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Wow – was für ein Sinkflug! Die griechische Inselwelt liegt dir zu Füßen, und wenn du links sitzt, blickst du tief in die Türkei hinein. Schon aus der Luft erkennst du, dass die Insel wie für dich geschaffen ist: lange Sandstrände, keine Hotelkolosse, viel Grün. Und sehr überschaubar: Schon zwei Stunden nach der Landung kannst du im Wasser sein!
Industrie gibt es überhaupt nicht, die Landwirtschaft beschränkt sich auf Getreide, Wein, Oliven, Kühe und Schafe. Kos lebt fast total vom Tourismus. Der erhielt im letzten Jahrzehnt dreimal Dämpfer. Erst schuf nach 2009 die Wirtschaftskrise ein schlechtes Griechenland-Image. 2015/16 hat die unfaire Berichterstattung über die Flüchtlingskrise Kos viele Urlauber gekostet. Im Hochsommer 2017 sorgte dann auch noch ein schweres Erdbeben für negative Schlagzeilen. Inzwischen aber ist Kos wieder eine der Topdestinationen des Landes.
Fahrradfreundliche Insel
Kos hat aber auch besonders viel für seine Gäste getan. So wird auf Kos seit Jahren das Fahrradfahren gefördert. Da sich fast alle Urlaubsorte und Strandhotels in der flachen Küstenebene an der Nordküste befinden, bereitet das Radfahren kaum Mühe. Breite Radwege und wenig befahrene Straßen verlaufen parallel zum Meer und machen das Fahrrad zum idealen Verkehrsmittel. Da können auch Kinder und alle, die sonst eher selten in den Sattel steigen, problemlos mitradeln und bekommen viel für alle Sinne geboten. Mal durchschneiden die Wege Getreidefelder, die schon im Mai abgeerntet werden und danach als Kuhweiden oder zum Melonenanbau dienen, dann wieder führen sie an niedrigen Dünen entlang, die zu spontanen Badestopps einladen. Und immer wieder entdeckt man schattige Baumgruppen direkt am Meer, die sich für eine kurze Rast anbieten. Viele Tavernen am Wegesrand haben Fahrradständer installiert – so fahrradfreundlich wie Kos ist kein anderes griechisches Urlaubsgebiet. Nur für Wanderer bringen die Koer noch immer wenig Verständnis auf. Dass jemand freiwillig zu Fuß geht, will ihnen nicht in den Kopf. Markierte und gepflegte Wanderwege bleiben deshalb die Ausnahme.
Geschichte
1150–750 v. Chr.
Kos wird vom griechischen Stamm der Dorer besiedelt
750–490 v. Chr.
Archaische Zeit, Entwicklung der griechischen Stadtstaaten
490–336 v. Chr.
Klassische Zeit. 460 wird der Arzt Hippokrates geboren
336–82 v. Chr.
Hellenistische Zeit
82 v. Chr.–395 n. Chr.
Kos ist Teil des Römischen Reichs
395–1307
Kos gehört zum Oströmischbyzantinischen Reich
1307–1523
Herrschaft der Johanniter
1523
Türkische Herrschaft
1821–29
Gründung des neugriechischen Staats. Kos bleibt türkisch
1912
Kos wird italienisch
1947
Kos und der Dodekanes werden griechisch
1981
Griechenland wird EUMitglied
2010–18
Griechenland-Krise
2024
Der Tourismus bricht alle Rekorde, ernste Warnungen vor Overtourism werden laut
Preiswert unterwegs
Vorbildlich ist auch das Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Stadtbuslinien verbinden die Strandhotels der Umgebung bis spät in den Abend hinein mit der Metropole, Fernbuslinien die Stadt mit Dörfern und Stränden. Da bleibt auch mobil, wer wenig Geld ausgeben oder ökologisch korrekt reisen will. Für die Busse gibt es – was in Griechenland sonst fast nirgends üblich ist – Fahrplankopien zum Mitnehmen. Innerhalb des Stadtgebiets sind die Haltestellen nummeriert. So muss man sich keine komplizierten Namen merken und kann ganz entspannt und mit mediterraner Gelassenheit in den Bus steigen.
Sigá, sigá - immer schön langsam
Gelassenheit ist eine Grundeigenschaft der meisten Koer, Hektik ist ihnen fremd. Das zeigt sich in den Cafés, wo sie laut Statistik 94 Minuten bei einer einzigen Tasse Kaffee verbringen, und in den Tavernen, wo sie ganze Abende lang ausgiebig tafeln. Von Kneipe zu Kneipe oder von Tapasbar zu Tapasbar zu ziehen, käme Griechen nie in den Sinn. Das würde ja die Gespräche mit Freunden behindern – und um die geht es Griechen vor allem, wenn sie ausgehen.
Tolle Natur
Überraschend grün und vielfältig ist die koische Natur. Das 846 m hohe, zur Südküste hin unzugänglich steil abfallende Díkeos-Gebirge vermittelt einen Hauch der wilden Bergwelt, die das Festland oder Kreta dominiert. Am Salzsee von Tigáki sind nach niederschlagsreichen Wintern noch bis weit ins Frühjahr hinein Hunderte von Flamingos zu Gast. In den kleinräumigen Erosionstälern in der Inselmitte dürfen Feldblumen und wilde Artischocken ungestört blühen. Auf der Kéfalos-Halbinsel kannst du stundenlang wandern und begegnest dabei nur ein paar Bauern oder Hirten. Die Gegend ist nahezu baumlos und lässt den Blick weit über das Land schweifen, sodass sich hier trotz der mangelhaften Beschilderung niemand verläuft. Einsamer wird es auf Kos nur noch zwischen Mitte Oktober und Anfang Mai, wenn kaum mehr Urlauber auf der Insel sind. Betriebe, die nur vom Tourismus leben, bleiben dann geschlossen, und viele Koer gehen selbst auf Reisen.
Beste Medizin
Aus Kéfalos im ruhigen Inselwesten stammt der berühmteste Sohn der Insel: Hippokrates. Er wurde vor fast 2500 Jahren geboren und gilt als „Vater der Medizin“. Auf Kos gründete er eine Ärzteschule, die fast 1000 Jahre lang Bestand hatte. Er betrachtete Krankheiten nicht mehr als von den Göttern gesandt, sondern forschte nach ihren Ursachen. Er bezog die Götter geschickt in seine Therapien mit ein: Er interpretierte die Träume seiner Patienten als göttliche Ratschläge. Seine Lehre war so erfolgreich, dass ihm zu Ehren das Asklípion errichtet wurde und Kos sich zu einem der größten Kurzentren der Antike entwickelte. Dieses Asklípion ist heute die wichtigste archäologische Stätte der Insel. Selbst wer nur wegen Sonne und Meer hierher reist, sollte sich die einzigartige Mischung aus Tempelanlage und Krankenhaus in zudem aussichtsreicher Lage nicht entgehen lassen.
Kos Highlights
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Wissenswertes
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