
Reiseführer Venetien - Friaul

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Ein Teller Pasta mit Meeresfrüchten an der Adria oder Schinken und Grappa in einer Berghütte in den Dolomiten. Stadt- und Nachtleben in Verona, Padua, Udine, Triest, entschleunigen im Podelta und mountainbiken in den Voralpen, Oper in der Arena von Verona und romantische Sonnenuntergänge bei einem Glas Prosecco: Das ist Italiens Nordosten – bellissimo!
Gut essen und viel arbeiten
Und die Menschen? Sie lieben den Wein, treffen sich gern mit Freunden in den Bars und Osterien, um gut zu essen und über Gott und die Welt zu reden und die jeweils aktuelle Regierung zu schimpfen. Doch zugleich sind sie Workaholics und Familienmenschen – der Nordosten ist Heimat unzähliger kleiner Familienbetriebe. Italienische Sprachkenntnisse helfen In Venetien und Friaul nicht immer weiter, denn die Umgangssprache ist der venetische Dialekt und im Friaul das Furlanische, das als eigene Sprache anerkannt ist. Mit Reisenden spricht man natürlich italienisch – aber wenn du in Udine mit dem furlanischen mandi statt mit dem italienischen ciao eine Bar betrittst, fliegen dir die Herzen zu. Ansonsten sind gerade die Friulaner vom Wesen her ein wenig reserviert. Selten sieht man jemanden aufbrausen, das extrovertierte, oft auch schrille mediterrane Temperament wirst du hier weniger finden.
Berge und Meer
Der Nordosten Italiens liegt zwischen zwei Extremen, zwischen Alpen und Adria, zwischen hochalpiner Bergwelt und endlosen Sandstränden. Das beginnt im Veneto mit den über 3000 m hohen Dolomiten aus splittrigen, silbrigen Kalktürmen und -spitzen – und nach zwei Stunden Fahrt erreicht man kilometerlange Sandstrände am Mittelmeer. Friaul- Julisch-Venetien hat seine auf fast 3000 m ansteigenden Karnischen und Julischen Alpen, weniger spektakuläre Bergszenarien, eher versteckt, mal Bergbauernidyll, mal spröde Urwüchsigkeit. In den letzten Jahren wurden sie zunehmend von einem naturverbundenen, familienfreundlichen Tourismus entdeckt. Wiederum nur zwei Autostunden entfernt liegen die Sandstrände von Grado und die Klippenküste zwischen den Schlössern Miramare und Duino. Teils sanft, teils dramatisch fallen die Berge in Stufen zur Ebene hin ab, etwa über die Hochebene von Asiago mit ihren weich gewellten Almwiesen, im Winter ein Loipenparadies, im Sommer das Dorado der Biker. Oder über den Karst bei Triest und Görz mit seinen Hohlräumen, Wunderwelten aus Tropfstein und unterirdischen Flüssen. Oder die sanften Hügel, auf denen berühmte Weine wachsen: Soave bei Verona, Prosecco um Conegliano und Valdobbiadene und nicht zuletzt der Collio im Friaul, den Kenner als Toskana des Nordostens bezeichnen. Schließlich die fruchtbare Ebene der vielen Flüsse: der Po, die Etsch, der Brenta und der Piave im Veneto, Isonzo und Tagliamento im Friaul. Mit ihren Mündungslandschaften und den Lagunen bildet sich eine amphibische Übergangswelt, halb Land, halb Meer – von großem Reiz ist vor allem das Podelta. Viele der schönen alten Städte gehen auf Gründungen der ersten Veneter zurück. Die hatten hier schon lange vor den Römern eine städtische Kultur entwickelt, auch wenn es dann die Römer waren, die das Gebiet als Siedlungs- und vor allem Handelsraum zwischen Mitteleuropa, dem Balkan und dem Süden erschlossen. Roms Erbe repräsentieren u. a. die gewaltige Arena in Verona und die Ruinen Aquileias, für die Verbreitung des Christentums stehen die wunderbaren frühchristlichen Kirchen in Aquileia und in Grado. Und die kunstvollen Hinterlassenschaften der Langobarden in Cividale sind ein Höhepunkt auf der Reise ins Friaul.
Geschichte
3.Jh. v. Chr.–5.Jh. n. Chr.
Herrschaft der Römer
5.–8.Jh.
Christliches Patriarchat in Aquileia, Adriaküste unter byzantinischem Einfluss, langobardisches Herzogtum in Friaul
8.–13.Jh.
Die Franken verdrängen diev Langobarden; freie Stadtrepubliken; Blütezeit Venedigs als Seehandelsmacht
1647
Das erste Kaffeehaus der westlichen Hemisphäre eröffnet am Markusplatz in Venedig
18./19.Jh.
Venetien und Friaul werden österreichisch. In der Folge italienische EinigungsbeweAmrum gung („Risorgimento“) im Kampf gegen Österreich
1915–1919
Im Ersten Weltkrieg zieht sich die schwer umkämpfte Nordostfront gegen Österreich durch die Dolomiten und längs des Flusses Isonzo
1922–1943
Faschistische Diktatur unter Benito Mussolini; Italien im Zweiten Weltkrieg aufseiten des Deutschen Reichs; 1943 Kapitulation Italiens
1976
Schweres Erdbeben im Friaul, fast 1000 Todesopfer
2023
In Venedig soll der Eintritt für Tagestouristen im Lauf des Jahres in Kraft treten
Bürger, Burgen und die Serenissima
Zeugen der freien Bürgerstädte des Mittelalters sind die Palazzi della Ragione („Paläste der Vernunft“), in denen die Bürgerversammlungen der freien mittelalterlichen Kommunen tagten, als schönstes Beispiel der prachtvolle Palazzo della Ragione in Padua. Die vielen Burg- und Festungsanlagen bis hin zu den città murate, den „eingemauerten Städtchen“ wie Montagnana, Villafranca, Marostica, Cittadella sind Zeichen jener Periode im Mittelalter, in der ein paar Heerführer und Familien durch Brutalität und geschickte Bündnispolitik die Oberhand gewannen. Ab dem 14./15.Jh. war dann Venedig an der Reihe: Überall setzte sich der Charme venezianischer Ästhetik durch, Loggien, dreiteilige Triforienfenster, bemalte Fassaden. Als Nächste kamen die Habsburger und entwickelten Triest zu ihrem kosmopolitischen Adriahafen. Der Reichtum der Städte und Bistümer und der rege Austausch in alle Himmelsrichtungen förderten das Kunstschaffen. Neben Florenz wurde das Veneto zum zweiten großen Kunstzentrum in Italien.
Innovation und Nachhaltigkeit
Selbst für erfahrene Nordostreisende gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Viele Hotels sind modernisiert worden, nette neue Gasthäuser sind entstanden und in schön restaurierten Altstadthäusern oder idyllisch auf dem Land werden freundliche und oft auch sehr schicke B-&- B-Unterkünfte angeboten. Auch öffnet sich diese eher konservative Ecke zunehmend umweltfreundlichen Konzepten, mit biologischer Wein- und Olivenölproduktion, mit Bauernmärkten, Naturreservaten, Fahrradrouten und Ausflugsangeboten auf den zahlreichen Flüssen.
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Venetien & Friaul, Verona, Padua, Triest
Buch, 10. Auflage · 15.95 €Berge und Meer: Der MARCO POLO Reiseführer Venetien & Friaul mit Verona, Padua, Triest Pasta mit Meeresfrüchten an der Adria oder Schinken und Grappa in den Dolomiten? Stadt- und Nachtleben in Padua oder entschleunigen im malerischen Po-Delta? Oper in Verona oder Mountainbike fahren in den Voralpen? In Venetien und Friaul ist für jeden Geschmack etwas dabei!
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