
Reiseführer Moskau - Kitaigorod & der Nordosten
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Das Kneipenleben in dem Szeneviertel direkt hinter Rotem Platz und Kaufhaus GUM floriert in Häusern aus der Zarenzeit. In den ruhigen Hinterhöfen und Gassen, an den Gebäuden, von denen der Putz blättert, hält sich beharrlich ein Hauch des alten Moskau. Die Baukräne sind hier noch nicht angekommen. Und einem grünen Bogen gleich schmiegt sich der Boulevardring um das Quartier.
Der Ursprung des Namens Kitai-Gorod, der auch China-Stadt bedeuten könnte, steckt wohl eher im altrussischen Wort „Kita“ und steht für den Holzwall, der den Stadtkern bis zum 15.Jh. vor Feinden schützte. Denn Moskau hat und hatte nie Ghettos für seine Gastarbeiter, keine Chinatown und kein Kaukasierviertel. Obwohl hier sämtliche 126 Ethnien Russlands leben.
Heute steht Kitaigorod mit seinen vielen Bars und Klubs v. a. für gute Laune. Und für Kultur: Neben dem berühmten Bolschoi liegen hier ein Dutzend weiterer Theater, der Staatszirkus und lauter Konsumtempel. Kitaigorods Hügel waren schon im 11.Jh. besiedelt. Beim großen Brand von 1812 wurde das Viertel komplett zerstört und anschließend wieder neu aufgebaut. Bis zur Revolution war es Handels- und Finanzzentrum Moskaus. Heute ballen sich hier auch die Hochburgen der Politik: Staatsduma (Parlament), Verfassungsgericht und Ministerien sowie die FSB-Geheimdienstzentrale. Moskau im Schnelldurchgang: Direkt vor dem Denkmal Kirills und Methodius (Slawjanskaja Ploschad), Begründer des kyrillischen Alphabets, beginnt täglich um 10.45 Uhr eine Gratisführung (mos cowfreetour.com) von Locals mit großem Moskau-Faible. Trinkgeld nicht vergessen!



