerfährt, weint die Ikone, berichtet eine Schrifttafel in der Kapelle. Letztmals soll sie 1993 Tränen vergossen haben, als die ehemals jugoslawische Teilrepublik Makedonien Besitzansprüche auf Thessaloníki erhob.

    Die kleine Kapelle steht unmittelbar unterhalb der Küstenstraße am Meer. Zwischen Kirche und Strand lädt eine Terrasse mit blauen Holzbänken zur Rast ein. Sie ist besonders beim Kirchweihfest am 23.August gut gefüllt. Die Kapelle aus dem 16.Jh. wurde im 17.Jh. mit teils noch erhaltenen Wandmalereien ausgestattet. Die in der Kapelle verehrte Ikone der Gottesmutter, auf verputztem Marmor gemalt, gilt als wundertätig. Nach dem Volksglauben schwamm sie von Thessalien aus hierher. In der Ikone meint man noch die Fußabdrücke eines Türken zu sehen, der nicht glauben wollte, dass Marmorikonen schwimmen können und deswegen auf sie trat. Wenn Griechenland etwas Böses widerfährt, weint die Ikone, berichtet eine Schrifttafel in der Kapelle. Letztmals soll sie 1993 Tränen vergossen haben, als die ehemals jugoslawische Teilrepublik Makedonien Besitzansprüche auf Thessaloníki erhob.


  • Petrálona

    Geographical

    Das in den 1920er-Jahren von Flüchtlingen aus Kleinasien gegründete Dorf ist aufgrund der Tropfsteinhöhle ein beliebtes Ausflugsziel. In der 1959 erstmals erforschten Höhle wurde der Schädel eines Menschen gefunden, der vor schätzungsweise 200.000-300.000 Jahren gelebt haben muss. Primitive Steinwerkzeuge lassen sogar darauf schließen, dass die Höhle schon vor etwa 700.000 Jahren von Menschen genutzt worden war. Gefunden wurden auch Knochen mancher längst ausgestorbener Tierarten, von Frühformen der Hyäne, des Löwen und des Nashorns. Ein Gang durch die stets 17/18 °C kühle Höhle dauert etwa 30 Min. Die mit Puppen in Menschengröße nachgestellten Szenen sollen einen Eindruck vom Leben in der Höhle während der Altsteinzeit geben.

    • 630 80 Petrálona

    Das in den 1920er-Jahren von Flüchtlingen aus Kleinasien gegründete Dorf ist aufgrund der Tropfsteinhöhle ein beliebtes Ausflugsziel. In der 1959 erstmals erforschten Höhle wurde der Schädel eines Menschen gefunden, der vor schätzungsweise 200.000-300.000 Jahren gelebt haben muss. Primitive Steinwerkzeuge lassen sogar darauf schließen, dass die Höhle schon vor etwa 700.000 Jahren von Menschen genutzt worden war. Gefunden wurden auch Knochen mancher längst ausgestorbener Tierarten, von Frühformen der Hyäne, des Löwen und des Nashorns. Ein Gang durch die stets 17/18 °C kühle Höhle dauert etwa 30 Min. Die mit Puppen in Menschengröße nachgestellten Szenen sollen einen Eindruck vom Leben in der Höhle während der Altsteinzeit geben.

    • 630 80 Petrálona

  • Paralía Karídi

    Strände
    • © Andrei Bortnikau, Shutterstock

    Néos Mármaras und Pórto Carrás füllen die Reiseveranstalter, Individualisten fahren nach Sárti mit breitem Sandstrand direkt gegenüber vom Berg Áthos, nach Toróni mit seiner kilometerlangen Feinsandsichel und nach Vourvouroú, wo sich der Karídi Beach zwischen einem Uferwäldchen und bizarren Felsknollen unterhalb einer niedrigen Steilküste erstreckt. Fotogener kann ein Strand kaum sein.

    • Vourvouroú
    • © Andrei Bortnikau, Shutterstock

    Néos Mármaras und Pórto Carrás füllen die Reiseveranstalter, Individualisten fahren nach Sárti mit breitem Sandstrand direkt gegenüber vom Berg Áthos, nach Toróni mit seiner kilometerlangen Feinsandsichel und nach Vourvouroú, wo sich der Karídi Beach zwischen einem Uferwäldchen und bizarren Felsknollen unterhalb einer niedrigen Steilküste erstreckt. Fotogener kann ein Strand kaum sein.

    • Vourvouroú

  • Ahoy

    Clubs

    Wo geht auf der Kassándra die Post ab? In einem kleinen, unscheinbaren Tal nahe dem Meer 1,5 km südlich von Kalithéa. Da stehen gleich drei Megaclubs in einem Radius von 200 m. Allen gemeinsam: Sie haben kein Dach – abgerockt wird unterm Sternenhimmel. Das Pearl ist vor allem bei neureichen Osteuropäern beliebt, die am liebsten Weiß tragen. Das Ahoy wirkt altmodischer, hat aber mehr ganz junge Gäste. Besonders elitär gibt sich das Markiz Experience, in dem sich das „Who is who“ der griechischen Musik- und Soap-Opera-Szene ein Stelldichein gibt. Ohne Reservierungen kommt man in diese drei Clubs kaum hinein. Bewusst anders will das Aqua sein. Der kleine Open-air-Club lockt vor allem Griechen vom Yuppie bis zum Hippie an, weil hier viel griechischer Rock gespielt wird. Trinkfeste Ausländerhorden sind eher eine Seltenheit.

    • Kassándra

    Wo geht auf der Kassándra die Post ab? In einem kleinen, unscheinbaren Tal nahe dem Meer 1,5 km südlich von Kalithéa. Da stehen gleich drei Megaclubs in einem Radius von 200 m. Allen gemeinsam: Sie haben kein Dach – abgerockt wird unterm Sternenhimmel. Das Pearl ist vor allem bei neureichen Osteuropäern beliebt, die am liebsten Weiß tragen. Das Ahoy wirkt altmodischer, hat aber mehr ganz junge Gäste. Besonders elitär gibt sich das Markiz Experience, in dem sich das „Who is who“ der griechischen Musik- und Soap-Opera-Szene ein Stelldichein gibt. Ohne Reservierungen kommt man in diese drei Clubs kaum hinein. Bewusst anders will das Aqua sein. Der kleine Open-air-Club lockt vor allem Griechen vom Yuppie bis zum Hippie an, weil hier viel griechischer Rock gespielt wird. Trinkfeste Ausländerhorden sind eher eine Seltenheit.

    • Kassándra

  • Delphi

    Geographical
    • © S-F, Shutterstock

    In tollster Landschaft erstreckt sich hier über einen recht steilen Hang eins der bedeutendsten Heiligtümer des Altertums. Es war Apoll, dem Gott der Schönheit und des Lichts, geweiht. Theater, Stadion und Tempel sind in schönste Landschaft zwischen dem fast 2500 m hohen Parnass- Gebirge und dem Korinthischen Golf eingebettet; das Museum von Delphi ist eins der bedeutendsten im ganzen Land. Grundlage für Ruhm und Reichtum Delphis war sein Orakel.

    • Delphi
    • © S-F, Shutterstock

    In tollster Landschaft erstreckt sich hier über einen recht steilen Hang eins der bedeutendsten Heiligtümer des Altertums. Es war Apoll, dem Gott der Schönheit und des Lichts, geweiht. Theater, Stadion und Tempel sind in schönste Landschaft zwischen dem fast 2500 m hohen Parnass- Gebirge und dem Korinthischen Golf eingebettet; das Museum von Delphi ist eins der bedeutendsten im ganzen Land. Grundlage für Ruhm und Reichtum Delphis war sein Orakel.

    • Delphi

  • Epidauros

    Geographical
    • © saiko3p, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hör mal gut hin!

    Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus zusammen mit Ärzten die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen. Vom Eingang kommst du zunächst zum Theater. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 13 000 Zuschauer vergrößert. Bemerkenswert ist die perfekte Akustik. Warte kurz, bis eine Gruppe mit Fremdenführer kommt. Die stellen nämlich immer die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kannst du von ihnen fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Aufpralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen. Am Museum vorbei erreichst du dann das ausgedehnte Grabungsgelände. An mehreren Stellen angebrachte Übersichtspläne machen die Orientierung leicht. Man sieht das Katagogion, einen ursprünglich zweistöckigen Bau mit 160 Räumen, in dem die Pilger seit dem 4.Jh. v. Chr. wohnten. Nahezu ebenso groß war das Gymnasion, in dem Ringkämpfe ausgetragen wurden. In römischer Zeit entstand in seinem Innenhof ein noch gut sichtbares Odeon. Auch das antike Stadion ist noch sehr gut zu erkennen. Ein rätselhafter Bau bleibt der auch Thymele genannte Thólos. Unter dem Zentrum dieses Rundtempels lagen drei durch Mauern unterteilte, kreisförmige Gänge. Man vermutet, dass hier die heiligen Tiere des Heilgotts Asklepios, Schlangen also, gehalten wurden. Nahe dem Thólos lag das schon erwähnte Abaton.

    • Epidauros
    • © saiko3p, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hör mal gut hin!

    Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus zusammen mit Ärzten die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen. Vom Eingang kommst du zunächst zum Theater. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 13 000 Zuschauer vergrößert. Bemerkenswert ist die perfekte Akustik. Warte kurz, bis eine Gruppe mit Fremdenführer kommt. Die stellen nämlich immer die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kannst du von ihnen fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Aufpralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen. Am Museum vorbei erreichst du dann das ausgedehnte Grabungsgelände. An mehreren Stellen angebrachte Übersichtspläne machen die Orientierung leicht. Man sieht das Katagogion, einen ursprünglich zweistöckigen Bau mit 160 Räumen, in dem die Pilger seit dem 4.Jh. v. Chr. wohnten. Nahezu ebenso groß war das Gymnasion, in dem Ringkämpfe ausgetragen wurden. In römischer Zeit entstand in seinem Innenhof ein noch gut sichtbares Odeon. Auch das antike Stadion ist noch sehr gut zu erkennen. Ein rätselhafter Bau bleibt der auch Thymele genannte Thólos. Unter dem Zentrum dieses Rundtempels lagen drei durch Mauern unterteilte, kreisförmige Gänge. Man vermutet, dass hier die heiligen Tiere des Heilgotts Asklepios, Schlangen also, gehalten wurden. Nahe dem Thólos lag das schon erwähnte Abaton.

    • Epidauros

  • Ruinenstadt Mystras

    Geographical
    • © Tatiana Popova, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mach mal Pause!

    Zieh die Wanderschuhe an, wenn du nach Mistrás fährst! Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang eines steilen Bergs am Rand der Ebene von Sparta. Auf seinem Gipfel hatten fränkische Kreuzritter 1249 eine Burg angelegt, die die Byzantiner 1262 eroberten. Sie gründeten die Stadt zu ihren Füßen, die um 1700 noch 42 000 Ew. hatte. Heute sind die meisten Wohnhäuser verschwunden, die Burg ist nur noch eine Ruine. Gut erhalten blieben die vielen Kirchen und Klöster, aufwendig restauriert wurde der monströse Fürstenpalast. Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistrás liegen 300 steile Höhenmeter. Wer den schweißtreibenden Aufstieg scheut, fährt erst nach oben und besucht die Ruinen der Oberstadt und dann runter zum zweiten Eingang. So kannst du sogar einen Abstecher zum Mittagessen in eine der guten Tavernen im Dorf Mistrás machen. Denk nur dran, das Ticket gut aufzuheben, denn das brauchst du natürlich erneut. Eine andere Option ist es, mit dem Taxi von Sparta aus den oberen Eingang anzusteuern und dann von oben nach unten zu laufen. Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert. Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der am unteren Eingang beginnt und endet. Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Du betrittst sie von einem arkadengesäumten Innenhof aus. Die Fresken in der Kirche sind besonders gut erhalten. Agíi Theodóroi Hodeghétria beeindruckt sowohl durch ihr schönes Mauerwerk als auch durch ihre große Kuppel. Im Inneren deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palastruine bezeichnet, in der die Fürsten von Mistrás residierten. Agía Sophía aus dem 14.Jh. war Kloster- und Palastkirche zugleich. Zudem diente sie in türkischer Zeit als Moschee. Das Pantanássa-Kloster wird immer noch von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof steht ein Trinkwasserbrunnen. Die Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17./18.Jh., im oberen Teil aus dem 15.Jh. Als Phrangópoulos Mansion ist die Ruine eines stattlichen Hauses gekennzeichnet, das eine Vorstellung vom Wohnen der Wohlhabenden im 15.Jh. vermittelt. Das Peribléptos-Kloster stand auf mehreren Geländeebenen. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus dem 14.Jh. Die Kapelle Ágios Geórgios ist eine der vielen Privatkapellen der Stadt. Schön ist der zierliche, Narthex genannte Vorbau an der Südseite.

    • © Tatiana Popova, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mach mal Pause!

    Zieh die Wanderschuhe an, wenn du nach Mistrás fährst! Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang eines steilen Bergs am Rand der Ebene von Sparta. Auf seinem Gipfel hatten fränkische Kreuzritter 1249 eine Burg angelegt, die die Byzantiner 1262 eroberten. Sie gründeten die Stadt zu ihren Füßen, die um 1700 noch 42 000 Ew. hatte. Heute sind die meisten Wohnhäuser verschwunden, die Burg ist nur noch eine Ruine. Gut erhalten blieben die vielen Kirchen und Klöster, aufwendig restauriert wurde der monströse Fürstenpalast. Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistrás liegen 300 steile Höhenmeter. Wer den schweißtreibenden Aufstieg scheut, fährt erst nach oben und besucht die Ruinen der Oberstadt und dann runter zum zweiten Eingang. So kannst du sogar einen Abstecher zum Mittagessen in eine der guten Tavernen im Dorf Mistrás machen. Denk nur dran, das Ticket gut aufzuheben, denn das brauchst du natürlich erneut. Eine andere Option ist es, mit dem Taxi von Sparta aus den oberen Eingang anzusteuern und dann von oben nach unten zu laufen. Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert. Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der am unteren Eingang beginnt und endet. Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Du betrittst sie von einem arkadengesäumten Innenhof aus. Die Fresken in der Kirche sind besonders gut erhalten. Agíi Theodóroi Hodeghétria beeindruckt sowohl durch ihr schönes Mauerwerk als auch durch ihre große Kuppel. Im Inneren deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palastruine bezeichnet, in der die Fürsten von Mistrás residierten. Agía Sophía aus dem 14.Jh. war Kloster- und Palastkirche zugleich. Zudem diente sie in türkischer Zeit als Moschee. Das Pantanássa-Kloster wird immer noch von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof steht ein Trinkwasserbrunnen. Die Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17./18.Jh., im oberen Teil aus dem 15.Jh. Als Phrangópoulos Mansion ist die Ruine eines stattlichen Hauses gekennzeichnet, das eine Vorstellung vom Wohnen der Wohlhabenden im 15.Jh. vermittelt. Das Peribléptos-Kloster stand auf mehreren Geländeebenen. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus dem 14.Jh. Die Kapelle Ágios Geórgios ist eine der vielen Privatkapellen der Stadt. Schön ist der zierliche, Narthex genannte Vorbau an der Südseite.


  • Náfplio

    Geographical
    • © Olga Kot Photo, Shutterstock

    Nauplia (32 000 Ew.) ist die Beatuty Queen unter den Städten des Peloponnes. Unterhalb zweier mächtiger Burgen liegt die weitläufige Altstadt direkt am Wasser. Das offene Meer ist von hier aus nicht zu sehen; man fühlt sich wie an einem großen Binnensee, in dem eine dritte, kleinere Burg schwimmt. In den Altstadtgassen stehen viele hohe Häuser vor allem aus dem 19.Jh. Nauplia war zwischen 1823 und 1834 sogar die erste Hauptstadt des von den Türken befreiten Griechenland. Weil das ganze Jahr über auch die Athener gern übers Wochenende herkommen, gibt es besonders viele Tavernen, Cafés und schöne kleine Läden. Da macht das Bummeln einfach Spaß. Und wer lernen will, findet reichlich Museen. Einen eigenen Strand hat Nauplia auch – drum kann man Strand- und Städteurlaub miteinander kombinieren. Zudem sind viele bedeutende Ausflugsziele von hier aus auch gut mit dem Linienbus zu erreichen – da braucht man nicht einmal einen Mietwagen.

    • 21100 Náfplio
    • © Olga Kot Photo, Shutterstock

    Nauplia (32 000 Ew.) ist die Beatuty Queen unter den Städten des Peloponnes. Unterhalb zweier mächtiger Burgen liegt die weitläufige Altstadt direkt am Wasser. Das offene Meer ist von hier aus nicht zu sehen; man fühlt sich wie an einem großen Binnensee, in dem eine dritte, kleinere Burg schwimmt. In den Altstadtgassen stehen viele hohe Häuser vor allem aus dem 19.Jh. Nauplia war zwischen 1823 und 1834 sogar die erste Hauptstadt des von den Türken befreiten Griechenland. Weil das ganze Jahr über auch die Athener gern übers Wochenende herkommen, gibt es besonders viele Tavernen, Cafés und schöne kleine Läden. Da macht das Bummeln einfach Spaß. Und wer lernen will, findet reichlich Museen. Einen eigenen Strand hat Nauplia auch – drum kann man Strand- und Städteurlaub miteinander kombinieren. Zudem sind viele bedeutende Ausflugsziele von hier aus auch gut mit dem Linienbus zu erreichen – da braucht man nicht einmal einen Mietwagen.

    • 21100 Náfplio

  • Sithonía

    Geographical
    • © Aleksandar Todorovic, Shutterstock

    Die vielen Beachbars sind ein Markenzeichen des Mittelfingers der Chalkidikí. Hier geht’s fast hippiehaft zu wie in der Ethnik Beach Bar bei Tristínika, mal fährt man bevorzugt mit Sportwagen vor wie beim Pórto Paradíso am Zográfou Beach. Lange Sandstrände und kleine Buchten säumen die Westküste zwischen Nikíti und Pórto Koufós, an der Ostküste liegen viele Strände tief unterhalb der Küstenstraße zwischen steilen Felsen. Néos Mármaras und Pórto Carrás füllen die Reiseveranstalter, nach Sárti, Toróni und Vourvouroú fahren die Individualisten.

    • Sithonia
    • © Aleksandar Todorovic, Shutterstock

    Die vielen Beachbars sind ein Markenzeichen des Mittelfingers der Chalkidikí. Hier geht’s fast hippiehaft zu wie in der Ethnik Beach Bar bei Tristínika, mal fährt man bevorzugt mit Sportwagen vor wie beim Pórto Paradíso am Zográfou Beach. Lange Sandstrände und kleine Buchten säumen die Westküste zwischen Nikíti und Pórto Koufós, an der Ostküste liegen viele Strände tief unterhalb der Küstenstraße zwischen steilen Felsen. Néos Mármaras und Pórto Carrás füllen die Reiseveranstalter, nach Sárti, Toróni und Vourvouroú fahren die Individualisten.

    • Sithonia

  • Pláka

    Geographical
    • © Anastasios71, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Jede Menge Miezen

    In Athens Altstadt steppt bis zum frühen Morgen der touristische Bär. An weitgehend autofreien Gassen reihen sich Cafés, Bars, Tavernen und unendlich viele Läden aneinander, Bargeldautomaten und Altertümer liegen dazwischen. Es gibt auch ruhige Ecken wie das Viertel Anafiótika mit nur einen Meter breiten Stufengassen ganz ohne Kommerz, aber voller Katzen – und abends die breiten Treppen der Odós Mnisikléous, wo in den Tavernen zu griechischer Musik getanzt wird. Zur Orientierung: Die geschäftigen Hauptachsen der Altstadt sind die Odós Adrianoú (viele Shops) und die Odós Kidathinéon (viele Tavernen).

    • Athína
    • © Anastasios71, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Jede Menge Miezen

    In Athens Altstadt steppt bis zum frühen Morgen der touristische Bär. An weitgehend autofreien Gassen reihen sich Cafés, Bars, Tavernen und unendlich viele Läden aneinander, Bargeldautomaten und Altertümer liegen dazwischen. Es gibt auch ruhige Ecken wie das Viertel Anafiótika mit nur einen Meter breiten Stufengassen ganz ohne Kommerz, aber voller Katzen – und abends die breiten Treppen der Odós Mnisikléous, wo in den Tavernen zu griechischer Musik getanzt wird. Zur Orientierung: Die geschäftigen Hauptachsen der Altstadt sind die Odós Adrianoú (viele Shops) und die Odós Kidathinéon (viele Tavernen).

    • Athína

  • Alt Korinth

    Touristenattraktionen
    • © Dimitris Panas, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Porno oder was?

    Im Vorort Alt-Korinth hat man nicht nur die Kirche mitten im Dorf gelassen, sondern auch gleich noch zwei antike Tempel und andere Bauten des Altertums. Die hat auch schon der Apostel Paulus gesehen, als er im Jahr 51 in der antiken Weltstadt war. An die dort von ihm gegründete christliche Gemeinde schrieb er auch die in die Bibel aufgenommenen Korintherbriefe. Heute ist Archéa Kórinthos nur noch ein sehr beschauliches Dorf mit grandioser Aussicht auf hohe Berge, grüne Küstenebenen und den Korinthischen Golf. Wer hier seine Peloponnes-Rundreise startet, wird fast schon zur Entschleunigung gezwungen. Das antike Korinth war bereits im 8.Jh. v. Chr. eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands. Sein großer Vorteil war die Nähe zweier geschützter Landeplätze: am Saronischen und am Korinthischen Golf, also sowohl dem Westen als auch dem Osten der antiken Welt zugewandt. 146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern dem Erdboden gleichgemacht, weil die Korinther sich gegen Rom gestellt hatten. Deswegen sind im Ausgrabungsgelände heute auch kaum Spuren aus der griechischen Antike erhalten. Erst 100 Jahre später gründete Cäsar die Stadt neu. Als der Apostel Paulus sie ihrer großen jüdischen Gemeinde wegen im Jahr 51 oder 52 besuchte, war sie bereits wieder eine blühende Großstadt. Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstörten auch sie. Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum mit seinen Tempeln, Markthallen und Brunnen freigelegt. Schon auf dem Weg vom Eingang der Ausgrabungsstätte zum Museum siehst du links einen gewaltigen Felsblock mit eingearbeiteten Brunnenkammern, die Glauke-Quelle. Dahinter erheben sich die sieben noch aufrecht stehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Jede ist monolithisch, also aus einem Stück gearbeitet, und beeindruckt durch harmonische Proportionen. Ursprünglich umgaben den um 550 v. Chr. errichteten Tempel 38 solcher Säulen. Unmittelbar am Museum steht der Octavia-Tempel mit drei deutlich andersartigen Säulen. Sie sind aus Säulentrommeln zusammengesetzt und mit einem verspielten korinthischen Kapitell bekrönt. Ihnen fehlt die würdevolle Strenge der Säulen des Apollo-Tempels. Der Bau ist ja auch 600 Jahre jünger und stammt aus römischer Zeit. Besonders interessant im Archäologischen Museum sind die ausgestellten Vasen. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7.Jh. v. Chr. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume mit Ornamenten wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Schön sind auch die römischen Fußbodenmosaike aus dem 1./2.Jh. n. Chr. Einzigartig sind die vielen tönernen männlichen Genitalien und weiblichen Brüste in einem der fünf Museumssäle. Ähnlich wie heute noch in allen orthodoxen und manchen katholischen Kirchen wurden diese Votivtäfelchen den Göttern geweiht, wenn der Mensch Probleme mit den entsprechenden Körperteilen hatte und die Unsterblichen um Hilfe bat. Nach dem Museumsbesuch betrittst du über eine Treppe die agorá, den Marktplatz der antiken Stadt. Ihn säumten weitere Tempel, Säulenhallen mit Geschäften und öffentliche Gebäude wie Gericht und Stadtarchiv. Im Zentrum des Platzes ist eine auf die agorá vorspringende Terrasse als bema markiert. Von dieser Rednertribüne aus soll der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen haben. Etwa 30 m südlich der bema begrenzte eine 165 m lange Säulenhalle den Marktplatz. Deutlich erkennbar sind 33 zweigeteilte Räume. In den vorderen sind Brunnenschächte zu sehen, die sie als Marktschenken ausweisen: In ihnen wurden Getränke kühl gehalten. Auf der gegenüberliegenden Seite der agorá führen Treppen auf die mit Marmor gepflasterte Lechaion-Straße hinunter. Sie verband das Zentrum der Stadt mit dem Hafen am Korinthischen Golf und führt heute zum Ausgang des Grabungsgeländes. Gleich rechts der Treppen sind die eindrucksvollen Überreste der schönsten Brunnenanlage Korinths zu sehen, des Peirene-Brunnens aus dem 2.Jh. Gehst du nach dem Verlassen des Grabungsgeländes zu dessen Eingang zurück, sind rechts der Straße die Reste des römischen Odeons zu sehen, eines überdachten Musiktheaters. Unterhalb davon schließen sich die Ränge des großen Theaters an, das Platz für mehr als 15 000 Zuschauer bot.

    • © Dimitris Panas, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Porno oder was?

    Im Vorort Alt-Korinth hat man nicht nur die Kirche mitten im Dorf gelassen, sondern auch gleich noch zwei antike Tempel und andere Bauten des Altertums. Die hat auch schon der Apostel Paulus gesehen, als er im Jahr 51 in der antiken Weltstadt war. An die dort von ihm gegründete christliche Gemeinde schrieb er auch die in die Bibel aufgenommenen Korintherbriefe. Heute ist Archéa Kórinthos nur noch ein sehr beschauliches Dorf mit grandioser Aussicht auf hohe Berge, grüne Küstenebenen und den Korinthischen Golf. Wer hier seine Peloponnes-Rundreise startet, wird fast schon zur Entschleunigung gezwungen. Das antike Korinth war bereits im 8.Jh. v. Chr. eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands. Sein großer Vorteil war die Nähe zweier geschützter Landeplätze: am Saronischen und am Korinthischen Golf, also sowohl dem Westen als auch dem Osten der antiken Welt zugewandt. 146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern dem Erdboden gleichgemacht, weil die Korinther sich gegen Rom gestellt hatten. Deswegen sind im Ausgrabungsgelände heute auch kaum Spuren aus der griechischen Antike erhalten. Erst 100 Jahre später gründete Cäsar die Stadt neu. Als der Apostel Paulus sie ihrer großen jüdischen Gemeinde wegen im Jahr 51 oder 52 besuchte, war sie bereits wieder eine blühende Großstadt. Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstörten auch sie. Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum mit seinen Tempeln, Markthallen und Brunnen freigelegt. Schon auf dem Weg vom Eingang der Ausgrabungsstätte zum Museum siehst du links einen gewaltigen Felsblock mit eingearbeiteten Brunnenkammern, die Glauke-Quelle. Dahinter erheben sich die sieben noch aufrecht stehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Jede ist monolithisch, also aus einem Stück gearbeitet, und beeindruckt durch harmonische Proportionen. Ursprünglich umgaben den um 550 v. Chr. errichteten Tempel 38 solcher Säulen. Unmittelbar am Museum steht der Octavia-Tempel mit drei deutlich andersartigen Säulen. Sie sind aus Säulentrommeln zusammengesetzt und mit einem verspielten korinthischen Kapitell bekrönt. Ihnen fehlt die würdevolle Strenge der Säulen des Apollo-Tempels. Der Bau ist ja auch 600 Jahre jünger und stammt aus römischer Zeit. Besonders interessant im Archäologischen Museum sind die ausgestellten Vasen. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7.Jh. v. Chr. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume mit Ornamenten wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Schön sind auch die römischen Fußbodenmosaike aus dem 1./2.Jh. n. Chr. Einzigartig sind die vielen tönernen männlichen Genitalien und weiblichen Brüste in einem der fünf Museumssäle. Ähnlich wie heute noch in allen orthodoxen und manchen katholischen Kirchen wurden diese Votivtäfelchen den Göttern geweiht, wenn der Mensch Probleme mit den entsprechenden Körperteilen hatte und die Unsterblichen um Hilfe bat. Nach dem Museumsbesuch betrittst du über eine Treppe die agorá, den Marktplatz der antiken Stadt. Ihn säumten weitere Tempel, Säulenhallen mit Geschäften und öffentliche Gebäude wie Gericht und Stadtarchiv. Im Zentrum des Platzes ist eine auf die agorá vorspringende Terrasse als bema markiert. Von dieser Rednertribüne aus soll der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen haben. Etwa 30 m südlich der bema begrenzte eine 165 m lange Säulenhalle den Marktplatz. Deutlich erkennbar sind 33 zweigeteilte Räume. In den vorderen sind Brunnenschächte zu sehen, die sie als Marktschenken ausweisen: In ihnen wurden Getränke kühl gehalten. Auf der gegenüberliegenden Seite der agorá führen Treppen auf die mit Marmor gepflasterte Lechaion-Straße hinunter. Sie verband das Zentrum der Stadt mit dem Hafen am Korinthischen Golf und führt heute zum Ausgang des Grabungsgeländes. Gleich rechts der Treppen sind die eindrucksvollen Überreste der schönsten Brunnenanlage Korinths zu sehen, des Peirene-Brunnens aus dem 2.Jh. Gehst du nach dem Verlassen des Grabungsgeländes zu dessen Eingang zurück, sind rechts der Straße die Reste des römischen Odeons zu sehen, eines überdachten Musiktheaters. Unterhalb davon schließen sich die Ränge des großen Theaters an, das Platz für mehr als 15 000 Zuschauer bot.


  • Altstadt

    Geographical
    • © Nataliya Nazarova, Shutterstock

    Zwischen den Burgbergen und dem Hafen erstreckt sich die historische Altstadt, deren wichtigste Gassen autofrei sind. Zentrum der Altstadt ist die Platía Sindágmatos. Gleich dahinter verläuft die Odós Staikopoúlou mit ihren zahlreichen Tavernen und Souvenirgeschäften. Hier herrscht auch an Winterwochenenden reges Treiben, denn Nauplia ist als Wochenendreiseziel bei jüngeren Athenern sehr beliebt.

    • Nauplia
    • © Nataliya Nazarova, Shutterstock

    Zwischen den Burgbergen und dem Hafen erstreckt sich die historische Altstadt, deren wichtigste Gassen autofrei sind. Zentrum der Altstadt ist die Platía Sindágmatos. Gleich dahinter verläuft die Odós Staikopoúlou mit ihren zahlreichen Tavernen und Souvenirgeschäften. Hier herrscht auch an Winterwochenenden reges Treiben, denn Nauplia ist als Wochenendreiseziel bei jüngeren Athenern sehr beliebt.

    • Nauplia

  • Epidaurus Theatre

    Theater
    • © Georgios Tsichlis, Shutterstock

    Das Theater von Epidauros solltest du zu Beginn des Rundgangs besuchen. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 12 000 Zuschauer erweitert. Alle Sitzreihen sind erhalten, sodass das Theater auch heute noch in jedem Sommer für Aufführungen antiker Stücke genutzt werden kann. Fremdenführer stellen auch zu anderen Zeiten für ihre Gruppen die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kann man fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Auf- pralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen.

    • © Georgios Tsichlis, Shutterstock

    Das Theater von Epidauros solltest du zu Beginn des Rundgangs besuchen. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 12 000 Zuschauer erweitert. Alle Sitzreihen sind erhalten, sodass das Theater auch heute noch in jedem Sommer für Aufführungen antiker Stücke genutzt werden kann. Fremdenführer stellen auch zu anderen Zeiten für ihre Gruppen die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kann man fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Auf- pralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen.


  • Burg von Mykene

    Architektonische Highlights
    • © Constantinos Iliopoulos, Shutterstock

    Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra.

    • © Constantinos Iliopoulos, Shutterstock

    Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra.