Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Spontan ins Museum gehenWenn es um große Museen geht wie z. B. die Uffizien in Florenz, empfiehlt sich der Vorabkauf eines Onlinetickets. Wer kein Ticket reserviert hat, muss lange Schlange stehen oder wird zum Opfer von Wucherern, die Tickets zu absurden Preisen auf der Straße anbieten.
Briefkästen verwechselnLass dir keine Briefmarken von privaten Postanbietern wie GPS andrehen. Sie sind überteuert und wer die Karte nicht in spezielle Kästen wirft (wo, welche?!), hat verloren. Halte dich an die Post und ihre roten Kästen.
Sich beklauen lassenDie Rate an Diebstählen ist – vor allem in den Großstädten – in letzter Zeit wieder angestiegen. Es kommt sogar vor, dass Diebe an Ampeln durch das geöffnete Autofenster klauen. Daher gilt: In den Städten Türen verriegeln und Fenster geschlossen halten – und nichts im Auto lassen und auch auf die Handtasche aufpassen!
Einfach an einen freien Tisch setzenSetz dich im Restaurant, selbst wenn es noch so leer sein sollte, nicht einfach an einen freien Tisch, sondern immer erst nach Aufforderung durch den Kellner. Lass dich dabei nicht an den Katzentisch abdrängen – gib deutlich zu verstehen, welchen Platz du möchtest.
Getrennt abrechnenItalienische Kellner und Gastbetriebe kennen diesen Usus nicht – und haben auch wenig Verständnis dafür, wenn bei einer Gruppe jeder einzeln bezahlt. Unter Italienerinnen und Italienern wird die Gesamtrechnung am Ende einfach durch die Zahl der Esser geteilt.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffee1,50-2,50 Euro für einen Cappuccino am Tresen
Eisab 2,50 Euro für eine Portion
Weinab 3 Euro für ein Glas am Tresen
Museum4-20 Euro für den Eintritt
Strandab 15 Euro pro Tag Miete für einen Schirm und zwei Liegen
Stadtbusab 1,50 Euro für ein Ticket

Feiertage

1. Januar

  • Capodanno (Neujahr)

6. Januar

  • Epifania (Heilige Drei Könige)

März/April

  • Pasquetta (Ostermontag)

25. April

  • Liberazione (Befreiung vom Faschismus)

1. Mai

  • Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)

2. Juni

  • Festa della Repubblica (Ausrufung der Republik 1946)

15. August

  • Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)

1. November

  • Ognissanti (Allerheiligen)

8. Dezember

  • Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

  • Natale (Weihnachten)

26. Dezember

  • Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag)

Veranstaltungen

Karneval

  • Carnevale Veneziano (Venedig)

  • La Battaglia delle Arance (Ivrea): Bewohner und Besucher bewerfen sich mit zig Tonnen Orangen.

Ostern

  • Processione delle Macchine (Vercelli): Durch die Straßen werden große, antike Holztafeln getragen, die die Passion Christi darstellen.

Mai

  • La Corsa dei Ceri (Gubbio):Junge Männer tragen riesige Votivgestelle im Laufschritt durch die Gassen.

Juni

  • Mostra Internazionale del Nuovo

  • Cinema (Pesaro): Kinotage

  • Arezzo Wave Love Festival: italienische und internationale Bands

  • Festa Artusiana (Forlimpopoli): Kochkurse, Schlemmerstände, Delikatessenmärkte im Geburtsort von Italiens berühmtestem Kochbuchautor

Juni/ Juli

  • Festival Musicale del Mediterraneo (Genua): Weltmusik

  • Festival dei Due Mondi (Spoleto): Theater, Tanz und Musik

Juli/ August

  • Santarcangelo dei Teatri (Santarcangelo di Romagna): alternatives Theater

  • Umbria Jazzfestival (Perugia)

  • Pistoia Blues: Rock- und Bluesgrößen auf dem Domplatz

  • Palio (Siena): Pferderennen 

  • Giostra della Quintana (Ascoli Piceno): Reiterturnier in Kostümen

  • Buskers Festival (Ferrara): Straßenmusik

Oktober

  • Il Palio degli Asini (Alba): ein komisches Eselrennen

November

  • Torino Swing Festival (Turin): Swing und Lindy Hop, lässige Outfits und coole Moves

Vorbereitung

Infowebsites & Auskunft

Im Internet helfen dir viele Websites weiter, darunter die der Italienischen Zentrale für Tourismus (enit.de bzw. enit.at). Außerdem haben alle Regionen ihre eigenen Tourismusportale.

Infopoints gibt es an fast jedem Bahnhof, in den Innenstädten der Großstädte und in allen touristisch bedeutenden Orten. Halte nach den braunen Hinweisschildern mit eingekreistem „i“ oder „Pro Loco“ Ausschau.

Ankommen

Anreise

Mit dem Auto führen die beiden Hauptstrecken durch die Schweiz (Gotthardtunnel) Richtung Mailand und durch Österreich über den Brenner Richtung Bozen und Verona. Je nach Start- und Zielort kann die Route über die Tauern ins Friaul eine verkehrsärmere Alternative sein. Die Autobahnen in Italien, Österreich und der Schweiz sind mautpflichtig.

Wer früh bucht, findet mit der Bahn günstige Tarife. Mit dem Super-Sparpreis Europa Italien gibt es Angebote ab 19,90 Euro. Man fährt entweder durch die Schweiz (Como–Mailand) oder durch Österreich (Bozen–Verona). Frühzeitig Liege-, Schlaf- bzw. Sitzplatz reservieren!

Auf Portalen wie eurolines.de oder omio.com findet man zahlreiche Fernbusverbindungen zu den größeren norditalienischen Städten.

Alle großen Städte in Nord- und Mittelitalien verfügen über Flughäfen, die aus dem Ausland angeflogen werden. Low-Cost-Fluggesellschaften steuern regelmäßig Mailand, Venedig, Pisa, Bologna oder Florenz an, Lufthansa fliegt zudem regelmäßig nach Turin, Triest, Genua und Ancona.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Verbrauch frei einund ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten geringere Freimengen.

Weiterkommen

Auto

Höchstgeschwindigkeit innerorts 50, sonst 90 km/h, auf Autobahnen (autostrada) 130 (bei Regen 110) km/h; die Promillegrenze liegt bei 0,5.Auch tagsüber muss außerorts mit Abblendlicht gefahren werden. Die Tankstellen (außer auf der Autobahn) schließen großenteils über Mittag und sonntags, aber viele haben Tankautomaten. Parken ist häufig ein Problem – such dir, wo immer es geht, P-&-R-Plätze und nutz so oft wie möglich öffentliche Verkehrsmittel – es spart meist wirklich Zeit! Parkscheine zieht man in Automaten oder kauft Tickets (auch für Busse & Co.) in tabacchi-Läden oder Kiosken. Das Befahren vieler Innenstadtkerne ist nur mit Genehmigung erlaubt (Z. T. L. = zona traffico limitato); die bekommst du meist nur als Hotelgast von deiner Unterkunft. Außerdem haben viele Großstädte Umweltzonen eingerichtet. In der Lombardei sind alle Städte in die (strenge) Zone 1 oder die (lockerere) Zone 2 eingeteilt. In Mailand dürfen in die Zone C nur E- und Hybridfahrzeuge (comune.milano.it/areac), in die Zone B u. a. keine Dieselfahrzeuge. Ausnahmegenehmigungen können auf areab.atm.it beantragt werden. Einen guten Überblick über die Beschränkungen findest du auf short.travel/itn5 oder auf accessibilitacentristorici.it.

Mietwagen

Für einen Kleinwagen zahlt man etwa 30 Euro pro Tag, eine Woche ab ca. 200 Euro. Günstige Angebote findest du u. a. auf billiger-mietwagen.de.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Züge der italienischen Staatsbahn FS (trenitalia.com) sind einigermaßen pünktlich, zumindest die Schnellzüge Frecciarossa und Eurostar. Der Frecciarossa von Florenz nach Mailand braucht knapp zwei Stunden und kostet um 50 Euro (inklusive der obligatorischen Platzreservierung); für Frühbucher gibt es Tickets zum halben Preis, die man auch in der App in deutscher Sprache kaufen kann. Die Fahrkarte der normalen Züge musst du vor Fahrtantritt an Automaten im Bahnhof abstempeln! Kleinstädte und Dörfer sind gut mit Überlandbussen zu erreichen. Die Großstädte haben dichte Busnetze, Mailand außerdem auch eine U-Bahn, die im Vergleich zu Deutschland spottbillig sind. Eine sehr hilfreiche, erstaunlich präzise Website bzw. App: rome2rio.com

Taxi

Wichtig: Frag vor der Fahrt nach dem Preis und pass auf, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden!

Vor Ort

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten sind flächendeckend vorhanden. Hotels, Restaurants, Tankstellen, Supermärkte sowie die meisten Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten und oft auch EC-Karten.

Internetzugang & WLAN

Viele Innenstädte haben WLAN-Zonen, in die man sich nach Registrierung gratis einloggen kann. Über Wifi-Finder- Apps oder wiman.me/italy findest du zahllose Hotels, Bars, Strandbäder, Campingplätze, Einkaufszentren etc., die Internetzugang anbieten. Die Businessclasslounges in den Flughäfen und die Wartesäle der Eurostar-Kunden auf den Bahnhöfen haben ebenfalls WLAN.

Öffnungszeiten

Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet, andere Läden meistens von 9 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr, einige auch ohne Mittagspause. In touristischen Orten bleiben die Geschäfte in der Saison oft bis spätabends und auch sonntags offen.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Deutschland 0049, Schweiz 0041, Österreich 0043.Vorwahl Italien: 0039, dann direkt die vollständige Rufnummer einschließlich der Null am Anfang. Wenn du eine Smartphone-Flat inklusive Internet hast, zahlst du keine Extragebüren, solange dein Volumen reicht – erkundige dich bei deinem Anbieter. Hilfreich ist auch die Website teltarif.de/roaming/italien.

Unterkunft

Beliebt sind Ferien auf dem Bauernhof (agriturismo.it). Auch Bed & Breakfast setzt sich in den Städten durch, z. B. bbitalia.it und bed-and-breakfast-italien.com. In Urlaubsgebieten gibt es ein reiches Angebot an Ferienwohnungen. Campinginfos unter camping.info/italien oder pincamp.de/italien. Jugendherbergen und billige Hotels findest du unter hostelworld.com/hostels/Italy. In den großen Städten können sich die Preise während einer Messe verdoppeln oder verdreifachen; dasselbe gilt in Feriengebieten für die erste Augusthälfte oder zu Karneval in Venedig. Auf jede Übernachtung wird eine Art Kurtaxe erhoben, je nach Kategorie zwischen 1 und 5 Euro.

Eintritt

Die meisten staatlichen und städtischen Museen verlangen zwischen 5 und 15 Euro Eintritt. Bei wenigen großen Museumskomplexen fallen bis zu 20 Euro an, vereinzelt gibt es aber auch Museen, wo der Eintritt frei ist. Private Museen sind häufig etwas teurer, während solche, die von Interessengemeinschaften getragen werden, nur wenige Euro oder überhaupt keinen Eintritt verlangen. Viele größere Städte experimentieren mit Kombitickets. Und jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in die staatlichen Museen gratis, darunter so berühmte wie die Pinacoteca di Brera in Mailand und die Uffizien in Florenz.

Strände

Wer es bequem mag, wählt eines der unzähligen bewirtschafteten Strandbäder (bagni), wo zwei Liegen plus Schirm pro Tag allerdings mindestens 15 Euro kosten. Es ist aber vorgeschrieben, dass immer auch frei zugängliche Abschnitte zur Verfügung stehen. Wenn sie als Spiaggia Libera Attrezzata (SLA) ausgezeichnet sind, sind sie mit sanitären Anlagen ausgestattet.

Trinkgeld

Kellner freuen sich über ein Trinkgeld (ca. fünf Prozent), wenn du mit dem Service zufrieden warst. Auch Zimmermädchen in Hotels bekommen üblicherweise ein kleines Trinkgeld.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat in Mailand

Tel. 0 26 23 11 01 | mailand.diplo.de

Österreichisches Konsulat in Mailand

Tel. 0 27 78 07 80 | bmeia.gv.at

Schweizer Konsulat in Mailand

Tel. 0 27 77 91 61 | eda.admin.ch

Gesundheit

Bei Bedarf wendet man sich an die Notaufnahme (pronto soccorso) der Krankenhäuser und legt die Europäische Versichertenkarte vor, mit der man in der Regel kostenlos behandelt wird.

Notrufe

Allgemeiner Notruf für Polizei, Feuerwehr und Notarzt: Tel. 1 12, Pannenhilfe: Tel. 80 31 16, vom ausländischen Handy 8 00 11 68 00

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit