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Reiseführer
Menorca

MARCO POLO Reiseführer

Menorca

12.99 €

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Wohin du auch schaust: Traumbuchten mit klarem, türkisfarbenem Wasser, darüber ein strahlend blauer Himmel, Gestein in sanften Farben von Beige bis Rot, duftende Pinienwälder und hügelige Weiden. Ob es die phantastische Natur ist, die den Geist der Insulaner entspannt und zu ihrer relaxten Haltung verführt?

Entspanntes Zusammensein

Auf Menorca heißt es gern a poc a poc, was so viel bedeutet wie „langsam, langsam …“ Die Einheimischen lassen sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens, für Freunde und Familie, gutes Essen und Trinken, Genuss in der Natur und verträumtes Nichtstun. Beim Autofahren, bei der Bestellung im Restaurant oder beim Einkaufen – überall geht es gemächlich zu. Momente der Muße haben sich die Menorquiner auch in der Stadt geschaffen: Noch die ödeste Straße belebt eine Bistro-Bar, in der sich die Leute zwischendurch auf eine pomada (Gin mit Limo) treffen und die Neuigkeiten des Tages austauschen. Zum Lebensgefühl der Menorquiner gehört auch ein erfrischendes Bad im Meer, am liebsten täglich. Zu Recht gilt deshalb Menorca als die Lieblich-Stille unter den Schwesterinseln. Weiter vom spanischen Festland entfernt, wurde sie später erschlossen als Mallorca. So blieben der Insel viele Nebenwirkungen des Massentourismus erspart – wie Bettenburgen und Ballermann. Wer nach Menorca kommt, schätzt idyllische Buchten und romantische Altstädte und interessiert sich für Relikte aus grauer Vorzeit.

Der raue Norden mit Felsen und Fjorden ...

Obwohl die Insel relativ klein ist, hat sie zwei grundverschiedene Seiten. Die Tramuntana im Norden kennzeichnen tief ins Landesinnere gefräste Fjorde. Hier herrscht dunkles Gestein vor, das weiten Teilen der Küstenlinie einen rauen Charakter verleiht. Hier leben von jeher weniger Menschen als im Zentrum und an der Südküste. Zahlreiche Inselsagen spielen an Schauplätzen entlang der windgepeitschten Nordküste. Andererseits stößt du in den nordwestlichen Teilen der Insel auch auf große Weideflächen. Goldgelbe Kornfelder und Blumen verwandeln die Landschaft im Frühjahr und Herbst in ein Farbspektakel. Die Vegetation reicht oft bis hinunter zur Küste, klammert sich immer enger an den felsigen Boden. Nur die äußersten Landzipfel, die Kaps, sind völlig kahl. Hier schäumt an stürmischen Herbst- oder Frühjahrstagen die Gischt bisweilen haushoch auf und überzieht den dunklen Küstenfels mit einem weißen Niederschlag aus Salz.

Geschichte

  • ca. 6000 v. Chr.

    Erste Siedler kommen aus Frankreich und Spanien

  • 1500 v. Chr.

    Talaiot-Kultur: ummauerte Städte und Kultbauten

  • Ab 123 v. Chr.

    Römische Besetzung

  • 903–1287

    Arabische Besetzung; Menorca gehört zum Kalifat Córdoba

  • 1287

    Reconquista: Alfons III. von Aragonien erobert Menorca

  • 1708

    Großbritannien besetzt Menorca

  • 1782

    Spanien erobert die Insel

  • 1798

    Erneut Briten auf Menorca

  • 1802

    Menorca wird endgültig Spanien zugesprochen

  • 1936–39

    Im Spanischen Bürgerkrieg setzt sich General Franco durch: Spanien wird bis 1975 Diktatur

  • 1983

    Die Balearen erhalten ein Autonomiestatut

  • 1993

    Die Insel wird Biosphärenreservat

  • 2023

    Nach dem Ende der Coronapandemie boomt der Tourismus auf Menorca

... und der milde Süden mit Stränden und Buchten

Ganz anders der Migjorn, die Region im „Südwind“: mit einer geschlosseneren Küste, kleinen Buchten, bewaldeten Tälern und Schluchten. Der Südteil Menorcas ist eine gewaltige Kalktafel von 50–60 m Höhe, die durch den Verlauf der barrancs, der Abflussschneisen, aufgebrochen wird. Hier zeigt die Insel ihr sonniges Gesicht, wirkt die Architektur leichter, hier wachsen Pinien und Kiefern gerade in den Himmel, weitgehend verschont von den starken Winden, die meist im Winter über den Inselnorden hinwegfegen. Im Süden liegt die Mehrzahl der Strände; demzufolge zieht es hierher auch die meisten Touristen. Gegensätzlich wie Nord- und Südküste sind auch die beiden anderen Enden der Insel. Hier das britisch geprägte, pflichteifrige Maó im Osten und dort das lässigere, spanische Ciutadella im Westen. Die Konkurrenz der Städte entstand mit der Besatzung durch die Briten: Diese verlegten Anfang des 18.Jhs. die Hauptstadt von Ciutadella nach Maó, weil sich dort der bessere Naturhafen befand. Für Ciutadella bedeutete das, dass der dort ansässige, bis dato herrschende Adel und Klerus von allen wichtigen Entscheidungen abgeschnitten wurde. So kommt es, dass bis heute der echte Ciutadeller nur ungern nach Maó fährt.

Wettstreit der beiden Hauptorte

Gegensätzlich wie Nord- und Südküste sind auch die beiden anderen Enden der Insel: hier das britisch geprägte, pflichteifrige Maó im Osten und dort das lässigere, spanische Ciutadella im Westen. Die Konkurrenz der Städte entstand mit der Besatzung durch die Briten: Diese verlegten Anfang des 18.Jhs. die Hauptstadt von Ciutadella nach Maó, weil sich dort der bessere Naturhafen befand. Für Ciutadella bedeutete das, dass der dort ansässige, bis dato herrschende Adel und Klerus von allen wichtigen Entscheidungen abgeschnitten wurde. So kommt es, dass echte Ciutadeller bis heute nur ungern nach Maó fahren.

Ganz weit zurück ...

Menorcas Wurzeln reichen tief in die Geschichte. Schon vor über 8000 Jahren sollen Menschen die Insel bewohnt haben. Die ersten Besiedler kamen wahrscheinlich mit Schilfbooten über das Meer. Auf einigen Wandzeichnungen der Höhlen Menorcas sind Schiffstypen zu sehen, die stark an entsprechende Abbildungen auf Kreta erinnern. Bis zu 4000 Jahre alt sind die ältesten Spuren, monumentale Steinbauten. Später nutzten Phönizier, Griechen, Karthager und Römer die strategische Lage der Insel, die Byzantiner machten sie sich untertan, schließlich die Araber.

... und nach vorne schauen

Heute sind gut 60 Prozent der Menorquiner im Tourismus beschäftigt. Allerdings setzt sich die Inselregierung für dessen sanfte Variante ein. Sie begreift das Prädikat „Biosphärenreservat“ nicht nur als Marketingschachzug, sondern will ein vernünftiges Maß an Tourismus mit einer weitgehend unzerstörten Natur in Einklang bringen. Nach der Coronapandemie schwappte eine große Reisewelle über die Balearen. Nach der zweijährigen Zwangspause wollen viele das Verpasste nachholen. Um overtourism zu vermeiden, hat die Inselregierung die Notbremse gezogen und bis 2026 ein Moratorium verhängt: Bis zu diesem Jahr wird kein einziges neues Touristenbett genehmigt. So kannst du Menorca hoffentlich ohne Urlaubermassen genießen. Dazu passt auch das Motto: Ets Menorca, no frissis! – Du bist auf Menorca, nimm dir Zeit und hetz dich nicht!

Aktuelles Wetter

8h/Tag (April)
89Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
Mai
13°C
Juni
17°C
September
19°C
Wetter in Menorca

Wissenswertes

Einwohner100.323
Fläche/km2692 km²
SpracheSpanisch
AdaptertypC, F
Reisepass/Visum/Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt
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Menorca

eBook, 15. Auflage · 12.99 €

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E-Book basiert auf: 15. Auflage 2024

Unter Palmen die Zeit vergessen mit dem MARCO POLO Reiseführer Menorca Auf Menorca sieht jedes Urlaubsfoto aus wie ein Gemälde! Wohin du auch schaust, findest du hier Traumbuchten mit türkisfarbenem Wasser, Felsen in sanften Farben von Beige bis Rot und duftend grüne Pinienwälder. Darüber strahlt ein blauer Himmel mit jeder Menge Sonnenschein!

Genieße Entspannung pur oder erlebe Abenteuer an Land und im Meer – wofür du dich auch entscheidest, mit dem MARCO POLO Reiseführer wird dein Urlaub garantiert so, wie du ihn dir wünschst.

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  • Mit Best-of-Tipps für Unternehmungen mit Kindern, kleinem Budget oder an Regentagen
  • Alle Highlight-Karten und Stadtpläne wurden komplett überarbeitet

Urlaub mit Meeresrauschen im Ohr: Mit MARCO POLO nach Menorca

Auf Menorca heißt es gern „a poc a poc“, was so viel bedeutet wie „langsam, langsam“. Die Menorquiner lassen sich gern Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Mach es wie sie und lass dich in einsamen Buchten treiben, lausche der mächtigen Orgel in Maós Kathedrale oder nippe am Cocktail im Leuchtturmlokal, während die Sonne als Feuerball im Meer versinkt. Erkunde die Insel in deinem Rhythmus – mit deinem MARCO POLO Reiseführer Menorca verpasst du keins der vielen Highlights!

Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche!

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Menorca in Buch & Film

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Die Insel, das LandDer niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom verbringt seit vielen Jahren den Sommer auf Menorca. Freu dich auf kluge Beobachtungen aus dem menorquinischen Alltag, auf liebevolle Porträts und Betrachtungen zur Geschichte und Natur (2011).
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Das Meer (Blai BonetIAus der Perspektive queerer junger Männer erzählt Blai Bonet von der bleiernen Franco-Zeit. Der Klassiker der Balearen-Literatur (1958) – 2000 von Agustí Villaronga unter dem Titel „El Mar“ verfilmt – ist keine lockere, aber eine lohnende Lektüre.