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Dalmatien

Check-in

Eine Küstenlinie, die gar nicht zu enden scheint, tausend Inseln davor verstreut. Manche sind bewohnt, andere bloß raue Felsriffe. Zerklüftete Buchten und Strände, die Wellen rauschen, Städte aus weißem Stein – ein Traum! Dazu mediterran-lockeres Flair, Kulturschätze aus jeder Epoche – wen wundert‘ s, dass Dalmatien eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas ist.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Romanik und Gotik haben in keiner anderen dalmatinischen Stadt die Jahrhunderte so gut überdauert wie in Trogir. Bereits im 3. Jh. v.Chr. gründeten griechische Kolonisten die Siedlung Tragurion auf…
Das harmonische Gefüge des alten Stadtkerns, heute übrigens komplett mit WLAN ausgestattet, und seine zahlreichen einzelnen Bau- und Kunstdenkmäler erheben Dubrovnik zu einer historischen Metropole…
In Venedig war der Baumeister als Giorgio di Sebenico, Georg aus Šibenik, bekannt, denn die Kathedrale, an der er ab 1441 arbeitete, gilt als das Meisterwerk des gebürtig aus Zadar stammenden…
Vor dem Festland zwischen Zadar und Šibenik liegen die 148 eigenartig runden, graugrünen und fast völlig kahlen Eilande und Riffe draußen im Meer. Der Kornati-Archipel (Nationalpark Kornati)…
Der 111 km2 große Nationalpark Krka ist ein beliebtes Ausflugsziel für Reisende in Dalmatien. Die wasserreiche Krka ist ein typischer Karstfluss. Von ihrer Quelle bei Knin bis zur Mündung in die…
Besucher betreten den Palast durch sein Untergeschoss, die podrumi. Aus Ziegeln aufgemauerte Bögen und Wände tragen die hohe Decke und unterteilen das Souterrain nach exakt dem gleichen Grundriss…
Dubrovnik aus der Vogelperspektive und ein weiter Blick aufs Meer: am wirkungsvollsten ist der Blick von der Stadtmauer ab dem späten Nachmittag, wenn die Ziegeldächer der rechtwinklig angelegten…
Die Stadt des ewigen Grüns, der Sonne und der Promenaden– so nannte einst der jugoslawische Literaturnobelpreisträger Ivo Andrićh Herceg Novi (14 000 E w.).
Wie eine aus feinem Kies geformte Sichel geformt, schwingt Bračs berühmtester Strand Zlatni rat, das "Goldene Horn", mit den Meeresströmungen mal nach Ost, dann wieder nach West.
Im richtigen Licht betrachtet leuchtet die Blaue Grotte auf der kleinen Insel Biševo wie ein funkelnder Saphir.
Hvar empfängt am Hafenbecken anlegende Boote mit einer Bilderbuchkulisse. Eine Armada von Luxusyachten schaukelt in den Sommermonaten sanft in den Wellen vor der Uferpromenade, der Riva, während…
Zadars vorromanische Kirche bietet einen würdigen Rahmen für romantische Abende bei klassischer Musik.
Am Hafen und am Übergang zum Festland verläuft noch die Stadtmauer aus dem späten Mittelalter. Das Landtor (Porta Terraferma, 16. Jh.), ein Werk des Venezianers Michele Sanmicheli, gilt als das…
Eine einzigartige Anbautechnik zeigen die Weingärten von Primošten. Die Hänge sind von Stein bedeckt, nur kleine, rechteckige Felder für die Reben wurden frei gelassen. So ist die Erde vor dem…

Reisezeit

Januar
mäßig
10°C
Februar
mäßig
11°C
März
mittel
14°C
April
gut
18°C
Mai
sehr gut
22°C
Juni
sehr gut
27°C
Juli
gut
31°C
August
gut
31°C
Feste zur Weinlese und Trüffelernte in zahlreichen Orten
September
sehr gut
26°C
Feste zur Weinlese und Trüffelernte in zahlreichen Orten
Oktober
sehr gut
21°C
November
mittel
16°C
Dezember
mäßig
11°C

Die beste Reisezeit für Dalmatien sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 24° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 12 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 10° Celsius bei 9 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 20° Celsius und die Nachttemperatur bei 12° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 7 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Dezember.

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Mythenhafte Natur

Es werden viele Legenden darüber erzählt, wie das phänomenale Küstenpanorama entstanden ist. Weinte Gott tatsächlich über die kahlen Felsen und seine Tränen wurden zu Inseln? Oder hatte er eine Handvoll weißer Steine übrig und warf sie einfach an die Küste, wobei sie sich nur zufällig so schön verteilten? Das Adriatische Meer ist nicht nur Hauptmotiv der folkloristischen Klapa-Chormusik, sondern des gesamten Lebens in dieser Region. Die Zeiten der großen Seefahrer mögen vorbei sein, doch noch immer zeigen die vielen venezianisch geprägten Hafenstädtchen dem Meer ihre schönste Seite. Auch abseits der Strände ist Wasser der Landschaftsbaumeister: tief eingeschnittene Schluchten, durch die sich Flüsse ihren Weg bahnen wie im Nationalpark Paklenica und in der Cetina-Schlucht, die über moosbewachsene Kalksteinstufen fließenden Krka–Wasserfälle und die türkisfarbene Märchenlandschaft der Plitvicer Seen. Wer gern wandert, klettert, mit dem Mountainbike in die Berge will oder Kajak fährt, findet in diesen Naturparks sein persönliches Paradies.

Leben wie im Museum

Dalmatiens Geschichte ist wie ein Abenteuerroman und dieses Buch lässt sich nicht einfach so zuklappen — die Vergangenheit pulsiert quicklebendig in den Mauern der Paläste, Kathedralen, Ruinen; ihre Erben hauchen ihr mit geschichtsverliebten Volksfesten immer neues Leben ein. Nirgendwo wirst du die Gewalt der Epochen so spüren wie im Diokletianpalast in Split, wo knapp zweitausend Jahre auf engstem Raum zusammengewachsen sind: Säulen und Gewölbe eines römischen Palasts. Ein vorromanisches Steinrelief im Baptisterium, Zeuge einer Ära, in der Kroatien ein unabhängiges Königreich war und das Christentum an Einfluss gewann. Gotisches Schnitzwerk an den Kirchenportalen, das entstand, als Venedig fast ganz Dalmatien unterwarf. Der barocke Prunk in der Innenausstattung der Kathedrale, der Dalmatiens Blütezeit feiert. Auch die Moderne ist vertreten: In dem sympathischen Café Luxor am Peristyl verbringen die Spliter gern ein Stündchen bei Espresso und Zeitung. Nur die alten Griechen haben sich hier nicht verewigt – dafür aber anderswo Spuren hinterlassen. Zum Beispiel auf dem Meeresgrund, wo Hunderte von Amphoren gesunkener Handelsschiffe aus Hobbytauchern waschechte Archäologen machen. Heutzutage ist das Leben vor Ort leider nicht so idyllisch, wie die Kulisse vermuten lässt. Korruption, gesellschaftliche Stagnation und Arbeitslosigkeit treffen vor allem junge Kroaten, die in anderen EU-Ländern eine bessere Zukunft erhoffen. Der Tourismussektor entlang der Küste allerdings boomt, was Dalmatien zu einer der reichsten Regionen des Landes macht.

Fluch und Segen

Badeurlaub am glasklaren Meer ist nur eines der Highlights — Dalmatien ist stolzes Zuhause einer Menge kultureller und natürlicher Unesco-Welterbestätten. Dazu gehören Splits Diokletianpalast, die Plitvicer Seen, die Ebene von Stari Grad mitsamt dessen Altstadt, die Kathedrale Sv. Jakov in Šibenik, die romantische Altstadt von Trogir und erst seit 2017 auch die dalmatinischen Spuren des venezianischen Verteidigungssystems – die Festung Sv. Nikola in Šibenik und Zadars Verteidigungswall. Beeindruckend, nicht? Aber hier fehlt noch etwas – das bei weitestem berühmteste Welterbe ist die beeindruckend erhaltene Altstadt von Dubrovnik. Wie aus der Zeit gefallen bilden die mittelalterlichen Steinhäuser innerhalb der mächtigen Stadtmauer eine ideale Kulisse für die Kultserie „Game of Thrones“. Als unabhängige Seefahrer- und Handelsrepublik mit Namen Ragusa widerstand Dubrovnik Venezianern wie Osmanen, meistens durch List und Verhandlungsgeschick. Heute muss Dubrovnik der Menschenmassen Herr werden, die jeden Sommer aus Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen in seine alten Mauern gespült werden, denn es steht auf dem Pflichtprogramm aller Um-die-Welt-Jetter. Ähnlich ist es in Hvar. Auf der Place-to-be-Liste von Adel, Promis und Sternchen steht das romantische Städtchen auf der Lavendelinsel ganz oben.

Reiseziel mit Suchtfaktor

Es ist schwer, ein Land nicht ins Herz zu schließen, dessen Bewohner so ungemein stolz sind auf den – in ihren Augen – schönsten Fleck der Erde. Ein blaueres Meer, noch besseres Olivenöl oder bedeutendere Bauwerke? Kann es nirgendwo sonst geben. Spätestens wenn du Splits Palastbezirk oder Dubrovniks Altstadtmauer erobert hast, dem Duft der Orangen gefolgt bist oder bei einem Glas Wein in einer urigen Konoba einen Abend lang den Rest der Welt vergessen hast, dann ist es so weit – bevor du dich versiehst, wirst du dich dabei ertappen, ihnen Recht zu geben. Geh auf Entdeckungsreise! Die stille Schönheit der Küste, glasklares Meer, die romantische Kulisse mittelalterlicher Hafenstädte, Edelrestaurants hinter rustikalen Mauern und am Abend die fackelerleuchtete Lounge am Strand – das alles wartet nur auf dich.

Gut zu wissen

Auskunft vor der Reise

Kroatische Zentrale für Tourismus

– Stephanstr. 13 | 60 313 Frankfurt | Tel. 069 2 38 53 50 | info@visitkroatien.de

– Liechtensteinstr. 22a | 1090 Wien | Tel. 01 5 85 38 84 | office@kroatien.at

– Seestr. 160 | 8002 Zürich | Tel. 04 33 36 20 30 | info@visitkroatien.ch

Links: croatia.hr, kroatien-links.de, findcroatia.com

Einreise

Bürger der EU und der Schweiz benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Grenzübergang auf der Fahrt nach Dubrovnik

Wenn du auf der Küstenstraße bei Neum das Gebiet von Bosnien-Herzegowina durchquerst, reist du wie bei jeder EU-Außengrenze mit Pass- und Zollkontrolle aus Kroatien aus und nach 5 km wieder ein (berechne Wartezeiten ein!). Im Gegensatz zu Kroatien ist hier die grüne Versicherungskarte Pflicht. Die geplante Pelješac-Brücke soll ab 2022 eine durchgängige Fahrt durch Kroatien ermöglichen.

Reisezeit

In den Hauptreisemonaten Juli und August sind die Unterkünfte am teuersten und am schnellsten ausgebucht – besonders in den ersten beiden Augustwochen. Um die beliebtesten Highlights wie die Plitvicer Seen und Dubrovnik solltest du in dieser Zeit einen riesengroßen Bogen machen.

Die Sommer sind tagsüber meist sehr sonnig und warm, die Nächte bringen Abkühlung. Hin und wieder gibt es kurze Gewitterschauer. Das Meer erwärmt sich im Frühsommer schnell auf 20°C; im August stellenweise sogar auf 26°C. Die schönsten Reisezeiten sind Mitte Mai bis Ende Juni, wenn der Ginster blüht, und der September, wenn die Sommerhitze abklingt, die Adria aber noch angenehme Temperaturen hat. Im Spätsommer und Herbst kann der kalte Fallwind Bora für schnelle Wetteränderung und aufgewühltes Meer sorgen.

Anreise

Auto

Die Küstenautobahn A1 endet zurzeit in Süddalmatien in Ploče, ein Weiterbau in Richtung Dubrovnik ist in Planung. Sloweniens Autobahnen erfordern eine Vignette (7 Tage für PKW 15 Euro), kroatische Autobahnen sind mautpflichtig. Sowohl slowenische als auch kroatische Bezahlstraßen zu umfahren lohnt den Zeitverlust nicht. Ausnahme: bei Staus im Sommer (besonders an Samstagen) kann das Ausweichen die Zeit wettmachen.

Bus

Aus größeren Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren Fernbusse nach Zagreb, Rijeka und Split. Weiterfahrt mit lokalen Bussen, die auch kleinere Orte ansteuern. eurolines.de, croatiabus.hr, flixbus.de

Fähre

Verbindungen zwischen Italien und Kroatien ersparen Reisenden, die ins südliche Dalmatien wollen, die beschwerliche Fahrt auf dem noch nicht zur Autobahn ausgebauten Abschnitt der Küstenstraße: Bari–Dubrovnik (bis zu 6 Mal/Woche), Ancona–Split (tgl.) bzw. –Stari Grad/Hvar (einmal/Woche, Juli/August zweimal/Woche) und –Zadar (tgl.) sind die Hauptrouten. Vergleiche verschiedene Anbieter auf directferries.com. Rechtzeitig buchen!

Flugzeug

Linienflüge der Croatia Airlines (croatiaairlines.hr) verbinden Großstädte in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt u.a. mit Zagreb, Split und Dubrovnik. Inlandsflüge gibt es von Zagreb nach Zadar, Split und Dubrovnik. Tipps für den Geldbeutel: Fahr von Dubrovniks Flughafen mit dem Shuttlebus in die Stadt. Für Süddalmatien ist der bosnische Flughafen Mostar eine Alternative.

Zug

Eurocity-Züge bringen dich aus Deutschland und Österreich nach Zagreb. Von Zagreb aus fahren Züge u.a. nach Zadar, Šibenik und Split. bahn.de.

Auto

Geschwindigkeitsbeschränkungen: innerorts 50 km/h, Landstraßen 90 km/h, Schnellstraßen 110 km/h, Autobahnen 130 km/h, Gespanne außerhalb von Ortschaften 80 km/h, für Fahrer unter 24 Jahren immer 10 km/h unter den üblichen Beschränkungen (außer innerorts). Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahrer unter 24 bei 0. Im Winter (letzter Sonntag im Oktober bis letzter Sonntag im März) ist das Abblendlicht auch tagsüber einzuschalten. In Altstädten sind Parkplätze rar und oft kostenpflichtig. Kroatien hat ein gut ausgebautes Netz von Servicestationen und Tankstellen. ADAC-Auslandsnotruf Tel. 0049 89 22 22 22; auch der kroatische Pannenhilfsdienst HAK ist rund um die Uhr besetzt: Tel. 19 87. Super nützlich ist dessen App Verkehrsinfo in Kroatien – auf Deutsch!

Bus

Kroatische Busgesellschaften verbinden mit gut ausgebautem Streckennetz selbst kleine Orte miteinander. Private Busgesellschaften sind etwas teurer als staatliche, dafür auch komfortabler und teils mit WLAN ausgestattet. Fahrpläne lokaler sowie internationaler Linien unter busliniensuche.de. Die Strecke von Split nach Dubrovnik kostet z. B. 123 Kuna.

Mietwagen

Internationale wie auch lokale Autovermietungen findest du in allen größeren Ferienorten. Die Voraussetzungen für die Anmietung sind nicht einheitlich geregelt. Meist muss der Fahrer mindestens 21 Jahre alt sein und zwei Jahre Fahrpraxis haben. Für einen Kleinwagen zahlt man ca. 30 Euro pro Tag. Einen Preisvergleich bietet billiger-mietwagen.de.

Schiffsverbindungen

Den regionalen Fährverkehr zwischen Festland und Inseln organisiert fast ausschließlich die staatliche Gesellschaft Jadrolinija (Fahrpläne und Preise auf jadrolinija.hr). In den Sommermonaten werden mehr Fahrten angeboten, meist mehrmals täglich. Jadrolinija fährt sowohl mit schnellen Katamaranen (nur Passagiere) als auch mit Autofähren. Je nach Größe der Fähre kann sie mit Snackbar, Restaurant, Kinderecke und Kapelle ausgestattet sein. Die Fähren haben WLAN, die Qualität der Verbindung hängt allerdings von der Entfernung von der Küste ab. Eine Platzreservierung auf den Schiffen ist nicht möglich; deshalb sollten Autofahrer vor allem in der Hochsaison rechtzeitig, je nach Strecke schon ca. zwei bis drei Stunden vor Abfahrt, am Hafen sein.

Obwohl es immer beliebter wird, lass das Inselhopping besser sein: Oft gibt es zwischen den Inseln nur wenige Verbindungen und man muss zwischendurch zurück zum Festland, um eine Fähre zur gewünschten Insel zu erwischen. Die Herumfahrerei frisst ganze Urlaubstage, viel entspannter ist es, sich weniger Ziele vorzunehmen.

Auskunft vor Ort

In staatlichen Infobüros (Tourist-Info oder Turistička zajednica) bekommst du Tipps, Bus- und Schiffsfahrpläne, Stadtpläne etc. In der Hochsaison sind sie täglich geöffnet, in der Nebensaison oft nur vormittags oder mit einer längeren Mittagspause. Private Reiseagenturen sind auf Vermittlung von Privatunterkünften und Ausflügen spezialisiert. Die Adressen aller Tourismusbüros findest du auf croatia.hr unter den jeweiligen Reisezielen.

Camping

Einfach Zelt aufschlagen im Wald ist ein No-Go: Campen und Wohnmobilabstellen ist nur in den dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Campingplätze sind nach gehobenem internationalem Standard modernisiert. An einigen Orten kannst du Apartments oder Bungalows mieten. FKK-Anhänger schätzen den hohen Standard der Naturisten-Camps. Liste und Beschreibungen der einzelnen Campingplätze auf camping.hr.

Geld & Preise

In Kroatien kannst du mit Marderfellen bezahlen – zumindest sprichwörtlich, denn die Währung Kuna bedeutet übersetzt „Marder“. Das Tierchen ist auch auf den Münzen abgedruckt. Ein Marder wird in hundert Lindenbäume unterteilt – bzw. eine Kuna (Abkürzung HRK) in hundert Lipa.

Gemessen am Durchschnittseinkommen ist das Preisniveau relativ hoch. In den touristischen Hochburgen wie Dubrovnik oder Hvar liegen die Preise für Unterkunft und Essen deutlich über dem Niveau an der Küste. Geld vor Ort in Banken und Wechselstuben zu wechseln ist meist günstiger als beim heimischen Institut – aber vergleiche den Kurs! In zentraler Lage bekommst du oft kein gutes Angebot. Kreditkartenzahlungen sind in touristischen Orten oft möglich, für alle Fälle solltest du jedoch genügend Bares einstecken: Karten sind längst nicht selbstverständlich, erst recht nicht auf Inseln. In Restaurants zahlt man üblicherweise bar und zusammen — wer die Rechnung aufteilen will, erntet nur verwunderte Blicke und einen Kommentar darüber, wie eigen die deutschen Touris doch sind. In Euro zu zahlen ist aufgrund der Registrierkassenpflicht nicht legal.

Die meisten Banken sind Mo–Fr 7–19, Sa 7–13 Uhr geöffnet. In jedem größeren Ort gibt es Geldautomaten (Gebühren beachten).

Handy & WLAN

Die im Heimatland geltenden Flatrates sind nicht automatisch auch in Kroatien gültig. Abhängig von deinem Inlandstarif kann eine bestimmte Menge an Datenvolumen im Ausland genutzt werden. Auf zentralen Plätzen und zum Teil in der ganzen Altstadt ist kostenloses WLAN verfügbar.

Ländervorwahl für Kroatien: 00385; Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041.

Marinas & Seefahrt

Alle Häfen bieten im Preis des Anlegeplatzes Strom- und Wasseranschluss sowie Sanitäranlagen, je nach Hafengröße auch weitere Dienstleistungen. Bei der größten Hafenbetreiberkette, ACI-Marinas, kann man online oder per App buchen: aci-marinas.com. Eine 24h-Seenotrettung (MRCC RIJEKA) ist erreichbar unter der Kurzwahl 195.

Öffnungszeiten

Die meisten Restaurants haben in der Hauptsaison von mittags bis abends durchgehend geöffnet. Nur vereinzelte Edelrestaurants leisten sich eingeschränkte Öffnungszeiten oder gar einen Ruhetag. In der Nebensaison schließt ein Teil der Hotels, Restaurants und Geschäfte in den Ferienorten. Auch wenn diese mediterrane Praxis inzwischen seltener geworden ist, machen manche Geschäfte und Lokale immer noch Mittagspause. Die Öffnungszeiten der Museen werden leider sehr willkürlich gehandhabt. Informiere dich bei der jeweiligen Tourist-Info.

Post

Die Öffnungszeiten der Ämter (Pošta) sind nicht einheitlich, meist Mo–Fr 7–19, Sa 8–13 Uhr. Das Porto für eine Postkarte ins europäische Ausland beträgt 4,60 Kuna.

Rauchen

Rauchen ist allen öffentlichen Räumen, Restaurants und Hotels verboten. Bei Missachtung drohen hohe Geldbußen.

Strände

Dalmatien hat vorwiegend Kies-, seltener Sandstrände zu bieten. Die öffentlichen Strände sind mit jeglichem Komfort ausgestattet, Duschen können 2 bis 3 Kuna kosten. Der Zugang zum Strand ist kostenlos, Parkplätze aber meist kostenpflichtig. Der Badebereich ist gewöhnlich im Wasser abgegrenzt — außerhalb könnten Schiffe den Schwimmern zu nahe kommen.

Trinkgeld

Im Restaurant ist das Trinkgeld nicht im Rechnungsbetrag enthalten, üblich sind 10 bis 15 %. Auch das Personal im Hotel erwartet ein Trinkgeld.

Trinkwasser

Das Wasser aus der Leitung ist fast überall trinkbar, bloß häufig stark gechlort. Mineralwasser aus PET-Flaschen schmeckt besser und ist preisgünstig.

Zoll

In der EU dürfen Waren für den persönlichen Bedarf frei aus- und eingeführt werden. Es gelten u. a. folgende Richtwerte: 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Wein kann für den privaten Zweck in unbegrenzter Menge steuerfrei in EU-Länder gebracht werden. Für Schweizer gelten geringere Freimengen. Wertvolle Gegenstände sowie Bargeld im Gegenwert von mehr als 10 000 Euro sollte man an der Grenze deklarieren. zoll.de

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Ul. grada Vukovara 64 | Zagreb | Tel. 01 6 30 01 00 | zagreb.diplo.de

Österreichische Botschaft

Radnička cesta 80 | Zagreb-Tower | Zagreb | Tel. 01 4 88 10 50 | aussenministerium.at/zagreb

Schweizer Botschaft

Ul. Augusta Cesarca 10 | Zagreb | Tel. 01 4 87 88 00 | eda.admin.ch/zagreb

Gesundheit

Besondere gesundheitliche Risiken bestehen in Dalmatien nicht; wichtig sind Sonnenschutz, ein kühlendes Gel bei Sonnenbrand und Mückenstichen sowie Badeschuhe zum Schutz vor scharfkantigen Steinen oder Seeigeln. Wanderer sollten vor allem auf den Inseln festes und knöchelhohes Schuhwerk tragen; dort kommen viele, auch giftige Schlangen vor. Auf dem Festland und den größeren Inseln gibt es Apotheken und Deutsch bzw. Englisch sprechende Ärzte. Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC (auf der Rückseite der deutschen Chipkarte) wird akzeptiert.

Notruf

Unter der kostenlosen Rufnummer 112 erreichst du auch deutschsprachige Helfer.

Wichtige Hinweise

Lass am Strand Wertgegenstände nicht unbeaufsichtigt liegen – verstecke sie raffiniert in einer leeren Sonnencreme-Tube! An allen stark frequentierten Plätzen solltest du deine Tasche im Auge behalten.

Bei einem Lagerfeuer können die Funken nur so sprühen aber leider nicht nur die romantischen: mit dem Risiko Waldbrand ist besonders in den trockenen Sommermonaten nicht zu spaßen. Schon ein glühender Zigarettenstummel kann furchtbare Folgen haben. Daher lieber Romantik bei Handylicht.

Als wichtigste Grundregel unter Seefahrern gilt: Bei Bora ist man nicht auf See und am besten auch sonst nirgendwo, denn der Wind kann Orkanstärke erreichen. Im Sommer zur Haupturlaubszeit ist zum Glück meistens sturmfreie Bude — die Bora wütet im Spätherbst.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Heilige Drei Könige

März/April

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Fronleichnam

22. Juni

Tag des antifaschistischen Widerstandskampfs

25. Juni

Nationalfeiertag

5. August

Tag des Sieges

15. August

Mariä Himmelfahrt

8. Oktober

Tag der Unabhängigkeit

1. November

Allerheiligen

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Februar

Patronatsfest des Sv. Vlaho: (Dubrovnik) mit Prozession, Konzerten, Events

Juni/Juli

Internationales Kinderfestival: Bühne frei in Šibenik: Musik, Spiel, Akrobatik und Theater. mdf-sibenik.com

Juli

Dubrovniker Sommerfestival: Sechs Wochen lang Klassik, Jazz, Folklore, Oper und Theater. dubrovnik-festival.hr

Moreška (Korčula): Ritterspiele und einzigartiger Schwerttanz. visitkorcula.net/moreska.html

Regius (Šibenik): Alternatives Rockfestival mit lokalen Musikern. regius-festival.com

Soundwave (Tisno): Reggae und Hip-Hop in entspannter Strandatmosphäre. soundwavecroatiacom Ultra (Split): Berühmtestes Elektrofestival Europas. ultraeurope.com

Klapa-Festival: In Omiš wetteifern im Juli die besten Chöre Kroatiens um den prestigeträchtigen Sieg. fdk.hr/festival

Juli/August

Musikabende in Sv. Donat (Zadar): Klassik mit außerordentlicher Akustik. donat-festival.com

Sommerkarneval: Viele Küstenorte schicken die Narren los, so auch in Makarska, Senj und Bol.

Spliter Sommer: Split wird zur Freilichtbühne für Theater, Oper und Ballett. splitsko-ljeto.hr

August

Diokletian-Tage: Togas und Pferdekutschen versetzen Split zurück in die Antike

Saljske užance (Sali): Volksfest mit Eselrennen, einer gastronomischen Fischersnacht und Klapa-Musik.

Sinjska alka (Sinj): Dreitägiges Fest mit folkloristischem Reiterturnier. alka.hr

Piratennacht (Omiš): Eine spektakulär nachgestellte Seeschlacht zeigt die Geschichte der Piratenstadt.

Bloss nicht!

Die Lautstärke missverstehen

Brüllen sich zwei Locals wild gestikulierend vor dir an, musst du dir meist keinen Kopf machen: Sie verabreden sicher nur eine Uhrzeit zum Kaffeetrinken. Der Umgangston der Einheimischen ist längst nicht so rau, wie er in deutschen Ohren klingt. Temperamentvoll nennt man das.

Blindlings ins Wasser

Dalmatiens Traumstrände haben einen stachligen Haken: Das glasklare Wasser zieht nicht nur Urlauber an. Seeigel lieben sauberes Wasser, doch ihre Stacheln tun höllisch weh. An besonders spitzsteinigen und seeigeligen Plätzchen retten Badeschuhe das Planschvergnügen.

Den Fusel vom Nachbarn trinken

Falls dir dein Gastgeber einmal lachend auf den Rücken klopfen und ein Gläschen Domaća Rakija anbieten sollte, lass dir eine glaubwürdige Ausrede einfallen. Selbst gebrannter Schnaps kann nämlich unschöne Folgen haben – von Katerkopf bis Vergiftung. Nur nicht direkt ablehnen, wenn du niemanden beleidigen willst!

Das Verkehrte anziehen

Ein falsches Outfit ist mehr als eine Modesünde. Zu viel Haut in der Kirche geht im konservativen Dalmatien gar nicht, genauso wenig ein Stadtspaziergang im Bikini: dieser Fauxpas kann dich in Hvar gleich 600 Euro kosten! Am besten ist man von Kopf bis Fuß passend gekleidet – kein Scherz: Die Bergrettung musste schon eine offizielle Warnung für Touristen veröffentlichen, keine Flip-Flops zum Wandern zu tragen.

Small-Talk verpatzen

Bei manchen Themen haben die Dalmatiner eine sehr dünne Haut. Patriotismus und Katholizismus sind hochheilig. Setze Kroatien bloß niemals mit Jugoslawien oder – Gott bewahre – dem Balkan gleich. Versuche schon gar nicht, über Ähnlichkeiten mit den Nachbarländern zu diskutieren. Faustregel: Die Einheimischen wissen alles besser.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Tito ist tot

Von Lilien, Schmetterlingen und Großeltern flankierte Erinnerungen von Marica Bodrožić ergeben ein poetisch-nostalgisches Bild vom Landleben (2002). Sehr persönlich auch ihr Film „Herzgemälde der Erinnerung – Eine Reise durch mein Kroatien“ (2007)

Ein Haus in Dalmatien

Raus aus dem Alltag und ein Haus auf einer Adriainsel kaufen – diesen Traum hat sich Friederun Pleterski erfüllt. In ihrem Buch (2004) berichtet sie über selbst gemachten Käse und skurrile Nachbarn

Filme

Winnetou 1-3

Auf den Spuren von Winnetou und Old Shatterhand. Die raue Paklenica-Schlucht, die Krka-Wasserfälle oder das Hinterland von Dubrovnik sind die Kulisse, die die Karl-May-Verfilmungen (1960er-Jahre) von Harold Reinl erst richtig legendär machte

Gott verhüte

Mit durchlöcherten Kondomen spinnt der Dorfpfarrer einer kroatischen Insel eine Intrige für unerhofften Kindersegen. Komödie des kroatischen Regisseurs Vinko Brešan mit bissiger Ironie und Kritik an Doppelmoral (2014)

18-27 °C
10 h/Tag
21 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 06:37 Uhr

Anreise

15h 57min
21h 43min
1h 50min
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