© Sven Hansche/shutterstock

Zakinthos - Ithaki - Kefallinia - Lefkas

Check-in

Boote, die in blaue Grotten fahren. Einsame Buchten, in denen die Ionische See in allen erdenklichen Grün-, Türkis- und Blautönen schimmert. Weiße Felsen, die fast senkrecht ins Meer stürzen, und Olivenhaine, die bis ans Meer reichen. Schmucke Dörfer, alte Burgen, Badestrände: Zákinthos und seine Nachbarinseln sind wie für den Urlaub geschaffen. Schöne Städtchen laden zum Bummeln ein, kurvenreiche Straßen zu ausgedehnten Inselerkundungen. Zwei Nationalparks warten auf Besucher, alte Klöster dämmern vor sich hin, Weingüter bitten zu Verkostungen - und fast jeden Tag scheint im Sommer die Sonne.

Zwischen dem Süden Albaniens und dem Norwesten des Peloponnes liegt auf etwa 240 km Länge eine Kette von zwölf bewohnten Inseln dicht vor der Westküste Griechenlands. Othoní im Norden von Korfu ist Italien am nächsten, Zákinthos bildet den südlichen Abschluss der Reihe. Léfkas trennen nur wenige Kilometer vom griechischen Festland, seiner Ostküste sind zudem viele kleine Inseln vorgelagert; Itháki schmiegt sich an den Norden von Kefalloniá an. Die so entstandenen Meerengen erinnern mit grünen Ufern und den Bergen ringsum an liebliche oberitalienische Seen. Zum offenen Meer hin fallen die Inseln hingegen meist mit imposanten Steilküsten ab, vor denen auf Léfkas, Kefalloniá und Zákinthos feinsandige Strände angespült wurden. Im Inselinnern bilden Bergstöcke, die zu den höchsten der griechischen Inselwelt gehören, eindrucksvolle Landschaften.

Anders als viele Ägäische Inseln sind die Ionischen Inseln relativ grün. Weite Teile werden von uralten Olivenwäldern und -hainen bedeckt. Immer wieder ragen aus diesem in der Sonne silbrig glänzenden Blätterwald dunkle, schlanke Zypressen empor, die dem Auf und Ab der Hügel ein Flair gelassener Heiterkeit verleihen. Stellenweise sind dichte Pinien- und Kiefernwälder zu finden - und weit oben am Énos auf Kefalloniá gibt es sogar einen Tannenwald, der zum Nationalpark erklärt wurde. Kein Wunder, dass die Vielfalt dieser Landschaft viele Urlauber zum Wandern verlockt. Manche wollen tiefer in die überraschende Welt abseits der Strände vordringen: Für sie gibt es insbesondere auf Kefalloniá schöne Tropfsteinhöhlen und vor allem auf Zákinthos eine Vielzahl von Meeresgrotten. Die meisten Feriengäste kommen freilich, um die Strände und das angenehm warme Meer zu genießen. Es gibt kilometerlange Bänder feinsten Sands wie an der Bucht von Laganás auf Zákinthos oder auf der Palíki-Halbinsel von Kefalloniá, aber auch Kies- und Kieselsteinstrände, über die bei bewegter See donnernd die Brandung rollt. Viele Strände werden von Pinienwäldern oder Olivenhainen umrahmt. Auch Segler, Surfer, Taucher und Fans anderer Wassersportarten finden auf jeder der Inseln ihren Lieblingsstrand.

Korfu (ausführliche Informationen finden Sie im Marco Polo Band "Korfu") ist die wirtschaftlich stärkste und bevölkerungsreichste Ionische Insel (103000 Ew.), aber nicht die einzige touristisch gut erschlossene. Auch Léfkas und Zákinthos werden im Sommer stärker vom Fremdenverkehr als vom ursprünglichen Inselleben geprägt. Auf Kefalloniá und Itháki hingegen spielt der Tourismus nur eine Nebenrolle. Auf beiden Inseln ist die Viehzucht wichtig, auf Kefalloniá, Léfkas und Zákinthos auch der Anbau von Wein und Oliven. Fischer gibt es zwar überall, doch können sie mit ihrem Fang nicht einmal den Bedarf der Einheimischen decken.

Ausgrabungen von überregionaler Bedeutung gibt es nicht - wegen ihrer Randlage waren die Ionischen Inseln in der Antike keine wesentlichen Schauplätze. Im Mittelalter gehörten sie erst wie das übrige Hellas zu Byzanz, dann zu Venedig. Den Venezianern haben es die Ionischen Inseln zu verdanken, dass sie mit Ausnahme des festlandsnahen Léfkas nie unter türkische Herrschaft gerieten - anders als das übrige Griechenland, das bis zu 450 Jahre lang dem Sultan untertan war. So gibt es hier keine türkisch-orientalischen Einflüsse; nirgends stehen Moscheen oder Minarette. Statt hölzerner Erker sind Arkadengänge und vielgeschossige Mietshäuser typische Elemente der ionischen Architektur. Der Volksmusik fehlt die orientalische Fremdheit der ägäischen Klänge - und selbst in der bildenden Kunst sind die Ionischen Inseln eigene Wege gegangen. Während das übrige Griechenland im 16 Jh. mit Ausnahme des ebenfalls venezianischen Kreta unter osmanischer Herrschaft stand, richteten sich die Künstler auf den Ionischen Inseln am Geschmack Italiens aus, gingen dort in die Lehre und arbeiteten in italienischen Werkstätten. Als im 17. Jh. auch Kreta türkisch wurde, zogen viele kretische Künstler auf die Ionischen Inseln und gerieten so unter westlichen Einfluss: Es entstand der Kunststil der Ionischen Schule. Den besten Überblick darüber bekommen Sie im Zákinthos-Museum.

Neben Venedig hat aber auch England dazu beigetragen, dass sich die Ionischen Inseln vom übrigen Hellas unterscheiden. Napoleon hatte Venedig 1797 besiegt und noch im gleichen Jahr die Inseln unter französische Herrschaft gestellt. In den nächsten Jahren waren sie wechselnden Herren - Frankreich, Russland und England - untertan, bis sie 1815 auf dem Wiener Kongress als "Republik der sieben Inseln" zum britischen Protektorat deklariert wurden. In den 49 Jahren, in denen das Vereinigte Königreich mittels eines Lord Hochkommissars die Inseln mehr als Kolonie denn als Schutzgebiet behandelte, entstand die Grundlage für das gute Straßennetz des Archipels und für die moderne Trinkwasserversorgung der Städte. Trotz aller fremden Einflüsse sind die Ionischen Inseln ein echtes Stück Griechenland. Die Insulaner hatten sich immer wieder gegen die ausländischen Herren erhoben, unterstützten die übrigen Griechen trotz britischen Verbots 1821-29 in ihrem Freiheitskampf gegen die Türken und drängten anschließend auf einen Anschluss ihrer Inseln an das freie Hellas. 1864 war es dann so weit: Korfu und die anderen Ionischen Inseln wurden mit dem Mutterland vereint.

In beliebten Badeorten lässt sich typisch griechisches Leben heutzutage im Sommer nicht mehr überall finden. Sie sind internationalisiert, werden im August von Italienern und in den übrigen Sommermonaten von Niederländern, Briten und Deutschen beherrscht. Traditionelleren Charakter haben da schon die Städte - und vor allem die Dörfer im Inselinnern.

Wenn Sie im Dorf zunächst in einem der Kaffeehäuser an der Platía Platz nehmen, sind Sie nach einer Stunde schon kein Fremder mehr, da die meisten Bewohner viele Male am Tag zum Dorfplatz kommen. Danach verläuft der Bummel durch den Ort ganz anders, man gehört schon fast dazu. Vom Kaffeehaus aus lässt sich zudem der dörfliche Lebensrhythmus am besten beobachten. Man erblickt Bauern und Bäuerinnen, die mit Esel oder Maultier auf ihr Feld ziehen, sieht Kinder in Schuluniformen, vernimmt durchreisende Roma unüberhörbar ihre Waren durch den krächzenden Lautsprecher auf ihrem Kleintransporter anpreisen, hört alte Männer diskutieren und kann beobachten, wie sie Távli (eine Art Backgammon), Karten oder Dame spielen.

Zum Kennenlernen des noch nicht vom Tourismus geprägten Griechenlands gehören aber auch ein Spaziergang durch die Olivenhaine und eine Mußestunde an einem Fischerhafen. Wer dann vom Griechenland-Bazillus erfasst worden ist, kann erwägen, einmal aufs Hotel zu verzichten und eine Nacht in einem stillen Bergdorf zu verbringen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

einem hellen Streifen Sand tief unterhalb der kreideweißen Steilküste. Sein Bild ziert viele Poster, mit denen die griechische Fremdenverkehrszentrale wirbt. Verschiedene andere hervorragende Strä…
Zu den Schätzen des Museums gehören die marmornen Skulpturen, die die Giebelfelder des Zeus-Tempels schmückten, und die zwölf Metopen von den Stirnseiten des Tempels. Die Metopen zeigen die zwölf…
Die meisten archäologischen Stätten Griechenlands zeugen entweder vom Leben in der Antike oder in den ersten Jahrhunderten nach der Zeitenwende. In Nikópolis ist das anders: Da sieht man die Ü…
Am Fallschirm übers Wasser gleiten, an Traumstränden baden, Salsa bis zum Umfallen tanzen – das und noch viel mehr lockt Sie vielleicht auf die Insel Léfkas. Fährkosten fallen nicht an, eine…
Kein Sport-Event ist älter als die Olympischen Spiele. Es ist schon ein tolles Gefühl, da zu stehen, wo alles begann: in Olympia. Fast 1200 Jahre lang trafen sich hier die Athleten alle vier Jahre…
Religiöser Mittelpunkt des Heiligtums war der Zeus-Tempel im Zentrum der Ausgrabungen. Sein Unterbau demonstriert ebenso wie die vielen herumliegenden, mächtigen Säulentrommeln seine einstige Gr…
Kióni gilt vielen als schönster Ort der Insel. Das Dorf umschließt das innere Ende einer Bucht und ist von Olivenbäumen und Zypressen umgeben. Hier können Sie auch Motorboote mieten und damit sch…
Das Dörfchen Ássos (100 Ew.) liegt am inneren Ende einer windgeschützten, gern von Seglern besuchten Bucht. Im Osten wird sie von terrassierten Hängen und im Westen von einer Landzunge begrenzt,…
Das schönste (und teuerste) Dorf der Insel mit seiner geschwungenen Uferlinie an einer kleinen Bucht gegenüber von Itháki war vom Erdbeben 1953 kaum betroffen. Die alten, gut gepflegten Häuser am…
Der Besuch der Tropfsteinhöhle ist nach 12 Uhr wegen des dann besseren Sonneneinfalls ein besonderes Erlebnis. Die Höhle wird zu einem guten Teil von einem kleinen See ausgefüllt, den man auf einem…
Ein Traumstrand, der 1 km lang und 100 m breit ist sowie Grobsand, Kies und Kieselsteine bietet. Häufig gibt es hier eine Brandung wie an der Nordsee. Am völlig unverbauten Strand steht nur eine…
Auf der Palíki-Halbinsel gibt es viele wenig besuchte Strände. Rötlicher Sand erstreckt sich vor niedriger, weißer Kliffküste entlang der gesamten Südküste der Halbinsel von Lepéda bis Kounó…
Das Dorf auf dem lang gestreckten Hügelzug oberhalb der Inselhauptstadt ist ein ideales Ziel für den späten Nachmittag und frühen Abend. Zunächst können Sie die weitläufige venezianische…
Kerí ist ein vom Tourismus unberührtes, schönes Bergdorf (550 Ew.) mit urigen kafenía, die auch Gemischtwarenläden sind. Die Kirche Panagía tis Keriótissas besitzt einen eindrucksvollen…
Ein Plakat mit dem Foto dieses Strands gehört zur Griechenlandwerbung überall auf der Welt. Der nur von See her zugängliche Sand-Kiesstrand säumt eine ruhige Bucht tief unterhalb einer hohen…

MARCO POLO Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Zákinthos, Itháki, Kefalloniá, Léfkas
MARCO POLO Reiseführer Zákinthos, Itháki, Kefalloniá, Léfkas
12,99 €

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Zákinthos wird im Sommerhalbjahr von mehreren Flughäfen in den deutschsprachigen Ländern angeflogen. Nach Préveza/Léfkas und nach Kefalloniá starten nur einige wenige Charterflüge. Per Linie sind Zákinthos, Kefalloniá und Léfkas ganzjährig via Athen zu erreichen. Taxis stehen an allen Flughäfen in ausreichender Anzahl bereit, Flughafenbusse gibt es nicht. Nach Itháki kommt man nur per Schiff, am besten ab Pátras oder Kefalloniá.

Preisgünstig, weil staatlich subventioniert sind Flüge mit den Turbo-Props der kretischen Fluggesellschaft Sky Express (www.skyexpress.gr) von Préveza nach Kefalloniá (50 Euro) und Zákinthos (55 Euro) sowie zwischen Kefalloniá und Zákinthos (55 Euro). Da die Maschinen in niedriger Höhe fliegen, sind diese Flüge auch für Tagesausflügler sehr empfehlenswert! Auch Kíthira vor der Südküste des Peloponnes, das historisch zu den Ionischen Inseln zählt, und Korfu, die Hauptinsel des Archipels, sind mit diesen Maschinen von Zákinthos, Kefalloniá und Préveza aus zu erreichen.

Ferry

Autofähren verbinden Igoumenítsa auf dem Festland (für Léfkas) und Pátras auf dem Peloponnes (für die übrigen Inseln) ganzjährig mit den italienischen Häfen Ancona, Brindisi und Bari. Von Brindisi fährt außerdem im Juli und August etwa jeden dritten Tag eine Autofähre nach Kefalloniá. Info: Endeavor Lines | Tel. 2109405222 | www.endeavorlines.com

Auskunft

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

- Holzgraben 31 | 60313 Frankfurt/M. | Tel. 069 2365613 | www.visitgreece.com

- Opernring 8 | 1015 Wien | Tel. 01 51253178 | grect@vienna.at

Auto

Für die Einreise mit dem eigenen PKW genügen der nationale Führer- und der KFZ-Schein; eine internationale grüne Versicherungskarte wird empfohlen. Auf den Inseln ist das Tankstellennetz dicht. Das Anlegen von Sicherheitsgurten ist für Fahrer und Beifahrer vorgeschrieben. Zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Städten 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Promillegrenze 0,5, für Motorradfahrer 0,1.Parken im Parkverbot ist teuer: 80 Euro kostet der Spaß. Auch andere Verkehrssünden werden in Griechenland mit sehr viel höheren Bußgeldern belegt als z. B. in Deutschland.

Busse

Linienbusse verkehren auf allen Ionischen Inseln. Die Fahrpreise sind niedrig. Fahrkarten verkauft der Schaffner im Bus. Fahrplankopien sind meist an den Busbahnhöfen der jeweiligen Inseln erhältlich. Die Fahrpläne wechseln je nach Saison mehrmals jährlich. Samstags und sonntags verkehren die Busse meist seltener als an Werktagen.

Camping

Wildes Zelten ist verboten, an einsamen Stränden aber üblich. Auf vielen Inseln sind offizielle Campingplätze vorhanden, die meist nur zwischen Mai und September geöffnet haben.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Odós Karaolí ke Dimitríou 3 | Athen | Tel. 2107285111 | www.griechenland.diplo.de

Österreichische Botschaft

Leofóros Vas. Sofías 4 | Athen | Tel. 2107257270 | www.bmaa.gv.at

Schweizer Botschaft

Odós Jassíou 2 | Athen | Tel. 2107230364 | www.eda.admin.ch

Einreise

Zur Einreise genügt ein gültiger Personalausweis. Kinder bis zu 12 Jahren benötigen einen Kinderpass, Kinder zwischen 12 und 16 Jahren können mit Kinderpass oder Personalausweis oder Reisepass einreisen.

Eintrittspreise

Ermäßigungen erhalten Senioren über 65 Jahren aus EU-Ländern. Freier Eintritt wird Kindern, Jugendlichen sowie Studenten aus EU-Ländern gewährt.

Von November bis März ist der Eintritt in Museen und ähnliche Einrichtungen für alle Besucher jeweils am ersten Sonntag des Monats frei. Weitere eintrittsfreie Tage sind der jeweils erste Sonntag im April, Mai und Oktober, der 6. März, das letzte Wochenende im September, alle gesetzlichen Feiertage sowie der Internationale Tag des Denkmals im April, der Internationale Museumstag im Mai, der Internationale Umwelttag im Juni und der Welt-Tourismus-Tag im September.

Erdbeben

Leichtere Erdbeben kommen immer wieder vor und sind kein Grund zur Panik. Im Fall von Erderschütterungen sollten Sie unter einem Türsturz, einem Tisch oder Bett Zuflucht suchen. Ist das Beben vorbei, sollten Sie sich ins Freie begeben, dafür aber auf keinen Fall den Fahrstuhl benutzen. Von Mauern und Blumentöpfen, die herabstürzen könnten, ist Abstand zu halten. Danach orientieren Sie sich am besten am Verhalten der Einheimischen.

Fähren

Von Killíni auf dem Peloponnes, das von Patras schnell zu erreichen ist, fahren Fähren nach Zákinthos, nach Póros/Kefalloniá und Pisoaétos/Itháki. Ganzjährige Verbindungen gibt es auch zwischen Vassilikí/Léfkas, Fiskárdo/Kefalloniá und Fríkes/Itháki. Von Ástakos auf dem Festland verkehren Fähren nach Pisoaétos/Itháki und Sámi/Kefalloniá. www.ionionpelagos.com | www.kefalon ianlines.com

FKK

Völlig nackt baden sollten Sie nur an einsamen Stränden. Oben ohne wird aber überall akzeptiert, auch an Hotelpools.

Geld & Preise

Bargeld können Sie mit EC-Karte oder mit Kreditkarte an vielen Automaten ziehen. Oft erhebt Ihre heimische Bank dafür eine Mindestgebühr unabhängig von der Höhe der Abhebung, sodass es meist günstiger ist, einen größeren Betrag auf einmal statt mehrmals kleinere Beträge abzuheben. Reiseschecks lösen alle Banken und Postämter ein. Öffnungszeiten der Banken Mo-Do 8-14 Uhr, Fr 8-13.30 Uhr

Das Preisniveau entspricht ungefähr dem deutschen. Hotelzimmer und öffentliche Verkehrsmittel sind billiger, Benzin und Lebensmittel teurer.

Gesundheit

Eine medizinische Grundversorgung ist auf allen größeren Inseln gewährleistet. Die Ärzte sind gut ausgebildet, es mangelt jedoch an apparativen Hilfen. Bei ernsthaften Verletzungen oder Erkrankungen empfiehlt sich daher die Heimreise, deren Kosten durch eine Versicherung gedeckt sein sollten.

Zwischen Deutschland bzw. Österreich und Griechenland besteht ein Sozialversicherungsabkommen. Mit der von der eigenen gesetzlichen Krankenkasse ausgestellten Europäischen Krankenversicherungskarte kann man sich bei den Vertragsärzten der griechischen Krankenkasse IKA theoretisch kostenlos behandeln lassen. In der Praxis zahlt man die Arztrechnung jedoch bar - gut also, wenn man eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat!

Apotheken gibt es in den größeren Inselorten; auf kleineren Inseln hält der Arzt Medikamente für den Notfall bereit.

Internet & WLAN

Viele Hotels und Cafés bieten Gästen mit eigenem Laptop, iPhone oder Smartphone kostenlosen WLAN-Zugang an. Gebührenpflichtige Internetterminals stehen in einigen Reisebüros. Internetcafés werden überwiegend von jungen Einheimischen für Computerspiele genutzt.

WLAN ist in Griechenland ein ungebräuchliches Wort, hier sagt man Hotspot oder Wi-Fi (gesprochen: Wai-Fai, Betonung auf der letzten Silbe).

Klima & Reisezeit

Die Ionischen Inseln eignen sich nur im Sommerhalbjahr als Urlaubsziel. Da sie fast alle sehr stark vom Tourismus abhängen, sind zwischen Mitte Oktober und April viele Geschäfte, Restaurants und Hotels außerhalb der Inselhauptstädte geschlossen, wirken die Inseln in dieser Zeit geisterhaft leer. Die Verkehrsverbindungen sind stark eingeschränkt, und das Wetter kann durch Stürme und Regenfälle auch äußerst ungemütlich werden.

Mietfahrzeuge

Auf nahezu allen Ionischen Inseln werden Mopeds, Motorräder und Autos vermietet. Mopeds und Motorräder sind allerdings häufig in einem schlechten Zustand; ungeübte Fahrer verursachen viele Unfälle. Mietwagen werden von zahlreichen Unternehmen angeboten. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein, der nationale Führerschein genügt. Kleinwagen (z. B. Opel Corsa) kosten inklusive Steuern, Vollkasko und allen gefahrenen Kilometern ab etwa 25 Euro pro Tag. Achtung: Schäden an den Reifen und an der Unterseite des Autos sind meistens nicht mitversichert!

Notruf

Tel. 112 - Polizei, Feuerwehr, Erste Hilfe, Krankenwagen (landesweit, gebührenfrei, hier wird englisch gesprochen, oft auch deutsch.)

Öffnungszeiten

Geschäfte für den touristischen Bedarf sind täglich von etwa 10 bis 22 Uhr geöffnet, Supermärkte meist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr. Viele nichttouristische Geschäfte bleiben montag- und mittwochnachmittags geschlossen. Die meisten Restaurants haben in der Saison täglich geöffnet; Diskotheken öffnen meist erst gegen 23 oder 24 Uhr.

Die in diesem Reiseführer angegebenen Öffnungszeiten unterliegen häufigen Änderungen.

Post

Postämter gibt es in allen Städten und auf fast allen Inseln; sie sind meistens montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr geöffnet.

Rauchen

Das Rauchen ist in allen geschlossenen öffentlichen Räumen untersagt. Abseits der Städte und Touristenzentren werden die Vorschriften allerdings nicht überall sehr ernst genommen. Die Zigarettenpreise sind etwas günstiger als in Deutschland, Tabak und Zigarettenpapier für Selbstdreher sind weit verbreitet.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre eigene Schrift, die von keinem anderen Volk der Erde geschrieben wird. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung ist fürs Verstandenwerden äußerst wichtig. Betont wird immer der Vokal, der den Akzent trägt. Schwierigkeiten macht die Transkription griechischer in lateinische Buchstaben.

Die im Kartenteil dieses Reiseführers verwendete Umschrift entspricht einer offiziellen UN-Vereinbarung, wird auf den Inseln aber fast nie benutzt. Der Textteil orientiert sich an der richtigen Aussprache und den vor Ort üblichen Scheibweisen, die jedoch auch oft uneinheitlich sind. So kann es durchaus vorkommen, dass ein und derselbe Ortsname im Ort und in seiner Umgebung in drei oder vier verschiedenen Versionen auftaucht. Da ist dann ein wenig Pfadfindergeist gefragt.

Strom

220 Volt Wechselstrom. Es werden die gebräuchlichen Zweipunktsteckdosen benutzt.

Taxi

Taxis sind auf allen Inseln reichlich vorhanden. Nur in den größeren Städten wie Zákinthos-Stadt sind sie mit Taxametern ausgerüstet. In allen anderen Fällen wird das Taxi als agoréon bezeichnet, dessen Fahrer den Preis nach Kilometern berechnet. Eine Entfernungs- und Preistabelle muss in jedem agoréon ausliegen.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern außer Notrufnummern sind zehnstellig. Ortsnetzkennzahlen gibt es nicht. Handynummern erkennt man an der Sechs als erster Ziffer.

Telefonsäulen mit Kartentelefonen stehen zahlreich in allen Städten, Dörfern und an Landstraßen. Sie werden fast ausnahmslos von der Telefongesellschaft OTE/Cosmote betrieben, die in allen Städten Büros unterhält. Telefonkarten erhalten Sie aber auch an Kiosken und in Supermärkten.

Handys werden in Griechenland sehr viel genutzt, die Flächenabdeckung ist gut. Beim Kauf einer griechischen SIM-Karte, durch die Sie eine eigene griechische Telefonnummer erhalten, ist die Vorlage des Personalausweises notwendig. Sie sind meist bereits ab ca. 5 Euro zu haben und bleiben nach der letzten Nutzung ein Jahr lang gültig. Anbieter sind außer Cosmote u. a. auch Vodafone und Wind.

Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041. Die Vorwahl für Griechenland ist 0030.

Toiletten

Außerhalb der Hotels bieten Toiletten immer wieder Überraschungen. Manchmal sind sie piekfein und mit modernen italienischen Sanitäranlagen eingerichtet, dann wieder nur im Notfall zu gebrauchen. Grundsätzlich dürfen Sie auch in guten Hotels das benutzte Toilettenpapier nicht ins Becken werfen, sondern müssen es in einem bereitstehenden Eimer entsorgen. Begründet wird das manchmal mit zu engen Rohren oder mit Verstopfungsgefahr für die Sickergruben.

Touren

In größeren Urlaubsorten und Hotels werden vor allem auf Zákinthos organisierte Ausflüge per Bus und Boot angeboten. Bustouren finden in der Regel in Begleitung einheimischer, staatlich lizenzierter Fremdenführer statt. Auf Zákinthos stehen auch Bootsausflüge mit Bustransfer vom Hotel zum Hafen und zurück auf dem Programm.

Trinkgeld

10-15 Prozent wie bei uns; Beträge unter 50 Cent sind beleidigend. Zimmermädchen gibt man 1 Euro pro Zimmer und Tag; im Taxi rundet man den Fahrpreis um mindestens 50 Cent auf.

Trinkwasser

Wasser aus dem Hahn kann überall getrunken werden, ist aber oft stark gechlort. Mineralwasser ohne Kohlensäure (metallikó neró) ist auch auf Fähren, in Restaurants und Cafés zu Preisen erhältlich, die kaum über denen im Supermarkt liegen.

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zeitungen & Radio

Internationale Zeitungen und Zeitschriften sind in allen Urlaubszentren mit ein, zwei Tagen Verspätung erhältlich. Über das Geschehen in Griechenland informiert die deutschsprachige, immer mittwochs erscheinende "Griechenland-Zeitung" (www.griechenland.net).

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Privatreisende alle Waren für den persönlichen Verbrauch ohne Zoll- und Einfuhrbeschränkungen ein- und ausführen, u. a. bis zu 800 Zigaretten, 90 l Wein und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten geringere Freimengen, z. B. 2 l Wein und 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten.

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

Februar/März

Rosenmontag (28. Feb. 2017)

25. März

Nationalfeiertag

April

Karfreitag (14. April 2017)

April/Mai

Ostern (16./17. April 2017)

1. Mai

Tag der Arbeit

21. Mai

Nationalfeiertag der Ionischen Inseln

Mai/Juni

Pfingsten (4./5. Juni 2017)

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen

Februar/März

Faschingssonntag: Karnevalsumzüge in allen Inselhauptstädten. Am schönsten in Zákinthos-Stadt

April-Juni

Karfreitag: Morgens wird in allen Kirchen das symbolische Grab Christi mit Blumen geschmückt. Abends Prozession in allen Orten

Ostersamstag: Ostermesse ab 23 Uhr, zu der fast alle Griechen gehen. Kurz vor Mitternacht erlöschen in den Kirchen die Lichter. Gegen 24 Uhr verkündet der Priester die Auferstehung Christi. Die Kirchenbesucher entzünden mitgebrachte Kerzen. Die Jugend veranstaltet ein lautstarkes Feuerwerk.

Ostersonntag: Überall drehen sich Lämmer und Zicklein am Spieß. Nach dem Mittagsmahl wird im familiären Rahmen gefeiert.

Ostermontag: Großes Kirchweihfest in Kerí auf Zákinthos

Nationalfeiertag: Der Tag der Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland wird mit Feiern in allen Inselhauptstädten begangen. 21. Mai

Pfingstmontag: Kirchweihfest in Macherádo auf Zákinthos

Juli-September

Kultursommer in Argostóli auf Kefalloniá und in den Dörfern der Umgebung mit Theateraufführungen, Konzerten aller Art und Folkloredarbietungen. Anfang Juli-25. August

Kirchweihfest in Nidrí auf Léfkas. 7. Juli

An einem Sonntag Weinfest in Ágios Ilías auf Léfkas. Zweite Julihälfte

Kirchweihfest in Exógi im Norden von Itháki mit Musik und Tanz. 17. Juli

Kirchweihfest in Kióni auf Itháki mit Musik, Tanz und vielen Lämmern am Spieß. 20. Juli

Kirchweihfest in Pigadákia auf Zákinthos. 27. Juli

An einem Abend im August wird im Bergdorf Kariá auf Léfkas eine traditionelle lefkadische Hochzeit nachgestellt und anschließend kräftig wie in alten Tagen auf dem Dorfplatz gefeiert. Anfang August

Großes Kirchweihfest im Stavrós auf Itháki. 5./6. August

Das größte Kirchweihfest des Sommers wird in vielen Dörfern gefeiert, z. B. in Vassilikí auf Léfkas und in Lixoúri auf Kefalloniá. 15. August

Einwöchiges Internationales Folklorefestival mit Teilnehmern aus über zwanzig Ländern auf Léfkas. Zweite Augusthälfte

Großes, auch von vielen Festlandsgriechen besuchtes Fest des Inselheiligen in Zákinthos-Stadt. Ab etwa 19 Uhr feierliche Prozession mit Feuerwerk, danach Volksfest auf den Straßen und in den Tavernen. 24. August

Am Abend des 6. September Gottesdienst und Kirchweihfest am Kloster Katharón auf Itháki, am nächsten Morgen Ikonenprozession mit Orchesterbegleitung. 6./7. September

Bloss nicht

Drauflos fotografieren

Viele Griechen lassen sich gern fotografieren, hassen aber Urlauber, die sich wie Großwildjäger aufführen. Bevor Sie auf den Auslöser drücken, sollten Sie daher mit einem Lächeln das Einverständnis des Objekts einholen.

Übervorteilt werden

Wenn Sie sich übervorteilt fühlen, verlangen Sie für die gekaufte Ware oder Dienstleistung eine Rechnung und drohen Sie ruhig damit, zur Touristenpolizei zu gehen. Hat Ihr Gegenpart ein schlechtes Gewissen, wird er es meistens nicht darauf ankommen lassen.

Sich vom Fischpreis überraschen lassen

Frischer Fisch ist in Restaurants und Tavernen außerordentlich teuer. Er wird meist nach Gewicht verkauft. Sie sollten sich den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen dabei sein, um unangenehme Überraschungen beim Bezahlen zu vermeiden.

Den Asphalt verlassen

Wer mit dem Mietwagen den Asphalt verlässt, muss Schäden selbst bezahlen. Reifenschäden sind meist unversichert, selbst wenn man auf dem Asphalt bleibt.

Zu viel Haut zeigen

Am Strand und in den Badeorten sind Griechen nackter Haut gegenüber äußerst tolerant geworden. In Kirchen und Klöstern aber werden immer noch bedeckte Knie erwartet.

Nach Konkurrenten fragen

Griechen sind recht ehrlich. Aber fragen Sie nie in einer Taverne nach einer anderen! Man wird Ihnen erzählen, es gebe sie nicht, der Wirt sei gestorben oder die Polizei habe sie geschlossen.

Altes oder Antikes mitnehmen

Antiquitäten, alte Webarbeiten und Stickereien sowie alte Ikonen dürfen nur mit besonderer Genehmigung ausgeführt werden. Wer an antiken Stätten Steine aufhebt oder gar selbst zu graben beginnt, macht sich strafbar.

"Handmade" falsch verstehen

Die im Souvenirhandel erhältlichen Ikonen sind oft als "Handmade" ausgewiesen. Dabei handelt es sich aber meist nur um einen per Hand gearbeiteten Siebdruck und nicht um eine wirklich mit der Hand gemalte Ikone.

In Sandalen wandern

Auch auf kleinen Wanderungen sollten Sie keine Sandalen, sondern mindestens Turnschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig. Außerdem gibt es (auch giftige) Schlangen. Sie sind zwar selten und scheu, aber man weiß nie. Lange Hosen schützen vor Dornen.

Bücher & Filme

Odyssee

Das über 2700 Jahre alte Epos des Homer gibt es in zahlreichen deutschsprachigen Ausgaben, sowohl in Vers- als auch in Prosaform. Erschienen ist die Irrfahrt des Odysseus auch als 423 Minuten langes Hörbuch auf 6 CDs. Und auch mehrfach verfilmt wurde die Odyssee: von Franco Rossi mit Bekim Fehmiu und Irene Papas (1968, 3 DVDs), von Mario Camerini mit Kirk Douglas und Silvana Mangano (1954, 2 DVDs) und als TV-Serie mit Armand Assante und Greta Scacchi (1997, DVD)

Eine ganz gewöhnliche Ehe - Odysseus und Penelope

Sehr locker und aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt die Altphilologin Inge Merkel die Geschichte in Romanform

Corellis Mandoline

Der Beststellerroman (1994) von Louis de Bernières wurde auch verfilmt: 2001 von John Madden mit Nicolas Cage und Penelope Cruz. Der Roman spielt auf Kefalloniá während des Zweiten Weltkriegs

Werke

Seit 2001 liegt nahezu das gesamte Werk des aus Zákinthos stammenden Dichters und Lyrikers Dionýsios Solomós (1798-1857) auf 304 Seiten in deutscher Übersetzung vor. Von ihm stammt auch der Text der griechischen Nationalhymne

7-16 °C
3 h/Tag
16 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:25 Uhr

Anreise

1d 3h 4min
1d 13h 5min
5h 31min
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

MARCO POLO Produkte

MARCO POLO Reiseführer Zákinthos, Itháki, Kefalloniá, Léfkas
MARCO POLO Reiseführer Zákinthos, Itháki, Kefalloniá, Léfkas
12,99 €