
Reiseführer Französische Atlantikküste

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Die Zehen im warmen Sand, der Blick, wo Meer und Himmel sich treffen. Die letzten Sonnenanbeter schütteln Sand von den Füßen. In den Restaurants klappern Kellner mit Geschirr. Bald werden sie Schaltiere auf Etageren türmen und gekühlte Weißweinflaschen entkorken. Savoir-vivre, nahezu endlose Strände, sauberes Wasser, idyllische Fischerdörfer, schöne Städte und an die 500 Weinschlösser rund um Bordeaux: Das bietet die Atlantikküste.
Marschland, Inseln und Felsenküste
Abwechslung ist das Schlüsselwort für die Region, die sich von der südlichen Bretagne über die weite, flache Marschlandschaft der Vendée und die Pinienund Kiefernwälder der Landes bis hin zur Felsenküste des Baskenlands erstreckt. Eine erste Perle in der Kette von Badeorten ist La Baule, ein Traditionsseebad mit herrlichem Strand und wunderschönen alten Villen. Bereits zur südlich sich anschließenden Côte de Lumière gehören die Inseln Noirmoutier und Yeu mit breiten Stränden, vielen Radwegen und blühenden Malven vor Ferienhäusern und kleinen Hotels. Wer Inseln liebt, hat bei La Rochelle mit der Ré und Oléron zwei Ziele, auf denen sich im Sommer halb Paris trifft. Kein Wunder: Lange Brücken erleichtern (wie auf Noirmoutier) die Anreise und die Inseln vereinen intakte Landschaft aus Salzgärten und schöner Küste mit einem gastronomischen Angebot, das sich hinter dem der Hauptstadt kaum verstecken muss.
Europas größtes Waldgebiet
Jenseits der breiten Mündung der Gironde beginnt die Côte d’Argent. Sie prägen ein endloses Band breiter Sandstrände und die Wälder und Strandseen der Landes. Diese beginnen südlich des Bassin d’Arcachon, einer gut 150 km2 großen Bucht mit ungezählten Wassersportmöglichkeiten. Das Land ist hier weit und flach, Reiter und Radler finden Hunderte Kilometer Wege. Viele davon führen durch den Küstenwald, den man zum Schutz vor Erosion anpflanzte. Ergebnis ist das mit 10 000 km2 größte Waldgebiet Europas.
Geschichte
56 v. Chr.
Cäsar erobert Gallien, Gründung römischer Siedlungen
5.–8.Jh.
Eroberung durch Westgoten, Merowinger und Karolinger
800
Krönung Karls des Großen zum Kaiser. Das Reich der Franken wird zum wichtigen Machtfaktor in Europa
12.Jh.
Herzogin Eleonore von Aquitanien heiratet Heinrich Plantagenet, später König von England. Durch die Allianz entsteht das größte Reich Europas
1337–1453
100-jähriger Krieg zwischen Frankreich und England
1562–1598
Religionskriege zerrütten Frankreich. 1598 Edikt von Nantes: Hugenotten werden nicht länger verfolgt
1789–99
Französische Revolution. Widerstand in der königstreuen Vendée
1914
Bordeaux wird im Ersten Weltkrieg Regierungssitz
1940
Paris ist von Deutschen besetzt, Bordeaux Regierungssitz
2024
Arcachon verbietet als erste Stadt an der Atlantikküste für den ganzen Sommer die Nutzung von Jetskis. Die Gründe: Lärm und Sicherheitsprobleme
Baumstammwerfen im Baskenland
Südlich von Capbreton und Hossegor verändert sich die Landschaft noch einmal. Die Côte Basque besitzt zerklüftete Steilküsten, das schicke Surfer- und Jetsetseebad Biarritz, das hübsche Hafenstädtchen Saint-Jean-de-Luz und die Pyrenäen im Hinterland. Hinzu kommt eine dem Französischen völlig fremde (Zweit-) Sprache und eine Kultur, deren archaische Sportarten liebevoll gepflegt werden – vom Baumstammwerfen bis zum Pelotaspiel.
Alte Städte mit jungem Geist
Die alten Handelsstädte Nantes, La Rochelle und Bordeaux bieten Unterhaltung, Shoppingmöglichkeiten sowie jede Menge Kultur und Geschichte. Alle drei verdankten einen Teil ihres Reichtums dem Sklavenhandel. Hier belud man Schiffe mit Plunder, der in Westafrika gegen Menschen getauscht wurde. Die wurden in die Karibik verschifft und dort verkauft. Mit Indigo, Kaffee, Zucker und Kakao beladen, kehrten die Schiffe zurück; der Erlös der Fracht verwandelte sich in prachtvolle Paläste. Die alten Städte beweisen aber auch Sports- und Innovationsgeist. Bordeaux’ Altstadt wurde restauriert und soll nach und nach autofrei werden. Nantes hat nicht nur den Niedergang seiner Werftindustrie verkraftet und den Strukturwandel geschafft. Die größte Stadt an der Französischen Atlantikküste verbindet ihr neues wirtschaftliches Wachstum mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität.
Weinland am Wasser
Schon vor knapp 2000 Jahren ließen sich die Römer hier nieder. Zwar nannten sie die Südwestküste Galliens Aquitanien (von aqua = Wasser), doch sie zeigten den Bewohnern auch, wie man aus Trauben Wein macht. Bordeaux bescherte der Weinhandel jenen Wohlstand, der bis heute die Architektur ihrer von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt prägt. Zwischen Royan und Soulac- sur-Mer wälzt sich die Gironde als größte Trichtermündung Europas in den Atlantik. 100 km weit dringt die Flut durch die Gironde ins Landesinnere vor. Das Gebiet an ihrem Westufer, das Médoc, ist Heimat einiger der berühmtesten Rotweine der Welt. An der Küste serviert man Fisch und Meeresfrüchte, aus dem Hinterland kommen Genüsse wie die umstrittene Stopfleber oder Entenbrust.
Strand, Seen und sehr viel Sport
Trotz glanzvoller alter Seebäder wie Royan, Arcachon oder Biarritz ist die Französische Atlantikküste bodenständiger – und preiswerter – als weite Teile der Mittelmeerküste. An der Côte d’Argent liegt ein Campingplatz neben dem anderen, die Ufer der Binnenseen sind ideal für Familien mit Kindern. Rund 500 km Strand lassen ahnen, dass die Atlantikküste ein Traumziel auch für Aktivurlauber ist: Wellen, Sand und Wind schaffen ideale Voraussetzungen zum Surfen, (Strand-) Segeln und Paragliden, auf Rafter, Angler und Bootssportler warten Flüsse und Seen. Viele sind durch courants, durch Wasserläufe, miteinander verbunden; an ihren Ufern finden sich Urlaubsorte mit Ferienhäusern, Campingplätzen, kleinen Hotels und einem umfassenden Sport- und Freizeitangebot. Diese Vielseitigkeit macht das Land am Atlantik so reizvoll. Und irgendwo an dieser Küste, mit den Zehen im Sand und frischen Meeresfrüchten auf dem Teller, fällt dir garantiert der alte Spruch vom Leben wie Gott in Frankreich ein. Du wirst sehen: Es ist etwas dran!
Französische Atlantikküste Highlights
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Buch, 15. Auflage · 17.95 €Mit dem MARCO POLO Reiseführer die Französische Atlantikküste erkunden Die Französische Atlantikküste ist der Inbegriff des Savoir-vivre. Die Zehen im warmen Sand, freier Blick aufs blaue Meer und immer einen guten Wein zur Hand – die Franzosen wissen einfach, wie man es sich gutgehen lässt. Dir steht der Sinn mehr nach Action und Abenteuer? Auch kein Problem: Nur hier kannst du zuerst die gewaltigsten Wellen reiten und gleich danach die höchste Wanderdüne Europas erklimmen.
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Über die Region:
Die französische Atlantikküste erstreckt sich über 1200 Kilometer und bietet eine vielfältige Landschaft mit Stränden, Dünen und Klippen. Die Region ist bekannt für die Dune du Pilat, die höchste Wanderdüne Europas. La Rochelle beeindruckt mit seinem historischen Hafen und dem Aquarium. Biarritz bietet das Musée de la Mer und die Cité de l'Océan. Die Atlantikküste vereint Natur und Kultur und lädt zu vielfältigen Erkundungen ein.

Französische Atlantikküste in Buch & Film


