Ist erwähnt in Reiseführer:
Perugia (156700 Ew.), seit 700 Jahren Universitätsstadt, ist das lebendigste Zentrum Umbriens und seit 1970 Hauptstadt der Region. Die Häuser türmen sich weithin sichtbar wie eine Krone auf der Hügelkuppe.
Ursprünglich lag die Stadt auf zwei benachbarten Hügeln, dem Colle Landone und dem Colle del Sole; die Senke zwischen beiden wurde im Lauf der Zeit aufgefüllt, auf ihr verläuft heute die Hauptstraße, der berühmte Corso Vannucci, Mittelpunkt und Flaniermeile der Provinzmetropole. Schnurgerade durchzieht er als einzige ebene Straße die Oberstadt vom Dom bis zur Aussichtsterrasse der Giardini Carducci. Am Corso liegen die Cafés und Restaurants, Hotels und eleganten Geschäfte.
In keiner anderen Stadt in Umbrien gibt es eine solche Vielfalt von Treppenkonstruktionen, Bögen, Brücken, Rampen und Stützmauern. Dieses stetige Auf und Ab der engen Straßen und Gassen (alle verkehrsberuhigt) wäre ein Albtraum, wenn nicht die Perugini ihr bereits im Mittelalter unter Beweis gestelltes architektonisches Können auch heute wieder angewandt hätten: Drei Rolltreppen führen durch die Gewölbe der Rocca Paolina und durch futuristische Glasgalerien von der Ober- in die Unterstadt - und direkt zu den großen Parkplätzen. Ein Tunnel unterführt die beiden Hügel in ostwestlicher Richtung - vorbildliche Bestrebungen, moderne Verkehrsprobleme zu lösen, ohne mittelalterliche Strukturen zu vernichten.
Aus Perugias etruskisch-römischer Vergangenheit finden sich nur noch vereinzelte Zeugnisse im Stadtbild: vor allem die Reste der ehemals 3 km langen Zyklopenmauer und die beiden Stadttore. Im Umfeld der Stadt liegen drei bedeutende etruskische Grabanlagen, das Ipogeo dei Volumni, das Ipogeo di San Manno und das Ipogeo dello Sperandio.
Perugia wurde wegen seiner strategischen Position in die Kämpfe zwischen Langobarden, Westgoten und Byzantinern verwickelt, zerstört, wieder aufgebaut - bis Karl der Große 774 die Stadt dem Papst schenkte. Machtkämpfe zwischen Guelfen und Ghibellinen fanden ihre Fortsetzung in blutigen Fehden der herrschenden Familien Oddi und Baglioni. Trotz allem begann Ende des 13.Jhs. eine Zeit geistiger und wirtschaftlicher Blüte. 1308 wurde die Universität Santa Sofia gegründet, Palazzi, Kirchen und die Fontana Maggiore entstanden. Perugia verzeichnete im 14.Jh. über 300 Handelshäuser, darunter das Collegio della Mercanzia, die Versammlungshalle der Kaufleute, und das Collegio del Cambio für die Banker und Geldwechsler.
Die Glanzzeit fand ihr Ende mit dem „Salzkrieg“ gegen Papst Paul III. Während der nur durch den Einmarsch Napoleons unterbrochenen Herrschaft der Kirche stagnierte das wirtschaftliche Leben. Mittlerweile sorgen Ausländeruniversität und Firmen wie Perugina (Schokolade) und Ellesse (Sportbekleidung) für einen regionalen Boom.
Perugia Highlights
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