Wissenswertes über Lofoten

Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Lofoten. So bist du bestens vorbereitet!

Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Möwen fütternWer den weißen Schreihälsen nachgibt und sie füttert, öffnet die Büchse der Pandora. Plötzlich bist du von Möwen umzingelt – und die Fischbrötchen sind Geschichte. Genieß dein Essen lieber allein.
Nur auf den Golfstrom setzenJa, der warme Golfstrom macht’s kuscheliger als gedacht, aber die Inselwinde können dir trotzdem jederzeit eine kalte Überraschung verpassen. Also bloß nicht die winddichte Jacke vergessen.
Die Schuhe im Haus anlassenIn norwegischen Häusern sind Schuhe drinnen ein Tabu, und das nicht nur bei Regen oder im Winter. Ob du eine rorbu-Hütte mietest oder bei Einheimischen eingeladen bist – zieh die Treter am Eingang aus. Wer auf Socken ins Wohnzimmer schreitet, zeigt Respekt gegenüber den Einladenden und gehört sofort dazu.
Den Grillmeister spielenOffenes Feuer in der Natur? Keine gute Idee, zumal es zwischen April und September verboten ist. Stattdessen gibt es viele offizielle Grillplätze. Dort schmeckt der Fisch genauso gut – ohne Schreckensmeldung in den Nachrichten.
Die Fischerhymne vergessenBeim Anstoßen mit Norwegern heißt es: Augenkontakt halten! Alles andere gilt als unhöflich. Wer dabei noch ein leises „Skål“ murmelt, wird in der Runde sofort als Ehrenfischer des Nordens anerkannt.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Cappuccinoca. 4,30 Euro für eine Tasse
Wurstca. 3,70 Euro gebraten, gebrüht oder gegrillt, an fast allen Tankstellen und im Imbiss
Benzinca. 2,50 Euro für 1 l Normalbenzin
Pulloverca. 100 Euro für einen Norwegerpullover
Bierca. 10 Euro für 0,5 l vom Fass
Mitbringselca. 17 Euro für eine kleine Trollfigur

Feiertage

1. Januar

  • Neujahr

März/April

  • Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

  • Tag der Arbeit

17. Mai

  • Tag des Grundgesetzes (Nationalfeiertag)

Mai/Juni

  • Christi Himmelfahrt, Pfingsten

25./ 26. Dezember

  • Weihnachten (gefeiert wird ab dem 24. Dez. nachmittags)

Ankommen

Anreise

Die schnellste Verbindung mit dem (Nacht-)Zug führt ab dem südwestschwedischen Malmö bzw. ab Göteborg via Stockholm nach Narvik (ab 130 Euro Sitz-, ab 180 Euro Liege-, ab 200 Euro Schlafplatz | sj.se). Von hier aus hast du mehrmals täglich Busanschluss sowohl auf die Lofoten als auch auf die Vesterålen (rund 4 Std. nach Svolvær, 3½ Std. nach Sortland | reisnordland.no). Alternativ geht es per Zug nach Oslo, dann weiter über Trondheim nach Bodø (vy.no) und mit der Fähre nach Moskenes. Günstiger wird’s auch mit dem Interrail-Pass.

Mit dem Auto kannst du die Strecke von Hamburg nach Svolvær (etwa 2300 km, gut 30 Std. reine Fahrzeit) in zwei, drei Tagen mit Zwischenstopps bewältigen. Allerdings addieren sich zu den ohnehin schon happigen Kraftstoffkosten noch die Fähr- und Mautgebühren (150 Euro pro Weg). Für eine automatische Abbuchung der Maut ist es sinnvoll, unter autopass.no eine Kreditkarte zu registrieren. Die Höhe der Maut berechnet bompenge kalkulator.no. Die E6 ist ab Oslo die kürzeste Strecke nach Nordnorwegen. Von Skutvik fährt im Sommer zweimal täglich eine Fähre nach Svolvær (2 Std. | kostenlos | reisnordland.no). Oder du nimmst von Bognes die Fähre nach Lødingen (1½ Std. | ca. 100 NOK | reisnordland.no). Für die Vesterålen wählst du ebenfalls diese Fährverbindung und fährst ab Lødingen in Richtung Sortland weiter. Auch mit einem Schiff der Hurtigruten kann man die Inseln im Norden erreichen.

Fliegen ist die günstigste und schnellste Möglichkeit, die Lofoten und Vesterålen zu erreichen. Hauptdrehkreuz ist der Flughafen Harstad/ Narvik (EVE). Dorthin gibt es zwischen Mai und September mehrmals wöchentlich Direktflüge ab Frankfurt mit der Lufthansa-Tochter Discover Airlines (discover-airlines.com) sowie mehrmals monatlich ab Zürich mit Edelweiss Air (flyedelweiss.com). Du kannst aber auch nach Oslo oder Bodø fliegen und dann mit einer Propellermaschine auf die Lofoten oder Vesterålen weiterreisen.

Einreise

Norwegen ist Mitglied im Schengen- Abkommen, deshalb reicht der Personalausweis für den Grenzübertritt.

Klima & Reisezeit

Die Lofoten und Vesterålen liegen auf gleicher geografischer Breite wie Nordsibirien, die ersten Blätter knospen daher erst Mitte/Ende Mai. Ab der Sommersonnwende (21.Juni) herrscht Hochsaison bei größter Schönwetter-Wahrscheinlichkeit bis Anfang August. September ist der Monat des Indian Summer, und ab Oktober darf man wieder mit Spikes fahren. Kältester Monat ist der Januar, als am schneesichersten gelten Februar und März, teils auch der April.

Zoll

Nach Norwegen dürfen 2 l Bier, 1 l Spirituosen, 1½ l Wein und 100 Zigaretten eingeführt werden. Ausführen darfst du max. 18 kg Fisch bzw. Fischprodukte pro Person bis zu zweimal pro Kalenderjahr (toll.no). Kaufst du in Geschäften mit dem Tax-Free-Symbol ein, kannst du über die Hälfte der Mehrwertsteuer zurückbekommen (short.travel/lof3).

In die EU eingeführt werden dürfen 1 l Spirituosen über 22 Prozent, 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 50 g Parfüm und Waren im Gesamtwert von 300 Euro, wenn du mit Auto oder Bahn unterwegs bist. Schweiz: 5 l Spirituosen bis 18, 1 l Spirituosen über 18 Prozent, Waren für 150 Franken und 250 Zigaretten. Aktuell geltende Bestimmungen unter: zoll.de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch

Weiterkommen

Bus

Zwei- bis dreimal tgl. verkehrt der Lofotekspress entlang der E10 zwischen Narvik und Å (469 NOK). Von Svolvær etwa fahren tgl. mehrere Busse nach Å (225 NOK), Kabelvåg (41 NOK) und Henningsvær (60 NOK), auf den Nebenrouten gibt es aber so gut wie keine Verbindungen. Mit dem Travel Pass Nordland kannst du für 1350 NOK 7 Tage lang alle Busse und Schnellboote in ganz Nordland benutzen (reisnordland.no/travel-passnordland). Alle Fahrpläne zu den lokalen, regionalen und überregionalen Verbindungen kannst du über reisnordland.no sowie über die Reis-App aufrufen bzw. über visit lofoten.com downloaden (nur Lofoten).

Auto

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 km/h in geschlossenen Ortschaften, 80 km/h außerhalb. Eine Überschreitung wird teuer: Schon 6 km/h zu schnell kosten ca. 170 Euro. Die Promillegrenze von 0,2 wird scharf kontrolliert, tagsüber ist Abblendlicht Pflicht. Die Notrufzentrale des norwegischen Automobilclubs NAF ist unter Tel. 0 85 05 rund um die Uhr zu erreichen. Die Pannenhilfe ist für Mitglieder deutscher Automobilclubs kostenlos. Auf den Lofoten und Vesterålen gibt es keine Maut. Achte immer auf die Tankanzeige, Tankstellen finden sich nur sporadisch.

Vor Ort

Geld & Kreditkarten

Mach’s am besten wie die Norweger und bezahl auch kleinste Beträge per Karte (alle gängigen Kredit-, Bank-/ Maestro-Karten werden akzeptiert). Oder zieh Bargeld an Geldautomaten (Minibank), die es in jedem Ort gibt.

Telefon & Internet

Ortsvorwahlen gibt es nicht in Norwegen: Alle acht Zahlen der Rufnummer müssen gewählt werden. Telefonnummern, die mit 800 beginnen, sind gratis. Mobilnummern beginnen entweder mit einer 9 oder einer 4.Die Vorwahl für Norwegen lautet 0047.Bei Auslandsgesprächen wählst du die Landesvorwahl (Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041) und die Ortsnetzkennzahl ohne die Null, dann die Teilnehmernummer.

In Norwegen fallen keine Roaminggebühren an, sodass du vor Ort mit der heimischen SIM-Karte ohne Zusatzkosten mobil telefonieren und ins Internet gehen kannst. Die Netzabdeckung beträgt auf den Lofoten und Vesterålen gut 90 %, fast überall hat man 5GAbdeckung. Außerdem kannst du in allen Unterkünften, in Restaurants, Cafés etc. über WLAN kostenlos ins Netz gehen.

Trinkgeld

Bis zu 10 Prozent sind üblich, wenn du mit dem Service zufrieden warst.

Übernachten

Die Vesterålen und vor allem Lofoten bieten eine beeindruckende Bandbreite an Übernachtungsmöglichkeiten für unterschiedliche Budgets. Aber so groß das Angebot auch ist – die Nachfrage zumindest in der Sommersaison ist auf den Lofoten in aller Regel wesentlich größer. Daher solltest du für diesen Zeitraum so früh wie möglich reservieren. Traditionelle rorbuer, die ikonischen Fischerhütten am Wasser, kosten je nach Ausstattung und Lage zwischen etwa 130 und 300 Euro pro Nacht. Ein Doppelzimmer inkl. Frühstück im Hotel schlägt im Durchschnitt mit etwa 130 bis 145 Euro zu Buche, in luxuriösen Boutiquehotels mit rund 260 Euro/Nacht.

Unterkünfte, die sich nicht als Hotel bezeichnen dürfen, tragen unterschiedliche Namen, etwa pensjon (Pension), gjestgiveri (Gasthaus), gjestgård oder gård (Gasthof) oder auch vandrerhjem (Hostel/Jugendherberge). Sie alle bieten weniger Komfort als Hotels und sind entsprechend preiswerter (ab etwa 100 Euro für ein Doppelzimmer), wobei die Hostels mit Abstand am budgetfreundlichsten sind und auch Betten in Mehrbettzimmern bieten (um 40–50 Euro).

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, muss etwa 35–55 Euro für einen Stellplatz veranschlagen, während Zelten kostenlos ist – wenn du es in der Natur aufbaust. Für 2 Personen zahlst du auf dem Campingplatz 17–35 Euro.

Notfälle und Sicherheit

Gesundheit

In Norwegen wird die Europäische Versicherungskarte (EHIC) akzeptiert. Zusätzlich wird der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung empfohlen, da zahnärztliche Behandlungen nicht übernommen werden. Im Krankheitsfall musst du dir einen Arzttermin über die Legevaktsentrale (Tel. 11 61 17) geben lassen. Für jede Konsultation eines Arztes sind 170 NOK zu bezahlen bzw. 235–403 NOK bei Fachärzten. Für Medikamente sind generell 38 % der Gesamtkosten zu zahlen, keine Eigenbeteiligung fällt bei einem Krankenhausaufenthalt an.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Oscars gate 45 | Oslo | Tel. 23 27 54 00 | in dringenden Notfällen: Bereitschaftsdienst Tel. 90 85 08 02 (Mo–Do 16–24, Fr 13–24, Sa/So 8–24 Uhr) | oslo.diplo.de

Österreichische Botschaft

Thomas Heftyes gate 21 | Oslo | Tel. 22 54 02 00 | bmeia.gv.at/oeb-oslo

Schweizer Botschaft

Oscars gate 29 | Oslo | Tel. 22 54 23 90 | eda.admin.ch/oslo

Notruf

Polizei Tel. 1 12

Feuerwehr Tel. 1 10

Medizinische Nothilfe Tel. 1 13

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