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Emilia Romagna

Check-in

Auf der Reise in die Emilia-Romagna lernen Sie Italien von seiner alltagstüchtigen, modernen und unverfälscht genussvollen Seite kennen. Dabei stoßen spannende Gegensätze aufeinander: Auf der einen Seite hat sich die Adriaküste der Romagna zur größten Sommer-Strand-Spaß-Industrie Europas entwickelt. Auf der anderen Seite finden Sie hier gleich drei sagenhafte Höhepunkte menschlichen Kunstschaffens, die zum Unesco Weltkulturerbe zählen: der mittelalterliche Dom von Modena, die Renaissancestadt Ferrara und die Mosaikpracht in den Kirchen Ravennas.

Und dann all die Schinken und Käse, die vom emilianischen Schlaraffenhimmel baumeln! Oder wie wäre es mit einer saftigen Scheibe Wassermelone an einem heißen Sommertag? Etwa gleich an der Landstraße bei einem Melonenfeld oder in einer Melonenbude im Stadtpark. Eine köstliche Erfrischung nach einem Opernabend im festlichen Teatro Regio von Parma, nach einem Orgelkonzert unter den 1500 Jahre alten Mosaiken in der Kirche San Vitale von Ravenna oder nach einer Jazzsession am Strand von Cervia.

Das ist es, was die Emilia-Romagna ausmacht, dieses Beieinander von deftigen Genüssen und künstlerisch anspruchsvollen Darbietungen. Aber auch das gehört dazu: In Maranello werden in den Ferrari-Werkstätten mit die schnellsten Autos der Welt gebaut, und zugleich radelt man gemächlich durch die alten, verkehrsberuhigten Stadtkerne, flaniert unter den Arkaden, sitzt plaudernd beim Aperitif auf der Piazza. Dabei fällt die Pflege der alten Stadtkerne auf, keine Investition wird gescheut, um die schönen alten Bauten und altehrwürdigen Kirchen zu restaurieren. In Bologna etwa haben eine ganze Reihe Palazzi in der Innenstadt zu neuem Glanz zurückgefunden und sind nun als eine Art Streumuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Genauso findet auch Modernes seinen Ausdruck: In Parma wurde eine alte Nudelfabrik aus dem Jahr 1910 vom Stararchitekten Renzo Piano ins elegante Barilla Center umgewandelt, mit Luxushotel, modernem Konzertsaal, der Barilla-Kochakademie, Läden und Restaurants. Bei der Autobahnausfahrt nach Reggio Emilia überspannen weithin sichtbare weiße Brücken die flache Landschaft wie strahlende Pforten, die neugierig machen auf die Stadt, zu der sie führen: ein genialer Entwurf des für seine kühn geschwungenen Brücken berühmten Santiago Calatrava. Ebenso innovativ präsentiert sich das knallgelbe, stromlinienförmige Ferrari-Museum, das 2012 in Modenas Innenstadt eröffnet wurde.

Dem gegenüber stehen die zum Teil schweren Schäden, die das Erdbeben vom Mai 2012 in einigen Gemeinden im Herzen der Emilia verursacht hat. Das Epizentrum erstreckte sich westlich von Ferrara bis nach Reggiolo und Carpi - 26 Menschen kamen dabei ums Leben und in den Städtchen hat es Kirchen und ältere Gebäude angegriffen oder neue Gewerbebauten aus starren Zementwänden. Selbst der Dom Modenas und der berühmte Palazzo Schifanoia in Ferrara waren einige Monate gesperrt. Vieles ist mittlerweile repariert und gesichert, manche Pfarrkirche bleibt aber noch bis auf Weiteres verschlossen. Und auch die Krise hinterlässt Spuren in der reichen Emilia, man siehts an aufgegebenen Läden und Fabriken.

Knapp 4,5 Mio. Menschen leben auf rund 22000 km2 in der Emilia-Romagna, das sind gut sieben Prozent der Fläche Italiens. Dank ihrer Freude an Geselligkeit hat sich auch die Tourismusindustrie an der romagnolischen Adria entwickeln können. Angefangen hat alles 1843 mit der Eröffnung der ersten Badeanstalt in Rimini. Die Fünfzigerjahre des 20. Jhs. brachten dann den entscheidenden Anstoß. Vor allem die deutsche Nachkriegsgeneration wollte raus und wünschte sich wieder Kontakte mit den Nachbarvölkern. Der Zustrom hat bis heute nicht nachgelassen. Von den jährlich vielen Millionen Besuchern kommen nun immer mehr auch aus den Ländern Osteuropas und aus Russland.

Die Adria ist kein Strand der anonymen Hotelketten, vielmehr wechseln sich familiär geführte Ferienpensionen oder -wohnungen ab mit modernen Komforthotels, einige sogar richtig stylish. Mit den legendären Diskotheken, den spektakulären Freizeitparks und Spaßbädern, unzähligen Sportangeboten, Strandpartys und Musikfestivals gelingt es immer wieder, neue Generationen in Bann zu schlagen, neue Trends aufzuspüren.

Wer sich aber auf eine Reise fernab der Strände einlässt, der wird überrascht entdecken, wie vielfältig dieser nur auf den allerersten Blick eintönige Landstrich ist. Der Po und seine weite Ebene durchziehen die Region von West nach Ost ans Meer. Im Mittelalter begannen die großen Abteien mit der Trockenlegung des Sumpflands, später waren es die Renaissancefürsten, die Schleusen und Pumpwerke bauen ließen. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. zogen Scharen von Tagelöhnern mit Schaufeln und Karren durch die Ebene und schütteten Deiche auf. Heute versucht man die letzten Feuchtgebiete im Delta zu schützen und einem sanften Naturtourismus zugänglich zu machen, auf Hausbooten, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken von Camarguepferden.

Aber die Emilia-Romagna besteht nur zur Hälfte aus Flachland, 52 Prozent gehören zum Apennin, dem Gebirgsrücken, der ganz Italien durchzieht. Mit seinen Flusstälern und dem Auf und Ab der Hügel voller Wiesen und Wälder, Obstplantagen und Rebgärten, mit seinen spröden, grauen Erosionsfalten und kahlen Gipfeln, von denen der Monte Cimone immerhin 2165 m hoch ist, eignet sich der Apennin zum Wandern und Skifahren; markierte Wanderwege, Mountainbikerouten und Skipisten gibt es reichlich. Auf Ausflügen in diese Mittelgebirgslandschaft entdeckt man stattliche Burgen, uralte Kirchlein und mittelalterliche Dörfer, versteckt in Kastanienwäldern oder hoch oben auf Bergkämmen. Die Wiederentdeckung der Natur geht einher mit wachsendem Umweltbewusstsein: Der biologische Anbau in der Landwirtschaft nimmt zu, die in der Region besonders stark vertretene, genossenschaftlich organisierte Supermarktkette Coop hat ihre eigene Bio- und Fair-Trade-Linie, Natura Sì ist eine Bioladenkette mit zahlreichen Filialen in den Städten. Bauernmärkte haben in die Städte zurückgefunden, Bioweine finden guten Absatz, und immer mehr Hotels orientieren sich an umweltfreundlichen Kriterien. In der Emilia-Romagna gibt es die meisten Radwege Italiens und selbst das Carsharing etabliert sich.

Eigentlich sind es ja zwei Gebiete, die Emilia und die Romagna, die erst 1861 im Zuge der Nationalstaatsbildung Italiens zu einer Region zusammengefasst wurden. Über Jahrhunderte war man getrennte Wege gegangen: Die Romagna längs der Küste und ihr Hinterland hatten unter byzantinischem Einfluss gestanden, was sich heute noch bemerkbar macht, etwa darin, dass man hier gerne Schafsfleisch und Schafskäse isst und in der Küche das Olivenöl dominiert, während man in der Emilia Schwein bevorzugt und mit Butter und Sahne kocht. In der in kleine Herzogtümer aufgeteilten Romagna blieb man eher unter sich, während die offene Emilia als zentrales Durchgangsland immer wieder das Interesse der Großen wie des Kirchenstaats, der Habsburger und der Bourbonen auf sich zog.

Das verbindende Element ist die alte Römerstraße, der die Region ihren Namen und ihre Städte verdankt: die Via Emilia, 187 v. Chr. von Konsul Marcus Aemilius Lepidus angelegt, um die Adria mit dem Nordwesten zu verbinden. An ihr entstanden von Piacenza bis Rimini in Abständen von rund 20 km berühmte Städte. Ravenna hatte seine Glanzzeit im 5. und 6. Jh., als die Stadt nach dem Zusammenbruch des Römischen Imperiums mit dem Gotenkönig Theoderich und dem byzantinischen Kaiser Justinian zum Machtzentrum wurde. Aus dieser Zeit stammen die wunderbaren mosaikgeschmückten Kirchen. Bologna bekam seine historische Chance mit der Entwicklung einer bedeutenden Universität im 11. Jh., als Jurastudenten und Rechtsgelehrte aus allen Ländern in die Stadt kamen; auf diese Zeit geht die labyrinthische Altstadt Bolognas mit ihren endlosen Arkaden zurück. Im 15. und 16. Jh. drückten Fürstenfamilien mit ihren anspruchsvollen Renaissancehöfen Städten wie Ferrara ihren Stempel auf. Das alles lädt zu einer Fahrt ins Land und über die Dörfer ein sowie in die wohlhabenden Städte mit ihren schönen Altstadtkernen voller edler Geschäfte, duftender Cafés und eleganter Plätze.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das bedeutendste Bauwerk der Stadt, ein Meisterwerk romanischer Architektur. Er hat eine dreiteilige Fassade mit drei verzierten Portalen, eine Galerie und eine got. Rosette.
Dies ist eine Stätte von großer Bedeutung für die religiöse Topographie der Stadt. Sie ist in mehrere Sakralbauten unterteilt, die dem ersten Märtyrer gewidmet sind.
Das hübsche Städtchen liegt malerisch an einem Lagunensee. Durch den Salzhandel kam sie einst zu Reichtum. Die zahlreichen Kanäle werden von historischen Brücken überspannt, deren berühmteste…
Im Ferrari-Museum am Fabrikationsort Maranello wird die Geschichte des 1947 gegründeten Unternehmens erzählt. Man sieht einige der schönsten Modelle des schnellen Flitzers mit dem Pferd-Emblem und…
Dieser sehr beliebte, riesige Vergnügungspark in Savio bei Ravenna ist eine Mischung aus Disneyland, Riesenkirmes und Spaßbad.
Der kleinste und schönste Schatz: Von der Basilika San Vitale geht man hinüber zum kleinen Backsteinhaus, der Grabkapelle von Galla Placidia, der Schwester von Kaiser Honorius. Noch zu Lebzeiten lie…
Ein Muss: das eindrucksvolle Innere der eleganten Renaissancekirche mit einem Malatesta-Porträt von Piero della Francesca.
Dass in Parma schon im Mittelalter das Leichte, Elegante geliebt wurde, zeigt die achteckige Taufkirche am Domplatz, ein turmartiger Bau aus Marmor in zarten Rosa- und Weißtönen. Offene Sä…
Der Palazzo hat eine der berühmtesten Palastfassaden Italiens: 8500 im Relief spitz zugeschnittene Marmorsteine spicken sie. Die Steine wirken wie geschliffene Diamanten - ein genialer Entwurf (ab…
Von Faenza geht es 13 km hinauf in den Apennin ins mittelalterliche Brisighella, zauberhaft zur Pfirsichblüte im März und April. Über die Dächer ragen der Uhrturm und die Burg aus dem 15. Jh. Im…
Den Mittelpunkt der Stadt, in der Dante einst seine "Göttliche Komödie" schrieb, ist die Piazza del Popolo. Ravennas größte Schätze sind die frühchristlichen Bauten aus dem 5. und 6. Jh.,…
Die autofreie Altstadt wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und raubt einem mit vielen großartigen Bauten den Atem. Sie gruppieren sich um die Wasserburg des Castello Estense. Der Dom San Giorgio…
Die Anlage des Hafenkanals, der ca. 1 km in die Stadt hineinreicht, geht auf das 14. Jh. zurück und bezeugt die lange Tradition Cesenaticos als Fischerort. Seine heutige Gestalt erhielt er von…
Im Süden Piacenzas geht es in eines der schönsten Apennintäler. Gegraben hat es der Fluss Trebbia. Bis Bobbio, dem zentralen Städtchen (4000 Ew., 45 km) mit seinem Kastell, einst Bischofssitz und…
Mehr als nur eine Cappuccinopause sollten Sie für die besonders schöne Piazza dei Martiri in der Kleinstadt (71 000 Ew.) 18 km nördlich von Modena an der Brennerautobahn einplanen.

Reisezeit

Januar
sehr gut
4°C
Februar
sehr gut
7°C
März
sehr gut
13°C
April
sehr gut
18°C
Mai
sehr gut
22°C
Juni
sehr gut
28°C
Juli
sehr gut
31°C
August
sehr gut
30°C
September
sehr gut
25°C
Oktober
sehr gut
18°C
November
sehr gut
11°C
Dezember
sehr gut
6°C

Die beste Reisezeit für Emilia Romagna sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 18° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 9 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 4° Celsius bei 6 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 18° Celsius und die Nachttemperatur bei 11° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 6 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Oktober und November.

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Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Der Flughafen von Bologna wird mehrmals täglich aus Deutschland, der Schweiz und Österreich angeflogen. Billigflüge gibt es z. B. mit Germanwings, Ryanair und Air Dolomiti nach Bologna, Ryanair fliegt auch nach Rimini.

Bahn

Per Bahn gibt es zwei Hauptstrecken: durch die Schweiz über Basel, Chiasso und Mailand mit Umsteigen nach Bologna oder von München durch Österreich über den Brenner nach Verona und Bologna. Von hier gehts weiter nach Rimini. Gute Angebote finden sich bei den täglichen Europa-Spezial-Verbindungen nach Italien, z. B. von München nach Bologna (www.bahn.de, www.obb-italia.com).

Auto

Mit dem PKW gelangen Sie auf durchgehenden Autobahnen entweder durch die Schweiz und den Gotthardtunnel über Como nach Mailand und weiter nach Piacenza oder durch Österreich über den Brenner nach Modena und Bologna; die österreichischen, Schweizer und italienischen Autobahnen sind mautpflichtig. Nerven- und umweltschonend sowie zeitsparend, aber nicht billig sind die Autozüge (www.dbautozug.de), die von mehreren deutschen Großstädten nach Alessandria und Bozen verkehren.

Auskunft

Italienische Zentrale für Tourismus Enit

- Barckhausstr. 10 | 60325 Frankfurt | Tel. 069 237434

- Mariahilfer Straße 1 b | 1060 Wien | Tel. 01 5051639

- Uraniastr. 32 | 8001 Zürich | Tel. 0434664040

- www.enit.it

Easy Italia

So nennt sich die Servicenummer, die Touristen in Italien täglich von 9 bis 22 Uhr bei Fragen und Problemen helfen soll: Tel. 0039 039039039, innerhalb Italiens gratis: Tel. 800000039

Auskunft im Internet

Das sehr gut gemachte, stets aktualisierte und mehrsprachige Tourismusportal der Region ist www.emiliaromagnaturismo.it. Speziell für die Unterkunftssuche geeignet ist www.visitemiliaromagna.com/de, auf die Städte und ihre kulturellen Sehenswürdigkeiten konzentriert sich www.kunststaedteemiliaromagna.de.

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 50 km/h, ansonsten 90 km/h, auf Autobahnen (autostrada) 130 (bei Regen 110) km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Auch tagsüber muss außerorts auf allen Straßen mit Abblendlicht gefahren werden und bei Panne oder Unfall ist außerorts beim Verlassen des Wagens das Anlegen einer Warnweste vorgeschrieben. An den Mautstellen der Autobahnen kann man mit Kreditkarte bezahlen.

Die historischen Innenstädte sind weitgehend für den Verkehr gesperrt, ZTL (zona a traffico limitato) genannt; die Innenstadthotels vergeben temporäre Zufahrtsgenehmigungen an ihre Gäste. Fast überall werden Parkplatzgebühren erhoben; an Automaten längs der Straßen zieht man einen Parkschein oder kauft ihn in Tabakläden oder an Zeitungskiosken. Tankstellen sind wochentags meist von 7.30 bis 12.30 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet, an Autobahnen durchgehend; sonst tankt man an Tankautomaten. Pannenhilfe: Tel. 803116

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

Viale Trieste 3 e | Rimini | Tel. 054127784

Österreichisches Honorarkonsulat

Via Ugo Bassi 13 | Bologna | Tel. 051268711

Schweizer Generalkonsulat

Via Risorgimento 11 | Casalecchio di Reno | Tel. 051576416

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten (bancomat) sind überall vorhanden. Die meisten Hotels, viele Restaurants, bessere Geschäfte und Maut- sowie Tankstellen akzeptieren die gängigen Kreditkarten.

Gesundheit

Bei Bedarf wenden Sie sich an die Notaufnahme der Krankenhäuser (pronto soccorso), legen Ihre Europäische Versicherungskarte (EHIC) vor und werden dann in der Regel kostenlos behandelt. Anderenfalls reichen Sie Ihre Auslagen bei der heimischen Kasse zur Erstattung ein.

Internetzugang & Wlan

Internetcafés (2-6 Euro/Stunde) gibt es fast überall, dazu richten immer mehr Hotels, Cafés, Strandbäder und Feriendörfer WLAN-Zonen ein (ital.: wifi), entweder gratis oder über ein an der Rezeption zu erwerbendes Passwort. Wifi-Zonen finden sich auch in manchen Wartebereichen der Flughäfen und großen Bahnhöfe sowie an einigen Autobahnraststätten. Bologna, Reggio Emilia, Modena und Rimini treiben den kostenlosen Netzzugang in der Innenstadt aktiv voran, in Bologna und Reggio Emilia funktioniert das bereits (Passwort im Rathaus), ebenso in manchen Stadtbibliotheken. Über Websites wie wifi.gratis.it finden Sie die Adressen von Gratishotspots.

Mietwagen

Ein Kleinwagen kostet ohne Kilometerlimit pro Tag zwischen 80 und 100 Euro, Wochenendtarif ca. 120 Euro. Am günstigsten bucht man den Mietwagen bereits von zu Hause.

Notrufe

- Polizei (Carabinieri) Tel. 112

- Notarzt, Rettungswagen Tel. 118

- Feuerwehr (Vigili del Fuoco) Tel. 115

Öffentliche Verkehrsmittel

Die italienische Eisenbahn (www.fsitaliane.it, www.trenitalia.com) ist recht preiswert. Die Städte und die Küste sind in der Emilia-Romagna besonders gut untereinander verbunden, mit Bologna als Knotenpunkt. In den Regionalzügen darf man Fahrräder mitnehmen. Busse sind preiswert und Überlandbusse verbinden die Dörfer miteinander. Das Ticket kann man an Bord lösen.

Öffnungszeiten

Lebensmittelläden sind meist montags bis samstags von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30, sonstige Geschäfte von 9 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, am Donnerstagnachmittag sind die Geschäfte in der Emilia-Romagna geschlossen. Kaufhäuser und Supermärkte in den Städten: montags bis samstags 8.30 bis 20 Uhr. Kirchen schließen in der Mittagszeit.

Post

Briefmarken bekommt man außer bei der Post auch in den tabacchi, den Tabakläden. Briefe und Postkarten in EU-Länder und die Schweiz kosten 85 Cent Porto.

Telefon & Handy

In Telefonzellen telefoniert man mit Karten zu 3 und 5 Euro (erhältlich in Tabakläden, perforierte Ecke abreißen!). Vorwahlen: nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Italien 0039. Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahlen, es muss immer - auch aus dem Ausland - die vollständige Nummer gewählt werden. Unter www.teltarif.de/i/reise-itm.html gibt es aktuelle Infos zum Handytelefonieren in Italien.

Unterkunft

Zahlreiche Bauernhöfe und Landgüter bieten einfache bis luxuriöse Zimmer und Wohnungen an, häufig gibt es auch Stellplätze für Campingmobile: www.agriturismo.emilia-romagna.it. Bed & Breakfast breitet sich vor allem in den Städten immer mehr aus: www.bbitalia.it, www.bed-and-breakfast-italien.com, www.bbplanet.de. Biohöfe findet man unter www.agriturismibiologici.it. In den Küstengebieten und bei touristisch interessanten Städten finden Sie Campingplätze: www.camping.it, www.camping.info/italien. Auch an Ferienwohnungen gibt es ein reiches Angebot.

Das Angebot an modernen oder charmanten Stadthotels hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert und durchs Onlinebooking sind sie auch preiswerter geworden, vor allem am Wochenende und außerhalb von Messezeiten. In der Hochsaison von Ende Juli bis Ende August allerdings können sich die Preise für Wohnungen und Hotels verdreifachen! Im Juli und August muss man in den Bergen und vor allem am Meer zudem oft obligatorisch Halbpension buchen. Unter www.italygreenhotels.it finden sich Hotels mit umweltbewusstem Anspurch; besonderen Service für Radreisende bieten die Hotels auf www.italybikehotels.it/de/emilia-romagna-de. In den meisten größeren Städten und am Meer gibt es Jugendherbergen: www.aighostels.com. Preiswerte Unterkünfte findet man u. a. auch auf www.hostelworld.com.

In manchen Städten und Ferienorten wird eine Art Kurtaxe (imposta di soggiorno) erhoben, je nach Hotelkategorie zwischen 1,50 und 3 Euro pro Nacht und Person. Eine tolle Sache ist die settimana del baratto, die Woche des Austauschs: Wer in der Lage ist, z. B. kleine handwerkliche Reparaturen vorzunehmen o. Ä., kann dafür in zahlreichen agriturismo-Betrieben oder B & Bs gratis übernachten (www.settimanadelbaratto.it).

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Sie Waren für den persönlichen Verbrauch frei ein- und ausführen. Richtwerte: u. a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen, 90 l Wein. Für die Schweiz gelten wesentlich geringere Freimengen.

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage

1. Jan.

Capodanno

6. Jan.

Epifania

Ostermontag

Pasquetta

25. April

Befreiung vom Faschismus (Liberazione)

1. Mai

Festa del Lavoro

2. Juni

Festa della Repubblica

15. Aug.

Ferragosto

1. Nov.

Ognissanti

8. Dez.

Immacolata Concezione

25. Dez.

Natale

26. Dez.

Santo Stefano

Feste & Veranstaltungen

Januar

Treffpunkt der Kunstszene Ende Januar ist die Bologneser Kunstmesse arte fiera. Schwerpunkt: junge italienische Kunst. www.artefiera.bolognafiere.it

Februar/März

Berühmt sind die Karnevalsumzüge mit aufwendigen Wagen und Maskengruppen von Cento (Provinz Ferrara) und San Giovanni in Persiceto (Provinz Bologna).

März-Mai

Crossroads: Konzertreihe italienischer und internationaler Jazzgrößen quer durch die Emilia-Romagna auf kleinen und großen Bühnen. www.crossroads-it.org

April

In der letzten Aprilwoche steigen beim Festival Internazionale Aquilone am Strand von Cervia die schönsten und verwegensten Drachen auf, dazu kommen die Kitesurfer auf dem Meer. www.festivalinternazionaleaquilone.com

Mai

Angelica: Festival experimenteller Avantgardemusik in Bologna und Umgebung in der zweiten Maihälfte

Palio di San Giorgio: am Wochenende nach dem 25. Mai Reiterwettspiele in historischen Kostümen in Ferrara

Juni

Das spannende Renaissance-Reiterfest Palio del Niballo steigt am vierten Juniwochenende in Faenza.

Im Namen von Pellegrino Artusi, dem großen Kochbuchautor, verwandelt sich Forlimpopoli in der letzten Juniwoche bei der Festa Artusiana in ein Schlaraffenland. www.festartusiana.it

Juni/Juli

Feste Medioevali: Das malerische Brisighella ist Ende Juni/Anfang Juli Kulisse von mittelalterlichen Spielen und Schlemmertreffs. www.festemedioevali.org

Ravenna Festival: Konzerte und Opern mit weltberühmten Dirigenten und Musikern. www.ravennafestival.org

Juli

Santarcangelo dei Teatri: Alternative Theatergruppen beleben den mittelalterlichen Ortskern von Santarcangelo di Romagna in den ersten zehn Julitagen. www.santarcangelofestival.com

Porretta Soul Festival: In Porretta im Apennin treffen sich in der zweiten Julihälfte internationale Größen aus der Jazz-, Soul- und Gospelszene. www.porrettasoul.it

Die Eventnacht Notte Rosa am ersten Julisamstag auf Sonntag leuchtet rosa, wenn in allen Badeorten der Romagna Konzerte, Schlemmertafeln, Partys, rosa Feuerwerke stattfinden.

Ravenna Jazz: Jazzkonzerte in der Burg Rocca Brancaleone in der dritten Woche

Verucchio Festival: Konzertmix von mittelalterlichen Klängen bis zu World Music in Verucchio in den letzten beiden Juliwochen. www.verucchiofestival.it

Ende Juli/Anfang August

Eine besonders erfolgreiche, hochkarätige Konzertreihe ist das San Leo Festival in dem Burgdorf im Hinterland von Rimini. www.san-leo.it

August

Busker's Festival: In Ferrara füllen sich in der letzten Augustwoche die Plätze der Stadt mit Straßenmusikern und Bänkelsängern aus aller Welt. www.ferrarabuskers.com

September

Danza Urbana Festival in der ersten Septemberhälfte in Bologna: Performances internationaler Streetdancer in Straßen, aufgelassenen Fabriken, Palazzi. www.danzaurbana.it

Oktober

Verdi-Festival: Den ganzen Oktober Opern im Namen von Giuseppe Verdi in Parma und Umgebung www.teatroregioparma.org

Bloss nicht

Dieben Gelegenheit bieten

In Touristenzentren und großen Städten sollten Sie grundsätzlich vor Taschendieben auf der Hut sein. Besondere Vorsicht ist an abgelegenen Stränden, an Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln geboten. Beim Stadtbummel tragen Sie Handtasche und Fotoapparat immer auf der zur Häuserwand gerichteten Seite, nie zur Straßenseite. Das geparkte Auto sollte möglichst leer sein. Wenn es nicht anders geht, verstauen Sie sämtliches Gepäck im abgeschlossenen Kofferraum.

Markenfälschungen kaufen

Eine Prada- oder Louis-Vuitton-Tasche oder eine Ray-Ban-Sonnenbrille für supergünstige 20 Euro?! Vorsicht: Solche scheinbaren Schnäppchen können nur gefälscht sein. Wenn Sie dabei erwischt werden, kann Sie das um ein Vielfaches teurer kommen, als wenn Sie sich die Originaltasche gegönnt hätten - denn belangt werden sowohl der Verkäufer als auch der Käufer.

Parkplatzprobleme unterschätzen

Die Altstadtkerne der Städte sind praktisch alle verkehrsberuhigt, Parkplätze sind Mangelware - folgen Sie den Hinweisen nach ausgeschilderten Parkplätzen am Rand des centro storico! Nur zu den Hotels darf man durchfahren: Ihr Hotel wird Ihr Auto bei der Verkehrspolizei melden. Bolognas Zentrum ist Z. T. L. (zona a traffico limitato) - Sie dürfen nur bis zum Hotel oder Sie stellen Ihr Auto gleich in der Parkgarage unter der Piazza 8 Agosto ab (Zufahrt über Via Irnerio).

Einfach Platz nehmen

Wenn Sie ein Restaurant oder eine Pizzeria betreten, sollten Sie nicht einfach auf einen Tisch zusteuern. Der Kellner oder der Wirt weist Ihnen einen freien Tisch zu, wobei Sie natürlich äußern können, wo Sie am liebsten sitzen möchten.

Getrennt bezahlen

In Italien ist es vollkommen unüblich, in Restaurants, Pizzerien, Cafés getrennt zu bezahlen - darauf wird sich kaum ein Kellner einlassen. Man bezahlt eine Gesamtrechnung und teilt sie dann zu gleichen Teilen untereinander auf, egal wie viel der Einzelne konsumiert hat. Das gilt umso mehr, wenn man mit Italienern in der Gruppe ausgeht.

Ohne Mückenschutz

Seit ein paar Jahren wird Italien von einer in diesen Breiten neuen Mückenart gequält, der zanzara tigre (Tigermücke), die auch tagsüber und sogar in den Städten ihr Unwesen treibt. Stadtverwaltungen, Campingplätze und Restaurants bekämpfen sie, doch auch Sie selbst sollten im Sommer immer ein Mückenschutzmittel und für den Campingplatz auch ein Moskitonetz dabeihaben.

Bücher & Filme

Ameriqua

Robert Kennedy III., Enkel von Bob Kennedy und ehemaliger Student in Bologna, hat ein Roadmovie über Freundschaft und Erwachsenwerden gedreht, mit der Stadt als wichtigem Schauplatz. www.ameriqua.com

Valerio Varesi

Von Varesis atmosphärisch dichten Krimis, die die dunklen Seiten von Parma zeigen, sind u. a. "Der Nebelfluss", "Die Pension in der Via Saffi" und "Die Schatten von Montelupo" auf Deutsch erschienen

Carlo Lucarelli

Lucarelli hat unter den italienischen Krimiautoren Kultstatus - mit seinen Geschichten um Kommissar De Luca dringt er unter die satte Oberfläche Bolognas und der Emilia-Romagna

Federico Fellini

Unter den Großmeistern des italienischen Films wie Michelangelo Antonioni, Bernardo Bertolucci oder Mario Monicelli, die alle die Poebene und die Adriaküste als Ambiente für ihre Filme liebten, ist Federico Fellini mit "Amarcord" (1973), seiner Hommage an Rimini, der bekannteste

Die Gärten der Finzi-Contini

Der eindrucksvolle Film (1971) von Vittorio De Sica nach dem gleichnamigen Roman von Giorgio Bassani spielt in der jüdischen Gemeinde Ferraras zur Zeit des Faschismus

Quo Vadis, Baby

Der Film (2005) von Oscarpreisträger Gabriele Salvatores, ein Thriller mit Schauplatz Bologna, lohnt allein schon wegen der Bilder von der Stadt (auf DVD, Italienisch mit englischen Untertiteln)

Entdecken, entspannen, genießen. Unterwegs im Apennin der Emilia-Romagna

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18-28 °C
9 h/Tag

Fakten

Einwohner 3.946.398
Strom 230 V, 50 Hz
Hauptstadt Bologna
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:15 Uhr

Anreise

8h 18min
11h 13min
1h 10min
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