© Vadym Lavra/shutterstock

Italien Nord

Check-in

Bella Italia fasziniert immer wieder, und Norditalien hat besonders viel von diesem "schönen Italien" zu bieten. Urlaub an den von Villen gesäumten Oberitalienischen Seen, an der palmenreichen Küste Liguriens, an den Sandstränden der Adria, in den Trattorien Piemonts und Gasthäusern Südtirols verheißt Genuss und Spaß. Vieles präsentiert sich modern designt, und das Sportangebot in den Alpen und am Meer reagiert auf jeden neuen Trend. Die großen Städte wie Turin, Mailand und Genua sind in ständigem Wandel begriffen, es wird restauriert und geplant, neue Hotels und neue Lokale machen auf, aber auch die kleineren wie Ferrara, Udine, Urbino, Siena zeigen nicht nur ihre Schätze, sondern auch modernes, mediterranes Lebensgefühl.

Norditalien ist stramoderno und straricco, supermodern und superreich - in Europa steht es ganz oben auf der Liste der wohlhabenden, hoch entwickelten Regionen. Von wegen Dolcefarniente, süßes Nichtstun: In Norditalien wird hart gearbeitet, die von Industrieanlagen vielerorts zersiedelte Landschaft vor den Toren der großen Städte führt das deutlich vor Augen. Das heißt aber auch, dass die Lebensqualität sehr hoch ist, was sich in der italienischen Lebensart niederschlägt (und seinen Preis hat): Man kann hier sehr gut essen - ein vergleichbares Niveau, einen vergleichbaren Variantenreichtum an Lebensmitteln und Zutaten werden Sie nur schwerlich anderswo finden. Man kann hier sehr gut trinken - in Nord- und Mittelitalien liegen einige der weltweit besten Weinanbaugebiete. Man kann sich hier aber auch sehr gut, schick und elegant einkleiden. Die Norditaliener haben es geschafft, trotz allgemeiner Textilkrise hochwertige Produktionszweige im Land zu behalten, wie etwa den der Seiden- und Brokatstoffe um Como, die Kaschmirverarbeitung im Piemont sowie feines Schuhwerk in Venetien und den Marken.

Die schönen Zentren der alten Städte sind gepflegt und restauriert, einladende Cafés säumen die Plätze; hier sitzt man und erholt sich vom Schlendern und Schauen und überlegt sich beim Campari oder Cappuccino, in welche reiche Gemäldesammlung, in welche kunstvolle Kirche aus Mittelalter, Renaissance oder Barock man als Nächstes gehen wird - das Erbe eines sagenhaften Kunstschaffens, wie es kein anderes Land Europas zustande gebracht hat.

In der Sommerzeit überziehen zudem hochkarätige Festivals mit Tanz, Theater und Oper, mit Klassik, Jazz und Rock das Land - Schauplätze sind schöne Piazze, antike Theater und Arenen aus der Römerzeit, Palazzi, mittelalterliche Burgdörfer. Und die beiden weltberühmten Opernhäuser La Scala in Mailand und La Fenice in Venedig präsentieren sich nach Restaurierung bzw. Wiederaufbau wieder in Hochform. Hinzu kommt die legendäre Club- und Diskokultur längs der Adriaküste bei Rimini und Riccione, die allsommerlich Massen von Jugendlichen anzieht. Aktivurlauber haben die Wahl zwischen für alle neuen Trends bestens gerüsteten Skigebieten im Alpenkranz, Wandergebieten im Apennin und in den Hügeln der Toskana und Umbriens, Radtouren im Veneto und in der flachen Poebene und jeder nur erdenklichen Sportart auf dem Wasser, sei es am Meer oder an den Oberitalienischen Seen. Kurz, wer sich auf eine Reise nach Norditalien begibt, kann sich auf eine komplexe, lebendige Welt gefasst machen.

Das fängt schon an mit der vielfältigen Landschaft und der wechselvollen Geschichte der einzelnen Regionen: Da ist im Nordwesten die Talschaft Valle d'Aosta, Italiens kleinste Region inmitten der höchsten und mächtigsten Bergmassive Europas, durch die Nähe zu Frankreich stark frankophil geprägt. Ein klassisches Grenzland ist auch das deutschsprachige Südtirol (ital. Alto Adige) auf der Südseite des Brenners; seit dem Ersten Weltkrieg gehört es zu Italien. Dank Wohlstand durch einen florierenden Bergtourismus und ein Autonomiestatut ist die Region nunmehr gut integriert. Südtirol teilt sich mit der südlich angrenzenden Provinz Trentino und mit dem Veneto die Dolomiten - mit ihren splittrig zugespitzten Zacken und steilen Blöcken aus hellem Kalkgestein eine faszinierende Bergwelt und zu Recht auf der Unesco-Liste des Weltnaturerbes.

Im Nordosten folgt das Friaul mit den Karnischen Alpen und dem kalkig-porösen Karst, Pufferzone zum Osten Europas und im Mittelalter eine Hochburg der Langobarden - ihre Zeugnisse zählen ebenso zu den großen Sehenswürdigkeiten wie die herrlichen Basiliken des frühen Christentums in Grado, in Aquileia, in Ravenna. Die grandiose Wasserstadt Venedig beherrschte einst die Weltmeere und das venetische Hinterland. Ihre Lagune liegt über dem Delta des großen Flusses Po, der ganz Norditalien von West nach Ost durchfließt: An seine Ebene grenzt das Bergland des Piemont mit der strengen Stadt Turin, die Lombardei mit dem kosmopolitischen Mailand. Zu seiner Ebene hin öffnen sich auch die Oberitalienischen Seen, im Norden noch fjordartig in die Felsen geschmiegt, nach Süden hin offen zum milden Mittelmeerklima, sodass etwa am Gardasee Zypressen, Oliven- und Zitronenbäume gedeihen. Das flache Schwemmland der Poebene liefert mit seinen ausgedehnten Siedlungsflächen für zahllose Industriebetriebe und mit seinem fruchtbaren Ackerboden den Reichtum der Lombardei und der Emilia-Romagna.

Südlich der Poebene erhebt sich der Apennin, das Mittelgebirge, das Italien bis hinunter in die Stiefelspitze durchzieht. Zur zentralen Hügellandschaft des Apennins, die die Toskana, Umbrien und die Marken eint, gehören in allen drei Regionen schöne mittelalterliche Klosteranlagen und einmalige Städte: Städte etruskischen oder römischen Ursprungs, Städte mit Blütezeiten im Mittelalter, alte Seerepubliken und die Städte der Renaissance, dieser großen Kulturanstrengung des 15. und 16. Jhs., die sich von Florenz aus in ganz Europa verbreitete und neue Maßstäbe setzte.

Und das Meer, der Strand? Da ist im Westen zunächst die tyrrhenische Küste - die Blumenriviera und die Felsriviera, dann die langen, familienfreundlich flachen Sandstrände der Toskana im Schatten der Schirmpinien, immer wieder gesprenkelt mit Flecken mondänen Badelebens. Auf der anderen Seite des Stiefels lockt die breite, feinsandige Adriaküste: eine nicht abreißende Kette von Strandbädern, eine Industrie des Badeurlaubs mit den neuesten Sport- und Vergnügungsangeboten.

Im Trend liegt auch der Naturschutz, nach langen Jahren wilden Raubbaus. Das wird in vielen Küstenorten mit der Blauen Fahne belohnt, der europäischen Auszeichnung für sauberes Wasser und schonenden Umgang mit der Natur. Der biologische Anbau in der Landwirtschaft hat stark zugenommen, Supermarktketten wie Coop haben ihre Bio- und Fair-Trade-Produkte, Natura Sì ist eine etablierte Bioladenkette, Bauernmärkte haben in die Städte zurückgefunden, "km 0" entsteht als Logo für lokale Produkte, Bioweine finden guten Absatz, und immer mehr Hotels achten auf umweltfreundliche Standards. Und auch wenn es nach wie vor an Fahrradwegen mangelt, beginnt sich zaghaft Carsharing zu etablieren, werden Autos zunehmend aus den Altstadtkernen verbannt. Inmitten ihrer Überfülle an alten Schätzen führen die Norditaliener ein hochmodernes Leben, das sich mit all seinen Facetten immer wieder neu zu entdecken lohnt.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Saluzzo bezaubert mit Architektur, Kunst und seiner besonderen Atmosphäre. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau vor dem Hintergrund des märchenhaften Monviso. Zahlreiche Bauten aus Mittelalter und…
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt, ein Meisterwerk romanischer Architektur. Er hat eine dreiteilige Fassade mit drei verzierten Portalen, eine Galerie und eine got. Rosette.
Dies ist eine Stätte von großer Bedeutung für die religiöse Topographie der Stadt. Sie ist in mehrere Sakralbauten unterteilt, die dem ersten Märtyrer gewidmet sind.
Das hübsche Städtchen liegt malerisch an einem Lagunensee. Durch den Salzhandel kam sie einst zu Reichtum. Die zahlreichen Kanäle werden von historischen Brücken überspannt, deren berühmteste…
Die Benediktinerabtei wurde vom Langobarden-Herzog Faroald II. gegründet, der sich als Mönch in diese Waldeinsamkeit nördlich von Ferentillo zurückzog und 728 hier starb. Die heutigen Bauwerke…
Das mittelalterliche Städtchen wird gern als Aussichtsterrasse Umbriens bezeichnet. Tatsächlich genießt man vom Hügelkamm oberhalb der Valle Umbra einen umfassenden Blick. Hinter den alten…
Die herrliche Renaissancekirche Santa Maria delle Grazie, Teil eines Dominikanerklosters und berühmt für das Abendmahlfresko von Leonardo da Vinci, das sich im Refektorium befindet. Sie ist seit…
Die Villa wurde 1800 klassizistisch umgestaltet und trägt seit 1850 den Namen ihrer damaligen Besitzerin Charlotte von Sachsen-Meiningen. Wunderschön sind der Terrassengarten und der Park im…
Die "Perle des Lario" beschenkt seine Besucher mit einem fulminanten Ausblick auf alle drei Arme des Comer Sees und die dahinter aufragenden Berge. Sehenswert sind die mondänen Villen der…
Mittelpunkt Comos ist der etwas erhöht gelegene Domplatz, dessen Hauptgebäude 1396 begonnen und in der Renaissance vollendet wurde. Der Gesamtentwurf ist ein Meisterwerk der einheimischen…
Die Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.
Murano trägt nicht zu Unrecht den Titel der „gläsernen Insel“: Auf der kleinen Inselgruppe nordöstlich der Altstadt von Venedig wird bereits seit dem 10. Jahrhundert nach Christus Glas…
Die Stadtinsel Guidecca gehört zum Sestiere (Stadtviertel) Dorsoduro und damit zu den ruhigsten Gegenden Venedigs. Grund dafür mag sein, dass die langgezogene Insel nur per Boot erreichbar ist –…
Die kleine Insel San Michele ist der Begräbnisort der Venezianer und liegt zwischen der Hauptinsel von Venedig und der Glasbläserinsel Murano. San Michele verfügt über einen recht geometrischen…
500 Schritte führen Besucher 100 m in die Tiefe. Die Grotte ist 120 m tief, 107 m hoch, 280 m lang und 65 m breit. erreichbar mit dem Buslinie 43, Haltestelle Borgo Grotta Gigante.

Reisezeit

Januar
sehr gut
4°C
Februar
sehr gut
8°C
März
sehr gut
13°C
April
sehr gut
19°C
Mai
sehr gut
23°C
Juni
sehr gut
28°C
Juli
sehr gut
30°C
August
sehr gut
29°C
September
sehr gut
25°C
Oktober
sehr gut
17°C
November
sehr gut
10°C
Dezember
sehr gut
5°C

Die beste Reisezeit für Italien Nord sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 18° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 9 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 4° Celsius bei 7 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 18° Celsius und die Nachttemperatur bei 10° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 7 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Mai.

Mehr zu Klima und Reisezeit

MARCO POLO Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Italien Nord
MARCO POLO Reiseführer Italien Nord
12,99 €
MARCO POLO Reiseatlas Alpen, Norditalien 1:300 000
MARCO POLO Reiseatlas Alpen, Norditalien 1:300 000
14,99 €
MARCO POLO Reiseführer Emilia-Romagna, Bologna, Parma, Ravenna
MARCO POLO Reiseführer Emilia-Romagna, Bologna, Parma, Ravenna
12,99 €
MARCO POLO Reiseführer Gardasee
MARCO POLO Reiseführer Gardasee
14,00 €
MARCO POLO Reiseführer Oberitalienische Seen, Lago Maggiore, Luganer See, Comer
MARCO POLO Reiseführer Oberitalienische Seen, Lago Maggiore, Luganer See, Comer
12,99 €

Praktische Hinweise

Anreise

Auto

Die beiden Hauptstrecken führen durch die Schweiz (Gotthardtunnel) Richtung Mailand und durch Österreich über den Brenner Richtung Bozen und Verona. Die italienischen Autobahnen sind (wie die in Österreich und der Schweiz) mautpflichtig. In der Saison fahren Autozüge (autozug.de) von zahlreichen deutschen Städten nach Alessandria, Bozen, Verona und Triest: bequem und umweltfreundlich, aber nicht billig.

Bahn

Wer früh bucht, findet günstige Tarife auch für die Fahrt nach Italien (mehrmals täglich fährt der DB-Europa-Spezial nach Italien). Man fährt entweder durch die Schweiz (Como-Mailand) oder etwas preiswerter durch Österreich (Bozen-Verona). Zu Hauptreisezeiten frühzeitig Liege-, Schlaf- bzw. Sitzplatz reservieren!

Flugzeug

Alle großen Städte in Nord- und Mittelitalien verfügen über Flughäfen, die aus dem Ausland angeflogen werden. Low-Cost-Fluggesellschaften, die regelmäßig Mailand, Venedig, Pisa, Bologna oder Florenz anfliegen, sind etwa Air Berlin, Tuifly, Easy Jet, Ryanair und Germanwings, Lufthansa fliegt zudem regelmäßig nach Turin, Triest und Genua. Auch die Lufthansa hat für Frühbucher gute Angebote. Eine beliebte Suchmaschine für preiswerte Flugverbindungen ist www.billig-flieger-vergleich.de.

Auskunft

Italienische Zentrale für Tourismus Enit

- Barckhausstr. 10 | 60325 Frankfurt | Tel. 069 237434

- Mariahilfer Str. 1 b | 1060 Wien | Tel. 01 5051639

- Uraniastr. 32 | 8001 Zürich | Tel. 0434664040

- www.enit.it

Informative Websites

Eine Website mit sehr vielfältigen allgemeinen Infos ist www.emmeti.it. Die italienischen Regionen haben alle gut gemachte Tourismusportale, oft auch in Deutsch bzw. in Englisch:

Aostatal: www.regione.vda.it/turismo

Ligurien: www.turismoinliguria.it

Piemont: www.torinopiupiemonte.com

Südtirol: www.suedtirol.info

Venetien: www.veneto.to

Friaul-Julisch-Venetien: www.turismo.fvg.it

Trentino: www.visittrentino.it

Lombardei: www.turismo.regione.lombardia.it

Emilia-Romagna: www.emiliaromagnaturismo.it

Toskana: www.turismo.intoscana.it

Marken: www.turismo.marche.it, www.diemarken.com

Umbrien: www.regioneumbria.eu

Auto

Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften 50 km/h, sonst 90 km/h, auf Autobahnen (autostrada) 130 (bei Regen 110) km/h; die Promillegrenze liegt bei 0,5. Auch tagsüber muss außerorts mit Abblendlicht gefahren werden. Außerorts ist bei Verlassen des Wagens am Straßenrand zudem das Anlegen einer Warnweste vorgeschrieben. Die Tankstellen (außer auf der Autobahn) schließen über Mittag und sonntags, aber viele haben Tankautomaten.

Parken ist häufig ein Problem, vor allem in den Innenstädten - benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel! Parkscheine zieht man in Automaten oder kauft Tickets in tabacchi-Läden oder Kiosken. Das Befahren vieler Innenstadtkerne ist in der Regel nur den Bewohnern mit Sondergenehmigung erlaubt; eine solche Tagesgenehmigung bekommen Sie im Hotel. Achten Sie darauf, nur im erlaubten Bereich zu parken, die leeren Gemeindekassen werden gern mit Bußgeldern gefüttert!

Wenn besonders hohe Smogwerte gemessen werden, verhängen viele Städte für ihre Zentren tageweise ein Fahrverbot für Autos der Euro-Schadstoffklassen 1 und 2, manchmal auch 3, sowie für Dieselwagen ohne Partikelfilter. Man erfährt das meist bei der Einfahrt in die Städte auf großen Displays an den Straßen. Dann heißt es, das Auto in den Außenbezirken zu parken und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen; in den meisten Fällen gibt es ein P-&-R-System.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat in Mailand

Via Solferino 40 | Tel. 026231101 | www.mailand.diplo.de

Österreichisches Konsulat in Mailand

Piazza del Liberty 8/4 | Tel. 02783743 | www.bmeia.gv.at

Schweizer Konsulat in Mailand

Via Palestro 2 | Tel. 027779161 | www.eda.admin.ch

Geld & Kreditkarten

Zahlreiche Banken sind mit Geldautomaten versehen. Fast alle Hotels, Restaurants, Tankstellen, Supermärkte sowie die meisten Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten.

Gesundheit

Bei Bedarf wenden Sie sich an die meist guten Notaufnahmen (pronto soccorso) der Krankenhäuser und legen Ihre Europäische Versichertenkarte (EHIC) vor, mit der Sie in der Regel kostenlos behandelt werden. In der Arztpraxis bezahlen Sie am einfachsten bar, Ihre Versicherung wird Ihnen zu Hause mindestens einen Teil zurückerstatten.

Internetzugang & Wlan

In allen kleineren und größeren Städten gibt es in der Innenstadt und um den Bahnhof Internetpoints, so auch in manchen Bars und mittlerweile in fast allen Hotels. Für eine Stunde Surfen müssen Sie in der Regel mit 3-6 Euro rechnen. Unter www.jiwire.com oder www.hotspots-wifi.it finden Sie unter dem Suchwort "Italy" zahllose Adressen von Hotels, Bars, Campingplätzen, Einkaufszentren etc., die drahtlosen Internetzugang anbieten. Die Businessclasslounges in allen Flughäfen sowie die Wartesäle der Eurostarkunden auf den Bahnhöfen haben ebenfalls WLAN-Anschluss, desgleichen viele Autobahnraststätten. Außerdem arbeitet man an Projekten, ganze Städte und Provinzen mit WLAN zu versorgen.

Mietwagen

Für einen Kleinwagen zahlt man (Kreditkarte obligatorisch!) etwa 80 Euro pro Tag, eine Woche ab ca. 300 Euro. Günstige Angebote für Mietwagen finden Sie u. a. auf www.billiger-mietwagen.de.

Notrufe

Polizei: Tel. 113

Feuerwehr: Tel. 115

Notarzt, Rettungswagen: Tel. 118

Pannenhilfe: Tel. 803116

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Züge der italienischen Staatsbahn FS (www.fsitaliane.it) sind einigermaßen pünktlich, zumindest die neuen Schnellzüge Frecciarossa und Eurostar. Der Frecciarossa von Florenz nach Mailand braucht eindreiviertel Stunden gegenüber den gut dreieinhalb Stunden des IC, kostet dafür aber auch 53 Euro (inklusive der obligatorischen Platzreservierung) gegenüber den 29,50 Euro im IC. Die Fahrkarte der normalen Züge müssen Sie vor Fahrtantritt an Automaten im Bahnhof abstempeln!

Die Großstädte haben dichte Busnetze, Mailand darüber hinaus auch eine U-Bahn. Kleinstädte und Dörfer sind gut mit Überlandbussen zu erreichen.

Öffnungszeiten

Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet, andere Läden öffnen meistens von 9 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr, zum Teil auch durchgehend ohne Mittagspause. In touristischen Küstenorten bleiben die Geschäfte in der Saison oft bis spätabends offen.

Post

Das Porto für Karten und Standardbriefe innerhalb Europas beträgt 75 Cent. Briefmarken (francobolli) bekommen Sie auch in Tabakgeschäften.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Deutschland 0049, Schweiz 0041, Österreich 0043. Vorwahl Italien: 0039, dann direkt die Rufnummer mit der Null. Um die Handy- und Internetkosten im Ausland so niedrig wie möglich zu halten, sollten Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Anbieter erkundigen oder die immer wieder aktualisierte Website www.teltarif.de/reise konsultieren.

Unterkunft

Beliebt sind Ferien auf dem Bauernhof (www.agriturismo.it, www.agriturist.com). Auch Bed & Breakfast setzt sich in den Städten durch, z. B. www.bbitalia.it und www.bed-and-breakfast-italien.com. Besonders schöne Hotels finden Sie bei www.siglinde-fischer.de, Unterkünfte in alten Dörfern und restaurierten Altstadtkomplexen auf www.alberghidiffusi.it. In Urlaubsgebieten gibt es ein reiches Angebot an Ferienwohnungen. Campinginfos unter www.camping.it/germany oder www.camping-in-italien.com. Jugendherbergen und billige Hotels finden Sie unter www.aighostels.com, www.hostelsclub.com und www.hostelitaly.com. Das Portal der Umweltbewegung Lega Ambiente listet eine Reihe besonders umweltfreundlicher Hotels auf: www.legambienteturismo.it

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Verbrauch frei ein- und ausgeführt werden. Für Schweizer gelten geringere Freimengen.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

Neujahr

6. Jan.

Heilige Drei Könige

März/April

Ostermontag

25. April

Befreiung vom Faschismus (Liberazione)

1. Mai

Tag der Arbeit

2. Juni

Ausrufung der Republik 1946 (Festa della Repubblica)

15. Aug.

Mariä Himmelfahrt

1. Nov.

Allerheiligen

8. Dez.

Mariä Empfängnis (Immacolata Concezione)

25./26. Dez.

Weihnachten

Volksfeste und Festivals

Karneval

Carnevale Veneziano: Beim berühmten Karneval bilden die Fassaden der Palazzi die Kulisse für traumhafte Masken und geheimnisvolle Verkleidungen.

La Battaglia delle Arance: Im piemontesischen Ivrea bewerfen sich Bewohner und Besucher mit zig Tonnen Orangen, Italiens orgiastischster Karneval.

Osterzeit

Processione delle Macchine: besonders eindrucksvolle Osterprozession - durch die Straßen von Vercelli im Piemont werden feierlich große, antike Holztafeln getragen, die die Passion Christi darstellen.

April-Anfang Juli

Maggio Musicale Fiorentino: renommierte Musikfestwochen in Florenz

Mai

La Corsa dei Ceri: Am 15. tragen junge, schwitzende Männer zu Ehren der Stadtheiligen riesige Votivgestelle im Laufschritt auf und ab durch die Gassen des umbrischen Städtchens Gubbio.

Juni

Mostra Internazionale del Nuovo Cinema: Die Kinotage Mitte Juni in Pesaro gelten unter Filmliebhabern als besondere alternative Fundgrube.

Festa Artusiana: in der zweiten Junihälfte acht Tage Schlemmerstände, Kochkurse, Delikatessenmärkte in Forlimpopoli, dem Geburtsort von Pellegrino Artusi, Italiens berühmtestem Kochbuchautor

Juni/Juli

Festival Musicale del Mediterraneo: Ende Juni/Anfang Juli lädt Genua Gruppen und Solisten des Mittelmeerraums ein, für Liebhaber der Weltmusik ein Muss.

Juli

La Notte Rosa: Am ersten Wochenende taucht die Adriaküste in rosa Licht ein und feiert in den Badeorten und an den Stränden mit zig Events den Sommerbeginn.

Festival dei Due Mondi: von Mitte Juni bis Mitte Juli in Spoleto interessante Theater-, Tanz- und Musikdarbietungen

Italia Wave Love Festival: vier Junitage italienische und internationale Bands im Stadion von Livorno

Heineken Jammin' Festival: zweitägiges Festival mit hochkarätigen Rockstars im Parco San Giuliano bei Venedig

Santarcangelo dei Teatri: Sommertreff alternativer Theatergruppen in der ersten Julihälfte in Santarcangelo di Romagna im Hinterland Riminis

Umbria Jazzfestival: Zehn Tage lange wird im Juli in Perugia erstklassiger Jazz gespielt.

Juli/August

Stresa Festival: Im Juli und August finden in Stresa am Lago Maggiore und auf den Seeinseln hochkarätige Klassik- und Jazzkonzerte statt.

Palio delle Contrade: das aufregende Pferderennen auf der Piazza del Campo in Siena am 2. Juli und am 16. Aug.

August

Giostra della Quintana: spannendes Reiterturnier in Kostümen am ersten Augustsonntag in Ascoli Piceno

Ferragosto: Um den 15. Aug. steigert sich der italienische Sommer zu seinem Höhepunkt mit Straßen-, Schlemmer- und Strandfesten, Musik und Feuerwerk.

Buskers Festival: In der letzten Augustwoche beleben Straßenmusiker aus aller Welt die Altstadt von Ferrara.

In Verona die weltberühmten Opernaufführungen in der römischen Arena

September

Oriente-Occidente: avantgardistisches "World"-Festival in der ersten Septemberwoche mit Schwerpunkt Tanz in Trient und Rovereto. www.orienteocci dente.it

Oktober

Il Palio degli Asini: ein burleskes Eselrennen am ersten Oktobersonntag in Alba in Erinnerung an die mittelalterliche Rivalität zwischen Asti und Alba

Bloss nicht

Allzu sorglos sein

In Touristenballungszentren und in großen Städten sollten Sie - nicht nur in Italien! - grundsätzlich vor Taschendieben und Autoknackern auf der Hut sein. Besondere Vorsicht ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Gedränge geboten. Beim Stadtbummel trägt man Handtasche und Fotoapparat immer auf der zur Häuserwand gerichteten Seite, nie zur Straßenseite. Kostbaren Schmuck lassen Sie besser gleich zu Hause. Das geparkte Auto sollte leer bzw. alles Gepäck im abgeschlossenen Kofferraum verstaut sein. An freien Stränden sollte möglichst einer bei den Sachen bleiben. Vorsicht ist auch an Tankstellen geboten: Achten Sie auf Ihr Wechselgeld, und lassen Sie sich nichts aufschwatzen (z. B. Scheibenwischer oder Öl wechseln); auch sind manche Raststättenparkplätze Jagdrevier von Dieben.

Markenfälschungen kaufen

Wer auf dem Markt oder von einem Straßenhändler gefälschte Markenmode kauft und dabei erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Bestellen ohne klare Preisabsprache

Manchmal tut man gut daran, vorher nach dem Preis zu fragen, etwa vor einer Taxifahrt, bei der Bestellung eines Hotelzimmers oder wenn man das toskanische Steak fiorentina oder frischen Fisch bestellt, die nach Gewicht berechnet werden, deren Preise also pro 100 g (etto) angegeben sind.

Einfach an einen freien Tisch setzen

Setzen Sie sich im Restaurant, selbst wenn es noch so leer sein sollte, nicht einfach an einen freien Tisch, sondern immer erst nach Aufforderung durch den Kellner. Lassen Sie sich dabei nicht an den Katzentisch abdrängen - geben Sie deutlich zu verstehen, welchen Platz Sie wünschen. Aber vermuten Sie auch keine Verschwörung, wenn es heißt, der sei reserviert, sondern lassen Sie sich beim nächsten Mal selbst für den Tisch direkt am Fenster (am Wasser/mit Blick auf die Piazza …) vormerken.

Getrennt abrechnen

Italienische Kellner und Gastbetriebe kennen diesen Usus nicht - und haben auch wenig Verständnis dafür, wenn bei einer Gruppe von Gästen jeder einzeln für sich bezahlt. Egal wie viel oder wie wenig die Einzelnen gegessen oder getrunken haben - unter Italienerinnen und Italienern wird die Gesamtrechnung am Ende durch die Zahl derer geteilt, mit denen man gemeinsam gegessen hat.

Die Andacht stören

Wer Kirchen besichtigt, sollte bei Gottesdiensten nicht stören, also für den Kirchenbesuch deren Ende abwarten. Auch die Kleidung sollte Respekt bezeugen, das heißt bedeckte Schultern und keine Shorts.

Bücher & Filme

Italokrimis

Spannende Lektüre bieten viele aktuelle Krimis, etwa von Sandrone Dazieri aus Cremona, von Piero Soria aus Turin, von Carlo Lucarelli aus Bologna und Michele Giuttari aus Florenz. Siehe auch www.krimi-couch.de.

A Casa Nostra

So heißt eine 2011 erschienene Anthologie mit Geschichten von jüngeren Schriftstellern Italiens, die ein vielschichtiges Italienbild entstehen lassen - eine interessante Lektüre für alle, die sich fürs heutige Italien fernab der gängigen Klischees interessieren.

Der Steingänger/Die Einsamkeit der Primzahlen

Zwei Bücher aus Norditalien haben in jüngster Zeit literarisch beeindruckt: Davide Longos "Steingänger" ist ein zeitgenössischer Heimatroman aus dem Piemont; der Bestseller des jungen Paolo Giordano aus Turin, "Die Einsamkeit der Primzahlen", handelt von den Schwierigkeiten zweier begabter junger Menschen, ihr Glück zu finden. Letzterer ist auch verfilmt worden und 2011 in Deutschland in die Kinos gekommen.

La Meglio Gioventù

Wer ein wenig Geduld hat, dem sei dieser sechsstündige Film (deutsch: "Die besten Jahre") von Marco Tullio Giordana aus dem Jahr 2003 ans Herz gelegt: Am Leben zweier Brüder wird das politische und soziale Italien der letzten 40 Jahre erzählt, ein großer, ergreifender Erfolg auch in deutschen Programmkinos und auf DVD.

Giorgio Diritti

Diritti ist ein Regisseur, dessen Filme auf Festivals und in Programmkinos Furore machen: 2006 "Il Vento Fa il suo Gito" (Der Wind zieht seinen Weg), in dem ein Schäfer aus Frankreich mit Familie und Schafherde in ein halb verlassenes piemontesisches Tal einwandert. Zunächst herzlich willkommen geheißen, wird er mit der Zeit immer stärker abgelehnt - eine gescheiterte Integration. 2010 erschien "L'Uomo che Verrà" (Der Mensch, der kommen wird), der vom Massaker der deutschen Wehrmacht 1944 in einem Bergdorf bei Bologna erzählt - behutsam, sorgfältig recherchiert: ein Lehrstück, wie man die Dramatik der Vergangenheit gelungen präsentieren kann.

1-5 °C
1 h/Tag

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:25 Uhr

Anreise

10h 37min
15h 20min
1h 20min
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

MARCO POLO Produkte

MARCO POLO Reiseführer Italien Nord
MARCO POLO Reiseführer Italien Nord
12,99 €
MARCO POLO Reiseatlas Alpen, Norditalien 1:300 000
MARCO POLO Reiseatlas Alpen, Norditalien 1:300 000
14,99 €
MARCO POLO Reiseführer Emilia-Romagna, Bologna, Parma, Ravenna
MARCO POLO Reiseführer Emilia-Romagna, Bologna, Parma, Ravenna
12,99 €
MARCO POLO Reiseführer Gardasee
MARCO POLO Reiseführer Gardasee
14,00 €
MARCO POLO Reiseführer Oberitalienische Seen, Lago Maggiore, Luganer See, Comer
MARCO POLO Reiseführer Oberitalienische Seen, Lago Maggiore, Luganer See, Comer
12,99 €