Flandern Alle

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Essen & Trinken

Gälte es, die flämische Küche auf ein einziges Bild zu reduzieren, es wäre die dampfende Portion Pommes auf der Hand. Nicht, dass es keine gehobene Küche gäbe – ganz im Gegenteil. Aber die Flamen haben es einfach geschafft, etwas so vermeintlich Einfaches wie frittierte Kartoffelstäbchen zu einer einzigartigen Leckerei zu machen. So wichtig sind die köstlichen Fritten, dass sogar der niederländische Sternekoch Sergio Herman die drei Sterne an den Nagel hängte und mit der Kette Frites Atelier die perfekte Fritte anvisierte: Zu erleben beispielsweise in Antwerpen – am besten mit Trüffelmayonnaise.

Bodenständig mit Bestnoten

Das, was neben den Pommes auf dem Teller landet, kann sich natürlich auch sehen lassen: Bodenständige Gerichte mit einem raffinierten Touch, quasi in deutscher Quantität und französischer Qualität. Nationalgerichte wie die in Bier geschmorte Vlaamse Stoofkarbonade (ein Gulaschgericht, auch stoofvlees genannt) oder Vleesballekes met Krieken (Fleischklößchen mit Kirschsauce) sind dabei typisch: ausgefallen gewürzt, mit teils ungewöhnlichen Zutaten und doch geschmacklich immer massenfähig. Bei allen grünen Tendenzen, Veggiedays und Ökobestreben bleiben Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte ganz besonders wichtig, Letztere gibt es an der Küste natürlich oft fangfrisch. Gemüse ist eher Beiwerk, Ausnahmen wie Spargel, Chicorée oder Rosenkohl bestätigen die Regel: Da ’s voor de gâât, Gemüse und Obst sind für Ziegen.

Schlemmen am Wochenende

Natürlich wird auch in Flandern nicht rund um die Uhr gekocht. Wochentags isst man oft einfach und schnell – nicht zuletzt, weil Schüler und Berufstätige mittags in der Kantine oder einer Snackbar essen –, aber am Wochenende geht es kulinarisch zur Sache. Die Restaurants sind ausgebucht, der Samstagabend im Freundeskreis und das Sonntagsmahl mit der Familie haben Tradition. Dann frühstücken manche Flamen auch zünftig mit gebratener Blut- und Weißwurst, mit Speck, Rührei und Käse. Oder elegant mit Croissants und pateekes (Törtchen). Zum Wochenendritual gehört unbedingt ein Besuch in der Gaststätte – Café genannt –, wo man beim Schwatz ein kräftiges Bier trinkt.

Land der Sterne

Besonders bei Familienfesten und an Feiertagen geht es hoch her. Dann erweisen sich die Flamen als echte lekkerbekken, Schleckermäuler. Wer auswärts essen geht, hat die Qual der Wahl vom einfachen eetcafé bis zum piekfeinen Sternerestaurant eines kreativen Küchenchefs. Kein Wunder, dass es gerade auch in Kleinstädten und auf dem Land viele Gourmettempel gibt, die mit einheimischen Produkten die Kunst der Haute Cuisine zelebrieren. Besonders hier gilt: Was gut ist, darf auch etwas kosten. Ein Tipp: Die meisten Sternerestaurants servieren einen Lunch, der viel günstiger ausfällt als das abendliche Menü. Und das Menü ist immer viel preiswerter als drei Gänge à la carte. Besonders kreativ sind die „Flemish Foodies“, junge Küchenchefs, die die traditionelle Küche modern interpretieren und dabei oft viel Humor beweisen. Und das begeistert nicht nur Flamen selbst, sondern auch die Tester des Guide Michelin: Sie haben insgesamt 97 Restaurants in Flandern mit Sternen ausgezeichnet.

Ewig fliesst das Bier

Auch wenn die Flamen gern mal ein Glas Wein trinken, das Nationalgetränk ist und bleibt das Bier. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Brauereien auf engstem Raum, darunter auch viele innovative Mikrobrauereien. Für manche Biersorte braucht man Freude am Experimentieren: Das Kirschbier Kriek ist so ein Beispiel, im Winter wird es auf dem Brüsseler Weihnachtsmarkt sogar als Glühbier serviert. Oder das Geuze, das naturgemäß nur in Belgien entstehen kann, weil dort ein ganz spezieller Keim in der Luft umherschwirrt. Ebenfalls lecker sind die starken, hellen Biere wie Duvel oder Delirium tremens (der Name ist Programm), während die dunklen, aromatischen, hochprozentigen Abteibiere Genießer ansprechen. Die besten Sorten brauen die strengen Trappistenpater selbst im Kloster, zum Beispiel in Achel, Westmalle und Westvleteren.

In manchen Teilen Flanderns haben sich auch noch zwei andere, hochprozentige Spezialitäten erhalten: Genever, ein mit Wacholderbeeren aromatisierter Kornschnaps, ist vor allem in Limburg und Ostflandern populär. Sowohl vor als auch nach dem Essen ist ein gut gekühltes borreltje (Schnäpschen) beliebt. Ältere bürgerliche Damen nippen von Zeit zu Zeit an einem Gläschen Elixir d’Anvers. Diesem Kräuterlikör werden geradezu wunderheilende Eigenschaften nachgesagt (sogar Pferde bekommen ihn angeblich bei Magenverstimmung). Mittlerweile ist er auch wieder in der jüngeren Szene beliebt – wenn’s schön macht …

Die Küche eint

Interessant ist: So wenig sich Flamen und Wallonen in politischer Hinsicht einigen können, so problemlos und selbstverständlich gehen sie mit den Spezialitäten des jeweils anderen Landesteils um. Wallonische Gerichte gibt es auch überall in Flandern und umgekehrt, ohne jegliche Berührungsängste. Letztlich ist die Küche sogar ein besonders verbindendes Element, denn selten ist von flämischer oder wallonischer Küche die Rede, sondern meist von „belgischen“ Spezialitäten.

Shoppen & Stöbern

Altes & fast Altes

Antiquitätenläden gibt es in Flandern, vor allem in Antwerpen und Brügge, gefühlt an jeder Ecke. Besonders interessanten Trödel bieten der Sonntagsmarkt in Tongeren, die Wochenendmärkte in Antwerpen und Gent und die Rommelmarkten, die besonders im Frühjahr und Herbst in vielen Städten stattfinden.

Süß & Salzig

Nur logisch, dass Flandern als echtes Schlemmerland in der Kategorie Kulinarisches besonders gut abschneidet. Handgemachte Pralinen – hier lohnt sich der Preisvergleich, besonders günstig gibt es gute Ware in den Läden der Kette Leonidas – und andere Süßigkeiten wie beispielsweise die typischen Geleestückchen Cuberdons lohnen immer, genauso wie Speculoos-Kekse, Honigkuchen (peperkoek) und andere gebackene Leckereien.

Aber auch wenn es um Salziges geht, ist die Auswahl groß: Beauvoorde und Ieper sind berühmt für Fleischpasteten und Käse, aromatische Rohmilchkäse reifen auch in Gent (Het Hinkelspel) und Limburg (Kaasmakerij Catharinadal) heran. In Gent und Tongeren findet man traditionellen scharfen Senf, in den auch Gemüse (pickles) oder Früchte (mosterdfruit) eingelegt werden. Exklusiv ist der Royal Belgian Caviar aus Turnhout.

Souvenirs aus der Flasche

Oder wie wäre es mit flüssigen Mitbringseln? Starkbiere aus den kleinen Brauereien und deren oft ausgefallene Biergläser zum Beispiel. Oder der Kornschnaps Genever, wie er in Gent und Hasselt gebrannt wird, oft parfümiert mit Wacholderbeeren, Apfel oder Zitrone.

Nach 32 Kräutern duftet der Likör Elixir d’Anvers, und gut für die Gesundheit soll er auch sein. Ausgefallen ist der nach der Champagnermethode hergestellte Schaumwein Chardonnay Meerdael (Oud-Heverlee bei Leuven), Wiscoutre Brut (Heuvelland) oder Rosé Parel Brut (Genoels-Elderen, Limburg).

Bilder & Bettwäsche

Kunst und Design müssen nicht zwingend teuer sein. In den Shops der Museen für moderne Kunst (MuHKA in Antwerpen, Mu.Zee in Oostende, S.M.A.K. in Gent) gibt es auch Grafiken zum kleinen Preis. Junge Flamen entwerfen zudem in kleinen Serien tolle, erschwingliche Liebhaberobjekte wie Kerzenleuchter, Obstschalen und Vasen. Top ist Bram Boo. Nicht zu vergessen: aus feinstem Leinen gefertigte Bett- und Tischwäsche der westflämischen Traditionshäuser De Witte Lietaer oder Libeco.

Trends mit Stil

Die Antwerpener Modeschöpfer haben ihre Stadt zum Mekka der Mode gemacht. Ann Demeulemeester, Dries Van Noten, aber auch Nachwuchstalente sind mit schicken Boutiquen vertreten. Bruno Pieters hat mit seiner Linie Honest by den Trend von Mode nach Fairtrade- und Ökologieregeln kreiert. Atelier Noterman ist mit Detox- Denim-Jeans gefolgt. Rasend populär sind die Rucksäcke von Hedgren und Kipling. Verwöhnte Fashionistas werden aber auch in Knokke-Het Zoute fündig, wo die Oberschicht gern shoppen geht.

Sport

Flandern grenzt im Westen an die Nordsee und im Osten an die Maas. Zahllose Kanäle durchziehen die Landschaft, ein ausgeklügeltes Schleusensystem verbindet sie mit großen und kleinen Flüssen – logisch, dass alle Arten von Wassersport weit verbreitet sind. Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, sich beim Strandsegeln an der Küste den Wind um die Nase wehen zu lassen. Der wahre Nationalsport ist im platte land allerdings das Radfahren: Selbst der Premierminister radelt fleißig, und die flämischen Gewinner der Tour de France sind echte Volkshelden.

Angeln

Flamen angeln leidenschaftlich gern, ob an Kanälen, Flüssen oder Seen, allein oder in einem Club. Auf hohe See fahren täglich die Schiffe von Les bateaux Marcella (40–60 Euro | Tel. 0 59 32 00 72 | marcella.be) in Oostende. Auskünfte über Clubs: hengel sportbeurs.be. Auf jeden Fall müssen Angler einen Angelschein (visverlof) haben. Er ist samt Vorschriften in jedem Postamt erhältlich, genaue Preise gibt es auf der Website der belgischen Post (bpost.be, nach „Visverlof“ suchen).

Laufen

Joggen ist auch in Flandern eine beliebte Methode, sich fit zu halten. In Gent (cityrunningtours.be) und Brüssel (brusselssightjogging.com | cityruns.net/en) kann man sogar die Stadtführung im Rennen absolvieren. Falls du in Flandern an einem Laufevent teilnehmen willst, findest du alle Informationen unter loopkalender.be/de.

Radfahren

Das Wegenetz ist gut ausgebaut und ausgeschildert, und das sogenannte knooppunt-System macht es leicht, selbst Touren zusammenzustellen: Überall im Radroutennetzwerk, wo sich zwei Wege kreuzen, sind die Knotenpunkte durchnummeriert und auf der Karte vermerkt. Unterwegs warten radfahrerfreundliche Gaststätten und Unterkünfte (die bei längeren Touren z. B. das Gepäck bis zum nächsten Halt bringen), in Limburg auch Servicestationen. Die detaillierten Karten kosten 9,50 Euro pro Provinz (toerismelimburg.be | westtoer.be). Fahrräder können an jedem größeren Bahnhof beim fietspunt gemietet werden, in touristischen Gegenden auch mit Sitzen oder Anhängern für Kinder (Miete ca. 10 Euro pro Tag). Manche Hotels und Vermieter stellen ihren Gästen kostenlos Räder zur Verfügung. Hervorragende Informationen gibt es bei: radflandern.com | vlaanderen-fietsland.be | fietsnet.be | fietsroute.org. Falls du einfach nur eine Runde in Gent oder Antwerpen drehen möchtest, findest du fast überall an den Straßen Mietfahrräder, die du per Handy freischalten kannst. Und du bekommst in Brüssel und Antwerpen über scootysharing.be überall in der Stadt Elektroscooter. Im Urlaub darf man schon mal schummeln!

Reiten

Vor allem in den Seebädern gibt es Reitschulen (manèges) – z. B. Manège Mustang (manegemustang.be) in De Haan –, die für erfahrene Reiter Ausflüge anbieten, sowie ausgeschilderte Reitwege durch die Landschaft. Am besten, du erkundigst dich im Hotel, welche Reitschule zu empfehlen ist. Frag unbedingt auch nach, ob und wann an welchen Stellen der Strände das Reiten erlaubt ist.

Schwimmen

An der Küste gibt es 39 ausgewiesene Badestrände: Ein rundes, blau-weißes Schild mit Wellen, Schwimmer und blauem „B” bedeutet, dass der Strand sicher und in der Saison überwacht ist. Ein rundes, rotes Schild mit rotem „B” und rotem Querbalken besagt, dass die Stelle gefährlich und nicht überwacht ist. Tückisch ist das Meer besonders um die Wellenbrecher und Hafeneinfahrten herum. Schließlich gibt es noch die dreieckigen Wetterfähnchen: Bei Grün darf man schwimmen und Wassersport treiben; bei Gelb ist Wassersport, bei Rot sind Schwimmen und Wassersport verboten. An den Badestränden wird auch die Wasserqualität kontrolliert. Ein Schild mit einem lachenden Smiley bedeutet gut, mit traurigem Gesicht schlecht; hat der Smiley einen Querstrich, ist das Wasser gerade akzeptabel (Infos: vmm.be). Generell sind die Strände sehr sauber und feinsandig, im Sommer allerdings oft auch sehr gut besucht. Vor allem am Wochenende zieht es die Belgier aus dem ganzen Land an die Küste. Es lohnt sich oft, mit der Kusttram eine oder zwei Stationen aus dem Badeort herauszufahren, um eine weniger überlaufene Stelle zu finden. Wer gern nackt baden möchte, muss nach Bredene fahren, wo Belgiens einziger FKK-Strand liegt.

Im Binnenland haben die Provinzen Sport- und Freizeitparks (Provinciaal Domein) in schönen Landschaften, mit Badesee oder Pool. In Kanälen oder Flüssen solltest du nicht schwimmen, die Strömung kann gefährlich, das Wasser verschmutzt sein.

Wandern

Über 3000 km markierte Wanderwege führen durch Flanderns schönste Landschaften. In Limburg und in Westflandern gibt es hervorragend ausgeschilderte Wanderwege und entsprechende Karten für kürzere und längere Touren (toerismelimburg.be | westtoer.be). Zu einem großen Teil durch geschützte Dünen, Polder und Schlickgebiete hinter den Badeorten führt der insgesamt 180 km lange Küstenwanderweg (belgischekueste.be/kuestenwanderweg, hier kannst du auch schon mal virtuell per Google Street View loslaufen); ein Kreuzpunktsystem ermöglicht kleinere Wanderungen. Das flämische Netz schließt nahtlos an das GR-Netz in Wallonien, Frankreich und den Niederlanden an (Grote Route bzw. Grande Randonnée | groteroutepaden.be).

Ein besonders intensives Erlebnis bietet der 3 km lange Blote Voetepad (Ostern–Okt. tgl. 10–19 Uhr | Eintritt 4 Euro | Stalkerweg | Zutendaal | Tel. 0 89 25 50 60 | lieteberg.be) im Nationalpark Hoge Kempen. Auf dem Pfad ist nur Barfußlaufen erlaubt – über Äste, Gras und Steine, durch Wasser und auf einen Aussichtsturm.

Im Forêt de Soignes (Zonienwoud), der sich über 50 km² von Brüssel über einen Streifen Flandern nach Wallonien erstreckt, organisiert der Naturschutzbund Natagora (natagora.be) regelmäßig Führungen, u. a. zu Brutstätten von Vögeln und Fledermäusen.

Wassersport

Segler und Surfer können an der Küste und im limburgischen Maasland ihrer sportlichen Leidenschaft nachgehen, ebenso wie Speedboat- und Wasserskifahrer, die sich allerdings an die deutlich abgegrenzten Gebiete und Zeiten und an die strengen Sicherheitsvorschriften halten müssen. An der Nordseeküste bieten zahlreiche Clubs Segel- und Surfkurse an. Anfänger lernen die Kniffe am besten bei Inside-Outside (vvwinout.be) in Oostende. Fortgeschrittene sind bei der Vlaamse Zeezeilschool (vlaamsevaarschool.be) in Nieuwpoort an der richtigen Adresse. Beim Kitesurfen wird vom Wasser in die Luft gesegelt – die Tricks vermittelt in Oostduinkerke die Kitesurf School (kitesurfschool.be). Ein besonderes Vergnügen ist das Strandsegeln auf den breiten Stränden von De Panne und Oostduinkerke. Dort gibt es ebenfalls Schulen, die auch die segelnden Seifenkisten vermieten (strandzeilen.be).

Mit Kindern unterwegs

Ein Kinderbett im Zimmer der Eltern, ein Kindermenü oder -teller gehören zum Standardservice. Und die vielen spannenden Attraktionen sorgen dafür, dass garantiert keine Langeweile entsteht. Aktuelle Tipps im Internet finden Sie unter www.agenda.be/kid.

Brügge und Westflandern

Mu.zee

Das Museum für moderne Kunst in Oostende ist für seine kreativen Kinderworkshops bekannt. Die Kinder dürfen im Museum Anregungen sammeln und sich dann an die Umsetzung ihrer Ideen machen. Bei kniffligen Fragen bekommen sie fachliche Hilfe. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl unbedingt reservieren! Mi 14-16 Uhr, Eintritt 4 Euro | Ferien Mo-Fr 10-18 Uhr, Eintritt 2,50 Euro | Romestraat 11 | Oostende | www.muzee.be

Sea Life Marine Park

Hier sind Nordseekrabben live zu sehen! Außerdem schwimmen in 30 Aquarien Hunderte von Fischen, und im Freien planschen Seehunde und Pinguine. Tgl. 10-17, Ostern-Juni und Sept.-1. Nov. bis 18, Juli/Aug. bis 19 Uhr | Eintritt bei Onlineverkauf Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren 13,50 Euro (an der Kasse Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren 17 Euro, Kinder 3-11 Jahre 14,50 Euro), unter 3 Jahren frei | Koning-Albert-I-laan 116 | Blankenberge | www.sealife.be

Gent und Ostflandern

Dampflokfahrten

Auf zwei Strecken zuckeln alte Dampfloks durch die Landschaft: Die eine führt durchs Scheldeland von Dendermonde nach Puurs. Abfahrt ist am Bahnhof Baasrode-Noord (Fabriekstraat) mit Bahnhofswirtschaft und Spezialbuchhandlung. In den Schuppen stehen Waggons und Lokomotiven, bei deren Restaurierung man zugucken darf (Abfahrten und Preise: www.stoomtrein.be). Die zweite Linie mit einer großen Dampflok und altmodischen Waggons verbindet Maldegem mit Eeklo (nordwestlich von Gent). Im Eisenbahnmuseum in Maldegem (Bahnhof) sind seltene Dampfmaschinen zu sehen (Abfahrten und Preise: www.stoomcentrum.be).

Flämisch-Brabant

Musée des sciences naturelles

Die größte Attraktion des Museums für Naturwissenschaften in Brüssel sind bis zu 10 m lange und 125 Mio. Jahre alte Saurierskelette! Die wunderliche Welt wird kinderfreundlich erklärt. Regelmäßig Sonderausstellungen für Kinder. In der Abteilung BiodiverCity kann man das moderne Zusammenspiel von Flora, Fauna und Mensch in der Großstadt entdecken. Computer stellen Fragen zu persönlichen Entscheidungen und simulieren die Folgen für die Biodiversität. Außerdem gibt es Kindersäle mit kleinen Hütten, Zeichentrickfilmen, interaktiven Spielen sowie das Paleo-Lab, in dem Kinder Paläontologe spielen können. Di-Fr 9.30-17, Sa/So 10-18 Uhr, in den Schulferien Di-So 10-18 Uhr | Eintritt Erwachsene 9,50 Euro, Kinder 6-17 Jahre 7 Euro, unter 6 Jahren frei, PaleoLab Zuschlag 2 Euro | Rue Vautier 29 | www.sciencesnaturelles.be | Bus 20, 59, 80

Océade

Tropischer Wasserspaß in Brüssel: Badeparadies mit aufregenden Rutschbahnen. Es gibt zahlreiche Spiele für Kinder unter Aufsicht. Unterdessen können die Eltern die Sauna oder den Hamam besuchen. Mi-Fr 10-18, Sa/So 10-21 Uhr | Eintritt Kinder bis 1,15 m frei, 1,15-1,30 m 15 Euro, über 1,30 m und Erwachsene 18 Euro | Boulevard du Centenaire/Bruparck | Metro Heizel | www.oceade.be

Antwerpen

Speelgoedmuseum

Das riesige, interaktive Spielzeugmuseum in Mechelen bringt Kinderträume aus allen Epochen und aller Welt nahe. Spielecke, in der Cafeteria darf gepicknickt werden. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren 8,50 Euro, Kinder unter 12 Jahren 3 Euro | Nekkerspoel 21 | www.speelgoedmuseum.be

Het Steen

In der ehemaligen Festung in Antwerpen gibt es kreative Workshops für Sechs- bis Zwölfjährige. Reservierung empfehlenswert. Mi, Sa/So 14-17 Uhr | 5 Euro | Tel. 032028380 | www.hetpaleis.be

Technopolis

Interaktives Zentrum für alle Aspekte von Naturwissenschaften und Technik, auch Umwelt, Gesundheit, Neue Medien. Die Experimente kann man online nachmachen. Tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt Erwachsene 16 Euro, Kinder 3-11 Jahre 12,50 Euro, unter 3 Jahren frei | Technologielaan Mechelen | www.technopolis.be

Zoo

1843 wurde der Zoo von Antwerpen gegründet, mit der Kolonisierung des Kongo wurde er zu einem der größten Europas (950 Arten). Neben vielen Gebäuden aus der Belle Époque gibt es Attraktionen wie Planetarium, Kinderspielplatz und Wintergarten. Von September bis März gibt es auch Führungen hinter die Kulissen. Tgl. 10-16.45, März/April, Okt. bis 17.30, Mai/Juni, Sept. bis 18, Juli/Aug. bis 19 Uhr | Eintritt Erwachsene 22,50 Euro, Kinder 3-17 Jahre 17,50 Euro, unter 3 Jahren frei | Koningin Astridplein 26 (neben dem Zentralbahnhof) | www.zooantwerpen.be

Limburg

Freilichtmuseum Bokrijk

Hier sind ganze Stadtteile und Dörfer aus allen flämischen Provinzen nachgebaut worden, das Leben von früher, sei es von Handwerkern oder Pastoren, wird lebensnah vorgeführt. Manche Kinder lieben besonders den riesengroßen Spielplatz. April-Sept. tgl. 9-17 Uhr | Eintritt Erwachsene und Kinder über 12 Jahre 10 Euro, Kinder 3-12 Jahre 1 Euro, unter 3 Jahren frei | Het Domein Bokrijk | Park Midden-Limburg | Genk | www.bokrijk.be

Nationaal Park Hoge Kempen

Im Nationalpark gibt es spannende Aktivitäten für Kinder. In einem Kurs werden sie spielerisch zu Junior Rangers ausgebildet (Kosten 2 Euro, ganze Familie 5 Euro | Tel. 089622867 | www.lieteberg.be).

Eine Schmalspurbahn (Mai-Okt. Mi 14, Sa/So 14, 15 und 16 Uhr | Eintritt 3 Euro, ganze Familie 8 Euro | Stationstraat 124 | As | www.stationas.be), die einst Kohle transportierte, fährt zum Aussichtsturm. Toll ist eine Fahrt mit dem Railbike (April-Nov. Sa/So und in den Schulferien 10.30, 12.30 und 15 Uhr | Reservierung nötig! | pro Railbike 25 Euro | Stationstraat 124 | As | www.railbikelimburg.be) auf der Strecke As-Eisden. Kleinere Kinder amüsieren sich köstlich auf dem Kinderbauernhof Pietersheim (April-Okt. tgl. 8-21 Uhr, Nov.-März 8-18 Uhr | Eintritt frei | Neerharenweg 12 | Lanaken | www.pietersheim.be) mit vielen Hühnern und Kaninchen, riesigem Spielplatz und dem 3 km langen Kabouterpad ("Zwergepfad").

Raus aufs Land

Ferien auf dem Bauernhof sind ein tolles Erlebnis für Stadtkinder. Oft dürfen sie mithelfen, etwa in der Ruttermolen (2 Zi. | Ruttersmolenstraat 20 | Tongeren | Tel. 012241624 | www.ruttermolen.be | €), wo Getreide gemahlen und anschließend Brot gebacken wird. Eine andere Attraktion sind Fahrräder mit Anhängern für die Kleinen und Radwege durch Felder und Wälder. www.hoevetoerisme.be | www.toerismeliburg.be

Sehenswertes

Als die größte der belgischen Regionen kann Flandern mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten aufwarten, die nur darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden. Zum Pflichtprogramm in Flandern gehört ein Besuch in der Hauptstadt Brüssel mit dem Atomium als Wahrzeichen. Auf die Liste der Sehenswürdigkeiten in Flandern gehört auch das Dorf Begijnhof in der Region Kortijk mit seinen gepflasterten Gässchen und den weiß gekalkten Häuschen.

Freizeit

Bei einer Reise nach Flandern sollte Einkaufen in der Freizeit ganz oben auf dem Programm stehen. In Flandern findet man feinste Antiquitätenläden, aber auch riesige Trödelmärkte. Wer die Augen offenhält, kann hier wahre Schnäppchen mit nach Hause nehmen. In Sachen Mode macht den Designern aus Flandern so schnell keiner was vor. Nachwuchsdesigner führen hier schicke Boutiquen, in denen man sich ganz neu einkleiden kann.

Übernachten

Hotels in Flandern bieten für Touristen eine große Vielfalt. Vor allem in den großen Städten kann man in Hotels der Luxusklasse ebenso übernachten wie in kleinen Familienhotels. Wer möglichst unabhängig sein möchte, der sucht sich zum Übernachten in Flandern ein Ferienhaus oder mietet sich auf einem der Campingplätze ein. In vielen Städten Flanderns gibt es Jugendherbergen, die sich vor allem für Backpacker eignen.

Am Abend

Zum Ausgehen in Flandern findet sich für jeden Geschmack etwas. Von der Disco bis zum kleinen aber feinen Jazzclub ist die komplette Musikszene in Flandern vertreten. Vor allem in den Großstädten ist die Auswahl enorm. Beim Essen in Flandern stehen Fleisch und fangfrischer Fisch ganz oben auf der Speisekarte. Dazu gibt es natürlich Kartoffeln und ein Glas Bier oder Rotwein, am liebsten Bordeaux.