Wissenswertes über Französische Atlantikküste
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Französische Atlantikküste. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Kaffee | um 3 Euro für einen café crème |
| Eis | 2,50-3 Euro für eine große Kugel |
| Wein | um 4 Euro für ein Glas |
| Mitbringsel | um 15 Euro für ein baskisches Streifenhandtuch |
| Benzin | um 1,85 Euro für 1 l Super 95 |
| Fahrrad | um 12 Euro für die Miete pro Tag |
Feste & Feiertage
1. Januar
- Neujahr (Jour de l’An)
März/April
- Ostermontag (Lundi de Pâques)
1. Mai
- Tag der Arbeit (Fête du Travail)
8. Mai
- Kriegsende 1945 (Victoire des Alliés en 1945)
Mai/Juni
- Himmelfahrt (Ascension); Pfingstmontag (Lundi de Pentecôte)
14. Juli
- Nationalfeiertag (Fête Nationale)
15. August
- Mariä Himmelfahrt (Assomption)
1. November
- Allerheiligen (Toussaint)
11. November
- Kriegsende 1918 (Armistice 1918)
25. Dezember
- Weihnachten (Noël)
Ankommen
Anreise
Der TGV (Train à Grande Vitesse) schafft die Strecke Paris–Nantes in zwei, Paris –Bordeaux in drei Stunden. Die Bahnfahrt Hamburg–Paris dauert acht bis neun, die Strecke Frankfurt–Paris vier bis sechs Stunden. Für die Côte d’Amour und Côte de Lumière empfiehlt sich die Anreise über Paris, für die Côte d’Argent und Côte Basque nimmt man am besten den TGV bis zur spanischen Grenze. Ab Stuttgart schafft man es bei optimaler Verbindung (einmal umsteigen mit Bahnhofswechsel in Paris) in sechseinhalb, ab Frankfurt in gut acht Stunden nach Bordeaux.
Fernbusse sind eine langwierige, aber preiswerte Alternative zur Anreise mit dem Zug. Im Bereich dieses Reiseführers werden z. B. Nantes, Bordeaux und Bayonne angesteuert. Die Fahrt von Düsseldorf nach Bordeaux dauert zwischen 18 und 23, nach Bayonne fährt man mindestens 23 Stunden.
Mit dem Auto kommst du am schnellsten über Paris und dann auf der A 11 Paris–Le Mans–Nantes (knapp 400 km) oder auf der A 10 über Tours und Poitiers nach La Rochelle oder Bordeaux (gut 550 km) an die Atlantikküste. Wer ganz in den Südwesten will oder aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, fährt am besten die Strecke Lyon–Nîmes–Toulouse.
Air France fliegt Nantes, Bordeaux und Biarritz via Paris an. Nonstopflüge ins Gebiet dieses Reiseführers gab es bei Redaktionsschluss von Frankfurt nach Nantes, von München nach Nantes und Bordeaux sowie von Düsseldorf nach Bordeaux.
Einreise
Ausweiskontrollen an der Grenze kommen dank dem Schengener Abkommen nur selten vor. Trotzdem müssen EU-Bürger und Schweizer einen gültigen Ausweis bei sich haben. Das gilt auch für Kinder.
Klima & Reisezeit
Von Mitte Juli bis Anfang September ist ganz Frankreich unterwegs: Es ist die vollste, heißeste und teuerste Reisezeit, für die Unterkünfte auf jeden Fall vorgebucht werden müssen. Der Atlantik hat zwischen Juni und September angenehme Badetemperatur. Im Herbst sind die Preise deutlich gesenkt, es ist eine ideale Zeit für Weinreisen, Thalassokuren und Städtetouren.
Zoll
EU-Bürger dürfen Waren für den persönlichen Bedarf frei ein- und ausführen. Schweizer dürfen u. a. 5 l Wein und 1 l Spirituosen zollfrei ein- und ausführen.
Weiterkommen
Auto
Die französischen Autobahnen sind bis auf wenige Abschnitte mautpflichtig. autoroutes.fr zeigt dir an, welche Gebühren anfallen, wenn du unter „Votre Itinéraire“ Start- und Zielort eingibst. Tempolimit: 130 km/ h auf Autobahnen (110 bei Regen), 110 km/ h auf Schnellstraßen, 80 km/ h auf Landstraßen, 50 km/ h innerorts. Motorräder müssen auch tagsüber mit Abblendlicht fahren, bei Regen und Nebel gilt das für alle Fahrzeuge. Das Mitführen einer reflektierenden Sicherheitsweste für jeden Insassen ist vorgeschrieben. Sitzen Kinder im Auto, ist das Rauchen verboten.
In Frankreich werden derzeit Umweltzonen (ZFE-m) eingeführt, in denen die Vignette Crit‘Air Pflicht ist. Die Vignette kostet 4,76 Euro und kann unter certificat-air.gouv.fr bestellt werden.
Öffentliche Verkehrsmittel
In Nantes, La Rochelle und Bordeaux ist der ÖPNV mit Straßenbahnen, Bussen, Fähren oder sogar Leihstationen für Räder und Elektroautos sehr gut organisiert. In den touristischen Pässen der Städte, die ermäßigten oder kostenfreien Eintritt zu Sehenswürdigkeiten gewähren, ist die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel inbegriffen. In ländlichen Gegenden hingegen ist man jedoch meist aufs Auto angewiesen. Praktisch überall kann man Fahrräder mieten. Zwischen den Städten verkehren Regionalzüge (TER) und Überlandbusse der SNCF. Deutschsprachige Infos und Buchungsmöglichkeit unter de.oui.sncf.
Taxi
Taxen sind in Frankreich nicht auf eine Farbe festgelegt, haben aber ein „Taxi“- Schild auf dem Dach. Leuchtet es, ist das Taxi frei. Bei Tag und bei Nacht gelten unterschiedliche Tarife. Unter taxis-de-france.com kannst du die Tarife einsehen.
Vor Ort
FKK
Insbesondere an der Côte d’Argent gibt es viele FKK-Anlagen (domaines naturistes). Aber auch anderswo gibt es fast immer Strandabschnitte oder Buchten, an denen das Nacktbaden toleriert wird.
Geld & Kreditkarten
Geldautomaten finden sich fast an jeder Ecke, Kreditkarten sind weit verbreitet, auch bei kleinen Beträgen.
Kurtaxe
In den Badeorten schlagen die Hotels eine obligatorische taxe de séjour auf den Übernachtungspreis. Sie liegt pro Tag und Person bei 0,50–4 Euro.
Öffnungszeiten
Immer öfter werden Öffnungszeiten saisonal oder auch tageweise festgelegt. Es ist unbedingt empfehlenswert, vor dem Besuch noch einmal auf der Website die aktuellen Zeiten zu checken.
Telefon & Handy
Die Vorwahl für Deutschland ist 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041.Vom Ausland nach Frankreich: 0033, dann ohne die Null am Anfang die übrige, neunstellige Nummer.
Trinkgeld
Im Restaurant und bei Taxifahrten ist ein Aufrunden um ca. fünf bis zehn Prozent üblich. Im Hotel bedankt man sich für besonders aufmerksamen Service mit einem Trinkgeld; bleibt man länger, kann man den Zimmerservice mit 10–20 Euro pro Woche honorieren.
Unterkunft
Das Spektrum reicht von der Jugendherberge (hifrance.org) über chambres d’hôtes, das französische Pendant zum B & B, bis zum Luxushotel. Im Sommer, vor allem während der französischen Schulferien muss man vorausbuchen. Vor allem an der Côte d’Argent reiht sich ein Campingplatz an den nächsten. Eine Übersicht bieten ffcc.fr und camping-france.com.
Eintrittspreise
Die Eintrittspreise für Museen, Gärten, Schlösser und ähnliche Sehenswürdigkeiten liegen im Schnitt bei 7 bis 12 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen fast immer die Hälfte. Vergnügungsparks sind erheblich teurer. Studenten zahlen in Museen ebenfalls den ermäßigten Preis.
Info-Websites
france.fr, enpaysdelaloire.com, vendeetourisme.com, infiniment-charentes.com, gironde-tourisme.com, tourismelandes.com, tourisme64.com, nouvelle-aquitaine-tourisme.com, frankreich-info.de/reisen.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsches Generalkonsulat
35, Cours de Verdun | Bordeaux- | Tel. 05 56 17 12 22 | bordeaux.diplo.de
Österreichisches Honorarkonsulat
88, Quai de Bacalan | Bordeaux | Tel. 05 56 00 00 70 | bmeia.gv.at
Schweizerische Botschaft
142, Rue de Grenelle | Paris | Tel. 01 49 55 67 00 | eda.admin.ch
Gesundheit
Die ärztliche Versorgung ist flächendeckend, auch Apotheken (pharmacies) sind an jeder Ecke zu finden. Bei Arzt oder Zahnarzt muss man das Honorar zunächst selbst auslegen und der heimischen Kasse zur Erstattung einreichen. Wer sichergehen will, schließt eine Auslandskrankenversicherung ab, die auch Kosten abdeckt, die von der Kasse nicht übernommen werden.
Mücken
Insbesondere an Seen und Flüssen im Hinterland, aber gelegentlich auch an der Küste können die Quälgeister sehr lästig werden. Ein Mückenschutzmittel sollte daher im Gepäck nicht fehlen.
Notruf
Europäischer Notruf Tel. 1 12
Baderegeln
An der Atlantikküste gibt es viele Stellen, wo gefährliche Strömungen selbst trainierte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen können. Bade daher nur an bewachten Stränden (plages surveillées): Bei grüner Fahne besteht keine Gefahr. Gelborange bedeutet, dass das Baden gefährlich ist, aber ein Rettungsschwimmer (poste de surveillance) Dienst tut. Eine rote Fahne bedeutet, dass Baden verboten ist. Tückisch können die starken Gezeitenunterschiede sein. Bei Ebbe zieht sich das Wasser bisweilen sehr schnell und mit regelrechter Sogwirkung zurück. Und auch die Flut legt ein beachtliches Tempo vor: etwa das eines Fußgängers. Hältst du dich zu diesem Zeitpunkt auf einer Sandbank auf, kannst du sehr schnell abgeschnitten werden, wenn das Wasser in tiefe Priele (baines) läuft.