Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Getrennt bezahlenKneipiers und Bedienungen sind es nicht gewohnt, all die Häppchen und Weine von jedem einzeln zu kassieren. Eine gesellige Runde bekommt am Ende des Abends eine gemeinsame Rechnung. Das Ganze wird einfach aufgeteilt, ohne den individuellen Verzehr haarklein auszurechnen.
Mit den Pfoten in die HäppchenEinfach verlockend, wie die pintxos da auf dem Tresen thronen – aber lass dich nie dazu hinreißen, einen davon anzufassen und ihn bei Nichtbehagen wieder zurückzulegen. Das ist eine Todsünde und sorgt für einen ordentlichen Anpfiff.
Ungewollt einen "Club" aufsuchenWer den Schildern zu einem „Club“ folgt, liegt falsch, hier einen Nacht- oder Tanzclub zu vermuten. Ein „Club“ ist schlichtweg ein Bordell. Die meisten dieser Etablissements liegen an Stadträndern oder Schnellstraßen.
Am Strand rauchenQualmen im Sand wird schon länger nicht mehr gern gesehen, aber in der Regel geduldet. Fragt sich nur, wie lange noch. An immer mehr playas sin humo ist das Rauchen mittlerweile offiziell verboten. In ganz Spanien sind es schon über 500, im Baskenland bislang rund 20 Strände – Tendenz steigend.
Heikle Themen diskutierenLass dich besser nicht auf eine Debatte mit Einheimischen über ein unabhängiges Baskenland oder die ETA ein. Das sind immer noch sensible Themen, aus denen sich Auswärtige besser raushalten. Offener lassen sich z. B. Krisen im Königshaus, Korruption, Bürokratie oder die Verschwendung von Steuergeldern ansprechen.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Souvenirab 10 Euro für eine (Billig-) Baskenmütze
Kaffee1,10–1,50 Euro für einen kleinen Milchkaffee (cortado)
Wein1,10–1,80 Euro für ein kleines Gläschen aus der Region
Imbiss3–3,50 Euro für einen pintxo
Benzinum 1,60 Euro für 1 l Super
Metro1,70–1,95 Euro für eine einfache Fahrt

Feiertage

1. Januar

  • Fällt der Feiertag auf einen Sonntag, ist meist der Montag frei.

6. Januar

  • Año Nuevo (Neujahr)

März/April

  • Dreikönigstag

1. Mai

  • Jueves Santo (Gründonnerstag); Viernes Santo (Karfreitag); Lunes de Pascua (Ostermontag)

25. Juli

  • Fiesta del Trabajo (Tag der Arbeit)

15. August

  • Santiago Apóstol (Tag des hl. Jakobus)

12. Oktober

  • Asunción de María (Mariä Himmelfahrt)

1. November

  • Día de la Hispanidad (Tag des Spaniertums)

6. Dezember

  • Todos los Santos (Allerheiligen)

8. Dezember

  • Día de la Constitución Española (Tag der Spanischen Verfassung)

25. Dezember

  • Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

Veranstaltungen

Januar

  • Tamborrada (San Sebastián), danborrada.donostiakultura.eus: 24-stündiger Trommlerumzug 

Februar/ März

  • Karneval (vor allem Bilbao Vitoria)

Juni

  • Azkena Rock Festival (Vitoria), azkenarockfestival.com

  • Batalla del Vino (Haro), harowinefight.com: kuriose Weinschlacht am 29. Juni

  • San Marciales (Irún), sanmarciales.com: historische Waffenparade am 30. Juni

Juli

  • Festival de Jazz de Vitoria-Gasteiz, jazzvitoria.com

  • Jazzaldia (San Sebastián), jazzaldia.eus: internationales Jazzfestival

August

  • Fiestas de la Virgen Blanca (Vitoria): Patronatsfest mit Musik, Feuerwerk, Straßentheater

  • Semana Grande (San Sebastián): große Festwoche mit Feuerwerk, Kultur- und Sportprogramm

  • Aste Nagusia (Bilbao): große Festwoche mit Konzerten, baskischen Tänzen und Landsport, Pelota und Feuerwerk

September

  • Alarde (Hondarribia), hondarribikoalardea.com: feierlicher Umzug am 8. Sept., der an den Sieg über die Franzosen im Jahr 1638 erinnert

  • Donostia Zinemaldia (San Sebastián), sansebastianfestival.com: einwöchiges internationales Filmfestival von Weltrang

  • Mercado Medieval (Vitoria): Mittelaltermarkt

Dezember

  • Weihnachtsumzüge in verschiedenen Dörfern und Städten; mit dabei ist der olentzero, die Figur eines Köhlers, der die frohe Botschaft verkündet

Vorbereitung

Auskunft

Spanische Fremdenverkehrsämter

– Lichtensteinallee 1 | 10787 Berlin | Tel. 030 8 82 65 43 | berlin@tourspain.es

– Walfischgasse 8 | 1010 Wien | Tel. 01 5 12 95 80 10 | viena@tourspain.es

– Seefeldstr. 19 | 8008 Zürich | Tel. 04 42 53 60 50 | zurich@tourspain.es

Nützliche Websites (meist auch auf Deutsch):

spain.info; tourismus.euskadi.eus/de; bilbaoturismo.net; sansebastianturis mo.com; bizkaia.eus; turismovasco. com; vitoria-gasteiz.org

Ankommen

Anreise

Die klassische Autobahnroute führt über Paris, Orléans, Tours und Bordeaux bis zur französisch-spanischen Grenze bei Irún. Aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz kommen diverse Varianten durch Frankreich in Betracht, z. B. über Lyon–Toulouse–Bayonne oder auf Nebenstrecken über Bourges–Poitiers–Angoulême. Ab dem Grenzübergang Irún ist die Autobahn nach San Sebastián (ca. 20 km) und Bilbao (ca. 120 km) mautpflichtig.

Mit dem Zug von Frankfurt oder Köln muss man zwischen zehn und 16 Stunden einkalkulieren. Die Verbindungen gehen meist über Paris (dort Bahnhofswechsel erforderlich) ins französische Grenzörtchen Hendaye. Von da geht es mit dem Zug „Topo“ in 35 Minuten nach San Sebastián.

Die Busse von Flixbus (flixbus.de) fahren regelmäßig ins Baskenland. Beispiel für die Reisedauer: Aachen–Bilbao ca. 19 Stunden. Aus der Schweiz starten die Busse von Alsa (alsa.com) und ebenfalls Flixbus. Ab dem zentralen Busbahnhof Intermodal (Calle Gurtubay 1) in Bilbao fahren Linienbusse in andere baskische Städte; zur nächsten Metrostation für die innerstädtische Weiterfahrt sind es etwa 500 m.

Maßgeblicher Airport ist der internationale Flughafen von Bilbao, Ryanair fliegt von Brüssel zum kleinen Flughafen von Vitoria. Bei Anbietern wie Eurowings oder Vueling kann man im günstigsten Fall mit Preisen zwischen 100 und 120 Euro pro Strecke rechnen. Die Flugzeit von Düsseldorf nach Bilbao beträgt rund zwei Stunden. Vom Flughafen fährt der Bus A 3247 für nur 3 Euro von frühmorgens bis spätabends alle 20–30 Minuten die Plaza de Moyúa und den Busbahnhof an.

Klima & Reisezeit

Spaniens Norden ist für sein raues Klima berüchtigt. Im Sommer kann es zwar auch mal richtig heiß werden, dafür sind Regen und Niesel häufig und im Herbst und Winter stürmt und schüttet es schon mal dermaßen, dass sich kaum einer vor die Tür traut. Als Reisezeit empfehlen sich (spätes) Frühjahr, Sommer und (früher) Herbst. Juli und August solltest du allerdings möglichst vermeiden, denn da haben die Spanier selbst Ferien und dann ist die Hölle los. Bilbao bietet sich durchaus auch im Winter für einen Citytrip an. Auf Wettervorhersagen ist erfahrungsgemäß in Spaniens Norden nur wenig Verlass – das Wetter in der Region ist extrem wechselhaft.

Zoll

Waren für den persönlichen Bedarf dürfen innerhalb der EU frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind z. B. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten geringere Freimengen. Infos unter zoll.de und ezv.admin.ch.

Weiterkommen

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts auf Straßen mit einer Fahrbahn je Richtung 30 km/h, bei mehreren Fahrbahnen 50 km/h, außerorts je nach Beschilderung 90 oder 100 km/h, auf der Autobahn 120 km/h (es gibt kostenlose Schnellstraßen, die autovías und die meist mautpflichtigen autopistas). Da solltest du dich dran halten, sonst kann es teuer werden. Die Promillegrenze liegt bei 0,25 in der Atemluft, was ungefähr dem sonst üblichen Blutwert von 0,5 entspricht. Wenn du mit dem Handy am Ohr erwischt wirst, kann das richtig teuer werden.

Beim Verlassen des Wagens im Pannenfall muss außerorts eine Warnweste getragen werden. Verpflichtend mitzuführen sind (auch in Mietwagen!) zwei Warndreiecke. Diese sollen demnächst durch LED-Warnleuchten ersetzt werden.

Kostenfrei parken kannst du in weiß markierten Zonen, kostenpflichtig in blau markierten. Lass dich nicht abschleppen; das tun die Spanier gern und das kann außer Nerven bis zu 200 Euro kosten.

Mietwagen

Autoverleiher sind nicht allzu dicht gestreut. Günstiger als die spontane Miete vor Ort sind Vorausbuchungen über Portale wie billiger-mietwagen. de mit Übergabe des Autos am internationalen Flughafen von Bilbao, wo mehrere Gesellschaften ihre Büros haben. Kalkulier für einen Kleinwagen Wochenpreise um ca. 120 Euro in der Nebensaison und ab ca. 250 Euro in der Hauptsaison (inklusive Steuern, Haftpflichtversicherung und unbegrenzten Kilometern), zuzüglich Benzin.

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Baskenland ist das Busnetz hervorragend ausgebaut, in fast jedes Dorf gibt es regelmäßige Verbindungen. Die Buspreise sind billiger als die der Bahn (z. B. für rund 7,50 Euro in knapp anderthalb Stunden mit dem Alsa-Bus von San Sebastián nach Bilbao), die Verbindungen häufiger und schneller. Jeder größere Ort hat eine zentrale Bushaltestelle bzw. einen Busbahnhof (estación de autobuses), der in Bilbao heißt Intermodal.

Die spanische Bahn heißt Renfe (renfe.com), die Bahnhöfe heißen estación de Renfe oder estación de tren (baskisch: geltoki).

Vor Ort

Camping

Für Camper stehen im Baskenland mehr als 20 Plätze zur Auswahl, die meisten davon in der Küstenregion der Provinz Guipúzcoa. Auf manchen Plätzen werden Bungalows und fest installierte Mobilheime vermietet, einige Plätze sind ganzjährig geöffnet. Infos unter camping.info und campingseuskadi.com.

Internet & WLAN

WLAN heißt in Spanien wifi und wird in Hotels meist standardmäßig und in der Regel kostenlos angeboten. Hotspots findest du außerdem in zahlreichen Restaurants, Cafés, Einkaufszentren, Bibliotheken und auf öffentlichen Plätzen.

Öffnungszeiten

Die meisten Geschäfte öffnen Mo–Sa von 9.30 oder 10 bis 13.30 oder 14 und von 16.30 oder 17 bis 20 Uhr. Viele Kirchen sind außerhalb der Gottesdienstzeiten leider verschlossen. Die großen Supermärkte (hipermercados) am Stadtrand haben durchgehende Öffnungszeiten, in der Regel Mo–Sa von 9 oder 10 bis 21 oder 22 Uhr. Die Öffnungszeiten der Tourismusbüros wechseln stark und hängen von der Reisezeit ab. Sonntags ist im Regelfall nur vormittags geöffnet.

Preise & Eintritt

Das Baskenland zählt zwar zu den teuersten Regionen Spaniens, doch manches, wie z. B. die öffentlichen Verkehrsmittel, ist auch deutlich preiswerter als daheim. In den meisten Museen bezahlt man zwischen 2 und 7 Euro Eintritt, wenige besonders berühmte Museen wie das Guggenheim sind deutlich teurer. Relativ teuer sind z. B. das Aquarium in San Sebastián (14 Euro) oder das Weingut Marqués de Riscal (25 Euro). Ins Museo Balenciaga in Getaria kommst du für 10 Euro, die Salinas de Añana verlangen 9 Euro Eintritt, in der Cueva de Santimamiñe hingegen werden nur 2 Euro fällig und ins Museo de Bellas Artes in Bilbao kommst du sogar gratis. Gegen Vorlage des Ausweises gibt es oft Nachlässe für Rentner (jubilados) und Studenten (estudiantes) und für Kinder sowieso. Außerdem gibt es in den Touristinformationen oft Karten mit Ermäßigungen, z. B. die Bilbao Bizkaia Card (24/48/72 Std. für 10/15/20 Euro).

Telefon

Vorwahl Spanien 0034, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041.Innerhalb Spaniens gibt es keine Vorwahlen.

Trinkgeld

Im Restaurant entsprechen zwischen fünf und zehn Prozent dem Einheimischenstandard (Zufriedenheit vorausgesetzt), in Kneipen rundet man den Betrag allenfalls ein wenig auf. Das Zimmerpersonal im Hotel wird sich über 1–2 Euro pro Tag freuen.

Unterkunft

Die Auswahl an Adressen reicht von der einfachen Pension (pensión oder hostal) bis zu Hotels, die mit einem bis fünf Sternen klassifiziert sein können. In der Provinz sind Landhäuser (casas rurales) populär. In den Zimmerpreisen ist meist kein Frühstück enthalten

Strände

Über die baskische Atlantikküste verteilen sich traumhafte Strände und Buchten, doch die Badetemperaturen sind meist nur zwischen Anfang Juni und Mitte/Ende September mit maximal 20–21 Grad richtig angenehm. An vielen Stränden gibt es tückische Strömungen, selbst wenn es gar nicht danach aussieht. Als besonders gefährlich gelten die Playa de Zurriola in Donostia, die Playa de Itzurun in Zumaia und die Playa de Zarautz. Schwimm daher nie zu weit raus und such zum Baden möglichst nur überwachte Strände auf. Ist am Strand die grüne Flagge gehisst, bedeutet das gefahrloses Baden, bei Gelb heißt es Vorsicht, Rot bedeutet absolutes Badeverbot.

Beachten solltest du den starken Tidenhub, also den meterhohen Unterschied des Wasserstands zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Check unbedingt die Gezeitentabelle (tabla de mareas), entweder online (tablademareas.com) oder in der örtlichen Touristeninformation.

Am Strand ist man lang nicht mehr so prüde wie früher. Dennoch: Außer an offiziellen FKK-Stränden wird oben ohne geduldet, ganz ohne nur ungern gesehen.

Toiletten

Die Sache mit dem stillen Örtchen hat sich auch in Spanien verbessert. Dennoch solltest du nie ohne Papier aufs nicht immer supersaubere Klo gehen – sicher ist sicher.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

Calle San Vicente 8 | 48001 Bilbao | Tel. 9 44 23 85 85 | spanien.diplo.de

Österreichische Botschaft

Paseo de la Castellana 91 | Madrid | Tel. 9 15 56 53 15 | bmeia.gv.at/oebmadrid

Schweizer Botschaft

Calle Núñez de Balboa 35a | Madrid | Tel. 9 14 36 39 60 | eda.admin.ch

Gesundheit

In Spanien gilt die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC. Anlaufstelle für Behandlungen ist das jeweilige örtliche Gesundheitszentrum (centro de salud), in dringenden Fällen die Notaufnahme (departamento de emergencias oder urgencias) im Hospital. Die Wartezeiten können sehr lang sein, Deutschkenntnisse darf man nicht erwarten. Zahnbehandlungen sind im spanischen Krankenversicherungssystem nicht enthalten!

Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt zusätzlich eine Reisekrankenversicherung ab. Mit Blick auf die Kostenerstattung ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt die Rechnung genau aufschlüsselt; das gilt auch für Medikamente. Gut ausgestattet sind Apotheken (farmacias), die an einem blinkenden, hellgrünen Kreuz erkennbar sind.

Notrufe

Allgemeine Notfälle: Tel. 1 12

Bei Verlust der Kredit-/Bankkarte: Tel. 0049 11 61 16 | sperr-notruf.de

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