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Italien Nord Must Sees





























Architektonische Highlights
Architektonische Highlights
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Landschaftliche Highlights
Santa Maria delle Grazie
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Hier schweigen selbst die Frösche
Die Kirche gehört zum Dominikanerkloster gleich nebenan, in dessen Speisesaal Leonardo da Vinci sein Abendmahl malte. Großartig und elegant, sieht man ihr an, dass sie keine Kirche fürs Volk war, sondern für die Oberschicht. Das ist sie auch heute noch: Zur Sonntagsmesse kommen die feinen Mailänder Familien aus der Nachbarschaft. Kein Geringerer als Donato Bramante (1444–1514), der zu den ganz großen Architekten des 15.Jhs. zählte und den Petersdom in Rom entwarf, vollendete die Kirche ab 1492 im schönsten Renaissancestil. Den stillen Kreuzgang Chiostro delle Rane verzaubert ein Brunnen mit bronzenen Fröschen und im Frühjahr blühenden Magnolien.
- Via Giuseppe Antonio Sassi 3, 20123 Milano
- http://legraziemilano.it/
- +39 02 467 6111
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Hier schweigen selbst die Frösche
Die Kirche gehört zum Dominikanerkloster gleich nebenan, in dessen Speisesaal Leonardo da Vinci sein Abendmahl malte. Großartig und elegant, sieht man ihr an, dass sie keine Kirche fürs Volk war, sondern für die Oberschicht. Das ist sie auch heute noch: Zur Sonntagsmesse kommen die feinen Mailänder Familien aus der Nachbarschaft. Kein Geringerer als Donato Bramante (1444–1514), der zu den ganz großen Architekten des 15.Jhs. zählte und den Petersdom in Rom entwarf, vollendete die Kirche ab 1492 im schönsten Renaissancestil. Den stillen Kreuzgang Chiostro delle Rane verzaubert ein Brunnen mit bronzenen Fröschen und im Frühjahr blühenden Magnolien.
- Via Giuseppe Antonio Sassi 3, 20123 Milano
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San Zeno Maggiore
Architektonische Highlights © Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Die Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.
- Piazza San Zeno, 37123 Verona
- http://www.chieseverona.it/
- +39 045 592813
- info@basilicasanzeno.it
© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Die Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.
- Piazza San Zeno, 37123 Verona
- http://www.chieseverona.it/
- +39 045 592813
- info@basilicasanzeno.it
Isola di Murano
Geographical © eZeePics Studio, Thinkstock
Berühmt ist der aus fünf Inseln bestehende, seit rund 1400 Jahren besiedelte Ort wegen seiner Glasindustrie. Zu empfehlen ist der Besuch in einem der Ateliers sowie im Museo del Vetro. Sehenswert: die romanische Kathedrale Santi Maria e Donato.
- Venezia
© eZeePics Studio, Thinkstock
Berühmt ist der aus fünf Inseln bestehende, seit rund 1400 Jahren besiedelte Ort wegen seiner Glasindustrie. Zu empfehlen ist der Besuch in einem der Ateliers sowie im Museo del Vetro. Sehenswert: die romanische Kathedrale Santi Maria e Donato.
- Venezia
Giudecca
Geographical © kavalenkava, Shutterstock
Eigentlich besteht diese der Altstadt südlich vorgelagerte Insel aus acht miteinander verbundenen Eilanden. Im Mittelalter lebten hier die aus der Stadt verbannten giudei, die Juden (daher vermutlich der Name). Später bauten reiche Venezianer hier ihre Sommervillen, im 19.Jh. schließlich ließen sich Gewerbe und Industrie nieder. Heute besucht man den verwaltungstechnisch zu Dorsoduro zählenden Stadtteil v.a. der beiden Palladio-Kirchen Redentore und Zitelle wegen.
- Venezia
© kavalenkava, Shutterstock
Eigentlich besteht diese der Altstadt südlich vorgelagerte Insel aus acht miteinander verbundenen Eilanden. Im Mittelalter lebten hier die aus der Stadt verbannten giudei, die Juden (daher vermutlich der Name). Später bauten reiche Venezianer hier ihre Sommervillen, im 19.Jh. schließlich ließen sich Gewerbe und Industrie nieder. Heute besucht man den verwaltungstechnisch zu Dorsoduro zählenden Stadtteil v.a. der beiden Palladio-Kirchen Redentore und Zitelle wegen.
- Venezia
Cimitero di San Michele
Touristenattraktionen © Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Auf halbem Weg zwischen Fondamente Nove und Murano liegt Venedigs Friedhofsinsel. Hinter ihrer Backsteinmauer ruhen neben tausenden namenlosen Venezianern u. a. der Komponist Igor Strawinsky, der Dichter Ezra Pound und der Impresario Sergej Diaghilew.
- 30100 Venezia
- http://www.comune.venezia.it/
- +39 041 729 2841
© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Auf halbem Weg zwischen Fondamente Nove und Murano liegt Venedigs Friedhofsinsel. Hinter ihrer Backsteinmauer ruhen neben tausenden namenlosen Venezianern u. a. der Komponist Igor Strawinsky, der Dichter Ezra Pound und der Impresario Sergej Diaghilew.
- 30100 Venezia
- http://www.comune.venezia.it/
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Merano
Geographical © saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Vorhang auf für die Bergromanze
Eine zauberhafte Kurstadt (40 000 Ew.) mit supermodernen Thermalanlagen, mit Promenaden, üppig-mediterranen Villengärten und dem farbenprächtigen Blütenlabyrinth der eindrucksvollen Giardini Trauttmansdorff. Oberhalb Merans liegt das Dorf Tirol mit dem Stammschloss der Grafen von Tirol; es ist Sitz des spannend aufgemachten Südtiroler Landesmuseums, das die Traditionen der Bergbevölkerung dokumentiert. Im benachbarten Algund serviert das weinumrankte Wirtshaus Leiter am Waal mit lauschiger Terrasse erstklassige Schlutzkrapfen, die Südtiroler Version der Ravioli. Hoch über Vöran südlich von Meran hat der Künstler Franz Messner auf dem Rotsteinkogel das Knottnkino kreiert: 30 Kinosessel für den spektakulären „Filmblick“ aufs Etschtal und die Texelgruppe. Die einfachsten und kürzesten Wege, Nr. 11 und Nr. 14, starten beim Parkplatz oberhalb des Gasthofs Alpenrose in Vöran.
- 39012 Merano
- http://www.comune.merano.bz.it/
- +39 0473 272000
- info@meran.eu
© saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Vorhang auf für die Bergromanze
Eine zauberhafte Kurstadt (40 000 Ew.) mit supermodernen Thermalanlagen, mit Promenaden, üppig-mediterranen Villengärten und dem farbenprächtigen Blütenlabyrinth der eindrucksvollen Giardini Trauttmansdorff. Oberhalb Merans liegt das Dorf Tirol mit dem Stammschloss der Grafen von Tirol; es ist Sitz des spannend aufgemachten Südtiroler Landesmuseums, das die Traditionen der Bergbevölkerung dokumentiert. Im benachbarten Algund serviert das weinumrankte Wirtshaus Leiter am Waal mit lauschiger Terrasse erstklassige Schlutzkrapfen, die Südtiroler Version der Ravioli. Hoch über Vöran südlich von Meran hat der Künstler Franz Messner auf dem Rotsteinkogel das Knottnkino kreiert: 30 Kinosessel für den spektakulären „Filmblick“ aufs Etschtal und die Texelgruppe. Die einfachsten und kürzesten Wege, Nr. 11 und Nr. 14, starten beim Parkplatz oberhalb des Gasthofs Alpenrose in Vöran.
- 39012 Merano
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- +39 0473 272000
- info@meran.eu
Riva del Garda
Geographical © Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Mit 16.000 Einwohnern ist Riva der zweitgrößte Ort am See. Die Besucher sind etwas gemischter als im benachbarten Surfermekka Torbole. Auch in Riva treffen sich Surfer, wenngleich die Windverhältnisse für die ganz Sportlichen und besonders Ambitionierten hier nicht mehr so interessant sind. Familien mit Kindern fühlen sich hier dank des langen Strands und des weitläufigen Uferparks genauso wohl wie die älteren Besucher. Riva liegt am fjordartigen Nordende des Sees, nach Nordosten hin breitet sich die immer größer werdende Stadt ins flache Schwemmland der Sarca aus, der historische Kern liegt am See. Drei Stadttore Rivas - Porta Bruciata, Porta San Marco, Porta San Michele - blieben erhalten, sie führen heute in den Fußgängerbereich der Altstadt. Jahr für Jahr wird die Fußgängerzone erweitert, nun ist schon fast die ganze Innenstadt autofrei. Im Sommer bietet die Touristinformation Stadtführungen an. Im späten 19.und frühen 20.Jh. war das Habsburgerstädtchen ein Anziehungspunkt für Literaten wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Franz Kafka. Erst seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehört das bis dahin österreichische Riva zu Italien.
- 38066 Riva del Garda
- http://www.gardatrentino.de/
- +39 0464 554444
- info@gardatrentino.it
© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
Mit 16.000 Einwohnern ist Riva der zweitgrößte Ort am See. Die Besucher sind etwas gemischter als im benachbarten Surfermekka Torbole. Auch in Riva treffen sich Surfer, wenngleich die Windverhältnisse für die ganz Sportlichen und besonders Ambitionierten hier nicht mehr so interessant sind. Familien mit Kindern fühlen sich hier dank des langen Strands und des weitläufigen Uferparks genauso wohl wie die älteren Besucher. Riva liegt am fjordartigen Nordende des Sees, nach Nordosten hin breitet sich die immer größer werdende Stadt ins flache Schwemmland der Sarca aus, der historische Kern liegt am See. Drei Stadttore Rivas - Porta Bruciata, Porta San Marco, Porta San Michele - blieben erhalten, sie führen heute in den Fußgängerbereich der Altstadt. Jahr für Jahr wird die Fußgängerzone erweitert, nun ist schon fast die ganze Innenstadt autofrei. Im Sommer bietet die Touristinformation Stadtführungen an. Im späten 19.und frühen 20.Jh. war das Habsburgerstädtchen ein Anziehungspunkt für Literaten wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Franz Kafka. Erst seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehört das bis dahin österreichische Riva zu Italien.
- 38066 Riva del Garda
- http://www.gardatrentino.de/
- +39 0464 554444
- info@gardatrentino.it
Basilica di San Lorenzo
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Begraben auf vornehmste Art
Kein Stein in dieser Kirche, der nicht irgendwie an eine Persönlichkeit aus dem Hause der Medici erinnert. Giovanni di Bicci de’ Medici, der Stammvater, beauftragte Brunelleschi um 1420 mit der Erweiterung des frühchristlichen Gotteshauses, das schon 393 dem hl. Lorenz geweiht worden war. Brunelleschi beendete 1428 zunächst die Alte Sakristei (Sagrestia Vecchia), den ersten Zentralraum der Renaissance. Cosimo der Ältere, Giovannis Sohn, führte dann den Bau der Kirche bis zu ihrer Vollendung 1446 weiter. Er liegt in der Krypta begraben. Eine vielfarbige, runde Steinplatte vor dem Hauptaltar markiert die Stelle. Neben seinem Freund und Mäzen Cosimo Il Vecchio fand Donatello seine letzte Ruhestätte. Zur endgültigen Umwandlung des Kirchenkomplexes in ein großes Mausoleum, den Cappelle Medicee, trug Papst Leo X., Urenkel Cosimos, entscheidend bei, als er Michelangelo mit dem Bau der Neuen Sakristei (Sagrestia Nuova) beauftragte. In den Medici-Kapellen stehen die bedeutenden Grabmäler für Lorenzo Il Magnifico, seinen Bruder Giuliano und deren Nachkömmlinge Giuliano, Herzog von Nemours, sowie Lorenzo, Herzog von Urbino – alle ebenfalls aus der Hand Michelangelos. Mit dem Bau der angrenzenden und vollständig mit Halbedelsteinen ausgekleideten Fürstenkapelle, der Cappella dei Principi, fand zu Beginn des 17.Jhs. die Verherrlichung der Herrscherfamilie ihren gloriosen Abschluss. Zum Kreuzgang und der Biblioteca Medicea Laurenziana gelangt man durch eine Tür links neben dem Kirchenportal. Es gab Ausschreibungen für die Gestaltung der Rohsteinfassade, auch Pläne von Michelangelo liegen vor, wurden aber nie ausgeführt.
- Piazza di San Lorenzo 9, 50123 Firenze
- http://sanlorenzofirenze.it/
- +39 055 214042
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Begraben auf vornehmste Art
Kein Stein in dieser Kirche, der nicht irgendwie an eine Persönlichkeit aus dem Hause der Medici erinnert. Giovanni di Bicci de’ Medici, der Stammvater, beauftragte Brunelleschi um 1420 mit der Erweiterung des frühchristlichen Gotteshauses, das schon 393 dem hl. Lorenz geweiht worden war. Brunelleschi beendete 1428 zunächst die Alte Sakristei (Sagrestia Vecchia), den ersten Zentralraum der Renaissance. Cosimo der Ältere, Giovannis Sohn, führte dann den Bau der Kirche bis zu ihrer Vollendung 1446 weiter. Er liegt in der Krypta begraben. Eine vielfarbige, runde Steinplatte vor dem Hauptaltar markiert die Stelle. Neben seinem Freund und Mäzen Cosimo Il Vecchio fand Donatello seine letzte Ruhestätte. Zur endgültigen Umwandlung des Kirchenkomplexes in ein großes Mausoleum, den Cappelle Medicee, trug Papst Leo X., Urenkel Cosimos, entscheidend bei, als er Michelangelo mit dem Bau der Neuen Sakristei (Sagrestia Nuova) beauftragte. In den Medici-Kapellen stehen die bedeutenden Grabmäler für Lorenzo Il Magnifico, seinen Bruder Giuliano und deren Nachkömmlinge Giuliano, Herzog von Nemours, sowie Lorenzo, Herzog von Urbino – alle ebenfalls aus der Hand Michelangelos. Mit dem Bau der angrenzenden und vollständig mit Halbedelsteinen ausgekleideten Fürstenkapelle, der Cappella dei Principi, fand zu Beginn des 17.Jhs. die Verherrlichung der Herrscherfamilie ihren gloriosen Abschluss. Zum Kreuzgang und der Biblioteca Medicea Laurenziana gelangt man durch eine Tür links neben dem Kirchenportal. Es gab Ausschreibungen für die Gestaltung der Rohsteinfassade, auch Pläne von Michelangelo liegen vor, wurden aber nie ausgeführt.
- Piazza di San Lorenzo 9, 50123 Firenze
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Cupola del Brunelleschi
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel, die übrigens von Brunelleschi aufgesetzt wurde, bestimmt seit langem die Silhouette der Stadt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 45 m und besitzt 463 Stufen, die bis zur Spitze führen und einen wundervollen Blick über die Stadt garantieren.
- Piazza del Duomo, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
© MAIRDUMONT
Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel, die übrigens von Brunelleschi aufgesetzt wurde, bestimmt seit langem die Silhouette der Stadt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 45 m und besitzt 463 Stufen, die bis zur Spitze führen und einen wundervollen Blick über die Stadt garantieren.
- Piazza del Duomo, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
Volterra
Geographical © Zoonar, P.Jilek, Thinkstock
Insider-Tipp Streichelzartes Handwerk
Die uralte Etruskerstadt hat drei Leitmotive: Tuffstein, Alabaster und – Vampire. Seit der Twilight-Saga wissen Fans des Vampirkults, dass hier eine Vampirfamilie haust. Den Ort (9700 Ew.) haben schon die Etrusker auf den porösen Tuffstein in die bizarre Hügellandschaft gebaut: Volterra alias Velathri gehörte zu ihrem mächtigen Zwölfer- Städtebund. Heute sind Wind und Wetter ihre Feinde: Sie unterhöhlen die balze, die Ton- und Tuffschichten, auf denen die Stadt erbaut wurde. Von Siena kommend, betrittst du die befestigte Altstadt durch die Porta Selci an der Medici-Festung. Kurz dahinter liegt das Museo Etrusco Guarnacci. Zur Sammlung gehören die spindeldürre Bronzestatuette „Abendschatten“ (Ombra della Sera) und das Symbol etruskischer Kunst schlechthin, der Sarkophag mit liegenden Brautleuten. In unmittelbarer Nachbarschaft, im Viale Gramsci 70, serviert die Trattoria Ombra della Sera lokale Küche in freundlicher Atmosphäre. Von der Via Gramsci geht es rechts zum Römischen Theater, das noch immer als Sommerbühne genutzt wird, und links über die Via Matteotti zur wunderbar erhaltenen Piazza dei Priori. Dort erheben sich das älteste Rathaus der Toskana, der Palazzo Priori (1208–1254), und der Palazzo Pretorio, ebenfalls aus dem 13.Jh., mit Turm und Loggia. Über die Piazza San Giovanni mit dem Dom Santa Maria Assunta aus dem 12.Jh. und achteckigem Baptisterium gelangst du zum Arco Etrusco aus dem 4.Jh. v. Chr. Es ist eines der wenigen erhaltenen etruskischen Stadttore. Wer bei Rossi Alabastri ein Mitbringsel mitnehmen möchte, braucht einen großen Geldbeutel. Aber die Figuren verdeutlichen, woher der Begriff „Haut wie Alabaster“ kommt: Sie sind hauchzart.
- 56048 Volterra
- http://www.comune.volterra.pi.it/
- +39 0588 87257
- ufficioturistico@volterratur.it
© Zoonar, P.Jilek, Thinkstock
Insider-Tipp Streichelzartes Handwerk
Die uralte Etruskerstadt hat drei Leitmotive: Tuffstein, Alabaster und – Vampire. Seit der Twilight-Saga wissen Fans des Vampirkults, dass hier eine Vampirfamilie haust. Den Ort (9700 Ew.) haben schon die Etrusker auf den porösen Tuffstein in die bizarre Hügellandschaft gebaut: Volterra alias Velathri gehörte zu ihrem mächtigen Zwölfer- Städtebund. Heute sind Wind und Wetter ihre Feinde: Sie unterhöhlen die balze, die Ton- und Tuffschichten, auf denen die Stadt erbaut wurde. Von Siena kommend, betrittst du die befestigte Altstadt durch die Porta Selci an der Medici-Festung. Kurz dahinter liegt das Museo Etrusco Guarnacci. Zur Sammlung gehören die spindeldürre Bronzestatuette „Abendschatten“ (Ombra della Sera) und das Symbol etruskischer Kunst schlechthin, der Sarkophag mit liegenden Brautleuten. In unmittelbarer Nachbarschaft, im Viale Gramsci 70, serviert die Trattoria Ombra della Sera lokale Küche in freundlicher Atmosphäre. Von der Via Gramsci geht es rechts zum Römischen Theater, das noch immer als Sommerbühne genutzt wird, und links über die Via Matteotti zur wunderbar erhaltenen Piazza dei Priori. Dort erheben sich das älteste Rathaus der Toskana, der Palazzo Priori (1208–1254), und der Palazzo Pretorio, ebenfalls aus dem 13.Jh., mit Turm und Loggia. Über die Piazza San Giovanni mit dem Dom Santa Maria Assunta aus dem 12.Jh. und achteckigem Baptisterium gelangst du zum Arco Etrusco aus dem 4.Jh. v. Chr. Es ist eines der wenigen erhaltenen etruskischen Stadttore. Wer bei Rossi Alabastri ein Mitbringsel mitnehmen möchte, braucht einen großen Geldbeutel. Aber die Figuren verdeutlichen, woher der Begriff „Haut wie Alabaster“ kommt: Sie sind hauchzart.
- 56048 Volterra
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San Gimignano
Geographical © Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Keramik mit Wow-Effekt
Wer hat den Größeren? Das war wohl schon immer ein Thema. Im Mittelalter hat dieser Wettkampf der Eitelkeiten eine ganze Siedlung sogenannter Geschlechtertürme hervorgebracht, mit denen die reichen und adligen Familien seinerzeit um Prestige konkurrierten: Die Skyline von San Gimignano (7500 Ew.) mit ihren 15 noch erhaltenen, bis zu 54 m hohen Exemplaren ist so beeindruckend, dass Millionen Touristen ihretwegen in das befestigte Städtchen strömen. Den normalen italienischen Alltag suchst du hier daher leider vergeblich. Am Hauptplatz, der Piazza della Cisterna mit ihrem Brunnen aus Travertinstein, ist in der Gelateria Dondoli ein Meister am Werk. An der Piazza Duomo nebenan liegen viele der mittelalterlichen Schmuckstücke, die du dir nicht entgehen lassen solltest: die Loggia del Battistero mit dem Wandbild aus der Werkstatt des Domenico Ghirlandaio (1476), der Palazzo Vecchio del Podestà aus dem 12.Jh. mit seinem großen Torbogen und der wappengeschmückte Palazzo del Popolo, in dem sich das Stadtmuseum befindet. Es hat dieselben Öffnungszeiten wie die Torre Grossa nebenan (Panoramablick über das gesamte Elsatal!). Und eine mittelalterliche Graphic Novel mit Gruselfaktor findest du an den Wänden der Stiftskirche Santa Maria Assunta von 1148 oberhalb des breiten Treppenaufgangs: Die Fresken mit Bibelszenen sind zum Teil erheiternd – aber am Ausgang musst du durch die Hölle gehen! Ein Besuch lohnt beim Kunsthandwerker Franco Balducci: Er formt Schalen, Tassen und Vasen mit ordentlich Schwung. In der Osteria del Carcere gibt es – typisch für die Toskana – als primo Suppe statt Pasta.
- 53037 San Gimignano
- http://www.sangimignano.com/
- +39 0577 940008
- info@sangimignano.com
© Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Keramik mit Wow-Effekt
Wer hat den Größeren? Das war wohl schon immer ein Thema. Im Mittelalter hat dieser Wettkampf der Eitelkeiten eine ganze Siedlung sogenannter Geschlechtertürme hervorgebracht, mit denen die reichen und adligen Familien seinerzeit um Prestige konkurrierten: Die Skyline von San Gimignano (7500 Ew.) mit ihren 15 noch erhaltenen, bis zu 54 m hohen Exemplaren ist so beeindruckend, dass Millionen Touristen ihretwegen in das befestigte Städtchen strömen. Den normalen italienischen Alltag suchst du hier daher leider vergeblich. Am Hauptplatz, der Piazza della Cisterna mit ihrem Brunnen aus Travertinstein, ist in der Gelateria Dondoli ein Meister am Werk. An der Piazza Duomo nebenan liegen viele der mittelalterlichen Schmuckstücke, die du dir nicht entgehen lassen solltest: die Loggia del Battistero mit dem Wandbild aus der Werkstatt des Domenico Ghirlandaio (1476), der Palazzo Vecchio del Podestà aus dem 12.Jh. mit seinem großen Torbogen und der wappengeschmückte Palazzo del Popolo, in dem sich das Stadtmuseum befindet. Es hat dieselben Öffnungszeiten wie die Torre Grossa nebenan (Panoramablick über das gesamte Elsatal!). Und eine mittelalterliche Graphic Novel mit Gruselfaktor findest du an den Wänden der Stiftskirche Santa Maria Assunta von 1148 oberhalb des breiten Treppenaufgangs: Die Fresken mit Bibelszenen sind zum Teil erheiternd – aber am Ausgang musst du durch die Hölle gehen! Ein Besuch lohnt beim Kunsthandwerker Franco Balducci: Er formt Schalen, Tassen und Vasen mit ordentlich Schwung. In der Osteria del Carcere gibt es – typisch für die Toskana – als primo Suppe statt Pasta.
- 53037 San Gimignano
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- +39 0577 940008
- info@sangimignano.com
Lucca
Geographical © DaLiu, Shutterstock
Insider-Tipp Im Blütenrausch
Den Beinamen „Italiens größtes Freilichtmuseum“ hat Lucca (90 000 Ew.) verdient: Ein vollständig intakter Festungsring aus dem 16.Jh. umgibt die gepflegte Altstadt mit ihren vielen Schätzen wie dem Dom San Martino mit dem bezaubernden Marmorgrabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia oder der ovalen Piazza del Mercato, wo sich mittelalterliche Häuser in ein ehemaliges römisches Amphitheater eingenistet haben. Von der mit mehreren Bäumen bestandenen Torre Guinigi blickst du bis zur Garfagnana, einem schönen Ausflugsund Wandergebiet im Norden Luccas. Ein Tipp für alle, die im Frühjahr hier sind: Während der Kamelienblüte öffnen historische Villen ihre Gärten und Parks für das Publikum.
- 55100 Lucca
- http://www.luccaturismo.it/
- +39 0583 919931
- info@luccaturismo.it
© DaLiu, Shutterstock
Insider-Tipp Im Blütenrausch
Den Beinamen „Italiens größtes Freilichtmuseum“ hat Lucca (90 000 Ew.) verdient: Ein vollständig intakter Festungsring aus dem 16.Jh. umgibt die gepflegte Altstadt mit ihren vielen Schätzen wie dem Dom San Martino mit dem bezaubernden Marmorgrabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia oder der ovalen Piazza del Mercato, wo sich mittelalterliche Häuser in ein ehemaliges römisches Amphitheater eingenistet haben. Von der mit mehreren Bäumen bestandenen Torre Guinigi blickst du bis zur Garfagnana, einem schönen Ausflugsund Wandergebiet im Norden Luccas. Ein Tipp für alle, die im Frühjahr hier sind: Während der Kamelienblüte öffnen historische Villen ihre Gärten und Parks für das Publikum.
- 55100 Lucca
- http://www.luccaturismo.it/
- +39 0583 919931
- info@luccaturismo.it
San Miniato al Monte
Architektonische Highlights © Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Choräle über der Stadt
Ein paar Minuten zu Fuß vom Piazzale entfernt knirscht der Kies unter den Füßen auf dem Weg zu der Kirche romanischer Baukunst, die still und erhaben über der Stadt liegt. In jedem Fall hat diese Kirche eine Atmosphäre, die die Italiener als suggestivo bezeichnen: magisch, zauberhaft, spirituell. Schon zu Zeiten Karls des Großen stand hier eine Kirche; vermutlich wurde sie über dem Grab des hl. Minias errichtet, der 250 n. Chr. den Märtyrertod starb. Seine Gebeine liegen in einem Schrein in der Krypta. Die Fassade der heutigen Basilika (1018–1207) ist mit weißem Carrara-Marmor und grünem Serpentin belegt. Auch Fußboden, Chorschranken und Kanzel tragen kostbare Marmoreinlegearbeiten. Das Apsismosaik mit dem Thronenden Christus von 1297 wurde mehrfach restauriert. Am Ende des Mittelschiffs ein tonnengewölbtes Marmortabernakel von Michelozzo (1448) mit Kassettenrosetten und farbigen Majolikaschindeln von Luca della Robbia. Die Altartafeln (um 1396) stammen aus der Werkstatt Agnolo Gaddis. Im linken Seitenschiff befindet sich die Cappella del Cardinale del Portogallo: Das Grabmal wurde von Rossellino gestaltet, die Kapellendecke und die Rundbilder aus farbig glasierter Terrakotta von Luca della Robbia (1461–66). Die Kirche und der angrenzende Palazzo dei Vescovi gehörten 1373–1552, wie auch heute wieder, den Olivetanern, einer Benediktinerkongregation, deren Vespergesänge jeden Abend um ca. 18.30 Uhr in der Kirche ertönen.
- Via delle Porte Sante 34, 50125 Firenze
- http://www.sanminiatoalmonte.it/
- +39 055 234 2731
- sanminiato@tin.it
© Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Choräle über der Stadt
Ein paar Minuten zu Fuß vom Piazzale entfernt knirscht der Kies unter den Füßen auf dem Weg zu der Kirche romanischer Baukunst, die still und erhaben über der Stadt liegt. In jedem Fall hat diese Kirche eine Atmosphäre, die die Italiener als suggestivo bezeichnen: magisch, zauberhaft, spirituell. Schon zu Zeiten Karls des Großen stand hier eine Kirche; vermutlich wurde sie über dem Grab des hl. Minias errichtet, der 250 n. Chr. den Märtyrertod starb. Seine Gebeine liegen in einem Schrein in der Krypta. Die Fassade der heutigen Basilika (1018–1207) ist mit weißem Carrara-Marmor und grünem Serpentin belegt. Auch Fußboden, Chorschranken und Kanzel tragen kostbare Marmoreinlegearbeiten. Das Apsismosaik mit dem Thronenden Christus von 1297 wurde mehrfach restauriert. Am Ende des Mittelschiffs ein tonnengewölbtes Marmortabernakel von Michelozzo (1448) mit Kassettenrosetten und farbigen Majolikaschindeln von Luca della Robbia. Die Altartafeln (um 1396) stammen aus der Werkstatt Agnolo Gaddis. Im linken Seitenschiff befindet sich die Cappella del Cardinale del Portogallo: Das Grabmal wurde von Rossellino gestaltet, die Kapellendecke und die Rundbilder aus farbig glasierter Terrakotta von Luca della Robbia (1461–66). Die Kirche und der angrenzende Palazzo dei Vescovi gehörten 1373–1552, wie auch heute wieder, den Olivetanern, einer Benediktinerkongregation, deren Vespergesänge jeden Abend um ca. 18.30 Uhr in der Kirche ertönen.
- Via delle Porte Sante 34, 50125 Firenze
- http://www.sanminiatoalmonte.it/
- +39 055 234 2731
- sanminiato@tin.it
Piazza San Marco
Touristenattraktionen © Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Napoleons Diktum vom "schönsten Salon der Welt" hat seine Gültigkeit auch gut zwei Jh.e später nicht verloren. Der 175 m lange, leicht trapezförmige Markusplatz ist fürwahr einzigartig, die Vielfalt an Stimmungen, die man auf ihm im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erleben kann, enorm. Er war Schauplatz unzähliger Prozessionen wie auch weltlicher Feste. Bis heute ist die Piazza Bühne der Eitelkeiten für Einheimische und Zugereiste. Und während der seltenen Stunden an nebligen Wintertagen oder in tiefer Nacht, in denen sie, von den üblichen Massen verwaist, in sich ruht, dient sie vereinzelten Traumwandlern als magische Kulisse.
- Piazza San Marco, 30170 Venezia
© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Napoleons Diktum vom "schönsten Salon der Welt" hat seine Gültigkeit auch gut zwei Jh.e später nicht verloren. Der 175 m lange, leicht trapezförmige Markusplatz ist fürwahr einzigartig, die Vielfalt an Stimmungen, die man auf ihm im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erleben kann, enorm. Er war Schauplatz unzähliger Prozessionen wie auch weltlicher Feste. Bis heute ist die Piazza Bühne der Eitelkeiten für Einheimische und Zugereiste. Und während der seltenen Stunden an nebligen Wintertagen oder in tiefer Nacht, in denen sie, von den üblichen Massen verwaist, in sich ruht, dient sie vereinzelten Traumwandlern als magische Kulisse.
- Piazza San Marco, 30170 Venezia
Ponte di Rialto
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Als Treffpunkt oder Fotomotiv weltberühmt - das ist die Rialtobrücke. In ihrer heutigen Form aus istrischem Stein wurde die Brücke, die die Bezirke San Marco und San Polo verbindet, im ausgehenden 16.Jh. als Ersatz für ihre hölzerne, schon recht morsche Vorgängerin errichtet. Sie bildete bis in die Mitte des 19.Jhs. den einzigen Fußgängerweg über den Canal Grande. Ihr Architekt war ein gewisser Antonio da Ponte, der sich seinerzeit mit seinem zwar recht plumpen, dafür aber sehr soliden und dem Schiffsverkehr genügend Raum lassenden Entwurf gegen prominente Konkurrenten wie Michelangelo, Palladio, Sansovino und Scamozzi durchzusetzen vermochte.
- Ponte di Rialto, 30125 Venezia
© MAIRDUMONT
Als Treffpunkt oder Fotomotiv weltberühmt - das ist die Rialtobrücke. In ihrer heutigen Form aus istrischem Stein wurde die Brücke, die die Bezirke San Marco und San Polo verbindet, im ausgehenden 16.Jh. als Ersatz für ihre hölzerne, schon recht morsche Vorgängerin errichtet. Sie bildete bis in die Mitte des 19.Jhs. den einzigen Fußgängerweg über den Canal Grande. Ihr Architekt war ein gewisser Antonio da Ponte, der sich seinerzeit mit seinem zwar recht plumpen, dafür aber sehr soliden und dem Schiffsverkehr genügend Raum lassenden Entwurf gegen prominente Konkurrenten wie Michelangelo, Palladio, Sansovino und Scamozzi durchzusetzen vermochte.
- Ponte di Rialto, 30125 Venezia
Galleria Vittorio Emanuele II
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Il salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften, ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, Architekt der 1865-1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Ein Muss ist die Einkehr in die legendäre Bar Camparino in Galleria, 1915 von der Erfinderfamilie des damals schon berühmten roten Bitterlikörs Campari eröffnet und seit 2012 wieder in Firmenbesitz.
- Piazza del Duomo, 20123 Milano
- http://www.yesmilano.it/
- +39 02 8845 5555
© MAIRDUMONT
Il salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften, ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, Architekt der 1865-1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Ein Muss ist die Einkehr in die legendäre Bar Camparino in Galleria, 1915 von der Erfinderfamilie des damals schon berühmten roten Bitterlikörs Campari eröffnet und seit 2012 wieder in Firmenbesitz.
- Piazza del Duomo, 20123 Milano
- http://www.yesmilano.it/
- +39 02 8845 5555
Basilica di San Marco
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Warteschlange? Nö!
Mehr Prunk geht nicht: Fünf Kuppeln, maßwerkverzierte Bögen und Fenster, Mosaike, Ikonen, ein Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus, Bronzefiguren ohne Ende – noch Fragen? Den Kern des Markusdoms bildet immer noch jener im 11.Jh. über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtete Bau, in dem seinerzeit die identitätsstiftende Reliquie der Stadt aufbewahrt wurde: die im ägyptischen Alexandria entwendeten Gebeine des hl. Markus. Die Hauptattraktionen: die unvergleichlichen, leider überwiegend von Teppichen bedeckten Steinmosaike; im Chorbereich (Zugang gegen ein Extraticket rechts über die Cappella di San Clemente) die reich verzierte, dreitürige Ikonostase; der Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus; Sansovinos Sakristeitür sowie seine Bronzefiguren; das kostbarste Kleinod, die Pala d’Oro – ein zwischen dem 10.und 14.Jh. aus Gold und Email gefertigter, mit Aberhunderten Edelsteinen besetzter Altaraufsatz. Und natürlich die grandiosen Mosaike: Sie illustrieren auf über 4000 m2 Geschehnisse aus dem Alten und Neuen Testament. Um sie auch im Detail aus der Nähe betrachten zu können, steig am besten vom inneren Hauptportal aus auf die Galerie hoch. Den reichsten byzantinischen Gold- und Silberschatz der Welt gibt es im Tesoro, der Schatzkammer, zu sehen (wie für die Pala d’Oro ist auch hier ein kleiner Extraeintritt zu bezahlen). Er stammt zum größten Teil aus Konstantinopel, das die Venezianer im Jahr 1204 plünderten. Obwohl ein großer Teil seiner Bestände von Napoleon geraubt und eingeschmolzen wurde, umfasst der Tesoro eine immer noch imposante Sammlung liturgischer Geräte, Reliquiare und Schnitzarbeiten. Unbedingt aus der Nähe anschauen musst du dir auch die Quadriga: vier weltberühmte Bronzepferde, die vermutlich aus dem antiken Rom stammen. Und dann wären da noch die Mosaike an den Innenwänden, Bögen und Kuppeln der Basilika. Sie zeigen Szenen aus dem Alten (in der Vorhalle) und dem Neuen Testament (im dreischiffigen Innenraum). Highlights: die Darstellung des hl. Geists als Taube mit den zwölf Aposteln in der dem Haupteingang nächsten Kuppel, das Passionsgewölbe mit Motiven des vorösterlichen Geschehens, die Himmelfahrtskuppel, in deren Zenit der Erlöser in einem von Engeln gestützten Sternenkreis schwebt, sowie, in der Chorkuppel, Christus als Segen spendender Pantokrator, also als „Weltenherrscher“. Wer will schon seine Zeit mit Anstehen vertrödeln, während es drinnen so viel zu sehen gibt? Überspring einfach die endlose Schlange vor dem Dom, indem du online ein Skip-the-line-Ticket kaufst. Oder gönn dir gleich das volle Programm mit geführter Tour und Zugang zur Terrasse. Achtung: Die Mitnahme von jeglichem Gepäck in die Kirche ist untersagt.
- Piazza San Marco 328, 30124 Venezia
- http://www.basilicasanmarco.it/
- +39 041 270 8311
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Warteschlange? Nö!
Mehr Prunk geht nicht: Fünf Kuppeln, maßwerkverzierte Bögen und Fenster, Mosaike, Ikonen, ein Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus, Bronzefiguren ohne Ende – noch Fragen? Den Kern des Markusdoms bildet immer noch jener im 11.Jh. über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtete Bau, in dem seinerzeit die identitätsstiftende Reliquie der Stadt aufbewahrt wurde: die im ägyptischen Alexandria entwendeten Gebeine des hl. Markus. Die Hauptattraktionen: die unvergleichlichen, leider überwiegend von Teppichen bedeckten Steinmosaike; im Chorbereich (Zugang gegen ein Extraticket rechts über die Cappella di San Clemente) die reich verzierte, dreitürige Ikonostase; der Hochaltar mit dem Sarkophag des hl. Markus; Sansovinos Sakristeitür sowie seine Bronzefiguren; das kostbarste Kleinod, die Pala d’Oro – ein zwischen dem 10.und 14.Jh. aus Gold und Email gefertigter, mit Aberhunderten Edelsteinen besetzter Altaraufsatz. Und natürlich die grandiosen Mosaike: Sie illustrieren auf über 4000 m2 Geschehnisse aus dem Alten und Neuen Testament. Um sie auch im Detail aus der Nähe betrachten zu können, steig am besten vom inneren Hauptportal aus auf die Galerie hoch. Den reichsten byzantinischen Gold- und Silberschatz der Welt gibt es im Tesoro, der Schatzkammer, zu sehen (wie für die Pala d’Oro ist auch hier ein kleiner Extraeintritt zu bezahlen). Er stammt zum größten Teil aus Konstantinopel, das die Venezianer im Jahr 1204 plünderten. Obwohl ein großer Teil seiner Bestände von Napoleon geraubt und eingeschmolzen wurde, umfasst der Tesoro eine immer noch imposante Sammlung liturgischer Geräte, Reliquiare und Schnitzarbeiten. Unbedingt aus der Nähe anschauen musst du dir auch die Quadriga: vier weltberühmte Bronzepferde, die vermutlich aus dem antiken Rom stammen. Und dann wären da noch die Mosaike an den Innenwänden, Bögen und Kuppeln der Basilika. Sie zeigen Szenen aus dem Alten (in der Vorhalle) und dem Neuen Testament (im dreischiffigen Innenraum). Highlights: die Darstellung des hl. Geists als Taube mit den zwölf Aposteln in der dem Haupteingang nächsten Kuppel, das Passionsgewölbe mit Motiven des vorösterlichen Geschehens, die Himmelfahrtskuppel, in deren Zenit der Erlöser in einem von Engeln gestützten Sternenkreis schwebt, sowie, in der Chorkuppel, Christus als Segen spendender Pantokrator, also als „Weltenherrscher“. Wer will schon seine Zeit mit Anstehen vertrödeln, während es drinnen so viel zu sehen gibt? Überspring einfach die endlose Schlange vor dem Dom, indem du online ein Skip-the-line-Ticket kaufst. Oder gönn dir gleich das volle Programm mit geführter Tour und Zugang zur Terrasse. Achtung: Die Mitnahme von jeglichem Gepäck in die Kirche ist untersagt.
- Piazza San Marco 328, 30124 Venezia
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- +39 041 270 8311
Castello Sforzesco
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15.Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u. a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle. Von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19.Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte der Burg. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte.
- Piazza Castello 3, 20121 Milano
- http://www.milanocastello.it/
- +39 02 8846 3700
- C.UnitaCastello@comune.milano.it
© MAIRDUMONT
Die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15.Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u. a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle. Von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19.Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte der Burg. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte.
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Ponte Vecchio
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
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Die "Alte Brücke" ist eines der Wahrzeichen von Florenz. Schon zu Zeiten der Etrusker bestand ein Flussübergang, in römischer Zeit verlief hier die Via Cassia, einer der wichtigsten Handelswege Roms gen Norden. Die jetzige Brücke, die den Fluss an seiner schmalsten Stelle überquert, wurde 1345 von Neri di Fioravanti oder Taddeo Gaddi errichtet. Charakteristisch sind die überhängenden Brückenläden. Von 1422 bis 1593 betrieben hier hauptsächlich Schlachter ihr Geschäft. Als die großherzogliche Familie in den Palazzo Pitti gezogen war, störte sie der Geruch, und Ferdinand I. verfügte, dass fortan nur noch Gold- und Silberschmiede auf der Brücke ihr Handwerk ausüben durften. Damit er trockenen Fußes vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti gelangen konnte, beauftragte 1565 Cosimo I. seinen Architekten Giorgio Vasari mit dem Bau des Corridoio Vasariano, der über den Läden der Ostseite entlangläuft. Der Ponte Vecchio blieb als einzige Brücke beim Rückzug der Deutschen von der Sprengung 1944 verschont. Stattdessen wurde sie mit den Trümmern umliegender zerstörter Gebäude versperrt. Heute ist die Brücke mit ihren Juwelierläden einer der Anziehungspunkte der Stadt.
- Ponte Vecchio 1, 50125 Firenze
© MAIRDUMONT
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Die "Alte Brücke" ist eines der Wahrzeichen von Florenz. Schon zu Zeiten der Etrusker bestand ein Flussübergang, in römischer Zeit verlief hier die Via Cassia, einer der wichtigsten Handelswege Roms gen Norden. Die jetzige Brücke, die den Fluss an seiner schmalsten Stelle überquert, wurde 1345 von Neri di Fioravanti oder Taddeo Gaddi errichtet. Charakteristisch sind die überhängenden Brückenläden. Von 1422 bis 1593 betrieben hier hauptsächlich Schlachter ihr Geschäft. Als die großherzogliche Familie in den Palazzo Pitti gezogen war, störte sie der Geruch, und Ferdinand I. verfügte, dass fortan nur noch Gold- und Silberschmiede auf der Brücke ihr Handwerk ausüben durften. Damit er trockenen Fußes vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti gelangen konnte, beauftragte 1565 Cosimo I. seinen Architekten Giorgio Vasari mit dem Bau des Corridoio Vasariano, der über den Läden der Ostseite entlangläuft. Der Ponte Vecchio blieb als einzige Brücke beim Rückzug der Deutschen von der Sprengung 1944 verschont. Stattdessen wurde sie mit den Trümmern umliegender zerstörter Gebäude versperrt. Heute ist die Brücke mit ihren Juwelierläden einer der Anziehungspunkte der Stadt.
- Ponte Vecchio 1, 50125 Firenze
Palazzo Ducale
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Top secret und du bist dabei
Der Palast der Paläste, Machtzentrum der Politik und Gesetzgebung, höchstes Symbol venezianischer Zivilisation. 120 Dogen haben von hier aus während fast 1000 Jahren die Geschicke der Seerepublik gelenkt. Heute ist er so zu sehen, wie er im 14.und 15.Jh. gestaltet wurde: gotisch. Schon die kolossale, mit Marmor verkleidete, im unteren Bereich von zahllosen zierlichen Säulen und Bögen durchsetzte Fassade hat ein „Wow” verdient. Schau dir die Skulpturengruppen „Adam und Eva“ und die „Trunkenheit Noahs“ an den Ecken des Südflügels sowie die Szenen an jedem einzelnen der Dutzende Säulenkapitelle genau an – einfach wunderschön! Und erst das Innere des Dogenpalasts! Du gehst durch das Hauptportal, die Porta della Carta, in den Innenhof, der vom zweigeschossigen Triumphtor Arco Foscari und der Scala dei Giganti beherrscht wird, die zwei Statuen des Neptun und Mars von Jacopo Sansovino bewachen. Natürlich haben im Dogenpalast nur die Besten der Besten den Pinsel schwingen dürfen. Auf ihren Wandgemälden haben die bedeutendsten Maler des 16.Jhs., allen voran Tintoretto, Tizian und Paolo Veronese, die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte festgehalten, von den Mythen der Gründungszeit bis zu den großen militärischen Erfolgen. Am beeindruckendsten ist die Sala del Maggior Consiglio. In diesem 54 × 25 m großen Raum tagte der aus bis zu 1800 Mitgliedern bestehende Große Rat und wählte die hohen Staatsbeamten und Männer der Signoria. Ein Blickfang ist Tintorettos Paradiesbild an der Stirnseite, das mit 7 × 22 m größte Leinwandbild der Welt. Zum Schluss gehst du wie früher die Gefangenen über die Seufzerbrücke in den Kerker. Brr, das gruselt! Wer jetzt noch nicht genug hat, bucht einen der (auf Italienisch, Französisch und Englisch) geführten Rundgänge auf „geheimen Wegen“, den Itinerari Segreti; das geht online bis spätestens 48 Stunden vorher (Besichtigung des Dogenpalasts inbegriffen). Bei diesen Spezialrundgängen kommst du sogar in die Zwischendecke des Großen Ratssaals, die Amtsräume des Großkanzlers, die Geheimarchive und in jene „Bleikammern“ (piombi), in denen einst auch Giacomo Casanova schmorte.
- San Marco 1, 30170 Venezia
- http://palazzoducale.visitmuve.it/
- +39 041 271 5911
- info@fmcvenezia.it
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Top secret und du bist dabei
Der Palast der Paläste, Machtzentrum der Politik und Gesetzgebung, höchstes Symbol venezianischer Zivilisation. 120 Dogen haben von hier aus während fast 1000 Jahren die Geschicke der Seerepublik gelenkt. Heute ist er so zu sehen, wie er im 14.und 15.Jh. gestaltet wurde: gotisch. Schon die kolossale, mit Marmor verkleidete, im unteren Bereich von zahllosen zierlichen Säulen und Bögen durchsetzte Fassade hat ein „Wow” verdient. Schau dir die Skulpturengruppen „Adam und Eva“ und die „Trunkenheit Noahs“ an den Ecken des Südflügels sowie die Szenen an jedem einzelnen der Dutzende Säulenkapitelle genau an – einfach wunderschön! Und erst das Innere des Dogenpalasts! Du gehst durch das Hauptportal, die Porta della Carta, in den Innenhof, der vom zweigeschossigen Triumphtor Arco Foscari und der Scala dei Giganti beherrscht wird, die zwei Statuen des Neptun und Mars von Jacopo Sansovino bewachen. Natürlich haben im Dogenpalast nur die Besten der Besten den Pinsel schwingen dürfen. Auf ihren Wandgemälden haben die bedeutendsten Maler des 16.Jhs., allen voran Tintoretto, Tizian und Paolo Veronese, die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte festgehalten, von den Mythen der Gründungszeit bis zu den großen militärischen Erfolgen. Am beeindruckendsten ist die Sala del Maggior Consiglio. In diesem 54 × 25 m großen Raum tagte der aus bis zu 1800 Mitgliedern bestehende Große Rat und wählte die hohen Staatsbeamten und Männer der Signoria. Ein Blickfang ist Tintorettos Paradiesbild an der Stirnseite, das mit 7 × 22 m größte Leinwandbild der Welt. Zum Schluss gehst du wie früher die Gefangenen über die Seufzerbrücke in den Kerker. Brr, das gruselt! Wer jetzt noch nicht genug hat, bucht einen der (auf Italienisch, Französisch und Englisch) geführten Rundgänge auf „geheimen Wegen“, den Itinerari Segreti; das geht online bis spätestens 48 Stunden vorher (Besichtigung des Dogenpalasts inbegriffen). Bei diesen Spezialrundgängen kommst du sogar in die Zwischendecke des Großen Ratssaals, die Amtsräume des Großkanzlers, die Geheimarchive und in jene „Bleikammern“ (piombi), in denen einst auch Giacomo Casanova schmorte.
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Duomo di Milano
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Der Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19.Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11.400 m2 gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit. Mehere Millionen Menschen besichtigen ihn jedes Jahr. Der Vierungsturm wird von einer vergoldeten Marienstatue aus Kupfer geschmückt, die im Volksmund zärtlich Madonnina ("Madönnchen") genannt wird, aber immerhin 4,16 m hoch ist und mehrere Tonnen wiegt. Das Dach zieren rund 3500 Figuren (Heiligenstatuen, Tiere, Dämonen). Das fünfschiffige Innere im mehrfach gebrochenen Dämmerlicht wird von riesigen Glasfenstern beherrscht: Auf 1700 m2 sind rund 3600 Personen abgebildet. Der Zugang zu Ausgrabungen der Antike und den Fundamenten der Vorgängerbauten liegt im Innenraum nahe dem Hauptportal.
- Piazza del Duomo, 20123 Milano
- http://www.duomomilano.it/
- +39 02 361691
- info@duomomilano.it
© MAIRDUMONT
Der Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19.Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11.400 m2 gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit. Mehere Millionen Menschen besichtigen ihn jedes Jahr. Der Vierungsturm wird von einer vergoldeten Marienstatue aus Kupfer geschmückt, die im Volksmund zärtlich Madonnina ("Madönnchen") genannt wird, aber immerhin 4,16 m hoch ist und mehrere Tonnen wiegt. Das Dach zieren rund 3500 Figuren (Heiligenstatuen, Tiere, Dämonen). Das fünfschiffige Innere im mehrfach gebrochenen Dämmerlicht wird von riesigen Glasfenstern beherrscht: Auf 1700 m2 sind rund 3600 Personen abgebildet. Der Zugang zu Ausgrabungen der Antike und den Fundamenten der Vorgängerbauten liegt im Innenraum nahe dem Hauptportal.
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Duomo Santa Maria del Fiore
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel bestimmt weithin die Silhouette der Stadt. Sein Bau war gewissermaßen ein später Triumph, denn Pisa, Lucca, Pistoia, Prato und Siena hatten alle schon ihre prunkvollen Kathedralen, als sich die Stadtregierung 1296 endlich zum Bau einer neuen Kathedrale für Florenz durchrang und Arnolfo di Cambio mit ihrer Errichtung beauftragte. 1368 war der mächtige Bau vollendet - allerdings fehlte noch die Domkuppel, sie wurde erst in den Jahren 1420-34 von Filippo Brunelleschi aufgesetzt. Der vorgesehene Kuppeldurchmesser von über 45 m warf bisher nie da gewesene Konstruktionsprobleme auf. Brunelleschis Konzept beruhte im Wesentlichen darauf, dass einander zugeneigte Körper sich gegenseitig stützen, und so baute er einen geschlossenen Kuppelring auf den anderen. Wer es sich zutraut (Achtung: Einbahnstraße - umkehren nicht möglich!), die 463 Stufen bis zur Laterne durch das Kirchenschiff und die Doppelwand der Kuppel hochzusteigen, nimmt denselben Weg, den einst die Bauarbeiter zurücklegten. Hier bieten sich interessante Einblicke in das "Innenleben" der Kuppel - und am Ende ein toller Blick über die Stadt! Der Dom von Florenz ist die viertgrößte Kirche der Christenheit. Viele namhafte Florentiner Künstler haben zu seiner Ausschmückung beigetragen. Sehr schön sind die bunten Rundfenster an der Basis der Kuppel sowie die grandiosen Fresken des Weltgerichts, mit denen Giorgio Vasari und Federico Zuccari die Kuppel ausmalten. Die bunt glasierten Terrakottareliefs über den Eingängen der beiden Sakristeien stammen, wie auch die Bronzetür zur Neuen Sakristei links vom Hauptaltar, von Luca della Robbia. Die berühmten Sängerkanzeln von Donatello und Luca della Robbia sowie die Pietà von Michelangelo sind heute im Museo dell'Opera di Santa Maria del Fiore zu sehen. Eine Treppe rechts vom Haupteingang führt hinab in die 1966 freigelegten Reste der frühchristlichen Vorgängerkirche Santa Reparata, in der sich u. a. das Grab Brunelleschis befindet. Ein dort aufgefundenes Skelett wurde eindeutig als das von Giotto identifiziert, den man daraufhin neben Brunelleschi beisetzte.
- Piazza del Duomo 17, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
- opera@operaduomo.firenze.it
© MAIRDUMONT
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Der Dom mit seiner mächtigen Kuppel bestimmt weithin die Silhouette der Stadt. Sein Bau war gewissermaßen ein später Triumph, denn Pisa, Lucca, Pistoia, Prato und Siena hatten alle schon ihre prunkvollen Kathedralen, als sich die Stadtregierung 1296 endlich zum Bau einer neuen Kathedrale für Florenz durchrang und Arnolfo di Cambio mit ihrer Errichtung beauftragte. 1368 war der mächtige Bau vollendet - allerdings fehlte noch die Domkuppel, sie wurde erst in den Jahren 1420-34 von Filippo Brunelleschi aufgesetzt. Der vorgesehene Kuppeldurchmesser von über 45 m warf bisher nie da gewesene Konstruktionsprobleme auf. Brunelleschis Konzept beruhte im Wesentlichen darauf, dass einander zugeneigte Körper sich gegenseitig stützen, und so baute er einen geschlossenen Kuppelring auf den anderen. Wer es sich zutraut (Achtung: Einbahnstraße - umkehren nicht möglich!), die 463 Stufen bis zur Laterne durch das Kirchenschiff und die Doppelwand der Kuppel hochzusteigen, nimmt denselben Weg, den einst die Bauarbeiter zurücklegten. Hier bieten sich interessante Einblicke in das "Innenleben" der Kuppel - und am Ende ein toller Blick über die Stadt! Der Dom von Florenz ist die viertgrößte Kirche der Christenheit. Viele namhafte Florentiner Künstler haben zu seiner Ausschmückung beigetragen. Sehr schön sind die bunten Rundfenster an der Basis der Kuppel sowie die grandiosen Fresken des Weltgerichts, mit denen Giorgio Vasari und Federico Zuccari die Kuppel ausmalten. Die bunt glasierten Terrakottareliefs über den Eingängen der beiden Sakristeien stammen, wie auch die Bronzetür zur Neuen Sakristei links vom Hauptaltar, von Luca della Robbia. Die berühmten Sängerkanzeln von Donatello und Luca della Robbia sowie die Pietà von Michelangelo sind heute im Museo dell'Opera di Santa Maria del Fiore zu sehen. Eine Treppe rechts vom Haupteingang führt hinab in die 1966 freigelegten Reste der frühchristlichen Vorgängerkirche Santa Reparata, in der sich u. a. das Grab Brunelleschis befindet. Ein dort aufgefundenes Skelett wurde eindeutig als das von Giotto identifiziert, den man daraufhin neben Brunelleschi beisetzte.
- Piazza del Duomo 17, 50122 Firenze
- http://duomo.firenze.it/
- +39 055 230 2885
- opera@operaduomo.firenze.it
Il Santo Bevitore
Restaurants- mediterran
© Il Santo Bevitore, Il Santo Bevitore
Köstlich sind die Vorspeisen wie verschiedene Schinkensorten und eingelegtes oder gegrilltes Gemüse. Spezialitätentipp für danach: "tartara" aus Chianina-Rind oder ein guter Fisch. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Via Santo Spirito 66r, 50125 Firenze
- http://www.ilsantobevitore.com/
- +39 055 211264
- info@ilsantobevitore.com
© Il Santo Bevitore, Il Santo Bevitore
Köstlich sind die Vorspeisen wie verschiedene Schinkensorten und eingelegtes oder gegrilltes Gemüse. Spezialitätentipp für danach: "tartara" aus Chianina-Rind oder ein guter Fisch. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Via Santo Spirito 66r, 50125 Firenze
- http://www.ilsantobevitore.com/
- +39 055 211264
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Do Mori
Weinlokale- international
Über 500 Jahre hat dieses unweit des Fischmarkts am Rialto gelegene "bacaro" schon auf dem Buckel und ist damit Venedigs ältestes. Von der Decke hängen unzählige Töpfe und Kupferkessel, in der Bar warten mehr als 100 exzellente Weine. Dazu gibts vielerlei "tramezzini" und andere Snacks.
- Calle dei Do Mori 429, Venezia
- +39 041 522 5401
Über 500 Jahre hat dieses unweit des Fischmarkts am Rialto gelegene "bacaro" schon auf dem Buckel und ist damit Venedigs ältestes. Von der Decke hängen unzählige Töpfe und Kupferkessel, in der Bar warten mehr als 100 exzellente Weine. Dazu gibts vielerlei "tramezzini" und andere Snacks.
- Calle dei Do Mori 429, Venezia
- +39 041 522 5401
Quadrilatero della Moda
Geographical © MAIRDUMONT
Im Quadrilatero della Moda, im "Viereck der Mode" oberhalb des Domplatzes, ist die Auswahl - und bisweilen auch das Preisgefüge - schier grenzenlos. Nicht einmal in New York findet man auf so kleinem Raum ein vergleichbares Angebot von Boutiquen, wo die besten Modeschöpfer der Welt ihre neuesten Kreationen offerieren. Die bekannteste Straße ist die Via Monte Napoleone. Armani und Ferragamo, Gucci und Prada, Valentino und Bottega Veneta stellen hier aus. Ihre Geschäfte und Boutiquen sind längst Erlebnisräume der höchsten Eleganz - wie auch die von Krizia oder Dolce & Gabbana in der Via della Spiga, Trussardi und Hermès in der Via Sant'Andrea, Jil Sander in der Via Verri - man kann unmöglich alle aufzählen.
- 20121 Milano
© MAIRDUMONT
Im Quadrilatero della Moda, im "Viereck der Mode" oberhalb des Domplatzes, ist die Auswahl - und bisweilen auch das Preisgefüge - schier grenzenlos. Nicht einmal in New York findet man auf so kleinem Raum ein vergleichbares Angebot von Boutiquen, wo die besten Modeschöpfer der Welt ihre neuesten Kreationen offerieren. Die bekannteste Straße ist die Via Monte Napoleone. Armani und Ferragamo, Gucci und Prada, Valentino und Bottega Veneta stellen hier aus. Ihre Geschäfte und Boutiquen sind längst Erlebnisräume der höchsten Eleganz - wie auch die von Krizia oder Dolce & Gabbana in der Via della Spiga, Trussardi und Hermès in der Via Sant'Andrea, Jil Sander in der Via Verri - man kann unmöglich alle aufzählen.
- 20121 Milano
La Triennale di Milano
Museen © MAIRDUMONT
Im südwestlichen Teil des Parco Sempione erhebt sich dieser imposante Bau aus den 30er-Jahren, der Palazzo dell'Arte für die einstigen, Triennale genannten Kunst- und Designausstellungen. Heute beherbergt er das Museum mit einer Dauerausstellung zu all den glorreichen Italian-Style-Kreationen sowie ein schönes Café mit Parkblick und Sommergarten.
- Viale Emilio Alemagna 6, 20121 Milano
- http://www.triennale.org/
- +39 02 724341
© MAIRDUMONT
Im südwestlichen Teil des Parco Sempione erhebt sich dieser imposante Bau aus den 30er-Jahren, der Palazzo dell'Arte für die einstigen, Triennale genannten Kunst- und Designausstellungen. Heute beherbergt er das Museum mit einer Dauerausstellung zu all den glorreichen Italian-Style-Kreationen sowie ein schönes Café mit Parkblick und Sommergarten.
- Viale Emilio Alemagna 6, 20121 Milano
- http://www.triennale.org/
- +39 02 724341
Cenacolo Vinciano
Museen © MAIRDUMONT
Leonardo hat für das 1495-97 entstandende Bild genau den Augenblick des Abendmahls gewählt, in dem Jesus vorhersagt, dass ihn einer von den Jüngern verraten werde. Die Apostel, aufgelöst in Dreiergruppen, sind aufs Höchste bestürzt und erregt. Die großformatige, mit 4,2 m Höhe und 9,1 m Breite geradezu riesige Darstellung (bis dahin wurde das Thema eher auf kleineren Tafelbildern behandelt) schlug in die Kunstgeschichte ein wie die Breitwand in die Kinogeschichte. Das dramatische Spiel der Hände, die theatralische Anordnung wie auf einer Bühne und die (heute kaum noch nachzuvollziehende) Verschmelzung der Farben hatten das Bild sofort berühmt gemacht. Noch bevor Leonardo die Arbeiten abschließen konnte, zirkulierten bereits Stiche mit Kopien. Der Künstler verwendete aus ästhetischen Gründen Temperafarben, die er auf den trockenen Verputz auftrug wie bei einem Tafelbild - und nicht mit der Freskotechnik in die noch feuchte Wand, bei der die Farben dann eintrocknen konnten und lange erhalten blieben. Bereits nach 20 Jahren war das Bild beschädigt. Überschwemmungen und schwere Zerstörungen haben immer wieder Restauratoren auf den Plan gerufen, die manchmal sogar Details wie Bärte oder Tücher hinzufügten. Bei der jüngsten gründlichen Restaurierung, die fast 20 Jahre gedauert hat, ist der möglichst originalgetreue Zustand des Bilds wieder hergestellt worden - und alle falschen Bärte wurden abgenommen.
- Piazza Santa Maria delle Grazie 2, 20123 Milano
- http://cenacolovinciano.org/
- +39 02 9280 0360
© MAIRDUMONT
Leonardo hat für das 1495-97 entstandende Bild genau den Augenblick des Abendmahls gewählt, in dem Jesus vorhersagt, dass ihn einer von den Jüngern verraten werde. Die Apostel, aufgelöst in Dreiergruppen, sind aufs Höchste bestürzt und erregt. Die großformatige, mit 4,2 m Höhe und 9,1 m Breite geradezu riesige Darstellung (bis dahin wurde das Thema eher auf kleineren Tafelbildern behandelt) schlug in die Kunstgeschichte ein wie die Breitwand in die Kinogeschichte. Das dramatische Spiel der Hände, die theatralische Anordnung wie auf einer Bühne und die (heute kaum noch nachzuvollziehende) Verschmelzung der Farben hatten das Bild sofort berühmt gemacht. Noch bevor Leonardo die Arbeiten abschließen konnte, zirkulierten bereits Stiche mit Kopien. Der Künstler verwendete aus ästhetischen Gründen Temperafarben, die er auf den trockenen Verputz auftrug wie bei einem Tafelbild - und nicht mit der Freskotechnik in die noch feuchte Wand, bei der die Farben dann eintrocknen konnten und lange erhalten blieben. Bereits nach 20 Jahren war das Bild beschädigt. Überschwemmungen und schwere Zerstörungen haben immer wieder Restauratoren auf den Plan gerufen, die manchmal sogar Details wie Bärte oder Tücher hinzufügten. Bei der jüngsten gründlichen Restaurierung, die fast 20 Jahre gedauert hat, ist der möglichst originalgetreue Zustand des Bilds wieder hergestellt worden - und alle falschen Bärte wurden abgenommen.
- Piazza Santa Maria delle Grazie 2, 20123 Milano
- http://cenacolovinciano.org/
- +39 02 9280 0360
Pinacoteca di Brera
Museen © (c)iStockphoto.com, fotoimagic, iStockphoto.com
Insider-Tipp Rosenwasser aus dem botanischen Gärtchen
Nachhilfe in Sachen Küssen? Die gibts in einer der bedeutendsten Gemäldesammlungen Italiens: Hier hängt die wohl romantischste Kussszene der Kunstgeschichte, „Il Bacio“, den Francesco Hayez 1859 malte. Im mächtigen Palazzo di Brera werden aber nicht nur Bilder gezeigt, hier wird auch unterrichtet, wie man sie malt: Seit Beginn des 19.Jhs. gehört zur Pinakothek auch eine renommierte Kunstakademie. Einige Höhepunkte sind im Saal VI die bewegende „Pietà“ von Giovanni Bellini (1455–60) und der „Cristo morto“, den Andrea Mantegna um 1478 in extremer perspektivischer Sicht gemalt hat, sowie in Saal XXIV die „Pala Montefeltro“ von Piero della Francesca (1475) und das „Marienverlöbnis“ (1504) von Raffael. Im Innenhof triumphiert Napoleon als nackter antiker Gott, schließlich ist seiner Initiative diese grandiose Institution der schönen Künste zu verdanken. Im Orto Botanico, einer gratis zugänglichen Ruheoase hinter der Pinakothek, gedeihen die Rosen, deren Essenz man im Museumsshop kaufen kann.
- Via Brera 28, 20121 Milano
- http://pinacotecabrera.org/
- pin-br@beniculturali.it
© (c)iStockphoto.com, fotoimagic, iStockphoto.com
Insider-Tipp Rosenwasser aus dem botanischen Gärtchen
Nachhilfe in Sachen Küssen? Die gibts in einer der bedeutendsten Gemäldesammlungen Italiens: Hier hängt die wohl romantischste Kussszene der Kunstgeschichte, „Il Bacio“, den Francesco Hayez 1859 malte. Im mächtigen Palazzo di Brera werden aber nicht nur Bilder gezeigt, hier wird auch unterrichtet, wie man sie malt: Seit Beginn des 19.Jhs. gehört zur Pinakothek auch eine renommierte Kunstakademie. Einige Höhepunkte sind im Saal VI die bewegende „Pietà“ von Giovanni Bellini (1455–60) und der „Cristo morto“, den Andrea Mantegna um 1478 in extremer perspektivischer Sicht gemalt hat, sowie in Saal XXIV die „Pala Montefeltro“ von Piero della Francesca (1475) und das „Marienverlöbnis“ (1504) von Raffael. Im Innenhof triumphiert Napoleon als nackter antiker Gott, schließlich ist seiner Initiative diese grandiose Institution der schönen Künste zu verdanken. Im Orto Botanico, einer gratis zugänglichen Ruheoase hinter der Pinakothek, gedeihen die Rosen, deren Essenz man im Museumsshop kaufen kann.
- Via Brera 28, 20121 Milano
- http://pinacotecabrera.org/
- pin-br@beniculturali.it
Galleria degli Uffizi
Museen © Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Koffeinboost fürs Sightseeing
Sie beherbergen eine der reichhaltigsten und berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt und sind eine der Hauptattraktionen der Stadt: Das Wort „Uffizien“ (auf Italienisch uffici) bedeutet „Büros“, und die Bezeichnung kommt daher, dass das Gebäude, das im Auftrag Cosimo I. de’ Medici 1559–81 nach Plänen Giorgio Vasaris erbaut wurde, dazu diente, die Ministerien und Ämter von Florenz aufzunehmen. Die Uffizien wurden jedoch nie als Büros genutzt, weil schon der Sohn Cosimos I., Francesco de’ Medici, begann, seine Kunstsammlung dort unterzubringen. Er ließ von Bernardo Buontalenti dafür extra die Tribuna errichten. Dieser achteckige Raum war im Prinzip schon Jahre vor der offiziellen Umwandlung der Uffizien ein Museum, und so kann man die Uffizien zu den ältesten Museen der Welt zählen. Seit 2013 darf man auch die sogenannten Nuovi Uffizi im ersten Stock besichtigen, und jüngst wurden weitere 14 Säle auf 1100 m2 neuer Ausstellungsfläche eröffnet. Die Besichtigung beginnt in der zweiten Etage. Hier sind die Werke in chronologischer Reihenfolge vom 13.bis zum 15.Jh. und nach Schulen geordnet ausgestellt. Schwerpunkt bildet die italienische Renaissance. Auf den breiten Korridoren sind griechische und römische Statuen sowie flämische Gobelins zu sehen. Die kostbarsten Statuen stehen auf eigens für sie angefertigten Sockeln in der Tribuna. Wenn man dem Wegweiser folgt, kommt man zuerst zu den großen gotischen Altartafeln von Cimabue und Giotto, dann zu Werken der Sieneser Schule des 14.Jhs. und den großen Malern der Frührenaissance: Masaccio, Piero della Francesca und natürlich auch Sandro Botticelli. Der Botticelli-Saal ist sicherlich bei Touristen der bekannteste. Manch einer mag denken, dass er die berühmten Gemälde wie „Die Geburt der Venus“ und „Der Frühling“ schon nicht mehr sehen kann, da sie in Form von Souvenirartikeln in der ganzen Stadt erworben werden können, aber spätestens wenn man den Saal betritt und die echten Werke bewundern kann, wird man ihre Faszination verstehen. Es folgen Werke von Leonardo da Vinci wie „Die Anbetung der Könige”. Auf der Westseite des Gebäudes hängen Gemälde von Tizian („Venus von Urbino“), von den aus Venedig stammenden Künstlern Veronese, Tintoretto und Caravaggio. Im Saal 35, der Sala Rossa, befindet sich ein weiteres der vielen Highlights der Uffizien: das „Tondo Doni“, eines der bekanntesten Gemälde Michelangelos. Nicht verpassen: eine Kaffeepause auf der Dachterrasse inklusive bester Aussicht über die Piazza della Signoria! Schließlich gelangt man im ersten Stockwerk zum neuen Teil der Uffizien. Die Sale Blu, die blauen Säle, sind spanischen, französischen, flämischen und niederländischen Künstlern aus dem 16.und 17.Jh. gewidmet (Rubens, Rembrandt und van Dyck). Die anschließenden Sale Rosse beherbergen größtenteils Werke des Florentiner Manierismus, in denen besonders Schöpfungen von Andrea del Sarto und Raphael herausragen. Besonders hervorzuheben sind weiterhin Werke von Rosso Fiorentino und Pontormo sowie die famosen Medici-Porträts von Bronzino. Der Rundgang führt weiter vorbei an Gemälden von Correggio und Parmigianino bis zur venezianischen Malerei und endet in den Sale Gialle, den gelben Sälen, die Werke aus dem 17.Jh. präsentieren. Um die oft sehr lange Warteschlange (bis zu vier Stunden!) zu vermeiden, sollte man die Tickets unbedingt im Internet im Voraus reservieren. Es werden auch Führungen angeboten.
- Piazzale degli Uffizi 6, 50122 Firenze
- http://www.uffizi.it/
- +39 055 294883
- infouffizi@beniculturali.it
© Thomas P. Widmann, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Koffeinboost fürs Sightseeing
Sie beherbergen eine der reichhaltigsten und berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt und sind eine der Hauptattraktionen der Stadt: Das Wort „Uffizien“ (auf Italienisch uffici) bedeutet „Büros“, und die Bezeichnung kommt daher, dass das Gebäude, das im Auftrag Cosimo I. de’ Medici 1559–81 nach Plänen Giorgio Vasaris erbaut wurde, dazu diente, die Ministerien und Ämter von Florenz aufzunehmen. Die Uffizien wurden jedoch nie als Büros genutzt, weil schon der Sohn Cosimos I., Francesco de’ Medici, begann, seine Kunstsammlung dort unterzubringen. Er ließ von Bernardo Buontalenti dafür extra die Tribuna errichten. Dieser achteckige Raum war im Prinzip schon Jahre vor der offiziellen Umwandlung der Uffizien ein Museum, und so kann man die Uffizien zu den ältesten Museen der Welt zählen. Seit 2013 darf man auch die sogenannten Nuovi Uffizi im ersten Stock besichtigen, und jüngst wurden weitere 14 Säle auf 1100 m2 neuer Ausstellungsfläche eröffnet. Die Besichtigung beginnt in der zweiten Etage. Hier sind die Werke in chronologischer Reihenfolge vom 13.bis zum 15.Jh. und nach Schulen geordnet ausgestellt. Schwerpunkt bildet die italienische Renaissance. Auf den breiten Korridoren sind griechische und römische Statuen sowie flämische Gobelins zu sehen. Die kostbarsten Statuen stehen auf eigens für sie angefertigten Sockeln in der Tribuna. Wenn man dem Wegweiser folgt, kommt man zuerst zu den großen gotischen Altartafeln von Cimabue und Giotto, dann zu Werken der Sieneser Schule des 14.Jhs. und den großen Malern der Frührenaissance: Masaccio, Piero della Francesca und natürlich auch Sandro Botticelli. Der Botticelli-Saal ist sicherlich bei Touristen der bekannteste. Manch einer mag denken, dass er die berühmten Gemälde wie „Die Geburt der Venus“ und „Der Frühling“ schon nicht mehr sehen kann, da sie in Form von Souvenirartikeln in der ganzen Stadt erworben werden können, aber spätestens wenn man den Saal betritt und die echten Werke bewundern kann, wird man ihre Faszination verstehen. Es folgen Werke von Leonardo da Vinci wie „Die Anbetung der Könige”. Auf der Westseite des Gebäudes hängen Gemälde von Tizian („Venus von Urbino“), von den aus Venedig stammenden Künstlern Veronese, Tintoretto und Caravaggio. Im Saal 35, der Sala Rossa, befindet sich ein weiteres der vielen Highlights der Uffizien: das „Tondo Doni“, eines der bekanntesten Gemälde Michelangelos. Nicht verpassen: eine Kaffeepause auf der Dachterrasse inklusive bester Aussicht über die Piazza della Signoria! Schließlich gelangt man im ersten Stockwerk zum neuen Teil der Uffizien. Die Sale Blu, die blauen Säle, sind spanischen, französischen, flämischen und niederländischen Künstlern aus dem 16.und 17.Jh. gewidmet (Rubens, Rembrandt und van Dyck). Die anschließenden Sale Rosse beherbergen größtenteils Werke des Florentiner Manierismus, in denen besonders Schöpfungen von Andrea del Sarto und Raphael herausragen. Besonders hervorzuheben sind weiterhin Werke von Rosso Fiorentino und Pontormo sowie die famosen Medici-Porträts von Bronzino. Der Rundgang führt weiter vorbei an Gemälden von Correggio und Parmigianino bis zur venezianischen Malerei und endet in den Sale Gialle, den gelben Sälen, die Werke aus dem 17.Jh. präsentieren. Um die oft sehr lange Warteschlange (bis zu vier Stunden!) zu vermeiden, sollte man die Tickets unbedingt im Internet im Voraus reservieren. Es werden auch Führungen angeboten.
- Piazzale degli Uffizi 6, 50122 Firenze
- http://www.uffizi.it/
- +39 055 294883
- infouffizi@beniculturali.it
Passo dello Stelvio
Landschaftliche Highlights © Makicom, Shutterstock
Die Straße auf das Stilfser Joch gehört zu den Traumstraßen der Welt. In 48 Spitzkehren zieht sie sich spektakulär bis auf 2750 m Höhe. Das Panorama ist gewaltig, wer will, kann seine Fahrt ins Veltlin (Lombardei, Italien) oder als Rundfahrt über die Schweiz zurück in den Vinschgau fortsetzen. Das Stilfser Joch ist Namensgeber und Herzstück einer der größten Nationalparks Europas. Auf Südtiroler Seite informieren das Parkbüro in Glurns und drei Nationalparkhäuser: Im Culturamartell (Martell) geht es um die Bergbauern, im Naturatrafoi (Stilfs) um das „Leben an der Grenze“, im Aquaprad (Prad) ums Wasser. Auf der Fahrt aufs Joch lohnt in Trafoi ein Stopp im Hotel Bellavista von Skilegende Gustav Thöni und ein Blick auf dessen beeindruckende Trophäensammlung.
- 23032 Bormio
- http://www.passostelvio.com/
- +39 0473 616034
- jjahb@t-online.de
© Makicom, Shutterstock
Die Straße auf das Stilfser Joch gehört zu den Traumstraßen der Welt. In 48 Spitzkehren zieht sie sich spektakulär bis auf 2750 m Höhe. Das Panorama ist gewaltig, wer will, kann seine Fahrt ins Veltlin (Lombardei, Italien) oder als Rundfahrt über die Schweiz zurück in den Vinschgau fortsetzen. Das Stilfser Joch ist Namensgeber und Herzstück einer der größten Nationalparks Europas. Auf Südtiroler Seite informieren das Parkbüro in Glurns und drei Nationalparkhäuser: Im Culturamartell (Martell) geht es um die Bergbauern, im Naturatrafoi (Stilfs) um das „Leben an der Grenze“, im Aquaprad (Prad) ums Wasser. Auf der Fahrt aufs Joch lohnt in Trafoi ein Stopp im Hotel Bellavista von Skilegende Gustav Thöni und ein Blick auf dessen beeindruckende Trophäensammlung.
- 23032 Bormio
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