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Bulgarien

Check-in

Feine Sandstrände und karge Berglandschaften, ursprüngliche Bergdörfer und quirlige Großstädte, überschäumendes Temperament und mediterrane Gelassenheit: Bulgarien ist ein Land der Kontraste, eine reizvolle Mischung aus Orient und Okzident.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Archäologische Ausgrabungsstätte mit 4000 Jahre alten thrakischen Gräbern, Opferaltar und Resten einer Festung aus der frühbyzantinischen Zeit (5. Jh.). Die Höhlen an der Steilküste waren in der…
Die Altstadt von Sozopol ist südöstlich von Burgas auf einer Felsenhalbinsel gelegen und beherbergt eine Fülle von attraktiven Häusern aus dem 19. Jh. Zypressen säumen die mit Kopfsteinpflaster…
Der Atmosphäre und Tradition nach ist die Stadt Ruse unter den bulgarischen Großstädten die offenste. Ruse war lange Zeit das "Tor zur Welt", der Hafen auf Mitteleuropa ausgerichtet. Von dort kamen…
Die südlich von Ruse gelegenen Felsen in etwa 32 m Höhe über dem Rusenski Lom beherbergen einige der wenigen erhaltenen Denkmäler der mittelalterlichen bulgarischen Kunst: unter Unesco-Schutz…
Die von Festungsmauern umgebene Altstadt von Sozopol (5000 Ew., 30 km südöstlich von Burgas) ist auf einer Felsenhalbinsel gelegen und weist eine Fülle von attraktiven Häusern aus dem 19. Jh. auf…
Die Felsen ragen bis zu 70 m hoch aus dem Meer, es bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Sonnenuntergang. Schon den Thrakern diente das Kap der Verteidigung, Überreste von Festungsmauern…
Das berühmte Monumentalrelief aus dem 8. Jh. zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen bulgarischer Kulturgeschichte. Es befindet sich an einer rund 100 m hohen Klippe unterhalb der alten Festung Madara…
Natürlich ist die schöne Lage das Kapital der Stadt, aber die Varnenser haben auch etwas daraus gemacht. Neben den Stränden wurde ein wunderschöner, riesiger Meerespark angelegt, der zum Flanieren…
Nur 10 km vom Stadtzentrum der Hauptstadt entfernt befindet sich das Naherholungsgebiet der Sofioter. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den höchsten Gipfel, den Cherni vrah zu erreichen. Man kann…
Varna gehörte im 2. und 3. Jh. zum Römischen Reich. Das milde Klima und die heilenden Mineralquellen zogen wohlhabende Römer an. Die Überreste der 10.000 m2 großen Badeanstalt im Südosten der…
An der Schnellstraße nach Slănčev brjag gegenüber dem Campingplatz Evropa, liegt das einmalige antike Kuppelgrabmal Kuhata Mogila – mitten in einem Versuchsgarten der Bulgarischen Akademie der…
Das Lagunensumpfgebiet Alepu grenzt unmittelbar an das Urlaubsareal Djuni. Das einmalig schöne Naturreservat lockt mit reichem Schilf- und Sumpfpflanzenwuchs sowie dem beliebten, frei zugänglichen…
Die kleine Stadt, auf einer Felsenhalbinsel gelegen, ist eine Schönheit. Nessebar macht seine antike Herkunft auf engem Raum sichtbar. Die Stadt zeigt zahlreiche prächtige Zeugnisse der…
Entlang der Bulgarischen Schwarzmeerküste verläuft die Via Pontica, eine der wichtigsten Zugvögelrouten der Welt. Millionen Vögel nehmen jedes Jahr diese „Straße“, um vom Norden Europas in…
Südlich von Veliko Tarnovo hinter Gabrovo öffnet sich in einem Waldstück das originellste und malerischste Freilichtmuseum Bulgariens. In originalgetreuen Kopien alter Werkstätten werden…

Reisezeit

Januar
mittel
4°C
Februar
gut
6°C
März
gut
10°C
April
gut
15°C
Mai
sehr gut
21°C
Juni
sehr gut
26°C
Juli
gut
29°C
August
gut
29°C
September
sehr gut
24°C
Oktober
mittel
20°C
November
mittel
13°C
Dezember
gut
7°C

Die beste Reisezeit für Bulgarien sind die Monate Mai, Juni und September. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 24° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 11 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 4° Celsius bei 6 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 17° Celsius und die Nachttemperatur bei 8° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 6 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Juni.

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Von der Natur verwöhnt

Die Schöpfung hat es gut gemeint mit Bulgarien: Das nicht übermäßig große Territorium – weniger als ein Drittel Deutschlands – ist mit landschaftlicher Schönheit und Vielfalt beschenkt worden, mit einer 378 km langen Meeresküste, mit mehreren Gebirgszügen, es ist dicht bewaldet und seenreich. So bietet Bulgarien für Wasserratten die Strände am Schwarzen Meer, für Skifahrer die Pisten rund um Bansko, für Wanderer und Radler die grünen Berge von Rila- und Pirin-Gebirge. Bulgarien liegt natur- und kulturgeografisch am Übergang zwischen Orient und Europa. Das hat seine historische Entwicklung und seine Gesellschaft geprägt. So ist es kein Wunder, dass das Land gleich neun Unesco-Welterbe-Stätten beherbergt: das Rila-Kloster, Nesebar, das Grabmal von Kazanlak, das thrakische Grabmal von Sveshtari, den Reiter von Madara, die Kirche von Boyana, die Felskirchen von Ivanovo, den Pirin-Nationalpark und das Naturreservat Srebarna.

Auf die touristische Landkarte geriet Bulgarien vor allem durch die Schwarzmeerküste mit ihrem kargen und felsigen Norden, den großen Seebädern in und um Varna und mit dem feinkörnigen Sand des Goldstrands. In einigen Küstenregionen reichen die Ausläufer des Balkan-Gebirges mit ihren üppigen Weinbergen fast bis ans Meer. Im Landesinneren sind viele Nationalparks ausgewiesen, die den Spagat zwischen Naturschutz und nachhaltigem Tourismus wagen.

Ballermann und stolze Kultur

Bunt ist das Leben an der Küste insbesondere im Sommer. Ausgiebig feiern Einheimische und Touristen in Kneipen und Bars. Doch trotz aller „Ballermann“-Ähnlichkeiten legen die Bulgaren immer und überall Wert auf ihre Geschichte und Kultur. Wahrscheinlich wirst du kaum ein Gespräch mit einem Einheimischen haben, in dem nicht das „Joch“, die fast 500-jährige osmanische Fremdherrschaft, thematisiert wird. Umso größer ist der Stolz auf den Teil der bulgarischen Kultur, der nicht durch Fremdeinflüsse geprägt wurde. Die Wurzeln liegen in der Zeit vor dem 15. und ab Mitte des 19. Jhs. In einer eigenwilligen historischen Interpretation beruft man sich auf die großen Zarenreiche und die Bewegung der „Nationalen Wiedergeburt“, deren eindrucksvolle kulturelle Denkmäler du überall im Land findest. In einigen Regionen stehen ganze Ortschaften unter Denkmalschutz, vor allem in Zentralbulgarien.

Allein eine Reise wert sind die weltberühmten Klöster. Sie sind Ausdruck einer einzigartigen Verbindung von Natur, Kultur, Religion und Geschichte. Ihre Funktion ging schon immer über das Kirchlich-Religiöse hinaus. Nicht nur das slawische Alphabet, auch bedeutende Schulen der Literatur, der Architektur und der bildenden Künste haben ihren Ursprung in den Klöstern. So wanderst du bei einem Rundgang durch die klerikalen Anlagen en passant durch neun Jahrhunderte geistiger, politischer und kultureller Geschichte Bulgariens.

Das Armenhaus der EU

All diese Schätze können jedoch die Probleme nicht verbergen. Bulgarien hat mit hohen Arbeitslosenzahlen, fehlenden Absatzmärkten und einer riesigen Schattenwirtschaft zu kämpfen. Die Menschen behelfen sich mit der Stärkung der Familienbande und phantasievoller Improvisation: Da wird die Garage für die Champignonzucht oder als Hühnerstall genutzt; manch einer setzt sich an den Straßenrand und bietet die Dienste einer alten Waage zur Gewichtskontrolle an. Doch kann dies die ökonomische Lage vieler Menschen kaum verbessern. Viele jüngere Bulgaren wollen deshalb ihr Heimatland verlassen. Von den Politikern aller Richtungen sind die meisten Bulgaren früher oder später enttäuscht, was die regelmäßigen Regierungswechsel bezeugen.

„Wir sind wieder wer“

Seit 2007 ist das Land Mitglied in der EU, zur Freude der Einwohner – auch über die finanziellen Hilfen, die seither aus Brüssel fließen. Als das Land 2018 erstmals die Präsidentschaft des Rats der Europäischen Union innehatte, engagierte es sich als treibende Kraft für die Beschleunigung der EU-Integration der Westbalkanländer. 2019 hatte Bulgarien seinen großen Auftritt auf der Bühne der europäischen Kultur, als es mit Plovdiv Europas Kulturhauptstadt stellte. Die Bulgaren genießen das Gefühl des „Wir sind wieder wer“. Und die Jugend hat zunehmend die Schnauze voll und wendet sich gegen das korrupte Establishment. 2020 gab es ausdauernde Massendemonstrationen gegen den damaligen Ministerpräsidenten Bojko Borissow, die sich gegen den Sumpf von Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch wendeten. Bulgarien bleibt ein Land in Bewegung. Sobald sich der Winter verabschiedet, blühen das Land und seine Menschen regelrecht auf. Die hochgerühmte bulgarische Geselligkeit kriecht aus den Wohnzimmern auf die Straßen und in die zahlreichen Lokale – und die Gastfreundschaft ist sowieso schier unerschöpflich. Viel Spaß bei deiner Entdeckungsreise in ein oft unterschätztes Land!

Gut zu wissen

Anreise

Die kürzeste Autoroute führt über Wien, Budapest, Belgrad und Niš bzw. über Graz, Maribor, Zagreb, Belgrad und Niš nach Sofia. Auch eine Anreise über Rumänien ist möglich – über Timişoara und Calafat und die Donaubrücke nach Vidin. Diese Route ist länger und führt mehr über Landstraßen als über Autobahnen. Bequem, aber zeitaufwendig ist die Anreise über Italien (Triest, Venedig, Ancona), von dort mit der Fähre nach Griechenland und über Thessaloniki nach Sofia.

Die kürzesten Bahnverbindungen nach Sofia führen über Wien und Belgrad (zweimaliges Umsteigen) oder über Budapest (einmal). Von Köln dauert die Fahrt nach Sofia über Wien und Belgrad ca. 34 Stunden, über Budapest ca. 38 Stunden, von Berlin über Budapest nach Sofia ca. 30 Stunden. Der Nachtzug von Berlin nach Budapest überwindet in gut 13 Stunden etwa die Hälfte der Strecke und spart viel Reisestress. Linienbusse verbinden viele Großstädte in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Sofia. Die Fahrten sind preiswert, aber lang. Eine Fahrt von Berlin nach Sofia kostet ab ca. 60 Euro und dauert um die 27 Stunden.

Mit dem Flugzeug erreichst du Sofia, Varna oder Burgas in zwei bis drei Stunden.

Auskunft vor der Reise

Viele touristische Orte haben eigene, zum Teil sehr gut gestaltete Websites. Einen ausgezeichneten Überblick über das Land und die Regionen bekommst du auf bulgariatravel.org.

Auto

Der nationale Führerschein genügt, die internationale grüne Versicherungskarte ist obligatorisch, sonst ist an der Grenze eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Für Schadensregulierung ist ein Polizeiprotokoll erforderlich. Im Straßenverkehr in den großen Städten geht es legerer zu als in Deutschland. Straßenmarkierungen und Verkehrsschilder werden oft eher als Empfehlung verstanden. Höchstgeschwindigkeiten: PKW auf Autobahnen 140 km/ h, auf Landstraßen 90 km/ h, in Ortschaften 50 km/ h; PKW mit Wohnwagen und Motorräder 100/ 70/ 50 km/ h. Ganzjährig muss auch tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet werden. Promillegrenze: 0,5. PKW, Motorräder und Wohnmobile benötigen eine Vignette, die an den Grenzübergängen in drei Varianten erhältlich ist: Sieben Tage kosten 8 Euro, ein Monat 15 und ein Jahr 50 Euro. Der Pannendienst hat die Rufnummer Tel. 02 9 11 46, vom Handy: 1 46.

Camping

Das Land hat ein ausgedehntes Netz an Campingplätzen. An touristisch interessanten Orten findest du mindestens einen, am Schwarzen Meer stehen die gesamte Küste entlang sehr viele zur Verfügung. Wildcampen ist in Bulgarien verboten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Sofia

Ulitsa Frédéric Joliot-Curie 25 | Tel. 02 91 83 80 | sofia.diplo.de

Österreichische Botschaft Sofia

Ulitsa Shipka 4 | Tel. 02 9 32 90 32 | bmeia.gv.at/botschaft/sofia

Schweizer Botschaft Sofia

Ulitsa Shipka 33 | Tel. 02 9 42 01 00 | eda.admin.ch/sofia

Einreise

EU-Bürger und Schweizer können mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass einreisen. Kinder unter 16 Jahren müssen einen Kinderreisepass mit sich führen.

Fotografieren

Die meisten Bulgaren lassen sich gern fotografieren und nehmen es mit südländischer Gelassenheit. Das Fotografieren militärischer Anlagen ist untersagt. In Kirchen wird es unterschiedlich gehandhabt, mitunter bestehen Fotografierverbote.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung in den großen Krankenhäusern ist gut, es fehlt jedoch mancherorts an moderner medizinischer Ausstattung. Notfallbehandlungen können direkt über die Krankenversicherung abgerechnet werden. Dazu muss die Europäische Krankenversicherungskarte (Rückseite deiner Versichertenkarte) vorgelegt werden. Viele der in Deutschland, Österreich und der Schweiz gängigen Medikamente sind in bulgarischen Apotheken erhältlich.

Internetzugang & WLAN

Das so gut wie überall in Cafés, Restaurants, Parks und sogar in der U-Bahn verfügbare drahtlose Internet hat herkömmliche Internetcafés fast völlig überflüssig gemacht. Vor allem in abgelegenen Orten in den Bergen wirst du leider damit leben müssen, dass es heißt: „kein Empfang!“

Klima & Reisezeit

In Bulgarien herrscht kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten, oft feuchten Wintern. Südbulgarien und die Region um Russe erreichen die höchsten Temperaturen. Der Niederschlag ist in den Bergen am höchsten. An der Schwarzmeerküste sind die Winter mild. Die beste Reisezeit ist von April bis Mitte Juni und im September. Dann ist das Land grün und die Temperaturen sind angenehm. Zudem gelten noch Nebensaisonpreise. Von Mitte Juni bis Anfang September können die Temperaturen sehr hoch sein, nur in den Bergen ist es dann kühler. Hochsaison an der Schwarzmeerküste ist zwischen Mitte Juli und Ende August. Der September ist einer der besten Monate für einen Bulgarienbesuch. Der Massentourismus ist vorbei, es ist immer noch sommerlich warm, aber nicht mehr unangenehm heiß. Etwa Mitte Dezember beginnt die Skisaison, die Skigebiete bleiben zum Teil bis Mitte April geöffnet. Die Hochsaison liegt hier um Weihnachten und Neujahr sowie zwischen Anfang Februar und Mitte März.

Mietwagen

Die Tagesmiete für Klein- bis Mittelklassewagen beträgt ab ca. 30 Euro. Achtung: Bulgarische Autovermieter sind berüchtigt dafür, die Kaution nicht zu erstatten. Check nach der Rückkehr unbedingt deine Kreditkartenabrechnung! Fotografier das Auto bei der Rückgabe, sodass du die Schadensfreiheit im Zweifelsfall belegen kannst.

Notruf

Notrufnummer für Polizei, Notarzt, Feuerwehr und Bergrettung: Tel. 1 12

Öffentliche Verkehrsmittel

Wenn du dich den Gefahren des Autofahrens nicht aussetzen willst, fahr mit den Öffentlichen. Vor allem in Sofia fährst du damit gut, es gibt drei U-Bahn-Linien, die dich gut durch die Stadt bringen. Vom Flughafen führt die Linie 1 in die Innenstadt, der Hauptbahnhof ist mit Linie 2 zu erreichen. Vom Flughafen ins Zentrum braucht sie 20 Minuten, zum Bahnhof mit Umsteigen an der Station Serdika sind es weitere fünf Minuten. Aber auch jenseits der Hauptstadt gibt es ein dichtes Netz an preiswerten öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Fernverkehr ist meist der Bus der Eisenbahn vorzuziehen. Zu empfehlen sind die großen Gesellschaften Etap Adress/Grup plus (etapgroup.com) und Biomet (biomet.bg). Zentraler Busbahnhof in Sofia: centralnaavtogara. bg. Ein guter Tipp sind die Nachtzugverbindungen zwischen Sofia und der Schwarzmeerküste. Im Sommer empfiehlt sich allerdings eine frühzeitige Reservierung, um noch ein Bett zu bekommen. Inlandsflüge gibt es zwischen Sofia und Varna und zwischen Sofia und Burgas.

Öffnungszeiten

In der Regel haben Geschäfte montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, Lebensmittelgeschäfte von 8 bis 20 Uhr und Banken von 9 bis 16 Uhr auf. Auch sonntags sind viele Supermärkte, Einkaufszentren und kleine Läden geöffnet. In fast allen größeren Städten gibt es Lebensmittelgeschäfte, die durchgängig geöffnet haben. In Gaststätten kennt man keinen Ruhetag. Viele Museen haben montags geschlossen.

Geld & Preisniveau

Geldautomaten sind weit verbreitet. Bei Wahlmöglichkeit entscheide dich immer dafür, den Betrag in Leva abzurechnen – bei Abrechnung in Euro zahlst du drauf. Kreditkarten werden in größeren Hotels, Mietwagenbüros, in einigen Restaurants und vielen Geschäften akzeptiert. Wechsle Bargeld immer in Banken, nicht auf dem Schwarzmarkt. Währungseinheit ist der Lev (Mehrzahl Leva), abgekürzt BGN; 1 Lev = 100 Stotinki. Er ist fest an den Euro gekoppelt, der Wechselkurs entspricht dem ehemaligen Kurs der D-Mark: 1 Euro = 1,96 BGN, 1 BGN = 0,51 Euro.

Nach wie vor sind die Preise für Touristen im Allgemeinen niedrig, sieht man einmal von den Hotels in den Großstädten, touristischen Zentren und für ausländische Leihwagen ab. Privatquartiere sind schon für 10 Euro die Nacht zu bekommen. Allerdings sind die Übernachtungspreise saison- und nachfrageabhängig.

Sprache

Bulgarisch ist eine südslawische Sprache, die mit der kyrillischen Schrift geschrieben wird. Beim Übertragen der bulgarischen Namen und Begriffe in die lateinische Schrift wurde in diesem Band die gängige, am Englischen orientierte Schreibweise gewählt.

Taxi

Taxi fahren ist günstig. Achte allerdings vor dem Einstieg darauf, welche Tarife auf der Tabelle im jeweiligen Taxi verzeichnet sind. Ein Schild mit dem Kilometerpreis muss sichtbar an der Frontscheibe oder am Fenster des Wagens hängen. Ist dort ein überhöhter Preis ausgewiesen, muss er auch bezahlt werden. Frag den Taxifahrer nach dem Gesamtpreis, bevor du einsteigst. Ein Taxameter ist Pflicht – geht er nicht oder läuft er auffallend schnell, beende die Fahrt! Eine Quittung auszustellen ist ebenso vorgeschrieben.

Telefon & Handy

Hotels bieten Stadtgespräche häufig sehr günstig, in Sofia sogar kostenfrei an. Auslandsgespräche dagegen sind teuer. Vorwahlen: 0049 nach Deutschland, 0043 nach Österreich, 0041 in die Schweiz, 00359 nach Bulgarien, dann jeweils die Ortsvorwahl ohne die Null.

Zeit

+ 1 Stunde Zeitverschiebung

Die Umstellung auf die Sommerzeit und zurück erfolgt parallel zu der in Mitteleuropa.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren zum persönlichen Gebrauch frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 10 l Spirituosen und 800 Zigaretten. Weitere Informationen findest du auf zoll.de.

Auskunft vor Ort

Auch wenn sich fast alles im Internet recherchieren lässt, sind die lokalen Auskunftsbüros oft eine große Hilfe, vor allem, wenn es um Ausflüge und Detailkarten der Region geht. In Sofia findest du die Touristeninformation in der Unterführung bei der Universität (Bulevard Tsar Osvoboditel 22 | Tel. 02 4 91 83 44 | visitsofia.bg), das Büro des Bulgarischen Tourismusverbands (Tel. 02 9 80 12 85 | btsbg.org) ist am Bulevard Vasil Levski 75. Die Touristeninformation in Plovdiv unterhält mehrere Büros in der Stadt, u. a. in der Ulitsa Rayko Daskalov 1 (Tel. 032 62 02 29).

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise in Bulgarien sind sehr günstig und ziemlich stabil. Kinder, Jugendliche und Rentner zahlen in der Regel nur die Hälfte. Selbst wichtige Museen wie die Nationale Kunstgalerie und das Nationale Archäologische Museum in Sofia oder Attraktionen wie Mini Bulgaria in Veliko Tarnovo kosten selten mehr als 10 Leva, also gut 5 Euro. Bei Redaktionsschluss war aber unklar, wie sich die Eintrittspreise durch die Coronapandemie entwickeln werden. Daher haben wir auf die Nennung von konkreten Eintrittspreisen in diesem Band verzichtet. Generell gilt: In Klöstern wird kein Eintritt verlangt, kleinere Spenden oder der Kauf von Kerzen werden aber gern gesehen. Die frühere Unsitte, für Ausländer höhere Preise zu verlangen als für Einheimische, ist praktisch nicht mehr anzutreffen. Solltest du doch darauf stoßen, weis deutlich darauf hin, dass das gesetzeswidrig ist.

Trinkgeld

Bakshish ist das bulgarische Wort für Trinkgeld. Zehn Prozent des Rechnungsbetrags im Restaurant werden dankbar angenommen.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

3. März

Nationalfeiertag

März/April

Ostermontag (Termin richtet sich nach dem orthodoxen Kalender)

1. Mai

Tag der Arbeit

6. Mai

Tag der bulgarischen Armee

24. Mai

Tag der bulgarischen Bildung und Kultur, im Volksmund Kiril und Metodij

6. September

Tag der Vereinigung

22. September

Tag der Unabhängigkeit

1. November

Tag der Volksaufklärer

24., 25. und 26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

März/ April

Martenski Muzikalni Dni (Russe): internationales Festival für sinfonische, Kammer- und Opernmusik

Lazarovden (ganzes Land): Fruchtbarkeitsfest und Brautschau – junge Mädchen in Trachten singen und tanzen.

Sofia International Film Festival, siff.bg

Mai

Georgievden (ganzes Land): Militärparaden und Feierlichkeiten am 6. Mai, dem Tag des Schutzheiligen der Armee

Nestinarstvo (Balgari, Brodilovo, Rezovo): Feuertänze auf glühenden Kohlen zum Namenstag der hl. Elena und des hl. Konstantin am 21. Mai

Juni

Festival der Rosen (Karlovo und Kazanlak), rosefestivalkazanlak.com

Mitte Juni - Mitte August

Varnaer Sommer, varnasummerfest.org: klassische Musik, Oper und Ballett

Juli

Perelik World Music & Jazz-Festival: Musikfestival auf dem 2091 m hohen Berg in den Rhodopen

Burgas Sand Sculptures Festival, sandfestburgas.com: Künstler aus aller Welt formen riesige, zum Teil groteske Figuren.

From A to Jazz (Sofia), atojazz.bg: Das Jazzfestival im Südpark lockt über 100 000 Aficionados und etliche Top-Acts aus aller Welt an.

Joghurt-Festival (Razgrad)

August

Bansko Jazz Festival, banskojazzfest.com

Folklorefestival (Koprivshtitsa): Mischung aus Popfestival und mittelalterlichem Jahrmarkt

Kapana Fest (Plovdiv): Kunst- und Musikfestival

September

Apollonia Fest (Sozopol), apollonia.bg: Festival der Künste

Bloss nicht!

In der Stadt Auto fahren

Der Straßenverkehr in den Großstädten ist chaotisch, vor allem in Sofia und Varna. Am besten steigst du auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Taxi um. Im Abschleppen sind die Bulgaren nämlich sehr schnell.

Ohne Worte kommunizieren

Verkehrte Welt: Schütteln Bulgaren den Kopf, dann heißt das „Ja“. Nicken sie dagegen, bedeutet das „Nein“. In der Alltagskommunikation kann das zwischen Einheimischen und Touristen gelegentlich zu Missverständnissen führen.

Kulinarische Vergleiche

Die Blätterteigtasche banica kennst du vom türkischen Imbiss als Börek, kyufte macht dein Stammgrieche als Keftedákia auch und die kebapche heißen beim Kroaten um die Ecke Čevapčići? Denk noch nicht einmal daran! Die bulgarische Küche ist einzigartig – wenn es Gemeinsamkeiten gibt, dann haben sich die Nachbarn von ihr inspirieren lassen.

Politisieren

Die Bulgaren selbst sind die schärfsten Kritiker ihres Landes. Auf Kritik von außen reagieren viele aber gereizt. Natürlich kannst du deine Meinung äußern, fass sie aber in wohltemperierte Worte. Wenn es um Mazedonien geht, behalte deinen Standpunkt aber lieber für dich.

Nachts unaufmerksam unterwegs

Vorsicht im Dunkeln! Nicht Diebe, sondern die Schlaglöcher in den Straßen sind ein Risiko für die Fußgänger. Nimm besser eine Taschenlampe mit, um dieser Gefahr aus dem Weg gehen zu können. Und fährst du Auto, rechne immer mit einem fehlenden Stück Straße.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Grandhotel Bulgaria

Angelika Schrobsdorff 2002 erschienener Roman führt amüsant und fesselnd durch die Schlüsselepochen der bulgarischen Geschichte im 20. Jh.

Physik der Schwermut

Georgi Gospodinov vergegenwärtigt in diesem Meisterwerk von 2011 altgriechische Mythen ebenso denkwürdig wie 40 Jahre bulgarischen Kommunismus – und das in einer literarisch großartigen, melancholischen Collage.

Filme

Western

Ein Western im Osten – und auch sonst dreht der Streifen den Spieß um. Nicht Bulgaren gehen zur Arbeit in den Westen, deutsche Bauarbeiter errichten im bulgarischen Süden ein Wasserkraftwerk. Was sie im Kontakt zur dortigen Bevölkerung erleben, erzählt der vielfach ausgezeichnete Film der Regisseurin Valeska Grisebach von 2017.

Whose is this song?

Der Film von 2003 der Dokumentarfilmerin Adela Peeva verfolgt die Spur eines vermeintlich bulgarischen Volkslieds auf einer aberwitzigen Reise durch den Balkan. Dabei zeigt sie, was Bulgarien mit seinen Nachbarn verbindet und was es von ihnen trennt.

12-21 °C
8 h/Tag
15 °C

Fakten

Einwohner 6.520.000
Fläche 110.993 km²
Sprache Bulgarisch
Währung Lew
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Republik mit parlamentarischer Regierungsform
Hauptstadt Sofia
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 05:26 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MESZ)

Anreise

18h 7min
17h 59min
2h 10min
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