Korsika

Überblick

Willkommen auf Korsika - Bienvenue en Corse!

Sie ist wirklich unvergleichlich schön, diese Insel, die schon bei den Griechen in der Antike den Namen kalliste, die Schönste, trug. Von Nord nach Süd nur 183 km lang, keine 90 km breit, gleicht sie doch eher einem kleinen Kontinent als einer bloßen Insel. Mit knapp 9000 km2 ist Korsika hinter Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel im Mittelmeer. Mit einer Durchschnittshöhe von fast 600 m liegt sie deutlich höher als ihre Nachbarn, und mit 2706 m Höhe erreicht der Monte Cinto alpines Niveau. Ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald bedeckt. Sämtliche Klimazonen Europas vereinen sich auf engem Raum in diesem "Gebirge im Meer". 1000 km stark gegliederte Küste umfassen ein Gebirgsmassiv, in dem kaum 30 km vom Meer 70 Gipfel über 2000 m hoch aufragen. Bis in den Juni hinein liegt hier oben Schnee, während das Meer schon mit 20 Grad warmem Wasser zum Baden lockt.

Während die Ostküste kilometerlange, familienfreundliche, sanft ins Meer abfallende Sandstrände aufweist, ist die raue Westseite stark zerklüftet mit oft steil abfallender Felsküste und somit ein ideales Tauch- und Segelrevier. Die wasserreichen Flüsse, die aus dem Hochgebirge in die Ebenen schießen, haben schroffe Täler und tiefe Schluchten gegraben, im Unterlauf stellenweise breites Schwemmland aufgeschüttet, wie z. B. der Liamone zwischen Ajaccio und Cargèse oder der Fango bei Galéria. An ihren Mündungen breiten sich die herrlichsten Strände aus: mal grobsandig, den Winden ausgesetzt, mit gefährlicher Meeresströmung, mal mit feinem weißem Sand in perfekt sichelförmigen Buchten, das seichte Wasser glitzernd klar, zu finden in der Bucht von Calvi im Nordwesten oder bei Pinarellu und Rondinara im Südosten. Dünen, Schirmpinien und Lagunen, jäh aufragende Felsen, genuesische Festungen - die unmittelbare Umgebung der Strände ist ebenso faszinierend wie der Blick von hier auf die Bergkulisse des Inlands.

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Wetter & Klima

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Anreise

15h 34min
23h 11min
3h 20min
Frankfurt am Main
Korsika
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Auftakt

Entdecke Korsika!

Die regionale Zweiteilung der Insel in die Départements Haute-Corse und Corse-du-Sud entspricht der geologischen Gliederung in das Schiefermassiv des Nordostens mit dem Grenzfluss Tavignano und das Granitmassiv der südlichen Hälfte. Nur im Osten erstreckt sich eine breite Ebene hinter den endlos langen Stränden, sonst steigt das Gelände überall bald steil an. Macchiaüberwucherte Hänge bestimmen das Landschaftsbild bis in eine Höhe von etwa 500 m. Rosmarin, Mastix, Zistrose und Myrte verströmen im warmen Sonnenschein betörende Düfte. Napoleon Bonaparte sagte einst, er erkenne seine Insel mit verbundenen Augen nur am Duft. In der Macchia blüht es im Frühling zuerst. Im Mai, Juni bedeckt der Blütenflor dann auch die schattigen Anhöhen unter den Steineichen und den Edelkastanien, die bis etwa 800 m lichte Wälder bilden. Etwas höher bedecken mächtige Schwarzkiefern und windzerzauste Buchen die felsigen Hänge. Im Frühsommer sind die alpinen Wiesen ein Paradies für Blumenfreunde; unwiderstehlich schön auch die in Fels gebetteten, leuchtend blauen Gebirgsseen, die tosenden Wasserfälle und die klaren, tiefen Becken in den Flussbetten.

In der tief zerfurchten Landschaft liegen die Dörfer häufig versteckt in Talkesseln. Andere thronen wie Trutzburgen hoch auf Bergkämmen, wie das sehenswerte Sant'Antonino in der Balagne, oder schmiegen sich an steile Hänge wie das Dörfchen Ota in der Spelunca-Schlucht. Die etwa 300000 Ew. von Korsika leben heute überwiegend an der Küste, 120000 allein in und um die beiden größten Städte Ajaccio und Bastia. In den Niederungen werden Wein, Obst, Futtermittel und Getreide angebaut. Der Fremdenverkehr hat zahllose Küstendörfer in blühende Badeorte verwandelt. Nur noch den Festungen rings um die Insel und den Dörfern im Inland sieht man an, dass Korsika jahrtausendelang von Fremdherrschaft gezeichnet war. Schon die Griechen gründeten im heutigen Aléria eine Kolonie. In den Zeiten, als Rom, Pisa und Genua das Sagen auf der Insel hatten, verlangten die Besatzer hohe Abgaben von den Korsen, ohne ihnen dafür sicheren Schutz zu bieten. Waren sie selbst in Konflikte verwickelt, verloren sie die Insel aus den Augen. Dann fielen die Sarazenen und Barbaresken ein, berüchtigte Seeräuber aus dem Maghreb, raubten die Insel aus und verschleppten ganze Dorfbevölkerungen in die Sklaverei. Verständlich also, dass sich die Korsen ins Hinterland zurückzogen.

Das traditionelle korsische Dorf liegt geschützt im Oberland, gedrängt stehen die Häuser um eine Kirche. Friedhöfe und Familiengrüfte liegen außerhalb, zahlreich und groß. Der Eindruck ist typisch mediterran, doch kärger und strenger. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man zum Schutz die Wohnräume in den oberen Geschossen einrichtete und unten oft fensterlose Lager oder Ställe hatte, mit einer großen Tür, die sich gut verrammeln ließ. Besonders im Süden, wo sich die Clanherrschaft lange hielt und Blutrache die Familien entzweite, sind die Häuser auffallend hoch und schmal, wie z. B. Sartène im Südwesten. Das Korsika, wie es die Franzosen 1769 erobert haben, muss man sich wohl recht traurig vorstellen. In den Bergen ein verarmtes Hirtenvolk neben wenigen wohlhabenden Großbauern. Dazu ein verbreitetes Banditenwesen. Im 19. Jh. setzte die Landflucht ein. Zigtausende brachen auf, um auf dem Festland, in den Kolonien oder in Amerika ihr Glück zu suchen. Wie die großen Kriegerdenkmäler allerorts bekunden, forderten der Erste und Zweite Weltkrieg große Opfer. 1943 ist Korsika das erste befreite französische Département.

Korsika ist die am dünnsten besiedelte der großen Mittelmeerinseln. In den Dörfern des Landesinneren wohnen überwiegend alte Leute, vielfach Rentner, die nach der Arbeit in der Fremde in die Heimat zurückgekehrt sind. Doch in immer mehr Dörfern sorgen Initiativen für die Wiederbelebung der regionalen Wirtschaft und den Ausbau eines sanften Tourismus unter Beibehaltung althergebrachter Strukturen. Man ist stolz auf eigene Handwerksprodukte, selbst erzeugte Lebensmittel, allen voran den korsischen Schafskäse brocciu, der als Frischkäse in Kuchen und Süßspeisen verwendet wird und als reifer Käse (brocciu passu) durch seinen intensiven Geruch das Piratenschiff bei "Asterix & Obelix" explodieren lässt. Man ist außerdem stolz auf seine traditionelle Musik. Viele Musikgruppen singen selbstbewusst in korsischer Sprache und feiern auch auf dem Festland Erfolge. Für die korsische Identität streiten vor allem die Nationalisten, die ihre Insel nicht den Klauen eines landfressenden Tourismus als einziger Entwicklungsperspektive überlassen wollen. Ihre Beharrlichkeit und die alternativen Konzepte haben sich ausgezahlt: Hardliner und gemäßigte Nationalisten verbuchten ein Drittel der Stimmen bei den letzten Regionalwahlen.

An den Küsten ist die Insel mittlerweile sehr gut auf die Bedürfnisse von Touristen zugeschnitten. Für Aktivurlauber sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Allerdings haben einige Orte, an denen diese internationalisierte Urlaubskultur dominiert, ihren ursprünglichen korsischen Charakter bereits eingebüßt, obwohl bisher Hotelhochbauten und anonyme Feriendörfer zu den Ausnahmen zählen. Mit Sicherheit haben die Attentate der korsischen Nationalisten der FLNC hier bremsende Wirkung gehabt. Die Straßeninfrastruktur ist in den letzten Jahren erheblich besser geworden, nur noch wenige Passstraßen warten auf Erneuerung. Trotzdem gibt es noch fast so viele Kurven wie ehedem, und so wird auch weiterhin Ihr Reisetempo eher gemächlich sein. Und damit ideal, um mit Land und Leuten in Kontakt zu kommen! Wer eine Rundfahrt um die Insel machen will, sollte dafür auf jeden Fall zwei Wochen einplanen - nur Rallyefahrer haken Korsika schneller ab. Aber auch dann werden Sie erst einen kleinen Eindruck von der paradiesischen Landschaft bekommen haben. Die einzige Lösung für dieses Dilemma ist: Kommen Sie im nächsten Urlaub wieder!

Praktische Hinweise

Anreise
Auto Bahn Ferry

Die SNCM (www.sncm.fr) verbindet Marseille und Nizza mit Ajaccio, Bastia, Propriano, Calvi, Île-Rousse und Porto-Vecchio. Die Fahrtzeit schwankt zwischen drei Stunden (Nice-Calvi mit dem Schnellboot NGV) und vierzehn Stunden (Marseille-Porto-Vecchio per Fähre). La Meridionale (www.lameridionale.fr) fährt ab Marseille ganzjährig die Häfen Ajaccio, Bastia und Propriano an.

Nachtfähren legen zwischen 6.30 und 8 Uhr morgens im korsischen Hafen an. Auf den früh fahrenden Fähren können Sie schon für die Nacht vor der Fahrt eine Kabine buchen. Die preiswerte Linie Corsica Ferries (www.corsica-ferries.de) operiert von den Festlandhäfen Toulon und Nizza in Frankreich sowie Livorno und Savona in Italien, um Calvi, Île-Rousse, Ajaccio und Bastia anzulaufen. Die Linie Bastia-Piombinu (Toskana) hat die kürzeste Fahrzeit: unter zwei Stunden. Buchen Sie rechtzeitig, um von den äußerst attraktiven "Jackpot"-Preisen zu profitieren. Die Moby Lines (www.mobylines.de) fahren von Toulon, Genua und Livorno nur nach Bastia.

Buchungen über das Internet sind meist gebührenfrei. Reisebüros verlangen für die Ausstellung des Tickets einen Aufpreis.

Sämtliche Fährhäfen auf dem Festland verfügen über einen Bahnanschluss. Da Zug- und Fährfahrpläne nicht aufeinander abgestimmt sind, muss unter Umständen eine Übernachtung eingeplant werden. Alle Fährhäfen sind über die Autobahn zu erreichen (Mautgebühren bedenken).

Flugzeug

Es gibt vier internationale Flughäfen: Ajaccio, Calvi, Bastia und Figari. Das Angebot an Charterflügen ist groß, die Preise variieren stark. Der Flugverkehr zur Insel ist auch für Billigflieger geöffnet. Mit diesen Linien kommen Sie nach Korsika: www.airberlin.com, www.germanwings.com, www.tuifly.com, www.flyniki.com oder innerhalb Frankreichs: www.easyjet.com.de, www.airfrance.fr, www.aircorsica.com.

Die Anbindung der Flughäfen an den öffentlichen Nahverkehr ist nur in Bastia und Ajaccio geregelt. Flughafenbusse fahren ins Stadtzentrum. Woanders müssen Sie sich mit Taxis behelfen oder gleich Ihr Mietauto am Flughafen übernehmen.

Auskunft vor der Reise
Atout France - Französische Zentrale für Tourismus

- Postfach 100128 | 60001 Frankfurt/M. | info.de@franceguide.com | www.rendezvousenfranceguide.com

- Österreich: Tel. 01 5032892 | info.at@franceguide.com

- Schweiz: info.ch@franceguide.com

Auskunft auf Korsika

Detaillierte Informationen bekommen Sie in den Offices de Tourisme der einzelnen Regionen, kenntlich durch ein "i" auf blauem Feld. Die offizielle Website des korsischen Fremdenverkehrsbüros mit einer Kurzversion auf Deutsch heißt www.visit-corsica.com.

Parc Naturel Régional de la Corse | Service Info | BP 417 | 20184 Ajaccio Cedex 1 | Tel. 0495517910 | www.parc-corse.org. Hier bekommen Sie alle Informationen zu Wanderungen und Wanderherbergen. Viele Karten und Führer gibt es nur gegen Gebühr, dafür hervorragend ausgearbeitet, so z. B. die "Topo Guides" für die großen Wanderrouten.

Über kulturelle Veranstaltungen informieren die überall erhältlichen Broschüren "Guide des manifestations culturelles" und "A canzona in giru" (www.outil-culturel-corse.fr).

Auto, Motorrad & Fahrrad

Auf allen Landstraßen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Rechnen Sie nicht damit, schnell voranzukommen - abgesehen von wenigen Hauptstraßen sind die Straßen schmal, kurvenreich und häufig an den Rändern nicht befestigt. In den letzten Jahren hat sich die Straßenqualität jedoch verbessert. Sogar viele Straßen zu entlegenen Pässen sind erneuert worden. Vor Kurven zu hupen ist manchmal sinnvoll, langsam fahren immer!

Anschnallen ist Pflicht, Kinder unter zehn Jahren müssen hinten sitzen. Promillegrenze 0,5. Es empfiehlt sich, die internationale grüne Versicherungskarte mitzunehmen. Autofahrer in Frankreich müssen stets ein Alkoholmessgerät mitführen. Bei Missachtung werden 11 Euro Strafe fällig. Die Geräte gibt es an Tankstellen, Raststätten, in Apotheken oder Supermärkten; sie kosten ab 1 Euro.

Radfahrer müssen bei Tag und Nacht eine reflektierende Weste tragen. Wer sich ohne erwischen lässt, ist mit 35 Euro dabei.

Übrigens: Wenn Sie nach Entfernungen fragen, wird man Ihnen die Fahrzeit sagen. Das ist aufgrund der vielen Kurven aussagekräftiger.

Banken & Kreditkarten

Die Banken haben vorwiegend Mo-Fr 8.30-12 und 14-16.30 Uhr geöffnet. Geldautomaten sind nur in größeren Orten vorhanden. Kreditkarten werden außer in Restaurants mit korsischem Flair fast überall angenommen, doch in kleineren Beherbergungsbetrieben gilt meist die Devise "Nur Bares ist Wahres".

Camping

162 Campingplätze gibt es auf Korsika, zum Teil befinden sie sich in wunderschöner Lage. Das französische Fremdenverkehrsamt verschickt ein jährlich aktualisiertes Verzeichnis. Infos zu Wohnmobilstellplätzen finden Sie unter www.eurocampingcar.com. Auf vielen Campingplätzen gibt es wochenweise kleine Bungalows (chalets) zu mieten.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Honorarkonsulat

c/o Socodipha | 20600 Furiani | Zone Industrielle RN 193 | 20200 Bastia | Tel. 0495330356 | jean-jacques.bozzano@wanadoo.fr

Österreichisches Honorarkonsulat

10 rue Bonaparte | 20192 Ajaccio | Mai-Okt. unter Tel. 0608052488 (tel. Terminvereinbarung erforderlich)

Schweizer Honorarkonsulat

38, Cours Lucien Bonaparte, BP 815 | 20192 Ajaccio | Tel. 0495212843

FKK

Oftmals haben auch "normale" Strände Bereiche (nicht ausgeschildert), wo Nacktbaden akzeptiert wird, so z. B. in Ajaccio am Ricantu, dem Flughafen vorgelagert, oder am Capu di Fenu an der Landspitze westlich der Stadt.

Die bekanntesten FKK-Feriendörfer sind Bagheera in Bravone, La Chiappa in Porto-Vecchio und Riva Bella in Aléria. Viele Infos zu FKK unter www.korsika-forum.de

Gesundheit

Die mit grünen oder grün-roten Kreuzen gekennzeichneten Apotheken (pharmacie) sind Mo-Sa 9-12 u. 15-19 Uhr geöffnet. Über Notdienste informieren die Tageszeitungen. Notarzt und Krankenwagen vermittelt der SAMU (Service d'Aide médicale d'Urgence): Tel. 15.

Einen Arzt finden Sie über jede Apotheke. Die Europäische Versicherungskarte wird fast nie anerkannt. Sie müssen die Behandlung vor Ort zunächst selbst bezahlen und die Belege zu Hause bei Ihrer Kasse zur Erstattung einreichen. Es ist ratsam, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen.

Internet

www.corsica.net - Infos und Buchungen, auch auf Deutsch

www.lexilogos.com - klicken sie auf "corse", und ein korsisch-französisches Wörterbuch erscheint

www.corse.visite.org - Wetter, Veranstaltungen, Buchungen usw.

www.corsematin.com - Die korsische Tageszeitung gibt es nicht nur als App, sondern auch aktuell im Internet

Internetzugang & Wlan

Ins Internet kommen Sie in cybercafés, auf öffentlichen Plätzen, in Hotels oder Restaurants mit WLAN (borne/accès Wifi) oder aber in den sog. P@Ms (point accès multimédia). Eine Liste der aktuellen Cybercafés finden Sie unter www.cybercafe.fr (auf die Karte klicken). Auch viele Touristenbüros bieten inzwischen einen Internetzugang an, zunehmend auch kostenlos. Sie melden sich am Schalter an und bekommen, je nach Andrang, ein Zeitfenster zugeteilt.

Die P@Ms finden Sie unter: www.mitic.corse.fr. Klicken Sie unten auf der Seite auf das Feld "P@M". Dann wählen Sie in der rechten Spalte "Annuaire" (Liste) oder "Carte" (Karte) der P@Ms.

Gut ist auch die Seite www.wificamping.com. Klicken Sie sich einfach zur Korsikakarte durch. Die mit WLAN ausgestatteten Plätze erscheinen mit Bild und Telefonnummer.

Mietfahrzeuge

An allen Flughäfen, in einigen Häfen sowie in den Hauptorten sind die großen Mietwagenfirmen ansässig. In den meisten Fällen ist es billiger, von zu Hause aus zu reservieren. Lassen Sie sich auf Ihrem Vertrag deutlich die Versicherungsart (Voll- oder Teilkasko) und die eventuelle Selbstbeteiligung vermerken. Vor Ort möchte das mancher Vermieter anders lesen und Zuschläge kassieren ...

Für Wohnmobile gibt es zwei kleine Vermieter auf Korsika: www.aviscaraway.com und www.campingcarcorse.fr in Algajola.

Motorräder, Roller und z. T. auch Quads können Sie mieten unter www.corsicamoto.com (Ajaccio; 650er-Motorrad: 120 Euro/Tag, 1100 Euro/14 Tage), www.garagedangeli.com (Calvi; auch Fahrräder: 13 Euro/Tag, 235 Euro/14 Tage), www.corse-moto-service.com (Por-to-Vecchio; Motorroller: 55 Euro/Tag, 565 Euro/Woche) und www.corse-tourisme.info (Bastia, Île Rousse, St-Florent).

Für Geländewagen werden Sie ebenfalls auf der Website www.corse-tourisme.info fündig. Klicken Sie in der linken Spalte auf "Locations 4X4".

Gute Fahrräder und Mountainbikes gibt's bei Balagne Cycles in Île-Rousse (Tel. 0495381299 | www.balagne-cycles.fr). Die Preise liegen zwischen 10 Euro für einen halben Tag und 200 Euro für drei Wochen.

Notruf

Feuerwehr:Tel. 18

Notarzt (SAMU):Tel. 15

Polizei:Tel. 17

Bergwacht:Tel. 112 u.Tel. 0495233031

Sondereinheit Hochgebirge der Gendarmerie in Corte (PGHM):Tel. 0495611395

Öffentliche Verkehrsmittel

Zwischen den meisten Orten verkehren im Sommer mindestens einmal täglich Linienbusse. Innerstädtischen Busverkehr gibt es nur in Ajaccio und Bastia. www.corsicabus.org

Die Schmalspurbahn verkehrt zwischen Ajaccio und Bastia. In Ponte-Leccia zweigt die Strecke nach Calvi ab. Fahrpläne in großen Bahnhöfen und Touristinfos oder unter www.train-corse.com.

Die einfache Fahrt Bastia-Ajaccio kostet etwa 22 Euro, Hin- und Rückfahrt (bis zum Folgetag) knapp 33 Euro, die Wochenkarte (Carte Zoom) für alle Strecken knapp 50 Euro. Für die Strecke Calvi-Bastia zahlen Sie hin und zurück (innerhalb von 48 Stunden) ca. 25 Euro, Calvi-Corte kostet ca. 21 Euro und Calvi-Île Rousse ca. 12 Euro. Die Abfahrtszeiten ändern sich halbjährlich.

Öffnungszeiten

Viele Geschäfte haben montagsvormittags und über die Mittagszeit geschlossen. Dafür haben einige Supermärkte auch sonntagsvormittags geöffnet. In den Touristengebieten an den Küsten und je nach Saison können die Öffnungszeiten erheblich von den sonst üblichen Zeiten abweichen. Zur Orientierung gelten:

Geschäfte: 9-12 u. 15-19 Uhr (Mo Nachmittag bis Fr o. Sa)

Restaurants: 12-14 u. 18-22 Uhr (allerdings sehr variabel)

Touristinfos: 9-12 u. 14-17 Uhr (in Urlaubszentren oft durchgehend und länger)

Post

In großen Städten haben Postämter Mo-Fr 9-19 Uhr geöffnet. In kleineren Orten 9-12 u. 14-16 Uhr; samstags allgemein bis 12 Uhr. Postkarten und Briefe bis 20 g kosten in Länder der EU und die Schweiz 77 Cent. Briefmarken gibt es auch in Zeitschriften- und Tabakläden.

Rauchen

Öffentliche Gebäude, Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und Diskotheken sind rauchfreie Zonen. Auf Terrassen darf geraucht werden, sofern mindestens eine Seite ganz offen ist. Bei Zuwiderhandlung drohen dem Gast 68 Euro Strafe, dem Wirt 135 Euro.

Reisezeit

Die besten Reisemonate sind Mai und Juni, wenn die ganze Insel blüht, und September. Dann ist das Meer noch warm, das Klima in den Bergen noch mild, der große Ansturm des Sommers vorüber. Immer beliebter werden die Wintermonate, in denen die lokale Küche mit besonderen Schlemmereien aufwartet.

Sicherheit

Sprengstoffanschläge sind mittlerweile selten und finden überwiegend außerhalb der Hauptreisezeit statt; sie waren bislang nie gegen Reisende gerichtet, sondern gegen staatliche Institutionen wie Gendarmerien etc.

Strom

Netzspannung 220 Volt, für Schukostecker benötigt man in älteren Hotels einen Adapter.

Telefon & Handy

Vorwahl Frankreich: 0033, dann die neun Ziffern der Nummer ohne die Null am Anfang wählen. Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, dann die Ortsvorwahl (ohne die Null) und die Rufnummer.

Telefonkarten für öffentliche Fernsprecher gibt es bei der Post oder im Tabakladen. Die "kleine" Télécarte für 7,50 Euro enthält 50 Einheiten.

Das Handynetz ist dicht, es nutzt GSM 900/1800; in entlegenen Gegenden und Gebirgstälern sind aber Funklöcher möglich.

Trinkgeld

In den meisten Restaurants bekommen Sie die Rechnung inklusive Bedienungsgeld, service compris. Trotzdem ist es üblich, um 5-10 Prozent aufzurunden. Man bezahlt zunächst die Rechnung, bekommt das Wechselgeld zurück und lässt das Trinkgeld dann beim Verlassen des Lokals auf dem Tisch liegen. Auch Taxifahrer und Zimmermädchen bekommen etwas für den Service.

Unterkunft

Preise für Unterkünfte sind je nach Saison gestaffelt. Am teuersten ist es von Mitte Juli bis Ende August. In der Nebensaison kann man oft Preisnachlässe aushandeln, wenn man einen längeren Aufenthalt bucht.

Ein Tipp ist das frankreichweite Qualitätslabel "Gîtes de France". Dabei können Sie wählen zwischen Ferienwohnungen (gîte rural) oder Zimmern bei Privatleuten (chambre d'hôtes), wo sie oft auch abends mit Ihren Gastgebern essen können (table d'hôte). Im Inselinneren kostet die Übernachtung für zwei Personen mit Frühstück nur etwa schlanke 50-70 Euro! www.gites-corsica.com

Eine gute Übersicht mit konkreten Hinweisen zum Urlaub auf dem Bauernhof (à la ferme) bietet das Portal www.bienvenue-a-la-ferme.com - Zimmer, Appartements und Camping.

Zoll

In der EU dürfen alle Waren zum persönlichen Verbrauch (z. B.: 90 l Wein, 10 l Spirituosen, 800 Zigaretten) frei ein- und ausgeführt werden. Für Schweizer gelten wesentlich geringere Freimengen, z. B. 2 l Wein, 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten. www.zoll.de | www.ezv.admin.ch

Was kostet wie viel?

Kaffee

2,50-2,80 Euro für eine Tasse café au lait

Snack

ab 3,50 Euro für ein Sandwich

Wein

2,50-4 Euro für ein Glas Tafelwein

Mitbringsel

10-12 Euro für 1 kg Kastanienmehl

Benzin

1,70 Euro für 1 l (95 Oktan)

Ausflug

36 Euro Boot Porto-Scandola

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Kriegsende 1945

Mai

Christi Himmelfahrt

14. Juli

Nationalfeiertag

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Waffenstillstand 1918

25. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Januar/Februar

Fête des Oranges: Prozession zu Ehren des hl. Antonius in Corbara und Aregno

März/April

Notre-Dame de la Misericorde: Fest in Ajaccio (18. März)

Prozessionen der Karwoche - Gründonnerstag: Segnung der Canistrelli (traditionelle Aniskekse); Gründonnerstag abends, Karfreitag morgens: Prozession La Cerca und La Granitula z. B. in Erbalunga; Karfreitag: Prozession der fünf städtischen Bruderschaften in Bonifacio; Büßerprozession in Calvi; Karfreitag abends: Prozession U Catenacciu, am bekanntesten in Sartène; Kerzenprozession in Corte; Ostermontag: Griechisch-orthodoxe Prozession in Cargèse

Festa di l'Oliu Novu: Feier des neuen Olivenöls in Ste-Lucie-de-Tallano

Mai

Festimare: Spiele und Workshops für Kinder rund um das Meer in Île-Rousse

A Fiera Di U Casgiu: Ausstellung der korsischen Käsehersteller in Venaco

Nautival: Meeresfest in Macinaggio

Juni

St. Erasme, fête des pêcheurs: Fest des Schutzpatrons der Fischer in Ajaccio

Cavall'in festa: Pferdemarkt mit Vorführungen und Aktivitäten für Kinder in Corte

Jazzfestival in Calvi

Johannistag (23./24. Juni): Feste, Feuer, Feuerwerk; am lebendigsten in Bastia

Juli

Estivoce: internationales und korsisches Festival traditioneller Volksmusik in Pigna und anderen Orten der Balagne

Les Nuits de la Guitare: Konzertserie in Patrimonio (Jazz, Klassik, Rock, Sinti-Jazz)

Foire du vin: Weinmarkt in Luri

Sorru in Musica: Klassikfestival in den Dörfern der Region Sorru

Festa di u legnu e di a furesta: Fest rund um Holz und Wald in Vezzani

Lama: europäisches Filmfest zum Thema "Landleben" in Lama (bis August)

August

Stadtfest: Napoleons Geburtstag und Mariä Himmelfahrt in Ajaccio (15. August)

Foire de l'amandier: Mandelfest in Aregno

Porto Latino: Musikfestival in St-Florent

Festiballu: Tanzfest in Corte

Fiera di u Turismu Campagnolu: Schau um Landprodukte in Filitosa

September

Centre Corse: Autorallye in Corte

A Santa di u Niolu: Volksfest zu Mariä Geburt in Casamaccioli (8. September)

Mele in Festa: Honigfest in Murzo

Befreiungstag: Korsika war das erste befreite Département in Frankreich im Zweiten Weltkrieg. Dieser Tag wird in jedem Dorf zelebriert und in Ajaccio mit historischen Kostümen und Fahrzeugen nachgestellt (9. September).

Rencontres Polyphoniques: internationale Musiker musizieren in Calvi

Oktober

Festiventu: Ökofestival rund um den Wind in Calvi: Technik, Spielzeug, Spaß und Sport

Tour de Corse Historique: die Oldtimer-Variante der französischen Rallye-Meisterschaft (5 Tage)

November

Fête du marron: Kastanienfest in Evisa

Dezember

Fiera di a castagna: der größte regionale Markt Korsikas in Bocognano

Weihnachtsmärkte z. B. in Bastia

Im Trend

Zum Anbeißen
Ökologisch

Innerlich und äußerlich setzen die Korsen auf Bioprodukte. Für Ersteres sind die Kreationen von Virginie Vellutini (www.biocorse.net) die erste Wahl. Die Korsin kocht aus den inseleigenen Biofrüchten Marmeladen und Gelees. Wer möchte, kann dabei sogar zusehen - nach Anmeldung. Angeboten werden die Leckereien unter anderem auf dem Markt in Filitosa. Äußerlich angewandt werden die Produkte von Essences Naturelles Corses (Bordeo, Moriani-Plage). Auch hier können Sie Kräuter- und Blumengärten besuchen.

Leben in der Wüste
Übernachten

Inmitten der Désert des Agriates blühen Blumen. Sie schmücken das steinerne Gasthaus Pietra Monetta (Route de l'Ostriconi, Palasca, www.location-agriates.com). Die Gäste schätzen die Herberge als Ausgangspunkt für Wanderungen durch den kargen Küstenstreifen. In der Casa Funtana (Carbuccia, www.casafuntana.com) wurde früher geschmiedet. Heute kommt in dem alten Gemäuer nur noch Gebäck in den Ofen - und dann auf den Frühstückstisch.

Rewind
Musik

Korsikas Musiker entdecken alte Lieder wieder und mischen sie mit modernen Rhythmen und Instrumenten. So wie Felì Travaglini, der in korsischer Sprache singt. Er steht unter anderem in Bastias Stadttheater und im Spazia Natale Luciani in Corte auf der Bühne. Jacques Culioli (www.culioli.net) fühlt sich ebenfalls seiner korsischen Heimat verpflichtet. Das künstlerische Multitalent aus Chera bringt Schwung in bekannte Melodien. An Schwung fehlt es auch dem jährlichen Festival Calvi on the Rocks (www.calviontherocks.com) nicht.

Wintersport
Ski heil!

Im Zusammenhang mit Korsika denken wohl die wenigsten an Wintersport. Dabei hat die Insel schneebedeckte Gipfel und eine Reihe von Skigebieten zu bieten. Zwischen Dezember und Mai ist auf den Pisten von Bastelica, Col de Vergio, Ghisoni oder auf dem Zicavo-Plateau ordentlich was los. Après-Ski-Partys wie in den Alpen erwarten Sie dort aber nicht. Stattdessen gibt es eine kleine Auswahl an Restaurants und Skiverleihern. Und bei guten Sichtverhältnissen wedeln Sie mit Meerblick ins Tal. Etwas gemächlicher geht es auf dem Plateau von Coscione zu. Dort sind die Langläufer in der Überzahl. Skitourengeher mit ausreichend Kondition sollten sich zumindest einen Teil der Haute Route zwischen Quenza und dem Asco-Tal nicht entgehen lassen. Mehr Informationen zu den einzelnen Wintersportgebieten unter www.montagnesdecorse.com.

Gut geführt
Entdeckungsreise

Entdecken Sie die Insel vom Meer aus - bei einer geführten Kanutour (Buchungen unter www.acquavanua.com). Informationen gibt es nicht nur zu den Stränden, sondern auch zu Kultur und Geschichte des Inselreichs. Insiderinfos gibt auch Cathy Astolfi (www.cathy-astolfi.com). Die Korsin setzt die Erlebnisse ihrer Führungen gemeinsam mit den Gästen in Kunstprojekte um. Es entstehen Aquarelle, Fotokollagen oder Objekte aus Fundstücken. Einen ganz individuellen Einblick erhalten Sie durch die Visites Autochtones (www.bastia-tourisme.com). Die Bewohner Bastias führen durch ihre Heimat und reichern die Tour mit Persönlichem an.

Bloss nicht

Die Natur unterschätzen

Korsika ist kein gezähmtes Urlaubsparadies. Am Meer können ablandige Winde - vor allem ab nachmitags bis in den Abend - für ungeübte Surfer oder Luftmatratzenpaddler gefährlich werden. Flüsse können schnell ansteigen und Wege überfluten - wie groß der Respekt vor Hochwasser sein sollte, bezeugen die hohen Brückenbögen. Wer in die Macchia wandert, sollte angemessen ausgerüstet sein und sich an Wege halten oder über solide Kenntnisse im Kartenlesen verfügen. Viel Trinkwasser mitnehmen! Nahezu jedes Jahr im Hochsommer gibt es Kältetode im Gebirge. Haben Sie immer warme Sachen im Rucksack, und kehren Sie um, wenn Nebel oder Gewitter aufziehen.

Leichtsinnig mit Feuer umgehen

Jahr für Jahr zerstören Brände den Baumbestand in großen Teilen der Insel, bedrohen Mensch und Vieh. Daher ist äußerste Vorsicht geboten. Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto und lassen Sie keinerlei Müll liegen. In den Sommermonaten sind Feuer überall verboten. Bei besonderer Trockenheit ist neben dem Rauchen im Wald auch der Zugang zu besonders gefährdeten Gebirgsmassiven untersagt. Forstbeamte patrouillieren!

Zu schnell fahren

Auf Korsika können Sie nie vorsichtig genug fahren. Frei herumlaufendes Vieh, fehlende Randbefestigungen an manchen Bergstraßen, die allgegenwärtigen Kurven und die rasante Fahrweise der Einheimischen sind ernst zu nehmende Risikofaktoren. Versuchen Sie auch nicht, so sportlich wie die Korsen zu fahren - die kennen jeden Zentimeter der Straße wie ihre Westentasche! Am besten mäßigen Sie Ihr Tempo und fahren insbesondere in den Kurven immer schön rechts.

Wertsachen im Auto lassen

Auch auf Korsika gilt: Neueste Mobiltelefone, Kameras, Uhren, Schmuck, Handtaschen u. Ä. stets bei sich führen, im Hotelsafe deponieren oder vor neugierigen Blicken geschützt im Kofferraum des Wagens verstauen. Lassen Sie sich dabei nicht zuschauen.

Sorglos Wasser verbrauchen

Auf Korsika schneit es seit einigen Jahren im Winter nicht genug. Viele kleine Quellen und Dorfbrunnen trocknen aus. Helfen Sie mit, dass aus einer bislang wasserreichen Insel kein ausgedörrtes Land wird.

Frei laufende Tiere füttern

Herumlaufende Hausschweine haben schnelle Reaktionen und scharfe Zähne und machen keinen Unterschied zwischen Kinderfingern und hingehaltenem Brot. Hunde lassen Sie besser in Frieden, es sind meist Wachhunde, die nicht an Zärtlichkeiten gewöhnt sind.

Stichworte

Badebecken

In keiner anderen Region Europas ist das Baden in glasklaren Flüssen und Bächen so ausgiebig möglich wie auf Korsika. Fango im Nordwesten und Solenzara im Südosten bieten Badestellen gleich dutzendfach. Aber auch die weniger bekannten Flüsse wie Taravo, Fiumicelli, Vacca oder Aitone verfügen über erstklassige Badegumpen. In den natürlich ausgewaschenen Becken kann man an Lianen übers Wasser schwingen, von senkrecht aufragenden Felsen springen, sich in die Stromschnellen legen oder auf Wasserrutschen ins nächste Becken gleiten. Vor allem Familien mit Kindern werden auf ihre Kosten kommen. Oftmals sieht man die Gumpen schon von der Straße aus. An manchen Stellen, wie zum Beispiel unterhalb von Stauseen oder an Stellen der örtlichen Trinkwasserentnahme, stehen Badeverbotsschilder, die unbedingt, auch zur eigenen Sicherheit, zu beachten sind.

Badestrände

Korsika besitzt eine überwältigende Vielfalt prächtiger Strände. An der Ostküste, von Bastia bis Solenzara, sind die langen Sandstrände von Feriendörfern gesäumt. Im Süden schließen sich bis zum Golf von Sant'Amanza kleinere Buchten mit sehr feinem, fast weißem Sand an. Bei Bonifacio lässt sich von Kalkfelsen aus baden. Herrliche Strände gibt es zwischen der Bucht von Roccapina und Tizzano. Die Westküste bietet von Propriano nach Norden an jedem Golf schöne Strände, sowie zahlreiche, die nur über Pisten oder mit dem Boot zu erreichen sind. Zwischen Sagone und Calvi liegen die Badeorte Cargèse, Porto, Galéria und, für Bootsausflügler, die Bucht von Girolata. Von Calvi nordwärts bis nach Lozari reiht sich eine Badebucht an die andere. Die ganz einsamen Strände des Désert des Agriates erreichen Sie nur mit einem Wagen mit Vierradantrieb, zu Pferd oder zu Fuß. In St-Florent liegt der letzte längere Strand vor dem steilen Cap Corse, wo Sie nur an wenigen Stellen bis ans Wasser hinunterkommen, etwa am schwarzen Strand hinter Nonza, bei Centuri-Port oder ganz am Nordzipfel. An der Ostseite des Caps liegen vor allem schmale Sand- oder Kieselstrände.

Genuesisches Erbe

1284 übernahm Genua die Oberherrschaft über Korsika. Bis weit ins 18. Jh. hinein sollte die Insel genuesisch bleiben. An diese Zeit erinnern vornehmlich Wehrbauten: die großen Festungen in Ajaccio, Algajola, Bastia, Bonifacio, Calvi, Girolata, Porto-Vecchio und St-Florent sowie Wachtürme, die einst die gesamte Küste säumten und von denen immer noch ca. 60, zum Teil als Ruine, existieren. Wohl die schönsten Relikte sind einige wenige erhaltene Bogenbrücken, einst errichtet, um die Handelswege auf der Insel auszubauen. Es sind Brücken mit einem, selten mehreren, steil gewölbten Bogen, die so hoch über die Flüsse führen, dass sie auch bei Hochwasser benutzbar sind.

Korsika den Korsen

"A terra corsa a i corsi" - Korsika den Korsen - oder "I Francesi fora" - Franzosen raus - lauten Schlagworte der korsischen Autonomisten. Massive soziale und wirtschaftliche Probleme stehen als Ursache hinter den Bestrebungen, für Korsika nicht unbedingt die staatliche Unabhängigkeit, aber eine Form der Eigenständigkeit zu erwirken, die der Entfaltung korsischer Kultur und Ökonomie dienen soll. Einig sind sich die Widerstandsgruppen nicht, die die französische Zentralmacht bekämpfen, zum Teil im Parlament, zum Teil mit Gewaltakten. Zu den Gegnern der Nationalisten zählen nicht nur der "Kolonisator" Frankreich, sondern auch selbstherrliche Clanchefs, die sich in der Vergangenheit stets mit der Macht arrangiert haben.

Für Touristen sind die sichtbarsten Zeichen der Aktivitäten die überpinselten Straßenschilder, die Parteikürzel an Fassaden, die aufgespritzten vermummten Terroristengestalten. Leider gibt es immer wieder Gewaltakte, die aufmerksam machen wollen auf die Überfremdung durch inselfremdes Kapital oder denen ganz banal wirtschaftliche Rivalitäten oder mafiöse Machenschaften zugrunde liegen. Die Anschläge richten sich nicht gegen Touristen.

Schon in früheren Jahrhunderten kämpfte Korsika um die Unabhängigkeit von wechselnden Besatzern. Zwei Namen werden Sie auf Korsika überall dort begegnen, wo nationaler Eigenständigkeit gedacht wird: Sampiero Corso (1498-1567) und Pasquale Paoli (1725-1807).

Sampiero Corso stammte aus Bastelica. Er kämpfte an der Seite der Franzosen gegen die genuesischen Besatzer, die 1553 besiegt wurden. Als Frankreich das Land 1559 wieder an Genua abtreten musste, eroberte Sampiero Teile der Insel. Pasquale Paoli aus Morosaglia führte die Insel als gewählter "General der Nation" 1755 in die Unabhängigkeit und entwarf eine fortschrittliche, demokratische Verfassung. Die Unabhängigkeit ignorierend, verkaufte Genua 1768 Korsika an Frankreich. Die korsischen Truppen unterlagen ein Jahr später der französischen Streitmacht.

Korsisch

Die korsische Sprache ist romanischen Ursprungs und wird erst seit Kurzem wieder als Pflichtfach an den Grundschulen gelehrt. Bis dahin hatte das Französische als Schrift- und Amtssprache das Korsische in die Privatsphäre verdrängt. Heute finden sich in den Zeitungen wieder korsische Beiträge, und Musikgruppen wie Sänger singen immer häufiger auf Korsisch. Zunehmend gibt es zweisprachige Schulen. Die Ortsschilder auf der Insel sind mittlerweile allesamt zweisprachig - wobei der französische Name oft unleserlich gemacht ist, mit der Folge, dass die korsischen Namen immer gebräuchlicher werden.

Macchia

Große Teile der Insel sind von einem so gut wie undurchdringlichen Gestrüppwald bedeckt, der sich je nach Höhenlage und Sonneneinstrahlung weniger als mannshoch oder als gut 4 m hoher Wald über ganze Bergrücken erstrecken kann. In dieser Macchia gedeihen zahlreiche Pflanzen, die aufgrund ihres Gehalts an ätherischen Ölen sowie durch ihren verzweigten, buschigen Wuchs extrem brandgefährdet sind. Die Macchia genießt den Ruf, schon so manchem Banditen das Leben gerettet zu haben, weil er sich darin jahrelang verborgen halten konnte, von Ordnungskräften und auf Rache Sinnenden unauffindbar.

Musik

Korsen gelten als schwermütig. Das macht sich auch in ihren Liedern bemerkbar. Sie wirken oft getragen und düster. Es gibt verschiedene Gesangsformen, die aus früheren Zeiten überliefert wurden. Die "Lamenti" sind Sprechgesänge mit frei improvisierten Versen, die vom Leben Verstorbener handeln und sehr leidenschaftlich bei Beerdigungen vorgetragen werden. An kirchlichen Feiertagen und bei Festen stimmen überwiegend Männer die "Paghjella" an, einen getragenen, mehrstimmigen Gesang, der a cappella vorgetragen wird. Dabei stehen sie nebeneinander und halten sich ein Ohr zu, um sich besser auf die eigene Stimme konzentrieren zu können. 2009 wurde diese Gesangsform von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Eine weitere Liedkunst ist der "Chjame e Rispondi", ein Wechselgesang, bei dem sich zwei Sänger eine Art musikalisches Wortgefecht liefern, das von der Improvisation lebt und bei dem der Reiz im Einfallsreichtum der Sänger liegt.

Viele korsische Gruppen haben das alte Liedgut wiederentdeckt und teilweise mit modernen Rhythmen und Instrumenten neu verpackt. Gesungen wird selbstverständlich auf Korsisch. Bekannte Vertreter sind z. B. I Muvrini, Canta u populu Corsu und A Filetta, die den ganzen Sommer lang überall auf der Insel auftreten und allesamt auch auf dem Festland Erfolge feiern.

Napoleon

Der spätere Kaiser von Frankreich, Napoleon Bonaparte, wurde 1769 in Ajaccio geboren, lebte jedoch nur kurze Zeit auf Korsika. Zwar wünschte er sich, dass sein Leichnam in Ajaccio beigesetzt werde, aber nur für den Fall, dass dieser in Frankreich keinen würdigen Platz bekäme. Der aber ist ihm im Invalidendom in Paris zuteil geworden. So gab es in seiner Geburtsstadt außer Denkmälern und dem Haus der Familie bislang nur einige Feste (um den 15. August herum) zur Erinnerung an den berühmten Sohn. 2007 wurde ihm jedoch eine neue Ehre zuteil: Der Flughafen in Ajaccio heißt nun stolz "Napoléon Bonaparte".

Naturpark

Knapp 150 Gemeinden im Inselinneren bilden gemeinsam den Parc Naturel Régional de la Corse, der knapp ein Drittel der Insel umfasst. Er initiiert viele Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen, die allerdings vor dem Start von allen Mitgliedskommunen befürwortet werden müssen. Außerdem verwaltet und unterhält der Park alle Fernwanderwege, den berühmten GR20 sowie die "Mare a Mare" und die "Mare e Monti", die in mittleren Höhenlagen von Dorf zu Dorf führen.

Pisanische Kirchen

Die toskanische Republik Pisa erhielt die Insel im Jahr 1077 als päpstliches Lehen. Pisa ermunterte die Korsen zur Wiederbesiedlung der Küsten und entsandte Künstler und Baumeister, die vor allem in der Castagniccia, dem Nebbio und der Balagne Gotteshäuser errichteten. Die spätromanischen Kirchen gehören zu den schönsten Bauwerken der Insel. Sie bestechen durch die meisterhaft behauenen, oft verschiedenfarbigen Steinquader, durch naive Reliefskulpturen und durch umlaufende Schmuckbänder, die in Stein gehauene florale und geometrische Muster zeigen.

Steinzeit

In der Jungsteinzeit lebte auf Korsika eine Bevölkerung von Jägern, Sammlern, Fischern, die zunächst in Höhlen und unter Felsvorsprüngen Zuflucht fand. Später entstanden unverschanzte, zumeist auf Anhöhen liegende Siedlungen. Mitte des 4. Jts. v. Chr. entwickelte sich aus einem Totenkult die Megalithkultur. Man ließ Steinkistengräber aus monumentalen Steinplatten in den Boden ein. Diese wurden mit einem Erdhügel bedeckt, später als Dolmen (Steintische) oberirdisch errichtet. An die Steinkistengräber wurden Steinsäulen als "Seelensitze" der Verstorbenen gestellt. Die sogenannten Megalithiker schufen auf Korsika Menhire, die bis zu 4 m Höhe erreichten und wie Statuen bearbeitet wurden. Sie erhielten primitive menschliche Gesichtszüge und sogar angedeutete Gewänder. Manche Statuen tragen Waffen. Diese stammen aus der letzten Phase der Megalithkultur um 1500 v. Chr. Damals stießen vermutlich Eindringlinge nach Korsika vor, die Torreaner. Sie hinterließen Bauten aus riesigen Granitblöcken, zu "Zyklopenmauern" aufgetürmt, sowie torres, bis zu 7 m hohe Türme, in denen sie u. a. die Menhire der Megalithiker verbauten. Die wichtigsten Fundstätten liegen im Inselsüden.

Vendetta

Die Wahrung von Ehre und Recht nahmen die Korsen früher nach Kräften selbst in die Hand. Nach ihrem Ehrenkodex war ein Mann verpflichtet, schwere Kränkungen durch Mord zu rächen. Dieses Vendetta genannte Vergeltungsrecht erlebte seinen Höhepunkt in der ersten Hälfte des 19. Jhs., als die Zahl der durch Blutrache Ermordeten auf über tausend im Jahr anstieg und unzählige "Ehrenbanditen" sich in der Macchia versteckt hielten.

Wachtürme

Zur Zeit der genuesischen Herrschaft wurden entlang der Küste Wachtürme errichtet, als Frühwarnsystem zum Schutz vor Piraten. In Sichtweite zueinander standen an die 150 Türme rund um die Insel. Wurden feindliche Schiffe gesichtet, entzündeten die Wächter auf dem Turm ein Feuer, sodass die Bevölkerung gewarnt und die Nachricht im nächsten Turm aufgenommen werden konnte. Eine solche Warnung soll in zwei Stunden um die Insel gegangen sein. Wenige Türme sind zur Besichtigung freigegeben. Es lohnt sich, sie zu besteigen, allein der Aussicht wegen.

Bücher & Filme

Colomba

eine Erzählung um Blutrache und Ehre und ... Matteo Falcone - eine spannende Novelle um Verrat, Tod und Ehre unter korsischen Hirten - beide von Prosper Mérimée (1803-70)

Asterix auf Korsika

scharfsinnig-liebevolle Karikatur der (eigenartigen) Korsen - Comic-Klassiker von René Goscinny und Albert Uderzo

Der König von Korsika

Roman (2001) von Michael Kleeberg über das Leben Theodors von Neuhoff

Die Steinsuppe

Märchen und Geschichten aus Korsika, zusammengetragen von J. B. F. Ortoli

L'Enquête Corse

herrlich lustiger Comic von Pétillon über einen Privatdetektiv in schwieriger Mission auf der Insel. Er wurde 2004 mit Jean Reno und Christian Clavier verfilmt unter dem Titel "Willkommen bei den Korsen!"

Singles unterwegs

1999 von Philippe Harel gedrehte Beziehungskomödie, die im korsischen Gebirge spielt

Die Schöne und das Biest

TV-Reportage über korsische Geschichte, Identität und Machtkämpfe. Aus der Reihe "Faszination Frankreich" (DVD)

Die Rache der Colomba

Laurent Jaoui verfilmte 2005 den Klassiker von Prosper Mérimée

Fakten

Einwohner
334.938
Fläche
8.680 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Hauptstadt
Ajaccio
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
14:35 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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