
Reiseführer Baskenland

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Fachwerkhäuser, hügelige Wiesen mit wolligen Schafen, tiefe Wälder und Berggipfel: Das soll Spanien sein? Keine Sorge, Sonnenanbeter: Neben viel unberührter Natur gibts hier oben am Golf von Biskaya auch zahllose Strände, mondäne Meeresmetropolen, Surferparadiese, Fischerörtchen mit Seebär- oder Bilderbuchflair – und natürlich das Guggenheim.
Städte und Städtchen der Superlative
Vitoria (baskisch: Gasteiz), die Hauptstadt der Provinz Álava, rühmt sich nicht nur eines legendären Siegs über Napoleon im Jahr 1813, sondern ist auch als eine der grünsten und umweltbewusstesten Städte Spaniens bekannt. Die Altstadt von Hondarribia gilt als eine der hübschesten der ganzen Iberischen Halbinsel und das elegante Seebad San Sebastián (baskisch: Donostia) mit seiner elegant geschwungenen Muschelbucht halten manche gar für die schönste Stadt der Welt. Das einst hässliche Entchen Bilbao ist dagegen durch den dem gleichnamigen Museum geschuldeten „Guggenheim-Effekt“ zu einer internationalen Topdestination nicht nur für Kulturfans aufgestiegen.
Viel Fels und noch mehr Meer
Der stolzen Seefahrertradition verpflichtet – schließlich stammte der erste Weltumsegler Juan Sebastián Elcano (1486–1526) aus Getaria –, sind die meisten baskischen Städte dem Meer zugewandt und haben Traumstrände für Badenixen und Wellenreiter zu bieten allen voran Zarautz mit seinem 2,5 km langen Sandstrand. Und die fantastischen Felsformationen am Strand von Zumaia wie auch die märchenhaft auf einem Inselchen gelegene Seefahrerkapelle San Juan de Gaztelugatxe haben es nicht nur den Location Scouts von Game of Thrones angetan.
Geschichte
3.Jh. v. Chr.–4.Jh. n. Chr.
Herrschaft der Römer
711
Einfall der Mauren auf der Iberischen Halbinsel
1300
Gründung Bilbaos
1808
Französische Besatzung
1813
Schlacht von Vitoria: Sieg über Napoleon
1936
Der Spanische Bürgerkrieg beginnt
1937
Die deutsche Legion Condor legt Guernica mit Fliegerbomben in Schutt und Asche
1939
Ende des Spanischen Bürgerkriegs, Beginn der Franco- Diktatur
1959
Gründung der baskischen Separatistenorganisation ETA
1975
Ende der Franco-Diktatur, Juan Carlos I. wird König
1978
Das Baskenland erhält ein Autonomiestatut
2017
ETA legt die Waffen nieder und verkündet 2018 ihre Auflösung
2024
Finale der Women’s Champions League in Bilbao
Grüne Wanderziele
Ein knappes Dutzend Naturparks, in denen auch gern mal Gänsegeier kreisen, unzählige Wege mit phantastischen Küsten- oder Bergpanoramen, knorrige Eichen und tiefe, verwunschene Wälder: Wer statt Bikini oder Badehose lieber die Wanderklamotten anzieht, stößt im Hinterland des Baskenlands auf viel unberührte, sehr, sehr grüne Natur.
Ein wirklich eigen(artig)es Volk
Besiedelt ist das Baskenland seit Urzeiten, wie Höhlenmalereien und zahlreiche Dolmen belegen. Eingefleischte Basken behaupten voller lokaltypischem Stolz: Diese Zeugnisse stammen von niemand anderem als unseren Vorvätern und wir sind garantiert die ältesten Europäer! Die Ursprünge der Basken und ihrer Sprache Euskara (auch: Euskera), die womöglich mit keiner anderen Sprache verwandt ist, geben Forschern in der Tat Rätsel auf. Fest steht, dass die Basken von alters her ein spezielles Volk sind, das mit fremden Einflüssen immer auf seine Art umzugehen verstand und seine regionalen Eigenheiten bewahrt hat.
Poetry-Slammer meets Holzhacker
Nirgendwo anders in Spanien findet sich eine derartige Fülle an kuriosen Sittenund Bräuchen. Auch für junge Leute ist die Traditionspflege sehr wichtig. So versuchensie sich z. B. häufig als bertsolari, als singende Improvisationsdichter, diegern in den Wettstreit treten – eine Art Poetry-Slam mit mittelalterlichen Wurzeln.Für die Demonstration von körperlicher Stärke, Ausdauer und Geschick hingegensteht das harte, schnelle Schlagballspiel Pelota. Eiserner Wille und Muskelkraftsind Voraussetzungen für die Ruderregatten der traineras und all dieländlichen Sportarten, die häufig bei Volksfesten zu sehen sind. Die Bandbreitereicht vom Baumstammhacker bis zum Steinestemmer.
Kochkünstler und PR-Profis
Wo solche Kräfte walten, darf eine gute Küche nicht fehlen. Sicher, die solide Sättigung ist eine Sache. Eine andere Sache ist die, dass Meisterköche und -köchinnendie traditionellen Gerichte mit modernen Ideen angereichert haben. Sosind aus Küchenmeistern Sterneköche und internationale Stars der Szene geworden.San Sebastián allein versammelt 16 Michelinsterne, das gesamte Baskenlandkann mit mehr als 40 Sternen glänzen. Der passende Wein dazu kommtaus der im südlichen Baskenland gelegenen Region Rioja Alavesa, wo der Baufuturistischer Weinpaläste zum zunehmenden Erfolg bei der Vermarktung derlokalen Tropfen beigetragen hat – auch hier hat Guggenheim-Architekt Frank O.Gehry mit einem einer Weinflasche nachempfundenen Prachtbau tüchtig mitgemischt.
Unabhängigkeit? Nein danke!
Seit ihrer offiziellen Auflösung 2018 ist es um die baskische Separatistenorganisation ETA ruhig geworden. Dafür liebäugeln auf politischer Ebene Vertreter von Parteien wie „Bildu“ immer noch mit dem Separatismus. Die meisten Basken sind zwar freiheitsliebend und stehen dem fernen Madrider Staatsapparat skeptisch gegenüber, doch kompromisslos verbohrte Ansätze sind ihre Sache nicht. Mögen sie auf den ersten Blick auch unnahbar wirken – das Herz tragen die Basken auf dem rechten Fleck. Das wusste im 19.Jh. schon Wilhelm von Humboldt. Denn dem gelang es, es zu erobern: Ein dem deutschen Gelehrten und Schriftsteller gewidmetes Denkmal in Guernica trägt die Inschrift Euskaldunen Adiskidea – Freund des baskischen Volkes.
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Baskenland, Bilbao
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