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„Wenn ich den See seh‘, brauch ich kein Meer mehr!” Ein geflügelter Ausspruch in Kärnten. 1200 Seen und Teiche gibt es im Land, mehr als 100 davon sind richtige Badeseen. Egal ob mit Kopfsprung, „Arschbombe“ oder Rückwärtssalto, hier gilt: rein ins Wasser! Oder einfach am Seeufer zurücklehnen, entspannen und chillen.
Nach dem Wandern in den See
Abseits des Wassers beeindrucken die Berge, die das südlichste Bundesland Österreichs umrahmen. Manche steil und schroff, andere ganz sanfte, begraste Kuppen. Majestätisch thront der 3798 m hohe Großglockner in der nordwestlichsten Ecke des Landes, er ist Teil der Hohen Tauern, die mit den Nockbergen und den Gurktaler Alpen die Nordgrenze Kärntens bilden. Die Saualpe und die Koralpe bewachen die Ostgrenze. Die mächtigen Karawanken im Südosten grenzen Kärnten gegen Slowenien ab, die Karnischen Alpen längs der Grenze zu Italien, und die Lienzer Dolomiten schließen den Kreis um das 9500 km² große Land.
Saubere Gewässer
Die gebirgige Umrandung stoppt die Kälte aus dem Norden, dafür kann die warme Luft aus dem Süden sich schneller breitmachen. Womit wir wieder bei den Seen sind: Schon im Frühsommer ist deren Wasser um die 20 Grad warm. Jeder Kärntner wird dir seinen persönlichen Lieblingssee nennen können – egal ob Farbe, Wassersport, Ruhe oder Kulinarik den Ausschlag geben. Dass man in Kärnten ein großes Augenmerk auf die Seen legt, hat aber nicht nur sportliche Gründe. In den 1960er-Jahren stanken manche Kärntner Gewässer zum Himmel. Abwässer, die in Wörthersee, Ossiacher See und Millstätter See geleitet wurden, sorgten für eine wilde Algenplage. Man investierte Millionen in sogenannte Ringkanalisationen. Heute kannst du das Wasser aus den Kärntner Seen problemlos trinken. Auch viele Fische tummeln sich in den Gewässern.
Geschichte
Ca. 30 000 v. Chr.
Altsteinzeitliche Besiedlung (Funde im Griffner Berg)
6.Jh.
Slawen begründen das karantanische Fürstentum
8.Jh.
Christianisierung
976
Kärnten wird selbstständiges Reichsherzogtum
1797–1813
Napoleon besetzt das Land
1918
Ende der Donaumonarchie, Kärnten tritt der Republik bei
1920
Volksabstimmung: Südkärnten bleibt bei Österreich
1938
Unter den Nationalsozialisten „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich
1945–1955
Kärnten unter britischer Besatzung; 15.Mai 1955: Staatsvertrag schreibt Neutralität Österreichs fest
1972
Deutschnationale verwüsten zweisprachige Ortstafeln in Südkärnten, erst 2011 wird ein Teil der Schilder wieder in beiden Sprachen, Deutsch und Slowenisch, aufgestellt
2022
Nach acht Jahren Generalsanierung wird im November das Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt als kärnten.museum wiedereröffnet
Geschützte Natur
Der Wert intakter Natur für den Fremdenverkehr wurde schon relativ früh erkannt. Nirgendwo sonst funktioniert der Einklang von Natur und Tourismus so gut wie am Weißensee, gern höchster „Badesee der Alpen“ genannt und wundervoll weiß-türkis schimmernd. Schon seit 1967 gilt hier ein Motorbootverbot, ein Großteil des Ufers ist unverbaut, auch weil sich die sturen Weißenseer in den 1970er-Jahren erfolgreich gegen eine Durchgangsstraße im Norden wehrten. Bereits in den 1980er-Jahren begann man mit der Einrichtung von Schutzzonen für Landschaft und Tierwelt. So entstanden der Nationalpark Hohe Tauern und der Biosphärenpark Nockberge.
Sport treiben mit Panorama
Überall gibt es gut markierte und beschilderte Wanderwege. Stundenlang kannst du hier vor dich hin wandern, die frische Bergluft atmen, über das Panorama staunen oder ordentlich sporteln. Wenn du dich lieber aufs Rad schwingst, bist du auch gut versorgt. Der Drauradweg (drauradweg.com) führt den Fluss entlang quer durch Kärnten. Eine gemütliche Runde sind z. B. die 27 km rund um den Ossiacher See. Seit einigen Jahren hat man auch beim Thema Mountainbiken ordentlich aufs Gas gedrückt. Mittlerweile sind viele Routen ausgewiesen.
Bergbauvergangenheit
Früher waren vor allem zwei Wirtschaftszweige für das Land bestimmend: die Landwirtschaft und der Bergbau. Nur ein Zehntel der 560 000 Kärntner sind heute noch in der Landwirtschaft tätig, viele haben noch einen anderen Job nebenbei. Für große, wirtschaftlich tragfähige landwirtschaftliche Betriebe ist Kärnten zu kleinräumig, deshalb setzen viele Bauern auf nachhaltige und biologische Landwirtschaft. Qualität geht hier jedenfalls vor Quantität. Noch stärker als die Landwirtschaft hat der Bergbau seine ursprüngliche Bedeutung verloren. Viele Ortsnamen zeugen noch von der Bergbauvergangenheit des Landes: Knappenberg, Hüttenberg, Bleiburg, Bad Eisenkappel oder Bad Bleiberg. Durch den Niedergang des Edelmetallbergbaus im 16.und 17.Jh. wurde das Land arm. Eine Auswirkung zeigt sich in den Kirchen: Während in anderen österreichischen Bundesländern viele Kirchen mit großem Aufwand barockisiert wurden, hielt sich in Kärnten die romanische und gotische Bausubstanz.
Italien lässt grüssen
Zwischen all den Bergen und Seen ist Kärnten ein Land der Täler. Jedes hat seinen ganz besonderen Charme, seinen eigenen, ursprünglichen Dialekt, eine eigene Tracht und spezielles, leckeres Essen. Viele Kärntner lieben es, ihre Heimat auch in Wanderschuhen zu erkunden. An den Seen macht sich Dolce Vita breit – die Nähe zu Italien lässt sich nicht verleugnen. So wie in der Vergangenheit ist Kärnten auch heute noch eine Schnittstelle der Kulturen Europas, an der sich romanische, germanisch- bajuwarische und slawische Einflüsse mischten. Bemerkbar macht sich das im Alltag auf zweisprachigen Ortstafeln (deutsch und slowenisch), in der Kärntner Küche und den vielen Ausflugsmöglichkeiten im Alpen-Adria-Raum. Die Gastfreundschaft der Kärntner und natürlich die einmalige Schönheit der Landschaft in Österreichs Süden solltest du selbst erleben!
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