
Reiseführer Lofoten

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Wer einmal die Trauminseln über dem Polarkreis mit ihren aus dem Meer steigenden Alpenkulissen, ihren malerischen Fischerdörfern und ihren karibisch anmutenden Sandstränden besucht hat, den lassen die Inselgruppen der weltberühmten Lofoten und der gerade erst aus dem Dornröschenschlaf erwachten Vesterålen nie mehr los.
It's magic
Überwältigende Landschaften erwarten dich. Himmelstürmende Felsbastionen recken sich mit spitzen Gipfeln und scharfen Graten aus grünblau schimmernden Fjorden, monumentale Trogtäler stehen mit gischtenden Wasserfällen Seite an Seite mit wild zerzausten Wäldern und weit gespannten Mooren. Und nicht zuletzt ertrinken die Sommernächte im farbigen Licht der Mitternachtssonne, während im Winter, wenn die Polarnacht regiert, die Lichtschleier der Aurora borealis über den Himmel wehen. Nun hast du bereits einen guten Teil der Landschaftsrealität dieser Archipele vor Augen, die sich mit ihrer einzigartigen Vielfalt verschiedener Formen auf engstem Raum deutlich von allem abheben, was du vielleicht sonstwo schon gesehen haben magst.
Spuren der Eiszeit
Entstanden sind die oscarreifen Landschaften durch den Gletscherschliff der Eiszeiten. Vor etwa 115 000 Jahren veränderte die Eiswalze die Oberflächengestalt des Landes. Fjorde – überflutete Trogtäler – entstanden, umgeben von Felswänden, die über 1000 m tief im irisierend grünblauen Wasser wurzeln und sich, wie beim Trollfjord, dem berühmtesten der Lofoten, wiederum in eine ebensolche Höhe über den Meeresspiegel hinausrecken.
Geschichte
Ab 4000 v. Chr.
Erste Spuren menschlicher Anwesenheit auf den Lofoten
200–600 n. Chr.
Eisenzeitsiedlungen mit Landwirtschaft
9.Jh.
Die Wikingerzeit beginnt
12.Jh.
Die erste Lofoten-Kirche, erste rorbuer und Beginn der Lofot-Fischerei
1278
Die Lübecker Hanse versorgt im Tausch gegen Trockenfisch Norwegen mit Getreide
1378
Der letzte norwegische König stirbt, das Land wird praktisch eine dänische Kolonie
1905
Norwegen wird selbstständiges Königreich
1940–1945
Die deutsche Wehrmacht besetzt das neutrale Norwegen
Ab 1969
Entdeckung großer Gas- und Ölvorkommen in der Nordsee
1972 und 1994
Norwegen entscheidet sich gegen eine EU-Mitgliedschaft
Ab 2018
Norwegen ist weltweiter Spitzenreiter bei E-Mobilität
2024
Pläne für Tiefseebergbau nach Seltenen Erden in der Barentssee
Kultur im Zusammenspiel mit der Natur
Doch nicht nur als Naturfan wirst du begeistert sein. Gerade auch in kultureller Hinsicht gibt’s viele Leckerbissen, sind doch die Inseln ein Magnet für Künstler. Seit Mitte des 19.Jhs. ziehen sie Maler, Bildhauer und andere Kreative an, weshalb die Inselgruppen auch eine sehr lebendige Kunstszene haben, die in Dutzenden Galerien, Ateliers und Kunstfestivals präsent ist. Auf Roadtrips begegnest du dem renommierten Kunstprojekt Skulpturlandskap Nordland: Mit ihm haben Künstler aus 18 Ländern zeitgenössische Open-Air-Kunstwerke geschaffen, die mit der Umgebung interagieren.
Segen der See
Die Norwegischen Landschaftsrouten „Lofoten“ und „Andøya“ (Vesterålen) zu befahren, sollte auf deiner Bucketlist ganz oben stehen. Auf 340 km langer Strecke überquerst du mindestens sieben Inseln – ganz entspannt, da beide Archipele mittels Brücken und Tunnel verbunden sind. Sie ziehen sich auf der Höhe von Nordalaska und -sibirien nördlich des Polarkreises über drei Breitengrade ins offene Nordmeer hinein und sind vom Festland durch den Vestfjord getrennt, dessen Wasser dank Golfstrom deutlich wärmer ist als auf dieser Breite üblich. Genau das ist es, was der Kabeljau zum Laichen benötigt, und so ziehen die Fische seit Menschengedenken jeden Winter in den Vestfjord. Sie sind der Grund dafür, dass die Lofot-Fischerei – von der früher rund 33 000 Fischer lebten – fast ein Jahrtausend lang als wirtschaftliches Rückgrat das Leben, die Geschichte und die Kultur der Menschen auf den Lofoten und Vesterålen bestimmte.
Overtourism
„Archipel des Kabeljaus“ sind insbesondere die Lofoten bis heute geblieben, auch wenn der Vestfjord nur noch Bruchteile jener früheren Fischmengen hergibt. In den 1970er-Jahren schienen die Inseln der Entvölkerung geweiht, doch dann kam der Tourismus. Heute stehen die Lofoten und Vesterålen als „Trauminseln über dem Polarkreis“ wieder glanzvoll da. Allerdings: Bei über 1 Mio. Touristen im Jahr ist die Infrastruktur in Spitzenzeiten überlastet, Wanderwege und Strände zeigen Abnutzungsspuren, die Müllproblematik nimmt zu und die vielen Autos und Wohnmobile verursachen Verkehrsstörungen. Um dem entgegenzuwirken, wurden Initiativen ins Leben gerufen, auch Parkgebühren und Regelungen für wildes Campen, zudem wird über eine Touristensteuer nachgedacht.
Sanft oder anders reisen
Dennoch bleibt die Herausforderung groß, ein Gleichgewicht zwischen touristischem Interesse und Schutz der einzigartigen Umwelt zu finden. Was du tun kannst? Vielleicht den Urlaubsschwerpunkt auf die Vesterålen verlegen, die auf ihre Weise ebenso spektakulär sind wie die Lofoten, aber noch eher links liegen gelassen werden. Dabei herrscht kaum irgendwo sonst so ein „Walgewimmel“ wie in ihren Küstengewässern. Große Herden von Schwert-, Schweins-, Grind- und Buckelwalen triffst du hier an, doch vor allem ist es der gewaltige Pottwal, um den sich bei den „besten Walsafaris der Welt“ (so die Eigenwerbung) alles dreht.
In landschaftlicher Hinsicht präsentieren sich die Vesterålen nicht ganz so schroff alpin wie die südlicheren Lofoten. Auf den ersten Blick bieten sie ein eher sanftes Bild aus grünen Wiesen und Feldern, Wäldern und Mooren zwischen weich konturierten Bergen und fantastischen Sandstränden, so weiß wie Schnee und so fein wie Puderzucker. Auf den zweiten Blick aber, der zum offenen Nordmeer und vor allem zur Insel Hinnøy gewandt ist, bestimmt auch hier das majestätische Bühnenbild einer hochalpinen Landschaft zumeist den Ausblick.
Lofoten Highlights
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Zwischen Mitternachtssonne und Polarlichtern: Entdecke die Lofoten und Vesterålen
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ERLEBE LOS!

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