Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Zigarettenkippen wegschnipsenDie Waldbrandgefahr ist im Südwesten Frankreichs mit seinen riesigen Kiefern- und Pinienwäldern eine höchst reale Bedrohung – und das umso mehr, seit die Sommer immer heißer und trockener ausfallen. Daher bitte keinesfalls im Wald rauchen. Hinzu kommt die Gefahr für Vögel und Meerestiere, wenn sie Filter verschlucken.
Im Restaurant getrennt bezahlenDas ist in Frankreich nicht üblich und macht dem Kellner jede Menge Kopfzerbrechen. Besser: Einer zahlt für alle, und abgerechnet wird danach.
Hunde am Strand laufen lassenHunde werden während der Saison an vielen bewachten Stränden nur früh am Morgen oder am Abend geduldet. Achte auf entsprechende Aushänge! An freien Küstenabschnitten darfst du deinen Hund laufen lassen.
Käse zerfleddernWenn du im Restaurant oder privat an die Käseplatte gebeten wirst, säble keine Scheiben. Denn dann bilden sich tiefe Kummerfalten auf der Stirn von Kellner oder Gastgeber. Schneide appetitliche Tortenstücke
Zur Lesezeit beim Winzer hereinschneienSo freudig sie zu jeder anderen Zeit die Türen ihrer Keller zur Verkostung öffnen, so ungelegen kommt der Besuch von Weinfreunden den Winzern während der Weinlese.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffeeum 3 Euro für einen café crème
Eis2,50-3 Euro für eine große Kugel
Weinum 4 Euro für ein Glas
Mitbringselum 15 Euro für ein baskisches Streifenhandtuch
Benzinum 1,85 Euro für 1 l Super 95
Fahrradum 12 Euro für die Miete pro Tag

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Neujahr (Jour de l’An)

März/April

  • Ostermontag (Lundi de Pâques)

1. Mai

  • Tag der Arbeit (Fête du Travail)

8. Mai

  • Kriegsende 1945 (Victoire des Alliés en 1945)

Mai/Juni

  • Himmelfahrt (Ascension); Pfingstmontag (Lundi de Pentecôte)

14. Juli

  • Nationalfeiertag (Fête Nationale)

15. August

  • Mariä Himmelfahrt (Assomption)

1. November

  • Allerheiligen (Toussaint)

11. November

  • Kriegsende 1918 (Armistice 1918)

25. Dezember

  • Weihnachten (Noël)

Ankommen

Anreise

Der TGV (Train à Grande Vitesse) schafft die Strecke Paris–Nantes in zwei, Paris –Bordeaux in drei Stunden. Die Bahnfahrt Hamburg–Paris dauert acht bis neun, die Strecke Frankfurt–Paris vier bis sechs Stunden. Für die Côte d’Amour und Côte de Lumière empfiehlt sich die Anreise über Paris, für die Côte d’Argent und Côte Basque nimmt man am besten den TGV bis zur spanischen Grenze. Ab Stuttgart schafft man es bei optimaler Verbindung (einmal umsteigen mit Bahnhofswechsel in Paris) in sechseinhalb, ab Frankfurt in gut acht Stunden nach Bordeaux.

Fernbusse sind eine langwierige, aber preiswerte Alternative zur Anreise mit dem Zug. Im Bereich dieses Reiseführers werden z. B. Nantes, Bordeaux und Bayonne angesteuert. Die Fahrt von Düsseldorf nach Bordeaux dauert zwischen 18 und 23, nach Bayonne fährt man mindestens 23 Stunden.

Mit dem Auto kommst du am schnellsten über Paris und dann auf der A 11 Paris–Le Mans–Nantes (knapp 400 km) oder auf der A 10 über Tours und Poitiers nach La Rochelle oder Bordeaux (gut 550 km) an die Atlantikküste. Wer ganz in den Südwesten will oder aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, fährt am besten die Strecke Lyon–Nîmes–Toulouse.

Air France fliegt Nantes, Bordeaux und Biarritz via Paris an. Nonstopflüge ins Gebiet dieses Reiseführers gab es bei Redaktionsschluss von Frankfurt nach Nantes, von München nach Nantes und Bordeaux sowie von Düsseldorf nach Bordeaux.

Einreise

Ausweiskontrollen an der Grenze kommen dank dem Schengener Abkommen nur selten vor. Trotzdem müssen EU-Bürger und Schweizer einen gültigen Ausweis bei sich haben. Das gilt auch für Kinder.

Klima & Reisezeit

Von Mitte Juli bis Anfang September ist ganz Frankreich unterwegs: Es ist die vollste, heißeste und teuerste Reisezeit, für die Unterkünfte auf jeden Fall vorgebucht werden müssen. Der Atlantik hat zwischen Juni und September angenehme Badetemperatur. Im Herbst sind die Preise deutlich gesenkt, es ist eine ideale Zeit für Weinreisen, Thalassokuren und Städtetouren.

Zoll

EU-Bürger dürfen Waren für den persönlichen Bedarf frei ein- und ausführen. Schweizer dürfen u. a. 5 l Wein und 1 l Spirituosen zollfrei ein- und ausführen.

Weiterkommen

Auto

Die französischen Autobahnen sind bis auf wenige Abschnitte mautpflichtig. autoroutes.fr zeigt dir an, welche Gebühren anfallen, wenn du unter „Votre Itinéraire“ Start- und Zielort eingibst. Tempolimit: 130 km/ h auf Autobahnen (110 bei Regen), 110 km/ h auf Schnellstraßen, 80 km/ h auf Landstraßen, 50 km/ h innerorts. Motorräder müssen auch tagsüber mit Abblendlicht fahren, bei Regen und Nebel gilt das für alle Fahrzeuge. Das Mitführen einer reflektierenden Sicherheitsweste für jeden Insassen ist vorgeschrieben. Sitzen Kinder im Auto, ist das Rauchen verboten.

In Frankreich werden derzeit Umweltzonen (ZFE-m) eingeführt, in denen die Vignette Crit‘Air Pflicht ist. Die Vignette kostet 4,76 Euro und kann unter certificat-air.gouv.fr bestellt werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

In Nantes, La Rochelle und Bordeaux ist der ÖPNV mit Straßenbahnen, Bussen, Fähren oder sogar Leihstationen für Räder und Elektroautos sehr gut organisiert. In den touristischen Pässen der Städte, die ermäßigten oder kostenfreien Eintritt zu Sehenswürdigkeiten gewähren, ist die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel inbegriffen. In ländlichen Gegenden hingegen ist man jedoch meist aufs Auto angewiesen. Praktisch überall kann man Fahrräder mieten. Zwischen den Städten verkehren Regionalzüge (TER) und Überlandbusse der SNCF. Deutschsprachige Infos und Buchungsmöglichkeit unter de.oui.sncf.

Taxi

Taxen sind in Frankreich nicht auf eine Farbe festgelegt, haben aber ein „Taxi“- Schild auf dem Dach. Leuchtet es, ist das Taxi frei. Bei Tag und bei Nacht gelten unterschiedliche Tarife. Unter taxis-de-france.com kannst du die Tarife einsehen.

Vor Ort

FKK

Insbesondere an der Côte d’Argent gibt es viele FKK-Anlagen (domaines naturistes). Aber auch anderswo gibt es fast immer Strandabschnitte oder Buchten, an denen das Nacktbaden toleriert wird.

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten finden sich fast an jeder Ecke, Kreditkarten sind weit verbreitet, auch bei kleinen Beträgen.

Kurtaxe

In den Badeorten schlagen die Hotels eine obligatorische taxe de séjour auf den Übernachtungspreis. Sie liegt pro Tag und Person bei 0,50–4 Euro.

Öffnungszeiten

Immer öfter werden Öffnungszeiten saisonal oder auch tageweise festgelegt. Es ist unbedingt empfehlenswert, vor dem Besuch noch einmal auf der Website die aktuellen Zeiten zu checken.

Telefon & Handy

Die Vorwahl für Deutschland ist 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041.Vom Ausland nach Frankreich: 0033, dann ohne die Null am Anfang die übrige, neunstellige Nummer.

Trinkgeld

Im Restaurant und bei Taxifahrten ist ein Aufrunden um ca. fünf bis zehn Prozent üblich. Im Hotel bedankt man sich für besonders aufmerksamen Service mit einem Trinkgeld; bleibt man länger, kann man den Zimmerservice mit 10–20 Euro pro Woche honorieren.

Unterkunft

Das Spektrum reicht von der Jugendherberge (hifrance.org) über chambres d’hôtes, das französische Pendant zum B & B, bis zum Luxushotel. Im Sommer, vor allem während der französischen Schulferien muss man vorausbuchen. Vor allem an der Côte d’Argent reiht sich ein Campingplatz an den nächsten. Eine Übersicht bieten ffcc.fr und camping-france.com.

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Museen, Gärten, Schlösser und ähnliche Sehenswürdigkeiten liegen im Schnitt bei 7 bis 12 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen fast immer die Hälfte. Vergnügungsparks sind erheblich teurer. Studenten zahlen in Museen ebenfalls den ermäßigten Preis.

Info-Websites

france.fr, enpaysdelaloire.com, vendeetourisme.com, infiniment-charentes.com, gironde-tourisme.com, tourismelandes.com, tourisme64.com, nouvelle-aquitaine-tourisme.com, frankreich-info.de/reisen.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

35, Cours de Verdun | Bordeaux- | Tel. 05 56 17 12 22 | bordeaux.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

88, Quai de Bacalan | Bordeaux | Tel. 05 56 00 00 70 | bmeia.gv.at

Schweizerische Botschaft

142, Rue de Grenelle | Paris | Tel. 01 49 55 67 00 | eda.admin.ch

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist flächendeckend, auch Apotheken (pharmacies) sind an jeder Ecke zu finden. Bei Arzt oder Zahnarzt muss man das Honorar zunächst selbst auslegen und der heimischen Kasse zur Erstattung einreichen. Wer sichergehen will, schließt eine Auslandskrankenversicherung ab, die auch Kosten abdeckt, die von der Kasse nicht übernommen werden.

Mücken

Insbesondere an Seen und Flüssen im Hinterland, aber gelegentlich auch an der Küste können die Quälgeister sehr lästig werden. Ein Mückenschutzmittel sollte daher im Gepäck nicht fehlen.

Notruf

Europäischer Notruf Tel. 1 12

Baderegeln

An der Atlantikküste gibt es viele Stellen, wo gefährliche Strömungen selbst trainierte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen können. Bade daher nur an bewachten Stränden (plages surveillées): Bei grüner Fahne besteht keine Gefahr. Gelborange bedeutet, dass das Baden gefährlich ist, aber ein Rettungsschwimmer (poste de surveillance) Dienst tut. Eine rote Fahne bedeutet, dass Baden verboten ist. Tückisch können die starken Gezeitenunterschiede sein. Bei Ebbe zieht sich das Wasser bisweilen sehr schnell und mit regelrechter Sogwirkung zurück. Und auch die Flut legt ein beachtliches Tempo vor: etwa das eines Fußgängers. Hältst du dich zu diesem Zeitpunkt auf einer Sandbank auf, kannst du sehr schnell abgeschnitten werden, wenn das Wasser in tiefe Priele (baines) läuft.

  1. Ankommen
  2. Weiterkommen
  3. Vor Ort
  4. Notfälle und Sicherheit