Kos

Überblick

Willkommen auf Kos!

In der Ägäis wehen die Winde meist aus nördlichen Richtungen. Deswegen leiten Flugzeuge ihren Landeanflug auf Höhe der Schwammtaucherinsel Kálimnos mit einer weitgezogenen Kurve ein, die sie vorbei an der Vulkaninsel Níssiros zum Flughafen führt. Aus der Vogelperspektive offenbart sich Kos als längliche Insel. Sie ist 50 km lang und dabei maximal 10 km breit. Da steht kein Haus und kein Hotel weit vom Meer entfernt. Und das wird, wie aus der Luft schon deutlich erkennbar, von kilometerlangen Stränden gesäumt.

Gelassenheit ist eine Grundeigenschaft der meisten Koer, Hektik ist ihnen fremd. Das zeigt sich in den Cafés, wo sie laut Statistik 94 Minuten bei einer einzigen Tasse Kaffee verbringen, und in den Tavernen, wo sie ganze Abende lang ausgiebig tafeln. Auch der Urlauber bemerkt schnell das angenehme Gefühl, als Stammgast behandelt zu werden, wenn er ein zweites Mal kommt. Dabei geht es den Wirten weniger um ihre Umsatzsteigerung, sondern viel mehr um die Wertschätzung, die sie dadurch erfahren: Sie müssen gut sein, wenn ein Gast zum zweiten Mal kommt. Die eigene Ehre, das filótimo, ist den meisten Hellenen nämlich noch immer eins der höchsten Güter. Darum geziemt es sich auch nicht, an anderen Kritik zu üben. Nichts Positives über jemanden zu sagen, ist Urteil genug.

Überraschend grün und vielfältig ist die koische Natur. Das 846 m hohe, zur Südküste hin unzugänglich steil abfallende Díkeos-Gebirge vermittelt lediglich einen Hauch der wilden Bergwelt, die das Festland oder Kreta dominiert. Am Salzsee von Tigáki sind nach niederschlagsreichen Wintern noch bis weit ins Frühjahr hinein Hunderte von Flamingos zu Gast. In den kleinräumigen Erosionstälern in der Inselmitte dürfen Feldblumen und wilde Artischocken ungestört blühen. Und auf der grünen Kéfalos-Halbinsel finden Schafe jede Menge Platz zum Weiden. Urlauber können hier stundenlang wandern und begegnen dabei lediglich ein paar Bauern oder Hirten. Die Landschaft ist nahezu baumlos und lässt den Blick weit über das Land schweifen.

Bilder

Bildergalerie starten

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ansicht:
Alle Sehenswürdigkeiten Alle Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten Alle Restaurants Alle Aktivitäten

Beliebte Regionen in Kos

Sortierung:

Reisezeit Kos

Hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit, viele Hotels und Restaurants geschlossen
Januar
mäßig
15°C
Hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit, viele Hotels und Restaurants geschlossen
Februar
mäßig
16°C
März
mäßig
17°C
April
gut
21°C
Mai
gut
25°C
Juni
sehr gut
30°C
Juli
sehr gut
32°C
August
sehr gut
33°C
September
sehr gut
29°C
Oktober
gut
25°C
November
gut
21°C
Hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit, viele Hotels und Restaurants geschlossen
Dezember
mäßig
17°C
MARCO POLO Reiseführer
MARCO POLO Reiseführer Kos
MARCO POLO Reiseführer Kos
14,00 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich

Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Sonntag / 25.10.2020
Vormittags
-
Nachmittags
-
Abends
21 °C
Sonntag / 25.10.2020
Vormittags
23 °C
Nachmittags
24 °C
Abends
20 °C
Montag / 26.10.2020
Vormittags
21 °C
Nachmittags
22 °C
Abends
19 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

2d 2h 8min
3h
Frankfurt am Main
Kos
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Entdecke Kos

Industrie gibt es überhaupt nicht, die Landwirtschaft beschränkt sich auf Getreide, Wein, Oliven, Kühe und Schafe. Kos lebt fast total vom Tourismus. Der erhielt im letzten Jahrzehnt dreimal Dämpfer. Erst schuf nach 2009 die Wirtschaftskrise ein schlechtes Griechenland-Image. 2015/16 hat die unfaire Berichterstattung über die Flüchtlingskrise Kos viele Urlauber gekostet. Im Hochsommer 2017 sorgte dann auch noch ein schweres Erdbeben für negative Schlagzeilen. Inzwischen aber ist Kos wieder eine der Topdestinationen des Landes.

Fahrradfreundliche Insel

Kos hat aber auch besonders viel für seine Gäste getan. So wird auf Kos seit Jahren das Fahrradfahren gefördert. Da sich fast alle Urlaubsorte und Strandhotels in der flachen Küstenebene an der Nordküste befinden, bereitet das Radfahren kaum Mühe. Breite Radwege und wenig befahrene Straßen verlaufen parallel zum Meer und machen das Fahrrad zum idealen Verkehrsmittel. Da können auch Kinder und alle, die sonst eher selten in den Sattel steigen, problemlos mitradeln und bekommen viel für alle Sinne geboten. Mal durchschneiden die Wege Getreidefelder, die schon im Mai abgeerntet werden und danach als Kuhweiden oder zum Melonenanbau dienen, dann wieder führen sie an niedrigen Dünen entlang, die zu spontanen Badestopps einladen. Und immer wieder entdeckt man schattige Baumgruppen direkt am Meer, die sich für eine kurze Rast anbieten. Viele Tavernen am Wegesrand haben Fahrradständer installiert – so fahrradfreundlich wie Kos ist kein anderes griechisches Urlaubsgebiet. Nur für Wanderer bringen die Koer noch immer wenig Verständnis auf. Dass jemand freiwillig zu Fuß geht, will ihnen nicht in den Kopf. Markierte und gepflegte Wanderwege bleiben deshalb die Ausnahme.

Preiswert unterwegs

Vorbildlich ist auch das Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Stadtbuslinien verbinden die Strandhotels der Umgebung bis spät in den Abend hinein mit der Metropole, Fernbuslinien die Stadt mit Dörfern und Stränden. Da bleibt auch mobil, wer wenig Geld ausgeben oder ökologisch korrekt reisen will. Für die Busse gibt es – was in Griechenland sonst fast nirgends üblich ist – Fahrplankopien zum Mitnehmen. Innerhalb des Stadtgebiets sind die Haltestellen nummeriert. So muss man sich keine komplizierten Namen merken und kann ganz entspannt und mit mediterraner Gelassenheit in den Bus steigen.

Sigá, sigá - immer schön langsam

Gelassenheit ist eine Grundeigenschaft der meisten Koer, Hektik ist ihnen fremd. Das zeigt sich in den Cafés, wo sie laut Statistik 94 Minuten bei einer einzigen Tasse Kaffee verbringen, und in den Tavernen, wo sie ganze Abende lang ausgiebig tafeln. Von Kneipe zu Kneipe oder von Tapasbar zu Tapasbar zu ziehen, käme Griechen nie in den Sinn. Das würde ja die Gespräche mit Freunden behindern – und um die geht es Griechen vor allem, wenn sie ausgehen.

Tolle Natur

Überraschend grün und vielfältig ist die koische Natur. Das 846 m hohe, zur Südküste hin unzugänglich steil abfallende Díkeos-Gebirge vermittelt einen Hauch der wilden Bergwelt, die das Festland oder Kreta dominiert. Am Salzsee von Tigáki sind nach niederschlagsreichen Wintern noch bis weit ins Frühjahr hinein Hunderte von Flamingos zu Gast. In den kleinräumigen Erosionstälern in der Inselmitte dürfen Feldblumen und wilde Artischocken ungestört blühen. Auf der Kéfalos-Halbinsel kannst du stundenlang wandern und begegnest dabei nur ein paar Bauern oder Hirten. Die Gegend ist nahezu baumlos und lässt den Blick weit über das Land schweifen, sodass sich hier trotz der mangelhaften Beschilderung niemand verläuft. Einsamer wird es auf Kos nur noch zwischen Mitte Oktober und Anfang Mai, wenn kaum mehr Urlauber auf der Insel sind. Betriebe, die nur vom Tourismus leben, bleiben dann geschlossen, und viele Koer gehen selbst auf Reisen.

Beste Medizin

Aus Kéfalos im ruhigen Inselwesten stammt der berühmteste Sohn der Insel: Hippokrates. Er wurde vor fast 2500 Jahren geboren und gilt als „Vater der Medizin“. Auf Kos gründete er eine Ärzteschule, die fast 1000 Jahre lang Bestand hatte. Er betrachtete Krankheiten nicht mehr als von den Göttern gesandt, sondern forschte nach ihren Ursachen. Er bezog die Götter geschickt in seine Therapien mit ein: Er interpretierte die Träume seiner Patienten als göttliche Ratschläge. Seine Lehre war so erfolgreich, dass ihm zu Ehren das Asklípion errichtet wurde und Kos sich zu einem der größten Kurzentren der Antike entwickelte. Dieses Asklípion ist heute die wichtigste archäologische Stätte der Insel. Selbst wer nur wegen Sonne und Meer hierher reist, sollte sich die einzigartige Mischung aus Tempelanlage und Krankenhaus in zudem aussichtsreicher Lage nicht entgehen lassen.

Gut zu wissen

Anreise

In jedem Sommermonat fliegen allein aus Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa 800 Urlauberjets direkt nach Kos (kgs-airport.gr). Im Winter kommt man nur über Athen mit Olympic/Aegean (aegeanair.com) oder Sky Express (skyexpress.gr) hin. Taxis stehen nach Ankunft bereit (Fahrt in die Stadt ca. 35 Euro | 25 Min.). Flughafenbusse (3,20 Euro | 50 Min. | ktelkos.gr) fahren in die Stadt, nach Mastichári, Kardámena und Kéfalos. Falls du vor dem Rückflug noch Zeit hast, kannst du im l Caférestaurant Airport direkt gegenüber vom Flughafen warten. Die Anzeigetafeln flimmern auch hier auf den Bildschirmen. Im Sommer verkehren täglich Fähren zwischen Kos und Piräus, im Winter nur einmal wöchentlich (Fahrzeit 8– 12 ½ Std. | gtp.gr).

Auskunft vor Ort

Eine funktionierende Touristinformation gibt es auf Kos zurzeit nicht. Veranstaltungen werden durch Plakatierung bekannt gemacht.

Banken & Geld

Landeswährung ist der Euro. Geldautomaten sind zahlreich. Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden von fast allen Hotels, Restaurants, Reisebüros, Autovermietungen, Tankstellen und Geschäften akzeptiert. Banken Mo–Do 8–14, Fr 8–13.30 Uhr

Diplomatische Vertretungen

Auf Kos gibt es keine Konsulate. Ansprechpartner sind deshalb die Botschaften der Länder in Athen.

Deutsche Botschaft

Odós Karaolí ke Dimitríou 3 | Athen | Tel. 21 07 28 51 11 | athen.diplo.de

Österreichische Botschaft

Leofóros Vasilíssis Sofías 4 | Athen | Tel. 21 07 25 72 70 | bmeia.gv.at/athen

Schweizer Botschaft

Odós Iassiou 2 | Athen | Tel. 21 07 23 03 64 | eda.admin.ch/athens

Eintrittspreise

archäologischen Stätten haben Kinder und Jugendliche aus EU-Ländern freien Eintritt; auch Studenten mit internationalem Studentenausweis kommen umsonst hinein. Senioren ab 65 Jahre erhalten eine Ermäßigung. Von November bis März ist der Eintritt am ersten Sonntag des Monats für alle frei.

Gesundheit

Apotheken gibt es in allen größeren Inselorten. Notfallbehandlungen sind im Krankenhaus kostenlos. Deutsche und Österreicher können sich bei Kassenärzten mit ihrer von einer gesetzlichen Krankenkasse ausgestellten European Health Card kostenlos behandeln lassen. Die an Trinkgelder gewöhnten griechischen Ärzte behandeln Griechen und Ausländer aber nur ungern als Kassenpatienten. Eine Auslandskrankenversicherung erspart hier Ärger.

Internetzugang & WLAN

Viele Hotels und Cafés bieten ihren Gästen kostenlosen WLAN-Zugang (Wi-Fi) an; Bambusleitungen sind seltener als in manchen deutschen Regionen. Beim Datenroaming unbedingt darauf achten, dass man nicht in ein türkisches Netz eingeloggt ist!

Klima & Reisezeit

Die Saison dauert auf Kos von Mai bis Oktober. In der übrigen Zeit sind viele Hotels und die meisten Restaurants außerhalb der Inselhauptstadt geschlossen. Im Mai ist das Wasser zum Baden meist noch etwas kühl, dafür blüht die Natur dann am schönsten. Im Juli und im August steigt die Quecksilbersäule tagsüber oft auf weit über 30 Grad an und sinkt nachts nur selten unter 20 Grad. Der Herbst bietet den Vorteil angenehm warmer Badetemperaturen, aber den Nachteil einer weitgehend verbrannten Vegetation. Regen fällt in den Monaten Juni bis September kaum; dennoch sollte man für eventuelle Gewitter eine leichte Regenjacke dabei haben. Im Hochsommer wehen oft kräftige, manchmal auch kühle Winde, sodass eine leichte Jacke oder ein leichter Pullover im Gepäck nicht fehlen sollten.

Mietfahrzeuge

Fahrräder, Mopeds, Motorroller, Motorräder und Autos kann man in allen Urlaubsorten in großer Auswahl mieten. Für die Anmietung eines Autos oder eines Motorrads über 125 cm3 benötigst du den nationalen Führerschein der entsprechenden Klasse; der Mieter muss mindestens 21 Jahre alt sein. Auch wenn man ein Auto mit Vollkaskoversicherung mietet, sind Schäden an den Reifen und an der Unterseite des Fahrzeugs meist nicht versichert. Bei jedem noch so kleinen Unfall ist die Polizei zu rufen, da die Versicherung ansonsten nicht zahlt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften beträgt, wenn durch Schilder nicht anders angegeben, 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links, wenn nicht anders ausgeschildert. Auf den Vordersitzen besteht Anschnallpflicht. Die Promillegrenze liegt für Autofahrer bei 0,5, für Motorradfahrer und Lenker von Wohnmobilen bei 0,1. Falsch zu parken kann teuer werden, das Bußgeld dafür beträgt ab 60 Euro aufwärts.

Strom
Adapter Typ C

220 Volt Wechselstrom, die bei uns üblichen Stecker passen meistens.

Taxis

Die Taxis auf Kos sind mit Taxametern ausgerüstet. Man kann sie auf offener Straße anhalten, an Halteplätzen zusteigen oder sie gegen ein Aufgeld von ca. 3 Euro telefonisch rufen lassen. Die Preise sind staatlich festgesetzt und vergleichsweise niedrig (z. B. Flughafen– Stadtzentrum von Kos ca. 35 Euro).

Telefon & Handy

Griechen telefonieren mit dem Handy, Telefonzellen funktionieren meist nicht mehr. Wer eine intakte Telefonzelle gefunden hat, kann an Kiosken Telefonkarten der OTE für 100 Einheiten kaufen. Billiger ist das nicht unbedingt: Roaminggebühren gibt es in der EU nicht mehr, bei vielen Verträgen gilt auch im EU-Ausland die Flatrate (unbedingt checken!). Vor allem im Osten der Insel heißt es aufgepasst: Hier wählt sich das Handy gern in das Netz eines türkischen Anbieters ein, sodass Roaminggebühren fällig werden. Vorwahlen: Deutschland: 0049 | Österreich: 0043 | Schweiz: 0041 | Griechenland: 0030

Trinkgeld

Griechen lassen in Restaurants das Trinkgeld beim Weggehen dezent auf dem Tisch liegen. Beträge unter 50 Cent gelten als beleidigend.

Zeit
+ 1 Stunde Zeitverschiebung

In Griechenland ist es immer eine Stunde später als in Mitteleuropa.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von EU-Bürgern zollfrei einund ausgeführt werden, u. a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein (Auskünfte: zoll.de). Für Schweizer gelten andere Obergrenzen: z. B. 250 Zigaretten, 1 l Spirituosen und 5 l Wein.

Öffentliche Verkehrsmittel

Linienbusse sind die wichtigsten und preiswertesten öffentlichen Verkehrsmittel auf der Insel. Für die längste Strecke (Kos-Stadt–Kéfalos) kostet das Ticket ca. 5 Euro. Aktuelle Busfahrpläne und -preise: ktel-kos.gr. Stadtbusse verkehren in der Inselhauptstadt und verbinden sie mit den Hotelvororten Lambí und Psalídi. Sie fahren auch über Platáni zum Asklípion und über Ágios Fókas nach Embrós Thérme.

Fähren und Bootsausflüge

Auto- und Schnellfähren verbinden die Stadt Kos mit den meisten Inseln des Dodekanes sowie mit dem türkischen Bodrum. Außerdem verkehren eine Autofähre und ein Schnellschiff auf den Strecken Mastichári–Kálimnos und Kardámena–Níssiros. Organisierte Bootsausflüge gibt es nach Níssiros und Kálimnos sowie nach Bodrum.

Ladenöffnungszeiten

Geschäfte für den Bedarf der Einheimischen sind meist Mo–Sa 8.30–14 und Di, Do/Fr 18–21 Uhr geöffnet, Supermärkte Mo–Sa von ca. 8 bis 21 Uhr. In Souvenir- und Schmuckgeschäften kann man im Sommer täglich einkaufen, meist von ca. 9.30 bis 23 Uhr.

Toiletten

Benutztes Toilettenpapier gehört nicht ins Becken, sondern in einen daneben stehenden Eimer oder Papierkorb. Selbst in Luxushotels ist das üblich.

Notfallnummer

Tel. 112 für Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr

Was kostet wie viel?

Kaffee

2 Euro für eine Tasse Mokka

Bier

4 Euro für 0,5 l Bier

Imbiss

2,50 Euro für ein Gýros

Strand

5–8 Euro für zwei Liegestühle

Fahrrad

ab 8 Euro pro Tag

Taxi

1,36 Euro pro Kilometer

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

15. März 2021, 7. März 2022

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

30. April 2021, 22. April 2022

Karfreitag

2./3. Mai 2021, 24./25 April 2022

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

7./8. Juni 2020, 20./21. Juni 2021

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen
Januar

Epiphanias (alle Küstenorte): Der Priester wirft ein Kreuz ins Wasser, Mutige tauchen danach und bringen es ihm zurück. Dann wird gefeiert

März

Rosenmontag (Pláka): Picknick im Wald

April/Mai

Ágios Geórgios (Pýli): Kirchweihfest mit witzigem Pferderennen auf der Hauptstraße

Karfreitag (alle Orte): Abends gegen 21 Uhr feierliche Prozessionen

Ostersamstag (alle Orte): Gegen 23 Uhr geht fast jeder Koer zur Ostermesse

Juni

Ágios Nikítas (Níssiros): Kirchweihfest im Hafenort Mandráki

August

Ippokratía (Kos-Stadt): Kulturfestival mit Veranstaltungen im Odéon und in der Casa Romana

Honigfest (Antimáchia): An einem Sonntag rund um die Museumswindmühle

Weinfest (Evangelístria): Am letzten Samstag des Monats auf dem Kirchplatz

Mariä Entschlafung (Kéfalos): Großes Kirchweihfest mit viel Musik und Tanz am Abend des 14. August

Ágios Ioánnis Pródromos (Kéfalos): Großes Kirchweihfest, bei dem viele Besucher die Nacht vom 28. auf den 29. August feiernd auf dem  großen Hof des einsam gelegenen Klosters verbringen

September

Stavrós (Pýli): Festgottesdienst am Grab des Harmylos am Morgen des 14. September

Oktober

Climbing Festival (Kálimnos): Dreitägiges Fest für Rockclimber auf der Nachbarinsel (climbingfestival.kalymnos-island.gr)

Im Trend

Trendsetter auf Felsen
It's Boulder-Time

Wer an Klettern in Griechenland denkt, dem kommt zunächst Kos' kleine Nachbarinsel Kálimnos in den Sinn. Doch auf Kos selbst befindet sich das wohl jüngste, gleichzeitig aber größte und beste Bouldergebiet des Landes, die Hippocrates Boulders200 m vor dem Hotel Mitsis Norída Beach links abbiegen. Hier wird mit Blick auf das angrenzende Meer geklettert. Die zu bezwingenden kleinen und großen Felsblöcke sind aus Granit und bieten alles von Überhängen bis Durchschlüpfen. Auf ihnen befinden sich 200 Wege, die gut beschildert und verschieden schwierig sind. Das Bouldergebiet wurde hauptsächlich durch Karsten Oelze erschlossen, der bereits mehrere Bücher darüber verfasst hat. Zum Übernachten bietet sich das Hotel Mitsis Norída BeachKardámenawww.mitsishotels.com an, da die Hippocrates Boulders von dort aus in wenigen Minuten erreichbar sind.

Freudenfeste
Dance the Night away

Wenn die Sonne dem Westen der Insel gute Nacht sagt, gibt es im Osten schon lange kein Halten mehr. Allabendlich verwandeln sich Kos-Stadt und die legendäre Barstraße Odós Pléssa in eine einzige Partymeile, angeblich mit der größten Diskodichte Griechenlands! Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang nutzen Gäste und Einheimische die warmen Nächte, um richtig Gas zu geben. Hotspot für Nachtaktive ist die West Barwww.west.gr, gefeiert wird sowohl drinnen als auch an den Tischen und Stühlen an der frischen Luft. Im Kyttaro sorgt Beer Pong für eine Menge Spaß. Es gibt sogar Meisterschaften in der feuchtfröhlichen Tischtennis-Abwandlung. Wahrzeichen der Wild Bull Barwww.wildbullbar.gr ist ein roter Stier an der Wand.Genauso wild feiern hier auch die Gäste, denn früher oder später tanzen alle auf den Tischen.

Fisch & Yoghurt
Gesund soll es sein

Fish-Spas sind auf Kos groß in Mode. Hunderte kleiner Fischlein der Gattung (Saugbarben) schwimmen hier in Aquarien. Für diese Meeresbewohner ist die menschliche Hornhaut eine echte Delikatesse. Bei dieser äußerst natürlichen Form der Fußpflege hält man die Füße – und wahlweise auch die Hände – in eines der Becken. Nach ca. 15 bis 30 Minuten freuen sich die Tiere über gefüllte Bäuche und die Menschen über eine glatte Haut. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, denn die Spas sind meistens zur Straße hin verglast, sodass Passanten wie Patienten sich amüsieren können. Der professionellste Fish Spa der Insel ist der Evexis Fish SpaOdós Apéllou27www.evexis-fishspa.gr in der Inselhauptstadt. Wer die Hände frei hat, löffelt im Fish Spa der Gesundheit wegen gleich noch ein, dass inzwischen fast jeder Eisladen auf der Insel anbietet.

Kaneláda
Vom Traditions- zum Partydrink

Ein Urlaubsmitbringsel ist das Zimtgetränk schon länger. Jetzt hält es, gemischt mit Wasser und Eis, aber auch mit Cola und Hochprozentigem, als Partydrink Einzug in Bars und Kneipen. Ursprünglich stammt das süße Traditionsgetränk von der Nachbarinsel Níssiros, wo es auch heute noch produziert und in Mandráki u.a. im Shop Paradosiakó verkauft wird. Frisch zubereitet wird als Digestif im Restaurant IríniPlatía IlikiomenisKos serviert. Auf Kos finden Feinschmecker die zimtige Mischung in Flaschen abgefüllt auch an den Ständen am Hauptplatz von Zía: Eis und Soda dazu und die griechische Erfrischung genießen!

Bloss nicht!

Dem Kir Royal verfallen

Schmuckhändler geben ihren Kunden gern ein Glas Kir Royal, Whisky, Ouzo oder Sekt aus. Wer sich darauf einlässt, sollte seine Kaufentscheidung vielleicht besser auf einen zweiten Besuch verschieben.

In Sprachfallen tappen

Bitte die Bedienung nie um eine „Serviette“. So etwas brauchen Damen an einigen Tagen im Monat. Was du willst, heißt chartopetsétta! Und denk dran: „Nein“ heißt auf Griechisch óchi. Nee hingegen bedeutet „Ja“.

Bodrum billig buchen

Am Mandráki-Hafen von Kos werden Tagesausflüge in die nahe Türkei inklusive Stadtrundfahrt in Bodrum schon für 10 Euro angeboten. Der Haken dabei: Die knapp zweistündige Stadtrundfahrt führt fast nur zu Teppichhändlern und in Einkaufszentren, wo der Veranstalter hohe Provisionen kassiert.

Fisch blindlings bestellen

Frischer Fisch und Krustentiere sind auf Kos in Restaurants extrem teuer. Sie werden oft nach Gewicht verkauft. Du solltest dir den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen dabei sein, um Überraschungen beim späteren Bezahlen zu vermeiden.

Über Griechenlands Fehler diskutieren

89 Prozent aller Griechen halten ihre Kultur der aller anderen Länder für haushoch überlegen. Da ist es sinnlos, über die eigene Schuld des Landes und die Mitschuld seiner Bürger an der gegenwärtigen Krise diskutieren zu wollen.

Kos verstehen

Ein edler Bäcker

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Spätsommer 2015 wurde der 76-jährige Bäcker Dionísios Arvanitákis auf Kos weltberühmt. Jeden Tag buk er 100 kg Brot und fuhr damit an die Uferpromenade der Stadt, um es kostenlos an Flüchtlinge zu verteilen. Luxemburgs Ministerpräsident lobte ihn als vorbildlichen Europäer, einen europäischen Preis erhielt er auch. Nur zum Vorbild nahmen ihn nicht genug.

Zwei an einem Tisch

Zwei Männer sitzen am Tisch, ein Spielbrett mit zwei winzigen Würfeln und dicken, runden Plastikknöpfen in zwei Farben zwischen sich. Die Köpfe sind gesenkt, alle Muskeln angespannt, Zuschauer sitzen drum herum. Távli heißt das Spiel, die griechische Version des Backgammon. Es gehört genauso zum Leben der meisten Männer und so manch jüngerer griechischer Frau wie der Autoschlüssel und das Handy neben der Kaffeetasse. In fast jedem Café und in vielen Bars kann man das Spiel ausleihen, die Regeln werden gegoogelt.

Zwölf Inseln

Faktenhuber stört’s. Kos gehört zur Inselgruppe des Dodekanes, der Dodekaníssia. Das heißt „zwölf Inseln“. In Wahrheit gehören aber 19 bewohnte Inseln zu diesem Archipel. Der reicht von Kastellórizo im Osten und Kássos im Westen über Rhodos und Kos bis nach Pátmos mit seinen Trabanten Arkí, Agathoníssi und Maráthi. Hauptstadt für den gesamten Regierungsbezirk ist die Stadt Rhodos.

Welt der Wunder

Manchmal könntest du Hilfe gebrauchen? Mach es doch wie viele Koer, schlag bei Bedarf mit der rechten Hand ein Kreuz vor der Brust (obenunten- rechts-links ist die richtige orthodoxe Reihenfolge, Daumen bis Mittelfinger angelegt, Ring- und Kleiner Finger ausgestreckt) und nenn dem zuständigen Heiligen deinen Wunsch. Für eine gute Reise zu Lande und in der Luft ist Christóphoros zuständig, für eine Schiffsreise Nikólaos, zum Wiederfinden von verlorenen Dingen Fanoúrios, für Hüftprobleme Markélla. Eine hilft immer: Maria, die Panagía, also die Allheilige.

Urlaub im Club

Über 60 Prozent aller Hotelbetten auf Kos stehen mittlerweile in All-inclusive- Anlagen. Bei den Gästen ist diese Art Urlaub sehr beliebt, und auf Kos ist die Bettenauslastung dadurch hoch. Doch viele Griechen betrachten diese Urlauber als eine Schafherde und fordern das Verbot dieses Systems. Weil das Geld der Urlauber hauptsächlich in den Anlagen ausgegeben wird, mussten bereits etliche Cafés und Tavernen in den touristischen Zentren schließen, andere werfen nur minimalen Profit ab. All-inclusive schafft lediglich Arbeitsplätze auf niedrigem Niveau.

Alles byzantinisch oder was?

Verstehst du gern, was du liest? Auf Kos begegnet dir auf Hunderten von zumeist braunen Schildern das englische Wörtchen byzantine. Auf Deutsch würde man „byzantinisch“ sagen. Gemeint ist damit die Byzantinische Epoche, die von etwa 500 bis 1453 währte, also in etwa unser Mittelalter umfasst. Kos gehörte bis 1307 zum Byzantinischen Reich. Dieses Kaiserreich umfasste ganz Kleinasien, den Balkan und Griechenland. Seine Hauptstadt war Konstantinopel, von den Türken nach seiner Eroberung 1453 in Istanbul umbenannt. Viele Griechen hätten es gern wieder. Darum weht auch vor vielen koischen Kirchen und Klöstern die gelb-schwarze Flagge von Byzanz. Schließlich residiert dort ja immer noch der orthodoxe Patriarch, das Gegenstück zum katholischen Papst.

Berühmter Arzt

Kos hat in seiner langen Geschichte nur einen einzigen Promi hervorgebracht: den Arzt Hippokrates. Das ist schon lange her, seine Wiege stand 460 v. Chr. im heutigen Kéfalos. Auf Kos gründete und leitete er die berühmteste Ärzteschule der antiken Welt und formulierte vielleicht auch den nach ihm benannten Eid, den Ärzte in aller Welt noch heute schwören.

Nur keine Hast

Niemand weiß, was morgen ist. Die Koer schon gar nicht. Und sie treffen erst gar keine langfristigen Voraussagen. Darum werden viele Großveranstaltungen und Festivals – bei uns meist über ein Jahr im Voraus geplant – erst wenige Tage vorher angekündigt. Selbst bei persönlichen Verabredungen bleiben die Koer gern vage. Man verabredet sich allgemein für den Vor- oder Nachmittag, den Abend oder die nächste Woche und fügt auf jeden Fall ein ta léme hinzu: „Wir sprechen noch mal drüber.“ Eine Stunde vor dem Treffen kann man dann ja immer noch eine genaue Zeit vereinbaren. Plus/ minus eine halbe Stunde natürlich.

Auf vier Pfoten durch die Krise

Ach, sind die süß, und so friedlich! Frei laufende Hunde und Katzen gehören auf Kos zu jedem Dorf, zur Stadt und zu vielen Tavernen. Die Tiere sind harmlos und ungefährlich, haben aber viel Übles zu ertragen und leiden vor allem im Winter oft Hunger. Die Krise hat dazu geführt, dass sich auch immer mehr edle Rassehunde in der Wildnis und auf Müllhalden wiederfinden. Der Verein Kivótos (Facebook: Animal Rescue Kos) kümmert sich um sie, so gut es eben geht, unterhält ein bescheidenes Tierheim, sucht ständig Flugpaten und vermittelt gern Tiere in ein besseres Zuhause.

Frühe EU

Eine Art Europäische Union gab es schon vor 700 Jahren. Ihre Hauptstadt hieß nicht Brüssel, sondern Rhodos. Kos gehörte von 1307 bis 1521 dazu. In diesem Kreuzritterstaat des Johanniterordens lebten Christen aus vielen europäischen Ländern friedlich zusammen und wählten aus ihren Reihen einen Fürsten auf Lebenszeit. Die Herkunftsnation spielte eine untergeordnete Rolle. Man organisierte sich stattdessen nach Sprachen, auch „Zungen“ genannt. Auch eine „deutsche Zunge“ war dabei. Eine bayerische gab es erst sehr viel später – sie kam auf Malta hinzu, wohin die Ritter 1530 übergesiedelt waren.

Rauschebart & Zopf

Sie dürfen nicht anders: Orthodoxe Priester tragen immer ihren dunklen Talar. Auch dann, wenn sie mit ihrer Frau und ihren Kindern shoppen oder spazieren gehen. Heiraten dürfen sie, der Zölibat gilt nur von den Bischöfen aufwärts. Noch drei andere Dinge braucht der pappás: einen steifen Hut, einen Zopf und einen Rauschebart. Haarausfall verhindert in der Regel der liebe Gott. Pappádes sind ein häufiger Anblick auch in Kaffeehäusern und Tavernen. Ihr Beruf ist krisensicher, sie werden vom Staat bezahlt.

Selten allein

Koer sind nicht gern allein. Traute Zweisamkeit schätzen sie nur beim Turteln. Ansonsten ist paréa gefragt, Gemeinschaft auf Zeit. Mit ihr geht man Kaffee trinken und essen, in die Disko und auf Urlaubsreise. Die Frage, die hinterher von anderen gestellt wird, ist nie vorrangig die nach der Qualität des Hotels oder des Essens, sondern die, ob die paréa gut war. Für den Fall, dass man doch einmal allein sein muss – sei es im Auto, im Kassenhäuschen oder auf den Feldern –, gibt es dann noch die Heiligen. Die sind in Form von Ikonen, ob gemalt oder auch nur gedruckt, immer und überall präsent. Und selbstverständlich auch in ihren vielen Kirchen und Kapellen und den zahllosen Bildstöcken am Straßenrand gegenwärtig. Da weiß man sich stets gut beschützt und immer in guter Gesellschaft.

Website war gestern

Koische Websites sind meist schön gestaltet, aber häufig ungepflegt und wenig informativ. Macht ja auch Mühe, solch eine Webpräsenz. Darum sind viele Wirte zu Facebook & Co. abgewandert. Veranstaltungen und Events werden fast nur noch dort kommuniziert. Hoteliers zahlen lieber Provisionen von bis zu 20 Prozent an Booking. com und Airbnb, als professionelle Agenturen für ihren Webauftritt zu engagieren. Und auch privat werden immer mehr Accounts bei Facebook, Instagram und Linkedin angelegt. Welche? Einfach „kos“ als Suchbegriff eingeben und das loading more results nimmt kein Ende.

Tante Emma auf Kos

Kioske, auf Griechisch in der Einzahl períptero genannt, stehen auf jedem Platz und in Städten und Dörfern an vielen größeren Kreuzungen. Meist sind sie jeden Tag der Woche von frühmorgens bis spät in die Nacht geöffnet und bieten alles feil, was die Kundschaft gerade brauchen könnte: Zeitungen und Illustrierte, Zigaretten und Einwegrasierer, Zahnbürsten und Kämme, Kondome und vieles mehr.

Gemüse und kleine Autos

Krísis? Welche Krise? Für die meisten Koer ist die Krise, die in Griechenland 2010 ausbrach, längst eine chronische Krankheit, wahrscheinlich unheilbar. Steuern mehrfach angehoben, Renten und Mindestlohn gesenkt, Beamtenstellen gestrichen, Arbeitslosigkeit über 20 Prozent, bei der Jugend sogar um die 50 Prozent. Und Besserung ist kaum in Sicht. Selbst eine Radikaloperation – sprich: Schuldenschnitt – kann kaum verhindern, dass der Patient auf unabsehbare Zeit am Geldtropf der Eurogefährten bleiben muss. Die Koer haben sich darauf eingestellt. Sie pflanzen Gemüse statt Ziersträucher. Kaufen kleinere Autos, bauen fast keine neuen Häuser mehr. Und helfen sich wieder mehr gegenseitig, statt osteuropäische Tagelöhner zu engagieren. Sie kommen über die Runden – wenn nur die Touristen weiterhin verrückt auf die Insel sind.

Glaubensfragen

Außer einer kleinen moslemischen Minderheit auf den Inseln Kos und Rhodos und im festländischen Westthrakien sowie kleinen jüdischen Gemeinden in den Großstädten bekennen sich fast alle Griechen zum orthodoxen Christentum. Sie erkennen den Papst nicht als Oberhaupt der Christenheit an, sondern halten diesen Anspruch für eine Eingebung des Teufels. Sie fühlen sich den Aposteln und ersten Christen eng verbunden, weil sie ihre Glaubensgrundsätze aus dem Frühchristentum heraus entwickelt und seit dem 9. Jh. nicht mehr verändert haben. Sie beklagen auch das Werk der evangelischen Reformatoren. Die vom Papst verkündeten Dogmen sehen sie keinesfalls als von Gott gegeben an.

Banken und Bauwut

Bevor den Griechen offenbart wurde, dass ihr Land pleite ist, wähnten sich viele im Schlaraffenland. Die Banken riefen sie mehrmals monatlich an, um sie zur Kreditaufnahme zu überreden. „Nur 10 000 Euro? Die kriegst du von uns nicht. Nimm 30 000!“ Die Banken wussten, wer welche Grundstücke besaß und was die Bürger verdienten, machten ihnen klar, dass sie ein neues Haus bauen müssten, weil sie es sich ja leisten könnten. Viele erlagen der Versuchung. Deswegen die vielen Luxuslimousinen, SUVs und Geländewagen auf den Straßen, deswegen auch etliche Bauruinen. Seit der Krise ist es vorbei mit der Großzügigkeit der Geldhäuser. Jetzt drücken die Schulden. Nur gut, dass die Banken für Häuser, die sie gern zwangsversteigern würden, kaum Käufer finden.

Energiebilanz

Der Wille ist da, es fehlen die Mittel. Müllverbrennungsanlage? Fehlanzeige! Atomkraftwerk? Zeus sei Dank nein! Stattdessen ein altes Kraftwerk westlich von Mastichári, wo es niemanden stört. Alternative Energien? Nur bei Kéfalos gibt es einen größeren Windpark. Bei Sonnenkollektoren auf Hotel- und Privatdächern ist man besser aufgestellt: Da sieht auch der kleine Mann ein, dass er mit Umweltfreundlichkeit Geld sparen kann.

Bücher & Filme

Bücher
Drei Granzien

Im neuesten Fall des griechischen Kultautors Pétros Markáris ermittelt der liebenswerte Inspektor Kóstas Charítos an der Athener Universität. Nebenbei erfährt man einiges über griechisches Familienleben. Ein gehöriges Maß aktueller Gesellschaftskritik gehört wie immer dazu. (2018)

Der große Plan

Krimiautor Wolfgang Schorlau lässt seinen Kommissar Dengler in diesem brisanten Fall die Machenschaften der „Griechenlandretter“ aufdecken – ein hochpolitisches Buch! (2018)

Filme
Lebenszeichen

Werner Herzog hat seinen ersten Spielfilm auf Kos gedreht, als es auf der Insel so gut wie keinen Touristen gab. Die Geschichte spielt im Zweiten Weltkrieg und zeigt schöne Bilder von Stadt und Landschaft. (1968)

Alexis Sorbas

Der Kultfilm (in der Titelrolle: Anthony Quinn) spielt zwar in Piräus und vor allem auf Kreta, hat aber unser Verständnis vom griechischen Lebensgefühl ganz allgemein geprägt. Den Sorbas-Tanz kann man bis heute bei vielen Folkloreveranstaltungen sehen. (1964)

Fakten

Fläche
290 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Hauptstadt
Kos
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
19:23 Uhr
Zeitverschiebung
1 h (zu MEZ)
MARCO POLO Produkte
MARCO POLO Reiseführer Kos
MARCO POLO Reiseführer Kos
14,00 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
Nach oben