© Igor Tichonow/shutterstock

Seychellen

Check-in

Finis coronat opus: „Das Ende krönt das Werk“, so steht es auf dem Staatswappen der Seychellen. Und tatsächlich – es scheint, als wäre ganz zum Schluss der göttlichen Schöpfung ein Masterpiece entstanden: die 115 Inseln des seychellischen Archipels, jede einzelne wie ein Mosaikstein im Meer, jede einzelne ein Kunstwerk aus Sand, Granit und Palmen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Mit einer Fläche von 154 km2 ist Mahé mit Abstand die größte Insel der Seychellen– und auch die am dichtesten bevölkerte. Ihre Länge beträgt in Nordsüdrichtung 27 km, ihre größte Breite…
Hier schlägt das Herz der Hauptstadt, und hier tummelt sich das Inselvolk, lautstark, fröhlich und bunt! Der Eingangsbereich ist das Mekka der lautstarken Fischhändler, gefolgt von Obst- und Gemü…
Auf den Spuren der seychellischen Geschichte wandelt es sich am besten auf dem Gelände der wiederbelebten Rumdestillerie. Hier wird nicht nur der kultige Takamaka-Rum produziert, sondern auch die…
Vom Fährpier aus sind es nur ein paar Meter in südlicher Richtung bis zu einer Farm, die der Deutsche Herbert Mittermayerin den 1970er-Jahren kaufte und in der er zeitweise 350 Arbeiter beschä…
Auf den an Attraktionen ohnehin nicht armen Seychellen stellt der Jardin du Roi („Garten des Königs“) eine kleine Besonderheit dar. Vier sehr gut ausgeschilderteTrails führen durch die von…
Ganz unten im Süden von Mahé liegt die Anse Intendance, vielleicht eine der schönsten Buchten der Erde. Der knapp einen Kilometer lange Strand wird von imposanten Granitfelsen eingerahmt, davor…
Ohne Zweifel ist die von dichter Vegetation gesäumte Anse Lazio im Norden von Praslin der schönste Strand der Insel. Das hat sich inzwischen herumgesprochen, und deshalb ist der Strand auch meist…
Kleine Flugzeuge verkehren täglich einmal in den nordöstlichen Zipfel des seychellischen Archipels. Nach 30 Minuten endet der Flug auf der Île aux Vaches, der „Seekuhinsel“, wie Bird Island fr…
Ein Nature Trail genanntes Netz von Wanderwegen durchzieht das Tal. Die ausgeschilderten Pfade dürfen nicht verlassen werden. Kurz hinter dem Eingang sieht man eine Gruppe von Coco-de-Mer-Palmen, mit…
Grün ohne Grenzen, und das wahrsten Sinne des Wortes, denn das Gebiet um die höchste Erhebung der Seychellen – den Morne Seychellois (905 m) – kennt keinen offiziellen Eingang oder gar…
Die Bucht mit dem größten Wow- Effekt! Obwohl – eigentlich ist es gar keine einzige Bucht, sondern es sind viele kleine Strandabschnitte, die sich zwischen den wohl berühmtesten Granitfelsen des…

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Entdecke die Seychellen

Zauberhaftes aus Sand und Stein

Die Seychellen haben etwas Magisches an sich, nicht zuletzt deswegen, weil ihre Entstehungsgeschichte ein wenig geheimnisvoll klingt. Der Urkontinent Gondwana, der einst Afrika, Asien und Europa umfasste, soll der Vater des Archipels sein: Als er vor Millionen Jahren zerbrach und die einzelnen Kontinente ihre neuen Positionen suchten, entstanden dabei mehr oder weniger als Abfallprodukte die Seychellen. Zeuge dieser ungewöhnlichen Inselgeburt sind die sogenannten „Inneren Inseln“ – insgesamt 32, darunter Mahé, Praslin und La Digue mit den benachbarten Eilanden. Aber sind die nicht bekannt wegen ihrer zauberhaften Sandstrände? Ja, gewiss, und dennoch sind sie nicht auf Sand gebaut. Sie sind nämlich die Gipfel des Mahé-Plateaus, was nichts weiter ist als ein Gebirge unter Wasser. Seine höchste Erhebung ist zugleich der höchste Berg der Seychellen, der mit seinen 905 m (über dem Meeresspiegel) Mahé überragt. Viel weiter draußen beißt man aber nicht mehr auf Granit. Dort schlängelt sich ein Basaltmassiv durch die Meerestiefen, auf dessen Rücken es sich die sehr kleinen „Äußeren Inseln“ bequem gemacht haben. Platt wie Pfannkuchen liegen sie mit ihren Puderzuckerstränden nur wenige Meter über dem Wasserspiegel. Sie und ihre großen Schwestern ergeben zusammengenommen eine Landmasse von knapp 500 km² – verschwindend gering im Verhältnis zu den ca. 430 000 km² Hoheitsgewässer, die sie umgeben. Damit ist das seychellische Staatsgebiet deutlich größer als das von Deutschland (357 000 km²)!

Buntes Paradies auf Erden

Die Seychellen treiben es bunt: Das selbstverständliche Blau des Meeres und des Himmels, zig unterschiedliche Schattierungen von Grün, dazwischen jede Menge knallige Blüten, Obst in leuchtenden Farben und prächtig schillernde Fische! Genau diese Kombination war es, die bereits 1609 die Gerüchteküche anheizte – der irdische Garten Eden war endlich gefunden: Zwei Schiffe der englischen East India Company ankerten vor der damals noch als „Sieben Brüder“ bzw. „Sieben Schwestern“ bekannten Inselgruppe, und ihre Besatzungen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Seemann John Jordain soll die erste authentische Beschreibung der Seychellen geliefert haben und schwärmte vom „tatsächlichen Paradies auf Erden“. Dieses Image hält sich hartnäckig und sorgt heute für boomenden Tourismus und steigende Besucherzahlen.

Vielfarbiges Inselvölkchen

Es waren dann schließlich die Franzosen, die Profit mit den Inseln machen wollten. Also schickten sie ungefähr ein Dutzend französische Siedler los, die von Mauritius aus zusammen mit ihren afrikanischen Sklaven – darunter eine einzige Frau! – in See stachen, um die Sache aufzuklären. Sie landeten am 27. August 1770 auf der Hauptinsel Mahé. Genauer gesagt, landeten sie vor Mahé im heutigen Wasserschutzgebiet und Nationalpark Sainte Anne und bauten auf der gleichnamigen kleinen Insel ihre erste Plantage. Diese Siedlung wurde die Wiege der seychellischen Nation, die mittlerweile 93 000 Seselwa (frz. Seychellois) zählt, wie die Bewohner der Seychellen in der Landessprache heißen. Unter ihnen herrscht ein buntes Durcheinander, was die Hautfarbe anbelangt. Von Ebenholzschwarz bis Kakaobraun, von Karamell bis Elfenbein. Und ja, es gibt sie tatsächlich: komplett weißhäutige Seselwa, die Nachfahren der sogenannten Grand Blancs, der „Großen Weißen“, wie die mächtigen französischen Plantagenbesitzer genannt werden, die einst auf den Seychellen das Sagen hatten. Sie machten sich natürlich nicht ihre Hände schmutzig, dafür hatten sie ihre Sklaven aus Mozambique, Madagaskar und Guinea. Später kamen noch Arbeiter und Händler aus Indien und China dazu: Ein kreolisches Vielvölkervolk war geboren, das heute für die einzigartige Multikulti-Atmosphäre und den ganz eigenen Charme der Seychellen sorgt.

Leben am Meer

Auf den Seychellen dreht sich das gesamte Leben rund ums Meer – egal, ob es nun am, unter oder auf dem Wasser stattfindet. Strände sind mehr als nur perfekte Badeparadiese, sie sind an den Werktagen Landeplatz für Fischerboote, Umschlagplatz für frisches Meeresgetier, Sport- und Pausenplatz für Schulkinder. Alles in allem: ein buntes tropisches Treiben! Doch es geht auch anders: hier eine einsame Bucht, da ein fast menschenleerer Strand. Entdecker spielen zahlt sich aus! Wer mit dem Leihwagen über Mahé oder Praslin gondelt, wer mit dem Drahtesel auf La Digue nicht nur mit den Touristenmassen mitradelt, findet idyllische Fleckchen zum Schwimmen und Sonnenbaden, zum Strandwandern und Schnorcheln. Etwas tiefer eintauchen gewünscht? Aber gerne doch: Die faszinierende Unterwasserwelt bietet den Liebhabern des Tauchsports Meeresschildkröten, Mantarochen oder gar Walhaie.

Gut zu wissen

Anreise

Egal, welche Insel man auf den Seychellen ansteuert – man landet zunächst auf der Hauptinsel Mahé: Ab Frankfurt/M. geht mit Condor ein Nonstop- Flug (Dauer ca. 9,5 Std.) bis zu zweimal wöchentlich nach Mahé; Preis ca. 700 Euro (Normalsaison) bis 1100 Euro (in den Weihnachts- bzw. Osterferien). Eine Direktflugmöglichkeit ab Zürich bietet die Schweizer Fluglinie Edelweiss. Außerdem gibt es Verbindungen mit Zwischenstopp, die von British Airways, Emirates, Etihad und Turkish Airlines angeboten werden. Von der jeweiligen Fluglinie ist es abhängig, ob bei einem Weiterflug nach Praslin das Gepäck direkt durchgebucht werden kann.

Auskunft vor Ort

Das seychellische Fremdenverkehrsamt Seychelles Tourism Board STB (seychelles.travel | seychellestourismboard.travel) ist auf den drei Hauptinseln zu den Hauptgeschäftszeiten Mo– Fr 8–16 Uhr ansprechbar:

– Victoria: Tourist Information Office | Independence House | Tel. 4 61 08 80

– Praslin: Tourist Information Office | Île de Palme Airport (Ankunftshalle) | Tel. 4 23 33 46

– La Digue: Tourist Information Office | La Passe | Tel. 4 23 43 93

Weitere Informationen gibt es bei den wichtigsten Reiseveranstaltern vor Ort:

- Mason’s Travel (Revolution Ave. | Victoria | Mahé | Tel. 4 28 88 88 | masonstravel.com)

- Creole Holiday (Orion Building | Palm St. | Victoria | Mahé | Tel. 4 29 70 00 | creoletravelservices.com)

- 7° South (Kingsgate House | Independence Ave. | Victoria | Mahé | Tel. 4 29 28 00 | 7south.net)

Geld & Währung

Die einheimische Währung ist die seychellische Rupie (SCR); 1 Euro = ca. 15 SCR (Online-Währungsrechner: oanda.com). Mit Rupien als Bargeld zahlt man vor allem in den kleinen Inderläden und an den Takeaway-Ständen. Kreditkarten werden von größeren Supermärkten, Souvenirshops und Restaurants akzeptiert. Geldwechsel geht gleich bei der Ankunft am Flughafen oder bei Banken, wo auch Geldautomaten (ATM) vorhanden sind. In größeren Hotels oder bei Reiseveranstaltern bzw. Touranbietern vor Ort werden oft die Preise in Euro angegeben. Als Faustregel gilt: Wo etwas in Euro angeboten wird, kann auch in Euro bezahlt werden.

Diplomatische Vertretungen

– Deutsches Honorarkonsulat: Kerstin Henri (Honorarkonsulin) | c/o Centre of Environment, Education and Nature | Roche Caiman | Tel. 4 60 11 00 | Mobil 2 71 02 61 | victoria@hk-diplo.de

– Honorarkonsulat der Republik Österreich: Glacis | Mahé | Tel. 4 26 10 20 oder 2 51 41 11; zuständig sonst die Botschaft in Nairobi (Kenia): Tel: +254 (0)20 31 90 76

– Konsulat der Schweiz | MG Building | Providence Estate | Mahé | Tel. 4 37 42 78 oder 2 51 11 04 | victoria@honrep.ch | swissconsul@seychelles.sc

Einreisebestimmung & Zoll

Benötigt wird ein Reisepass, der mindestens bis zum Tag der Abreise gültig ist und genügend Platz (zwei leere Seiten) für amtliche Sichtvermerke hat. Vorzulegen sind außerdem nach der Ankunft am Flughafen (Immigrationsschalter) ein Ticket für den Rückbzw. Weiterflug sowie eine ausgefüllte Einreisekarte, auf der zwingend die Adresse der ersten Unterkunft anzugeben ist. Anhand dieser Einreisekarte wird ein Touristenvisum per Stempel im Reisepass für die Dauer des Aufenthalts erteilt, das aber auf bis zu drei Monate verlängert werden kann; hierzu muss jedoch das Immigration Office in Victoria (Mahé | Independence House | Tel. 4 29 36 36) aufgesucht werden. An die Einreisekarte angehängt findet sich die Zollerklärung, die ausgefüllt nach dem Empfang des Gepäcks abgegeben werden muss. Pro Person darf man 2 Liter Spirituosen, 2 Liter Wein und 200 Zigaretten ins Land bringen. Achtung: Es ist streng verboten, Pflanzen, Samen, frische tierische Erzeugnisse sowie Obst und Gemüse einzuführen, es drohen empfindliche Strafen. Erlaubt ist es hingegen, eingeschweißte bzw. abgepackte Lebensmittel mitzubringen. Bei der Rückreise in EU-Staaten dürfen pro Person zollfrei eingeführt werden: u. a. 1 Liter Spirituosen über 22 Volumenprozent, 2 Liter alkoholische Getränke unter 22 Volumenprozent, 200 Zigaretten. Für eine Coco-de-Mer- Nuss benötigst du offizielle Ausfuhrpapiere der Seychellen. Streng verboten ist alles, was unter die Artenschutzbestimmungen fällt (insbesondere Korallen, Muscheln, Produkte aus Schildpatt etc.). Weitere Infos: zoll.de

Sicherheit

Der kleine Inselstaat ist ein relativ sicheres Reiseland; auch nachts kann man sich bedenkenlos außerhalb der Unterkunft bewegen. Einsame Strände solltest du dann allerdings meiden.

Gesundheit

Die gute Nachricht vorweg: Wer aus Europa auf die Seychellen einreist, benötigt keine Pflichtimpfungen. Eine Anreise über Zentralafrika (z.B. mit Ethiopian Airlines über Äthiopien) macht jedoch – je nachdem, wie lang der Zwischenstopp dauert – eine Gelbfieberimpfung notwendig. Generelle Empfehlung: Den Status der üblichen Impfungen (Polio, Hepatitis etc.) rechtzeitig vorher prüfen lassen und Impfausweis mitführen. So ist für den Fall der Fälle sichergestellt, dass entsprechender Schutz besteht und nicht nachgeimpft werden muss.

Die ärztliche Versorgung auf den Seychellen ist gut, aber nicht sehr gut und bei schwierigen Fällen nicht immer mit europäischen Standards vergleichbar. Daher empfiehlt sich vor Reiseantritt der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Kleinere Blessuren lassen sich in den clinics (Lazarette in den größeren Buchten) kurieren, schwierigere Fälle werden ins Victoria Hospital (Mont Fleuri | Tel. 4 37 12 22) verlagert. Ausländer müssen ihre Behandlungen vor Ort bar bezahlen.

Moskitos können vor allem in den Morgen- und Abendstunden nerven. Bisweilen treibt auch die Asiatische Tigermücke ihr Unwesen, die das heftige Denguefieber auslösen kann. Die schwirrenden Plagegeister lassen sich aber mit einem wirksamen Mückenspray (z. B. Antibrumm, No Bite) in Schach halten. Vor allem auf Mahé herrscht eine Invasion des Prozessionsspinners, bei den Einheimischen auch als hairy caterpillar oder senir plim bekannt. Die über den Wind verbreiteten Härchen dieser Raupe, die vor allem in Mango- und Terrassenbäumen nisten, können zu heftigem Hautausschlag mit juckenden Pusteln führen. Dagegen helfen ein Antihistaminikum und Hydrocortisonsalbe in der Reiseapotheke. In schlimmen Fällen können Fieber, Schüttelfrost und Atemnot auftreten. Die clinics in den größeren Buchten können in Notfällen mit Kortisonspritzen weiterhelfen.

Internet & WLAN

Mittlerweile verfügen so gut wie alle Hotels und Guesthouses über recht guten Internetzugang. Einige Restaurants und Bistros werben sogar mit Free WiFi. Internetcafés sind mittlerweile fast ausgestorben. Wer es Wi- Fi-unabhängig mag, kann sich bereits bei Ankunft am Flughafen oder bei den Filialen von Airtel oder Cable&Wireless entweder SIM-Karten oder Sticks mit ordentlich Datenvolumen besorgen.

Klima & Reisezeit

Auch vor den Seychellen macht der Klimawandel nicht halt. Daher wird eine Empfehlung für die beste Reisezeit immer schwieriger. Grundsätzlich gilt aber: Die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt ca. 28 Grad, nachts ca. 25 Grad. In den Monaten April/Mai und Oktober/November wechseln die Winde, was zu einer tendenziell stabileren Wetterlage mit verhältnismäßig wenig Regen führt, was aber nicht heißt, dass es nicht auch mal ordentlich schütten kann. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit herrscht in der sogenannten klassischen Regenzeit (Dez.–Feb.). Trockener ist es in den Monaten des vann-swet (Südostmonsun), d.h. meist Mitte Mai bis Mitte Oktober. Dann ist es kühler, d.h. weniger tropisch schwül und insgesamt angenehmer, aber dafür auch deutlich windiger, mit der Neigung zu stärkerem Wellengang und Seegras-Anschwemmungen an den Stränden. An der Gesamtniederschlagsmenge gemessen ist es zwar tendenziell trockener als in den Zeiten des Nordwestmonsuns (Mitte Oktober bis Mitte Mai), doch länger anhaltende, nervige (Niesel-) Regenschauer und graue, bewölkte Tage sind keine Seltenheit. Generell gilt: Auf den Seychellen gibt es keine Sonnenscheingarantie, und schon gar nicht für 365 Tage im Jahr!

Mietwagen

Sowohl auf Mahé als auch auf Praslin gibt es zahlreiche Autoverleiher (car hire). Einen Mietwagen sollte man sich aber nur nehmen, wenn man sich zutraut, auf den z. T. sehr engen und schlecht ausgebauten Straßen den Linksverkehr zu meistern. Voraussetzung: Du bist 21 Jahre alt und kannst einen Führerschein vorlegen. Bisweilen fragen die Vermieter, ob man mindestens eine dreijährige Fahrpraxis hat. Manche drohen saftige Geldstrafen an, wenn zu viel Sand vom Strand im Auto landet. Die Preise variieren je nach Ausleihdauer zwischen 35 und 50 Euro pro Tag. Wer direkt im Hotel einen Wagen anmietet, muss meist deutlich mehr hinblättern. Achtung: Es gibt nur wenige Tankstellen, daher rechtzeitig ans Nachtanken denken!

Notruf

Allgemeiner Notruf für Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr: Tel. 999

Polizeidurchwahl Mahé, Hauptquartier Victoria: Tel. 4 28 80 00

Mahé Victoria Hospital: Tel. 4 38 80 00

Praslin Hospital: Tel. 4 23 23 33

La Digue Hospital: Tel. 4 23 42 55

Strom

Adapter Typ G

Die Seychellen haben eine Stromspannung von 240 V und das britische Steckdosensystem. Auf jeden Fall den entsprechenden Adapter mitbringen. Es empfiehlt sich auch, ein Ersatzladekabel fürs Handy mitzuführen. Luftfeuchtigkeit, Insekten und/oder Strandsand haben schon so manche Steckverbindung ruinert.

Telefonieren

Die internationale Vorwahl für die Seychellen ist 00248. Vorwahl nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Zeit

+ 3 Stunden Zeitverschiebung

Während der Sommerzeit in Europa nur + 2 Stunden

Bus

Das wichtigste Fortbewegungsmittel auf den Inseln Mahé und Praslin sind die Busse – allesamt blau, Marke Tata (Indien). Busfahrten sind ein echtes Abenteuer. Eine Fahrt ohne Umsteigen, egal wohin, egal wie lange, kostet 7 SCR (ca. 0,50 Euro). Das kann man für eine preiswerte Inselrundfahrt nutzen: Einfach mal in einem der meist überfüllten blauen Tata- Busse über Montplaisir oder nach La Gogue durchs Landesinnere gondeln! Wilde Ananas, Riesenbambus, Schirmakazien säumen die engen Bergstraßen.

In der Regel sind über den Frontscheiben Displays mit dem Endfahrziel angegeben. Bushaltestellen erkennt man daran, dass auf dem Asphalt Bus Stop aufgeschrieben ist und es manchmal einen Unterstand am Straßenrand gibt. Fahrpläne sucht man allerdings vergebens. Wer Abfahrzeiten wissen will, fragt am besten die Einheimischen oder im Guesthouse bzw. Hotel. Ein Fahrplan (schedule) findet sich auch auf der Website der Seychelles People Transport Corporation (sptc.sc) – inwieweit der aber gerade gültig ist bzw. eingehalten wird, steht in den Sternen.

Taxi

Taxifahren auf den Seychellen ist teuer. Seit Jahren wird über die Einführung von Taxametern gestritten, getan hat sich bisher nichts, daher vorher unbedingt nach den Fahrtkosten fragen! Meist wird ein Fantasiepreis angegeben, aber zum Handeln besteht wenig Chance. Im Zweifel versuchen, einen Nachlass von 100 SCR zu bekommen, bzw. den nächsten Taxifahrer um Auskunft bitten, was in der Regel aber auch nicht viel bringt, da Preisabsprachen gang und gäbe sind. Auf Mahé kostet die Fahrt vom Flughafen in den Süden ca. 700 SCR, nach Beau Vallon ca. 450 SCR. Auf Praslin kostet die Fahrt von der Grand‘ Anse an den Fähranleger (jetty) ca. 350 SCR. Wer sich einen privaten Taxifahrer für eine ganztägige Erkundungstour auf Mahé buchen möchte, muss mit 80– 100 Euro (pro Person!) rechnen.

Fahrrad

Auf La Digue ist das Hauptfortbewegungsmittel das Fahrrad. Bereits am Fähranleger kommen eifrige Fahrradverleiher auf die Tagestouristen zu, um ihnen ihre Drahtesel zu vermieten. Kosten pro Tag: 150 SCR. Bitte keine Hightech-Bikes erwarten! Die Räder sind allesamt in eher bemitleidenswertem Zustand, z.T. ohne Gangschaltung und schwerfällig. Fahrradschlösser gibt es nicht, dafür meist einen Korb auf dem Gepäckträger. Für alle Fälle nach der Telefonnummer des Verleihers fragen, falls unterwegs eine Panne (Platten, Kettenriss) passiert; man wird dann fix abgeholt.

Island Hopping

Von Insel zu Insel geht es – abhängig vom jeweiligen Ziel – entweder übers Wasser oder durch die Luft. Mit der Fähre Cat Cocos (catcocos.com) geht es nach Praslin (Preis hin und zurück pro Person 110 Euro), mit der Cat Roses nach La Digue (30 Euro). Silhouette wird mit dem hoteleigenen Boot angesteuert. Mit dem Flugzeug startet man am Domestic Airport: Air Seychelles fliegt nach Praslin, Bird und Denis; die Maschinen der IDC (Island Developping Company) steuern Alphonse und Desroches an. Mit dem Helikopter gelangt man nach North und Frégate.

Fotografieren

Die Seychellen sind die ideale Fotolocation, allerdings gibt es einiges zu beachten: Die klimatischen Bedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit, Salzgehalt in der Luft) erfordern sorgsameren Umgang mit der Ausrüstung. Es empfiehlt sich, Ersatz an Ladekabeln oder Chips dabeizuhaben. Technisches Fingerspitzengefühl ist bei Aufnahmen in der gleißenden Äquatorsonne vonnöten. Beste Lichtverhältnisse gibt es in den Vor- bzw. Nachmittagsstunden. Ein Wort noch zum Thema Drohnen: Immer mehr Hotels gehen dazu über, ihr Areal zu drohnenfreien Zonen zu erklären. Hier bitte unbedingt vorher abklären, ob Drohnenaufnahmen erlaubt sind.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1./2. Januar

New Year (Neujahr)

März/April

Karfreitag

1. Mai

Labour Day (Tag der Arbeit)

Juni

Fronleichnam

18. Juni

National Day (Nationalfeiertag)

29. Juni

Independence Day (Unabhängigkeitstag)

15. August

Assumption (Mariä Himmelfahrt)

1. November

All Saints (Allerheiligen)

8. Dezember

Immaculate Conception (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Christmas Day (Weihnachten)

31. Dezember

New Year’s Eve (Silvester)

Veranstaltungen

März/April

An Karfreitag und Ostersonntag bzw. -montag werden Prozessionen und Osternächte veranstaltet. Eine der eindrucksvollsten Karfreitagsprozessionen auf Mahé schraubt sich jährlich das steile Bergsträßchen Anse Louis Road von der Anse Boileau zum Kirchlein La Salette hinauf

August

Auf La Digue findet das Festival Lafet Ladig statt

An Mariä Himmelfahrt (15.8.) steht die gesamte Insel Mahé kopf! Auf eine eindrucksvolle Prozession folgt Party mit Nonstop-Musik, Tanz und Jahrmarkttreiben

September

Segelregatta Round Table vor Beau Vallon (Mahé) am letzten Wochenende des Monats. Treffpunkt für alle VIPs der Seychellen. Gäste können an der Uferpromenade bei Musik und kulinarischen Köstlichkeiten mitfeiern

Oktober

India Day (1. Wochenende im Okt.) rund um den Hindutempel Arul Mihu Navasakthi Vinayagar in Victoria (Mahé) – auf dem großen Parkplatz vorm Stadion gibt es einen indischen Jahrmarkt mit viel Bollywood-Atmosphäre

Festival Kreol (letzte Oktoberwoche); kreolische Kultur aus aller Welt ist zu Gast auf den Seychellen. Gefeiert wird überall und in jeder Form – von Straßenumzügen und Tanzvorführungen über Gastroshows in Restaurants bis zu Fachvorträgen über die kreolische Sprache im lenstiti kreol (Kreolisches Institut, Anse aux Pins, Mahé).

Karnaval Seselwa (letztes Oktoberwochenende), parallel zum Festival Kreol; Helau und Alaaf auf den Seychellen mit einem farbenprächtigen Faschingsumzug, an dem regelmäßig auch deutsche Karnevalsvereine teilnehmen.

Bloss nicht!

Die Regenzeit unterschätzen

Oft heißt es: Regenzeit. Das kann bedeuten: ein, zwei heftige, aber kurze Schauer pro Tag. Kann, muss es aber nicht! In den Hauptmonaten der Regenzeit (Jan./Feb.) ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Wetter auch mehrere Tage hintereinander nass und grau ist.

Badeverbot missachten

Rote Fahnen oder Schilder stehen nicht umsonst am Strand! Hier ist – auch wenn auf den ersten Blick alles ruhig erscheint – mit tückischen Strömungen und plötzlichen Wellen zu rechnen, die beim Baden lebensgefährlich sein können!

Souvenirs vom Meer mitnehmen

Ein absolutes No Go! Muscheln, Korallen, Sand & Co. gehören ins Meer bzw. an den Strand und nicht in den Koffer! Und bei der Rückkehr nach Hause gibt‘s beim Zoll richtig Ärger ...

Diebe anlocken

Die Seychellen sind ein recht sicheres Reiseziel, aber auch hier gilt: Gelegenheit macht Diebe, vor allem am Strand. Keine Wertsachen aufs Badehandtuch, keine Handys oder Kameras sichtbar im Auto liegen lassen, und die Terrassentüren in der Unterkunft nicht offen lassen, vor allem dann nicht, wenn ein fettes Portemonnaie gut sichtbar herumliegt …

Ohne Fahrpraxis in den Linksverkehr

Klingt banal, aber die Straßen auf Mahé und Praslin sind eng, unübersichtlich und fallen oft steil an den Küsten ab. Leitplanken? Fehlanzeige! Vor allem Fahrten in der Nacht und an den Wochenenden haben es in sich. Kaum Beleuchtung und viel Verkehr, dazu der teilweise rustikale Fahrstil von Bussen und (mitunter angeheiterten) Autofahrern sind eine echte Belastung und fordern starke Nerven.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Seychellen - Sehnsucht nach dem Paradies

Reiseimpressionen von Reinhold Krämer, die in Etappen über die Inseln führen und durch praktische Tipps abgerundet werden. Interessant: der kritische Blick hinter die Kulissen bzw. darauf, was das Paradies der Seychellen gefährdet (2017).

Ein ganzes Jahr Seychellen

Autorin Heike Mallad beschreibt in 12 Kapiteln/Monaten den Jahreskreis auf den Seychellen in tagebuchähnlicher Form – gewürzt mit viel Humor (2018).

So schmecken die Seychellen

Kulinarischer Reiseführer, in dem sich die wichtigsten Rezepte der kreolischen Küche wiederfinden und einheimische Obst- und Gemüsesorten, Gewürze und Fische in Wort und Bild porträtiert werden (2018).

Filme

Goodbye Emanuelle

Der auf La Digue gedrehte Erotikstreifen (Teil 3 der „Emanuelle“-Serie) wird im Lexikon des internationalen Films als „unendlich langweiliger Sexfilm über langweilige reiche Leute, die sich langweilen“ abgewatscht (1977).

25-28 °C
7 h/Tag
27 °C

Fakten

Einwohner 95.843
Fläche 459 km²
Sprache Französisch
Währung Seychellen-Rupie
Strom 240 V, 50 Hz
Regierungssystem Präsidiale Republik
Hauptstadt Victoria
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 03:00 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MESZ)

Anreise

9h 20min
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