Porto ist pure Poesie, eine Stadt aus Granit und glänzenden Fliesenwänden, voller Romantik und atemraubenden Aussichten – den steilen Felshängen des Douro-Ufers sei Dank! Nach all dem Auf und Ab schmeckt der Portwein noch viel besser und auch so mancher Nebel- oder Regentag ist nach einer Führung durch eine der Portweinkellereien gleich viel weniger grau!
Charmeur mit viel Kultur
Ja, die gibt es auch, die ungemütlichen Tage – der Norden Portugals ist eben doch um einiges feuchter und frischer als der sonnigere Süden. Doch selbst in den Wintermonaten erwischt man häufig blauen Himmel und Sonnenschein. Dann ist Porto ein Traum – und in den wesentlich trockeneren Sommermonaten sowieso. Die zweitwichtigste Stadt Portugals ist aus ihrem touristischen Schattendasein neben Lissabon herausgetreten; wer beide Orte besucht, findet fast immer, dass Porto eindeutig schöner ist (was die Lissabonner natürlich nicht nachvollziehen können). Porto hat sich in den letzten Jahren gemausert, auch dank des Tourismus. Von wegen grau und schäbig! Heute gibt sich die Douro-Metropole bunt und charmant und bietet ein umwerfendes Kulturprogramm mit Konzerten, Festivals und Volksfesten, an denen sich die Einheimischen ebenso rege erfreuen wie die Besucher.
Stadt am Fluß und am Meer
Selbst wer nur wenig Zeit hat, bekommt schnell einen schönen Eindruck von der Stadt: zum Beispiel bei einer Bootsfahrt über den Douro, bei der man schon die Bilderbuchkulisse mit den bunten Ribeira-Häusern auf der einen und die vielen Portweinkellereien auf der anderen Seite bewundern kann. Sogar einen Blick auf den Atlantik kannst du dabei erhaschen, schließlich liegt Porto (im Gegensatz zu Lissabon!) nicht nur am Fluss, sondern auch am Meer – inklusive schöner Sandstrände!
Geschichte
2.Jh. v. Chr.–5.Jh. n. Chr.
Herrschaft der Römer
8.–12.Jh.
Maurische Invasionen auf der Iberischen Halbinsel
ab 1415
Porto profitiert von Portugals Aufstieg zur See- und Kolonialmacht
1580–1640
Spanische Herrschaft über Portugal
1809
Einsturz der Dourobrücke Ponte das Barcas
1832
Der liberale König Dom Pedro IV. siegt mithilfe der Einwohner Portos über seinen absolutistischen Bruder Miguel
1910
Sturz des letzten Königs, Ausrufung der Republik
ab 1933
Diktatur unter António de Oliveira Salazar
1974
Die Nelkenrevolution beendet die Diktatur
1986
Portugal wird EG-Mitglied
ab 2015
Tourismusboom, Verdreifachung der Übernachtungszahlen in fünf Jahren
2022–2025
Der Bau der neuen Metrolinie Linha Rosa sorgt für viele Großbaustellen im westlichen Stadtzentrum
Arbeitsames Porto
Wenn du ein paar Tage bleibst, hast du vielleicht auch mal Zeit, etwas hinter die Fotomotivfassaden zu schauen. Was bewegt die Portuenser (außer dem Tabellenplatz des FC Porto), was macht die Stadt außerhalb der Unesco-geschützten Altstadt aus? Es gibt eine Redensart, die die wichtigsten Städte Portugals charakterisiert: Braga reza, Coimbra estuda, Porto trabalha e Lisboa diverte-se (Braga betet, Coimbra studiert, Porto arbeitet und Lissabon vergnügt sich). Es bedient natürlich vor allem Klischees, enthält aber ein Fünkchen Wahrheit: Porto ist bis heute die Stadt der Malocher, im Großraum gibt es viele vor allem mittelständische Betriebe, der Hafen von Leixões ist der wichtigste des Landes. Manche sagen, Lissabon – und damit also vor allem die Politik – gibt das Geld aus, das in Porto verdient wird. Das war schon zu Zeiten der Monarchie so: Der regierende Adel in der Hauptstadt lebte in Saus und Braus, während in Porto das Bürgertum das Sagen hatte, vor allem in Form von geschäftigen Portweinhändlern. Das pompöseste Gebäude Portos ist deshalb kein Königsschloss (so was gibts hier nicht), sondern der Börsenpalast, der bis heute Sitz der Handelskammer ist.
Der Tourismusboom
Wenngleich die Blattgoldverzierungen und Azulejofassaden vieler Kirchen um die Wette strahlen – auch in Porto ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt. Vor allem der wachsende Tourismus bringt auch ein paar Nebenwirkungen mit sich, die so manchen Portuenser auf die Palme bringen. Damit sind nicht nur die Menschentrauben gemeint, die sich durch die Gassen des Kathedralenviertels und der Ribeira schieben oder für das ultimative Instagram-Foto stundenlang an der Livraria Lello anstehen. Von diesen Hotspots halten sich die Portuenser nun eben fern. Doch was viele nervt: Um Ferienapartments zu schaffen, müssen Zentrumsbewohner ihre Wohnungen verlassen, überhaupt verliert die Stadt wegen der unverhältnismäßig steigenden Immobilienpreise immer mehr Einwohner ans Umland. Junge Familien finden einfach keinen Wohnraum mehr, manche Viertel drohen durch die touristische Gentrifizierung ihr Gesicht zu verlieren. Nun ist die Politik gefragt, allen voran der parteilose, aber von den Konservativen unterstützte Bürgermeister Rui Moreira, damit sich diese Situation nicht weiter verschärft. Natürlich profitiert Porto vom Tourismus, doch sollte ein möglichst sozial verträglicher Weg des Wachstums gefunden werden.
Einfach geniessen
Porto ist wahrlich ein Genuss – egal ob du gerade einen süffigen Portwein schlürfst, eine in würziger Sauce schwimmende francesinha verputzt oder die herrlichen Aussichten und die aufregende Architektur bewunderst. Das Schöne ist: Auch die Portuenser genießen ihre Stadt. Klassikliebhaber sind immer wieder aufs Neue entzückt von den Klangerlebnissen in der Casa da Música und Rockfans von den erstklassigen Line-ups der sommerlichen Open-Air-Festivals. Viele flanieren am Wochenende am Douro- oder Atlantikufer oder besuchen die gratis zugänglichen städtischen Museen oder eine der vielen grünen Oasen. Gesell dich zu ihnen, setz dich mit den Studenten und Angestellten zum Sonnenuntergang auf den romantischen Passeio das Virtudes und schau verliebt auf den goldenen Douro!
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Portugals Norden ist zwar um einiges feuchter und frischer als der sonnige Süden, für die perfekte Urlaubslaune macht das aber nichts. Porto ist bei jedem Wetter ein Genuss, egal ob du gerade am süffigen Portwein nippst, die herrlichen Aussichten auf den Douro genießt oder die Architektur der bunten Uferzeilen bewunderst. Im Gegensatz zur großen Schwester Lissabon glänzt Porto außerdem mit feinsten Sandstränden.
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