
Reiseführer Costa Brava

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Von Wind und Wetter zerklüftetes Gestein, Buchten, die sich ins Land nagen: Unschwer zu erraten, woher die Costa Brava ihren Namen hat. Brava, „wild“, nennen die Fischer das stürmische Meer am Küstenstreifen zwischen Portbou im Norden und dem Städtchen Blanes im Süden.
Strand mit Hinterland
Auch das Partyleben in den Touristenhochburgen um Lloret de Mar galt lange Zeit als wild. Doch dem ursprünglichen Charme der Costa Brava konnte der Massentourismus nichts anhaben. In Fischerorten wie Cadaqués und Palamós oder in charmanten Seebädern wie Sant Feliu de Guíxols und Tossa de Mar lassen sich Sommertage vertrödeln. Auch wenn die meisten Mitteleuropäer wegen der von Pinien gesäumten Buchten an die Costa Brava reisen, lohnt es sich, dem Meer zumindest für ein, zwei Tage den Rücken zu kehren. Auf den sanft gewellten Hügeln des Empordà gedeihen Trauben, Artischocken, Tomaten und Auberginen. Ein leiser Wind weht durch Stein- und Korkeichenwälder und in den Städtchen im Hinterland kommt man dem eigenwilligen Charakter der Katalanen auf die Spur. Je weiter du landeinwärts fährst, desto rauer wird es: Das gilt für Land – und Leute.
Reiche Geschichte
Die fruchtbare Erde, das milde Klima und die natürlichen Häfen, die das Meer über Jahrtausende ins Land modelliert hat, machten es für Siedler ideal. Die Ersten waren die Iberer vor etwa 7000 Jahren – ihre Siedlungen sind die Wiege Spaniens. Es folgten Griechen, Römer und Westgoten. Später kamen weitere Einflüsse hinzu, kurz aus dem maurischen Süden Spaniens, länger aus Mitteleuropa. Diese Mischung prägt die katalanische Kultur bis heute. Und ihre Spuren lassen sich immer noch entdecken. Die griechisch-römische Doppelstadt Empúries oder die iberische Siedlung Ullastret gehören zu den besterhaltenen archäologischen Ausgrabungsstätten im Nordosten Spaniens. Im Wehrstädtchen Peratallada lässt sich prima Burgfräulein und Ritter spielen und die schönen Modernisme-Villen der im 19.Jh. nach Kuba ausgewanderten Katalanen bringen einen Hauch Karibik an die Costa Brava. Die Erinnerung an die Zeit in Übersee hält man noch heute lebendig: Auf der Fira d´indians im September schwingt ganz Begur seine Hüften zu Musik aus Lateinamerika und der Karibik und schlürft Mojitos.
Geschichte
580 v. Chr.
Griechen lassen sich in Empúries nieder
2.Jh. v. Chr.
Römische Legionen besetzen die Küste Kataloniens und prägen für fast 700 Jahre das Land
Um 800
Karl der Große befreit Teile Kataloniens von den Mauren
Um 1740
Die Textilindustrie boomt
1908
Kataloniens nördliche Küste wird erstmals Costa Brava, wilde Küste, genannt
1930
Salvador Dalí kauft eine Fischerhütte in Portlligat
1936–1939
Bürgerkrieg: Republikaner kämpfen gegen Faschisten, Francos Truppen siegen
1960
Truman Capote kommt an die Costa Brava, bald folgen andere Hollywoodgrößen
1975
Tod Francos, Spanien wird eine Demokratie
2017
Unabhängigkeitsreferendum: knappe Mehrheit für eine Loslösung von Spanien •
2024
In der Bucht von Ferran Adriàs legendärem, 2011 geschlossenen Restaurant El Bulli wird das Museum und Gastrolabor El Bulli 1846 eröffnet
Exzentrische Besucher
Dem Charme der Costa Brava erlagen zuerst die Künstler und Exzentriker: Zum Beispiel Dorothy Muriel Webster, die gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Zar-Nachkömmling Nicolás Woevodsky, in den 1920er-Jahren das Cap Roig in einen spektakulären botanischen Garten verwandelte, die Jardins de Cap Roig. Oder Maler wie Marc Chagall oder Pablo Picasso, die von Licht und Landschaft fasziniert waren – und natürlich der Surrealist Salvador Dalí, der Inspiration am Cap de Creus suchte und fand.
Eine Region im Wandel
In den 1950er-Jahren wurde die Costa Brava zu einem der ersten Ziele des Massentourismus in Spanien. Sonne, Strand und niedrige Preise lockten Touristen aus Nord- und Mitteleuropa. An der Küste setzte ein Bauboom ein, es entstanden die bekannten Hotelhochbauten und Touristenzentren wie Platja d’Aro oder Lloret de Mar. Inzwischen hat sich das Reiseverhalten gewandelt und die Costa Brava hat sich erfolgreich ein neues Image zugelegt. Qualität steht im Vordergrund. Mit Wander- und Sportangeboten werben Dienstleister verstärkt um Familien, andere setzen auf Gourmettouristen. Allein in der Provinz Girona gibt es mehr als ein Dutzend mit Michelinsternen ausgezeichnete Restaurants. Auch jenseits der Gourmettempel zaubern junge Köche Exzellentes auf den Tisch – mit innovativen Methoden und Respekt vor Tradition und Produkt. Ferran Adrià, der Erfinder der Molekularküche, hat die Gastronomie der Region nachhaltig revolutioniert.
Der Wunsch nach Selbstbestimmung
Die Katalanen sind stolz auf ihre Sprache, Kultur und Identität. Mit dem restlichen Spanien möchten viele so wenig wie möglich zu tun haben. Das hat teils historische, teils wirtschaftliche Gründe. Spätestens mit dem vom spanischen Verfassungsgericht verbotenen Unabhängigkeitsreferendum 2017 und der Flucht des damaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont wurde auch das internationale Publikum auf die politische Situation aufmerksam. Nach dem aufgeheizten Höhepunkt der Unabhängigkeitsbestrebungen 2017–2019 sank die Zahl derjenigen, die sich einen eigenen katalanischen Staat wünschen, in den letzten Jahren auf unter 40 Prozent. Bei der Suche nach den Gründen, die zu dieser Unzufriedenheit führten, mischen sich wirtschaftliche mit emotionalen Faktoren. Jahrhundertelang mussten die Katalanen um den Erhalt ihrer Sprache und ihrer Traditionen kämpfen, die nicht nur unter der Herrschaft des Franco-Regimes verboten waren. Inzwischen hat die autonome Region zwar eine eigene Polizei und bestimmt über Bildungs- und Sprachpolitik sowie das Gesundheitswesen dennoch fühlen sich viele Katalanen nach wie vor von Madrid gegängelt. Gelbe Schleifchen, die als Symbol für den Wunsch nach Unabhängigkeit das Bild der Städte und Dörfer beherrschten, sieht man heute aber kaum noch.
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Über die Region:
Die Costa Brava zeigt felsige Küsten, Buchten und Orte wie Cadaqués und Figueres mit dem Dalí-Museum. Die Balearen bestehen aus mehreren Inseln mit abwechslungsreicher Küstenlandschaft, Stränden und historischen Städten. Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera bieten Natur, Kultur und vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Costa Brava in Buch & Film



